Archiv für Februar 2014

Grüne Altersvorsorge: Fondssparplan

Mittwoch, 26. Februar 2014

Wie wir im 1. Teil unserer losen Serie „Grüne Altersvorsorge“ dargestellt haben, reichen in aller Regel weder die Pension von Staatsdienern noch die gesetzliche Rente zur Absicherung des Lebensstandards im Alter, aus. Zu groß ist das Heer der Ruheständler, zu wenige zahlen Beiträge ein und tragen damit die Lasten der demografischen Entwicklung. Die deshalb entstehende Versorgungslücke muss entsprechend durch privates Ansparen über Jahrzehnte hinweg gedeckt werden. Eine attraktive Möglichkeit dazu: der Fondssparplan

 

Absicherung des Lebensstandards im Alter: ein langer Weg, der viele Chancen bietet.

Absicherung des Lebensstandards im Alter: ein langer Weg, der viele Chancen bietet.

Zunächst muss man wissen, was ein Fonds (Langform: Investmentfonds) überhaupt ist. Es handelt sich um ein streng reguliertes Sondervermögen, das in Dutzende von Aktien oder Anleihen oder andere Wertpapier investiert. Sondervermögen deshalb, weil auch im Insolvenzfall der den Fonds verwaltenden Bank oder Kapitalanlagegesellschaft das Fondsvermögen vor Zugriffen geschützt ist. Das Anlagevermögen gehört – im Gegensatz zu Einlagen bei Banken oder Anlagen in ETC’s oder Zertifikaten – immer den Anlegern des Fonds.

 

Schon mit kleinsten Anlagesummen ab 25 oder 50 Euro monatlich kann breit gestreut und weltweit diversifiziert das Geld in interessante Anlageklassen investiert werden. Das ist ein wesentlicher Fortschritt – früher waren zum Beispiel gut gestreute Aktiendepots vermögenderen Bevölkerungsschichten vorbehalten.

 

Der große Vorteil von Investmentfonds Sparplänen: Die Einzahlungen können bei Fondssparplänen immer verringert, erhöht oder unterbrochen werden. Fondssparpläne können darüber hinaus auch jederzeit aufgekündigt werden, und zwar ohne irgendwelche Gebühren oder versteckte Kosten.

Die wichtigsten Fondstypen sind Rentenfonds und Aktienfonds. Wer auf diese setzt, kann langfristig bequem ein kleines Vermögen aufbauen. Bei Rentenfonds investiert der Fondsmanager breit gestreut in Dutzende, meist hunderte Rentenpapiere (=Anleihen). Bei Aktienfonds investiert der Fondsmanager breit gestreut in unterschiedliche Aktien börsennotierter Unternehmen.

 

Die Aufteilung der Sparsumme in Renten- und Aktienfonds ist die Asset-Allocation. Sie bestimmt ca. 70% des Anlageerfolges, die Auswahl guter Fonds die restlichen 30%.

 

Um bei Fondsparplänen den Cost Average Effekt möglichst stark zu nutzen, sollte der Aktienanteil hoch sein. Denn die Kurse von Aktienfonds schwanken im zeitlichen Verlauf stärker als die von Rentenfonds, was zu dem gewünschten Cost Average Effekt (Durchschnittskosteneffekt) führt. Vereinfacht gesagt kauft man dabei mit seiner Sparsumme in Monaten, in denen die Kurse niedrig sind, verhältnismäßig viele Anteile – genau richtig, bei günstiger Ware viel zu kaufen. Der langfristige Renditevorteil kann dadurch bis zu 5% p.a. ausmachen.

 

Für langlaufende Fondssparpläne kann der Aktienfonds Anteil also hoch, zum Beispiel bei 80%, liegen. Wer sehr lange Zeiten ansparen möchte, kann sogar bis auf 100% Aktienanteil gehen. Wer eher im Bereich bis 5 Jahre sparen möchte, sollte niedrigere Aktienquoten wählen, zum Beispiel 30%. Die Rentenfonds sorgen dann für geringe Schwankungen. 

Doch was kommt heraus, wenn man über einen Zeitraum von zum Beispiel 30 Jahren einen Fondssparplan bedient? Wer sich die Renditen im bekanntesten Deutschen Aktienindex ansieht, kann erkennen, dass er in den vergangenen 30 Jahren (Zeitraum 1983 bis 2013) eine jährliche, durchschnittliche Rendite von 9,0% erzielt hätte. Geht man in erster Näherung davon aus, dass der oben beschriebene Cost Average Effekt den Ausgabeaufschlag ausgleicht, so erhält man bei einer monatlichen Rate von 300,00 Euro folgendes Vor-Steuer-Ergebnis:

 

 

Fondssparplan: Rendite wie DAX (9%), keine Steuern berücksichtigt.

Fondssparplan: Rendite wie DAX (9%), keine Steuern berücksichtigt. Berechnungen mit Dr. Kriebel Beratungsrechner; alle Angaben ohne Gewähr.

 

 

Aus Einzahlungen in Höhe von 108.000 Euro (30 Jahre lang 300 Euro monatlich) werden in diesem Beispiel also rund 550.000 Euro. 

 

Wir empfehlen auch beim Einsatz von Fondssparplänen nur auf ethisch-ökologische Fonds zu setzen. Das stellt sicher, dass kein Geld in Rüstungskonzerne, Umweltverschmutzer oder in Kinderarbeitsfirmen fließt obwohl sehr gute Renditen erzielt werden. Einen für langfristige Fondssparpläne ideal geeignetes Musterdepot finden Sie zum Beispiel im Bereich Vermögensaufbau Wachstum oder, für monatliche Summen ab 300,00 Euro, beim Musterdepots Wachstum 300+

 

 

 Weitere Teile der Serie:

Die Versorgungslücke

Fondssparplan

Private Rentenversicherung

Riesterrente

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Was sind die Geheimnisse der 5. Deutschen Anlegermesse in Frankfurt 2014?

Montag, 24. Februar 2014

Grünes Geld war am Samstag den 22. Februar auf der 5. Deutschen Anlegermesse für Sie als Kundschafter unterwegs. Die größte Fachmesse im Rhein-Main –Gebiet zum Thema Finanzen war auch dieses Jahr wieder rege besucht.Das Thema Nachhaltige Finanzanlagen sucht sich so langsam auch dort eine kleine Nische, um fernab des kurzfristig orientierten Renditedenkens eine neue und alternative Sicht auf die Geldanlage zu bringen. Gerade bei den Besuchern der Deutschen Anlegermesse ist hier noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Am Stand des Forum Nachhaltige Geldanlage FNG vertrat Carmen Junker das Beraternetzwerk Ökofinanz21, um Interessenten über die Vorzüge, Hintergründe und Möglichkeiten der grünen Geldanlage zu beraten.

 

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Die Messe spricht hauptsächlich Trader an, die sich auf Vorträgen und an den Ständen über verschiedene Anlageprodukte wie Rohstoffe, Aktien und Derivate informieren konnten. Das Thema 2014 waren steigende Kurse, großer Optimismus was die Einschätzung der Märkte betrifft bestimmte die Gespräche und Vorträge im Saal. Dies stimmt uns etwas vorsichtig, denn sobald überschwängliche Vorfreude auf steigende Kurse bei Privatanlegern zu spüren ist, deutet sich für uns an etwas verhaltener in die Zukunft zu blicken.

 

Die Deutsche Anlegermesse ist nach dem Fondskongress im Januar in Mannheim bereits die zweite Veranstaltung deren Grundtenor Kursgewinne an den Aktienmärkten war. Behalten Sie im Jahresverlauf Ihre Anlagen im Auge, wenn Sie einen Kurseinbruch Ihres Depots vermeiden möchten. Das Geheimnis der Anlegermesse ist zu erkennen, wie positiv die Grundstimmung ist. Sprechen alle nur von den nächsten 1000 Punkten, die der DAX (Deutsche Aktienindex) auf jeden Fall dieses Jahr noch nehmen wird und dass dann noch viel Luft nach oben sei, so sollten Sie darüber nachdenken ob die Masse tatsächlich immer Recht hat.

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:

Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Grünes Geld im Wirtschaftsrat der Deutschen Umweltstiftung aufgenommen

Montag, 24. Februar 2014

Logo der Deutschen Umweltstiftung

Die Grünes Geld GmbH unterstützt in Zukunft die Aktivitäten der ältesten und größten deutschen Bürgerstiftung, der Deutschen Umweltstiftung. Der Vorstand der Deutschen Umweltstiftung hat im Februar 2014 die Mitgliedschaft der Grünes Geld GmbH im Wirtschaftsrat der Deutschen Umweltstiftung auf Basis einer entsprechenden Empfehlung des Senats bestätigt.

 

Aufgenommen werden im Wirtschaftsrat nur Unternehmen, die in ihrem Kerngeschäft bereits nachhaltig aufgestellt sind oder nachweislich an diesem Ziel arbeiten. Die Darstellung aus Sicht des Umweltrates finden Sie auf der Seite der Deutschen Umweltstiftung

 

 

Die Deutsche Umweltstiftung mit Sitz in Berlin, und insbesondere der Wirtschaftsrat der Stiftung, möchten eine nachhaltigere Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln. 

 

 

„Die  Deutsche Umweltstiftung ist bereits seit 31. März 1982 tätig. Mit über 2000 Stifterinnen und Stiftern ist sie die größte und älteste deutsche Bürgerstiftung. Damit hat sie die Größe und den Einfluss, um auch etwas bewegen zu können. Das ist uns wichtig, denn bei Grünes Geld geht es nicht nur um Theorie, sondern darum, konkret etwas für die Natur zu unternehmen“, so Gerd Junker, Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH.

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

RE03 Windenergie Finnland: Kein Blindpool mehr – Windpark Pajukoski angebunden

Freitag, 21. Februar 2014

Der etablierte norddeutsche Anbieter Reconcept hat reagiert und Verzögerungen mit der Genehmigung beim zunächst geplanten Windpark Kaanaa  beantwortet, in dem er auf ein weiteres Windkraft-Projekt aus seiner Finnland-Pipeline zugreift. Das Windkraft Projekte „RE03 Windkraft Finnland“ ist damit kein sogenannter Blindpool mehr, sondern er ist zu 100% investiert. Der Anleger hat damit nochmals mehr Sicherheit, denn er kennt nun die Rahmendaten seines Investitionsprojektes konkret und verlässlich.

 

Das nun gewählte Projekt ist der Windpark Pajukoski. Er wird aus 3 Windkraftanlagen des Weltmarktführers Vestas vom Typ V126-3.3 MW bestehen und damit rund 36.000 MWh pro Jahr an elektrischer Energie erzeugen. Der zunächst geplante Windpark Kaanaa hatte nur eine geplante Leistung von 33.000 MWh pro Jahr aus 4 Windkraftanlagen. Baubeginn wird sofort nach Ende des finnischen Winters sein, da alle Genehmigungen, Windkraft-Gutachten und ähnliches bereits vorliegen. 

 

Die aktuelle Ausschüttungsprognose laut Anbieter sieht nun so aus:

 

 
   Geschäfts-Jahr   

  Ausschüttungsprognose in Prozent  
    des Anlegerkapitals ohne Agio

          2015                        8 %
          2016                        8 %
          2017                        8 %
          2018                        8 %
          2019                        8 %
          2020                       8,5 %

 

Hier ist der Standort des Windparks in Finnland dargestellt:

Standort Windpark

In der Mitte Finnlands: Standort des Windparks Pajukoski

 

Renditevorteil über die Finanzierung: Während die vorsichtige Prospekt-Kalkulation von einem Fremdkapital-Zinssatz von 3,8% ausging, konnten nur von zwei Landesbanken die Konditionen zum Ende Januar eingeholt werden. Die dort dargestellten Kredit-Konditionen: nur 3,35 bis 3,65%. Auch wenn der Fremdkapital-Anteil bei der Finanzierung dieser Projekte mit nur rund 50% im Vergleich sehr niedrig ist, ist das trotzdem ein wichtiger Kostenvorteil gegenüber der bisherigen Kalkulation.

 

Außerdem für die Anleger interessant: Der Frühzeichner-Bonus von 5% p.a. wird natürlich weiter gezahlt. Wer also schnell investiert, kann bis zur voraussichtlichen Schließung der Zeichnungsphase im Sommer 2014 noch eine angenehme Prämie einstreichen. Viele Anleger können damit das Agio von nur 3% ausgleichen.

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Warum die Windkraft im Fokus sicherheitsorientierter Anleger bleiben sollte

Dienstag, 18. Februar 2014

Angesichts der Berichterstattung durch die Medien in den letzten Wochen zum Thema Windkraft könnte man den Eindruck erlangen, dass die Branche sich in einer tiefen Krise befindet. Das und die Tatsache, dass die Politik die Möglichkeiten zum Errichten von neuen Windparks stark eingrenzen möchte, verunsichert potentielle Anleger. Ist die Sorge begründet? Betrachten wir doch mal einige Fakten:

 

1. Große Versicherer, wie zum Beispiel die Allianz, investieren weiterhin in Windparks. Eine solche Anlage bietet stabile Renditeaussichten oberhalb der Verzinsung von konventionellen Bankprodukten und Staatsanleihen. Kritisch ist hier also nicht die Investition in Windkraftanlagen an sich, sondern die Form der Anlage. Ein unabhängiger Berater kann hier individuell die beste Anlageform für seinen Kunden finden.

 

2. Die Höhe der Renditen (nach der IRR-Methode) bei Kapitalanlagen richtet sich in der Regel nach drei Faktoren: Rendite, Sicherheit und Liquidität. Sind zwei von diesen drei Faktoren in einem hohen Maße erfüllt, muss der dritte Faktor automatisch zurückstecken. Ein Sparbuch verfügt so zum Beispiel über eine hohe Liquidität und Sicherheit. Somit fällt die Verzinsung deutlich unrentabel aus.
Eine Investition in Bau und/oder Betrieb von Windkraftanlagen ist in der Regel eine Unternehmensbeteiligung mit einer langfristigen Kapitalbildung. Zudem lassen sich aufgrund von festgeschriebenen Einspeisevergütungen stabile Einnahmen erwarten, denn Wind weht immer und kostet nichts. Durch eine sorgfältige Standortauswahl, die Annahme von vorsichten Windgutachten und den Abschluß von langfristigen Vollwartungsverträgen können sowohl Kosten als auch Einnahmen sehr gut kalkuliert werden. IRR-Renditen zwischen 5 und 7,5 % sind bei diesen Voraussetzungen also durchaus realistisch.

 

Anlagen in Windkraft stehen pauschal in der Kritik - zu Unrecht! (Bildquelle: Dorothea Jacob/pixelio.de)

Anlagen in Windkraft stehen pauschal in der Kritik – zu Unrecht. (Bildquelle: Dorothea Jacob/pixelio.de)

 

3. Ein Blick auf die Börse zeigt, dass es der Windkraftindustrie aktuell gut geht. Sowohl der weltweit größte Turbinenhersteller Vestas aus Dänemark als auch der Wettbewerber Nordex aus Deutschland konnten seit 2012 ihren Kurs um das fünf- beziehungsweise dreifache steigern. Angesichts voller Auftragsbücher kann auch von einem kurzfristigen Trend keine Rede sein. Das Fraunhofer Institut geht zudem davon aus, dass bereits im Jahr 2017 der Strom von Windkraftanlagen an Land günstiger produziert werden kann als durch Gas- oder Kohlekraftwerke, da hier die Beschaffung der benötigten Ressourcen immer aufwändiger und teurer wird.

 

Für Anleger, die diese Vorteile nutzen möchten, sollte die Frage im Vordergrund stehen, ob das eingesammelte Kapital von der Gesellschaft auch vollständig in konkrete Windparks investiert wird und die Rendite ausschließlich durch den Betrieb der Anlagen erwirtschaftet werden soll (gegebenenfalls auch Errichtung und Verkauf zum Ende der geplanten Laufzeit). Zudem sollte ein Buisinessplan vorliegen, der diese Ziele eindeutig definiert. Zudem sollte das benötigte Kapital im Vorfeld über einen begrenzten Zeitraum und nicht über die gesamte Laufzeit eingeworben werden. Um für potentielle Anleger das optimale Projekt zu finden, ist es unbedingt notwendig, durch eine persönliche und ausführliche Analyse die Voraussetzungen, Bedürfnisse und Erwartungen des Kunden herauszustellen. Die Windkraft kann bei Beachtung dieser Punkte also weiterhin auch für sicherheitsorientierte Anleger empfohlen werden.

 

 Bessere-Welt und Windkraft-Projekte

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

15 Zahlen die belegen, dass sich Wasser-Investments weiterhin gut entwickeln werden

Freitag, 14. Februar 2014

 Wer sich die Wert-Entwicklungen unsere Wasser-Musterdepots ansieht reibt sich die Augen: Das Flaggschiff Wasser Einmalsparen 10.000+ Ethik hat in den letzten 5 Jahren pro Jahr durchschnittlich um 16,8% zugelegt! Wer vor 5 Jahren einen Betrag von 10.000 Euro angelegt hätte, wäre nun stolzer Besitzer von 20.703,61 Euro. Doch handelt es sich hier um eine Übertreibung – brechen die Kurse vielleicht schon dieses Jahr ein? Dass Wasser ein stabiles Zukunfts-Trendthema ist, helfen unsere 15 Zahlen zum Wasserinvestment zu verstehen.

 

1.) Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser: 1,2 Milliarden

 

 

2.)  Weltweite Versorgungslücke an Wasser im Jahr 2030: bis zu 40 Prozent („The 2030 Water Resources Group“)

 

 

3.) Wer das Wasser verbraucht:

Globaler Wasserverbrauch 2010

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4.) Wasserverbrauch für Landwirtschaft, Verarbeitung & Transport für eine Tasse Kaffee: 140 Liter 

 

 

5.) Wasserverbrauch für Landwirtschaft, Verarbeitung & Transport, Zubereitung für einen Hamburger: 2.400 Liter 

 

 

6.) Anteil der heute bereits künstlich bewässerten Ackerflächen: 18 Prozent.

 

 

7.) Wasserverbrauch für Industrie & Transport um ein DIN A4 Blatt herzustellen: 10 Liter 

 

 

8.) Wasserverbrauch für Industrie & Transport um ein T-Shirt herzustellen: 1.000 Liter 

 

 

9.) Wasserverbrauch um einen Barrel (159 Liter) Öl aus Ölsand zu gewinnen: 477 Liter Wasser

 

 

10.) Anteil des recyclebaren Wassers bei Ölsand-Förderung: 80 Prozent

 

 

11.) Anteil des weltweiten Wassers, das als Trinkwasser verwendet werden kann: 1 Prozent

 

 

12.) Anteil des durch undichte Leitungen versickernden Wassers in Seoul: 35 Prozent

 

 

13. ) Anteil des durch undichte Leitungen versickernden Wassers in London: 60 Prozent

 

 

14.) Entwicklung des S&P-Global-Water-Index seit 1.1.2002: +100% (Vergleich: DAX-Werte +22%)

 

 

15.) Entwicklung des Grünes Geld Musterdepots Wasser Einmalsparen 10.000+ Ethik im Durchschnitt (letzte 5 Jahre): 16,8% p.a.

 

 

 

meine-wasser-investments

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Mit GreenAcacia wertvollen Mischwald schaffen

Freitag, 14. Februar 2014

Nachhaltig mit einer gut prognostizierten Rendite zu einer verhältnismäßig kurzen Laufzeit in Holz investieren und dabei auch noch einen wertvollen Mischwald aufbauen – all das beinhaltet das Produkt GreenAcacia von einem der erfahrensten Waldinvestment-Anbieter ForestFinance. Bestehende Akazien-Monokulturen wurden in Kolumbien aufgekauft, werden in den 12 Jahren Investitions-Laufzeit mehrmals durchforstet und sukzessive durch Pflanzungen von einheimischen Baumarten in einen Mischwald mit hoher Biodiversität umgewandelt. Somit leistet man einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung und Wiederbelebung von ökologisch wertvollen Lebensräumen vieler einheimischer Tier- und Pflanzenarten.

 

Unsere Geschäftsführer Carmen Junker und Gerd Junker haben sich das Projekt genauer angesehen und präsentieren in einer Kurzanalyse Chancen und Risiken:

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

5 Dokumentationen, die Sie unbedingt gesehen haben sollten, wenn Sie in Wasser investieren wollen!

Mittwoch, 12. Februar 2014

Wasser ist für uns ein selbstverständliches Gut, welches uns jeden Tag zu jeder Zeit in guter Qualität zur Verfügung steht. Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel für den Menschen und kann nicht ersetzt werden. In Deutschland ist Trinkwasser das am strengsten konrollierte Lebensmittel und damit zum Verzehr uneingeschränkt zu empfehlen. Aber der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist längst nicht überall selbstverständlich. Obwohl weltweit ausreichend sauberes Wasser vorhanden wäre, um alle Menschen zu versorgen, haben knapp 1 Milliarde Menschen keinen Zugriff darauf. Daher wurde am 28. Juli 2010 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen  das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht anerkannt. Auch wenn eine solche Resolution im Gegensatz zu denen des UN-Sicherheitsrates für die Mitgliedsstaaten nicht rechtlich bindend ist, so setzt sie doch ein deutliches Signal, die Infrastruktur der Wasserversorgung in Entwicklungs- und Schwellenländern voranzutreiben.

 

Sauberes Trinkwasser ist für den Menschen unersetzlich und der Zugang dazu wurde 2010 zu einem Menschenrecht erklärt. (Bildquelle v. l. n. r.: Harald Grunsky, Gabriela Neumeier, Dieter Schütz / alle pixelio.de)

Sauberes Trinkwasser ist für den Menschen unersetzlich und der Zugang dazu wurde 2010 zu einem Menschenrecht erklärt. (Bildquelle v. l. n. r.: Harald Grunsky, Gabriela Neumeier, Dieter Schütz / alle pixelio.de)

 

Für die Wirtschaft und Industrie ist dies ein äußerst ertragreicher Sektor. So hat sich Peter Brabeck, Präsident des Verwaltungsrates von Nestle, unlängst sehr kritisch zu dieser Resolution geäußert. Vor dem Hintergrund, dass Nestle einer der Marktführer in Verkauf von abgefülltem Trinkwasser ist, ist verständlich, dass hier Bedenken entstehen margenträchtige Märkte zu verlieren und somit gegen die Beschlussfassung der UN zu sein. Öffentliche Wasserversorgungsnetze wurden in der Vergangenheit immer öfter privatisiert – teilweise mit der Folge, dass sowohl die Qualität des Trinkwassers, als auch der Zustand der Versorgungsleitungen deutlich darunter gelitten hat.

 

In Schwellenländern, in denen ein Großteil unserer Konsumgüter produziert werden, gibt es für Konzerne kaum Vorschriften, was die Filterung , Aufbereitung und Ableitung von Nutzwasser angeht. Abwässer aus Textilfärbebetrieben zum Beispiel werden meist ungefiltert in Flüsse abgeleitet und gefährden somit eine ausreichende Trinkwasserversorgung der einheimischen Bevölkerung. Und das ist nur eines von unzähligen Beispielen. Aber auch bei uns hört man immer öfter von erhöhten Belastungen des Trinkwassers durch die Intensivlandwirtschaft oder vermehrte Massentierhaltung. Wir stehen also vor einer großen Herausforderung, dieses unersetzliche Gut für uns zu erhalten. Mit Investitionen in Unternehmen, welche an innovativen Lösungen arbeiten, um diese Probleme anzugehen, können auch Sie ihren Beitrag zu einem verantwortungsvollen Umgang und einer besseren Versorgung mit dieser Ressource leisten. Je nach Strenge der Auswahlkriterien stehen hier gute Anlagemöglichkeiten zur Verfügung. Wer hier ein sauberes Gewissen haben möchte, achtet bei seiner Investition auf die Einhaltung von Ethikkriterien.  

 

Wir haben für Sie 5 Dokumentationen ausgewählt, die wir zu diesem Thema für sehenswert erachten:

 

1. Die Geldquelle – Das Milliardengeschäft mit dem Wasser

 

2. Nestle – Das dreckige Geschäft mit dem Wasser der 3. Welt

 

 3. Abgefüllt

 

4. Gasland

 

5. Der Preis der Blue Jeans

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

7 Fakten über das Geld anlegen in Erneuerbare Energien

Dienstag, 11. Februar 2014

Spätestens seit den Diskussionen nach Fukushima am 11. März 2011 (alles zu Fukushima von Spiegel Online) ist jedem klar, dass der Energiemix der Zukunft anders aussehen muss als heute. Atomkraftwerke sind potentielle Gefahrenherde und hinterlassen die ungelöste Entsorgungsproblematik; fossile Energieträger sind endlich und werden nicht irgendwann zu Ende sein. Deshalb ist es unbedingt notwendig, die Erneuerbaren Energien zu fördern. Entsprechend haben auch viele Privatanleger Geld in Erneuerbare Energien angelegt und werden dies auch in Zukunft tun. Doch die Diskussion ist darüber ist immer von starken Gefühlen geprägt und entsprechend stark wechselhaft. Wir wollen deshalb mit Fakten und Zahlen zu eine Versachlichung beitragen.

 

Aspekt der Erneuerbaren Enerigen: Fisch-Leiter zum Tierschutz bei Wasserkraftwerken

Aspekt der Erneuerbaren Enerigen: Fisch-Leiter zum Tierschutz bei Wasserkraftwerken

 

 

1.) Wie sieht der Anteil der Erneuerbaren Energien in Deutschland aus?

Im Jahr 2013 haben die regenerativen Energien 23,8% der Stromerzeugung in Deutschland ausgemacht (Wind 7,9%, Biomasse 6,8%, Wasser 3,4%, Photovoltaik 4,5%, Siedelungsabfälle 0,8%). Alle Angaben vom BDEW

 

 

 2.) Was macht die Geldanlage in Erneuerbare Energien attraktiv?

In Deutschland gilt das Erneuerbare Energien Gesetz. Demnach muss Strom aus nachwachsenden Quellen von den Energiekonzernen abgenommen werden und er wird zu einem festgelegten, auf 20 Jahre garantierten Preis pro kWh vergütet. Die Höhe der Vergütung wird zum Zeitpunkt des Netzanschlusses festgelegt und ist deshalb von Änderungen, die danach erfolgen, nicht betroffen. In Deutschland wurden Änderungen der Einspeisevergütung immer nur für zukünftig zu bauende Anlagen beschlossen – es gilt Bestandsschutz. Wer also die Technik für die Stromerzeugung beherrscht und ein belastbares Gutachten hat, wie viel Sonne oder Wind an einem bestimmten Standort vorherrschen, der kann die Einnahmen über 20 Jahre sehr genau kalkulieren. Letztlich ist es also die Planungssicherheit, die das Geld anlegen in Erneuerbaren Energien attraktiv macht.

 

 

3.) Welche Möglichkeiten zum Geld anlegen in Erneuerbare Energien gibt es?

Der Privatanleger kann zunächst prüfen, ob er eine eigene Anlage auf möglicherweise vorhandenen Grundstücken oder Gebäuden wirtschaftlich betreiben kann. Das war in den Jahren 2008 bis 2012 häufig der Fall, meistens mit Fotovoltaik-Anlagen auf eigenen Dächern. Durch die Kürzung der Einspeisevergütungen ist das in aller Regel heute nicht mehr wirtschaftlichen. Neu gebaute Anlagen (Stand Februar 2014) werden aktuell meist nur für den Eigenverbrauch des Stromes genutzt, zum Beispiel von kleinen und mittelständischen Industriebetrieben.

Der nächste mögliche Schritt ist, sich mit anderen Anlegern gemeinsam an (meist größeren) Kraftwerken für Erneuerbare Energien zu beteiligen. An dieser Stelle gibt es zum Beispiel Energiegenossenschaften (in 2012 gab es rund 750 in Deutschland), deren Qualität aufgrund der wenig professionellen Strukturen jedoch stark unterschiedlich ist. Außerdem sind Beteiligungen über GmbH & Co. KG-Modelle seit vielen Jahren üblich. Der Anleger ist dabei als Kommanditist an einer juristischen Person beteiligt, die als alleinige Aufgabe den Bau / Betrieb von bestimmten Kraftwerken hat (Beispiel: Fotovoltaik-Beteiligung, Windkraft-Beteiligung). Außerdem gibt Festzins-Angebote, bei denen Unternehmen Anleihen bedienen, in dem Sie das Geld für Erneuerbare Energien Kraftwerke einsetzen (Beispiel: Kraftwerkspark). 

Die vielleicht sicherste Möglichkeit, Geld in Erneuerbare Energien anzulegen, ist über Fonds Dutzende von Unternehmen aus dieser Branchen zukaufen. Es gibt in mehrere Klimaschutz- oder Erneuerbare-Energien-Fonds, die in der Vergangheit hohe Gewinne verzeichneten. In Problemphasen, wie zum Beispiel beim Zusammenbruch der Solarbranche in Deutschland in den Jahren 2010 und 2011, können solche Fonds allerdings auch empfindliche Verluste einfahren – dann gilt es für den Anleger, Ruhe zu bewahren. 

 

 

4.) Welche Renditen sind erzielbar bei eigenen Anlagen?

In der aktuellen Situation, das heißt bei der derzeitigen Förderbedingungen und bei den derzeitigen Anlage-Preisen, werden praktisch keine neuen Anlagen von Privatanlegern in Deutschland mehr gebaut. Die Renditen dürften sich also um die Null-Prozent, vielleicht sogar im leicht negativen Bereich, bewegen. 

 

 

5.) Welche Renditen sind mit Beteiligungs-Modellen erzielbar?

Die verschiedenen Energiegenossenschaften werben mit unterschiedlich hohen Rendite-Erwartungen. Der Markt pendelt sich jedoch ein und meist werden bei den Genossenschafts-Modellen 3 bis 4% Rendite pro Jahr erzielt.

Bei den Beteiligungen an GmbH & Co. KG’s bieten die aktuellen Angebote eine IRR-Rendite von 4,5% bis 7% pro Jahr. Die Festzins-Angebote liegen zum Beispiel bei 4,75% für 10 Jahre, 5,75% für 20 Jahre (Kraftwerkspark II) oder bei 6,5% (PT Grünzins).

 

 

6.) Welche Risiken sind beim Geld anlegen in regenerative Energien vorhanden?

Generell gilt auch hier, dass höhere Renditen mit höheren Risiken einhergehen. Trotzdem gibt es gute Gründe die Erneuerbaren Energien zur Beimischung zu verwenden. Letztlich geben 2 Punkte eine recht hohe Sicherheit: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz und damit verbunden der politische Wille sorgen für eine Förderung, die letztlich beim Anleger ankommt. 20 Jahre feststehende und staatlich garantierte Einspeisevergütung sind schließlich ein ernstzunehmendes Word. Andererseits gibt es nach wie vor den weltweiten Umstieg hin zu den Erneuerbaren. Allen voran China und die USA setzen stark auf sie – besonders auf Windkraft. Ein solcher massiver Umschwung, der hier in den nächsten 20 bis 30 Jahren stattfindet, muss auch positive Effekte für Investoren in diesem Sektor haben.

 

 

7.) Welche Renditen sind mit offenen Investmentfonds erzielbar?

Das lässt sich pauschal nur schwer beantworten. Wenn man davon ausgeht, dass die Erneuerbaren Energien auch auch die nächsten Jahre hinaus einen Aufschwung erleben, sollte eine Mehrrendite gegenüber anderen Aktiensegment möglich sein. Die Rendite unserer Musterdepots für Klimaschutz bewegt sich über die letzten 5 Jahre bei 9,6% p.a. bis 11,1% p.a. – dort sind auch Unternehmen aus den Bereichen Wärmedämmung oder Infrastruktur enthalten. Die 5-Jahresrenditen unserer Musterdepots für Erneuerbare Energien ist bei 7,1% p.a. bzw. 7,2% p.a. 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wenn Sie nur einen Artikel über Holzfonds lesen wollen, lesen Sie diesen

Montag, 10. Februar 2014

Manchmal kann das Internet sehr kompliziert sein. Es gibt zwar extrem viele Informationen, aber bis man sich hindurch gekämpft hat, weiß man gar nicht mehr, was man eigentlich gesucht hat. Aus den 3.330 Einträgen die alleine Google zum Thema Holzfonds findet, haben wir Ihnen die wirklich wichtigen Informationen zusammen gestellt. Damit sollte der ideale Einsteiger- und Fortgeschrittenen Artikel für Holzfonds entstanden sein – Feedback ist natürlich ausdrücklich erwünscht!

 

 

Nadelholz in den Alpen

 

Was ist ein Holzfonds?

Ein Holzfonds sammelt Geld von Anlegern ein und investiert dieses in Bezug mit dem Wertstoff Holz. Das können Wälder sein, aber das kann auch Holzverarbeitung sein oder ein sonstiges Themengebiet, das mit der Entwicklung des Holzmarktes zusammen hängt.

 

Welche Arten von Holzfonds gibt es ?

Es gibt grundsätzliche die Varianten „offener Investmentfonds“ und solche Fonds, die wir bei Grünes Geld unter dem Überbegriff „Projekte“ zusammen fassen. Das sind direkte Sachinvestments, die jedoch formell gesehen in unterschiedlichen Variationen angeboten werden. Das können Beteiligungsgesellschaften in Form einer GmbH & Co. KG sein, das können kombinierte Landpacht- und Dienstleistungsverträge sein, oder auch Zusicherungen von zu liefernden Mengen Holz in der Zukunft.

 

Welche Renditen können Holzfonds bieten?

Wenn wir in der Kategorie offenen Investmentfonds sind, halten wir den Pictet Timber für am aussichtsreichsten. Dieser hat in den letzten 5 Jahren durchschnittlich 20,2% Zuwachs pro Jahr erzielt. Aber Achtung: in diesem Fonds befinden sich Aktien von Holzunternehmen. Entsprechend müssen auch hier Schwankungen einkalkuliert werden. Die langfristige Renditeerwartung ist jedoch gut im zweistelligen Bereich. Sie sollten dazu einen Anlagehorizont von 10 Jahren oder mehr haben, auch wenn Sie börsen-täglich den Fonds kündigen können. Oder Sie mischen den Holzfonds zu einem Depot für Vermögensaufbau bei.

Im Bereich der Holz-Projekte sieht die Prognose anders aus. Agressive, meist jüngere Anbieter ohne tatsächlich vorgenommene Holzernten, versprechen hier Renditen von 12% und mehr. Je nach Verlauf des Projektes und je nach Entwicklung des Holzpreises können solche Renditen erzielt werden. Seriöse Anbieter wie MillerForest oder Forst Finance, die auch schon Holz geerntet und verkauft haben, sprechen meist von prognostizierten Renditen im Bereich 6% bis 9% pro Jahr.

 

Welche Anlagezeiträume muss man bei Holzfonds ansetzen?

Der große Charme von Holz liegt in der Stetigkeit und in den jahrhundertelangen Erfahrungen, die man mit dieser Art von Kapitalanlage schon gemacht hat. Allerdings führt das auch dazu, dass dem lange Anlagezeiträume gegenüber stehen. Ein Baum braucht Zeit zum Wachsen, auch wenn es in wärmeren und feuchteren Gefilden als in Deutschland ein wesentlich schnelleres Wachstum gibt.

 

Bei offenen Holzfonds kann man täglich sein Geld kündigen, aufgrund des Ausgabeaufschlags und der Schwankungen empfiehlt sich allerdings ein Anlagezeitraum von 10 und mehr Jahren. Bei Holzprojekten beginnt die Kapitalanlage schon ab 5 Jahren (Energieholz), kann aber typischerweise auch 25 Jahre betragen (zum Beispiel das Waldsparbuch mit Rücknahmegarantien des Anbieters).

 

Wie sicher sind Holzinvestments?

Auch hier gilt es zu unterschieden: ein offener Holzinvestmentfonds investiert in rund 50 große, börsennotierte Holz-Unternehmen weltweit. Durch die Streuung über Länder, Regionen, Währungen und Branchen (z.B. Waldbesitzer, Möbelindustrie, Zulieferunternehmen für Holzwerkzeug) ist das Kapital dort sehr sicher angelegt. Allerdings unterliegt es den Schwankungen an den Börsen, was nicht jedem gefällt. Für eine Anlagedauer von 10 Jahren oder mehr sind offene Holzfonds jedoch sehr gut geeignet und bieten eine hohe Sicherheit.

 

Bei den Holzprojekten sieht die Situation anders aus. Dort ist man direkter am Wertstoff Holz dran, das heißt die Sicherheit kommt über das Sachinvestment Holz selbst. Holz ist ein Material, das schon von Beginn der Menschheit an verwendet wurde. Nach heutigem Wissensstand wird Holz auch in Zukunft ein begehrter und wichtiger Rohstoff sein. Sein Verbrauch steigt etwas stärker als der Anstieg der Weltbevölkerung, so dass man von einem Trend hin zu Holz sprechen kann. Dem gegenüber stehen seit Jahrzehnten abnehmende Waldbestände auf der Erde, die durch die Urbanisierung und den Flächenverbrauch der anwachsenden Weltbevölkerung zusätzlich zu steigenden Holzpreisen führen.

 

Entsprechend liegen bei Holzprojekten die größten Risiken beim Anbieter – wie zuverlässig arbeitet dieser, was steckt hinter den Kulissen und welche Größe besitzt er? Deshalb ist eine umfassende Einschätzung des Holzanbieters unumgänglich, denn schließlich gibt es auch Anbieter, die bis dato noch nie einen Baum angepflanzt haben. Ob ein solcher Anbieter der richtige für eine Geldanlage ist, ist fraglich.

 

Wie nachhaltig sind Holzinvestments?

Jedes Holzinvestment fördert auf seine Weise den Wertstoff Holz. Jeder Stuhl, jede Schachtel oder jedes Spielzeug aus Holz ist wertvoll und nachhaltiger als wenn es aus erdölbasierendem Kunststoff gefertigt wäre. Darüber hinaus kann das Holzinvestment absolut unterschiedlich nachhaltig gestaltet sein. Die offenen Investmentfonds kennen zum Beispiel keine weiteren Nachhaltigkeitskriterien, so wird also kein besonderes Augenmerk auf zum Beispiel Umweltverschmutzung bei der Ernte oder schlechter Umgang mit Mitarbeitern oder Zulieferern gelegt.

Bei den Holzprojekten gibt es Anbieter, die rein auf die Renditeoptimierung hin arbeiten, Mitarbeiter schlecht bezahlen und Monokulturen entstehen lassen. Andererseits gibt es Anbieter, die sich Ethik und Ökologie auf die Fahnen geschriebenen haben und soziale Projekte mit der Bevölkerung vor Ort initiieren, tatsächliche Misch-Wälder entstehen lassen und trotzdem angemessene Renditen bieten (Beispiele: CacaoInvest oder GreenAcacia). 

 

Welche finanziellen Risiken geht man ein, welche Kosten gibt es?

Bei offenen Holzfonds wäre nur theoretsich ein Totalverlust möglich. Aufgrund der breiten, globalen Streuung des  Geldes kann praktisch nur bei panischen, vorzeitigen Verkäufen ein Verlust erlitten werden. Als wesentliche Kosten muss der einmalige Ausgabeaufschlag angesetzt werden (5% der Anlagesumme). Weitere Kosten sind bereits vor Angabe der Renditen in Abzug gebracht worden.

 

Bei den Holzprojekten ist das finanzielle Risiko der Totalverlust. Wenn man seine Geldanlage über einen Bankkredit finanziert hat, könnte es passieren, dass man sein angelegtes Geld verliert aber trotzdem den Bankkredit abzahlen muss. Alle Kosten sind in der Regel bei den Wald-Projekten bereits abgezogen, ein Agio wird meist nicht erhoben. 

 

Wo werden die Bäume angebaut?

Meist werden die Plantagen und Wälder in ganzjährig warmen und feuchten Gebieten angebaut. Damit ist ganzjähriges Volumen-Wachstum sichergestellt und eine etwaige Waldbrand-Gefahr nahezu auszuschließen. Das sind dann Gebiete in Panama, Paraguay, Kolumbien, Peru, Bulgarien oder Vietnam. Die politischen Verhältnisse sollten sehr stabil sein. In wenigen Fällen werden auch Wald-Projekte in Deutschland angeboten, die jedoch nur mit ganz besonderen Baumsorten (zum Beispiel Kiri-Holz) betrieben werden können.

 

Welche Baumsorten werden angepflanzt?

Das ist von Anbieter zu Anbieter und Land zu Land sehr unterschiedlich. Schnell wachsende Hölzer wie Eukalyptus oder Akazie können schon nach wenigen Jahren für erste Ernten sorgen. Auch ganz besondere Baumarten wie Kiri-Holz oder einheimische Hölzer in den einzelnen Anbau-Gebieten finden Anklang. Edelhölzer wie Mahagoni, Teak, Robinie oder Kirsch-Baum runden das sehr umfangreiche Angebot an Hölzern ab.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.