Archiv für April 2013

Das schmutzige Geschäft mit Gold

Freitag, 26. April 2013

Seit mehreren tausend Jahren übt Gold eine starke Anziehungskraft auf den Menschen aus. Der bislang älteste Fund von Goldschmuck in Warna (Bulgarien) lässt sich auf die Zeit zwischen 4600 und 4200 v. Chr. datieren und seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. wurden Goldmünzen als Zahlungsmittel benutzt. Gold ist zusammen mit Kupfer eines der wenigen farbigen Edelmetalle und ist darüber hinaus besonders wertbeständig. Seit der Bankenkrise 2008, der anschließenden Wirtschaftskrise in Europa und dem damit verbundenen Vertrauensverlust vieler Anleger in Devisen, erleben Kapitalanlagen in Gold einen regelrechten Boom. In den letzten 5 Jahren schnellte der Goldpreis nach oben. Doch woher kommt das ganze Gold überhaupt und wie wird es abgebaut?

 

Gold weckt schon seit mehreren Jahrtausenden die Begehrlichkeiten der Menschen.

Gold weckt schon seit mehreren Jahrtausenden die Begehrlichkeiten der Menschen.

 

Die Top-Förderländer von Gold sind China, Australien, die USA, und Rußland – aber auch Länder wie Südafrika und Ghana in Afrika oder Peru in Südamerika. Das Edelmetall stammt zum größten Teil aus Tagebau-Minen. Diese Minen sind meist sehr groß, oft mehrere tausend Hektar. In Ghana zum Beispiel hat eine einzige Mine 10.000 Menschen für immer von ihrem Land vertrieben. Nicht selten wird die Zustimmung der umzusiedelnden Anwohner mit der Zusage von Arbeitsplätzen erkauft. Unter meist schlechten Bedingungen: eine gerechte Entlohnung erhalten die wenigsten und in kleinen Minen kommen viele ungeschützt in Kontakt mit Giftstoffen. Auch Kinderarbeit ist häufig anzutreffen. Und der steigende Goldpreis stachelt die Nachfrage immer weiter an.

 

Bei der Gewinnung von Gold werden giftige Chemikalien eingesetzt. Im industriellen Abbau wird noch immer hochgiftiges Zyanid eingesetzt, um die feinen Goldpartikel aus dem Gestein zu waschen. Um ein Kilo Gold zu fördern, werden ca. 140 kg Zyanid benötigt. Diese Laugen werden meist in relativ unsicheren Rückhaltebecken gelagert. Nicht selten kommt es zu Unfällen, wie zum Beispiel im Januar 2000 in Rumänien. Aufgrund einer Schlechtwetterperiode entstand ein Dammbruch in einem Schlackebecken und das stark Zyanid-haltige Wasser verseuchte mehrere Flüsse bis hin zur Donau. Ein weiteres, fast größeres Problem, ist das zyanidbehandelte Gestein. An der Luft gelagert, sondert es Schwefelsäuren, wie zum Beispiel in Autobatterien ab. Dieser Prozess läuft unkontrolliert über hunderte von Jahren ab und verseucht oft das Grundwasser. Gold für nur einen Ehering produziert so ca. 20 Tonnen Abfall in Form von Zyanid-haltigem Gestein.

 

Eine Goldmine mit Tagebau.

Eine Goldmine im Tagebau.

 

Auch der Kleinbergbau ist problematisch. Die Schürfer verwenden meist Quecksilber um die Goldpartikel aus dem abgebauten Gestein zu lösen. Dieses geht mit dem Gold eine flüssige Verbindung ein und wird später wieder verdampft. Sowohl der direkte Kontakt mit Quecksilber als auch das Einatmen der Dämpfe führt zu schweren gesundheitlichen Schäden der Schürfer und die Überreste des Quecksilbers verschmutzen umliegende Seen oder Flüsse. Schutzkleidung für die Schürfer ist selten vorhanden. Einige NGO´s betreiben vor Ort Aufklärungsarbeit und zeigen den Arbeitern Möglichkeiten auf, den Einsatz von Quecksilber zu reduzieren.

 

Noch 2013 gibt es auch in Deutschland ein Label für fair produziertes und gehandeltes Gold.

Noch 2013 gibt es auch in Deutschland ein Label für fair produziertes und gehandeltes Gold.

Jährlich werden ca. 2.500 Tonnen Gold gefördert. Etwa 12 % davon verarbeitet die Industrie und ca. 85 % werden zu Schmuck verarbeitet. Inzwischen kann man in Großbritannien, Kanada und den Niederlanden Gold kaufen, das sozialverträglich und ohne Einsatz von Gift geschürft wurde. Deutschland soll noch 2013 dazukommen. Das grün-blau-schwarze Logo, welches dieses fair produzierte und gehandelte Gold kennzeichnet kennt man bisher eher von Kaffeepackungen oder Bananen. Es garantiert, dass die Goldgräber zu fairen und sicheren Bedingungen arbeiten, dass keine Kinderarbeit zum Einsatz kommt und dass die Produktions- und Handelskette vom Abbau bis zum Kunden nachvollziehbar ist. Die Käufer zahlen dafür einen Aufschlag in Höhe von 10 % zum Weltmarktpreis. Kommt eine Mine zudem noch ohne Einsatz von Giftstoffen aus, wird sie zusätzlich mit dem Prädikat „ecological“ ausgezeichnet. Der Aufschlag beträg dann 15 %. Das ist zwar relativ teuer, allerdings kann man sich seinen Ring dann mit gutem Gewissen überstreifen. Bislang werden nur ca. 360 Kilogramm Gold pro Jahr fair produziert. Das ist nur ein winziger Anteil des jährlich weltweit geförderten Goldes. Allerdings plant die britische Fairtrade Foundation, bis 2016 in den Ländern, in denen sie aktiv ist, einen Anteil von 5 % am Goldschmuckmarkt zu erzielen.

 

 

Interessante Zahlen zum Thema Gold

(Quelle: Wikipedia)

 

In der gesamten Geschichte der Menschheit wurden bisher ca. 170.000 Tonnen Gold geschürft (Stand 2011). Dies entspricht einem Würfel mit ca. 21 Metern Kantenlänge.

Verwendung dieser Goldmenge:

– 28.600 t (18 %) Gold gehören den Zentralbanken und anderen Währungsinstitutionen. Die größten Goldbesitzer sind die USA (ca. 8.000 t), Deutschland (ca. 3.500 t), der internationale Währungsfonds (ca. 3.200 t) und Frankreich (ca. 2.800 t)

– 79.000 t (51 %) Gold sind in Schmuck verarbeitet

– 18.000 t (12 %) Gold sind in Kunstgegenständen verarbeitet

– 25.000 t (16 %) Gold sind in Privatbesitz in Form von Barren und Anlagemünzen

 

Linktipp:

Schlimme Zustände beim Goldabbau – Ausbeutung Globalisierung

 

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

Die 5 größten Fehler beim Geldanlegen

Donnerstag, 25. April 2013

Wir haben jeden Tag mit Anlagekonzepten und Anlagestrategien zu tun – und leider, bei den meisten Menschen ist die Geldanlage lustlos gestaltet und falsch strukturiert. Viele haben frustriert aufgegeben und legen das Geld einfach auf ein Konto bei der Bank – im Schnitt rund 17.000 Euro pro Person (Angabe von n-tv). Bei Inflationsraten oberhalb der Zinsen bedeutet das eine Geldvernichtung – Tag für Tag, Monat für Monat und Jahr für Jahr. Dabei ist es so einfach – wer ein paar typische Fehler vermeidet, schafft auch in den heutigen Zeiten Renditen oberhalb der 5-Prozent-Marke.

 

 

 

 

 

 

schlange

Die Geldanlage gleicht für manchen einer Schlangengrube. Dabei braucht man nur unsere 5 Tipps zu beachten.
(Foto: Arno Nym  / pixelio.de)

 

 

 

Hier unsere Liste der 5 größten Fehler beim Geld anlegen. Vermeiden Sie sie und Sie werden von den Ergebnissen überrascht sein.

 

1.) Alles auf eine Karte setzen

 

Der größte Fehler bei der Geldanlage wird immer noch von vielen, vielen Menschen betrieben. Sie finden eine Form der Geldanlage interessant, und investieren dort einen viel zu großen Teil Ihres Vermögens. Das kann die Immobilie sein (z.B. die vermietete Eigentumswohnung), das kann das Sparbuch sein, die Lebensversicherung oder auch das einseitige Aktien-Investment.

 

Wenn es dann zu Problemen kommt – und die gibt es immer wieder – ist ein großer Teil des Vermögens gefährdet. Das gilt im übrigen auch für jede andere Anlageform, auch für das von vielen für sicher gehaltene Bankguthaben. Wer sein Geld auf dem Konto lässt, hat es in den vergangenen 100 Jahren in Deutschland bereits 2x verloren (1922 und 1947). Wer glaubt, das wäre früher gewesen und könnte heute nicht mehr passieren, liegt ebenfalls daneben: unser Einlagensicherungsfonds zum Beispiel verkraftet nach Ansicht vieler Experten nur den Ausfall von nur 1 größeren Bank. In den USA waren das zum Beispiel im Jahre 2008 Lehman Brothers oder Bear Sterns – seit 2008 gab es dort schon 469 Banken (die komplette Liste finden Sie bei start-trading.de/blog).

 

Und Bankanleger in Zypern mussten im März 2013 ebenfalls über einen großen Teil Ihres Bankguthabens fürchten. Erwischt hat es dann zwar nur die Menschen mit mehr als 100.000€ Bankguthaben, aber der Fall zeigt dass die Politik keine Hemmungen hat Sparer zu belangen.

 

Also: egal für wie interessant Sie eine einzelne Geldanlage halten, streuen Sie! Denn auch in der Geldanlage gilt: wer streut rutscht nicht aus.

 

2.) Nur auf die Farbe des Autos achten, aber den Motor vergessen

 

Wer im Schaufenster eines Autohauses ein wunderschönes, blaues Auto sieht, daraufhin in den Laden geht und gleich den Kaufvertrag abschließt, braucht sich nicht wundern, wenn das Auto zu viel Benzin verbraucht, zu langsam fährt und außerdem zu viel Versicherung kostet.

 

Man muss einfach auf die wirklich wichtigen Eigenschaften achten, bevor man sich für etwas entscheidet.

Wirklich wichtig sind die Renditen nach Steuern & Kosten sowie die Sicherheit.

 

Lassen Sie sich nicht von den vielen, vielen Details abschrecken, die Ihnen heute zur Verfügung stehen. Die Kostenquote, die Gebühren, die Wertentwicklung in einem bestimmten Zeitraum, etc. sind für Sie uninteressant. Wichtig ist, was wirklich in dem Produkt steckt und wie es sich entwickelt. Achten Sie auf die Renditen nach Kosten – dann ist die Höhe der Kosten für Sie egal. Natürlich kostet ein guter Schuh mehr Geld als ein Schuh-Schnäppchen von Aldi. Aber dafür hält der Schuh auch länger und ist letztlich der bessere Kauf.

 

Auch das Einzelargument “spart steuern” sollte Sie ebenfalls nicht blenden. Die tollste Steuerersparnis nutzt Ihnen nichts, wenn keine Gewinne erzielt werden.

 

Also: Beachten Sie bei der Geldanlage vor allem die Rendite nach Steuern & Kosten und die Sicherheit. Alle weiteren Details sind für Buchhalten und Zahlenliebhaber.

 

3.) Gehirn ausschalten

 

Eine Geldanlage ist immer einen Entscheidung mit Herz und Verstand. Gerade wir von Grünes Geld wissen, wie wichtig die Beachtung von den Dingen außerhalb der puren Zahlen sind – Geldanlage bei uns schützt schließlich die Natur und den Menschen. Ausschließlich Logik und kühles Kalkül führen zu passivem, ängstlichem Investment ohne Leidenschaft und ohne Erfolg.

 

Allerdings ist es so, dass sich viele Anleger immer wieder zu sehr von wenigen, emotionalen Punkten beeinflussen lassen. Viele packt die Gier und sie wollen einfach nur zu gerne dem Scharlatan glauben, der 15% Prozent jährlich ohne Risiko verspricht. Selbst wenn man sich von solchen Angeboten locken lässt – zumindest sollte man die Streuung beachten, dann kann nicht viel passieren.

 

Also: Jede noch so gute Geldanlage mit Herz und Verstand prüfen. Was unplausibel klingt, ist es in den meisten Fällen auch. Aber prüfen Sie objektiv, es gibt keine Obergrenze für seriöse Zinssätze!

 

4.) Beim ersten Hinfallen das Fahrradfahren aufgeben

 

Erinnern Sie sich noch daran, wie Sie Fahrradfahren gelernt haben? Man ist als Kind von der Idee begeistert, Fahrrad fahren zu können. Das geht so schnell und man muss nicht mehr laufen. Also steigt man auf und will los fahren. Aber bereits nach 30 Zentimetern ist Schluss, man fällt und muss absteigen. Und die nächsten Wochen zeigen, dass man noch viel öfter scheitert, bevor man letztlich das Fahrradfahren kann. Und man liebt es und fährt und fährt und fährt. Alles Hinfallen, alles Probieren und Scheitern ist vergessen.

 

Die meisten Menschen können Fahrradfahren. Sie haben es gelernt – und es hat sich gelohnt.

 

Leider ist das bei der Geldanlage oftmals anders. Statt die Geldanlage zu lernen, das nötige Lehrgeld zu bezahlen und abzuhaken, lassen es viele nach den ersten Misserfolgen wieder sein. “Zu kompliziert” oder “Das ist nichts für mich” sind übliche Ausreden.

 

Viele Menschen in Deutschland sind zum Beispiel mit Telekom-Aktien baden gegangen oder haben am “Neuen Markt” Geld verloren. In aller Regel, weil sie wichtige Börsenregeln nicht kannten oder nicht einhalten wollten.

 

Und für viele ist deshalb das Thema Anleihen und Aktien ein Buch mit Sieben Siegeln geblieben – sie gaben auf, sie haben das Fahrrad zur Seite gestellt statt es nutzen zu lernen.

 

Dabei werden weltweit über die Hälfte allen Vermögens in Anleihen und Aktien investiert und es stellt das mit Abstand größte und wichtigste Anlage-Segment dar.

 

Also: Beweisen Sie bei der Geldanlage Durchhaltevermögen. Lernen Sie dazu. Lernen Sie von Fehlern. Es lohnt sich – wie beim Fahrradfahren auch.

 

5.) Stammtisch Gerede (und Zeitungen) ernst nehmen

 

Ich glaube bei Kostolany gelesen zu haben, dass es viele Menschen gibt, die unheimlich schlau reden, und unheimlich dumm handeln. Besonders beim Geld anlegen gilt, dass man wirklich aufpassen muss, wer etwas sagt und wie viel Erfolg er in diesem Thema schon hatte.

 

Es ist einfach etwas anderes, wenn der verarmte Stammtisch-Bruder über Geld redet als wenn ein erfahrener Kapitalanleger über Geld redet. Leider macht der Mensch üblicherweise genau diese Unterscheidung nicht – er hört jedem ungefiltert zu und hält alle Meinungen für gleich wichtig.

 

Das gleiche gilt für die Medien. Medien sind nicht im geringsten daran interessiert, die Menschen zu informieren. Die modernen Medien sind daran interessiert, möglichst viele Exemplare zu verkaufen oder möglichst große Reichweiten zu haben. Damit verdienen sie ihr Geld – über Verkaufspreise und über Werbung.

 

Entsprechend müssen Medien unterhaltsam sein. Denn nicht wegen der guten Information wird gekauft, sondern wegen der Unterhaltung (siehe die große Deutsche Zeitung mit den 4 Buchstaben). Und in Folge ist klar, weshalb Medien auf den Titelseiten zum Beispiel immer über einen großen Börsen-Crash berichten, aber nie darüber, wenn die Märkte über Jahre hinweg in kleinen Schritten steigen: das ist einfach keine große Meldung. Leicht entsteht dann das Bild, dass die Börsen immer nur Geld vernichten würden.

 

Also: Vergessen Sie alles was Sie am Stammtisch oder auf den Titelseiten der Medien lesen. Die Wahrheit über Geldanlagen erfahren Sie dort garantiert nicht.

 

 

Natürlich gibt es noch viel mehr zur Geldanlagen zu sagen: aber wer diese 5 Grundregeln einhält, wird guten Zeiten mit seinem Geld entgegen gehen. Und wenn Sie dann noch ethisch-ökologische Kriterien berücksichtigen und nur dort investieren, wo Mensch & Natur etwas von Ihrem Geld haben, macht Sie Ihr Geld bestimmt glücklich.

 

Ein ganz bequemes Investment, das die oben genannten Punkte alle erfüllt, sind zum Beispiel unsere Musterdepots für Vermögensaufbau. Klicken Sie doch mal rein!.

 

Portraitfoto Gerd Junker

Verfasser des Beitrages

 

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: “Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.” Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Neue Windkraft-Projekte von Leonidas in Frankreich

Mittwoch, 24. April 2013

Leonidas bringt mit dem Leonidas XII und dem Kurzläufer Leonidas XIII zwei neue Projekte in Frankreich auf den Markt. Anlässlich des Vertriebsstartes der beiden Projekte war vor kurzem Herr Georg Schneider von Leonidas bei uns zu Besuch, um sich einigen Fragen zu stellen:

 

Herr Schneider, erneut setzt Leonidas ein Frankreich-Windkraft Projekt um. Weshalb ausgerechnet Frankreich? Ein Land, das doch bekanntermaßen ganz stark auf Atomkraft setzt.

 

Sie haben ganz recht – rund 80 % der französischen Energieversorgung erfolgt bis dato über Atomkraft. Doch glücklicherweise findet auch in Frankreich ein Umdenken statt. Seit Unterschrift der sogenannten Agenda 2020, in der sich die europäischen Staaten dazu verfplichtet haben, spätestens im Jahr 2020, 20 % der Energieversorgung aus regenerativen Energien zu speisen, wird der Ausbau alternativer Energien auch in Frankreich stark vorangetrieben. Anders als in Deutschland, wo man sowohl auf Windkraft als auch Solar setzt, liegt der Fokus ausschließlich auf dem Ausbau von Windenergie. Dies spiegelt sich einerseits im Vergütungssystem über das französische EEG mit teilweisem Inflationsausgleich und andererseits über ein erleichtertes Genehmigungsverfahren für Windparks im Allgemeinen wieder. Ferner ist Frankreich aufgrund großer landwirtschaftlich genutzter und wenig besiedelter Gebiete und dem zweithöchsten Windaufkommen in Europa überhaupt für Windenergie prädestiniert. Frankreich hat im Vergleich zu Deutschland ein überaus großes Nachholpotential im Segment Windkraft, was den schönen Nebeneffekt beinhaltet, dass es noch eine Menge exzellenter Standorte gibt.

 

Wo sehen Sie die ökologischen Vorteile von Windkraft? Oftmals hört man, dass die einzusetzende Energie zum Bau von Erneuerbare Energien Anlagen niemals wieder herein geholt werden könnte.

 

Windkraft hat eine sehr schnelle energetische Amortisation. In ca. 6-8 Monaten wird durch eine Windkraftanlage so viel Energie erzeugt, dass sämtlicher energetischer Aufwand hinsichtlich Erstellung und Bau der Windmühle bereits wieder kompensiert ist. Bei herkömmlichen Kraftwerken dauert das Jahrzehnte bzw. wird durch den ständigen Verbrauch fossiler Brennstoffe niemals erreicht.

Daneben ist Wind ein Energieträger, der nichts kostet und Tag und Nacht Strom produzieren kann. Bei weiterhin steigenden Energiekosten prognostiziert das Fraunhofer Institut, dass bereits im Jahr 2017 Wind zu den günstigsten Formen der Stromerzeugung zählt und in den nächsten Jahren auch ohne Subventionenn auskommen wird.

 

Von links nach rechts: Georg Schneider (Leonidas), Carmen und Gerd Junker (Grünes Geld)

Von links nach rechts: Georg Schneider (Leonidas), Carmen und Gerd Junker (Grünes Geld)

 

Sie bieten mit dem Leonidas XII ein auf 15 Jahre ausgelegtes Projekt und mit dem Leonidas XIII einen Kurzläufer an, der sogar nur 3 Jahre Laufzeit hat. Wie kann das gehen? Wie kann ein dreijähriges Modell überhaupt funktionieren?

 

Wir bieten unseren Anlegern das erste Mal zwei Beteiligungsvarianten an. Zum einen als klassisches Betreibermodell über rund 15 Jahre und zum anderen als „Kurzläufer“ mit nur etwas mehr als 3 Jahren Laufzeit konzipiert. In den letzten 9 Monaten hatten wir zahlreiche Gespräche mit institutionellen Investoren, wie Pensionskassen, Versicherungen und Stadtwerken, die sehr interessiert an Investments in regenerative Energien – speziell Windkraftanlagen – sind. Der einheitliche Tenor war: „Windkraftanlagen sind für uns am interessantesten (also wertvollsten), wenn es kein Erstellungsrisiko mehr gibt, d. h. die Anlagen gebaut sind und der Netzanschluß erfolgt ist und man die ersten 1 – 2 Jahre auf die wiklich erwirtschafteten Winderträge blicken kann. Dann sind institutionelle Investoren auch bereit, einen höheren Preis zu zahlen. Trotzdem kalkulieren wir beim Leonidas XII (Kurzläufer) konservativ nur mit 90 % Verkaufserlös der ursprünglichen Anschaffungskosten, was für den Käufer eine sofortige Rendite von 8,1 % nach Steuern bedeuten würde. Der Gesamtrückfluß errechnet sich dann über das günstige Doppelbesteuerungsabkommen mit Frankreich auf knapp 124 % nach Steuern in ca. 3,5 Jahren.

 

Windkraftanlagen zu betreiben ist mittlerweile eine Sache, die viele Anbieter den Anlegern unterbreiten. Was ist das besondere an Leonidas? Wo heben Sie sich von den anderen Anbieter ab?

 

Die Leonidas Associates ist ausschließlich Spezialist für regenerative Energien, d. h. wir sind nicht nur „Kapitalsammelstelle“ wie viele klassische Emissionshäuser mit Bauchladenmentalität, sondern haben die Kompetenz im eigenen Haus. Leonidas verfügt über eine eigene Technikabteilung mit kompetenten Mitarbeiten, die nicht nur eine dezidierte Due Dilligence bei der Anbindung neuer Projekte durchführt, sondern ein zusätzliches Controlling während der gesamten Laufzeit unserer Fonds. Um einen optimalen Wirkungsgrad und einen zumindest planmäßigen Verlauf der Anlagen zu gewährleisten, reicht es nicht aus, sich auf Generalunternehmer und Wartungsverträge zu verlassen. An unserem Firmensitz in Kalchreuth bei Nürnberg bekommen wir ein zeitgleiches Update aller unserer Anlagen und können bei Abweichungen und Fehlern sofort reagieren. Wiederkehrende Besuche unserer Anlagen und Kontrollen sind obligatorisch. Dies bietet uns in Summe einen klaren Vorteil zu den meisten Mitbewerbern.

 

„Leonidas XII“ bei Grünes Geld

„Leonidas XIII Kurzläufer“ bei Grünes Geld

 

Kurzvita Georg Schneider, Vorstand Leonidas Consulting AG:

 

Der gelernte Bankkaufmann und Diplomkaufmann startete seine Karriere als Vermögensberater bei einer Tochtergesellschaft der Dresdner Bank. Dort stieg er nach 2 Jahren zm Teamleiter auf. Nach insgesamt 5 Jahren erfolgte der Wechsel zum renommiereten Emissionshaus BVT in München als Vertriebsmanager. Zwei Jahre später erhielt er Prokura, weitere zwei Jahre später wurde er zum Generalbevollmächtigten berufen. Die letzten vier Jahre seiner 10-jährigen BVT-Zeit fungierte Georg Schneider als Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing. Seit Anfang 2013 verantwortet er mit dem Geschäftsführenden Gesellschafter Max Hug den Vertrieb der Leonidas.

Grünes Gold – gibt es das wirklich?

Dienstag, 23. April 2013

In der klassischen Anlageberatung spielt spätestens seit 2008, dem Jahr der Finanzkrise, das Thema Gold eine tragende Rolle. Immer mehr Anleger in Deutschland bauten sich physische oder virtuelle Goldpositionen auf. Der Preisrückgang letzte Woche von über 10 % innerhalb zweier Tage führte sicherlich zu Verunsicherung.

 

Immer wieder wird das Thema Gold seitens unserer Mandanten als Wunsch an uns herangetragen. In der nachhaltigen Anlageberatung wird Gold häufig erstklassig durch den Rohstoff Holz ersetzt. Doch das edel glänzende Metall fasziniert weiter. Der Goldabbau jedoch verursacht imense Umweltschäden und ist für zahlreiche konflikte in den fördernden Ländern verantwortlich. Das Wort Blut-Gold macht die Runde. Dazu kommt am kommenen Freitag ein weiterer Artikel im Grünes Geld Blog.

 

Eine Alternative dazu gibt es jedoch schon seit einiger Zeit. Die Organisation Oro Verde baut in Kolumbien das erste zertifizierte Fair Trade Gold der Welt ab. Die Kooperative fördert inzwischen 14 Kilogramm Gold pro Jahr. Ohne Einsatz von Quecksilber oder Blausäure waschen die etwa 1300 Schürfer aus 194 „Minero Familien“auf traditionelle Weise Gold ab. Die Mineros, die selbstverwaltet und selbstbestimmt arbeiten bekommen faire Preise für Ihre Ausbeute. Mit den Einnahmen aus dem Goldverkauf wird das örtliche Gesellschaftsleben unterstützt. Der Preis des auf ökologisch und ethisch wertvolle Weise geförderten Rohgoldes liegt 15% höher als auf dem Weltmarkt. Durch das Ausschalten von Zwischenhändlern im Rahmen von mine to market, entfällt eine weitere Stufe, in der zu Lasten der Förderer Gewinne gemacht würden. Videobeitrag Oro Verde

 

Eine ähnliche Initiative gibt es mit Ecoandina in Argentinien. In den argentinischen Anden nutzen die Goldwäscher statt Quecksilber die Schwerkraft im Einsatz mit der Goldwäscherpfanne.

traditionelle Goldförderung

Goldwäscher von Ecoandina

Im Vergleich zum chemischen Abbau führt dies zwar zu Verlusten von 20 bis 30 % doch dafür leben die Menschen weiterhin in einer intakten Umwelt, ohne Vergiftungen und verseuchtes Wasser.

 

Bereits zu Ende der 80-er Jahre wurde in Nordargentinien ein System (Plan Aurifero) entwickelt, in dem auf es auf eine nachhaltige Nutzung der Ressource Wasser ankam, das Gold lediglich gewaschen und nicht chemisch extrahiert wurde. Der Verkauf des gewonnenen Goldes war damals bereits so organisiert , dass eine hohe Rentabilität erreicht werden konnte. Zu Anfang der 90er Jahre wurde es dann auch in der Region Puna umgesetzt. Es zeigt, dass eine Form der Goldgewinnung, die kaum ökologisch schädliche Auswirkungen aufweist und gleichzeitig den Goldwäschern eine gute Existenz erlaubt, prinzipiell möglich ist. Leider zogen sich in den weiteren Jahren die staatlichen Stellen nach und nach aus der Organisation des Vertriebes zurück und überließen den An- und Verkauf des Goldes den lokalen Banken. Dies brachte aus unterschiedlichen Gründen einen Rückgang der Produktion mit sich.

 

Durch die wachsende Nachfrage nach ethisch und ökologisch unbedenklich gewonnenem Gold in Europa entsteht eine für die Zielsetzung des ehemaligen „Plan Aurífero“ gute Situation. Beigetragen hat hierzu sicherlich auch der hohe Goldpreis und die wirtschafliche Krise in Argentinien.

 

Nun wird auf privatwirtschaftlicher Basis das Projekt neu organisiert. Dabei wird das Gold direkt von den „mineros“ angekauft, von einer nationalen und autorisierten Stelle, analysiert und zertifiziert und anschließend vorwiegend in Deutschland an Goldschmiede und Designer weitergegeben, die sich dem „Fair Trade“ verpflichtet fühlen.

 

Die insgesamt geförderten Mengen sind jedoch im Vergleich zum konventionell geförderten Gold sehr gering. Eine schöne Goldschmiedearbeit ist diesem grünen Gold sicherlich besser angemessen als als reines Finanzinvest zu landen. Es wäre zu schade, dieses Gold in Tresoren als Wertaufbewahrungsmittel verschwinden zu lassen. Somit bleibt ethisch-ökologisch orientieren Investoren auf der Suche nach Rohstoffanlagen weiterhin hauptsächlich das Anlagegut Holz.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:

Carmen Junker ist Mit-Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

Die 20 größten Konsumsünden – Teil 2

Freitag, 19. April 2013

Auf welche Konsumgüter können die Deutschen nicht verzichten? 3sat hat im Rahmen seiner Themenwoche „Hauptsache Konsum?“ seine Zuschauer gefragt und eine Rangliste erstellt. Wir haben uns auch mit dieser Liste beschäftigt und vor kurzem bereits unsere Kommentare zu Platz 20 bis 11 veröffentlicht. Jetzt geht es ans Eingemachte! Hier die Top 10:

 

Platz 10: Mode

 

Muss der Schrank wirklich alle paar Monate neu gefüllt werden?

Muss der Schrank wirklich alle paar Monate neu gefüllt werden?

C. J.: Ich wähle eher klassische und zeitlose Bekleidung. Fummel für eine Saison sind nichts für mich. Zu viel Aufwand ständig einkaufen zu gehen. Ansonsten meide ich Anbieter bei denen bekannt ist, dass sie Menschen in den Herstellungsländern ausbeuten.

 

G. J.: Nachhaltigkeit heisst ja auch, die Kleidung länger als eine Saison zu tragen. Das widerspricht dem Gedanken der heutigen Modewelt – also hier könnte man sich bestimmt einschränken.

 

J. M.: Mode muss funktionell und schick sein, aber ich laufe keinen kurzlebigen Trends hinterher. Lieber ein paar Klamotten weniger im Schrank, die fair und bio produziert wurden, als jede Saison ein Schrank voll mit neuen Kleidern von einer der unzähligen Modeketten. Second Hand ist auch eine tolle Alternative.

 

T. E.: Zu undurchsichtig, um wirklich zu wissen woher etwas kommt und wie die Arbeitsbedingungen sind. Nur grüne Mode zu kaufen, ist auch nicht die Lösung. Wenn möglich die „üblichen Verdächtigen“ meiden (Textildiscounter).

 

Platz 9: Flugreisen

 

Viele zieht es mit dem Flieger in die Ferne.

Viele zieht es mit dem Flieger in die Ferne.

C. J.: Ich fliege gerne und würde das auch gerne noch öfter als ich es tue. Das plagende Gewissen stelle ich mit grünen Geldanlagen ruhig. Warscheinlich würden Flugreisen auf meiner persönlichen Rangliste nicht auf Platz 9, sondern weiter oben landen.

 

G.J.: Da sind sowohl Nutzen als auch Umweltverschmutzung schon sehr hoch. Andere Kulturen kennen lernen und verstehen trägt sicher zum Weltfrieden bei. Aber die Umweltschäden durch Flugverkehr sind auch extrem. Einschränken – aber nicht verbieten.

 

J. M.: Ich fliege nicht gerne und bin die letzten Jahre auch sehr gut ohne ausgekommen. Weitere Strecken lege ich lieber mit dem Zug zurück, was ich deutlich komfortabler und entspannter finde. Fernreisen fallen daher für mich flach, aber damit kann ich ganz gut leben. Wir leben hier knapp 50 km entfernt vom Frankfurter Flughafen und an manchen Tagen ist die Lärmbelästigung schon immens. Flüge sollten wieder deutlich teurer werden! Es kann nicht sein, dass ein Flug von München nach Hamburg günstiger ist als die Zugfahrt.

 

T. E.: Kommt auf die Entfernung an. Es lässt sich über Online-Rechner ganz gut ausrechnen, was ökologisch sinnvoller ist (Bus, Bahn, Auto, Flugzeug). Lässt sich grundsätzlich nicht vermeiden. Gegebenenfalls sollte man CO2 an anderer Stelle einsparen.

 

Platz 8: Alkohol

 

136 Liter Alkohl konsumierten die Deutschen im letzten Jahr pro Person.

136 Liter Alkohl konsumierten die Deutschen im letzten Jahr pro Person.

C. J.: Frankenwein – übrigens nicht in Maßen 😉

 

G. J.: In Maßen 😉

 

J. M.: Hin und wieder ein Glas Wein oder ein Bier mit Freunden.

 

T. E.: In Maßen 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Platz 7: Smartphone

 

Smartphones sind Bestandteil unseres Alltages.

Smartphones sind Bestandteil unseres Alltages.

C. J.: Lange nutzen, auch wenn es schon unmodern ist und dann recyceln. Das ist doch dann sicher okay, oder?

 

G. J.: Ein Smartphone ist so nützlich, dass es die Menschheit einfach braucht! Umweltfreundlich produzieren und recyceln ist hier die Lösung.

 

J. M.: Die Smartphones haben sich so in unser Leben geschlichen, dass man inzwischen den Eindruck hat sie wären unverzichtbar. Leider wird einem auch hier vorgespielt, ständig das neueste Modell haben zu müssen und ausrangierte Geräte werden kaum recycelt. Wenn mann mal mit Freunden unterwegs ist und die Hälfte der Leute schaut ständig auf ihr Smartphone, um die neuesten E-Mails, Facebookk-Updates oder WhatsApp-Nachrichten zu lesen, dann nervt das schon sehr! Und hin und wieder ertappe ich mich leider selbst dabei. Praktisch sind sie schon – wie ein Schweizer Taschenmesser. Man hat Telefon, Kamera, Navi , Minicomputer in einem Gerät. Ich empfinde es allerdings inzwischen als „Zeitfresser“. Wenn meines den Geist aufgibt, geht es zurück zum Handy, mit dem man „nur“ telefonieren oder SMS schreiben kann – wenn es die bis dahin noch zu kaufen gibt 😉

 

T. E.: Neumodische Erscheinung und zu 99 % unnötige Benutzung. In der Herstellung wahrscheinlich ebenso ungut, wie das „normale“ Handy.

 

 

 

Platz 6: Fleisch

 

Im Schnitt isst jeder Deutsche 60 kg Fleisch pro Jahr.

Im Schnitt isst jeder Deutsche 60 kg Fleisch pro Jahr.

C. J.: Auf dem Weg zum Vegetarier bzw. Ei und Honig essenden Veganer (wie heißt der dann eigentlich???). Bisher ist Klasse statt Masse das Credo.

 

G. J.: Da sag ich jetzt nichts dazu.

 

J. M.: Ich lebe vegan!

 

T. E.: In Maßen und wenn, dann ordentliches Fleisch. Auf Herkunft und Qualität achten. Wenn möglich bio oder vom benachbarten Bauern.

 

 

 

 

 

 

 

 

Platz 5: Fernsehen

 

Kulturgut oder Zeiträuber?

Kulturgut oder Zeiträuber?

C. J.: Ich zahle gerne GEZ für Dokus auf z. B. Arte oder Phoenix. Die restlichen Programme sehe ich als Energieverschwender. In meiner Rangliste landet Fernsehen nicht soweit vorne als Konsumsünde.

 

G. J.: Das Fernsehen von heute könnte man eigentlich komplett abschalten!

 

J. M.: Ich persönlich habe für mich vor über einem Jahr entschieden, die Kiste abzuschalten und höre lieber Radio (Bayern 2 – kann ich nur empfehlen). Unser Fernseher hat dann vor einem halben Jahr den Geist aufgegeben. Seitdem gestaltet sich das Familienleben deutlich kommunikativer und keiner vermisst wirklich etwas. Wenn man mal gezielt etwas sehen möchte, geht das auch über die Mediatheken im Internet.

 

T. E.: Der Klassiker – Volksverdummungsaparat erster Güte. Auch hier zu 99 % unnötig, da leider die Inhalte sehr fragwürdig bzw. auf Zeitvertrieb ausgerichtet sind. Gute Reportagen über kritische Themen kommen noch immer zu wenig.

 

Platz 4: Süßigkeiten

 

Süße Versuchung

Süße Versuchung

C. J.: Bin inzwischen keine Schoko-Süchtige mehr. Wenn Schoko, dann doch bitte fair trade und bio. Schmeckt ausßerdem viel leckerer!

 

G. J.: Wie bei Alkohol – alles in Maßen.

 

J. M.: Einem leckeren Stück Schokolade kann ich mich hin und wieder nicht entziehen. Aber auch hier immer bio und aus fairem Handel. Ansonsten gibt es bei mir kaum Süßigkeiten.

 

T. E.: Nichts, was der Mensch wirklich braucht, dennoch ein großes Laster der Gesellschaft. Jeder weiß, dass die meisten ungesund sind und dick machen. Naja, die Glückshormone von Schokolade reissen es wieder raus, nicht wahr 😉

 

 

 

Platz 3: Auto

 

Des Deutschen liebstes Spielzeug.

Des Deutschen liebstes Spielzeug.

C. J.: Langlebigkeit und zeitlose Eleganz prägen meine Wahl. Wenn die Menschen mit Ihren Kapitalanlagen solche Verluste einfahren würden wie mit neuen Autos, würden sie sicherlich die Vermittler verklagen 🙂

 

G. J.: Da trifft uns natürlich voll die menschliche Eitelkeit. Gerade in Deutschland. Hier wird Umweltraubbau ohne Ende getrieben. Man denke nur an die ach so grüne „Abwrackprämie“ – anstatt dass man Autos so lange fährt wie, sie halten.

 

J. M.: Ich habe ein Auto. Das ist für mich ein reiner Gebrauchsgegenstand und kein Statussymbol, aber trotzdem eine Art Luxus. Allerdings teile ich mein Auto mit Freunden. Hier in der Stadt lege ich fast alle Wege mit dem Rad oder zu Fuß zurück. Und weite Strecken fahre ich lieber mit der Bahn. Grundsätzlich hält man sich mit einem eigenen Auto flexibel. Ich ärgere mich aber jeden Tag, wenn ich mir die Autos im Berufsverkehr ansehe und in über 90 % der Fälle nur eine Person im Auto sitzt. Dann frage ich mich, ob das Benzin vielleicht nicht doch noch zu günstig ist.

 

T. E.: Luxus. Unterm Strich hat das Auto in unserer Gesellschaft einen viel zu hohen Stellenwert. Eigentlich braucht man es, um von einem Ort zum anderen zu kommen. Heute ist es mehr ein Statussymbol als Fortbewegungsmittel und verbraucht zu viele Ressourcen. Mal ganz abgesehen von den Preisen, die heute aufgerufen werden. Mein Traumauto: Marktfähiges E-Mobil mit adäquater Reichweite und einem sportlichen Aussehen. Das ganze zum realistischen Preis und betankt mit Grünstrom.

 

Platz 2: Kaffee

 

Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen.

Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen.

C. J.: Okay ertappt – ich gebe es zu! Doch auch hier achte ich auf fairtrade und bio.

 

G. J.: Also das könnte man sich abgewöhnen. Das ist reines Suchtverhalten. Aber wer will schon komplett rational sein?

 

J. M.: Ich bin gelegentlich morgens von sogenannten Morgenmuffel-Dämonen besessen und die lassen sich auch nur mit Kaffee vertreiben. Leider fast unverzichtbar. Für Kaffee gilt (was die Herkunft angeht) für mich das gleiche wie bei Schokolade. Zu Hause habe ich mich gegen eine Kapselmaschine entschieden und trinke inzwischen handgebrühten Kaffee.

 

T. E.: Luxus. Schmeckt, macht nicht dick, kostet wenig. Unterm Strich: braucht kein Mensch.

 

 

 

 

Platz 1: Elektrogeräte

 

Wer möchte schon waschen wie anno dazumal?

Wer möchte schon waschen wie anno dazumal?

C. J.: Ist es eine Konsumsünde, nicht mehr am Fluss waschen zu wollen? Ich bin dankbar für die Helfer und bei den neuen Geräten habe ich hier auch kein schlechtes Gewissen. Wassersparend und energieeffizient. Da freue ich mich über meine Staubsaugroboter, Spülmaschine, Waschmaschine usw.

 

G. J.: Ich denke, dass Elektrogeräte in ökologischer Hinsicht in so manchem Fall sogar besser sind, als wenn man alles manuell machen würde.

 

J. M.: Viele Haushaltsgeräte erleichtern uns den Alltag immens. Und eine neue, energieeffiziente Spülmaschine ist zum Beispiel ökologischer, als mit der Hand zu spülen. Allerdings gibt es auch wirklich viele Geräte, die eigentlich kein Mensch braucht.

 

T. E.: Wenn mit Grünstrom betrieben und hohe Effizienzklasse, ist nichts dagegen zu sagen.

 

 

Die 20 größten Konsumsünden – Teil 1

 

 

Bundesbank räumt ein, dass auch Einlagen unter 100.000 Euro nicht sicher sind

Donnerstag, 18. April 2013

 

Während die Politik weiterhin ständig bemüht ist, die Einlagen der Sparer auf Banken und Sparkassen als absolut sicher darzustellen, erinnert und Bundesbankpräsident Jens Weidmann daran, dass Geld nur Papier ist und auch die Einlagen unterhalb von 100.000 Euro nicht gänzlich sicher auf Banken aufgehoben sind.

 

Hier der Beitrag aus den Deutschen Wirtschaftsnachrichten.

 

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Bundesbankpräsident Weidmann: spricht aus, was sich die Kanzlerin nicht getraut: auch Einlagen und 100.000 € sind nicht wirklich sicher. (Bild: Bundesbank)

 

 

 

Wer dem entgehen möchte, setzt auf Sachwerte wie Holz, SolarkraftwerkeWindkraftwerke oder auf breit gestreute Aktienportfolios.

 

Portraitfoto Gerd Junker

Verfasser des Beitrages

 

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: “Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.” Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Die 20 größten Konsumsünden – Teil 1

Mittwoch, 17. April 2013

„Hauptsache Konsum?“ – das war das Thema der 3sat Themenwoche vom 08. bis 14. April. Im Vorfeld hat der Sender eine Umfrage unter den Zuschauern gestartet und nach den 20 Konsumgütern gefragt, auf die sie am wenigsten verzichten können. Damit Sie uns etwas besser kennenlernen können und sehen, dass wir nicht nur „grün arbeiten“, sondern auch „grün leben“ und hinter der Idee einer nachhaltigen Lebensweise stehen, haben wir uns diese Liste selbst vorgeknöpft und geben einen Einblick in unsere Gedanken zu den einzelnen Themen. Aber Sie werden sicher auch merken, dass wir nicht perfekt sind und jeder seine kleine „Konsumsünde“ hat!

 

Zunächst Platz 20 bis 11:

 

Platz 20: Plastikspielzeug

 

Plastik findet sich fast überall.

Plastik findet sich fast überall. (@Helene Souza / pixelio.de)

C. J.: An Lego kommen wir inzwischen nicht mehr vorbei, doch ansonsten ernte ich manchmal Kopfschütteln bezüglich meiner Einstellung, Plastikspielzeug doch möglichst zu vermeiden. Sicher ist das auch nicht ganz einfach für unsere Kinder. Da fällt mir gerade die Zinkwanne statt PVC Plantschbecken ein – diese führte zu Erklärungsbedarf bei Besuchskindern.

 

G. J.: Da kann ich am einfachsten drauf verzichten – und nach meinen Kindern fragt ja keiner!

 

J. M.: Meinen Kindern habe ich vorwiegend Spielzeug aus Holz gekauft und dabei auch auf die Qualität (Stichwort „Lacke“) geachtet. Allerdings konnte ich inzwischen leider auch Lego und Barbies nicht vollständig vermeiden. Grundsätzlich achte ich seit dem Film „Plastic Planet“ darauf, so wenig Kunststoffe wie möglich im Alltag zu gebrauchen, bzw. als Abfall zu produzieren. Eigene Stoffbeutel zum Einfkauf mitzunehmen ist zum Beispiel schon mal ein guter Anfang.

 

T. E.: Spielzeug – ja, hatte ich in der Kindheit. Das meiste davon war hauptsächlich aus Kunststoff. Einige Spielzeuge allerdings auch aus Holz oder Metall. Ich glaube, verzichten können hätte ich auf einige Spielsachen. Heilig war mir allerdings mein Lego. Allgemein gibt es zu viel Kunsstoff. Das Meiste davon landet wieder auf dem Müll. Und wir könnten Produkte auch in gleicher Qualität und Eigenschaft aus Bio-Kunsstoffen herstellen, z. B. oben genanntes Lego-Spielzeug. Plastiktüten haben meines Erachtens in unserer heutigen Welt generell nichts mehr verloren. Aus recyceltem Papier oder biologisch abbaubare Tüten erfüllen ihren Zweck ebenso. Besser noch: Den Stoffbeutel zum Einkaufen von zu Hause mitbringen.

 

Platz 19: Kreuzfahrten

 

Kreuzfahrten werden immer beliebter.

Kreuzfahrten werden immer beliebter.

C. J.: Da ich leicht seekrank werde, stellt sich die Frage nach Kreuzfahrten glücklicherweise nicht.

 

G. J.: Tja, wieviel Umweltsünde dürfen uns Vergnügen und Spaß wert sein? Wahrscheinlich liegt die Grenze unterhalb von Kreuzfahrten!

 

J. M.: Kreuzfahrten haben für mich keinen Reiz. Tagelang auf einem Schiff mit einer großen Menge an Menschen, denen man nicht wirklich aus dem Weg gehen kann. Zudem die große Umweltbelastung durch die Verbrennung von Schweröl als Treibstoff ökologisch nicht vertretbar ist.

 

T. E.: Oha – genau mein Thema! Unnützer Luxus auf hoher See. Könnte ich sofort drauf verzichten! Am schlimmsten: Die Seefahrt im Allgemeinen verfeuert Schweröl mit einem hohen Schwefelgehalt. Im Prinzip ein Abfallprodukt, das keiner haben will. Also verfeuern wir es einfach in den Schiffsdieselmotoren. Wird schon keinen interessieren, was da auf hoher See passiert! Mein Urteil: Weg damit!

 

Platz 18: Schmuck

 

Statussymbol oder Verschwendung?

Statussymbol oder Verschwendung?

C. J.: Früher war mir das garnicht wichtig. Inzwischen fange ich an, Antikschmuck (Art Deco) schön zu finden. Generell ist die Gewinnung der Edelmetalle und Edelsteine meist fragwürdig. Nicht nur die ökologischen Folgen, sondern auch die sozialen Beeinträchtigungen für die Menschen in den Abbaugebieten sind oft katastrophal. Die größere Konsumsünde sind jedoch wahrscheinlich die versteckten Edelmetalle und Edelsteine in Gütern, die wir tagtäglich im Alltag nutzen.

 

G. J.: Schmuck kann man ja auch aus anderen Materialien als aus Edelmetallen fertigen. Das wäre bestimmt machbar. Aber fällt Schmuck überhaupt ins Gewicht?

 

J. M.: Schmuck ist mir nicht wirklich wichtig. Ich habe einige, wenige Stücke die mir geschenkt wurden und die für mich eher einen ideellen als einen materiellen Wert haben. Ich kann mir nicht vorstellen, wirklich viel Geld für Uhren oder Schmuck auszugeben.

 

T. E.: Grundsätzlich bin ich Fan von Schmuck aus Holz, Steinen oder Leder. Edelsteine oder gar Diamanten reizen mich wenig. Hier kommt es meines Erachtens nach stark auf die Herkunft und die Gewinnung der Edelsteine an. Gegen Schmuck aus Edelstahl gibt es nichts einzuwenden. Ich glaube, im industriellen Bereich werden Ressourcen aus Edelmetallen hemmungsloser verschwendet, als im Schmuckbereich.

 

Platz 17: Dekoartikel

 

Sinn oder Unsinn?

Sinn oder Unsinn?

C. J.: Betrachte ich als völlig überflüssig und als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Die meisten Dinge werden hier nur für die Mülltonne produziert. Gut, an Weihnachten gehören die Christbaumkugeln und der Adventskranz schon dazu, doch das geht hervorragend auch vorwiegend aus Naturmaterialien.

 

G. J.: Siehe Kreuzfahrten – ein wenig Spaß darf der Menschheit ja erlaubt sein. Aber es gibt Grenzen!

 

J. M.: Was Dekoartikel angeht, versuche ich mich natürlicher Mittel zu bedienen. Um die Weihnachtszeit letztes Jahr war ich in einem Geschäft, welches sich auf solche Produkte spezialisiert hat, um Kerzen zu kaufen. Mit Verwunderung habe ich festgestellt, dass dort tatsächlich Tannenzapfen und Äste verkauft werden. Ein wenig mit Gold und Glitzer eingesprüht und die Leute kaufen das für teures Geld! Dabei muss man doch nur mit offenen Augen durch die Nautr gehen und kann sich so sein zu Hause schöner gestalten. Auch für batteriebetriebene, singende und tanzende Weihnachstmänner, Osterhasen oder ähnliches habe ich kein Verständnis. Man kann auch tolle Dinge aus alten, gebrauchten Materialien herstellen – Stichwort Upcycling!

 

T. E.: Kann man drauf verzichten. Wenn dann möglichst aus nachhaltigen Rohstoffen (z. B. Holz) oder recyceltem Material.

 

Platz 16: Feuerwerk

 

Schön anzusehen ist ein Feuerwerk.

Schön anzusehen ist ein Feuerwerk.

C. J.: Werden die eigentlich veranstaltet, um die Erinnerung an Bombennächte wachzuhalten? Ich könnte gut und gerne darauf verzichten!

 

G. J.: Ich bräuchte keine Feuerwerke. Aber generell gilt natürlich: Spaß in Grenzen ist okay.

 

J. M.: Ich gebe zu, dass ich mir ein schön arrangiertes Feuerwerk auch gerne ansehe. Aber die unkontrollierte Böllerei an Silvester finde ich furchtbar. Für die Tierwelt ist der Krach und für die Umwelt die verpulverten Chemikalien und der Müll eine unglaubliche Belastung – und das nur für ein paar Minuten „Spaß“!

 

T. E.: Naja, macht schon Spaß! Ökonomisch und ökologisch natürlich höchst fragwürdig.

 

 

 

 

 

Platz 15: Wassersport

 

Spaß oder Belästigung der Umwelt?

Spaß oder Belästigung der Umwelt?

C. J.: Kann ich wenig damit anfangen! Übrigens an G. J.: Schwimmen verbraucht viele Kalorien, dadurch entsteht ein höherer Lebensmittelkonsum und somit mehr Klimabelastung. 😉

 

G. J.: Wo ist da das Problem – Schwimmen müsste doch okay sein, oder? Bei Yachten, die 20.000 Liter Diesel pro Stunde brauchen, sieht das anders aus.

 

J. M.: Kann ich persönlich gut darauf verzichten, aber so lange keine Motoren im Spiel sind, habe ich nichts dagegen!

 

T. E.: Mit Hilfe von Wind oder Muskelkraft ist meines Erachtens nichts einzuwenden. Umwelt und Natur sollten in jedem Fall geschont bzw. nicht beeinträchtigt werden!

 

 

 

 

Platz 14: Haustierbedarf

 

So bitte nicht!

So bitte nicht!

C. J.: Habe ich in Bio nicht aufgepasst? Hunde haben doch ein Fell und brauchen keine extra Bekleidung! Reicht ein Stöckchen oder Ball nicht mehr zum Spielen für die Vierbeiner? Spaß beiseite, das enorm steigende Angebot führt meines Erachtens zu einer immer weniger argerechten Haltung der Tiere.

 

G. J.: Finde ich so, wie es ist in Ordnung.

 

J. M.: Alles, was über den notwendigen Bedarf hinausgeht, führt nur zur Vermenschlichung und Zurschaustellung der Tiere. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Hund sich freiwillig einen Regenmantel oder ein Fußballtrikot vom Lieblingsverein des Herrchens anziehen würde. Das Züchten von Rassen, denen es im Winter dann tatsächlich zu kalt ist, gehört grundsätzlich verboten. Eigentlich das Züchten generell, welches dazu dient irgendein optisches Ideal für den Menschen zu erreichen. Reinste Tierquälerei!

 

T. E.: Völliger Mumpitz! In der freien Natur gibt es alles, was das Tier benötigt. Von Haustieren im Käfig, bzw. Tieren die nicht raus dürfen, halte ich ohnehin nichts.

 

Platz 13: Wintersport

 

Skizirkus in den Bergen.

Skizirkus in den Bergen.

C. J.: Schön wäre es, wenn wir hier wieder zu mehr Natur zurück kämen. Das ein oder andere Gebiet z. B. in Oberösterreich versucht hier den Wandel oder garnicht erst in den Massentourismus einzusteigen. Das finde ich toll. Im Übrigen habe ich es geliebt, die Pisten hinunter zu sausen. Leider war ich schon länger nicht mehr Skilaufen. Der große Skizirkus mit Massentourismus schreckt mich ab. Wo bleibt da die Freiheit?

 

G. J.: Wintersport halte ich für sehr grenzwertig, auch wenn das Naturerlebnis prinzipiell für den heutigen Menschen wichtig ist. Die Zerstörungen scheinen mir hier aber sehr groß zu sein.

 

J. M.: Ich mag den Winter und Schnee nicht und kann daher weder Skifahren noch Snowbaorden. Und der ganze Skizirkus-Rummel ist mir inzwischen sehr suspekt.

 

T. E.: Das ist für mich wie mit dem Wassersport. Umwelt und Natur sollten nicht beeinträchtigt werden. Auf Schneekanonen kann man verzichten und das Schnitzel kann auch zu Hause gegessen werden.

 

Platz 12: Schnittblumen

 

Rosen mit Fairtrade-Siegel.

Rosen mit Fairtrade-Siegel.

C. J.: Ich habe neulich gelesen, dass es bis zu 6-mal umweltfreundlicher sei, Schnittblumen aus Afrika zu importieren, als sie hier zu züchten. Privat freue ich mich über den Fliederstrauß aus dem Garten. Sonst bedeuten mir Blumen nichts.

 

G. J.: Schnittblumen bräuchte ich keine.

 

J. M.: Mit einem großen Blumenstrauß vom Floristen kann man mich leider genauso wenig beeindrucken wie mit teurem Schmuck, weil ich um die schlechten Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern wie z. B. Äthiopien und die aus dem Anbau resultierenden Probleme weiß. Natürlich freue ich mich über die Geste ansich. Aber noch mehr freue ich mich, wenn die Blumen vielleicht aus dem eigenen Garten kommen oder wenn meine Tochter mir zum Beispiel Blümchen von der Wiese mitbringt. Wer nicht auf die Rose zum Geburtstag oder Valentinstag verzichten kann, sollte auf ein Fairtrade-Siegel achten.

 

T. E.: Wenn die Herkunft bekannt ist und die Blumen verantwortungsbewusst angebaut wurden, ist es in Ordnung.

 

Platz 11: Kosmetik

 

Siegel für Kosmetika ohne Tierversuche und ohne tierische Inhaltsstoffe.

Siegel für Kosmetika ohne Tierversuche und ohne tierische Inhaltsstoffe.

C. J.: Mit zunehmendem Alter kommt man daran ja leider nicht mehr vorbei. Versuche hier, vegan zu bleiben. Gelingt mir sicher aber nicht immer:

 

G. J.: Ein Minimum ist da sicher okay. Wenn wir aber Tierversuche dafür brauche, hört es wirklich auf!

 

J. M.: Bei Kosmetika achte ich darauf, dass sie ohne tierische Inhaltsstoffe sind und auch ohne Tierversuche hergestellt wurden. Tierversuche für kosmetische Inhaltsstoffe sind zwar inzwischen in Deutschland verboten und auch der Verkauf solcher Produkte, allerdings dürfen bzw. müssen medizinische Inhaltsstoffe (wie z.B. Hyaloron) weiter an Tieren getestet werden. Kosmetikartikel müssen für mich auf pflanzlicher Basis und frei von Stoffen wie Aluminium oder auch Nanopartikeln sein. Ich verwende auch feste Seifen anstatt Flüssigseife, um Müll zu vermeiden.

 

T. E.: Naturgemäß hält sich die Kosmetik bei Männern in Grenzen. Wenn, dann versuche ich darauf zu achten, dass Tierversuche ausgeschlossen sind und die Inhaltsstoffe in Ordnung sind.

 

 

 

To be continued…

 

 

 

 

Fracking – Eine Bedrohung für die Energiewende?

Donnerstag, 11. April 2013

Der von Ihnen gesuchte Artikel wurde komplett überarbeitet und befindet sich jetzt hier:

 

 

„Fracking als Brücke zum sauberen Energiezeitalter?“ 

 

 

Portät 

Verfasser des Beitrages

Tobias Engel unterstützt die Grünes Geld GmbH als Werksstudent. Tobias Engel: ”Ich studiere an der Hochschule Aschaffenburg Erneuerbare Energien und Energiemanagement und habe mich davor in einer großen deutschen Bank mit grünen und nachhaltigen Investments beschäftigt. Social Banking und ethische Investments sind für mich keine Fremdworte sondern gelebte Nachhaltigkeit im Finanzsektor. Es freut mich, dass ich meine Interessen und Kenntnisse aus der Ausbildung und aus dem Studium mit ins Team der Grünes Geld GmbH einbringen kann.”

1 Jahr danach–wie geht’s den Hühner?

Mittwoch, 10. April 2013

Als wir von rund einem Jahr Familienzuwachs in Form von 4 Hühnern bekommen haben, wollten viele Menschen mehr darüber wissen (hier der Artikel vom 16. April 2012). Voller Stolz haben wir unsere Hühner bei uns aufgenommen, alle Fragen beantwortet und uns über die ersten Eier gefreut. Heute berichten wir, wie es den Hanna, Henna, Helene und Frl. Maier mittlerweile geht.

 

 

Das Wichtigste vorweg: Den 4 Hühnern geht es blendend. Der lange Winter ist nun fast geschafft und die Minusgrade haben unseren gefiederten Freunden nichts anhaben können. Das Wintergefieder hält wirklich warm. Ansonsten hat uns Henna mal eine Zeit lang Sorgen gemacht, denn sie verlor Gewicht und wirkte krank. Aber sie hat sich wieder erholt und macht uns viel Freude.

 

Auch sonst mussten wir das ein oder andere kleine Problem lösen. Ein Milben-Befall sorgte für Unmut, konnte aber erfolgreich – natürlich biologisch – bekämpft werden.

 

Des weiteren stellten wir fest, dass das Hühnerfutter auch den Spatzen gut schmeckt. Während das Futter anfangs für 3 Tage hielt, war es plötzlich innerhalb weniger Stunden schon weg. Der Sperling hatte die Futterquelle für sich entdeckt! Durch gutes Abdichten des Stalles mit engmaschigem Draht konnten wir auch dem Herr werden (was allerdings länger dauerte als gedacht – Sperlinge kommen einfach überall durch!).

 

Als Auslauf hat sich mit den Monaten unser Garten gut etabliert. Was den Hühnern gut gefällt, sorgt leider auch für Verdruss. Keine Pflanze war mehr sicher, Blätter und Rindenmulch bedeckten großflächig den Rasen und auch die Schäden in Nachbar’s Garten wurden immer mehr. Aufgrund der zunehmenden Proteste musste also eine Lösung her.

 

Am ersten schönen Samstag des Jahres, dem 6. April, dann die Lösung: wir haben einen weiteren Teil des Gartens für die Hühner eingezäunt. Hier sollen sie nun glücklich werden ohne andere zu stören. Prinzipiell klappt das auch ganz gut, nur fliegen die Hühner über den Zaun und sind doch wieder im ganzen Garten … da werden wir wohl nochmal nachrüsten müssen!

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Verfasser des Beitrages

 

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: “Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.” Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Ankündigung Leonidas XIII – Investieren Sie in Windkraft mit nur 3 Jahren Laufzeit

Freitag, 05. April 2013

Sehr erfreut hat uns die Nachricht von Leonidas Associates, dass das renomierte Emissionshaus jetzt einen Windfonds mit nur knapp 3 1/2 Jahren Laufzeit herausbringt.

Bisher waren die  Windkraftfonds ausschließlich als Betreibermodell mit Laufzeiten von 15 Jahren oder länger konzipiert. Leonidas hat bei den institutionellen Anlegern genau hingehört und herausgefunden, dass Versicherungen, Pensionskassen usw. am liebsten in Windkraftanlagen investieren, wenn diese bereits 1-2 Jahre am Netz sind und dann für die nächsten 18 Jahre kalkulierbare stetige Erträge liefern.

 

Manche private Anleger hingegen scheuen oftmals lange Laufzeiten. Diese beiden Interessen wurden nun in der Beteiligung kombiniert. Heraus kam ein ein Kurzläuferfonds mit einer Laufzeit bis 2016.

 

Das Konzept sieht vor, dass die Anleger zunächst von den durch den Stromverkauf entstehenden  inflationsgeschützen Einnahmen  profitieren. Im Jahr 2016 erfolgt dann der Verkauf der Windkraftanlagen, die am windreichen Standort Ardenne-Champagne errichtet wurden. Der Verkaufserlös wurde im Prospekt vorsichtig mit 90% der Anschaffungskosten vorsichtig kalkuliert. Erfahrungen zeigen, dass die höchsten Preise für Windkraftanlagen in der Regel 18 bis 24 Monate nach der Inbetriebnahme erzielt werden können.

 

Leonidas XIII

 

Leonidas hat als Basis für die Berechnung der Steuerbelastung einen Grenzsteuersatz von 42% zzgl. Solidaritätszuschlag angenommen. Durch das bestehende Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Frankreich und Deutschland investieren die Anleger besonders Steuergünstig, denn die Einnahmen unterliegen beim deutschen Anleger nach aktueller Rechtsprechung, nur dem Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, die Einnahmen sind steuerfrei, erhöhen aber die Berechnung des persönlichen Steuersatzes für die übrigen Einnahmen. Dies ist den meisten Menschen von Lohnersatzleistungen her bekannt. So sind zum Beispiel das Arbeitslosen- oder Elterngeld nicht steuerpflichtig unterliegen jedoch ebenfalls dem Progressionsvorbehalt. Über einen Progressionsvorbehalts-Rechner kann man die Mehrbelastung bei der Steuer gut dargestellt bekommen.

 

 Ab einer Mindstbeteiligung von 10.000€ zzgl. 5% Agio ist eine Beteiligung an der Fondsgesellschaft möglich. Die Zeichnungsfrist endet am 15. Juli 2013.
Diese Frist ist sehr kurz bemessen, denn dann gelten neue Rahmenbedingungen für Beteiligungen. Die Ausschüttungsprognosen nach diesem Termin aufgelegter geschlossener Fonds werden voraussichtlich aufgrund diverser Änderungen geringer ausfallen müssen. Somit sollten sich interessierte Anleger bei der Zeichnung beeilen. Zu dem geplanten Eigenkapitalvolumen von 9 Mio. EUR hat sich Leonidas bereits eine Erhöhungsoption auf insgesamt 50 Mio. EUR vorbehalten.

 

Gebaut werden die 10 Turbinen mit einer Turmhöhe von 80m und einem Rotordurchmesser von 90/92 m,  die je nach Preis-Leistungsverhältnis entweder von Vestas ode

Schaubild Windvorkommen

Windvorkommen in Europa

r REpower geliefert werden wieder in der Region Champagne-Ardenne. Die waldfreie, ländliche Ebene ohne Hindernisse sorgt für gute Windverhältnisse. Hierfür wurden wieder zwei Gutachten erstellt, wovon das Vorsichtigere mit einem weiteren Sicherheitsabschlag von 10% als Kalkulationsgrundlage für die Erträge hergenommen wurde.  Ein Vollwartungsvertrag wurde ebenfalls geschlossen. Während des Aufbaus und des Betriebes erfolgt die laufende Überwachung der Anlagen durch die Technik Abteilung von Leonidas.

 

Für die Projektleitung hat Leonidas Global EcoPower S.A. vor Ort beauftragt. Damit wird die erfolgreiche Zusammenarbeit in Frankreich weitergeführt. Positive Erfahrungen hat man bereits mit dem Bau von 3 Windparks und zwei Solaranlagen gesammelt.

 

Wir meinen, dass die Beteiligung für alle die eine kurze Laufzeit wünschen, eine lohnenswerte Investition ist. Für Anleger mit einem längeren Anlagehorizont steht mit dem ebenfalls neu kommenden Leonidas XII GmbH & Co. KG eine langfistige Beteiligung an Windkraftanlagen im Rahmen des Betreibermodells mit ähnlichen Rahmendaten zur Verfügung.

Wie bei allen unternehmerischen Beteiligungen bestehen auch hier Risiken. Trotz der100% positiven Erfolge Leonidas mit den bereits aufgelegten Beteiligungen,  ist der wirtschaftliche Erfolg der Investition weder seitens des Anbieters noch der Fondsgesellschaft schlussendlich garantiert. Wie wir es von Leonidas gewohnt sind, werden auf die Risiken sehr umfassend hingewiesen und diese transparent dargestellt.

 

 

 

Reservierungen für den Windkraftfonds Leonidas XIII GmbH & Co. KG nimmt die Grünes Geld GmbH ab sofort entgegen.

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:

Carmen Junker ist Mit-Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Disclaimer: Dieser Artikel dient lediglich als Information. Für die vollständigkeit und Richtigketi der hier wiedergegebenen Angaben und Daten wird keine Haftung übernommen. Der Artikel kann keine Grundlage einer Investitionsentscheidung sein. Es handelt sich weder um ein Angebot noch um eine Einladung zur angeobtserstellung von Kauf oder Verkauf. Maßgeblich ist einzig und allein der rechtlich verbindliche Verkaufsprospekt.