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Autor: Gerd Junker 23. August 2016

10 Filme, die die Welt bewegen

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Zusammenfassung: Spielfilm versus Dokumentarfilm war gestern. Viele aktuelle Dokumentationen sind echte Action-Thriller. Ihre gemeinsame Mission: Die Rettung der Welt!

 

 

Dokumentarfilme sind oft echte Thriller.

Dokumentarfilme sind oft echte Thriller.

Viele Filme haben die Rettung der Welt zum Thema. „Independence Day“ zum Beispiel. Hier müssen sich in diesem Jahr die tapferen Helden bereits zum zweiten Mal gegen den Angriff außerirdischer Wesen wappnen.

 

Auch im realen Leben geht es tagtäglich um die Rettung der Welt. Jedoch wird hier nicht gegen böse Aliens gekämpft. Die Bedrohungen sind hier die fortschreitende Klimakrise, die Ausbeutung der fossilen Rohstoffe, der Zugang zu Trinkwasser, die Verschmutzung der Meere durch Plastik und vieles mehr. Und auch hier gibt es viele Helden und – hoffentlich irgendwann einmal ein Happy End.

 

Wir haben zehn Filme zusammengestellt, die inspirieren, Diskussionen anregen und – obgleich allesamt Dokumentarfilme – teilweise doch echte Thriller sind.

 

Film 1: „Eine unbequeme Wahrheit“

Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore hat sich bereits in seinem gleichnamigen Buch ausführlich mit den Risiken der globalen Erderwärmung beschäftigt. Der Dokumentarfilm von Davis Guggenheim aus dem Jahr 2006 zeigt Gores Sicht auf den aktuellen Zustand der Erdatmosphäre und die schädlichen Einflüsse durch den steigenden Ausstoß von CO2 weltweit. Eindringliche Bilder von schmelzenden Gletschern, klimatischen Extremen – wie etwa sintflutartigen Regenfällen, starken Stürmen und Versteppungen – machen die drastischen Auswirkungen der Klimakrise mehr als deutlich. Gore prophezeit weitere Naturkatastrophen, die in den kommenden Jahren Millionen Klimaflüchtlinge zur Folge haben werden. Als Ausweg verweist Gore auf einen veränderten Umgang mit Energie und einen reduzierteren Konsum.

 

 

Film 2: „Sechs Grad bis zur Klimakatastrophe“

Die Dokumentation der renommierten Zeitschrift „National Geographic“ aus dem Jahr 2008 geht in eine ähnliche Richtung wie „Eine unbequeme Wahrheit“. Der Film zeichnet ein Bild von einer Welt ohne südamerikanische Regenwälder und ohne arktisches Eis. Mit computeranimierten Bildern schildert der Film, wie sich der Klimawandel bereits auf allen Teilen der Erde bemerkbar macht und wie diese Entwicklung mit jedem Grad Temperaturanstieg aussehen wird – bei einer Erwärmung um sechs Grad wird der Meeresspiegel soweit ansteigen, dass ganze Landstriche versinken werden. Abgerundet wird der Film durch Interviews mit Wissenschaftlern und betroffenen Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt.

 

 

Film 3: „Die 4. Revolution – Energy Autonomy“

Der Dokumentarfilm von Carl-A. Fechner erschien im „Fukushima-Jahr“ 2011 und hatte damit die Aufmerksamkeit, die das Thema verdient: Energieversorgung aus erneuerbare Energien, konsequente Abkehr von fossilen Ressourcen und Atomenergie. Vorgestellt werden Energieexperten aus der ganzen Welt, die kleinere und größeren Lösungen anbieten für eine nachhaltige und zukunftsfähige Energieversorgung.

 

Film 4: „The Power to Change – Die Energierebellion“

Das Thema Energie und Klimawandel hat den Filmemacher Carl-A. Fechner nicht losgelassen. Auch der 2016 erschienene Dokumentarfilm „The Power to Change“ befasst sich mit dem weltweit gigantischen Energieverbrauch und stellt unterschiedlichste Konzepte für eine alternative Energieversorgung dar. Zu Wort kommen Erfinder und Unternehmer, Verkehrswissenschaftler, Umweltaktivisten aber auch Skeptiker. Allen gemein ist der Wille, die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten und eine Energiewende herbeizuführen, mit dezentralen und regionalen Lösungen.

 

 

Film 5: „Bottled life“

Die Enthüllungsdokumentation von Urs Schnell aus dem Jahr 2011 gibt Einblicke in das Milliardengeschäft mit Flaschenwasser des Schweizer Lebensmittelmulti Nestlé, der mit mehr als 70 Wassermarken Weltmarktführer in diesem Bereich ist. Menschen aus  Ländern, in denen Wasser in ausgezeichneter Qualität aus dem Wasserhahn kommt, kaufen Wasser als teures Lifestyle-Produkt. Darüber hinaus hat der Konzern in vielen Ländern Quellgebiete aufgekauft und gräbt dort der lokalen Bevölkerung rücksichtslos das Wasser ab. Eindrucksvoll ein das Beispiel aus Nigeria: Während die Bevölkerung in den Slums die Hälfte ihres Einkommen für Wasser in Kanister ausgeben muss, trinkt die bessere Gesellschaft „Pure Life“ von Nestlé.

 

 

Film 6: „More than Honey“

Der Film, der den Imkerverbänden 2014 Nachwuchs bescherte. In „More than Honey“ geht der Schweizer Regisseur Markus Imhoof dem rätselhaften weltweiten Bienensterben nach. Ausgehend von den Bienenstöcken seiner Großeltern, die auch eine Obstkonservenfabrik betrieben, verfolgt Imhoof industrialisierte Bienenzüchter in den USA, die ihre Bienenstöcke quer durch die Staaten transportieren, um Obstplantagen systematisch bestäuben zu lassen. Genauso gezeigt werden chinesische Wanderarbeiter, die Obstbäume per Hand bestäuben, weil in diesen Gegenden Bienen bereits komplett ausgestorben sind. Der Grund des Bienensterbens bleibt ungeklärt. Möglich ist, dass ein Zusammenspiel von Pestiziden, Stress durch den Transport, Antibiotika und Parasiten verantwortlich ist. Durch interessante Kameraperspektiven verschafft der Film einen beeindruckenden Einblick in die Welt der Honigbienen.

 

 

Film 7: „Food, Inc. – Was essen wir wirklich?“

Hoffentlich nicht aus Gen-Mais: Popcorn.

Hoffentlich nicht aus Gen-Mais: Popcorn.

Die US-Dokumentation von Robert Kenner aus dem Jahr 2008 wurde aufwändig recherchiert und kritisiert die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen der Lebensmittelindustrie. Weltweit bestimmen nur einige wenige Großkonzerne, welche Lebensmittel bei uns hauptsächlich auf den Teller kommen. Mit einer enormen Marketing-Maschinerie, die Natürlichkeit und Gesundheit suggeriert, werden Verbraucher gezielt manipuliert. Die Dokumentation bezieht sich zwar nur auf die USA, jedoch lässt sich einiges auch auf andere Länder übertragen, denn Profit steht vielfach vor der Qualität der Lebensmittel. Genmanipulierte Getreide- und Pflanzenarten, Hormone und Antibiotika im Fleisch, das alles verdirbt dem Zuschauer den Appetit und regt enorm dazu an, immer wieder die Frage zu stellen, was eigentlich täglich auf unserem Teller liegt.

 

 

Film 8: „We Feed the World – Essen Global“

Der österreichische Dokumentarfilmer Erwin Wagenhofer zeigt die vielen Gesichter der Welt: Hunger, Mangel und Überfluss. Ohne übergeordnete Kommentare präsentiert der Film die unterschiedlichsten Akteure. Bauer und Fischer kommen genauso zu Wort, wie Transporteuer und Konzernchef. Die zunehmende Globalisierung der Lebensmittelproduktion wird dabei genauso kritisch beleuchtet, wie die Macht der Verbraucher, die jedoch immer noch mehrheitlich Preis vor Qualität setzen. Durch den Film durch ziehen sich Aussagen des UN-Sonderberichterstatters Jean Ziegler, der ein Recht auf Nahrung fordert.

 

 

Film 9: „Plastic Planet“

Der Geschichte des Plastiks begann erst vor rund einhundert Jahren, doch seit dem ist der Siegeszug des vollsynthetischen Erdölprodukts nicht mehr zu stoppen. Der österreichische Dokumentarfilmer Werner Boote zeigt in seinem Film aus dem Jahr 2013 das Plastikzeitalter. Er selbst wuchs als mit einer großen Menge an Plastikspielsachen auf, denn sein Großvater war in Geschäftsführer der deutschen interplastik-Werke. Auch die Ölkrise der siebziger Jahre konnte die Erfolgsgeschichte des vielseitigen Kunststoffs nicht aufhalten. Derzeit werden in Europa rund 60 Millionen Tonnen Plastik produziert, die bis zu 500 Jahre in Böden und Gewässern ihre giftige Spur hinterlassen können.

 

 

Film 10: „Lets make money“

Noch einmal ein Film von Erwin Wagenhofer. Diesmal blickt der Regisseur hinter die Kulissen der Finanzwelt und zeigt, dass Geld nicht wirklich arbeiten kann. Banken und Versicherer entwickeln ständig neue Finanzierungsmodelle und steigern damit den Reichtum von wenigen Menschen. Illustriert wird die Ungerechtigkeit des Systems durch zahlreiche Beispiele, die etwa den Zusammenhang zwischen einer Altersvorsorge in Deutschland und einem Immobilien-Spekulant in Spanien aufzeigen.

 

Werbeblock: Wer nach diesem Film sein Geld nicht ohne Moral und Anspruch an Nachhaltigkeit anlegen möchte, ist hier richtig aufgehoben: Grünes Geld GmbH.

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
Autor: Gerd Junker 19. August 2016

Zukunftsenergien für eine echte Energiewende

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Zusammenfassung: Die Förderung und der Ausbau der regenerativen Zukunftsenergien sind in Deutschland - trotz kleiner Rückschritte - beschlossene Sache. Um die gesteckten Ziele zu erreichen, sind weitere technologische Anlagen für erneuerbare Energien notwendig. „Zukunftsenergie Deutschland 4“, ein nachhaltiges Anlageprojekt, investiert in Photovoltaik und Blockheizkraftwerke.

 

 

Zukunftsenergie D4

Photovoltaik-Anlagen sind ein wesentlicher Wegweiser in die Zukunft der erneuerbaren Energien.

Bundesregierung und Bundestag haben für Deutschland die Energiewende beschlossen. Ziel ist es, sichere, wirtschaftliche, umwelt- und klimaverträgliche Energien zu fördern. Die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen hilft, die nationalen Klima- und Umweltschutzziele zu erreichen. Fossile Energieträger verbleiben im Boden und der CO2-Ausstoß wird verringert.

 

Das Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) regelt seit dem Jahr 2000 die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie beispielsweise Wasser, Wind und Sonne. Seit Einführung des Gesetzes ist die Strommenge aus erneuerbaren Energiequellen um rund das zehnfache gestiegen. Der Anteil erneuerbarer Energien soll weiter bis zum Jahr 2025 auf 40 bis 45 Prozent, bis zum Jahr 2035 auf 55 bis 60 Prozent gesteigert werden.

 

Mit dem EEG und seinen Novellen wird der liberalisierte Strommarkt in Deutschland reformiert für die steigenden Anteile an erneuerbaren Energien. Netzbetreiber sind verspflichtet, Strom aus erneuerbaren Energiequellen anzuschließen und abzunehmen. Seit zwei Jahren vermarkten die Stromproduzenten den eingespeisten Strom selbst und haben bislang dafür eine festgesetzte Vergütung erhalten. Im Jahr 2014 belegten erneuerbare Energien mit einem Anteil von rund einem Viertel (25,8 Prozent) den ersten Platz im Energiemix und lösten damit die bislang führende Braunkohle ab.

 

 

Verlangsamte Entwicklung

Die Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energien war bislang abhängig vom aktuellen Strompreis an der Börse. Ab 2017 wird die feste Vergütung durch Auktionen abgelöst: Die Bundesnetzagentur schreibt dann ein bestimmtes Volumen an Megawatt aus, um das sich die Betreiber von Anlagen für erneuerbare Energie bewerben. Für Bürgerenergiegesellschaften gelten Sonderregelungen. Durch dieses Verfahren wird der weitere Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland fortan durch den Markt geregelt. Da bis dahin alle neu gebauten Anlagen eine feste Vergütung für den eingespeisten Strom erhalten haben, steht diese Novelle des EEG in der Kritik. Umweltverbände sehen den Ausbau erneuerbarer Energien damit gebremst und die konsequente Abkehr von fossilen Energieträgern, in erster Linie Kohle, nicht rasch und vollständig vollzogen. Damit wird die Einhaltung der Klimaschutzziele in Deutschland erschwert. Rückhalt finden Kritiker in einer breiten Mehrheit der Bevölkerung. Einer Emnid-Umfrage zufolge, befürworten 86 Prozent der Menschen in Deutschland einen schnelleren und konstanten Ausbau erneuerbarer Energien.

 

 

Neue Anlagen zur Erzeugung von Zukunftsenergien

Obgleich die letzte Novelle des EEG die Entwicklung zur raschen und konsequenten Energiewende verzögert, der Auf- und Ausbau neuer Anlagen für erneuerbare Energien geht weiter. Gute Zukunftschancen haben dabei Photovoltaik-Anlagen und Blockheizkraftwerke.

 

Eine Photovoltaik-Anlage ist eine Solarstrom-Anlage, die mit Hilfe von Solarzellen einen Teil der Sonneneinstrahlung direkt in elektrische Energie umwandelt. Im Bereich der erneuerbaren Energien gilt die Photovoltaik-Technologie als ausgereift, bewährt, sicher und sauber und bietet vielerlei ökologische Vorteile gegenüber konventionellen Energien. Die Sonne, Grundlage der Photovoltaik, steht kostenlos zur Verfügung, damit ermöglicht Photovoltaik eine nachhaltige Energieversorgung mit geringen Stromentstehungskosten. Daher wird der Photovoltaik das größte Leistungsvermögen im Bereich der erneuerbaren Technologien zugeschrieben. In Deutschland existieren aktuell rund 1,4 Millionen Photovoltaik-Anlagen, deren laufender Betrieb kostengünstig und planbar ist und langfristig eine tragende Säule in der Energieversorgung sein wird.

 

Eine weitere interessante Technologie ist die Kraft-Wärme-Kopplung. Sie erzeugt Strom und Wärme in dezentralen Anlagen wie Blockheizkraftwerken. Ein Blockheizkraftwerk ist eine Anlage, in der elektrische Energie und Wärme nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen werden. Zum Antrieb der Stromerzeugung werden Verbrennungsmotoren verwendet, die mit Diesel- oder Pflanzenöl betrieben werden können. Mittlerweile kommen jedoch auch Gasmotoren zum Einsatz. Auch hier wird die eingesetzte Energie zur Stromerzeugung genutzt, die entstehende Abwärme zum Heizen. Dabei geht nur wenig Energie verloren, der Wirkungsgrad eines Blockheizkraftwerks beläuft sich auf bis zu 90 Prozent. Eingesetzt werden Blockheizkraftwerke im Siedlungsbau, in Wohn- und Geschäftsgegenden sowie im öffentlichen Bereich wie beispielsweise in Schwimmbädern und Krankenhäusern.

 

 

Kapitalanlage „Zukunftsenergie Deutschland 4“

Zukunftsenergie Deutschland 4 bietet unternehmerische Beteiligung an nachhaltigen Energie-Anlagen.

„Zukunftsenergie Deutschland 4“ bietet unternehmerische Beteiligung an nachhaltigen Energie-Anlagen.

Das Hamburger Emissionshaus Neitzel & Cie. bietet mit Zukunftsenergie Deutschland 4 eine geschlossene Beteiligung an Photovoltaik-Anlagen und Blockheizkraftwerken an. Das Unternehmen baut auf solide Erfahrungen im Bereich Solar-Kommanditbeteiligungen, die bislang insgesamt planmäßig ausgeschüttet und damit für viele glückliche Geldanleger gesorgt haben. Mit der Investition in „Zukunftsenergie Deutschland 4“ ist die vierte Energie-Sachwerteinvestition von Neitzel & Cie. Anleger können ihr Kapital in den Dienst der Energiewende stellen und die Klima- und Umweltschutzziele aktiv unterstützen. Die Anlage ist langfristig auf mindestens zwanzig Jahre ausgelegt, Investitionen sind generell ab 20.000 Euro möglich. Wir als Grünes Geld konnten aufgrund guter Beziehungen zu Neitzel & Cie. verhandeln und erreichen, dass Grünes Geld Mandanten bereits ab 10.000 Euro beitreten können.

 

Investitionen in ambitionierte Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien sind Investitionen in Sachwerte und unterliegen so nicht den Risiken der Geldentwertung. Wichtig ist es jedoch dabei, an eine ausreichende Streuung zu denken. Hier zeichnet sich das Projekt „Zukunftsenergie Deutschland 4“ besonders aus. Die Vermögensanlage ist durch ihren Investitions-Mix gekennzeichnet: Ein Drittel des Kapitals wird in Blockheizkraftwerke investiert, zwei Drittel gehen in den Bereich von Photovoltaik-Anlagen. Diese befinden sich an verschiedenen Standorten in Deutschland und müssen fertiggestellt und von Gutachtern abgenommen sein. Außerdem müssen die Anlagen sämtliche Genehmigungen für den Netzanschluss vorweisen können. Diese Investitionskriterien schließen die Bau- und Fertigstellungsrisiken, die ähnliche Projekte mit sich bringen, aus und bieten so Sicherheit für den Anleger.

 

Das Gesamtfinanzierungsvolumen von „Zukunftsenergie Deutschland 4“ beläuft sich auf 57,5 Millionen Euro. Gemäß der projektbezogenen Prognoserechnung muss sich die Rendite bei Photovoltaik-Anlagen auf mindestens acht Prozent pro Jahr belaufen, bei Blockheizkraftwerken auf mindestens 7,5 Prozent. Der Verkauf der Photovoltaikanlagen und Blockheizkraftwerke ist ab 2024, also bereits in 8 Jahren, vorgesehen. Die Projektgesamtlaufzeit beträgt prognosegemäß 10 Jahre. Geplant ist eine Gesamtausschüttung von 163 Prozent, die bereits 105 Prozent Kapitalrückzahlung beinhaltet. Das entspricht einer Rendite von 5,6 Prozent jährlich.

 

 

Grüne Geldanlage

Durch die ökologisch sinnvolle Kombination von Photovoltaik-Anlagen und Blockheizkraftwerken verfolgt das Emissionshaus Neitzel & Cie. eine nachhaltige Investitionsstrategie und bietet mit „Zukunftsenergie Deutschland 4“ eine Möglichkeit zur grünen Geldanlage.

 

Durch das Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien  bietet das Projekt eine gute Planungssicherheit. Anleger, die ökologische und nachhaltige Energiekonzepte aktiv unterstützen wollen, finden hier eine transparente Investitionsmöglichkeit, denn generell bedeutet eine Investition in das Projekt „Zukunftsenergie Deutschland 4“ eine langfristige unternehmerische Beteiligung, die entsprechend weitreichende Einblicke in die unterstützen Energie-Anlagen bietet.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
Autor: Carmen Junker 16. August 2016

Wasser sparen – Steter Tropfen höhlt den Stein

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Zusammenfassung: Tipps zum Wasser sparen können helfen, sauberes Trinkwasser zu erhalten. Der bewusste Umgang mit dem lebenswichtigen Schatz Wasser öffnet auch den Blick für größere ökologische Zusammenhänge.

 

 

Der tropfende Wasserhahn - Sinnbild für gedankenlosen Umgang mit Wasser.

Der tropfende Wasserhahn – Sinnbild für den gedankenlosen Umgang mit Wasser.

Durchschnittlich verbraucht ein Deutscher täglich 122 Liter Wasser. Jedoch werden dabei lediglich drei Liter davon zum Essen und Trinken verwendet. Stolze 84 Liter gehen ihren Weg durch die Toilettenspülung und den Abfluss von Dusche und Badewanne. Die übrigen 35 Liter werden im Haushalt zum Wäsche waschen, zum Geschirrspülen und zum Putzen verwendet.

 

Hierzulande kein logistisches Problem, denn das Trinkwasser kommt in Deutschland jederzeit in guter Qualität und beliebiger Menge aus der Wasserleitung. Laut Weltgesundheitsbehörde WHO haben jedoch mehr als 700 Millionen Menschen weltweit keinen Zugang zu einer Mindestmenge an sauberem Wasser. Diese Mindestmenge wurde mit 20 Litern täglich festgelegt. Betroffen sind vor allem ländliche Gebiete in Afrika südlich der Sahara sowie Teile Asiens und Lateinamerikas. Um ihre Familien mit Wasser zu versorgen, legen Millionen Menschen, vornehmlich Mädchen und Frauen, täglich viele Kilometer zurück. Der bewusste Umgang mit Wasser ist also nicht nur eine ökologische sondern auch eine ethische Frage.

 

 

Sparpotenziale im Alltag

Wassersparen im Alltag ist seit vielen Jahren ein wichtiges Thema. Viele Tricks und Kniffe sind bereits bekannt. Doch manchmal gibt es kleine schlechte Angewohnheiten, die sich summieren und erst wieder bewusst werden müssen. Außerdem bieten neue technische Entwicklungen bislang ungenutzte Möglichkeiten zum Wasser sparen. Ein kleiner Gang durch Haus und Garten zeigt einige Stellen, an denen der Wasserverbrauch noch optimiert werden kann.

 

 

Badezimmer und Toilette

Dass ein tropfender Wasserhahn das wertvolle Nass ungenutzt verschwendet, Duschen weniger Wasser verbraucht als Wannenbäder und, dass beim Zähne putzen der Wasserhahn nicht weiterlaufen sollte, sind einfache Weisheiten. Durch eine neue Dichtung leicht zu beheben, vielfach beherzigt, einfach umzusetzen. Aber gerade im Badezimmer bieten sich noch vielfältige weitere Wassersparmöglichkeiten.

 

Für die Dusche gibt es moderne Lösungen zum Wasser sparen: Duschköpfe, die dem Wasserstrahl Luft beimischen reduzieren den Wasserverbrauch, ohne das Duschvergnügen zu schmälern. Wasserhähne in Bad und Küche lassen sich ebenfalls mit diesen Mischdüsen ausstatten.

 

Eine moderne WC-Spülung verfügt über eine Start-Stopp-Taste oder große und kleine Tasten, um die Wassermenge zu regulieren. Nachrüsten rentiert sich hier sicher. Es funktioniert aber auch, einen Backstein in den Spülkasten zu legen. Damit wird bei jedem Spülgang die verdrängte Wassermenge eingespart.

 

Eine interessante Möglichkeit zum Trinkwasserschutz ist die Nutzung von Regenwasser für die heimische Toilette. Voraussetzung dafür ist eine professionelle Zisterne mit Leitungssystem. Regenwasser kann so auch zum Wäsche waschen eingesetzt werden.

 

 

Küche

Augen auf, wenn neue Haushaltsgeräte angeschafft werden sollen. Hier geben die Hersteller mittlerweile zuverlässige Angaben zur Energiesparklasse. Bei Waschmaschinen und Geschirrspülern summiert sich die Wasserersparnis schnell. Beide Geräte sollten immer voll beladen werden und für beide gilt: Bei sehr starken Verschmutzungen ist eine Vorbehandlung die sparsamere Lösung. Verschmutzte Kleidung also vorbehandeln oder einweichen, sehr dreckiges Geschirr in der Spüle einweichen. Mit diesen Tricks können dann (fast) immer Spar- oder Kurzprogramme gewählt werden. Übrigens: Moderne Geschirrspüler verbrauchen weniger Wasser als das Spülen von Hand.

 

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Zum Waschen von Salaten, Obst und Gemüse wird ganz klar Wasser benötigt. Oft genügt kann aber eine Waschschüssel den fließenden Strahl ersetzen.

 

 

Garten

Wer einen Garten bewirtschaftet, kann mit einer Regentonne oder mit einer Zisterne Regenwasser sammeln und zum Bewässern nutzen. Wer außerdem zur richtigen Zeit gießt, also am frühen Morgen oder am Abend, kommt mit dem gesammelten Wasser viel länger aus.

 

 

 

Virtuelles Wasser im realen Leben

Direkter Wasserverbrauch für eine Tasse Kaffee: 0,15 Liter; Verbrauch an virtuellem Wasser: 140 Liter.

Direkter Wasserverbrauch für eine Tasse Kaffee: 0,15 Liter; Verbrauch an virtuellem Wasser: 140 Liter.

Den direkten Wasserverbrauch zu reduzieren ist sinnvoll und die Einsparmöglichkeiten sind vielfältig. Viele Dinge verbrauchen aber auch enorme Mengen an Wasser, ohne dass dies auf den ersten Blick sichtbar wäre.

 

Zu den durchschnittlichen 122 Litern Wasser, die in Deutschland pro Kopf täglich direkt verbraucht werden, kommen rund 4.000 Liter virtuelles Wasser hinzu. Mit dieser Menge Wasser werden die Dinge produziert, die an einem durchschnittlichen Tag konsumiert werden. Die Berechnung des virtuellen Wasserverbrauchs oder des Wasserfußabdrucks  ist noch relativ neu und wird erst seit Anfang des Jahrhunderts systematisch erforscht. Der Wasserfußabdruck bildet damit quasi die Ergänzung zum ökologischen Fußabdruck und ermittelt die relative Menge an Wasser, die zur Herstellung von Produkten und Dienstleistungen aufgewendet werden muss.

 

Das niederländische UNESCO Institute for Water Education (UNESCO-IHE) hat demnach errechnet, dass für eine Tasse Kaffee rund 140 Liter virtuelles Wasser benötigt werden. Für eine Tasse Tee werden dagegen nur 35 Liter aufgewendet, denn vielfach wird Tee in regenreichen Gebieten angebaut.

 

Rund 70 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs weltweit, geht in die landwirtschaftliche Nutzung. Entsprechend hoch ist der Aufwand an virtuellem Wasser für ein Kilo Steakfleisch: Hier gehen Wissenschaftler von einem Wasseraufwand von 14.000 Litern aus.

 

Auch der Baumwollanbau für Bekleidung verbraucht große Mengen an Wasser. Für ein T-Shirt aus Baumwolle etwa, werden 2.000 Liter Wasser benötigt, eine Jeans schlägt mit bis zu 8.000 Litern zu Buche.

 

Gering klingt dagegen der virtuelle Wasserverbrauch für ein Papierblatt in Größe DIN-A-4. Hierfür werden zehn Liter Wasser verbraucht. Ein Blick in den Altpapierstapel aber zeigt, dass hier schnell ein ganzer Berg zusammenkommt. Entprechend haben sich  vielfach Hinweise in E-Mails durchgesetzt, die darauf hinweisen, dass nicht jede Nachricht ausgedruckt werden muss.

 

Wasser lässt sich hier also generell durch bewussteren Konsum sparen. So sollten Produkte mit einem sehr hohen Wasserfußabdruck auch vermieden oder mindestens bewusst genossen werden. Denn sowohl die Produktion als auch Verbrauch von Gütern belastet die Süßwasserreserven weltweit. Laut einer Studie der Umwelt- und Naturschutzorganisation WWF ist der direkte Wasserverbrauch in Deutschland in den vergangenen Jahren in der Industrie genauso gesunken wie in den privaten Haushalten. Der virtuelle Wasserverbrauch steigt jedoch fortlaufend an, sicher auch wegen des hohen Anteils an Importgütern.

 

 

Wasser – eine Investition, die sich lohnt

Sich für den Zugang zu sauberem Wasser weltweit und dessen Erhalt einzusetzen, ist auf vielfältige Weise möglich. Ein bewusster Umgang im Alltag ist sicher ein wichtiger Schritt. Wer darüber hinaus Unternehmen und Projekte unterstützen will, die sich in diesen Bereichen engagieren, investiert in nachhaltige Wasserfonds.

 

Diese Fonds versprechen langfristig eine gute Rendite und entsprechen optimal den Erwartungen an eine grüne Geldanlage.

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

Autor: Carmen Junker 12. August 2016

Garantiezins auf Talfahrt

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Zusammenfassung: Der <strong>Garantiezins</strong> wird im kommenden Jahr unter die ein-Prozent-Marke rutschen. Da diese Mindestverzinsung sich weitreichend auf Renten- und Lebensversicherungen auswirkt, sollte die zukünftige Altersvorsorge gut geplant werden.

 

 

Altersvorsorge sinnvoll planen, aber nicht überstürzen.

Altersvorsorge sinnvoll planen, aber nicht überstürzen.

Das Bundesministerium der Finanzen hat entschieden: Ab dem 1. Januar 2017 wird der Höchstrechnungszins, landläufig als Garantiezins bekannt, weiter abgesenkt. Die Höhe des Garantiezinses bemisst sich an den Erträgen aus Bundesanleihen und darf höchstens 60 Prozent der durchschnittlichen Rendite ausmachen. Mit dem Garantiezins wird der Zinssatz festgelegt, den Versicherungen zur Berechnung der Garantie-Leistungen für Kunden höchstens ansetzen dürfen.

 

Da seit den neunziger Jahren die Renditen aus Bundesanleihen stetig sinken, wurde seit dem auch der Garantiezins deutlich abgesenkt. Bis 1994 lag der Garantiezins noch bei vier Prozent, bis 2007 bei 2,25 Prozent. Aktuell beträgt der Garantiezins für Lebensversicherungen und ähnliche Versicherungen 1,25 Prozent. Ab dem kommenden Jahr wird der Garantiezins dann auf 0,9 Prozent sinken.

 

Die Absenkung des Garantiezinses überrascht nicht, denn die Zeiten des Hochzinses sind endgültig passé. Wer bereits Verträge zur Altersvorsorge abgeschlossen hat, erhält auch weiter die vertraglich vereinbarten Konditionen. Versicherungsanbieter sind jetzt gefordert, Garantiezinsen für ihre Altverträge auch zu erwirtschaften.

 

Wer aber gerade erst mit der Planung der Altersvorsorge beginnt, muss sich mit den veränderten Realitäten im Markt auseinandersetzen, denn die Neuregelung bezieht sich auf alle neuen Verträge für Lebensversicherungen, Betriebs-, Riester- und Rürup-Renten. Außerhalb der Altersvorsorge verschlechtert der niedrigere Garantiezins auch die Bedingungen für zum Beispiel Risiko-Lebensversicherungen, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherungen.

 

Kleine Änderung – Großer Effekt

Die Absenkung des Garantiezinses wirkt sich negativ auf die unterschiedlichen Leistungen in der Altersvorsorge aus. Dabei sind besonders Verträge mit einer langen Laufzeit betroffen. Bei der klassischen Rentenversicherung sowie bei Riester- und Rürup-Produkten, sinkt die garantierte Rente. Bei der fondsgebundenen Rentenversicherungen sinkt der Rentenfaktor und damit in der Folge auch die Garantie-Rente. Wer eine bestimmte Höhe der Altersvorsorge erreichen will, muss entsprechend höhere Beiträge einzahlen. Im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung, Risikolebensversicherung und Sterbegeldversicherung ist mit Beitragserhöhungen zwischen fünf und 15 Prozent zu rechnen, um die gleichen Leistungen zu erhalten.

 

Generell bleibt die Verzinsung der Rentenversicherung trotz des sinkenden Garantiezinses interessant, denn diese bietet noch eine vergleichsweise hohe Garantie ohne Risiko. Der bei Vertragsabschluss zugesicherte Zinssatz wird gesetzlich bis Vertragsende garantiert, außerdem profitiert der Versicherungsnehmer bei Lebens- und Rentenversicherungen durch die Überschussbeteiligung an den Erträgen des Versicherungsunternehmens, die jährlich festgelegt werden. Hinzu kommen am Ende der Laufzeit noch Schlussüberschussanteile.

 

Durchschnittlich erzielt die klassische Lebensversicherung noch bis zu vier Prozent Gesamtverzinsung. Im Vergleich dazu belaufen sich die durchschnittlichen Zinsen bei Festgeldanlagen für fünf Jahre lediglich rund 1,4 Prozent, bei Tagesgeldanlagen nur 0,6 Prozent. Das klassische Sparbuch, einst eine der beliebtesten Geldanlagen, hat mit einer durchschnittlichen Verzinsung von 0,14 Prozent endgültig ausgedient.

 

 

In Ruhe informieren statt überstürzt abschließen

Umfassende Informationen und gute Beratung sind wichtig für eine optimale Altersvorsorge.

Umfassende Informationen und gute Beratung sind wichtig für eine optimale Altersvorsorge.

Verbraucherschützer raten allerdings davon ab, schnell noch eine Lebensversicherung abzuschließen, denn die aktuelle Verzinsung ist zum einen nicht enorm hoch, zum anderen wird nicht die gesamte Versicherungsprämie verzinst, sondern eben nur der Sparanteil, also die Beiträge nach Abzug der Kosten der Versicherer für Verwaltung, Risikoschutz und Vertrieb. Darüber hinaus bieten viele große Versicherer gar keine Garantien mehr an oder bewerben diese nicht mehr aktiv. Viele Gesellschaften gehen dazu über, ausschließlich Garantien auf die eingezahlten Beiträge zuzusagen. Durch Inkrafttreten des europäischen Versicherungsaufsichtsrechts „Solvency II“ in diesem Jahr, können Versicherungsgesellschaften größere Risiken bei ihren Investition eingehen, sofern sie ihre Rücklagen entsprechend aufstocken. Teilweise setzen Versicherer auch auf Verträge ohne verbindliche Verzinsung, bei denen Kunden verstärkt die Risiken des Marktes mittragen.

 

Bei der staatlich geförderten Riester-Rente müssen die Anbieter garantieren, dass der Kunde mindestens genau soviel erhält, wie er eingezahlt hat. In der Praxis bedeutet das, dass der Versicherer einen Teil des Beitrags abzweigen und mit dem Garantiezins verzinsen muss, um so zumindest die gezahlten Beiträge zu Rentenbeginn garantieren zu können. Sinkt der Garantiezins, müssen im Umkehrschluss höhere Teiles des Beitrags abgezweigt werden, so dass bei vielen Riester-Verträgen 70% und mehr des Beitrags nur noch für die Garantieleistungen verwendet werden.

 

Vorsorge für das Alter sorgfältig planen

Wer in Zukunft seine finanzielle Altersvorsorge plant, sollte sich umfassend informieren. Denn Fakt ist, dass durch den demografischen Wandel und vielfältige Rentenkürzungen Millionen Menschen auf eine zusätzliche Altersversorgung angewiesen sein werden.

 

Interessant sind daher Anlagemöglichkeiten, die langfristig, sicher und ertragreich sind. Um das Alter auch in einer intakten Umwelt genießen zu können, sollten der Aspekt der Nachhaltigkeit auch in die Entscheidung mit einfließen.

 

Wieviel zusätzliche Rente im Alter benötigt wird, ist nicht einfach zu ermitteln, denn die Bedürfnisse sind nicht alle vorhersehbar. Gut ist es sicher, realistisch zu sein und mögliche Krankheiten und Pflegeleistungen mit in die Planung mit einzubeziehen.

 

Als Faustregel hat es sich bewährt, dass Arbeitnehmer neben den Beiträgen zur gesetzlichen Rente weitere zehn Prozent des Netto-Einkommens  für die Altersvorsorge zurücklegen. Selbstständige, die nicht in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen, sollten mindestens zwanzig Prozent ihrer Einkünfte einplanen.

 

Richtwert für die Altersvorsorge (Prozente bezogen auf Netto-Einkommen bei Angestellten und auf Einkommen bei Selbstständigen)

Richtwert für die Altersvorsorge (Prozente bezogen auf Netto-Einkommen bei Angestellten und auf Einkommen bei Selbstständigen)


Fondspolicen bieten echte Alternative

Wer sorgfältig seine Altersvorsorge plant, sollte seine Aufmerksamkeit auch auf Finanzprodukte außerhalb des klassischen Kanons von Lebensversicherungen sowie Riester– und Rürup-Produkte lenken. Interessante Erträge sind durch Investition in Aktienfonds möglich. Wichtig ist es hier, nicht ziellos und kurzfristig zu spekulieren, sondern eine langfristige Strategie zu verfolgen und in verschiedene Fonds zu investieren, denn nur so können negative Rendite über Jahre ausgeglichen und langfristig Erträge zwischen sechs und acht Prozent erzielt werden. Voraussetzung ist es hier, die empfohlene Anspardauer einzuhalten. Diese beträgt im Allgemeinen mindestens sieben Jahre. 

 

Fondspolicen sind für die Altersvorsorge besonders interessant. Während die Erträge aus Fonds in einem Depot einer hohen Besteuerung unterliegen, wird das Sparen in Fondspolicen erst bei der Auszahlung am Ende der Laufzeit besteuert. Wer sich dann bei Rentenbeginn das gesamte Kapital auszahlen lässt, profitiert von einer geringeren Besteuerung durch das Halbeinkünfteverfahren. Ein weiterer Vorteil einer kompletten Auszahlung: Während eine regelmäßige Rentenzahlung im Todesfall endet, bleibt das einmal ausgezahlte Vermögen für die Hinterbliebenen erhalten.

 

Wer darüber hinaus seine Vorsorgebeiträge zu 60 Prozent in Aktien und zu 40 Prozent in Rentenpapieren anlegt, kann jährlich vier Prozent seines Kapitals entnehmen, ohne dieses zu schmälern.

 

Eine interessante Alternative zu staatliche geförderten lebenslangen Renten und abseits des Marktes von Lebensversicherungen mit verschwindend geringem Garantiezins, denn durch Fondspolicen und die sogenannte vier-Prozent-Regelung wird eine solide Altersvorsorge aufgebaut, von der auch die Hinterbliebenen noch profitieren können.

 

 

 

Nachhaltige Rentenversicherung

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

Autor: Gerd Junker 9. August 2016

Die 5 besten Videos zu nachhaltigen Geldanlagen

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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, ein Video sagt mehr als tausend Bilder. Wir haben die 5 besten Videos, die nachhaltige Geldanlagen erklären, für Sie zusammen gestellt:

 

Video 1: „Nachhaltige Geldanlagen im Trend“ vom Bayerischen Rundfunk (2:52 Min.)

 

 

Video 2: „Performancetalk Nachhaltigkeit“ (1:33 Std.)

 

 

Video 3: „Warum nachhaltige Geldanlage ein Muss ist “ (2:34 Min.)

 

 

Video 4: „Nachhaltigkeit“ von Mein Geld TV, Podiumsdiskussion (20:27 Min.)

 

 

Video 5: „Ethik in der Praxis: Anleihen für 7 Mio. Euro verkauft wegen schlechtem Verhalten“ (6:38 Min.)

 

 

Lust auf konkrete Anwendungen? Hier sind die am häufigsten gewählten Varianten zusammen gefasst:

 

 

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Autor: Gerd Junker 9. August 2016

Mobilität der Zukunft

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Zusammenfassung: Mobilität der Zukunft muss vielseitig, klimafreundlich und nachhaltig sein. Durch neue Entwicklungen im Automobilbereich, intelligente Konzepte im öffentlichen Nahverkehr und die steigende Akzeptanz von Rad- und Fußverkehr verändert sich das Gesicht von Städten und Gemeinden.

 

 

Straßenausbau steigert das Verkehrsaufkommen.

Straßenausbau steigert das Verkehrsaufkommen.

In der vergangenen Woche hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt den neuen Bundesverkehrswegeplan vorgestellt. Vorgesehen sind bis zum Jahr 2030 Ausgaben von mehr als 269 Milliarden Euro. Zum größten Teil fließt das Geld in den massiven Straßenausbau und in die Instandhaltung der Straßennetze. Der starke Fokus auf den Straßenverkehr widerspricht jedoch den Klimaschutzplänen, denn der steigende Pkw- und Lkw-Verkehr verursacht in vielfacher Weise Schäden an der Umwelt. Der massive Ausstoß an CO2, der enorme  Verbrauch nicht erneuerbaren Energien wie Erdöl, aber auch der hohe  Energie- und Rohstoffaufwand in der Automobilproduktion und die weitreichende Flächenversiegelung durch den weiteren Ausbau des Straßennetzes und die damit vielfach verbundene Vernichtung von Naturlandschaften. All diese Faktoren führen zu erheblichen ökologischen Belastungen. Umwelt- und Klimaschützer sehen den Bundesverkehrswegeplan durchaus kritisch, denn die einseitige Förderung des Straßenverkehrs ist vor den Hintergrund der Klimakrise sicher nicht mehr zeitgemäß und gewiss nicht alternativlos.

 

So stehen dem Straßenausbau die Forderungen nach stärkeren Investitionen in das bundesweite Schienennetz gegenüber. Besonders im Bereich des Gütertransports würden Schienenwege und Schifffahrt eine spürbare Entlastung der Umwelt bedeuten.

 

 

Klimafreundliche Mobilität unterstützen

Vielfach beschäftigen sich Städteplaner, Ökologen und Soziologen mit neuen Konzepten zur Mobilität. Untersuchungen zufolge, steht ein privater Pkw rund 23 Stunden am Tag. Mit intelligenten Car-Sharing-Konzepten ließen sich also rund zwei Drittel aller privaten Fahrzeuge einsparen. Eine Menge, die eine Stadt sichtbar entlastet und die urbane Lebensqualität steigert. Große politische Pläne für den Individualverkehr und Konzepte für den Gütertransport sind die eine Seite der Medaille. Im Alltag gibt es vielfältige Möglichkeiten das klimaschädliche CO2 zu reduzieren und dennoch mobil zu sein.

 

 

Fahrrad und öffentlichen Nahverkehr nutzen

Fahrradanhänger und Pedelecs haben den Radverkehr erweitert.

Fahrradanhänger und Pedelecs haben den Radverkehr erweitert.

Viele Strecken, die im Alltag mit dem Auto zurück gelegt werden, sind kurz. Knapp die Hälfte betragen weniger als sechs Kilometer. Hier bietet sich als alternatives Verkehrsmittel das Fahrrad an. Wenn jeder Deutsche täglich nur zwei Kilometer am Tag das Rad anstelle des Autos benutzt, würden bundesweit bereits jährlich 10 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht einem Drittel der CO2 Einsparziele der Bundesregierung.

 

Manchmal machen Witterung, Gesundheit oder Geographie die Entscheidung für das Rad schwierig. Hier kann der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) eine Alternative sein. Wer Busse und Bahnen nutzt, schützt das Klima aktiv, denn der Nahverkehr verursacht nur ein Drittel CO2 gegenüber einem privaten Pkw.

 

 

Vernünftig Autofahren

Durch kraftstoffsparende Fahrweise, kann auch beim Autofahren CO2 eingespart werden. Vorausschauendes Bremsen und Schalten sollten genauso selbstverständlich sein, wie die richtigen Reifen und das Ausschalten des Motors bei Bahnübergängen und roten Ampeln. In den USA wird „Hypermiling“ bereits als  Trend-Sport gehandelt. Dabei werden durch extrem sparsame Fahrweise möglichst lange Strecken mit nur einer Tankfüllung zurückgelegt.

 

Klimaschutz beginnt jedoch schon beim Autokauf. Hier sollte auf möglichst spritsparende Modelle geachtet werden. Aber auch hier kann wenig viel bewirken: Ein Auto, das durchschnittlich nur einen Liter Sprit weniger verbraucht, entlastet die Umwelt bereits um rund 250 kg CO2 pro Jahr. Auch Elektro-Autos und Pkws mit Hybridmotoren können eine interessante Alternative sein. Wer derzeit den Kauf eines Neuwagens plant, erhält einen Umweltbonus von 4.000 Euro beim Kauf eines elektrisch betriebenen Wagens. Wer sich für ein Plug-In Hybride entscheidet, erhält 3.000 Euro. Finanziert wird dieser Bonus jeweils zur Hälfte von der Bundesregierung und der Industrie, die gemeinsam den Markt für Elektroautos in Deutschland vorantreiben wollen. Wichtiges Ziel dabei ist es, die Treibhausgas-Emissionen im Verkehrsbereich deutlich zu reduzieren, denn die bisherigen Einsparungen durch effizientere Motoren wurden durch eine Zunahme des Verkehrs wieder aufgebraucht.

 

 

Verbesserte Infrastruktur für nachhaltige Mobilität

Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – entsprechend leistet ein umweltschonender Lebensstil einen wertvollen Beitrag, um diese Ziele zu erreichen. Genauso wichtig sind aber auch übergreifende Mobilitätskonzepte, die infrastrukturelle Voraussetzungen und damit die Grundlagen für eine sichere, bezahlbare, umwelt- und bedarfsgerechte Mobilität schaffen.

 

So können moderne Städtebaukonzepte Verkehrsaufkommen reduzieren und zu einer höheren Lebensqualität durch eine „Stadt der kurzen Wege“ beitragen. Hier können auch Konzepte für einen attraktiveren und barrierefreien Fußverkehr geschaffen werden. Breite Gehwege, vielfältige Querungsmöglichkeiten an großen Straßen, Ruhepunkte mit einer hohen Aufenthaltsqualität sorgen nicht nur für einen reduzierten Straßenverkehr sondern kommen auch den Bedürfnissen einer älter werdenden Gesellschaft entgegen.

 

 

Pedelecs – Das Rad neu erfunden

Rennräder, Mountainbikes, Freizeitradeln – all das erfreut sich seit vielen Jahren ungebrochener Beliebtheit. Als gleichberechtigtes Verkehrsmittel hat das Fahrrad es jedoch besonders im städtischen Verkehr von je her schwer. Neuen Schwung in die Verbreitung des alltäglichen Radfahrens haben in den vergangenen Jahren die Pedelecs gebracht. Damit konnte die Attraktivität des Radverkehrs auch in hügeligen Städten und vielfach auch für ältere Menschen enorm gesteigert werden. Durch eine gute Infrastruktur für den Radverkehr, wie beispielsweise die generelle Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung, sichere Parkmöglichkeiten im gesamten Stadtgebiet und ausgeweitete Tempo 30-Zonen können gute Bedingungen für den Radverkehr geschaffen werden.

 

 

Zukunftsfähige und nachhhaltige Mobilität ausbauen

Öffentliche Verkehrsmittel und gemeinschaftliche Mobilitätsangebote, wie beispielsweise Car-Sharing, stellen einen Kernpunkt der nachhaltigen Mobilität der Zukunft dar. Dicht getaktete und intelligente Liniennetze überzeugen ihre Fahrgäste besonders, wenn sie darüber hinaus mit anderen Angeboten vernetzt sind. So sind Fahrradparkhäuser und Car-Sharing-Stationen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten eine attraktive Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr. Städte und Gemeinden, die den öffentlichen Verkehr fördern und die Umwelt im Auge behalten, setzen darüber hinaus auf klimaschonende Fahrzeuge, wie etwa E-Busse und Bahnen, die Ökostrom verwenden. Wenn die Kommunen außerdem für sozialverträgliche Preisstrukturen, gut ausgebaute Haltestellen und eine angenehme Atmosphäre in den öffentlichen Verkehrsmitteln sorgen, profitieren Klima und Fahrgäste gleichermaßen. Positiver Effekt auf den Stadtverkehr: Ein reduziertes Verkehrsaufkommen stärkt den Fuß- und Radverkehr, reduziert die Luftbelastung und steigert die Lebensqualität vor Ort.

 

 

Mobilitätsmix – Blick über den „Lenkradrand“

Während früher viele Menschen in jeder Lebenssituation das gleiche Verkehrsmittel genutzt haben, hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren das Mobilitätsmuster stark verändert: Abhängig von der jeweiligen Situation wird das jeweilige Verkehrsmittel gewählt. Ein positiver Trend, denn das Auto ist nicht mehr das alleinige Verkehrsmittel der Wahl. Die steigende Akzeptanz von Fuß- und Radverkehr und der öffentlichen Verkehrsmittel schont nicht nur das Klima. Auch die persönlichen Finanzen werden stark entlastet, denn aktuell gibt ein durchschnittlicher Haushalt 14 Prozent seines Einkommens für Mobilität aus, mehrheitlich für den privaten Pkw. Damit ist der Anteil der Kosten für Verkehrsmittel genauso hoch wie für Lebensmittel.

 

 

Klimafreundlich investieren

Wer umweltfreundlich mobil ist, leistet einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. Wer mehr beitragen will, kann durch sinnvolle Investitionen diese Entwicklung weiter unterstützen. Denn durch gezielte Anlagen, wie beispielsweise das Klima Monatssparen, in erneuerbare Energien und Unternehmen, die eine klimafreundliche Infrastruktur weiter entwickeln, wird ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz geleistet.

 

Klimaschutz-Investitionen bieten dabei Vorteile für den Anleger, denn in den vergangenen fünf Jahren konnten hier sehr gute Rendite erzielt werden. Zugleich profitieren Umwelt und Klima, denn durch die Förderung erneuerbarer Energien und klimafreundlichen Infrastrukturen werden CO2-Emissionen dauerhaft reduziert und der Klimawandel ausgebremst.

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
Autor: Carmen Junker 5. August 2016

Wasseraktienfonds – Sprudelnde Geldanlage

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Zusammenfassung: Wasseraktienfonds versprechen eine gute Rendite. Wenn die Fonds zugleich auch einen Nachhaltigkeitsanspruch erfüllen, ist Wasser eine ertragreiche und sinnvolle Geldanlage.

 

 

Veraltete aber gute erhaltene Wasserversorgung - das Aquädukt.

Veraltete aber gute erhaltene Wasserversorgung – das Aquädukt.

Wer sich mit nachhaltigen Geldanlagen befasst, kommt um das Thema Wasser nicht umhin. Schließlich ist Wasser, als Grundlage allen Lebens, eine der wichtigsten Ressourcen. Und die Trinkwasserressourcen werden knapper, denn die Verunreinigung steigt genauso rasant wie der Wasserbrauch durch Industrie und Landwirtschaft. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser bleibt eines der vorrangigsten Themen auf der globalen Agenda.

 

Entsprechend wichtig sind Investitionen in die Wassernetze und in Technologien, die zum Erhalt der Qualität des Wassers beitragen. Diese Investitionen sind vielfach lukrativ, müssen jedoch nicht per se nachhaltig und ethisch sein. Hier lohnt es sich genauer hinzusehen, denn der sparsame Umgang mit Wasser, die Erhaltung und Wiederherstellung der Wasserqualität sowie der Zugang zu sauberem Wasser weltweit sind zentrale Punkte, die in einem nachhaltigen Wasserfonds berücksichtig sein müssen.

 

 

Wasseraktienfonds – ertragreich, sicher und nachhaltig

Das Magazin ECOreporter hat aktuell acht Wasseraktienfonds genauer unter die Lupe genommen und deren Stärken und Schwächen untersucht. Bewertet wurden dabei sowohl die möglichen Erträge als auch die Nachhaltigkeit der Fonds.

 

Wasseraktienfonds erreichen sehr gute Ergebnisse. Drei der untersuchten Fonds schafften eine Wertentwicklung von mehr als 70 Prozent innerhalb von fünf Jahren, drei weitere mehr als 50 Prozent. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die positive Stimmung auf den Aktienmärkten bis 2015. Generell sind Wasseraktienfonds für eine Geldanlage von mindestens acht Jahren besonders geeignet, denn schwankende Kurse können so ausgeglichen werden. Die Kosten der meisten Wasseraktienfonds belaufen sich jährlich auf 1,5 bis 2,5 Prozent der Investitionssumme und fallen damit bei der aktuellen Wertentwicklung kaum ins Gewicht.

 

 

Nicht im trüben Wasser fischen

Eine interessante Investition - Wasserversorgung.

Eine interessante Investition – Wasserversorgung.

In den Wasseraktienfonds sind Unternehmen aus den Bereichen Wasserver- und entsorgung enthalten. Darüber hinaus Wasseraufbereitungsanlagen, Hersteller von Filtersystemen, Klär- und Sanitäranlagen sowie Rohrleistungssysteme. Außerdem vertreten sind Meerwasserentsalzungsanlagen, Anbieter von Bewässerungstechnologien für die Agrarwirtschaft und weitere Spezialunternehmen aus dem Wassersektor – eine breite Palette.

 

Der Anteil von Wasseraktien in den einzelnen Fonds wird unterschiedlich gehandhabt und reicht von mehr als zwei Dritteln an Wasseraktien bis zu sehr viel geringeren Anteilen. Aber auch hier lohnt es sich, zweimal hinzuschauen. Denn teilweise sind hier Unternehmen im Fonds enthalten, die sich durch besonders niedrigen Wasserverbrauch auszeichnen und damit auch einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Wasserwirtschaft leisten.

 

Ein kritischer Blick empfiehlt sich auch bei den Auswahlkriterien der einzelnen Wasseraktienfonds. Wie weit oder eng ethische und ökologische Aspekte ausgelegt werden, wird recht unterschiedlich ausgelegt. So haben beispielsweise Unternehmen, die lokale Wassernetzte in Entwicklungs- und Schwellenländern kontrollieren nichts in einem nachhaltigen Wasseraktienfonds verloren. Schließlich werden bereits 15 Prozent der Weltbevölkerung durch private Wasseranbieter versorgt, Tendenz steigend, vielfach mit verheerenden Folgen.

 

Ebenso tabu sein sollten Unternehmen, die mit Atomenergie arbeiten oder im Zusammenhang mit Kinderarbeit, Glücksspiel und Drogen stehen. Wer in Aktienfonds investiert, ist kein Aktionär und hat keine entsprechenden Stimmrechte. Positiv ist es daher auch, wenn das Fondsmanagement die Rolle des kritischen Aktionärs übernimmt.

 

 

Getestet und für gut befunden

Drei der von ECOreporter getesteten Wasseraktienfonds sind im Grünes Geld Wasser Musterdepot enthalten. Untersucht wurde die zu erwartende Rendite, die Kosten und Risiken des Fonds sowie die Kriterien Nachhaltigkeit und Transparenz. Die Ergebnisse unserer Wasseraktienfonds wollen wir näher vorstellen.

 

 

Klassenprimus: Swisscanto Equity Fund Global Water Invest B

Im Vergleichstest unter acht Wasseraktienfonds geht der Wasseraktienfonds der Swisscanto Asset Management AG mit guter Wertentwicklung und hohem Nachhaltigkeitsanspruch als Gesamtsieger hervor. Obwohl der Fonds zeitweise Kursrückgänge verzeichnen musste, hat Swisscanto in fünf Jahren 66 Prozent an Wert zugelegt. Das Risiko eines Totalverlusts ist sehr unwahrscheinlich. Da Swisscanto als Themenfonds eine geringere Streuung ausweist als herkömmliche Aktienfonds, sind die Risiken erhöht. Daher empfiehlt sich eine Anlagedauer von mindestens acht und mehr Jahren. Mindestens 80 Prozent des Fondsvermögens werden in Wasseraktien investiert, also in Unternehmen, die mindestens ein Viertel ihrer Umsätze auf dem Wassersektor erwirtschaften. Darüber hinaus sind alle im Fonds enthaltenen Unternehmen dazu verpflichtet, in ihrer Produktion Wasser effizient zu nutzen. Berücksichtigt wird auch, wie sich die hergestellten Produkte auf den Wasserverbrauch auswirken.

 

So sind beispielsweise Anbieter wassersparender Sanitäranlagen genauso im Fonds vertreten wie ein Hersteller von Enzymen für Wachmittel, die einen geringeren Wasser- und Energieverbrauch bewirken. Die Auswahl der Unternehmen trifft ein Nachhaltigkeitsbeirat. Ausgeschlossen sind generell Unternehmen aus der Automobil- und Flugzeugindustrie sowie Betreiber von Atom- und Kohlekraftwerken. Die im Fonds enthaltenen Unternehmen werden in den periodischen Berichten veröffentlicht. Das Fondsmanagement steht mit den Unternehmen in direktem Austausch und nimmt sein Stimmrecht auf den Hauptversammlungen wahr.

 

 

Finanzstark: KBC Eco Fund Water

Mit einem Wertzuwachs von mehr als 74 Prozent in fünf Jahren geht der Wasseraktienfonds der belgischen KBC Asset Management S.A. als Sieger in der Finanzwertung hervor. Wie bei Swisscanto ist auch bei KBC eine Anlagedauer von mindestens acht Jahren ratsam. KBC musste mehrmonatige Verlustphasen hinnehmen, das Risiko eines Totalverlusts ist jedoch sehr unwahrscheinlich. Der Fonds enthält mindestens 75 Prozent Wasseraktien. Bei KBC sind das Unternehmen, die mindestens die Hälfte ihrer Umsätze im Wassersektor erwirtschaften oder Branchenprimus in ihrem Bereich sind.

 

Konkret enthalten sind beispielsweise Aktien des britischen Wasserversorgers United Utilities Waters aber auch das US Unternehmen TetraTech, das auch Umsätze mit der Atomindustrie generiert. Ausgeschlossen sind Unternehmen, die gegen Arbeitnehmerrechte verstoßen oder Menschenrechte verletzen. Ein unabhängiger Beirat überprüft die Auswahl der Aktiengesellschaften und kann Widerspruch erheben. KBC veröffentlicht die im Fonds enthaltenen Unternehmen in den periodischen Berichten, steht aber nicht in direktem Kontakt mit den Aktiengesellschaften. Die Stimmrechte auf Hauptversammlungen werden genutzt.

 

 

Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit: Ökoworld Water for Life C

Eine akzeptable Wertentwicklung von rund 40 Prozent über fünf Jahre hat die Luxemburger Fondsgesellschaft Ökoworld Lux S.A. gezeigt. Auch bei diesem Fonds ist das Risiko eines Totalverlusts sehr unwahrscheinlich und auch hier empfiehlt sich aufgrund der zwischenzeitlichen Verlustphasen eine Anlagedauer ab mindestens acht Jahren. Waren die Kosten der Fonds von Swisscanto und KBC durchschnittlich und geringer, erhebt Ökoworld ab einem bestimmten Wertzuwachs eine Performancegebühr.

 

Ökoworld zeichnet sich durch einen besonders anspruchsvollen Nachhaltigkeitsansatz aus. Vom Fonds ausgeschlossen sind Unternehmen die im Zusammenhang mit Militär, Kinderarbeit, Atomenergie, Gentechnik und Tierversuchen stehen oder mit Zulieferern und Finanzgebern aus diesen Bereichen zusammenarbeiten. Zu diesen Nachhaltigkeitskriterien stellt Ökoworld auch eigenen Untersuchungen an.

 

Ökoworld stellt keine Mindestanforderungen an Wasserumsätzen bei den Gesellschaften innerhalb des Fonds. Stattdessen sind Unternehmen enthalten, die zu einem schonenden Umgang mit Wasser beitragen. Konkret sind das beispielsweise das chinesische Unternehmen CT Environmental, das Abwasser aus der Textilindustrie klärt, aber auch Aktienunternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien, da diese –im Gegensatz zu Kohle und Atomkraftwerken – nur wenig Wasser verbrauchen. Bei der Auswahl der Aktien wird Ökoworld von drei Wissenschaftlern unterstützt, die auf den Bereich Wasser spezialisiert sind. Die im Fonds enthaltenen Unternehmen werden in den periodischen Berichten ausführlich veröffentlicht. Ökoworld übt keine Stimmrechte auf Hauptversammlungen aus, steht aber mit den Unternehmen bei Bedarf in direktem Kontakt.

 

 

Auf den richtigen Wassermix achten

Aufgrund ihrer guten Wertentwicklung stellen nachhaltige Wasseraktienfonds längst kein Nischenprodukt mehr dar. Sie sind für viele Anleger eine attraktive Investitionsmöglichkeit. Vielleicht auch ein Anreiz für Menschen, die sich bislang noch nicht aktiv mit nachhaltigen Geldanlagen beschäftigt haben. Denn Investitionen in Wasserunternehmen zahlen sich nicht nur aus. Sie helfen auch dabei, gegen den weltweiten Wassermangel vorzugehen und das Menschenrecht auf den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen zu verwirklichen. Ein Recht, das 2010 von den Vereinten Nationen (UNO) anerkannt worden ist.

 

Mit den drei Wasseraktienfonds im Musterdepot  gehen Anleger sicher, dass ethische und ökologische Standards verlässlich eingehalten werden und sie zugleich auf eine stabile und sichere Geldanlage vertrauen können. Denn hier kommt es auf die richtige Mischung an. Mit der Zusammenstellung aus dem bestbewerteten nachhaltigen Wasseraktienfonds, kombiniert mit einem besonders finanzstarken und einem besonders nachhaltigen Fonds, werden alle Kriterien an eine grüne Geldanlage berücksichtigt.

 

 

 

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Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

Autor: Gerd Junker 3. August 2016

RE 10 Genussrecht der Zukunftsenergien gestartet

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Zusammenfassung: Das RE 10 Genussrecht der Zukunftsenergien sammelt Geld zur Projektentwicklung von Erneuerbaren Energien Projekten. Es bietet 6,5% Zins bei 4,5 Jahren Laufzeit.

Kurze Laufzeit, interessanter Festzins, tadellose Historie

Wir Anleger suchen nach Geldanlagen, die kurze Laufzeiten und hohe Zinsen bieten. Doch in Zeiten negative Zinsen bei den Zentralbanken und Null-Zinsen bei Staatsanleihen und auf Bankkonten, wird das immer schwieriger. Genau da setzt das RE 10 Genussrecht der Zukunftsenergien an: bei nur 4,5 Jahren Laufzeit bietet es 6,5 Prozent jährlichen Zins. Natürlich sind damit Risiken verbunden, doch Reconcept hat in der Vergangenheit bewiesen, dass solche Zahlen realistisch darstellbar sind.

 

Denn die rund 650 Anleger beim Vorgänger-Genussrecht, dem GDZ (Genussrecht der Zukunftsenergien) freuten sich über regelmäßige, termingetreue Zahlungen von sogar 8 Prozent jährlich bis zur vollständigen Rückzahlung des Genussrechts im März 2016.

 

Was mit dem Geld sinnvolles gemacht wird

Insgesamt will die seit 1998 tätige Reconcept-Gruppe 5,0 Mio. Euro mit dem Genussrecht einsammeln. Damit sollen Erneuerbare Energien Projekte schlagkräftig und kurzfristig angekauft werden. Das Genussrechtskapital ist für Reconcept sehr wertvoll, denn damit kann schnell reagiert werden. Sollte das Geld erst über einen Bankkredit besorgt werden müssen, wären Verzögerungen und damit Nachteile gegenüber Mitbewerbern nicht zu vermeiden.

 

Geplant sind Investitionen in Ländern mit stabilen Staatsfinanzen und attraktiven Einspeisevergütungssystemen für Grünstrom, primär die für Reconcept schon bekannten Länder Deutschland, Finnland und Kanada.

 

Die Projekte sollen in einem frühen Stadium erworben werden. Sie werden soweit entwickelt, dass sie den Status “Ready-to-Build” erhalten, also alle Genehmigungen vorhanden sind, damit im nächsten Schritt direkt gebaut werden kann. Käufer der Projekte können sowohl institutionell Großinvestoren als auch Reconcept-Beteiligungsgesellschaften sein.

 

Ein zuverlässiger Anbieter: 18 Jahre Erfahrung bei Reconcept

In der breiten Öffentlichkeit vielleicht nicht jedem bekannt, aber den Experten aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien ein Begriff: Reconcept aus Hamburg. Im Umfeld des PEN-Wind-Gründers Volker Friedrichsen hat sich Reconept seit 1998 einen guten Ruf als Planer, Projektierer und Emissionshaus aufgebaut. Hier einige eindrucksvolle Zahlen, die die Erfahrung von Reconcept widerspiegeln:

 

Piktogramm Reconcept

Reconcept als Emissionshaus (Infografik: Grünes Geld GmbH)

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
Autor: Carmen Junker 2. August 2016

Low Waste – Wider die Wegwerfgesellschaft

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Zusammenfassung: Die Müllerberge wachsen. Besonders der Anteil an Verpackungsmüll hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Viele innovative und auch wiederbelebte Ideen regen an zum Müllvermeiden und zum bewussten Konsum.

 

 

Verpackungsmüll macht aktuell einen Großteil des Müllaufkommens aus - auch in Privathaushalten.

Verpackungsmüll macht aktuell einen Großteil des Müllaufkommens aus – auch in Privathaushalten.

Ein durchschnittlicher Erwachsener wiegt in Deutschland 76 Kilogramm und produziert pro Jahr 453 Kilogramm Haushaltsmüll. Ob das Durchschnittsgewicht eine Diät erfordert, ist von unterschiedlichen Faktoren wie Körpergröße und Gesundheitszustand abhängig. Die Müllmenge pro Kopf sollte jedoch der Umwelt zuliebe dringend reduziert werden. Und nicht zu vergessen, auch Recycling-Verfahren sind energieaufwändig und stellen keinen Freibrief für eine Wegwerfkultur dar.

 

Die rund neun Zentner Haushaltsmüll pro Person setzen sich zusammen aus sogenannten Wertstoffen wie Glas, Papier und Plastik. Dazu kommen Haus- und Sperrmüll, Elektroschrott, organische Abfälle und – als kleinsten Anteil – sonstige Abfälle.

 

 

Verpackungsmüll nimmt zu

Mehr als 200 Kilogramm vom gesamten Abfallaufkommen entfallen mittlerweile auf Verpackungsmüll. Dafür gibt es im Wesentlichen drei Gründe: Zum einen werden Lebensmittel zunehmend mehrfach verpackt. So steckt das Frühstücksmüsli beispielsweise nicht nur im Plastikbeutel, sondern wird dazu noch im Umkarton verpackt. Praktisch für die Industrie, denn Schachteln lassen sich passgenau stapeln; praktisch für den Handel, denn die Packung wirkt größer. Unpraktisch für die Umwelt, denn zwei produzierte Verpackungen müssen entsorgt werden.

 

 

Draußen nur Kännchen? – Nein, Einwegbecher!

Kaffeetrinken unterwegs geht auch ohne Abfall.

Kaffeetrinken unterwegs geht auch ohne Abfall.

Ein weiterer Grund liegt strukturell in der steigenden Anzahl an Single-Haushalten. Kleinere Produkteinheiten sind im Vergleich zu Großpackungen stärker verpackt. Dazu kommt noch, dass der Trend zu Speisen und Getränken außer Haus geht. Diese sind meist aufwändig verpackt. Inbegriff dieser Entwicklung ist der Kaffee-to-go-Becher. Diese bestehen im Allgemeinen aus Papier, das mit Kunststoff beschichtet ist und entsprechend nicht recycelt werden kann. Laut Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe fallen in Deutschland jährlich 2,8 Milliarden Einweg-Kaffeebecher an, die im allgemeinen in der Müllverbrennung landen. Um diese Menge an Bechern herzustellen, werden an Rohstoffen noch 64.000 Tonnen Holz, 1,5 Milliarden Liter Wasser und 11.000 Tonnen Kunststoff benötigt. Hinzu kommt noch der Energieaufwand, mit dem eine Kleinstadt ein Jahr lang versorgt werden könnte.

 

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Online-Versender: Wenn der Postmann täglich klingelt

Drittes Puzzleteil beim hohen Anteil an Verpackungsmüll ist der rasante Anstieg des Internet-Handels. War das Klingeln des Paketdienstes noch vor zwanzig Jahren in einem Privathaushalt nur selten zu hören, ist es heute nicht ungewöhnlich, dass unterschiedliche Lieferanten mehrmals am Tag Pakete abliefern. Und hier stehen die Kartonagen häufig in einem absurden Verhältnis zum bestellten Produkt.

 

Mit seinem Anteil an Verpackungsmüll stellt Deutschland den Spitzenreiter im Vergleich zu anderen Ländern der Europäischen Union dar. Besonders stark gestiegen ist dabei der Anteil an Plastikabfall. Mitgespielt hat hier der psychologische Faktor: Die Einführung des „gelben Sacks“, also der Müllsammlung von Kunststoff als Wertstoff. Aber: Glas- und Papier erreicht durchgängig gute Recyclingquoten, Kunststoff wird jedoch überwiegend verbrannt.

 

 

Die Müll-Diät

Angesichts der produzierten Müllmengen ist das Nachdenken über den eigenen Abfall sicher sinnvoll. Generell zu beachten: Alles, was ich kaufe, wird irgendwann einmal Abfall sein. Gleichgültig, ob es sich um Lebensmittel handelt oder um einen Staubsauger. Nicht nur der Inhalt eines Produkts ist von Bedeutung, sondern auch die Verpackung. Fünf Ideen und Trends für eine Müll-Diät geben Anregungen für das alltägliche Leben.

 

  1. Die radikale Null-Diät

Zero Waste – keinen Abfall mehr produzieren. Ein Trend der zum Nachdenken anregt. Sicher sehr effektiv, jedoch, wie eine Null-Diät, schwierig durchzuhalten. Aktuell angeregt ist die Diskussion um die nahezu komplette Müllvermeidung von verschiedenen Bloggern, besonders durch Shia Su, die neben ihrem Blog „Wasteland Rebel“ ein Buch zum Thema veröffentlich hat. Ihr Restmüll eines Jahres passt in ein Einmachglas. Klar bei diesem Konzept: Nichts bleibt wie bisher, denn ohne „selbermachen“ und viel Eigeninitiative funktioniert der Zero-Waste-Lebensstil nicht. In einigen Großstädten etablieren sich „Unverpacktläden“, die direkt in die mitgebrachten Vorratsgläser und –dosen abfüllen und bei denen nur der Müll der Großverpackung anfällt. Ein Trend, der von vielen Verbrauchern durchaus begrüßt wird, denn unnütze Verpackungen bringen mittlerweile selbst gemäßigte Gemüter in Rage. Paradebeispiel hier: Die in Plastikfolie verpackte Salatgurken aus dem Supermarkt.

 

 

  1. Die Plastik-Diät

Einseitige Ernährung kann ein Problem sein, einseitig auf Plastik zu verzichten dagegen nicht. Die herkömmlichen Kunststoffe basieren auf Mineralölen, die Recyclingquote ist verschwindend. Bestenfalls erhalten Kunststoffabfälle in Pflanztöpfen, Gartenbänken oder Schulranzen ein zweites Leben. Besser also, Plastik erst gar keinen großen Raum im Alltag zu geben. Für viele Dinge des Haushalts gibt es ökologisch einwandfreie Alternativen, Büroartikel und Kosmetikprodukte befinden sich ebenfalls auf dem Vormarsch. Erfreulich: Der Verbrauch von Plastiktüten ist bereits stark zurückgegangen, denn nicht nur Supermärkte geben keine kostenlosen Tüten ab, auch bei vielen Bekleidungsgeschäften und Kaufhäusern haben Plastiktüten mittlerweile ihren Preis. Die Alternative ist denkbar einfach: Eigene Taschen mitbringen. Die Drogeriemarktkette DM macht es ihren Kunden noch einfacher, sie bietet Pfand-Stofftaschen an.

 

 

  1. Früher Henkelmann, heute Lunchbox

Selbstgemachte Mahlzeiten mitnehmen liegt im Trend.

Selbstgemachte Mahlzeiten mitnehmen liegt im Trend.

Früher eine Selbstverständlichkeit: Mahlzeiten zu Hause zubereiten und zur Arbeit, auf Reisen, für die Schule oder zu Freizeitaktivitäten mitnehmen. Der blecherne Henkelmann wird jetzt Lunchbox genannt und hat sich den Essgewohnheiten angepasst: Je nach Vorliebe präsentiert sich das Essen für unterwegs in der japanisch unterteilten Bento-Box oder dem Salatbecher mit integriertem Besteck und dem Extrafach für das Dressing. Dazwischen existiert natürlich auch noch die quasi zeitlose Brotdose. Nahezu verpackungsfreier Genuss für unterwegs. Ein weiterer positiver Aspekt im Zeitalter der Lebensmittelskandale und – unverträglichkeiten: Die Inhaltsstoffe sind bekannt.

 

 

 

  1. Hasenbrot, Resteverwertung, Foodsharing

Was früher an Proviant wieder den Weg nach Hause nahm, kam als Hasenbrot auf den Tisch. Die Erinnerung an Not- und Hungerzeiten war bis in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts noch so präsent, dass das Wegwerfen von Lebensmitteln nahezu undenkbar war. Aktuell landen jährlich rund 20 Millionen Tonnen an Lebensmitteln in Deutschland im Müll. Zum einen in privaten Haushalten, aufgrund abgelaufener Haltbarkeitsdaten, zu einem großen Teil jedoch bereits im Handel, der aussortiert, was etwaigen Qualitätsansprüchen nicht mehr genügen könnte. Angesichts weltweiter Hungerkatastrophen eine ethisch fragwürdige Praxis, denn hier geht es nicht nur um den Überfluss in unserem Land, sondern um den Einfluss des Massenkonsums in den Industriestaaten auf die Weltmarktpreise. Entsprechend steigen die Preise für Nahrungsmittel in Entwicklungsländern an und werden unerschwinglich. Gegentrend und Impulsgeber hier: Foodsharing-Initiativen, die Lebensmittel vor dem Müll oder auch aus dem Müll retten, verteilen, gemeinsam zubereiten oder weitergeben. Für einige Städte gibt es auch Apps, die einen Austausch von Lebensmitteln organisieren.

 

 

  1. Reparieren geht über Konsumieren

Wenn es sich nicht gerade um Lebensmittel und andere Verbrauchsgüter handelt, so lautet auch eine wichtige Frage zur Müllvermeidung: Wie lange ist das Produkt im Einsatz? Denn vermeintlicher Abfall kann durch eine Reparatur vermieden werden. Umweltfreundliches Verhalten wird hier jedoch von Industrie und Handwerk nicht ganz leicht gemacht: Vielfach werden Produkte mit geplanten Obsoleszenzen gefertigt. Das bedeutet, dass die Dinge nur eine bestimmte Zeit funktionieren und dann ersetzt werden müssen. Teilweise werden Kleinelektrogeräte nicht mehr verschraubt und lassen sich entsprechend nicht mehr öffnen. Eine Reparatur wird vielfach nicht angeboten oder liegt nahezu beim Neupreis. Die Konsequenz: Unterhaltungselektronik, Waschmaschinen, Kleingeräte und vieles mehr landen auf dem Müll. Entsprechend werden neue Produkte verkauft, die auch wieder aufwändig verpackt sind. Gegenkonzepte werden oft auf kommunaler Ebene geboten. Teils durch Reparaturwerkstätten die in Verbindung mit Arbeitsloseninitiativen stehen, teils durch regionale Leistungsverzeichnisse von Umweltverbänden. Hilfe und Unterstützung beim selbst reparieren bieten bundesweit auch sogenannte „Repair Cafés“. Was gar nicht mehr repariert werden kann, erfährt teilweise durch Upcycling-Projekte eine neue Verwendung oder dient als Ersatzteillager.

 

 

Die Welt nicht weiter überlasten

Müll vermeiden, bewusst mit den natürlichen Ressourcen umgehen, wichtige Schritte, um die Umwelt zu erhalten. Seit rund drei Jahrzehnten werden jährlich mehr erneuerbare Ressourcen verbraucht und mehr CO2 ausgestoßen, als die Erde innerhalb eines Jahres wieder bereitstellen beziehungsweise verkraften kann. Der Stichtag innerhalb eines Jahres, an dem dieses Vermögen aufgebraucht ist, wird als Earth-Overshoot-Day (auch World-Overshoot-Day) bezeichnet. Während 1986 die Menschheit dieser Berechnungn entsprechend ab dem 19. Dezember auf Kredit lebte, ist der Overshoot-Day seit dem kontinuierlich nach vorne gerückt und in diesem Jahr für den 8. August errechnet worden.

 

Ein bewusster Umgang mit unseren Ressourcen sowie sinnvolle und nachhaltige Geldanlagen können dazu beitragen, dass der Overshoot-Day wieder an Silvester statt findet.

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.
Autor: carmenju 1. August 2016

Umweltbank – Positive Berichte auf der Hauptversammlung

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Die Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH haben am 30. Juni 2016 die Hauptversammlung der Umweltbank in der Meistersingerhalle in Nürnberg besucht. Die beiden Vorstände Goran Bašic und Stefan Weber konnten ihre Aktionäre mit positiven Berichten und der siebten Dividendenerhöhung in Folge erfreuen. Das Führungsduo, das erst seit Mai 2015 die Geschicke der Umweltbank lenkt, hat gemeinsam mit den 132 Mitarbeitern in nahezu allen Geschäfts-, Umwelt- und Sozialzahlen neue Bestwerte erreicht.

 

 

„Wieder einmal das beste Ergebnis in der Geschichte der Umweltbank“ (Stefan Weber)

 

Die Aktie der Umweltbank AG, die einzige grüne Bankaktie Deutschlands, hat seit ihrem Start am 25. Juni 2001 eine phänomenale Wertentwicklung an den Tag gelegt. Von der Erstnotierung bis heute zeigt die Aktie eine positive Wertentwicklung von knapp 700 Prozent. Auch das Jahr 2015 brachte eine Kurssteigerung von 51 Euro auf knapp 84 Euro pro Aktie. Die Dividende von  1,40 Euro je Aktie wurde auf der Hauptversammlung am 30. Juni 2016 in Nürnberg beschlossen.

 

Per 31. Dezember 2015 förderte die Umweltbank Umweltprojekte mit einem Gesamtvolumen von 2.318,6 Millionen Euro. Das Nachsteuerergebnis nach Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken lag bei 34,1 Millionen Euro (Vorjahr: 27,6 Millionen). Ein Ergebnis von 6,15 Euro je Aktie (Vorjahr: 4,97 Euro je Aktie).

 

Dabei hat sich die grüne Bank in keinem leichten Umfeld bewegt. Wie alle Banken in Deutschland leidet sie unter den Kosten, die mit der verstärkten Regulierung verbunden sind. Eine weitere Belastung stellen die Niedrigzinsen dar. So wird die vorgeschriebene Barreserve, die Banken bei der Bundesbank halten müssen,  bereits 2015 mit Negativzinsen von -0,3 Prozent p.a. belastet. Damit sind der Bank Zinsaufwendungen entstanden, wo vormals ein kleiner Zinsertrag zu vermelden war.

 

Die Niedrigzinsen hatten jedoch auch positive Folgen. So sank der Zinsaufwand der Bank für Anlegergelder, beispielsweise für den UmweltSparbrief und das UmweltPlusKonto, um etwa 5 Millionen Euro. Damit stieg der Zinsüberschuss um 7,5 Prozent auf 49,1 Millionen Euro. Mit einer durchschnittlichen Zinsmarge von 2,06 Prozent steht die Bank auf einem soliden Fundament.

 

 

Bild Board Umweltbank Hauptversammlung

v.l. Aufsichtsräte: Heinrich Klotz, Edda Schröder, Günther Hofmann, Vorstände: Goran Bašic und Stefan Weber (Bildquelle: Carmen Junker)


„Die Umweltbank spekuliert nicht!“ (Stefan Weber)

Im Finanzierungsbereich liegt die Sonnenenergie etwas geringer als im Jahr zuvor, während Wind- und Wasserkraftprojekte einen stärkeren Anteil mit 29,5 Prozent einnehmen. Der Anteil der ökologischen Baufinanzierung liegt bei 29,6 Prozent. Herausragend ist, dass die Umweltbank bei der Kreditvergabe Umweltkriterien anwendet und bereits satzungsgemäß nur Projekte mit positiver ökologischer Wirkung finanziert. Zur Abstufung nutzt die Bank ein Rating, das die Bonität nach ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten beeinflusst. Etwa 80 Prozent der finanzierten Projekte haben im Schulnotenbewertungssystem die Note 1 bezüglich Ökologie bekommen. Neu finanziert wurden im vergangenen Jahr 499 Projekte mit einem Durchschnittsbetrag von 176.000 Euro.

 

Uns freut es besonders, dass die Aktie der Umweltbank ein Paradebeispiel ist für nachhaltiges Investment mit einer interessanten finanziellen Rendite. Während klassische Finanztitel mit immer neuen Hiobsbotschaften aufwarten, vermeldet die Umweltbank von Jahr zu Jahr positive Ergebnisse, Dividendensteigerungen, Kurszuwächse und positive Umweltwerte.

 

 

Ökologische Dividende von 553 kg CO2-Einsparung je Aktie

Die auf der Hauptversammlung vorgestellte CO2-Bilanz stellt sich positiv dar. Dabei wurden Anregungen eines Aktionärs aus dem Vorjahr aufgenommen und die Berechnungsmethode verfeinert. Auch in diesem Jahr hatte dieser Aktionär weitere Anregungen und Kritikpunkte zur Ausweisung der Werte.

 

Der Vorstand verständigte sich mit ihm darauf, nochmals die neuen Anregungen zu prüfen und bei Bedarf mit aufzunehmen. Im Jahr 2016 wird die CO2-Bilanz im Rahmen einer Master-Thesis einer vollständigen Überarbeitung unterzogen, die vom Umweltrat der Bank begleitet wird.

 

Insgesamt weist die Bank ein Plus an CO2-Einsparung für 2015 von 298.367 Tonnen über die kreditfinanzierten Projekte aus. Die ökologische Dividende liegt bei 553,5 kg CO2-Einsparung je Aktie.

 

Professor Dr. Roland Klose von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. sprach dem Vorstand der Umweltbank großes Lob aus. Klose, der mit der Schutzvereinigung etwa 30.000 Aktionäre vertritt, würdigte die erfolgreiche Tätigkeit, die Dividendenerhöhung und nicht zuletzt die angemessene Vorstandsvergütung der Umweltbank, die er als homöopathisch im Vergleich zur Vorstandsvergütung der Deutschen Bank bezeichnete. In allen Bereichen diente Klose die Deutsche Bank als Negativbeispiel und er freute sich, dass es mit der Umweltbank ein Finanzunternehmen gibt, das Positives berichten kann.

 

Zustimmung gab es von den Aktionären nicht nur für die Dividendenerhöhung sondern auch für die Kapitalerhöhung, die im Rahmen der Emission von CoCo-Bonds notwendig wurde. CoCo-Bonds sind die Nachfolger von Genussrechten um weiterhin haftendes Eigenkapital für das Wachstum im Kreditgeschäft zu ermöglichen. Damit wurden 15 Millionen haftendes Eigenkapital eingeworben. Die Anleihe wurde meist von Kunden oder Bestandsaktionären gezeichnet. Die Ausgabe ist inzwischen abgeschlossen.

 

Wir von Grünes Geld freuen uns über die hervorragende Entwicklung der Umweltbank. Als Aktionäre und auch als Partner, die ihre Kraft daran setzen, nachhaltige und ökologische Kapitalanlagen voranzubringen. Die Umweltbank ist ein zuverlässiger Partner im Bereich der Kreditfinanzierung für ökologische Projekte.

 

Wir wünschen uns, dass die positive Entwicklung der letzten Jahre weiterhin anhält. Die Grünes Geld GmbH bleibt dem Hause UmweltBank AG weiterhin eng verbunden.

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.