Autor: Gerd Junker 23. Januar 2013

Sichere Geldanlage 2013 – Teil 1 Aktien und Aktienfonds

Trotz aller Krisen in Europa und einer insgesamt schwachen Weltwirtschaft war 2012 ein gutes Jahr für nachhaltige Anleger. Grüne Aktien, Anleihen oder Projekte entwickelten sich prächtig. Doch wie wird 2013 – auf was sollten nachhaltige Anleger setzen, wenn sie eine sichere und trotzdem rentable Geldanlage wünschen?

Lesen Sie in meiner kleinen Serie den Ausblick auf die 5 wichtigsten Anlageklassen grünen Investments. Bedenken Sie dabei immer die goldene Regel jeder Geldanlage: niemals alle Eier in einen Korb legen, sondern das Geld immer verteilt anlegen. Das gleicht Schwächen einzelner aus und erhöht die Sicherheit ganz wesentlich.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 1: Aktien und Aktienfonds, ethisch-ökologische Aktienfonds

 

Bei Aktien ist eine wichtige Lebensweisheit zu beachten: fast alles in der Welt läuft zyklisch. So wie auf Regen Sonne folgt, wie auf auf Streit Versöhnung folgt und folgt auf eine Wirtschaftskrise ein Aufschwung. Genauso wechseln sich auch an der Börse steigende und fallende Kurszyklen ab. Glücklicherweise ist es an den Aktienmärkten so, dass die Abschwungphasen kürzer und kleiner sind als die Aufschwungphasen – so kommen die langfristig guten Gewinne zustande.

 

Das Jahr 2012 war ein gutes Aktienjahr. Die folgende Grafik zeigt, wie sich die nachhaltigen Aktienmärkte in 2012 weltweit entwickelten:

 

Chart-Darstellung Dow Jones Sustainability Indizes Europa, Asien, Amerika und Welt.

Dow Jones Sustainability Index: in allen wichtigen Märkten kräftige Gewinne in 2012 (Quelle: onvista.de)

 

2012 war also ein sehr gutes Jahr für nachhaltige Aktien und nachhaltige Aktienfonds. Da das Jahr zuvor, 2011, ein durchwachsenes Jahr mit Verlusten war, droht noch keine Kurskorrektur aus zeitlicher Sicht.

 

Das andere wesentliche Kriterium ist, ob Geld in die Aktienmärkte fließt. Wichtigstes Kriterium: steigen die allgemeinen Zinsen, fließt Geld eher ab; fallen die allgemeinen Zinsen, fließt Geld eher in die Aktienmärkte zu. Die Zinsen befinden sich aktuell auf historisch niedrigem Niveau, so dass höchstens eine Zinssteigerung in Frage käme. Allerdings sind sich derzeit nahezu alle Experten einige, dass das Zinsniveau niedrig bleiben muss, da sonst die hoch verschuldeten Länder Südeuropas oder auch die führende Wirtschaftsnation USA, zu hohe Zinszahlungen für die Staatsanleihen zahlen müssten. Man kann also sagen, dass 2013 ausreichend Geld für die Aktienmärkte zur Verfügung stehen sollte.

 

Bleibt noch die Frage, ob Aktien derzeit eher günstig oder eher teuer sind. Auch hier droht keine Gefahr, denn die Gewinne der Aktien im Verhältnis zu Ihren Aktienkursen sind weiterhin auf normalem Niveau, von einer Überhitzung kann nicht die Rede sein  (so  z.B. der größte Vermögensverwalter der Welt, Blackrock).

 

Könnte es trotz der positiven Anzeichen zu einem Kurseinbruch an den Börsen kommen? Ja, denn die Aussichten sind derzeit so eindeutig positiv, dass nahezu jeder von einem guten Aktienjahr 2013 ausgeht. Und genau das ist häufig ein Indikator für sich ändernde Vorzeichen; für fallende Märkte!

 

Trotzdem bleibt mein Fazit: 2013 wird ein gutes Aktienjahr, auch und ganz besonders für nachhaltige Aktien. Denn Nachhaltigkeit ist wichtig und sorgt für eine gesunde Entwicklung langfristig orientierter, nachhaltiger Unternehmen. Die Kursentwicklung folgt dieser Entwicklung dann zwangsläufig.

 

Innerhalb der wichtigsten Kategorien für nachhaltige Aktien sehen wir die Entwicklung wie folgt:

 

Wasserinvestments: Bleiben attraktiv und werden besser als der Weltaktienmarkt abschneiden.

Holzinvestments: Hatten mit +22,% in 2012 ein sehr gutes Jahr. Auch hier die Prognose: Überperformance gegenüber den Standard-Aktienmärkten.

Mikrofinanz: Bleibt das ruhige, kontinuierlich steigende Investment mit 2-4 Prozent Gewinn pro Jahr.

Erneuerbare Energien (Sonne-Musterdepots):  Wegen dem Niedergang der Solar-Hersteller in Europa weiterhin schwer einzuschätzen. Talsohle könnte durchschritten sein.

Klimaschutz: Enthalten neben Erneuerbare Energien Unternehmen auch Wärmeschutz oder Infrastrukturanbieter. Wohl auch in 2013 die bessere „Erneuerbare Energien“ Variante.

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Wachstums-Depots): Die Alleskönner unter den Musterdepots bieten in den Abstufungen Sicherheit, Standard und Wachstum Zuwächse in der Größenordnung wie 2012.

 

 Nächster Teil:    Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Verfasser des Beitrages

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: “Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.” Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

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4 Kommentare zu “Sichere Geldanlage 2013 – Teil 1 Aktien und Aktienfonds”

  1. […] geben. Die Einschätzungen von mir in den letzten Jahren waren recht zutreffend (Ausblick 2012, Ausblick 2013), aber trotzdem bleibt es ein Blick in die Glaskugel. Ich möchte ihn trotzdem wagen, denn in […]

  2. […] geben. Die Einschätzungen von mir in den letzten Jahren waren recht zutreffend (Ausblick 2012, Ausblick 2013), aber trotzdem bleibt es ein Blick in die Glaskugel. Ich möchte ihn trotzdem wagen, denn in […]

  3. […] Teil 1 – Aktien und AktienfondsTeil 2 – Anleihen und AnleihefondsTeil 3 – Lebens- und RentenversicherungenTeil 4 – Immobilien und ImmobilienfondsTeil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft […]

  4. […] Teil 1 – Aktien und AktienfondsTeil 2 – Anleihen und AnleihefondsTeil 3 – Lebens- und RentenversicherungenTeil 4 – Immobilien und ImmobilienfondsTeil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft (ab 30.1.) […]

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