
Über 2.000 Städte und Gemeinden sind bereits Bestandteil der Solarbundesliga, einem der beständigsten Umweltprojekte auf kommunaler Ebene
Sommer 2011: Der Führende der Bundesliga feierte seine Meisterschaft. Die Rede ist aber nicht von Borussia Dortmund und generell nicht von Fußball. Im Sommer 2011 wurde die kleine Gemeinde Kronprinzenkoog Meister der Solarbundesliga. Noch nie etwas davon gehört?
Die Solarbundesliga ist ein deutschlandweiter “Wettbewerb” in dem sich Kommunen darum bemühen Deutschlands solarenergiereichste Gemeinde bzw. Stadt zu werden. Auf kommunaler Ebene ist sie eines der langlebigsten und beständigsten Umweltprojekte, welches vom Bundesumweltministerium, Fans und Sponsoren finanziert wird.
Gegründet wurde die Solarbundesliga bereits in 2001. Es hat damit begonnen,dass eine solarenergie-engagierte Kommune gerne wissen wollte, wie weit ihr Fortschritt im Bereich Solarenergie im Gegensatz zu anderen Kommunen denn sei. Daher wand sich die Gemeinde an die Fachzeischrift “Solarthemen”. Diese wiederum begann Informationen von anderen Kommunen zu sammeln und erstellte eine Übersichtstabelle über mehrere Gemeinden und deren Pro-Kopf-Leistungen bzw. Flächen in Bezug auf Solarenergie. Anfangs wurde das Ergebnis nur in der Zeitschrift veröffentlicht, der Weg ins Internet ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Durch das World Wide Web stoß das Ranking auf große Interesse. Immer mehr Kommunen wollten der Liste hinzugefügt werden und es entstand ein Wettbewerb darum, wer in der Liste an Stelle 1 steht – die Solarbundesliga war geboren.
Mittlerweile sind es mehr als 2.000 deutsche Städte und Gemeinden, die in der Solarbundesliga mitmischen. Jedes Jahr werden in unterschiedlichen Größenklassen die Kommunen geehrt, die pro Einwohner die meisten Quadratmeter solarthermischer Kollektoren und/oder die meisten Kilowatt Photovoltaik-Leistung installiert haben. Mehrere Jahre hinweg war das bayrische Rettenbach Spitzenreiter der Solarbundesliga mit pro Kopf mehr als 4 Kilowatt Strom allein aus Solarstromenergie. Dieses Jahr heißt der Meister Kronprinzenkoog. Dort ist die Leistung je Einwohner sogar doppelt so hoch wie in Rettenbach. Würde man diese Pro-Kopf-Leistung auf die Bundesrepublik umrechnen würde das ca. 1.000 Gigawatt entsprechen.
Besonders die Kommunen sind es also, die die Energiewende vorantreiben. Zu Beginn der Solarbundesliga war Photovoltaik-Energie ein noch nicht sehr ernst genommenes Thema. Energiekonzerne und Bundesregierung schenkten dem Solarausbau in Kommunen daher noch keine große Beachtung. Nun, da Erneuerbare Energien ein Fünftel der heutigen Energie ausmachen, fühlen sich Energiekonzerne, insbesondere Atomaktivisten, von Solarenergie bedroht. Inzwischen herrscht daher ein Lobbykamf zwischen der gewachsenen Solarindustrie und den konventionell orientierten Energiekonzernen.
Energie aus nachhaltigen Quellen muss allerdings weiterhin gefördert werden, schließlich ist sie die Energie der Zukunft. Zu dieser Energiewende können aber nicht nur Bund, Länder oder Kommunen etwas dazu beitragen. Die Initiative eines jeden Einzelnen ist gefragt. Und wenn man selbst keine Solarzellen auf seinem Dach installieren möchte besteht auch die Möglichkeit in Erneuerbare Energien Fonds zu investieren. Umweltbanken bieten ein breites Angebot an Solarfonds, Windsfonds und vielen Weiteren.
Mehr Informationen über die Solarbundesliga finden Sie unter: www.solarbundesliga.de
Jeder Einzelne kann einen Beitrag zur Solarförderung leisten:
CleanTech Solar 8
| Projekt | CleanTech Solar8 |
|---|---|
| Laufzeit | 8 Jahre |
| Mindestanlagesumme | 5.250 EUR |
| Ausschüttungen | 2012-2015: 6,50% 2016-2017: 7,00% 2018: 7,50% 2019: 114,50% |
| Besonderheit | - Attraktive Ausschüttungen durch deutsche Einspeisevergütung – Sehr kurze Laufzeit von nur 8 Jahren und bei uns ab 5.250 Euro – Sie fördern aktiv den Umstieg auf erneuerbare Energieträger |















