Archiv für April 2014

Nachgehakt: Wie läuft’s beim GreenCityEnergy Windpark Odenwald?

Mittwoch, 30. April 2014

Die Green City Energy (GCE) entwickelt Beteiligungs-Modelle für Erneuerbare Enerigen – unter anderem für Photovoltaik, Wasserkraft und Windkraft. Ihr aktuelles Angebot investiert gar in alle drei Energiearten (mehr zum Kraftwerkspark II). Vergangenes Jahr hatte Green City den ersten eigenständigen Windpark entwickelt und öffentlich angeboten – den „Windpark Bayerischer Odenwald„. Im Rahmen einer Veranstaltung des Bund Naturschutz in Bayern, Gruppe Miltenberg, habe ich mir den Windpark nun genauer vor Ort angesehen.

 

Nordex N117 Windkrafträder

3 der insgesamt 5 Windkraft-Anlagen in Windischbuchen (Foto: Grünes Geld GmbH). Zu erkennen: statt Beleuchtung hat Green City rote Markierungen an den Rotor-Enden gewählt, um die Belästigung für Anwohner minimal zu gestalten.

 

Die Windkraftanlagen wurden im Laufe des Jahres 2013, während einer insgesamt ca. 8 monatigen Bauphase, errichtet. Die ersten Planungen für den Windpark wurden 2010 aufgenommen; das Gesamtprojekt wurde also mit einer Planungs- und Projektierungsphase von nur 3 Jahren relativ zügig abgeschlossen. Der Windpark besteht aus 5 Windturbinen des Typs Nordex N117. Vorgeschrieben durch die Netzbetreiber wurden dabei 4 Windturbinen an ein Netz angeschlossen; die 5. Turbine musste an ein anderes Stromnetz angeschlossen werden. 12 km neue Kabeltrassen für rund 1 Mio. Euro mussten installiert werden. 

 

Die Windkrafträder sind seit Dezember 2013 in Betrieb und werden vom Anbieter derzeit noch „feinjustiert“, es werden also hauptsächlich mechanische Optimierungen (z.B. der Lager) vorgenommen. Natürlich kann die Feinjustierung nur während des Stillstandes der Windturbinen durchgeführt werden – Nordex muss also dafür sorgen, dass die im Wartungsvertrag garantierten Verfügbarkeiten auch tatsächlich eingehalten werden. Im Normalfall kein Problem, statt garantierter 97% werden oftmals 98% oder 99% erreicht.

 

Blick ins Innere Nordes N117

Gut zu sehen: Die schwarzen Bindeglieder aus Stahl an der Wand, welche die Betonteile verspannen. In der Bild-Mitte: Aufzug zum Erreichen der Windturbine

 

Interessant zu sehen war die Max-Bögel-Konstruktion „Hybrid-Turm„. Hybrid deshalb, weil auf Beton und Stahl gesetzt wird. Der untere Teil des Turmes besteht nämlich zunächst nur aus Beton-Fertigteilen, die dann im Innenraum mit schwarzen Spanngliedern aus Stahl zusammengehalten werden. Die einzelnen Beton-Fertigteile (Halbschalen) werden nicht durch Mörtel oder ähnliches verbunden.

 

Vorteile dieses Turms sind kurze Errichtungszeiten und durch den Verzicht auf Mörtel, dass die Errichtung bei nahezu jeder Witterung / Feuchtigkeit erfolgen kann.

 

Außerdem kann der Turm nach der Nutzungsdauer (wahrscheinlich 25 Jahre) sehr einfach wieder abmontiert werden. Aufwendige Sprengungen  oder herkömmliche, aufwendige Abriss-Arbeiten können so vermieden werden.

 

Mein Fazit: Das Projekt scheint ordentlich geplant und ausgeführt worden zu sein. Dass rund ein halbes Jahr nach Inbetriebnahme noch Einstellarbeiten (Feinjustage) vorgenommen werden, ist normal. Der Schutz der Umwelt wurde in dem Maße berücksichtigt, wie das nach heutigem Stand der Technik maximal möglich ist. Wichtig wird natürlich sein, welche tatsächlichen Stromerträge die Anlagen nach 2-3 Betriebsjahren wirklich bringen werden. Erst dann kann von einem ökonomischen wie ökologischen Erfolg ganz nach dem Motto von Grünes Geld gesprochen werden: Ökonomie küsst Ökologie!

 

 

 

 

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Grünes Geld Geschäftsführer Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun. Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Auf Sand gebaut – das absehbare Ende einer Ressource?

Dienstag, 29. April 2014

Wasser, Öl, Gas, Kohle und seltene Erden – das sind Ressourcen, von denen wir inzwischen wissen, dass wir sorgsam damit umgehen müssen und ,dass sie nur endlich vorhanden sind. Aber es gibt eine Ressource, die uns ständig begegnet aber deren Raubbau und die entsprechenden Folgen davon uns noch nicht wirklich bewusst sind: Sand! Sand scheint in schier unglaublichen Mengen vorhanden zu sein. Schließlich besteht mehr als ein Drittel der Landmasse unserer Erde aus Wüsten und Halbwüsten – da müsste doch mehr als genug Sand zur Verfügung stehen. Oder doch nicht?

 

Sand begegnet uns überall. Oft dort, wo wir ihn auf den ersten Blick nicht vermuten:

 

– in Lebensmitteln als Siliciumdioxid (E551)

– in Kosmetika z. B. bei Peelings

– in Putzmitteln

– in Elektroartikeln wie z. B. Computer und Handys

– in Glas

 

Den größten Posten im Sandverbrauch kann allerdings die Baubranche für sich verbuchen. Rund zwei Drittel aller Gebäude weltweit werden aus Beton gebaut. Dieser besteht wiederum zu zwei Dritteln aus Sand. Weltweit werden jedes Jahr 15 Milliarden Tonnen Sand der Natur entnommen. Statistisch gesehen verbraucht jeder westliche Bürger pro Tag 20 kg dieser Ressource. Die Vorräte an Land sind so gut wie erschöpft und somit beginnt der Raubbau im Meer – mit katastrophalen Auswirkungen für Mensch und Umwelt. Importieren müssen den Rohstoff ironischerweise vor allem Wüstenstaaten wie Dubai, da der Wüstensand zu rund und somit nicht für die Verarbeitung in der Betonindustrie geeignet ist. Neben all den glitzernden und sich gegenseitig überragenden Neubauten in Dubai spielt auch die Landgewinnung ein großes Problem. Immobilienspekulationen treiben Grundstückspreise in schwindelerregende Höhen – was liegt da näher, als zusätzliches Land zu gewinnen? Das Projekt „Palm Islands“ hat im „Rohbau“ ca. 1,5 Milliarden US-Dollar und etwa 150.000.000 Tonnen Sand verschlungen. Das Projekt „The World“ mit rund 300 Inseln sogar rund 14 Milliarden US-Dollar und etwa 500.000.000 Tonnen Sand! Dieses ist allerdings seit der Wirtschaftskrise 2008 auf Eis gelegt und die Inseln verschwinden zunehmend wieder im Meer.

 

Bei Sand denken Viele zunächst an Urlaub und idyllische Strände - aber Sand ist einer unser wichtigsten Rohstoffe (Bildquelle v. l. n. r.: Katharina Wieland-Müller/Gila Hannsen/Sandra Krumme / alle pixelio.de)

Bei Sand denken Viele zunächst an Urlaub und idyllische Strände – aber Sand ist einer unserer wichtigsten Rohstoffe (Bildquelle v. l. n. r.: Katharina Wieland-Müller/Gila Hannsen/Sandra Krumme / alle pixelio.de)

 

Woher kommt all dieser Sand? Zunächst wurden vermehrt Flussbetten ausgebaggert. Dies hat allerdings verstärkt zu massiven Überschwemmungen geführt und somit ist  die Sandindustrie auf die Meere ausgewichen. Mehrere tausend Schiffe durchkämmen inzwischen die Meere und bergen mit riesigen Schläuchen die kostbare Ressource. Dabei wird alles, was am Boden lebt, zerstört. Korallenriffe werden zerschmettert, Fische getötet und somit ganze Ökosysteme zerstört, da ein Teil der Nahrungskette quasi komplett entnommen wird. Aber auch Menschen sind betroffen. Wo der Sand aus dem Meer geholt wird, bilden sich Lücken welche mit der Zeit durch Strömungen wieder aufgefüllt werden und somit der Sand von den Küsten nachrutscht. Wo der Sandraubbau besonders heftig ist, sind inzwischen ganze Inseln betroffen. Besonders in Indonesien und auf den Malediven mussten Einwohner schon mit ansehen, wie ihre Heimat im Meer versinkt. Auch in Amerika verschwinden ganze Strände, die jedes Jahr neu aufgeschüttet werden müssen. Der Klimawandel und der steigende Meeresspiegel leisten zusätzlich ihren Anteil.

 

Das starke Wachstum in Schwellenländern und unser kaum zu bremsende Konsumhunger stellen uns vor ungeahnte Herausforderungen. Wie auch beim Öl gibt es durchaus Möglichkeiten, Sand nachhaltiger zu verbrauchen. Recycling von Beton und Glas sind nur ein Punkt. Allerdings ist die Ressource dafür noch zu billig, die Lobby zu mächtig und das Bewusstsein beim Verbaucher noch zu gering. Die Schätze der Natur sind endlich und wir müssen einen verantwortungsvollen Umgang damit erlernen, unsere Ressourchen schonen, Energie sparen und die Entwicklung nachhaltiger Technologien fördern.

 

Was kann der Einzelne tun, um an diesem Thema etwas zu verbessern? Natürlich ist der individuelle Sand-Verbrauch eines Deutschen gering, so dass Sparsamkeit hier wenig hilft. Aber Sie können mit Ihrer Geldanlage darauf achten, dass Sie nur Unternehmen unterstützen, die nachhaltig mit den Ressourcen unserer Welt umgehen. Sinnvoll zusammengestellte, ethisch-ökologische Musterdepots finden Sie an dieser Stelle:

 

 

Weitere Informationen zu ethischen Musterdepots

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

Wie Mikrofinanz Menschen hilft und auch Ihren Geldbeutel betrifft

Mittwoch, 16. April 2014
Kuchengrafik und Tabelle Zielregionen und Ländergewichtung Invest-in-Visions

Wo investiert der Invest-in-Visions-Fonds das Geld? (Quelle: Monatsbericht IIV-Mikrofinanzfonds März 2014)

Mikrofinanzen sind im Grunde ein alter Hut: bereits vor rund 300 Jahren gab es das Irish Loan Fund System, bei dem rund 300 Fonds an bis zu 20 Prozent der britischen Haushalte Klein-Kredite vergaben. Und auch hierzulande war die Raiffeisenbewegung im 19. Jahrhundert nicht weit von dem entfernt, was in unseren Zeiten unter Mikrofinanz verstanden wird und 2006 mit dem Friedensnobelpreis an Mohammed Yunus bedacht wurde: kleiner Kredite an meist wenig wohlhabende Leute, die sich damit eine kleine Existenz aufbauen wollen. Zum Beispiel in dem sie sich mit dem Kleinkredit eine Kuh oder eine Nähmaschine kaufen.

 

Doch woher kommt das Geld, dass sich die Menschen in Indien, Kambotscha oder Ruanda leihen? Die Kreditnehmer bekommen es von Mikrofinanz-Instituten vor Ort, diese wiederum erhalten das Geld zum Beispiel aus einem Mikrofinanz-Fonds aus Europa. Der erste zum offiziellen Vertrieb in Deutschland zugelassene Fonds ist der Invest-in-Visions IIV-Mikrofinanzfonds, der seit 2011 für Anleger offen ist.

 

Dieser konnte im März 2014 erstmals die 50-Millionen-Euro Grenze an Anlegerkapital überschreiten und damit eine wichtige Schwelle überschreiten. Woher kommt der Zuspruch zu diesem ethischen Investment und wie betrifft es nun Ihren Geldbeutel?

 

Während die Mikrofinanz-Fonds früher praktisch nur für die institutionellen Großanleger aufgelegt wurden, fließen mittlerweile immer mehr Anlagegelder von Leuten, die sich für grüne Geldanlagen interessieren, in diese Kapitalanlage. Der Hintergrund: neben dem sozialen Aspekt sind die von den Mikrofinanz-Fonds gebotenen Zinsen von rund 2 bis 4 Prozent pro Jahr mittlerweile sehr attraktiv. Während solche Zinsen vor einigen Jahren nämlich auch auf den normalen Konten der Umweltbanken geboten wurden, liegt der Zinssatz der Banken aktuell meist unter 1%. Da sind die Mikrofinanz-Fonds mit z.B. 2,6% letztes Jahr (Invest in Visions) interessant. Und das bei einer Volatilität von 0,6% über den gesamten Sektor gesehen; also sehr geringen Schwankungen.

 

Und hier könnte es Ihren Geldbeutel betreffen: Während die Konditionen für Tagesgeld bei der GLS Bank zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Blog-Beitrags bei 0,1% lagen, hat der Invest-in-Visions in der Privatkunden-Tranche alleine im Monat März 0,28% zugelegt. Er würde so auf eine jährliche Verzinsungen von 3,36% kommen, was sowohl Ihnen als Anleger hilft, aber trotzdem noch ein vernünftiger Rahmen ist, um auch den Kreditnehmern vor Ort faire Konditionen bieten zu können. Ebenfalls für sicherheitsorientierte Anleger spannend: unser Musterdepot Sicherheit.

 

 

 

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Grünes Geld Geschäftsführer Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun. Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

BHKW’s: Mit den Wirkungsgrad-Königen ökologisch sinnvoll Geld verdienen

Dienstag, 15. April 2014

Herr Banasiak, Geschäftsführer von Luana Capital, war diese Woche zu Gast bei Grünes Geld und stellte Carmen Junker und Gerd Junker das neue Projekt von Luana Capital „Blockheizkraftwerke Deutschland 2“ vor. Im Rahmen dieses Gespräches beantwortete er uns einige Fragen:

 

Herr Banasiak, Sie bieten aktuell Ihr 2. Blockheizkraftwerk Projekt an. Was sind Blockheizkraftwerke eigentlich und wie ökologisch sinnvoll sind diese?


Ein Blockheizkraftwerk („BHKW“) besteht aus einem Verbrennungsmotor und einem angekoppelten Generator, wodurch gleichzeitig Strom und Wärme produziert wird. So erklären sich die hohen Nutzungsgrade von über 90%, da ca. 60% Wärme und 30% Strom produziert werden. Durch diese Effizienz lassen sich in erheblichem Maße fossile Brennstoffe einsparen, was der Umwelt nachhaltig zugutekommt.

 

Ein weiterer Vorteil der Technologie liegt darin, dass die BHKW jeweils bei Bedarf zu- bzw. abgeschaltet werden können. Das ist naturgemäß bei Wind, Sonne und Wasser nicht möglich. Experten gehen insofern davon aus, dass ohne den Einsatz von BHKW die Energiewende in Deutschland nicht möglich ist. In unserem Fondskonzept werden die BHKW zudem dezentral eingesetzt; das bedeutet direkt am Ort, wo die Energie auch verbraucht wird. So werden unsere Energienetze entlastet.

 

Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass der Einsatz der BHKW im Rahmen des Fondskonzeptes den zweifelsohne ökologisch bestmöglichen Ansatz verfolgt.

 


Vielen Dank für die Erklärungen zu Technik und ökologischer Wirkung. Wie wird daraus nun ein für Anleger interessantes Projekt; was genau macht das Projekt „Blockheizkraftwerke Deutschland 2“?


Der Kern des Konzeptes funktioniert folgendermaßen: Die Fondsgesellschaft erwirbt an 20 deutschen Standorten BHKW und veräußert an die jeweiligen Endkunden Wärme und Strom. Die BHKW nutzen dabei die individuellen Einsparpotenziale dieser Endkunden. So entsteht durch den intelligenten Einsatz einer energieeffizienten Technik ein für den Anleger nicht nur in seinen finanziellen Eckdaten außerordentlich attraktive Beteiligungsmöglichkeit. Die Investition in Sachwerte auf dem Heimatmarkt Deutschland und die erfahrenen Partner bieten das Maß an Sicherheit, das für dieses Produkt zu jedem Zeitpunkt elementare Voraussetzung war. Die Vorbereitungszeit hat dabei einen Zeitraum von mehr als einem Jahr betragen.

 

Marc Banasiak von Luana Capital im Gespräch mit Carmen Junker und Gerd Junker von Grünes Geld.

Marc Banasiak von Luana Capital (links) im Gespräch mit Carmen Junker und Gerd Junker von Grünes Geld.

 

Sie prognostizieren mit einer deutlich zweistelligen Rendite pro Jahr (nach IRR-Methode). Wie können Sie eine so hohe Rendite versprechen – ist das, gerade im Umfeld niedriger Zinsen, überhaupt realistisch?


Das Für und Wider des IRR (Internal Rate of Return) wird in der Literatur seit Jahren kontrovers diskutiert. Hauptkritikpunkt war und ist in der mathematischen Berechnung die sogenannte „Wiederanlageprämisse“, welche impliziert, dass sämtliche Rückflüsse für den Investor zu exakt demselben Wert wieder angelegt werden können. Insofern erhöhen ein zügiger Rückfluss und eine kurze Laufzeit künstlich den IRR. Wir stellen diese Kennzahl dementsprechend lediglich der Vollständigkeit halber dar.

 

Der Fonds zeichnet sich unseres Erachtens vor allem durch die kurze Laufzeit von knapp 7 Jahren bei einer bei einer Gesamtauszahlung von 164% aus. Jeder Investor kann sich insofern also relativ gut selbst ausrechnen wie hoch die Rendite ist (anhand seines persönlichen individuellen Steuersatzes dann eben auch vor bzw. nach Steuer). Eine Beteiligung ist bereits ab EUR 10.000 möglich. Agio wird keines erhoben.


Herr Banasiak, Sie sind Gründungsgesellschafter von Luana Capital. Erzählen Sie unseren Lesern doch etwas über das Emissionshaus und die Unterschiede, die Sie von anderen Häusern abgrenzen.


Wir beschäftigen uns seit der Gründung der Luana Capital vor 6 Jahren ausschließlich mit dem Thema „Grüne Energie“; hier besonders mit den Bereichen Erneuerbare Energie, Energieeffizienz und Energiespeicher. Dort verfolgen wir innovative Ansätze sowohl in der Projektentwicklung als auch in unseren Beteiligungsangeboten. So ist es bereits mit dem ersten Blockheizkraftwerkefonds gelungen, uns in diesem Nischensegment fest zu etablieren. Die Kontinuität des Managements, transparente Strukturen sowie eine offene Kommunikation mit Partnern und Investoren genießen in unserem Geschäftsmodell hohe Priorität. Die schlanke Struktur ermöglicht es zudem, Kostenvorteile zu generieren und diese im Rahmen der Beteiligungsangebote unmittelbar an die Anleger weiterzureichen. Oberstes Ziel bei der Entwicklung von Investments im Bereich der Grünen Energie ist es, den Investoren die Möglichkeit zu geben, in ein hinsichtlich seiner ökonomischen und ökologischen Parameter zeitgemäßes Finanzprodukt zu investieren.

 

 

Vielen Dank für das Interview!

 

 

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Teil 3 des Weltklimaberichtes – der Zug ist noch nicht abgefahren!

Dienstag, 15. April 2014

Am 13. April legte der IPCC den dritten und letzten Teil des Weltklimaberichtes vor. Kurz zusammengefasst ist die Aussage, dass man die größten Gefahren noch ohne große Einbußen im Wirtschaftswachstum abwenden kann. Aber: „Der Hochgeschwindigkeitszug zur Treibhausgasminderung muss jetzt schnell abfahren, und die Welt muss darauf aufspringen.“, so Weltklimarats-Chef Rajendra Pachauri. Der dritte Teil des Berichtes befasst sich konkret damit, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die weltweite Erderwärmung bis zum Jahr 2100 auf 2 Grad zu begrenzen und welche finanziellen Mittel dafür zur Verfügung gestellt werden müssen.

 

Dreh- und Angelpunkt ist die Verminderung des Treibhausgasausstoßes. Denn trotz aller derzeitigen Bemühungen ist dieser weltweit in den letzten Jahren stetig gestiegen (in den Jahren 2000 bis 2010 im Schnitt um 2,2 %). Wollen wir eine Erderwärmung zwischen 3,7 Grad und 4,8 Grad (im Vergleich seit Beginn der Industrialisierung) bis zum Jahr 2100 verhindern, muss dieser Trend innerhalb der nächsten 8 Jahre umgekehrt werden und die Emmissionen bis Mitte des Jahrhunderts um 40 bis 70 Prozent gedrosselt werden. Möglich wird das mit einer deutlichen Umschichtung von Investitionen in Erneuerbare Energien. Konkret bedeutet das weg von der Förderung und Verbrennung von Kohle, Gas und Öl – hin zur Erzeugung von klimafreundlichen Energien. Aber auch die dringende Notwendigkeit, Energie erst gar nicht zu verbrauchen, wird erwähnt. Die Steigerung der Energieeffizienz industrieller Anlagen und auch von Elektroartikeln für Endverbraucher wird dringend angemahnt. Somit ist der beste Klimaschutz nach wie vor die Energie und die Ressource, die nicht verbraucht wird.

 

Wir alle haben die Zukunft unserer Erde auch für die nachfolgenden Generationen in der Hand (Bildquelle: Bernd Kasper, pixelio.de)

Wir alle haben die Zukunft unserer Erde auch für die nachfolgenden Generationen in der Hand (Bildquelle: Bernd Kasper, pixelio.de)

 

Derzeit wird ja von einigen Politikern und Wirtschaftsvertretern bemängelt, dass die Kosten der Energiewende nach deutschem Vorbild kaum zu tragen sind. Der IPCC hat nun berechnet, dass diese bei einem angenommenem Wirtschaftswachstum zwischen 1,6 und 3 Prozent pro Jahr gerade mal mit einem Minus von 0,06 Prozent zu Buche schlagen. Zudem stellt sich doch auch die Frage, ob uns die Begrenzung der Schäden durch den bereits angelaufenen Klimawandel für unsere nachfolgenden Generationen überhaupt zu teuer sein darf? Der letzte Teil des Weltklimaberichtes kann also durchaus als Ermutigung angesehen werden. Die Begrenzung des Anstiegs der weltweiten Erwärmung auf unter 2 Grad ist möglich und die Umschichtung von Investitionen kann durchaus für positive wirtschaftliche Impulse sorgen. In unserem eigenen Interesse und in dem unserer Kinder sollten wir nicht zulassen, dass die Energiewende ausgebremst wird und den Aufsprung auf den Schnellzug schaffen!

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

Deutsche Umweltstiftung: Nachhaltigkeitsforum 2014 mit Sarah Wiener

Montag, 14. April 2014

 

Grünes Geld Geschäftsführer Gerd Junker nahm als Mitglied des Wirtschaftsrates der Deutschen Umweltstiftung am  2. Deutschen Nachhaltigkeitsforum am 11. und 12. April 2014 in Berlin teil. Mit einem Vortrag auch dabei: Sarah Wiener, Buchautorin und Deutschlands bekannteste Gesundheits-Köchin.

 

 

 

Knapp 80 Experten aus dem deutschsprachigen Raum nahmen am Nachhaltigkeitsforum der Deutschen Umweltstiftung teil. Die Deutsche Umweltstiftung (DUS) ist die älteste und größte deutsche Bürgerstiftung mit aktuell rund 2.000 Stiftern. 1983 gegründet, versucht sie Umwelt- und Sozialziele zu definieren und durchzusetzen.

 

Nach der Begrüßung durch den Vorstand Jörg Sommer richtete der parlamentarische Staatssekretär Uwe Beckmeyer ein Grußwort an die Teilnehmer. Passend zur aktuellen politischen Stimmungslage in der Berlin gab dieser zwar ein Bekenntnis zur Energiewende ab, betonte aber sehr deutlich die Bedeutung der Industrie für den Standort Deutschland. Entsprechend müsse die Industrie geschützt werden, so dass die zahlreichen Ausnahmen für den EEG-Zuschlag richtig seien.

 

Geschäftsführerin Anne-Kathrin Heuer referierte dann über die positive Entwicklung des Wirtschaftsrates. Mittlerweile gibt es sogar 5 Regionalgruppen. Anschließend zeigten Prof. Dr. Rheinhold Leinfelder und Andreas Siemoneit die Bedeutung des Umweltschutzes auf – als Anregungen für einen anschließenden Open-Space-Workshop der Teilnehmer.

 

Weitere Höhepunkt der Veranstaltung: Die Verleihung des Umwelt-Buchpreises der Deutschen Umweltstiftung für das Werk “Zukunftsmenü” von Sarah Wiener und der halbstündige Vortrag zur gesunden, nicht-industriellen Ernährung durch die Autorin des Buches. Nicht zuletzt das drastische Beispiel der Zusammensetzung von Coca Cola zeigte sehr plastisch, dass die Industrie-Lebensmittel der letzten 50 Jahre nichts mehr mit den Lebensmitteln der Menschen in den vorherigen 100.000 Jahren zu tun haben. Für Wiener das Argument schlechthin, dass wir wieder mehr auf die Qualität der Lebensmitteln achten müssen – statt nur auf die Quantität.

 

 

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Köchin und Buchautorin: Sarah Wiener empfängt Buchpreis der Deutschen Umweltstiftung und hält Vortrag.

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

RE03 Windenergie Finnland – Beginn der Bauphase

Freitag, 11. April 2014

Der lange finnische Winter neigt sich langsam dem Ende zu und nachdem der letzte Schnee geschmolzen ist und die Böden aufgetaut sind, rollen die Bagger an und die Bauphase des Windparks Ylivieska Pajukoski des Projektes RE03 Windenergie Finnland beginnt. Gleichzeitig startet das Ende der Platzierungsphase. Interessierte Anleger sollten Ihre Chance nutzen, sich an einem attraktiven Angebot zu beteiligen.

 

Das zukünftige Baufeld des Windparks Ylivieska Pajukoski. Die Anströmungsverhältnisse über diesen Waldflächen sind ideal für die Generierung von Windenergie.

Das zukünftige Baufeld des Windparks Ylivieska Pajukoski. Die Anströmungsverhältnisse über diesen Waldflächen sind ideal für die Generierung von Windenergie.

 

Hier die Eckdaten des Projektes:

 

– attraktiver Standort in Finnland, nur 40 km von der Küste entfernt

– Windenergieanlagen von einem der führenden Hersteller Vestas

– kurze Laufzeit von nur 7 Jahren

– prognostizierter Gesamtmittelrückfluss von 160,42%

– Mindestanlagesumme 10.000,- €

Frühzeichnerbonus in Höhe von einmalig 5%

– 3% Agio

– staatlich geregelte Einspeisevergütung

 

 

 

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Verfasser des Beitrages

Jasmin Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

Was Sie über die Nachhaltigkeitsfonds von Swisscanto wissen sollten

Mittwoch, 09. April 2014

 

Nachhaltige, ethisch-ökologische Fonds für die rentierliche und sichere Geldanlage wünschen sich viele – nach aktuellen Umfragen können sich über 50% der Deutschen vorstellen, zukünftig ethisch-ökologisch zu investieren. Doch die Praxis kann kompliziert werden – welche Unternehmen sind wie nachhaltig; wie eng kann ich den Kreis ziehen, ohne dass damit mein Anlageuniversum zu klein wird? Außerdem die Themen Wasser Investment oder Emerging Markets: wie kann ich in der Nische einen guten Nachhaltigkeitsansatz realisieren?

 

In unserem Video stellen sich zwei hochrangige Spezialisten aus dem Hause Swisscanto den Fragen von Gerd Junker, Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Die wesentlichen und am meisten gestellten Fragen der Anleger werden hier beantwortet. Swisscanto Lösungen finden Sie in unseren Grünes Geld Musterdepots häufig eingesetzt. Liebling vieler Anleger ist dabei das Musterdepot Balance, welches ausgeglichen die goldene Mitte zwischen hohen Renditen und niedriger Schwankung findet.

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Kisten nach Ouagadougou – ein gebana Projekt für Burkina Faso

Dienstag, 08. April 2014

Seit den 1970er Jahren bringt gebana Kleinbauern aus dem Süden direkt mit Konsumenten aus Europa zusammen. Mit dem aktuellen Projekt „Kisten nach Ouagadougou“ wird dieses Konzept richtig fassbar.

 

Die Bauern in Burkina Faso brauchen Kisten für den schonenden Transport der reifen Mango. Da es in Burkina Faso keinen Hersteller von solchen Kisten gibt, organisiert gebana die Kisten hier und sendet sie per Schiff hin. 400 Stück werden benötigt für einen vollen Schiffscontainer. Sind die Kisten mit gebrauchten aber noch intakten Sachen gefüllt, entfällt der enorm hohe Importzoll.

 

Diese Transportkisten werden benötigt, um die frischen Mangos sicher nach Europa zu transportieren.

Diese Transportkisten werden benötigt, um die frischen Mangos sicher nach Europa zu transportieren.

 

Das Projekt wird bis zum 24. Mai durch Crowdfunding auf www.visionbakery.com/kisten-nach-ouagadougou finanziert. Ab 30€ Beteiligung erhält man im Tausch 1kg getrocknete Mangos von den Produzenten aus Burkina Faso. Um den Zoll zu senken, sollen uns die Projektunterstützer gebrauchte Sachen wie Werkzeuge, Arbeitskleidung oder Spielsachen senden, um die Kisten zu füllen.

 

Die Laufzeit ist auf 55 Tage begrenzt. Bis dahin muss das Finanzierungsziel (6500€) erreicht sein, sonst geht das Geld an die Teilnehmer zurück.

 

Deshalb: macht mit! Leitet die Idee weiter und bringt eure Kiste nach Ouagadougou.

 

Mehr Infos auf www.gebana.com  und auf

www.visionbakery.com/kisten-nach-ouagadougou

 

 

Wasser Investment: China zeigt den enormen Bedarf

Montag, 07. April 2014

China ist das bevölkerungsreichste Land der Erde. Aufgrund des hohen Wirtschaftswachstums und der Urbanisierung wird in China die Wasserknappheit und die Wasserverschmutzung zu einem immer ernsteren Problem. Um den Wohlstand auch langfristig zu sichern und die Gesundheit der Bevölkerung nicht weiter zu gefährden, muss das chinesische Wirtschaftsmodell in Richtung Nachhaltigkeit umgewandelt werden. Entsprechend hat sich die Regierung ehrgeizige Ziele in den Bereichen Wasserqualität und Wassereffizienz gesetzt. Davon profitieren entsprechend aufgestellte Wasserfirmen mit Angeboten in diesen Bereichen, so das „Sutainable Investment Spotlight“ des Sustainable Investment Research der Bank J. Safra Sarasin.

 

Werft an verschmutztem Yangtse

Die Wasserqualität Chinas muss verbessert werden (hier: Werft am Yangtse, Foto Dieter Schütz / pixelio.de)

Pro Person beträgt die Wasserverfügbarkeit nur 2.100 m³ in China – das ist lediglich 1/3 des weltweiten Durchschnitts. Doch das ist nicht das wesentliche Problem in China. Es geht um die ungleiche Verteilung im nach der Fläche viertgrößten Land der Erde. Der Norden ist in China wesentlich trockener als der Süden. Trotzdem wird der Norden intensiv genutzt. So befinden sich 2/3 der landwirtschaftlichen Flächen im Norden und rund 50% des Bruttoinlandproduktes werden hier erwirtschaftet. Die 70% der Wasserreserven des Südens müssten also besser im Norden sein. Da im Westen der gebirgige und schwer nutzbare Teil Chinas liegt konzentriert sich die Bevölkerungsdichte primär auf den Osten. Entsprechend ist auch die Wasserknappheit im Nord-Osten am stärksten.

 

Wie auch im Reset der Welt, so verbraucht auch in China die Landwirtschaft die größten Wassermengen – nach Angaben des National Bureau of Statistics, China, waren das im Jahre 2010 61%, während der Beitrag zum BIP in China nur rund 10% beträgt (kommend von 15% im Jahr 2000). Besonders bedenklich: nicht nur das Bevölkerungswachstum an sich hat den Bedarf an landwirtschaftlich nutzbaren Flächen steigen lassen, sondern auch die veränderten Lebensbedingungen. Denn der höhere Kalorienbedarf und der höher Fleischverzehr pro Kopf führen dazu, dass die Landwirtschaft immer mehr bewässerungsintensive Flächen erschließen musste.

 

Ein weiterer großer Abnehmer für Wasser in China ist die Stromerzeugung, denn dort werden für die Kühlungsprozesse große Mengen Wasser benötigt – speziell bei Kohle-, Kernkraft- und Gaskraftwerken). Der Ausbau der Kraftwerksparks in China verläuft entsprechend der zunehmenden Bevölkerung, des zunehmenden Wohlstands und der zunehmenden Industrialisierung kontinuierlich. China baut dabei sowohl im Bereich der Erneuerbaren Energien zu, aber auch im Bereich konventioneller Kraftwerke.

 

Außerdem ist die Urbanisierung ein Treiber der Wasserproblematik. Während 1982 nur 20% der Bevölkerung Chinas in Städten lebten, sind es 2011 schon 51%. Und der Trend geht weiter, bis 2030 sollen es weitere 300 Millionen Menschen mehr sein. Das Problem: Städter haben einen wesentlich höheren Wasserverbrauch als die Landbevölkerung. Die Infrastruktur der Städte ist auf diesen Anstieg bei weitem nicht ausgelegt.  So geben nach Angaben der UNO bereits heute 33% der 661 Städte Chinas an, unter Wasserknappheit zu leiden. „Erhebliche Wasserknappheit“ liegt vor bei 17% der Städte.

 

Doch Knappheit ist nur ein Problem. Das andere ist die erhebliche Verschmutzung von Chinas Wasser. Laut der FAO sind 80% der Flüsse in einem solch verschmutzten Zustand, dass in Ihnen keine Fische mehr leben können. Aber nicht nur das Flußwasser, auch das Trinkwasser ist erheblich verschmutzt. Laut der chinesischen Regierung sind 57% des Grundwasser schwerwiegend kontaminiert. Hintergrund: weiterhin werden Industrieabwässer und kommunale Abwässer ungereinigt abgeleitet. Umweltvorschriften dazu existieren zwar, werden aber nicht kontrolliert. Die schädlichen Folgen für Mensch, Natur und Tierwelt sind gewaltig.

 

Nach Jahrzehnten des Wirtschaftswachstums hat im aktuellen Fünfjahresplan (2011 bis 2015) nun auch Wasserverfügbarkeit und -qualität eine wichtige Rolle eingenommen:

 

 

 

Ziele China Wasserqualität

Wichtige Wasser-Ziele im aktuellen Fünfjahresplan Chinas (Grafik: Grünes Geld GmbH, Quelle: J. Safra Sarasin)

 

 

 

Dass es die Regierung ernst meint, zeigt sich auch an einem mit 238 Milliarden Euro ausgestatteten Förderprogramm oder in der gezielten Schließung von alten Produktionsstätten. 

 

Entsprechend ergeben sich auch Chancen für Wasserfirmen, zum Beispiel im Bereich der Abwasseraufbereitung. Während nämlich die Wasserversorger traditionell in staatlicher Hand sind, können bei der Wasseraufbereitung auch privatwirtschaftliche Unternehmen eine Rolle spielen. So ergeben sich jährliche Steigerungsraten für die Abwasseraufbereitungskapazität von 17% (!) im Zeitraum bis 2013 bis 2015.

 

Ein anderes Feld mit großem Potenzial ist die Effizienzsteigerung bei der Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen. Denn chinesische Landwirte bewässern ihre Flächen üblicherweise durch Überflutung – eine Methode, die 20 bis 40% mehr Wasser verbraucht als die modernen Standards entsprechende Tröpfchen- oder Sprinklerbewässerung. Hindernisse für eine weitere Verbreitung von solchen Anlagen waren die noch sehr günstigen Wasserpreise in China, die die Regierung aber nun dem wahren Wert von Wasser entsprechend, erhöhen wird.

 

Die Industrie ist der zweitgrößte Wasserverbraucher in China – aber der größte Wasserverschmutzer. Für die Säuberung des Abwassers ist die Industrie auf Filtertechniken und spezielle Chemiekalien angewiesen. Die Produktion dieser Chemikalien hat in den Jahren 2005 bis 2010 um 12% pro Jahr zugelegt und erreicht mittlerweile einen Umsatz von rund 1 Millarde Euro jährlich – Tendenz weiter stark steigend.

 

Aber nicht nur für „weiche Faktoren“ ist das Wasser-Thema ein Risiko. Auch die Wirtschaft leidet darunter – die Weltbank spricht von einer Reduktion des chinesischen BIP um 2,3% pro Jahr durch Wasserknappheit (1,3%) und durch Wasserverschmutzung (1,0%). Begründet sind die Wirtschaftsminderleistungen unter anderem durch Unsicherheiten im Bereich der Wasserzuliefererkette, den Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für Mitarbeiter und Kunden sowie durch das Risiko von stiegenden operativen Kosten aufgrund teurer Wasseraufbereitungsmaßnahmen. 

 

Wasserkrise China: BIP wird spürbar reduziert

Weltbank: China verliert 2,3% des BIP jährlich durch Wasserkrise (Grafik: Grünes Geld GmbH)

 

 

 

 Natürlich betrifft dies besonders die Sektoren, die viel mit Wasser zu tun haben:

 

– Nahrungsmittelproduktion

– chemische Industrie

– Papierherstellung

– Rohstoffabbau oder

– Energieversorgung

 

Die Wasserkosten werden wohl weiterhin steigen, so wie das auch Ziel der chinesischen Staatsregierung ist. Bereits zwischen 2001 und 2013 stiegen zum Beispiel die Abwasserpreise in China um 10% jährlich. Generell ist unklar, wie China’s Regierung die Kosten verteilen will. Nimmt das Bespiel Elektrizitätsreform zur Hand, dann werden über Gebühren alle Wasserverbraucher zur Kasse gebeten. Das würde also auch die Industrie und die Landwirtschaft treffen.

 

Wer in Wasserfirmen, die ja eine beeindruckende Perspektive vor sich haben, investieren möchte, muss bei der Titelauswahl viele wirtschaftliche, politische, finanzielle, soziale und ökologische Aspekte beachten. Speziell der Bereich der Corporate Governance ist bei Wasser Unternehmen aus China oftmals kritisch zu bewerten. Aufgrund der großen Entfernungen und der damit verbundenen schwächeren Informationsversorgung des Anlegers ist eine breite Streuung besonders wichtig. Infolge kommen für die meisten Anleger nur Wasser-Fonds in Frage. Wer in Wasser investieren möchte, sollte sich deshalb unserer entsprechenden Musterdepots einmal genauer ansehen:

 

Zu den Musterdepots für Wasser Fonds

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.