Archiv für Dezember 2014

Frohe Weihnachten!

Dienstag, 23. Dezember 2014

Weihnachtskarte-2_1

 

 

 Wir danken Euch für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in diesem Jahr und wünschen Euch fröhliche und ruhige Weihnachtstage!

 

Wilhelm von Humboldt hat einmal gesagt „Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben“

 

Wir freuen uns, dass wir dieses Jahr mit so tollen Menschen in Verbindung gekommen sind. Menschen die etwas zum Positven verändern möchten, die sich Gedanken machen, Freude daran haben wie Bäume wachsen und die Verantwortung übernehmen. Jeder Einzelne von Euch hat uns und unser Team bewegt und ist uns verbunden.

 

Genießt die freien Tage und feiert ein ausgelassenes Weihnachtsfest!

 

Herzlichst

 

Carmen und Gerd Junker

und das ganze Team Grünes Geld

Erneuerbare Energien: Wie die Wattner Projekte auch 2014 mit hohen Ist-Ausschüttungen Ihre Anleger erfreuen

Dienstag, 23. Dezember 2014

 

 

Ein tolles Beispiel für professionelles Management von Erneuerbaren Energien Projekten liefert auch 2014 Wattner ab. Das Unternehmen hatte bereits 2013 das erste komplett abgeschlossene Erneuerbare Energien Projekt vorweisen können. Der SunAsset 1 konnte seine Anleger mit mehr Ausschüttungen als ursprünglich geplant erfreuen – in nur 5 Jahren wurden insgesamt 86% Gewinn plus die Einlage an die Anleger ausgezahlt. Wattner hat nur die Zahlen für 2014 bekannt gegeben.

 

 

erneuerbare-energien-fonds-mit-guten-ausschuettungen

Bild: RainerSturm / pixelio.de

Erneuerbare Energien Fonds SunAsset 2:: Dieses Projekt betreibt mehrere Solarparks in Deutschland und läuft planmäßig. Die Ausschüttungen dieses Jahr konnten um ein weiteres Prozent durch die Umsetzung des Reservekonzeptes (Bündelung von Solarparks um insgesamt niedrigere Summen als Sicherheiten auf Sperrkonten zu lassen) erhöht werden. Insgesamt erhielten die Anleger in 2014 eine sehr angenehme

 

Ausschüttung von 7,1%

 

(Zum Vergleich: Sparbuchzins GLS Bank am 23.12.2014 – 0,2% p.a.).

 

Erneuerbare Energien Fonds SunAsset 3: Dieses Projekt betreibt ebenfalls eine Reihe von großen Solarparks in Deutschland und ist das Nachfolgeprojekt des SunAsset 2. Auch hier läuft technisch alles nach Plan, lediglich gab es Nachforderungen der finanzierenden Banken bezüglich höherer Einlagen auf Sicherheitskonten. Diese Themen sind weitgehend erledigt und sorgen ohnehin nur für eine zeitliche Verzögerung der Auszahlung. Die Ausschüttung des Projektes an die Anleger

 

in 2014: ebenfalls 7,1%

 

(auch hier der Vergleich: Sparbuchzins GLS Bank am 23.12.2014 – 0,2% p.a.).

 

Erneuerbare Energien Fonds SunAsset 4: Dieses Projekt verfolgte eine andere Idee. Es ging eigentlich um den Bau und späteren Verkauf von Solarkraftwerken in Deutschland. Durch die plötzliche Kürzung der Solarförderung konnten jedoch keine neuen Projekte realisiert werden, da es sich wirtschaftlich nicht lohnte. Der Fonds betreibt deshalb nun auch Kraftwerke. Die Strategie zahlt sich aus:

 

die Auszahlung in 2014 war 5,0%

 

(wieder der Vergleich: Sparbuchzins GLS Bank am 23.12.2014 – 0,2% p.a.).

 

 

 Fuer-mich-interessante-Energiefonds

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wie die Lima Klimaschutzvereinbarung den weltweiten Klimaschutz aufhält

Donnerstag, 18. Dezember 2014

 

Wie in unserem Beitrag vom 1. Dezember 2014 berichtet muss man bei der kürzlich abgeschlossenen Weltklima-Konferenz der UNO in Lima (Peru) mit äußerster Vorsicht auf die Ergebnisse schauen. Schließlich ist es ein hochpolitisches Umfeld und Tricksereien sind an der Tagesordnung. Leider muss man nun feststellen, dass diese Konferenz für den weltweiten Klimaschutz eine Belastung ist und ihn eher aufhält als stützt.

 

 

 

 

 

 

uno-klimaschutz-konferenz-lima-peru

Ziel war ja die Vorbereitung eines Weltklimaschutzabkommens in Paris im nächsten Jahr (dort findet die nächste Konferenz statt). Ob dieses Abkommen jemals zustande kommen wird ist fraglich, ob es dem Klima dient noch viel fraglicher. Denn das Abkommen soll erst 2020 in Kraft treten und die überlastete Atmosphäre wird wohl weiter mit Klimagas vollgepumpt.

 

 

Es sieht leider so aus, dass es diese Regierungen nicht schaffen werden, einen wirklich wirksamen Klimaschutz zu schaffen.  Denn schon alleine das Ziel, nämlich die Reduktion des Ausstoßes der Klimagase zu verringern, ist zu lasch. Alles andere als das Ziel 0-Emission ist für unsere schwitzende Mutter Erde zu wenig.

 

 

Was wurde auf der Klimakonferenz in Lima beschlossen?

Offiziell heißt der Beschluss Lima Call for Climate Action und er wurde nach langwierigen Verhandlungen, 2 Tage später als geplant, erreicht. Wirklich beschlossen wurde auf diesen 43 Seiten Text allerdings nur sehr wenig. Vielmehr geht es um Optionen und Handlungsmöglichkeiten. Es geht lediglich um eine Grundlage, auf deren Basis weiter verhandelt werden kann. Es geht um Grundlagenarbeit für den Kongress in Paris nächstes Jahr. Allerdings ist diese Arbeit noch rudimentär, dass viele an einem Vertrag in Paris schon heute zweifeln.

 

Der größte Erfolg, und da sind sich die Teilnehmer der Konferenz einig, er der, dass nun weiter verhandelt wird. Seit den konkreten Zielen der Kyoto-Konferenz von 1997 gab es nichts vergleichbares mehr. Man bleibt im Ungewissen und die Klimakonferenz, die ein Speerspitze des Klimaschutzes war, ist nunmehr eher Zuschauer geworden. Die Kommunen und Gemeinden, die Unternehmen und Bürger schreiten Schritt-für-Schritt voran. Aber die UN Klimakonferenz bleibt stehen. Trauig.

 

 

Der Schaden durch die Klimakonferenz

Der Kompromiss von Lima schiebt die Entscheidung um ein weiteres Jahr hinaus. Ein weiteres Jahr werden UN-Mitarbeiter und Regierungsmitarbeiter aus der ganzen Welt durch die Gegend jetten. Ein Jahr wird weiter Hoffnung auf einen neuen Weltklimavertrag gesetzt. Und letztlich werden in Paris entweder die Verhandlungen komplett platzen, oder es wird eine vollkommen untaugliche Vereinbarung stehen, die selbst  das viel zu lasche 2-Grad-Ziel für die maximale Erderwärmung nicht einhalten kann.

 

Es wäre besser gewesen, das Scheitern dieses UN-Prozesses einzugestehen.

 

Lima in Peru: Hätte neue Hoffnung für den Klimaschutz gegben sollen

All die Energie der Kämpfer für ein sauberes Klima könnte besser genutzt werden. Es könnten Initiativen für 100% Erneuerbare Energien in Angriff genommen werden. Es könnte das neue, inoffiziell Ziel der engagierten Klimaretter von max. 350 ppm CO2 in der Erdatmosphäre angegangen werden, statt auf vollkommen unzureichende 2 Grad Celsius hin zu arbeiten.

 

 

Wie’s gehen würde

Klimaschutz findet immer dann statt, wenn sich die Menschen in den Regionen engagieren. Wenn viele Millionen mit machen und Druck auf die Politik auslösen. Dann zerfällt das fossil-atomare Wirtschaftssystem und macht Platz für das 100% Erneuerbare Energien System. Das Beispiel E.ON, wo sich ein großer Konzern aufspaltet, zeigt die Richtung an. Außerdem werden aktive Kohlenstoffsenken benötigt und diese müssen gefördert werden – das können Wälder sein, Biokohle oder Biolandwirtschaft.

 

Und vor allem müssen sich alle Menschen für die Abschaffung der Subventionen für die Alt-Energien einsetzen. Alleine Deutschland hat bereits über 300 Milliarden in 40 Jahren in die Kernkraft investiert, und die Kohlesubventionen sind seit vielen Jahren legendär. So werden Arbeitsplätze, die eigentlich überholt sind, immer weiter am Leben erhalten. Besser wäre klaren Tisch zu machen und die Menschen möglichst in anderen Industriezweigen in gute, wichtige Beschäftigungsverhältnisse zu bringen.

 

 

 Fuer-mich-interessante-Energiefonds

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Spenden statt Geschenke 2014

Donnerstag, 18. Dezember 2014

“Allein mit dem Intellekt werden wir die Herausforderungen unserer Zeit nicht lösen. Klimakatastrophen, Umweltdesaster und interkulturelle Konflikte erfordern kreative Lösungen mit Herz und Verstand, sowie die Fähigkeit zur Kooperation” CreActing.net

 

Wir freuen uns mit unseren GreenHearts kurz vor Weihnachten die Projekte von CreActing.net in Bodhgaya (Indien) unterstützen zu können. Wolfgang Schramm und seine Frau Andrea werden die 500€ Spende im Januar mit nach Indien nehmen und können damit im Rahmen des Theaterprojektes für die Kinder vor Ort einiges finanzieren.

Neben der Versorgung mit frischen Lebensmitteln erhalten die Kinder im Rahmen der Theaterprojekte von CreActing.net sämtliche notwendigen Dinge des täglichen Bedarfs: Handtücher, Zahnbürsten, warme Decken, Teppiche zum Sitzen, Betten, Kleidung und Schuhe. Alles wird vor Ort bei Handwerkern und kleinen Händlern eingekauft. CreActing1

Das Improtheater-Projekt hilft ohne neue Abhängigkeit zu schaffen. Mit der Theaterarbeit reift die Persönlichkeit der Kinder. Aus angepassten schüchternen und kaum Englisch sprechenden Kindern werden selbstbewusste junge Menschen, die ihre Stärken kennen und mutig in die Welt schreiten.

Über die Arbeit vor Ort haben wir in unserem Blog schon einiges berichten können. Wir freuen uns, dass das CreActing Team auch dieses Jahr wieder zahlreiche Momente des Glücks mit den Kindern kreieren wird und wir mit den  Grünes Geld Greenhearts einen Beitrag dazu leisten können.

 

Weitere Informationen zum Projekt gibt es in unserem Blog unter dem Suchbegriff CreActing oder http://bit.ly/1z3rLuO

 

CreActing2

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

Schönes Weihnachtsgeschenk von ForestFinance: CacaoInvest kann Rendite erhöhen

Dienstag, 16. Dezember 2014

 

Rechtzeitig zum Jahresende gibt’s eine gute Nachricht vom Bonner Waldinvestment Anbieter ForestFinance: das beliebte CacaoInvest kann seine Rendite anheben und kommt nun auf 6,6% IRR-Rendite.

 

 

cacaoinvest-forestfinanceCacaoInvest: Wie funktioniert es?

Bei CacaoInvest wird das Anlagekapital zur Hälfte in die Aufforstung von Mischwäldern in Panama, zur anderen Hälfte zur Aufforstung von Kakao-Bäumen in Peru eingesetzt. Damit erhält der Anleger das Beste aus 2 Welten: die langfristige Rendite kommt durch die Edelbäume in Panama. Vorher profitiert der Anleger bereits von den Kakaobäumen, denn bei diesen kann die Kakao-Ernte bereits nach dem 5. Jahr beginnen. Es gibt deshalb ab dem 5. Jahr jährliche Ausschüttungen aus dem Verkauf von fertig produzierter, natürlich fairer Edelschokolade aus den eigenen Beständen.

 

Wie konnte nun die Renditeprognose erhöht werden?

ForestFinance pflanzt bereits seit einigen Jahren Kakao und gewinnt immer mehr an Erfahrung. Die bisherigen Ergebnisse sind erfreulich: die Preise für fair gehandelten Edel-Kakao, wie er nur an wenigen Standorten überhaupt hergestellt werden kann, entwickeln sich gut. Und die Ernteerträge sind höher als gedacht. Die Folge: statt bisher 5,4% pro Jahr prognostiziert ForestFinance nun 6,6% p.a. an Rendite.

 

 

 cacao-invest-forestfinance

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Atommüll-Lager: Bundesregierung unsicher ob das Geld reicht

Mittwoch, 10. Dezember 2014

 

Die Atomkraft ist die teuerste Energieform die es gibt. Allerdings kann niemand sagen, wie teuer die Atomkraft wirklich ist, denn die Atommüll-Lagerkosten sind unkalkulierbar. Alleine das Gehalt eines Pförtners eines Atommüll-Lagers,  bezahlt bis der Atommüll ungefährlich wäre, überstiege das vorhandene Kapital aller Menschen der Erde deutlich, so Franz Alt im Grünes Geld Video Interview. Aber ein Endlager wird wohl auch 2050, rund 100 Jahre nach Beginn des Atomkraft-Zeitalters in Deutschland, nicht zur Verfügung stehen. Die Atommüll Diskussion wurde durch die Ankündigung der Aufspaltung von E.on neu  angeheizt.

 

Atommüll wird hier produziert: Neckarwestheim

Atom-Anlage Neckarwestheim: Atom-Müll-Frage ungelöst (Markus Lorch / pixelio.de)

 

Atommüll: Konzerne entledigen sich der Lasten für Atommüll

Der jüngste Coup des Eon-Vorstandsvorsitzenden Johannes Teyssen hat es in sich. Er will seinen Konzern in 2 Teil aufspalten:

 

Teil 1 – Zukunft: Erneuerbare Energien und Netze

Teil 2 – Altlasten: Gas, Kohle und Atom

 

Zwar gehen die angesammelten 14,5 Millarden Euro an Rückstellungen für Atommüll komplett auf den Altlasten-Teil über, doch bereits nach nur 5 Jahren wäre die Haftung  für den Gesamtkonzern erledigt. Reichen die 14,5 Milliarden Euro nicht aus, so müsste letztlich der Steuerzahlen einspringen. Der Zukunfts-Teil von Eon bliebe davon unberührt. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

 

Auch Wettbewerber Vattenfall ist kreativ. Bereits 2012 beendete der schwedische Mutterkonzern Vattenfall AB die Haftung für die deutsche Tochter auf raffinierte Art und Weise, in dem er die Vattenfall Europe AG mit der Vattenfall Deutschland GmbH verschmolz. Denn der Beherrschungsvertrag zwischen Vattenfall AB und Vattenfall Europe AG (die wiederrum für die Vattenfall Deutschland GmbH einstand) war damit hinfällig.

 

Bundesregierung bei Atommüll unsicher

Viele Jahre ging man davon aus, dass gesetzlich vorgeschriebenen Rückstellungen für die Atomkraft bei den Konzernen die ausreichende Antwort auf die Atommüll-Frage seien. Doch es hat sich nun eine grundlegend andere Situation gebildet: während Stromkonzerne früher als ausgemacht profitable Gewinnmaschinen galten, fallen nun sogar Verluste an. Langfristig ist also umstritten, ob die Konzerne die Lasten des Atommüll’s tragen können.

 

Nach Informationen des Handelsblatts vom 6. Dezember 2014 lässt die Bundesregierung deshalb durch die Kanzlei Becker Büttner Held prüfen, ob die “atomrechtlich begründeten Kosten” im Falle einer Insolvenz durch eine Gesetzesnovell vorrangig zu bedienen wären. Außerdem soll geprüft werden, inwieweit sich die Rückstellungen auf Extrakonten zu sichern sind.

 

Insgesamt wurden 36 Milliarden Euro an Rückstellungen für Atommüll gebildet. Ob diese Summe ausreicht, wird mittlerweile bezweifelt.

 

Endlager für den Atommüll weiterhin vollkommen unklar

Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Selbst 57 Jahre nachdem der erste Forschungs-Atommeiler und 42 Jahre nachdem der erste kommerziell genutzte Atommeiler  in Deutschland in Betrieb gegangen sind, weiß niemand wohin mit dem atomaren Abfällen.

 

Erst im Mai 2014 hat die dafür vorgesehene Kommission “Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe” die Arbeit aufgenommen. 34 Experten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wollten ursprünglich bis 2015 die Kriterien für die Suche festlegen.  Doch dieser Fahrplan ist nach monatelangen Streitigkeiten über die  Besetzung der Kommission wohl schon nicht mehr haltbar. Einig ist man sich nur, dass der in Deutschland angefallene Atommüll auch in Deutschland gelagert werden soll.

 

Experten schätzen, dass ein neuer Standort erst nach 2030 gefunden wird. Betriebsbereit wäre dieser vielleicht 2050, also fast 100 Jahre nach Beginn der Atomkraft in Deutschland.

 

Bis dahin dürfte es auch um die Frage von 2 Standorten für den Atommüll gehen. Denn für die Lagerung schwach und mittel radioaktiver Stoffe war bislang der Schacht Konrad vorgesehen. Aber dieser reicht längst nicht mehr  aus, um unseren bisher angefallenen schwach- und mittelradioaktiven Atommüll zu lagern.

 

100% Erneuerbare ist die Alternative zu Atommüll

In der Zwischenzeit werden Aktivisten wie Hans-Josef Fell von der Energie Watch Group nicht müde, die Alternative dazu aufzuzeigen.  “100% Erneuerbare Energien sind machbar”, so Fell. Seine Forderung ist angesichts dieser Diskussionen und dem gerade erst bekannt gewordenen Zwischenfall im größten europäischen Atommeiler in der Ukraine aktueller denn je.

 

 Atomkraftfreie Geldanlagen

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Blockheizkraftwerke Deutschland 2 legt weiter zu: 3 neue BHKW’s übernommen

Mittwoch, 10. Dezember 2014

 

 

Das führende Projekt für Blockheizkraftwerk-Beteiligungen, das BHKW Deutschland 2, legt weiter zu. Bereits 80% des Eigenkapitals wurde eingeworben und 3 neue Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen konnten übernommen werden.

 

 

 

BHKW Deutschland 2 schematischer Aufbau BHKWBHKW Deutschland 2 schon bei 14 Anlagen

Das Projekt plant insgesamt 20 Blockheizkraftwerke im gesamten Bundesgebiet zu kaufen und zu betreiben. Die Standorte wurden bereits identifiziert. Diese breite Streuung bedeutet eine hohe Sicherheit für die Anleger.

 

Aktuell hat der Emittent Luana Capital bekannt gegeben, dass 3 neue Anlagen übernommen wurden. Die Blockheizkraftwerke werden in Wohnungsanlagen in Hamburg im Keller installiert. Sie  sind damit ein schönes Beispiel für dezentrale Energieversorgung.

 

Wohnungsgebäude können für das BHKW Deutschland 2 mit der höchsten Sicherheitsstufe glänzen. Denn durch die hohe Anzahl an Energieabnehmern (Dutzende von Mietern) ist praktisch der Ausfall des Wärme- und Stromkäufers ausgeschlossen. Streuung bringt also auch hier Vorteile.

 

 

Eigenkapital ebenfalls schon zu 80% platziert

Das attraktive Projekt bietet den Anlegern neben hohen Rückflüssen (164% Rückflüsse vor Steuern) eine sehr kurze Laufzeit von nur noch 6 Jahren, und ökologisch sinnvolle, doppelte Nutzung der Primärenergie für Wärme und Elektrizität. Entsprechend gut sind die Platzierungszahlen, denn es wurden mittlerweile 80% des geplanten Eigenkapitals platziert. Mit einem Stopp für die Aufnahme neuer Anleger muss also gerechnet werden (Platzierungsende).

 

 

Ausschüttungen für 2014 höher als prognostiziert

Prognosegemäß wollte das BHKW Deutschland 2 für 2014 erste Anlagen angebunden und erste Strom- und Wärmerlöse verbuchen. Da die Anbindung von mittlerweile 14 BHKW’s gelungen ist konnten mehr Einnahmen erzielt werden als geplant. In der Folge wird die erste Ausschüttung,  die auf 4% prognostiziert wurde, auf 6% erhöht.

 

 

 

Grünes Geld Blockheizkraftwerke Deutschland 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Merkel: Die Rente ist unsicher

Mittwoch, 03. Dezember 2014

 

Es sollte eigentliche eine feierliche Stunde mit guter Laune und guter Mine werden: Bundeskanzlerin Angela Merkel gab dazu am 2. Dezember 2014 eine Festrede zu 125 Jahre gesetzliche Rentenversicherung in Berlin. Doch leider mussten sie und der ehemalige Ex-Minister Norbert Blüm feststellen: die Rente ist unsicher und wird weiter geschwächt.

 

 

 

 

 

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Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel: Ansprache zu 125 Jahren GRV. Die Rente ist unsicher (Bild: Bundesregierung/Bergmann)

 

 

Angela Merkel hat die Feierstunde genutzt, um zu mahnen. Die Deutsche Rentenversicherung sei von zentraler Bedeutung für die Zusammenhalt der deutschen Gesellschaft. Allerdings sei die Altersarmut eine zunehmende Gefahr.

 

Trotz der Erfolgsgeschichte der gesetzlichen Rentenversicherung komme es immer mehr darauf an, dass die Menschen privat zusätzlich vorsorgen. Unter anderem verwies sie auf die Riester-Rente, die 2001 eingeführt wurde und ein richtiger und wegweisender Schritt gewesen sei.

 

Die Rente ist unsicher: 3 Bausteine müssen sein

Die künftige Altersvorsorge muss laut Merkel auf 3 Bausteinen beruhen: die gesetzliche Rente, die Betriebsrente und die private Vorsorge. Nur damit wäre laut Merkel eine gute Versorgung im Alter möglich. Außerdem solle die Wirtschaft verstärkt Arbeitnehmer einstellen, denn nur damit ist es überhaupt möglich, die Menschen länger arbeiten zu lassen und die Renten finanzierbar zu halten.

 

“Wir sind gefordert, Altersarmut vorzubeugen und dafür geeignete Lösungen zu entwickeln.” so Angela Merkel beim Festakt.

 

 

Kritik vom Bundesrechnungshof macht deutlich, dass die Rente unsicher ist

Parallel zu Rede der Kanzlerin legte der Bundesrechnungshof einen Bericht vor. Die Finanzkontrolleure warnen dabei vor “strukturellen Belastungen und Risiken” des Bundeshaushalts, insbesondere durch die Ausweitung der Rentenversicherung. Diese könnten eine nachhaltige Haushaltspolitik in Gefahr bringen. Hier geht es unter anderem um die abschlagsfreie Rente mit 63 und die Mütterrente, beides Werke der aktuellen Koalition aus rot-schwarz.

 

Die Gesetzliche Rente in Zahlen

 

Rente-ist-unsicher-in-zahlen

Noch kommen für 20 Millionen Rentner 50 Millionen Beitragszahler auf: bis 2050 könnte das 50:50 sein.

 

 

 

Unsichere Rente – was können Sie tun?

Schon mit relativ kleinen monatlichen Beiträgen kann praktisch jeder für die Rente etwas tun, denn denn die Altersarmut muss vermieden werden. In unserem Blog zu den 3 Geheimnissen der Altersvorsorge zeigen wir die wichtigsten Punkte auf. Ganz wesentlich: durch den exponentiellen Zinseszins-Effekt ist der wichtigste Faktor die Anspardauer. Es sollten also schon möglichst die Kinder mit kleinen Beiträgen etwas fürs Alter tun.

 

 

 

  Informationen und Angebote

 

 

 

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Wassermangel: Warum Wasser in jedes Depot sollte

Dienstag, 02. Dezember 2014

 

 

Es gibt 2 wesentliche Gründe weshalb Wasser immer rarer wird: Klimawandel und Bevölkerungswachstum. Beide Probleme werden auf Jahrzehnte hinaus ungelöst bleiben. Deshalb dürfen Wasser-Unternehmen in keinem Depot fehlen.

 

 

 

 

wassermangel

Aufgerissene Erde: Der Wassermangel ist ein zentrales Problem des 21. Jahrhunderts (Bild: johnnyb  / pixelio.de)

 

 

Der Lake Oroville im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien ist nach drei Trockenjahren in Folge auf nur noch 32% seiner möglichen Kapazität abgeschmolzen (NBC News).  Seit Anfang 2014 gilt im größten Staat der USA deshalb offiziell der Wassernotstand. Neben den 38 Millionen Menschen der privaten Bevölkerung leiden besonders die Landwirte, denn nach Berechnungen der Universität von Kalifornien müssen sie mit rund 1/3 weniger Wasser zur Bewässerung ihrer Felder auskommen.

 

Der Wassermangel ist also nicht mehr nur ein Problem der Schwellenländer, sondern er ist auch schon in gut entwickelten Industrienationen angekommen. Die Ursachen Klimawandel und Bevölkerungswachstum wirkungsvoll zu bekämpfen ist auf Jahrzehnte hinweg unmöglich.

 

Und auch in Asien wird die Lage immer ernster. Wassermangel führte dazu, dass der Aralsee – früher so groß wie Bayern – auf nur noch 10% seiner Fläche zusammengeschrumpft ist. Die Megacity Sao Paulo rationiert sogar schon das Wasser. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 1,6 Milliarden Menschen (von 7 Milliarden insgesamt) von absoluter Wasserknappheit betroffen. Die WHO warnt sogar, dass 2020 rund 40 Prozent aller besiedelten Regionen unter Wassermangel leiden werden.

 

Wassermangel: neben Klimawandel und Bevölkerungswachstum auch Verschmutzung ein Problem

 

Ein weiteres Problem stellt die zunehmende Verschmutzung des Wassers dar. Die Herstellung eines einzigen Autos verbraucht zum Beispiel 400.000 Liter Wasser. In Europa wurde viel Industrie ausgelagert und die Produktion in die Schwellenländern verlagert – im Schlepptau der Wassermangel, der nur dort noch verschärft wurde. 70% des Grundwassers in China sind teilweise so verschmutzt, dass eine Reinigung zu Reinstwasser, wie es in der Chipproduktion benötigt wird, überhaupt nicht mehr möglich ist.

 

Auch marode Infrastruktur ist Auslöser von Wassermangel

Anders die Probleme in Spanien oder in London. In Süd-Spanien beispielsweise gab es neben zu wenig Niederschlag in den letzten Jahren und wegen zu vieler Gewächshäuser mit sehr hohem Verbrauch Wassermangel. In London sind die Wasserleitungssysteme noch aus dem 19. Jahrhundert, die Folge: 60 Prozent des Wassers versickern ungenutzt. Auch in New York ist die Wasser-Infrastruktur schon 100 Jahre alt, und in anderen Teilen des USA sieht es ähnlich aus. Die US-Umweltschutzbehörde schätzt alleine den Bedarf um die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten auf 138 Milliarden US-Dollar bis 2016.

 

 

wassermangel wieviel die produktion von lebensmitteln kostet

Wassermangel: soviel Liter Wasser werden zur Herstellung verbraucht (Grafik: Grünes Geld GmbH)

 

 

Wassermangel: diese Unternehmen profitieren

 

Es gibt also viel nachzuholen und aufzubauen. Wer große Probleme löst, kann entsprechend auch mit großen Profiten rechnen. Unternehmen die Pumpen, Rohre oder Ventile herstellen sind automatisch Gewinner. Wer sich um die Reinigung der Abwässer kümmert – zum Beispiel Anbieter von Membrantechniken, biologischen Verfahren oder UV-Bestrahlung – kann mit guten Geschäftsaussichten rechnen. “Der Wassermarkt wird stärker wachsen als das Bruttoinlandsprodukt in den jeweiligen Ländern”, so Christian Zimmermann, Wasserexperte bei Pioneer, einem Anbieter von Wasserinvestments.

 

Gute Möglichkeiten um breit gestreut in Unternehmen zu investieren, die dem zunehmenden Wassermangel entgegen wirken, bieten unsere Musterdepots Wasser. Wer neben dem reinen Thema “Wasser” auch sicherstellen will, dass seine Investitionsziele einen guten Umgang mit Umwelt, Mitarbeitern, Wettbewerbern und Eigentümern pflegen, sollte auf unseren Zusatz “Ethik” achten – dann ist sichergestellt, dass Ethik-Kriterien angewendet werden.

 

 

 

 

 

 Wasserknappheit bekämpfen

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

4 Fakten über die Klimakonferenz in Lima die Sie bestimmt noch nicht kannten

Montag, 01. Dezember 2014

 

 

Der Schlitten bleibt in der Garage, die Rentiere rennen nicht sondern grasen auf saftig grünen Weiden. Keine Geschenke. Der Weihnachtsmann kann bereits in diesem Jahrhundert nicht mehr vom Nordpol aus starten. Soviel steht fest – das ewige Eis wird weg sein. Ein Umzug nach Grönland oder die Westantarktis werden nichts bringen – Schnee- und eisfrei. Die Ergebnisse ungezählter Studien und Untersuchungen lassen keinen anderen Schluss zu, als dass die Klimakatastrophe von Menschenhand gemacht ist. Deshalb wird sich heute, am 1. Dezember 2014, die mittlerweile 20. UN-Klimakonferenz im peruanischen Lima versammeln. [Die letzte Konferenz war in 2012 in Doha – hier interessante Ergebnisse einer Umfrage, die wir vorher durchführten und die erstaunlich gut die Ergebnisse vorhersagten.]

 

 

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Lima in Peru: Hier findet ab 1.12.2014 die 20. UN-Klimakonferenz statt (Karte: Google Maps).

 

 

 

Für uns Grund genug, Ihnen 4 Fakten über die Klimakonferenz der 195 teilnehmenden Länder zu präsentieren, die Sie so wahrscheinlich noch nicht kannten. Man sollte sich dazu vor Augen führen, dass sich die Länder bereits 2010 einigten, die  Klimaerwärmung auf 2 Grad Celcius zu begrenzen.

 

Fakt 1: Zwischen den offiziellen Zielen und den Selbstverpflichtungen der Länder klaffen Welten

 

Davon, dass wir die Klimaerwärmung vermeiden oder rückgängig machen wollen, spricht ohnehin niemand mehr. Aber zumindest auf maximal 2 Grad begrenzen – darauf haben sich die Länder geeinigt. Das Problem: nachdem der Top-Down Ansatz (Wieviel dürfen wir maximal emittieren? Das dann herunter gebrochen auf die Länder) nicht funktionierte, will man nun mit Selbstverpflichtungen agieren. Jedes Land soll sich selbst zu Klimazielen verpflichten, die dann zum gewünschten Ergebnis führen sollen.

 

Gemessen werden die globalen Treibhausemissionen übrigens in Gigatonnen CO2-Äquivalenten. Davon emittierte die Erde 1990 rund 35 pro Jahr. Im Jahr 2000 dann rund 38 per Anno. Weitere 1o Jahre später, also 2010, waren es schon 47 (!). Ohne Änderungen wären es in 2050 rund 80. Um das 2 Grad-Ziel zu erreichen benötigt man jedoch eine Senkung bis 2050 auf nur noch 20 Gigatonnen. Und jetzt raten Sie mal, wo wir mit den freiwilligen Selbstverpflichtungen der USA, China, der EU und der anderen Länder in 2050 wirklich heraus kommen würden?

 

Bei gut 60 Gigatonnen pro Jahr, also 3x soviel wie geplant. Das entspräche dann einem 3,6 Grad Szenario der Erderwärmung. Wie die Reduktion von 60 (freiwillig) auf 20 gelingen soll, ist eine ungelöste Frage.

 

Fakt 2: Die Lösungsvorschläge der einzelnen Staaten sind nicht vergleichbar

 

In Lima sollen alle Staaten ihre Lösungsvorschläge für ihre eigenen Einsparungen vorschlagen. Nur: die Vorschläge werden vollkommen unterschiedlich aussehen und überhaupt nicht vergleichbar sein.

 

So geht Deutschland von einem Basisjahr 1990 aus. Von diesem Stand aus sollen die Emissionen bis 2020 um 40% gesenkt werden. In 1990 haben zum Beispiel noch die DDR-Industrieanlagen und Heizungen für einen sehr hohen CO2-Ausstoß gesorgt, so dass Ziele für Deutschland mit der Basis 1990 einfacher zu erreichen sind. Die EU folgt dem Beispiel Deutschlands und nimmt ebenfalls 1990 als Basisjahr.

 

Anders die USA: Dort wird 2005 als Basisjahr verwendet. Nach dem Wirtschaftsboom der 1990er Jahre waren die Emissionen damals sehr hoch. Dann kamen die Finanz- und Wirtschaftskrise so wie der Fracking-Boom (klimaschonendes Gas statt Kohle) und senkten die Emissionen automatisch.

 

Indien oder China haben gleich eine ganz andere Idee: Statt eine Deckelung oder Reduktion wollen sie ihre Treibhausgase in Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum dämpfen.

 

Wie soll damit etwas erreicht werden? Wie soll das überprüft werden?

 

Fakt 3: Es wird getrickst wo’s geht

Eine gute Idee ist die Anrechnung von Klimaschutzmaßnahmen, die eine Industrienation in Entwicklungsländern umsetzt und finanziert. Die damit erzielten Einsparungen darf sich das Industrieland anrechnen lassen. Aber Achtung: wer denkt, dass die Einsparungen nur einmal gezählt werden würde, kennt die komplizierten Wege internationaler Diplomatie nicht: auch das Entwicklungsland darf sich diese Einsparungen anrechnen lassen. Die Maßnahme zählt also doppelt. Effekt pro Jahr: rund 1,6 Gigatonnen zu viel gerechnet.

 

Ein anderer Fall: die EU möchte bis 2030 die Energieeffizienz um 27 Prozent erhöhen. Wie viel das an CO2 einspart hängt natürlich davon ab, wie viel Primärenergie überhaupt gebraucht wird. Studien aus dem Jahr 2007 sagen dazu, dass in 2030 rund 1.880 Mio. Tonnen Öl-Äquivalent verbraucht würde. Aber Achtung: mittlerweile gab es eine Finanz-, Wirtschafts- und Währungkrise. Aktuelle Studien gehen von einem Verbrauch in 2030 von nur noch 1.483 Mio. Tonnen aus. Entsprechend sollte die EU Ihre Zahlen anpassen – tut sie aber nicht, denn das könnte anstrengendere Ziele zur Folge haben.

 

Fakt 4: Ein Fingerzeit auf Entwicklungsländer ist nicht angebracht

 

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Pro Kopf-Emissionen in Tonnen: Deutschland muss auch noch viel tun (Grafik: Grünes Geld GmbH, Zahlen aus “Die Zeit”)

 

 

 

Wer sich die aktuellen Zahlen der Emissionen pro Kopf ansieht muss Unterscheidungen treffen. Ausreißer  wie Katar zeigen, wie man es nicht tun sollte. Industrienationen kann man gut vergleichen, dort stechen die USA sicherlich negativ heraus. Aber auch Deutschland liegt oberhalb des EU-Durchschnitts, was zwar mit der höheren Industriedichte zu tun hat, aber auch zeigt, dass in Deutschland noch viel getan werden muss. Indien schließlich hat allen Grund zu fragen, weshalb es CO2 einsparen soll, wo doch die spezifischen Werte noch weit von Industrienationen entfernt sind.

 

Das 2050-Ziel mit 2 Tonnen pro Kopf erscheint heute zwar kaum erreichbar, wäre bei entsprechender Anstrengung aber in 35 Jahren gut machbar.

 

Ein konsequente Umstieg auf die Erneuerbaren Energien würde helfen. Wir müssen das Ziel 100% Erneuerbare Energien anstreben. Dass das geht ist die Überzeugung aller Experten. Es muss nur intelligent gemacht werden. Gute Beispiele dazu zeigt auch Frank Farenski Film “Leben mit der Energiewende” der jetzt in einer neuen Version zur Verfügung steht. Er ist kostenfrei auf Youtube abrufbar.

 

Wer nicht nur auf die Politik waren möchte, kann jederzeit selbst aktiv werden. Neben der Dämmung der eignen 4 Wände, einer neuen Heizungsanlage oder dem Kauf von Photovoltaikzellen kann man sein Geld auch in Unternehmen investieren, die Klimaschutz aktiv voran treiben. Das bringt Klimaschutz und gute Renditen. Mehr dazu hier:

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: "Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten." Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.