Geschlossene Fonds – was ist das und wofür braucht man sie eigentlich?

Geschlossene Fonds – ein anderer Begriff ist auch “Beteiligung” – ist ein Geld-Topf, in den viele Anleger einzahlen und damit ein besonderes Projekt finanzieren. Das kann dann z.B. die Errichtung einer großen Solaranlage, einer Biogasanlage, eines Windparks oder auch eines Waldes sein.

Aus Sicht der Anleger sollten Geschlossene Fonds in jedem Portfolio sein. Denn das “ideale” Portfolio, bei dem Rendite und Risiko im maximalen Verhältnis stehen, besteht aus 79% Renten, 1% Immobilien und 19% Private Equity. Private Equity heißt außererbörsliche Investments in Unternehmen, und genau das sind geschlossene Fonds. An geschlossenen Fonds hat der Anleger zu recht höhere Erwartungen und kann deshalb mit einer Verzinsung seiner Anlagen zwischen 6 und 15 Prozent rechnen. Aber Achtung, bei geschlossenen Fonds droht teilweise auch der Totalverlust bei grobem Mißmanagement und schwierigen Marktbedingungen.

Gerade in den heutigen Zeiten, in denen die Finanzmärkte viel Vertrauen verspielt haben, möchten viele Anleger in “greifbare” Werte investieren. Denn selbst wenn die Finanzkrise zu extremen Situation, wie z.B. in den Zusammenbruch von Währungen wie dem Euro, führen sollte:  die Sach-Anlagen, wie z.B. ein Wald, behalten ihren Wert trotzdem.

Eine feste Größe sind weiterhin die Steuervorteile, die Geschlossene Fonds bieten. Abgeltungsteuer ist dort kein Thema, denn die Fonds sind als Unternehmen konstruiert. Die Unternehmensgewinne werden als gewerbliche Einkünfte versteuert oder, bei vermögensverwaltenden Fonds und bei Schifffonds, fast gar nicht. Bei vielen Fonds gibt es darüber hinaus einen Steuerstundungs-Effekt, denn die Steuern für die Ausschüttungen der ersten Jahre sind oftmals noch über vorherige Ausgaben abgegolten.  Die Besteuerung der Gewinne erfolgt dann also erst später. Wer seinen Ruhestand plant, kann so ganz einfach Steuer-Zahlungen aus der aktiven Erwerbstätigenzeit in die Ruhestandszeit verschieben. Weil dort in der Regel weniger verdient wird sind die Steuern auch niedriger, d.h. die Gewinne des Geschlossenen Fonds werden weniger stark besteuert.

Was ist wichtig wenn ich in einen Geschlossenen Fonds investieren möchte?

Zunächst einmal muss die Idee des Geschlossene Fonds Sie überzeugen.  Wenn der Fonds einen Zweck hat, der Ihren Vorstellungen nicht entspricht bzw. sie glauben nicht, dass sich damit Geld verdienen lässt, kommt dieser nicht in Frage. Wer glaubt, dass z.B. die Schifffahrt wegen den extrem schlechten Abgasen (”schwimmende Müllverbrennungsanlagen”) nichts mit Ökologie zu tun hat, der sollte auch nicht in einen Geschlossenen Schiffsfonds investieren. Auch wenn die steuerliche Situation sehr gut ist.

Dann sollten Auszahlungsplan, Laufzeit und die Mindesteinlage in den Fonds zu Ihnen passen. Die meisten Geschlossenen Fonds sind erst ab 5.000,- oder 10.000,- Euro Mindesteinlage zu erhalten. Und wer sein Geld in 5-8 Jahren haben möchte, sollte nicht in einen Geschlossenen Fonds mit Laufzeiten von 20 oder 30 Jahren investieren, sondern in einen Geschlossenen Fonds mit 5-8 Jahren Laufzeit.

Einer der wichtigsten Punkte überhaupt ist der Initiator des Fonds.  Ist er erfahren, sowohl in der Branche in die der Fonds investiert also auch als Herausgeber Geschlossener Fonds?  Wenn große Erfahrung beim Initiator und das Vertrauen des Anlegers vorliegen, steht einem Erfolg nichts mehr im Weg.

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