Wasser ist Leben, Wasser ist die Zukunft. Doch während für uns Deutsche Wasser einfach immer nur da ist und bei Bedarf in bester Qualität aus dem Wasserhahn kommt, ist die Trinkwasserknappheit für die aktuell 7 Milliarden Menschen eines der dringsten globalen Probleme der Menschheit. “Die Kriege der Zukunft werden um Wasser geführt.” so Boutros Ghali, der ehemalige UN-Generalsekretär.
Also weshalb nicht die Lösung des Wasserproblems unterstützen und “in Wasser investieren”. Denn wer seine Geldanlager auch in Wasser tätig, stützt und fördert damit Maßnahmen zur Meerwasserentsalzung, zum Bau von Wasser-Infrastruktur oder für Bewässerunsanlagen der Landwirtschaft.
Und ganz nebenbei kann er auf eine ordentliche Verzinsung seiner Anlage hoffen. Denn während die Börsen in den letzten 10 Jahren äußerst schwierige Zeiten durchlebten, kann z.B. des SAM Sustainable Water sei der Auflage Ende Sepember 2001 mit einer Performance von mehr als 20 Prozent aufwarten.
Doch Vorsicht: nicht jedes Wasserinvestment ist auch ethisch-ökologisch sinnvoll. Denn zunächst heißt das Investment-Thema Wasser – die genaue Interpretation macht es erst sinnvoll. So gibt es Anbieter, die den Lebensmittelkonzern Nestle als gutes Wasser-Investment empfinden, denn Nestle füllt auch Mineralwasser ab. Insgesamt gilt der Konzern allerdings als wenig nachhaltig.
Wasser-Unternehmen kommen unterschiedlichten Bereichen. Sie bauen Meerwasserentsalzungs-Anlagen, Rohrleitungssysteme, reparieren defekte Wasserversorgungen, stellen Wasserzähler her, installieren Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft oder kümmern sich um höhere Wasser-Effizienz in Haushalten und Industrie. Während die mit Wasser verbundenen Tätigkeiten in der Regel ethisch-ökologisch sinnvoll sind, kommen die Schwierigkeiten eher in den Nicht-Wasserbereichen der Unternehmen auf.
Denn ein Hersteller von Wasserzählern ist prinzipiell unbedenklich. Aber was ist, wenn es auch Meßinstrumente für Waffensysteme herstellt? Oder wenn er seine Mitarbeiter unter schlechten Bedingungen arbeiten lässt?
Für manche Wasserfonds kein Problem. Solange er etwas mit Wasser zu tun hat, ist die Firma für diesen Wasserfonds als Investitionsobjekt geeignet. Andere Anbieter sind dort wählerischer – dort gelten noch Ausschlusskriterien oder werden Nachhaltigkeits-Rankings beachtet. Bei Grünes Geld erkennen Sie solche Musterdepots an dem Zusatz “Ethik”: http://www.gruenesgeld24.de/wasservertraege-anlegen.htm.
Aber auch Sachwertfonds aus dem Bereich Wasser werden angeboten. Der Leonidas VII zum Bespiel möchte in Wasser-Unternehmen z.B. in Großbritannien oder den USA investieren. Fraglich bleibt, ob es sich dabei um ein nachhaltiges Investment handelt. Denn oftmals ist es in bereits entwickelten Volkswirtschaften besser, Wasser-Unternehmen bleiben in staatlichem Besitz. Denn in der Vergangenheit wurden Privatisierungen auch dafür genutzt, um ohne Zukunftsinvestitionen hohe Rendite zu erzielen und am Ende der Vertragslaufzeiten verrottete Wasseranlagen wieder zurück zu geben. Das muss bei Leonidas nicht der Fall sein, aber der ethisch-ökologische Nutzen bleibt trotzdem unklar.
Auch ein Wasser-Investment sind die Wasserkraftwerke von Aquila im HydroPOWERINVEST II. Dort wird die Wasserkraft allerdings zu Erzeugung von sauberer Energie genutzt. Sinnvoll und nachhaltig, allerdings nur bedingt ein Wasser-Investment.
Aber was sinnvoll ist, entscheidet letztlich jeder für sich selbst. Was ist Ihre Meinung – wann ist Wasser-Investment sinnvoll?





Energieerzeugung mit Wasser ist natürlich nur bedingt ein Wasser-Investment …