Autor: Carmen Junker 12. Juli 2016

Sparen der Zukunft: Nachhaltige Geldanlagen

Zusammenfassung: Sparen ist schwierig geworden in Zeiten des Niedrig- und Negativzinses. Einfache Sparmodelle mit geringem aber sicherem Ertrag gehören der Vergangenheit an. Wer jetzt sparen will, sollte nachhaltige Geldanlagen ins Auge fassen.

 

 

Sinnbild des Sparens schlechthin. Aber eine gute Geldanlage war das Sparschwein nie.

Sinnbild des Sparens schlechthin. Aber eine gute Geldanlage war das Sparschwein nie.

Sparsamkeit wird schon seit der Antike von vielen Philosophen als Tugend gesehen. Weitergetragen wird der Gedanke durch das Christentum, in der Reformationszeit besonders durch den Schweizer Johannes Calvin, der mit der Betonung der Werte Sparsamkeit und Fleiß die Arbeitsethik des Protestantismus und damit den modernen Kapitalismus entscheidend prägte. Sparsamkeit gilt auch als eine der klassischen preußischen Tugenden und bis heute als „typisch deutsch“.

 

Allgemein ist Sparsamkeit ein neutraler Begriff, der den maßvollen Umgang mit Geld aber auch mit Dingen beschreibt. Sparsamkeit bezeichnet damit die ausgewogene Strategie zwischen Geiz und Verschwendung.

 

Wer spart, denkt an die Zukunft. Das kann zum einen das Sparen für einen bestimmten Zweck sein, wie beispielsweise für eine Reise, eine größere Anschaffung oder für den Bau beziehungsweise Kauf eines Eigenheims. Zum anderen vermittelt ein Sparvermögen Handlungsfreiheiten für unvorhersehbare Ereignisse in der Zukunft. Etwas auf der sprichwörtlichen „hohen Kante“ vermittelt Sicherheit. Schließlich weiß niemand genau, was die Zukunft bringt.

 

Der klassische Ansatz in der Wirtschaftswissenschaft erklärt, dass dann gespart wird, wenn der Sparer durch die Zinsen für seinen Konsumverzicht entschädigt wird. Ein sehr einfaches Modell, dem der britische Volkswirtschaftler John Maynard Keynes Anfang des 20. Jahrhunderts widersprach. Keynes sieht Voraussicht und Vorsicht als entscheidende Sparmotive. Zum einen geht es darum, mehr oder weniger sichere zukünftige Ereignisse finanziell planbar zu machen, zum Beispiel die Altersvorsorge oder die Ausbildung der Kinder. Zum anderen sollen unvorhersehbare zukünftige Ereignisse finanziell abgefedert werden. Doch Sparen ist schwierig geworden in Zeiten des Niedrig- und Negativzinses.

 

 

Sicherheitsbewusste Sparer haben es schwer

Wer vorausschaut, an die Zukunft denkt und eine sichere Sparmöglichkeit sucht, muss sich eine Strategie überlegen, sein Geld sinnvoll anzulegen. Die althergebrachten Rezepte wie Bundesanleihen und das allseits beliebte Sparbuch haben an Attraktivität stark eingebüßt.

 

Seit der Einführung von Sparbüchern vor rund zweihundert Jahren erfreute sich diese Anlageform bis vor Kurzem einer breiten Beliebtheit, schließlich handelt es sich hier um eine leicht verständliche Sparform. Der Sparer verleiht sein Geld an die Bank und erhält Zinsen, die Bank verleiht Geld und erhält Zinsen vom Kreditnehmer. Doch die fallenden Zinsen haben dieses einfache Modell zerstört. Wer also weiter auf leicht nachvollziehbare Modelle setzt, wählt Tagesgeldkonten mit etwas höheren Zinsen. Eine Möglichkeit der Geldaufbewahrung, nicht aber der Geldanlage.

 

Jahrzehntelang standen Bundesanleihen vom Staat bei sicherheitsbewussten Anlegern als seriöse Geldanlage weit oben auf der Beliebtheitsskala. Die Zinsen waren zwar vergleichsweise niedrig, flossen aber zuverlässig. Im letzten Monat wurden nun viele Anleger durch die Meldung erschüttert, dass sie jetzt praktisch Gebühren dafür zahlen, dem Staat Geld zu leihen.

 

 

Vom Sparer zum Zocker?

Die einfachen Sparmodelle mit geringem aber sicherem Ertrag gehören der Vergangenheit an. Seit den neunziger Jahren wurden sie zunehmend von aktienbasierten Anlagemodellen abgelöst. Mit der Einführung der sogenannten Volksaktie der Deutschen Telekom 1996 und den zahlreichen Börsengängen der New Economy rückte die Börse auch für kleine und mittlere Privatanleger in den Fokus. Zu verlockend waren die Möglichkeiten, hier reich zu werden. Doch auf den Börsen-Hype folgte der Crash und damit verbunden die Frage, wie eine sinnvolle Anlagestrategie aussehen kann.

 

 

Konsum statt Sparen?

Konsumieren statt sparen - keine nachhaltige Strategie.

Konsumieren statt sparen – keine nachhaltige Strategie.

„Und dann hau‘ ich mit dem Hämmerchen mein Sparschwein, mein Sparschwein kaputt . . .“ So sang Chris Howland 1961 in seiner bekannten Hämmerchen Polka. Wie Howland halten es viele derzeit. Die Konsumstimmung ist positiv. „Shoppen statt sparen“ lautet die Devise.

 

Laut dem Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK befinden sich aktuell die Bundesbürger in einem Kaufrausch. Ökonomen sehen hier aber auch ein kurzfristiges Phänomen, dass durch angekündigte Tarif- und Rentenerhöhungen bedingt wird. Und altbekannt ist auch die Erkenntnis, dass auf Rausch Katerstimmung folgt.

 

Umweltfreundliche Produkte fristen zwar vielfach noch ein Nischendasein, die Branche befindet sich aber durchaus im Wachstumsbereich. Wer seiner Shopping-Laune nachgeben will und an die Umwelt denkt, findet hier sicher viele Dinge, die sinnvoll sind und Freude machen. Nachhaltiges Shoppen bedeutet aber immer auch, über den langfristigen Nutzen nachzudenken und Alternativen mit in die Kaufentscheidung einzubeziehen. Verzicht auf Unnötiges, stattdessen Geld längerfristig und nachhaltig anzulegen – ein durchaus reizvolles Kontrastprogramm.

 

 

„Der oberste Zweck des Kapitals ist nicht, mehr Geld zu schaffen, sondern zu bewirken, dass das Geld sich in den Dienst der Verbesserung des Lebens stellt.“ Henry Ford

 

 

Vom nachhaltigen Shoppen zum nachhaltigen Anlegen

Wer in die Zukunft investieren will, sollte stets auch globale Umweltfaktoren mit einplanen, denn was nutzt ein Anlagevermögen in einer Welt, in der es keine gesunde Luft, kein sauberes Wasser und keine schadstofffreien Lebensmittel mehr gibt?

 

Konventionelle Finanzberater berücksichtigen vielfach nur drei Faktoren: Zum einen, wie schnell angelegtes Geld wieder verfügbar ist (Liquidität). Zweitens, wie hoch die zu erwartenden Erträge sind (Rentabilität) und schließlich, wie sicher diese Art der Geldanlage ist (Risiko). Verantwortungsvolle Anleger sollten drüber hinaus auch noch mitberücksichtigen, welche Konsequenzen ihre Geldanlage für Mensch und Umwelt hat (Nachhaltigkeit).

 

Persönliche ethische Kriterien können so auch mit der Geldanlage verbunden werden. Etwa durch die Unterstützung von Unternehmen, die sich dem fairen Handel, dem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und er Förderung regenerativer Energien verpflichtet sehen.

 

 

Ökonomie und Moral schließen einander nicht mehr aus

Wer sein Geld nachhaltig anlegen will, benötigt eine gute und umfassende Beratung und einen detaillierten Einblick, welche sozialen, ethischen und ökologischen Aspekte die angebotenen Anlageprojekte genau berücksichtigen. Obgleich die Faktoren des klassischen Renditedreiecks bei nachhaltigen Anlagen erst an zweiter Stelle stehen, haben viele Anlageprojekte beim Thema Rendite genauso gut abgeschnitten wie konventionelle Investments.

 

Die Finanzberatung Grünes Geld GmbH überprüft ihre Projekte regelmäßig nach ethischen und ökologischen Kriterien. Anleger können bei ihren Investments die Themenschwerpunkte auswählen, die ihnen besonders am Herzen liegen. So gehen sie sicher, dass ihr Geld nur bei Unternehmen landet, die auch verantwortlich handeln. Dadurch wird der Einfluss dieser Unternehmen gesteigert und das Anlagekapital wächst. Sicher erfordert das Sparen durch nachhaltige Geldanlagen etwas mehr Zeit und Überblick als das einfache Sparbuch von früher. Doch durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den unabhängigen Finanzberatern, bietet dieses Sparen einen positiven Effekt für das persönliche Vermögen und für Umwelt und Klima.

 

 

Gute Geldanlage: Musterdepots Vermögensaufbau bei Grünes Geld

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.
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