Archiv für Januar 2017

Nachhaltige Staaten – Skandinavien hat die Nase vorn

Dienstag, 31. Januar 2017
Zusammenfassung: Nachhaltigkeit – Kaum ein anderer Begriff hat so stark an Bedeutung gewonnen. Mit Recht, denn Nachhaltigkeit ist überlebenswichtig geworden. Um die Zukunft „enkelgerecht“ zu gestalten, also unsere Lebensgrundlagen für kommende Generationen zu erhalten, haben die Vereinten Nationen Entwicklungsziele für alle Staaten verabschiedet. Bislang hat kein Land dieser Erde diese Ziele vollständig erreicht. Auf einem guten Weg befinden sich unter anderem die skandinavischen Staaten, Deutschland nimmt mit Rang 6 eine gute Position ein.

 

 

Nachhaltigkeit: Die Welt auch für kommende Generationen erhalten!

Nachhaltigkeit – kaum ein anderes Schlagwort hat in den vergangenen Jahren so an Bedeutung gewonnen. Einfach erklärt besagt Nachhaltigkeit, dass nur soviel verbraucht werden darf, wie wieder bereitgestellt (nachgehalten) werden kann –  ein Prinzip, das in der Forstwirtschaft angewendet wird und bei dem nur soviel Holz entnommen werden darf, wie Bäume nachgepflanzt werden. In der modernen Debatte um den Fortbestand unseres Planeten hat sich der Begriff der Nachhaltigkeit weiterentwickelt und bezeichnet die Art des Wirtschaftens, das die Chancen der kommenden Generationen nicht verschlechtert.

 

Die Beurteilung der Nachhaltigkeit ist, angesichts der globalen Klimakrise und den extremen Unterschieden zwischen arm und reich, ein bedeutender Faktor in der Beurteilung von Entwicklungen, Entscheidungen, Produkten aller Art, aber auch von Staaten geworden.

 

 

Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen

2015 haben die Vereinten Nationen auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 17 Ziele beschlossen, die bis 2030 weltweit umgesetzt werden sollen. Alle Staaten sind dabei aufgefordert, eine nachhaltige Entwicklung auf wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Ebene zu sichern. Das bedeutet konkret, dass bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum ein stabiles ökologisches System erhalten werden muss. Außerdem sind die Staaten gefordert, das Auseinanderdriften der Gesellschaft aufzuhalten und Gleichberechtigung, Bildung und Chancengleichheit zu fördern. Darüber hinaus wird die Verantwortung der Staaten betont, für die Ernährungssicherheit, Wasser- und Sanitärversorgung sowie den Zugang zu nachhaltiger und moderner Energie Sorge zu tragen.

 

2016 wurde der erste SDG-Index (Sustainable Development Goals) für die UN-Nachhaltigkeitsziele veröffentlicht. Demnach sind noch alle Länder weit vom Ziel entfernt. Während sich die Industrienationen noch in den Bereichen des nachhaltigen Konsums und der damit verbundenen Entlastung von Umwelt und Klima schwer tun, haben Entwicklungsländer auch weiterhin mit der Eindämmung von Hunger und Armut zu kämpfen.

 

Spitzenreiter beim Erfüllen der UN-Nachhaltigkeitsvorgaben sind die skandinavischen Länder. Schweden, Dänemark und Norwegen belegen die drei Spitzenplätze.

 

 

Nachhaltigkeitsratings für die Finanzmärkte

Nachhaltigkeitsratings haben sich auch zu einem Faktor für die Finanzmärkte entwickelt. Ratingagenturen bewerten dafür die einzelnen Staaten nach Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekten (ESG-Analyse) und liefern Informationen über die jeweilige soziale und ökologische Performance. So können nachhaltige Anlagekonzepte entwickelt und die Chancen innerhalb der Märkte optimal genutzt werden.

 

 

Mustergültiges Skandinavien

Gesunde Wälder – aber auch Schweden muss seinen CO2-Ausstoß reduzieren.

Die Nachhaltigkeit von Staaten wird nach Faktoren wie etwa Bürger- und Menschenrechte, nationale Klimapolitik und dem Verbreitungsgrad von Korruption bewertet. Dazu existieren verschieden Indices, die – unter Berücksichtigung von rund 140 Indikatoren (Sustainable Governance Indicators) – die Zukunftsfähigkeit der Staaten bewerten. Der „Policy Performance Index“ misst dabei den Reformbedarf eines Landes und vergleicht systematisch die ökonomische, soziale und ökologische Nachhaltigkeit. „Quality of Democracy Index“ untersucht die rechtsstaatlich-demokratischen Rahmenbedingungen des Landes und bewertet deren Qualität. Der „Governance Index“ nimmt die Reformfähigkeit des Landes unter die Lupe und untersucht die Leistung der Regierung sowie die Beteiligung und Kontrolle durch Bürger, Parlament und gesellschaftliche Gruppierungen.

 

Innerhalb dieser Bewertungsraster schneiden die Länder Nordeuropas vorbildlich ab. Ihr Vorteil: Gerade im Bereich der gesellschaftlichen Gleichstellung verfügen die Skandinavier über ein gewachsenes Selbstverständnis. Auch in der Bildungspolitik verzeichnen die Nordeuropäer gute Erfolge. Wie alle europäischen Staaten müssen auch Schweden, Dänemark und Norwegen ihren CO2-Ausstoß weiter reduzieren.

 

 

Schweden

Schweden wird auf den ersten Blick schnell mit positiven ökologischen und sozialen Werten in Zusammenhang gebracht – weite Waldflächen, ein solides Bildungssystem, eine lange Tradition in Sachen Gleichberechtigung. Aber ganz ohne eigene Anstrengungen geht es auch in Schweden nicht und diese Anstrengungen zu unternehmen, scheuen sich die Nordeuropäer nicht.

 

Schweden hat die Zeichen der Zeit früh erkannt und ist mit der Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft bereit seit 1999 beschäftigt. 2001 veröffentlichte die Regierung eine nationale Nachhaltigkeitsstrategie, die ein fester Bestandteil der Regierungsarbeit bildet. In jedem Herbst veröffentlicht die Regierung neue Vorschläge für mehr ökologische Nachhaltigkeit. Diese haben einigen Erfolg, denn Schweden liegt mit einem CO2-Ausstoß von durchschnittlich 5,17 Tonnen pro Jahr und Person deutlich unterhalb des europäischen Durchschnitts von 8,33 Tonnen. Kein Wunder, denn das Land setzt konsequent auf Erneuerbare Energien: 22,7 Prozent der Energieversorgung stammt bereits aus regenerativen Quellen (europäischer Durchschnitt bei 11,7 Prozent). Der Anteil fossiler Energieträger beträgt nur noch 9,5 Prozent (europaweiter Durchschnitt bei 51,7 Prozent).

 

 

Dänemark

Auch in unserem nordeuropäischen Nachbarland Dänemark ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Bestandteil der Landespolitik. Die Dänen setzen diese im Sinne der Agenda 21 fortschreitend um und integrieren ihren Nachhaltigkeitsansatz dabei nicht nur in die Umweltpolitik. Die Prinzipien werden auch in der Forstwirtschaft, im Verkehrswesen, in der Energieversorgung sowie in der Industrie umgesetzt. 2001 hat das dänische Parlament seine nationale Nachhaltigkeitsstrategie erklärt. Diese umfasst auch eine grüne Steuerreform und die Halbierung des Konsums innerhalb der kommenden 50 Jahre. 43,1 Prozent der Energie stammt in Dänemark bereits aus erneuerbaren Quellen; von der Atomenergie haben sich die Dänen bereits 1985 verabschiedet und 2003 die letzte Anlage stillgelegt. Mit 7,24 Tonnen CO2-Ausstoß pro Person und Jahr liegt Dänemark zwar noch unterhalb des Durchschnitts in Europa, hat aber noch Optimierungsspielraum.

 

 

Norwegen

Auch Norwegen hat sich bereits mit dem Aktionsplan Agenda 21, der aus der UN-Konferenz von Rio 1992 und der Rio-Nachfolgekonferenz entstanden ist, auf den Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung ihrer Gesellschaft begeben. Norwegen liegt mit 7,8 Tonnen durchschnittlichen CO2-Ausstoß nur knapp unter dem europäischen Mittel. In Sachen Energiegewinnung setzt Norwegen mit 92,7 Prozent auf Wasserkraftwerke.

 

 

Nachhaltig Investieren leicht gemacht

Wer sein Geld nachhaltig anlegen will, baut auf ethische und ökologische Investments in Branchen und Märkten, die sich für den Erhalt von Menschenrechten, Umwelt und Klima einsetzen. Aber es ist in der vernetzten globalen Wirtschaft nicht immer leicht, den Überblick über die vielfältigen Verflechtungen in den Wirtschafts- und Finanzmärkten zu behalten. Gut, wenn man sich dann auf einen erfahrenen Finanzberater verlassen kann, der die hohen Ansprüche an ethisch-soziale Geldanlagen teilt. Grünes Geld, unabhängiger Finanzberater und Spezialist für nachhaltige Geldanlagen, hat mehr als 300 geprüfte Geldanlagen im Angebot.

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

 

Video-Interview mit R. A. Kraemer: Umweltschutz fällt nie hinter die Top 10 zurück

Montag, 30. Januar 2017

Umweltschutz bestimmt in den letzten Monaten nicht mehr die politische Diskussion. Themen wie Flüchtlinge, Brexit oder Donald Trump nehmen mehr Raum ein. Trotzdem ist sich R. Andreas Kraemer, Gründer und langjähriger Geschäftsführer des Ecologic Institute, im Interview mit Grünes Geld Geschäftsführer Gerd Junker sicher, fällt es als Thema nie hinter die Top-10 Themen zurück. Und auch als Thema Nummer 2 oder 3 lässt sich viel erreichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Gold – Nicht immer eine goldrichtige Entscheidung

Freitag, 27. Januar 2017
Zusammenfassung: Gold zählt zu den wertvollsten und begehrtesten Elementen weltweit. Es dient als Material für Schmuck, medizinische und technische Geräte, aber auch als Geldanlage. Gerade in vermeintlich unsicheren Zeiten setzten Anleger teilweise wieder auf scheinbar sichere Werte. Bei Gold gehen dabei viele auch davon aus, dass es sich um eine saubere Sache handele. Doch der Abbau des Edelmetalls schädigt stark die Gesundheit der Arbeiter und die Umwelt. Die Initiative Fair Trade zertifiziert Goldminen mit fairen Arbeitsbedingungen.

 

 

Für viele Menschen ist Gold der Inbegriff einer sicheren und wertbeständigen Geldanlage.

Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe brachte es auf den Punkt: „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles…“ Und in der Tat hat Goethes Titelheld Faust in der gleichnamigen Tragödie mit seinen Schmuckgeschenken an Gretchen einigen Erfolg.

 

Gold ist wertvoll, begehrt und fasziniert seit Jahrtausenden die Menschheit, diente früh als Zahlungsmittel und trat einen unvergleichlichen Siegeszug als Schmuck an. Heute ist die Nachfrage nach Goldschmuck – bedingt durch gestiegene Preise – rapide gesunken, stabil ist die Nachfrage nach Gold in der Zahnmedizin und in der Elektroindustrie.

 

Als Zahlungsmittel  hat das edle Metall zwar weitgehend ausgedient, dennoch spielt Gold noch immer eine Rolle als relativ stabile Geldanlage. Dabei spricht Gold besonders Anleger an, die auf Sicherheit bedacht sind und denen die komplexen Spielregeln der Finanzwelt suspekt erscheinen. Der physische Aspekt des Goldes, etwas zu kaufen und anfassen zu können, ist einleuchtend und vermittelt ein Gefühl von Sicherheit und Wertbeständigkeit. Die Begrenztheit des Goldes ist in der Tat ein Garant für den stabilen Wert. Entsprechend erleben Goldanlagen besonders in wirtschaftlichen Krisenzeiten ein regelrechtes Come-back.

 

Gold als sichere Bank

Anleger, die ihr Geld sicher in Gold investieren wollen, entscheiden sich für Goldbarren, Goldmünzen oder Tresorgold. Letzteres wird professionell verwahrt und gegen Verlust versichert. Eine Investition in Gold sollte langfristig geschehen. Experten raten zu einem Zeithorizont von mindestens drei Jahren. Da Goldbarren nur als Ganzes wieder verkauft werden können, bleiben Anleger mit einer kleinen Stückelung flexibel. Der Kauf und Verkauf von physischem Gold ist steuerlich günstig, da weder Mehrwert- noch Abgeltungssteuer anfallen. Im Gegensatz zu anderen Geldanlagen bringt Gold jedoch weder Zinsen noch Dividende. Wie hoch der Anteil an Gold innerhalb eines Vermögens ausfallen sollte, ist in der Welt der Finanzberater heftig umstritten und pendelt zwischen 3 und 30 Prozent des Gesamtvermögens.

 

Gold lockt jedoch nicht nur sicherheitsbewusste Anleger, die vergleichsweise geringe Erträge in Kauf nehmen. Gold zieht auch sehr risikofreudige Anlegertypen an. Diese investieren vornehmlich in Goldfonds und -aktien, die massiven Schwankungen unterliegen können und entsprechend als hochspekulative Papiere nur Finanzprofis empfohlen werden.

 

 

Gold als Ursache für Krieg und Ausbeutung

Gold stand und steht sinnbildlich für Reichtum und Reinheit. Doch das positive Image von Gold hat auch Schattenseiten, denn die Gier nach Gold war und ist Auslöser von Kriegen, Eroberungen, Kolonialisierung und Ausbeutung. Und der Goldrausch hält weiter an.

 

Schätzungen zufolge werden jährlich weltweit etwa 2.350 Tonnen Gold abgebaut. Führend ist dabei seit rund zehn Jahren China mit einer Fördermenge von 314 Tonnen. Der ehemalige Spitzenreiter Südafrika erreicht noch eine jährliche Fördermenge von 210 Tonnen Gold.

 

 

Goldsucher – gefährlich und wenig ertragreich

Das begehrte Edelmetall Gold vielfach unter schwierigen Bedingungen gewonnen.

Verändert haben sich auch die Abbaumethoden des Goldes. Während bis in die siebziger Jahre in Südafrika der Abbau von Gold im Tagebau gängig war, wird heute bis zu 4.000 Meter tief nach Gold geschürft.

 

Damit ist der Goldabbau auch sehr energieintensiv und verursacht zusätzliche Kosten. Entsprechend steigt auch der Preis des Goldes. Während sich noch 1999 die Förderkosten für eine Feinunze Gold (rund 31 Gramm) auf 280 US-Dollar beliefen, haben sich die Kosten seit dem mehr als verdoppelt.

 

Neben den großen industriellen Minen existieren weltweit eine nahezu unüberschaubare Menge an kleingewerblichen Goldsuchern, die zu großen Teilen unter ausbeuterischen, gefährlichen und gesundheitsschädlichen Umständen arbeiten.

 

Laut der Initiative Fair Trade International gibt es rund 15 Millionen selbstständige Goldschürfer weltweit, die für das gefundene Gold von ihren Abnehmern kaum ein existenzsicherndes Einkommen erhalten. Stattdessen riskieren sie täglich in überschwemmten Schächten ihr Leben und durch das Einatmen giftiger Quecksilberdämpfe ihre Gesundheit. In vielen Regionen gibt es zudem kaum einen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen, von Gesundheitsversorgung ganz zu schweigen.

 

An vielen Orten der Erde wird Gold vollkommen unkontrolliert abgebaut, entsprechend herrscht dort das Recht des Stärkeren. Die Folgen sind blutige Kämpfe und die Zerstörung der Umwelt und der Infrastruktur in diesen Gegenden.

 

 

Faires Gold

Die Initiative Fair Trade, die sich weltweit für einen gerechten Handel einsetzt, zertifiziert auch Gold nach ihren ethischen Standards und setzt sich für die Rechte der Goldschürfer ein. Voraussetzung für eine Fair Trade-Zertifizierung ist, dass der Abbau von Gold legal betrieben wird und die Arbeiter einen Mindestpreis für ihre Goldfunde erhalten. Dieser liegt mit 95 Prozent des von der London Bullion Market Association festgelegten Goldpreises weit über dem sonst üblichen Preis.

 

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld NewsAußerdem macht Fair Trade die Lieferketten und Wege des Goldes transparent. Nicht geduldet werden Kinder- und Zwangsarbeit sowie extrem lange Arbeitszeiten. Da bei der Goldgewinnung häufig Quecksilber und andere giftige Chemikalien eingesetzt werden, legt Fair Trade auch ein besonderes Augenmerk auf Schutzkleidung und Schulungen zur Arbeitssicherheit.

 

Mit der Auszahlung von zusätzlichen Prämien pro Kilogramm Gold werden darüber hinaus auch Gemeinschaftsprojekte in den Regionen unterstützt, beispielsweise Gesundheitseinrichtungen und Schulen. Bislang werden nur wenige Goldminen in Peru, Uganda, Kenia und Tansania von Fair Trade zertifiziert. Das dort gewonnene Gold wird in erster Linie von Goldschmieden und Juwelieren verwendet und mit dem Fair Trade-Siegel versehen.

 

 

Smartphones lösen Schmuck als wichtiges Accessoire ab

Ein bedeutender Bereich, in dem Gold benötigt wird, ist die Smartphone-Produktion. Insgesamt stecken rund 30 Materialien in den beliebten Geräten, die in erster Linie aus Krisenregionen in Afrika stammen. Dazu zählt – neben dem mittlerweile vieldiskutierten „Konfliktmetalle“ Coltan – auch Gold. Zwar versuchen viele Elektronikhersteller Gold aus diesen Ländern zu vermeiden, jedoch machen es komplexe und undurchsichtige Lieferketten schwer, diese Vorsätze auch konsequent zu verwirklichen.

 

Die Hersteller des populären alternativen SmartphonesFairphone 2“ setzen gezielt auf transparente Lieferketten. Das niederländische Unternehmen verwendet in seinen Geräten Module, die nach Fair Trade-Prinzipien hergestellt wurden. Die für die Smartphone-Herstellung benötigten Materialien, wie eben Gold, stammen von Lieferanten, für die faire Löhne und Arbeitssicherheit keine Fremdworte sind.

 

Fair geht vor – auch bei den Finanzen

Gold und Geld bewegt die Welt in der wir leben. Doch im Gegensatz zu Geld, das investiert wird und Entwicklungen voranbringen kann, bewegt eingelagertes Gold nichts. Daher gilt es zu überdenken, ob man bei seinen Geldanlagen nur auf Sicherheit und Werterhalt setzt oder aber auch die richtigen Schalter in der Wirtschaft umlegen und von interessanten Erträgen profitieren will. Gut, wenn Kunden dann auf einen unabhängigen Berater bauen können, der die gleichen ethischen und ökologischen Ansprüche teilt und umsetzt.

 

Grünes Geld, erfahrener Experte für nachhaltige Geldanlagen, bietet mehr als 300 ethische, soziale und ökologische Finanzprodukte für Privatanleger. Hier finden Sie die passende Geldanlage.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Ergebnisse der Umfrage Geldanlage und Religion

Donnerstag, 26. Januar 2017
Zusammenfassung: Nachdem wir im November 2016 mögliche Musterdepots für christlich interesssierte Geldanleger veröffentlichten, haben wir kurz darauf auch eine Umfrage dazu gestartet. Lesen Sie hier die Ergebnisser der Umfrage.

 

In unserem Beitrag vom 16. November 2016 haben wir über die neuen Möglichkeiten ein auf katholischen Werten aufbauenden Geldanlage berichtet (–>hier klicken um zum Beitrag zu gelangen).

 

Ergebnisse der Umfrage Religion und Geldanlage

In der Folge haben wir in der Grünes Geld News vom 25. November 2016 unsere Leser aufgefordert, in einer kleinen Umfrage Ihre Meinung zu Religion in der Geldanlage kund zu tun (bitte klicken zum Download des PDF’s).

 

 

 

Nicht minder interessant sind die Leserbriefe dazu:

 

„Ich finde es immer bedenklich, wenn sich Religionen in Wirtschaft oder Geldmärkte einmischen. Jedoch sehe ich die sozial-ethischen Werte, die hoffentlich dahinter stehen, als sehr wichtig an und würde es begrüßen, wenn diese Werte eine stärkere Rolle bei der Beurteilung von Investments spielten. Besonders börsennotierte Unternehmen, schreiben sich in ihren CSR-Statement alle möglichen Werte auf die Fahne. Wenn man die Realität betrachtet, findet man sie jedoch nur selten gelebt. Es sollte sichergestellt sein, dass Investments also nicht nur auf Basis von Statements, sondern der Umsetzung in der Realität gemacht werden.“
 
 
„Wenn, dann erst recht to the point: die Praxis von Interest wäre überhaupt gegen die Lehre der meiste Religionen, also…??“
 
 
„Ich bin Atheist und habe ein humanistisches Weltbild. Ich halte ethische Werte daher fuer sehr wichtig. Wie auch Sie in Ihrer Einleitung schreiben, denke ich, dass viele positive ethische Werte ebenso in allen wichtigen Religionen vorkommen. Leider gibt es dort aber auch allerlei Regeln und Auffassungen, die mich persoenlich abstossen. Deswegen fuehle ich mich keiner herrschenden Religionsgemeinschaft zugehoerig. Eine Diversifizierung von Produkten nach Religionen foerdert m.E. nur unnoetige Grenzziehungen zwischen verschiedenen Religionen sowie zwischen religioesen und nicht-religioesen Menschen: Denn sie wuerde mindestens unterschwellig andeuten, dass eine bestimmte Religion besonders nahe mit bestimmten ethischen Werten verbunden ist. Das sehe ich erstens tatsaechlich nicht so und faende es zwotens vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen auch ein grundfalsches Zeichen! Ethische Vorteile einer Diversifizierung sehe ich dagegen ueberhaupt keine.“
 
„Für mich ist es irrelevant um welchen Glauben es geht, aber ich vertraue darauf (und hoffe), dass Religionen hohe ethische Werte vertreten und auch danach handeln. Ich will aber auch wissen, wie Religionsgemeinschaften tatsächlich investieren und über Investments entscheiden, sozusagen als Vertrauensbeweis. Für mich wäre /ist es ein No Go, wenn religiöse Investments nicht an ökologischen und sozialen Werten gemessen werden.“
 
„Von mir aus können Sie das ganz sparsam auch mal mit einbeziehen“
 
„Es geht mehr um den ethischen Ansatz als um die Religionsgemeinschaft. Kirchliche Hilswerke (misereor, brot fpr die welt) geniessen bei mir hohes Ansehen, entsprechende aEmpfehlungen würden in meine Entscheidungen mit einfliessen.“
 
„Offen“
 
„Wertfrei informieren statt doktrinieren“
 
„NEUTRAL“

 

Fazit für uns:

 

In der Zusammenfassung lässt sich kein eindeutiges Bild finden. Überraschend war für uns die klare Verteilung der Relgionen: immerhin mehr als die Hälfte unserer Leser ist katholisch, nur 21% sind konfessionslos. Über die Intensität, wie wir das Thema beleuchten sollen, gehen die Meinungen weit auseinander. Für uns steht fest: wir werden auch bei Religion und Geldanlage am Ball bleiben; es wird jedoch kein zentrales Thema unserer Berichterstattung werden.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Video Interview Roman Boner, Swisscanto Invest

Donnerstag, 26. Januar 2017

Swisscanto ist schon länger mit dem Thema ethisch-ökologische Geldanlagen beschäftigt als die meisten anderen Anbieter. Im Grünes Geld Video Interview vom 25. Januar 2017 stellte sich Roman Boner, Portfolio Manager ESG Solutions und Mitglied des Kaders von Swisscanto Invest, den Fragen von Grünes Geld Geschäftsführer Gerd Junker. Mit im Gepäck: sein persönlicher Anlagetipp für einen nachhaltig orientierten Anleger.
 

 

 

 

 

 

 

 

Wer sich mehr für die Swisscanto Investmentfonds interessiert findet sie hier in unseren Musterdepots:

 

 

Für niedrige Schwankungen:

Für ein ausgewogenes Depot:     
Für hohe Zuwächse:
Für das Thema Wasser:
   

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

„Zukunftsenergie Deutschland 4“ ist wieder verfügbar

Dienstag, 24. Januar 2017
Zusammenfassung: Die grüne Vermögensanlage „Zukunftsenergie Deutschland 4“ des Sachwertspezialisten Neitzel & Cie. ist im Dezember von der BaFin wieder genehmigt worden und wird seit Anfang des Jahres vertrieben. „Zukunftsenergie Deutschland 4“ investiert zu 70 Prozent in Photovoltaik-Anlagen und zu 30 Prozent in Blockheizkraftwerke. Die Laufzeit der Anlage ist bis Ende 2025 geplant. Die Erträge werden mit bis zu 8 Prozent pro Jahr prognostiziert.

 

 

Gute Nachricht für Anleger: „Zukunftsenergie Deutschland 4“ ist wieder verfügbar

Gute Nachrichten für Anleger, die sich für ertragreiche Investments im Bereich der Erneuerbaren Energien interessieren: Seit Anfang des Jahres bietet Asset-Manager und Sachwertspezialist Neitzel & Cie. wieder die erfolgreiche Finanzanlage „Zukunftsenergie Deutschland 4“ an.

 

Voraussetzung für den erneuten Vertrieb war die  Genehmigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), die nach eingehender Prüfung im Dezember 2016 erfolgte.

 

 

Sachwertanlage gemäß dem Kleinanlegerschutzgesetz

Das Hamburger Emissionshaus Neitzel & Cie. hat das Sachwert-Portfolio Zukunftsenergie Deutschland 4″ im Jahr 2015 auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um den vierten  Sachwert aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien.

 

Eine neue Regelung des Kleinanlegerschutzgesetzes von 2015 und dem Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) besagt, dass Prospekte für Emissionen nur noch ein Jahr lang verwendet werden dürfen. „Zukunftsenergie Deutschland 4“ war im August 2015 der erste von der BaFin genehmigte Prospekt nach dieser Vorschrift und musste dann – während der Platzierungsphase – neu vorgelegt, geprüft und gebilligt werden. Entsprechend ruhte im vergangenen Jahr der Vertrieb für dieses Produkt fünf Monate lang.

 

 

„Zukunftsenergie Deutschland 4“ – Fortsetzung des bewährten Konzepts

Mit „Zukunftsenergie Deutschland 4“ setzt Neitzel & Cie. auch weiterhin auf Erneuerbare Energie aus Sonne sowie die Gewinnung elektrischer Energie und Wärme durch Kraft-Wärme-Kupplung. Entsprechend wird zu 70 Prozent in Photovoltaik-Anlagen investiert, mit 30 Prozent der Gelder werden Blockheizkraftwerke gekauft.

 

Insgesamt sollen rund 51 Millionen Euro in entsprechende Anlagen in Deutschland investiert werden. 20 Millionen Euro sind als Eigenkapital von Anlegern geplant. Davon wurden bereits 5 Millionen Euro platziert.

 

Privatanleger können sich ab einer Summe von 20.000 Euro (zuzüglich Agio) an der Finanzanlage beteiligen. Dabei werden steigende Ausschüttungen von 6 Prozent pro Jahr bis zu 8 Prozent pro Jahr prognostiziert.

 

Die Finanzanlage „Zukunftsenergie Deutschland 4“ ist mit einer Laufzeit von insgesamt zehn Jahren geplant worden und soll entsprechend Ende 2025 abgeschlossen werden. Die Rückflüsse sind jährlich geplant; die Gesamtauszahlung soll dann voraussichtlich etwa 168 Prozent betragen (inkl. Rückzahlung des eingesetzten Kapitals).

 

 

Sicherheit bei Sachwerten

Um den Sachwert „Zukunftsenergie Deutschland 4“ für Anleger sicher zu gestalten, investiert Neitzel & Cie. ausschließlich in Projekte an unterschiedlichen Standorten im deutschen Markt. Diese müssen bereits fertiggestellt, von Gutachtern technisch überprüft und behördlich genehmigt sein. Die Anlagen müssen bereits am Netz angeschlossen sein oder über eine Zusage zum Netzanschluss verfügen.

 

Zukunftsenergie Deutschland 4: 70 Prozent der Gelder werden in Photovoltaik-Anlagen investiert.

Durch die Investition in bestehende Anlagen, profitieren die Photovoltaik-Anlagen von „Zukunftsenergie Deutschland 4“ vom Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG), das eine feste Einspeisevergütung für Strom aus Erneuerbaren Energien garantiert. Obwohl die Einspeisevergütung aktuell für neue Anlagen niedriger ausfällt, erhalten bereits laufende Anlagen die alten festgesetzten und höheren Vergütungen.

 

Damit werden Risiken ausgeschlossen, die sich bei der Entwicklung neuer Projekte und beim Aufbau neuer und bislang nicht genehmigter Anlagen entstehen können.

 

Ähnlich dem Erneuerbaren Energien Gesetz, regelt das Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, kurz KWK-Gesetz, die Vergütung von eingespeistem Strom aus Blockheizkraftwerken. Darüber hinaus setzt „Zukunftsenergie Deutschland 4“ auf langfristige Lieferverträge, um die Einnahmen in diesem Bereich zuverlässig planen zu können. Abnehmer für die in Blockheizkraftwerken erzeugte Energie sind beispielsweise öffentliche Einrichtungen, Krankenhäuser oder Industrieunternehmen.

 

Durch die Mischung der Investitionen in Photovoltaik und Blockheizkraftwerke, bietet das Sachwert-Portfolio „Zukunftsenergie Deutschland 4“ eine zukunftsorientierte und sichere Finanzanlage.

 

 

„Zukunftsenergie Deutschland 4“ nimmt Gestalt an

Die ersten Investitionen hat „Zukunftsenergie Deutschland 4“ bereits im vergangenen Jahr getätigt. Gekauft wurde eine Photovoltaik-Anlage für 2,17 Millionen Euro. Die Dachanlage mit einer Leistung von rund einem Megawatt befindet sich seit 2011 in Betrieb und erwirtschaftet eine Einspeisevergütung von 26,07 Cent pro Kilowattstunde Strom. Standort der Anlage ist das Fiege Logistik Zentrum in Dortmund. Darüber hinaus plant Neitzel & Cie. konkret den Ankauf weiterer Anlagen.

 

 

Energiewende und Klimawandel

Um dem weltweiten Klimawandel wirkungsvoll zu begegnen und die Erderwärmung unterhalb der 2-Grad-Celsius-Grenze zu halten, ist die Energiewende in Deutschland beschlossene Sache. Denn die Abkehr von Kohle, Öl und Gas bewirkt die extreme Reduzierung des CO2-Ausstoßes.

 

Bis zum Jahr 2050 sollen Atomkraft und fossile Rohstoffe nicht mehr zu Energieerzeugung genutzt werden. Stattdessen soll die gesamte Energieversorgung des Landes auf Erneuerbaren Energien basieren.

 

Daher werden verstärkt Anlagen für Erneuerbarer Energien benötigt, um die Einspeiseprognosen von Wind- und Sonnenenergie zu erhöhen. „Zukunftsenergie Deutschland 4“ unterstützt das Ziel einer Energiewende in Deutschland durch Investitionen in Photovoltaik-Anlagen.

 

 

Sachwertinvestition mit sonnigen Aussichten

Investitionen in Zukunftsenergien sind nachhaltig und ökologisch sinnvoll. „Zukunftsenergie Deutschland 4“ bietet Anlegern eine Sachwertinvestition mit sehr guten Ertragsprognosen.

 

Im vergangenen Oktober wurde “Zukunftsenergie Deutschland 4” von der Fachzeitschrift „Beteiligungsreport“ in der Kategorie “TOP nachhaltiges Investmentvermögen” mit dem Beteiligungspreis 2016 ausgezeichnet.

 

Anleger, die sich für eine Investition in „Zukunftsenergie Deutschland 4“ entscheiden, erzielen aus steuerlicher Sicht Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb. Eine Investition in „Zukunftsenergie Deutschland 4“ ist eine langfristige unternehmerische Beteiligung, die tiefergehende Einblicke in das Projekt gewährt und damit eine sehr transparente Geldanlage darstellt.

 

Grünes Geld, erfahrener Finanzdienstleister für nachhaltige Geldanlagen, berät Sie gerne umfassend zu dieser Anlage.

 

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

 

Wetter oder Klima? – Auswirkungen der Erderwärmung

Freitag, 20. Januar 2017
Zusammenfassung: Sind die extrem heißen Sommer und die „Jahrhunderthochwasser“ der letzten Jahre Wetterphänomene oder schon Folgen des fortschreitenden Klimawandels? Wie hängt alles miteinander zusammen und was kann gegen die globale Erderwärmung getan werden? – Wichtigste Maßnahmen sind jetzt, CO2 zu reduzieren und klimafreundliche Energien zu nutzen.

 

 

Wetterphänomene beeinflussen unser Leben.

Gerade hatte das Sturmtief „Egon“ weite Teile des Landes in Aufruhr versetzt. Auf den Straßen herrschte Chaos: Autos und Busse kamen ins Rutschen oder blieben stecken. Der Verkehr kam streckenweise komplett zum Erliegen, denn neben dem hohen Schneeaufkommen sorgten auch umgestürzte Bäume und vom Sturm abgerissene Äste sowie weggewehte Mülltonnen für starke Behinderungen. Auch die Bahn musste die Höchstgeschwindigkeit ihrer ICEs drosseln und einige Strecken zeitweise komplett sperren, an den Flughäfen wurden zahlreiche Flüge annulliert. In einigen Regionen fiel zeitweise der Strom aus.

 

Spielt das Wetter verrückt oder sind die Extremsituationen der vergangenen Jahre nur „Ausreiser“ einer völlig normalen Entwicklung?

 

 

Alle reden vom Wetter …

„Alle reden vom Wetter, wir nicht!“ – Mit diesem Slogan warb die Deutsche Bahn Mitte der sechziger Jahre und brachte damit zum Ausdruck, dass moderne Verkehrsmittel von Wind und Wetter unabhängig und zuverlässig sind. Dass sich das nicht völlig bewahrheitet hat, ist hinlänglich bekannt, denn das Wetter beeinflusst auch weiterhin unser Leben. Entsprechend bleibt dass Wetter auch unangefochtenes Small Talk-Thema Nummer eins. Und das mit einigem Recht, denn das Wetter nimmt extremen Einfluss auf die Gefühlslage der Menschen, die Wahl der Kleidung, des Verkehrsmittels, des Urlaubsziels.

 

 

… oder vom Klima

Das unverfängliche Thema Wetter hat seit der fortschreitenden weltweiten Industrialisierung eine weitere Dimension erhalten. Es geht darum, wie weit sich die Einflüsse des Menschen auswirken.

 

Dass sich durch den gestiegenen Ausstoß des Treibhausgases CO2 das Klima verändert hat, wird kaum noch in Frage gestellt. Aber was macht den Unterschied zwischen Wetter und Klima aus?

 

 

 

 

 

Der kleine Unterschied zwischen Wetter, Witterung und Klima

Das Wetter gilt als Sammelbegriff für sämtliche meteorologischen Phänomene. Entscheidend für die Abgrenzung von Wetter und Klima ist jedoch die Zeitspanne eines Phänomens, beispielsweise anhaltende Dürre. Entsprechend beschreibt Wetter die aktuelle Lage, die Witterung gibt den Charakter des Wetters über mehrere Tage oder Wochen wider. Das Klima hingegen beschreibt den Zustand der Atmosphäre über einen längeren Zeitraum hinweg, im Allgemeinen zwischen 30 und 40 Jahren. Dabei wird aus den an einem Ort gesammelten Messdaten ein Mittelwert gebildet, etwa die Durchschnittstemperatur, die Hauptwindrichtung oder die durchschnittliche Niederschlagsmenge. Langzeitmessungen ermöglichen es, den Klimawandel zu beschreiben und Auffälligkeiten zu identifizieren.

 

 

Vom Klimawandel zur Klimakrise

Das aktuelle Wetter können Menschen nicht verändern, sehr wohl aber das Klima beeinflussen. Und genau das hat die Menschheit seit der Industrialisierung massiv getan. Denn seit dem hat der Energieverbrauch in der Industrie und in den privaten Haushalten rasant zugenommen, das Verkehrsaufkommen ist gestiegen. In der Landwirtschaft stehen Massentierhaltung und der Anbau von Monokulturen an der Tagesordnung.

 

Durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe wie Kohle, Öl und Gas werden aktuell jeden Tag 150 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre gebracht. Hinzu kommt das klimaschädliche Methan aus der Viehzucht.

 

Die hohe Konzentration der Treibhausgase CO2 und Methan hat die Atmosphäre aufgeheizt und die globale Erderwärmung vorangetrieben: Das vergangene Jahr war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 und damit mehr als ein Grad wärmer als im vorindustriellen Zeitalter. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich um das wärmste Jahr seit Ende der Eem-Zeit vor mehr als 100.000 Jahren handelt.

 

Die Erderwärmung beschleunigt sich und bringt nicht nur einen Wandel des Klimas mit sich, sondern eine echte Klimakrise. Entsprechend ist ein globales Klimaschutzziel der Vereinten Nationen, die Erderwärmung deutlich unterhalb der 2-Grad-Celsius-Marke zu halten. Das bedeutet nicht, dass die Temperaturen maximal um 2 Grad weiter ansteigen dürfen, sondern dass die Erwärmung gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter die 2-Grad-Grenze nicht passieren darf. 2016 lag die angestiegene Durchschnittstemperatur bereits über 1,1 Grad Celsius zum Vergleichswert.

 

 

Die Folgen der Erderwärmung

Die Erderwärmung lässt den Meeresspiegel ansteigen.

Eine Erwärmung der Erde hat kein „besseres Wetter“ zur Folge, sondern extreme Wetterphänomene wie anhaltende Hitzewellen und Stürme. Hinzu kommt das Schmelzen der Polkappen und des Grönlandeises. Dies führt zu Überschwemmungen bis hin zum Verschwinden ganzer Inseln und Küstenregionen.

 

Damit bringt die Veränderung des globalen Klimas die größte Gefahr überhaupt, denn die Lebensgrundlagen auf der Erde werden unwiederbringlich zerstört.

 

Die Auswirkungen der Erderwärmung machen sich bereits an vielen Orten der Welt bemerkbar.  Der Klimawandel ist bereits in vollem Gange und hat weltweit das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten zur Folge. Entsprechend leiden auch die Menschen, denn Dürre und Missernten verursachen Hungersnöte. Besonders in Afrika – dem Kontinent mit dem geringsten CO2-Ausstoß weltweit – hat das zur Folge, dass unzählige Menschen ihr Land verlassen, das ihnen keine Lebensgrundlage mehr bietet.

 

Aber auch die Wetterextreme in Deutschland häufen sich und dienen als Beleg des fortschreitenden Klimawandels: Die Ursachen für die steigende Anzahl sogenannter „Jahrhunderthochwasser“ liegt durchaus in der stärkeren Verdunstung bei steigende Wärme. Die Folgen sind starke Niederschläge und Überschwemmungen.

 

 

Klimaschutz jetzt!

Während nur noch eingefleischte Klimaschutz-Gegner den Einfluss menschlicher Faktoren auf das Klima leugnen und die Entwicklung als natürlich einordnen, sind sich führende Klimaforscher längst einig, dass der Klimawandel für Wetterextreme und Naturkatastrophen verantwortlich zeichnet. Auch die Verantwortung der Menschheit für den Klimawandel im Anthropozän ist unbestritten.

 

Nun gilt es, das Schlimmste zu verhindern. Ein wichtiger Beitrag, um die Erderwärmung zu stoppen, ist dabei der Verzicht auf fossile Energieträger und  die konsequente Förderung Erneuerbarer Energien sowie klimafreundlicher Technologien.

 

 

Klimaschutz – Investitionen die sich auszahlen

Die Entwicklung des globalen Klimas ist kritisch. Aber von Menschen verursachte Entwicklungen können und müssen auch von Menschen verändert werden. Einer der wirkungsvollsten Faktoren um Veränderungen herbeizuführen und zu beschleunigen ist Geld.

 

Mit gezielten Investitionen in klimafreundliche Technologien, wie beispielsweise Wasserkraftwerke, Sonnen- und Windparks, ökologische Baumaterialien oder Technik für verbesserte Energieeffizienz, kann die Klimakrise wirkungsvoll gebremst werden. 

 

Investitionen in Klimaschutz bringen einen doppelten Gewinn. Zum einen wird das Klima und – damit verbunden – Mensch und Umwelt geschützt. Zum anderen können sich Anleger über gute Erträge freuen.

 

Grünes Geld, Experte für klimafreundliche Geldanlagen, berät Sie zu den vielfältigen Möglichkeiten. So ist Ihr Geld wind- und wetterfest angelegt.

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Sichere Geldanlage 2017: Teil 5 Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

Donnerstag, 19. Januar 2017

 

In den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2017 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun: 2012, 2013, 2014, 2015 und 2016.

 

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

 

Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraftanlagen

 

Sachwerte sind alle Investitionen, die nicht direkt auf Euro lauten, also Immobilien, Aktien, Rohstoffe oder Direktbeteiligungen an Windkraft-Anlagen, Photovoltaikanlagen oder Wäldern. Sie behalten unabhängig von Währungen (Papiergeld, Papieranlagen) einen Wert und sollten zur Beimischung bei jedem Anleger vertreten sein.

 

Im 5. und letzten Teil unserer kleinen Serie „Sichere Geldanlage 2017“ möchte ich einen Blick auf die noch nicht behandelten Sachwerte werfen; Aktien und Immobilien wurden ja bereits beleuchtet.

 

Rohstoffe wie Gold, Öl oder Metalle

 

 

Nach dem Rückgang der Preise für diese Rohstoffe im Jahr 2015 haben die Preise dafür in 2016 durch die Bank angezogen. Nur Agrarrohstoffe wie Kakao, Magerschwein oder Weizen haben nachgegeben. Industriemetalle wie Zink, Nickel oder Kuper legten gar um 85, 45 bzw. 35 Prozent zu. Dieser fulminante Aufschwung wird sich in 2017 kaum wiederholen, aber die Tendenz sollte bei weltweit eher anziehender Konjunktur wohl nach oben zeigen. Dem wichtigste Rohstoff Öl bleibt dabei eine Sonderrolle: wird die Ölschwemme durch hohe Förderung, die den Preis 2015 so abstürzen lies, nachlassen und die Preise nach oben treiben? Aus ökologischer Sicht kann man das nur hoffen.

 

 

Explosion auf einer Ölplattform: Öl bleibt für ökologische Anleger ein rotes Tuch.

 

 

Generell gilt, dass wir hohe Rohstoffpreise absolute begrüßen; damit wird Raubau an Mutter Erde automatisch auf ein Minimum begrenzt. Hohe Preise für Öl, Kohle und Gas beschleunigen den Umstieg zu den Erneuerbaren Energien wirkungsvoller als alle anderen Maßnahmen.

 

Sachwertbeteiligungen in Wälder

 

 

Ein rabenschwarzes Jahr hatte der Sektor der Waldbeteiligungen in 2016 zu beklagen. Gleich mehrer Herausforderungen kamen auf die Branche zu.

 

Zunächst war da die Regulierung: während die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) jahrelang Holzinvestments als Immobiliengeschäfte einstufte, hat sie wenige Monate nach Inkrafttreten des Kleinanlegerschutzgesetzes ihre Meinung geändert und von den Waldinvestmentanbietern gefordert, nur noch von der Bafin genehmigte Verkaufsprospekte zu verwenden. Die Folge: alle Waldanbieter konnten nichts mehr anbieten, denn die Genehmigung eines Prospektes ist ein umfangreicher und zeitfressender Vorgang.

 

ForestFinance hat dies als erstes geschafft und nach rund 1 Jahr sein Angebot wieder auf den Markt gebracht. Lignum war, wie sich mittlerweile herausstellte, schon wirtschaftlich angeschlagen und ist über die zusätzliche Anforderung der Regulierung in die Insolvenz geraten. MillerForest schließlich ist weiterhin dabei, sein Prospekte von der Bafin genehmigen zu lassen.

 

Wie oben erwähnt gab es darüber hinaus einen weiteren Preisrückgang bei Agrarrohstoffen – Kakao und Holz gaben preislich nach. Manche Anleger haben deshalb die Ernte ihrer Bäume hinausgeschoben und damit den naturgegebenen Vorteil von Bauminvestments genutzt. Holzpreise sind zyklisch; entsprechend werden auch wieder höhere Preise kommen. Doch selbst wenn die Preise immer niedrig blieben, wäre durch den Zuwachs an Biomasse ein höhere Ertrag zu erzielen.

 

Sachwertbeteiligungen in Erneuerbare Energien

 

 

Der klassische Markt für ökologisch orientierte Anleger, nämlich der Betrieb von saubern Kraftwerken wie Windparks oder Photovoltaik-Anlagen, ist in 2016 weitgehend ausgetrocknet.

 

Erneuerbare Energien wurden schon früher genutzt. Leider gerieten die Vorteile in Vergessenheit.

 

Dazu führten zwei staatlich verursachte Gründe: zum einen die wesentlich stärkere Regulierung von Finanzprodukten, die in der Folge zu höheren Kosten geführt hat (neben der erhöhten Sicherheit, was sehr positiv ist).

Zum anderen die starke Rücknahme der Förderung der Erneuerbaren Energien. Niedrige staatliche Förderung bedeutet in der Realität, dass kleinteilige Projekte mit Privatanlegern meist unrentabel geworden sind. Industriebetriebe (für den Eigenverbrauch) oder Stromkonzerne (große Mengen, Offshore) können nun noch profitieren, für Kleinanleger ist der Markt schwieriger geworden.

Wie sieht 2017 aus? Nach derzeitiger Lage bleiben die Anlagemöglichkeiten auf wenige Produkte von Anbietern beschränkt, die sich ganz bewusst im Bereich der Erneuerbaren Energien positionieren. Das sind aktuell Neitzel & Cie oder Wattner; vielleicht später im Jahr noch Luana Capital mit einem neuen BHKW-Angebot oder Ökorenta mit einem neuen Angebot im Rahmen ihrer beliebten „Neue Energien“ Serie.

 

 

 

Fazit: Sachwerte bleiben ein wichtiger Baustein für ein ausgewogenes, gut strukturiertes Anlageportfolio. Die Inflationsrate in Deutschland im Dezember 2016 ist auf 1,7 Prozent hochgeschnellt. Sollte sich dieser Trend fortsetzen und weiter steigende Inflation zu beobachten sein, bieten Sachwerte einen guten Schutz, denn sie sind unabhängig vom Wert der Papierwährungen. Aktuell ist das Angebot für ökologisch orientierte Anleger kleiner geworden; die Qualität der verbliebenen Angebote ist jedoch höher als das breitere Angebot vor einigen Jahren war.

 

 

 

 

 

auswahl-interessante-ökologische sachwertanlagen

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2017: Teil 4 Immobilien und Immobilienfonds

Mittwoch, 18. Januar 2017

 

In den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2017 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun: 2012, 2013, 2014, 2015 und 2016.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

 

Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds

 

 

Mietshaus in Berlin: Preise steigen stark

Die Lage für Immobilien hat sich in 2016 in die gleiche Richtung wie in den Jahren zu vor bewegt: die Preise für Immobilien sind gestiegen, die erzielbaren Renditen, da die Mieten nicht in gleichem Maße steigen, sind gefallen. Laut Immobilienscout24 ging es besonders in den Standorten Berlin, München und Stuttgart nach oben. Dort legten die Immobilienpreise zwischen 11,8 und 12,5 Prozent zu. In Düsseldorf, Frankfurt, Köln und Hamburg stiegen sie „nur“ einstellig. Berlin, München und Stuttgart werden wohl Ausnahmen bleiben, denn nach Berlin wollen überdurchschnittliche viele Menschen; in München und Stuttgart ist das Angebot chronisch knapp.

 

Der Blick richtet sich deshalb jetzt von den A- auf die B-Städte; dort werden die Preise wohl stärker steigen. Dazu gehören zum Beispiel Nürnberg, Münster, Augsburg oder Leipzig. Zweitstellige Steigerungsraten bei den Preisen sind hier in 2017 möglich.

 

Drüber hinaus gibt es den Effekt, dass es den Menschen in den Top-Städten zu teuer wird – sie ziehen ins Umland. So steigen zum Beispiel die Preise in Mainz nun stärker, weil man sich Frankfurt nicht leisten kann.

 

Die Mieten werden auch weiterhin nicht so starkt steigen wie die Immobilienpreise, aber sie werden steigen. In Berlin legten allein die Mietpreise für Bestandswohnungen innerhalb von zwölf Monaten um 5,5 Prozent zu. Entsprechend steigt der Druck auf die Politik, die Mietpreisbremse nochmals zu verschärfen. Im Gespräch sind Geldbußen für Vermieter, die zuviel kassieren, oder es sollen die Renovierungsumlagen verringert werden.

 

In der Folge werden die erzielbaren Renditen für Vermieter weiter sinken. Bruttorenditen von 3 Prozent oder weniger sind üblich; nur in preisgünstigen Städten wie Leipzig oder Bremen können auch in guten Lagen noch Renditen mit einer 4 vor dem Komma erzielt werden. Betrachtet man die netto Renditen sind heute gekaufte Immobilien teilweise ein Verlustgeschäft.

 

 

 

Fazit: Weiterhin fließt viel Geld in den vermeintlich sicheren Immobilienmarkt. Sachwerte können ein Ausweg aus dem Zinstief sein. Doch Achtung: die niedrigen Zinsen werden durch Mietpreisbremse, hohe Handwerkerrechnungen und stark gestiegene Preise mehr als ausgeglichen. Angemessene Mietrenditen sind entsprechend im Wohnimmobilienbereich nur noch schwer erzielbar.

 

 

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Smart Grid – Das intelligente Stromnetz bewegt die Energiewende

Dienstag, 17. Januar 2017
Zusammenfassung: Erneuerbare Energien sind im Kommen und verändern das Stromnetz. Da erneuerbare Energieträger schwankende Stromerträge liefern, sind intelligente Lösungen zum Ausgleich gegen Über- und Unterlast der Netze gefragt. Smart Grid übernimmt eine wichtige Steuerungsfunktion in der Vernetzung und Kommunikation und soll außerdem zu einer verbesserten Energieeffizienz beitragen.

 

 

Mit dem „Klimaschutzplan 2050″ hat Deutschland eine langfristige Strategie entwickelt, um sich bis zum Jahr 2050 komplett vom Ausstoß des Treibhausgases CO2 zu verabschieden und damit seinen Teil dazu beizutragen die Erderwärmung wirkungsvoll zu stoppen.

 

Um diese Treibhausgasneutralität zu erreichen, ist der Ausbau Erneuerbarer Energien wie Solarenergie und Windkraft unerlässlich. Ein wichtiges Puzzleteil dabei ist es auch, die Energieversorgung nicht nur klimafreundlich, sondern auch effizienter zu gestalten. Dabei können intelligente Stromnetze, auch unter dem Begriff Smart Grid bekannt, einen wichtigen Beitrag leisten.

 

 

Smart Grid – Kommunikation und Vernetzung

Smart Grid – Intelligente und vernetzte Stromversorgung.

Der Begriff Smart Grid steht für intelligente Stromnetze. Intelligent bedeutet dabei, dass die Stromerzeugung, die Speicherung, die Verbrauchs- und Betriebsgeräte vernetzt sind, sich gegenseitig ansteuern können und miteinander kommunizieren.

 

Ziel dieser intelligenten Vernetzung ist eine sichere, dezentrale und effiziente Energieversorgung. Diese soll die frühere zentrale Stromversorgung ablösen und besser auf die Herausforderungen reagieren können, die sich durch den Einsatz Erneuerbarer Energien ergeben haben. Außerdem sollen intelligente Lösungen helfen, den produzierten Strom effizient zu nutzen und damit den generellen Stromverbrauch zu reduzieren.

 

 

Erneuerbare Energien – Herausforderung angenommen

Erneuerbare Energien sind eine saubere und sichere Lösung für Mensch, Natur und Klima. Durch den Verzicht auf fossile Energieträger entsteht kein klimaschädliches CO2, begrenzte Rohstoffe müssen nicht energieaufwändig gefördert werden. Genutzt werden die natürlichen und unbegrenzten Ressourcen der Umwelt: Sonne, Wind und Wasser.

 

Aber auch die grenzenlose Verfügbarkeit der natürlichen Energieträger hat einen kleinen Haken: Im Gegensatz zur konventionellen Stromerzeugung, liefert die Natur nicht gleichmäßig.

 

Wind- und Sonnenenergie werden erzeugt, wenn die Sonne scheint und der Wind weht, unabhängig davon, ob gerade Strom benötigt wird oder nicht. Entsprechend ist die zuverlässige Stromversorgung mit Erneuerbarer Energie auch eine komplexe Managementaufgabe, denn Stromerzeugung und Stromverbrauch müssen sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.

 

 

Smart Grid – zuverlässige Öko-Stromversorgung

Smart Grid managet Angebot und Nachfrage bei der Stromversorgung. Das klassische Stromnetz wird dabei ergänzt um moderne Kommunikationstechnologie, die Stromerzeuger und Endverbraucher miteinander vernetzt. Durch einen gezielten Datenaustausch können so beispielsweise bei einem Überangebot an Strom Speicher-Aggregate gefüllt werden.

 

Smart Grid ermöglicht es, auf Schwankungen in der Stromversorgung automatisch zu reagieren und diese auszugleichen. Wenn ins Stromnetz zu viel oder zu wenig Strom eingespeist als verbraucht wird, bricht es zusammen. Während bei der konventionellen Stromerzeugung Schwankungen durch zu- und abschalten leicht ausbalanciert werden konnten, sieht das bei Erneuerbaren Energien etwas anders aus, denn hier wird der Strom in vielen dezentralen Anlagen gewonnen.

 

Um das notwendige Gleichgewicht im Stromnetz zu erhalten, ist eine Steuerung und Kommunikation zwischen allen Akteuren wichtig. Smart Grid ermöglicht diese Vernetzung und schließt die Stromproduzenten in einem virtuellen Kraftwerk zusammen, kann Solar- und Windparks steuern, Strom zuverlässig liefern und Überkapazitäten speichern und im Bedarfsfall zuschalten.

 

Smart Grid übernimmt jedoch nicht nur die Steuerung der Stromversorgung. Es bindet auch weitere Konzepte mit ein und kann so auch dazu beitragen, dass Strom gespart und effizient genutzt wird.

 

 

 

Smart Home – keine Utopie mehr

Bereits seit fast zwanzig Jahren prophezeien Zukunftsforscher das intelligente Haus. Gezeichnet werden beispielsweise Szenarien von selbstbestellenden Kühlschränken. Dass sich die vielfältigen Ideen für ein  Smart Home rund um den Dotcom-Hype der Jahrtausendwende nicht so schnell realisierten, hatte nicht allein mit der mangelnden Tragfähigkeit der Konzepte zu tun – es fehlte auch schlichtweg noch an der Leistungsfähigkeit des Internet.

 

Dass diese Zeiten vorbei sind, zeigen die aktuellen Angebote an Dash-Button und anderen smarten Assistenten. Wie smart sich die Haushalte in den kommenden Jahren entwickeln werden, ist noch ungewiss, denn die Akzeptanz dieser Systeme ist in Deutschland bisher gering und mit starker Skepsis begleitet. Schließlich sind sich viele Verbraucher bewusst, dass sie ihr Konsumverhalten so noch stärker durchleuchten lassen.

 

Mehr Erfolg versprechen Lösungen, die den Kunden Kosten ersparen. Hier macht der Smart Grid-Ansatz einiges möglich. Beispielsweise in der Gestaltung des Strompreises. Bei einem hohen Stromangebot im Netz kann Strom günstig angeboten werden. Endverbraucher können dann dieses Angebot nutzen und besonders Geräte nutzen, die viel Energie verbrauchen.

 

Das können zum einen alltägliche Haushaltsgeräte wie Waschmaschine und Geschirrspüler sein. Oder aber auch die eigene Wärmepumpe mit Speicher. Besonders attraktiv ist Smart Grid im Zusammenhang mir Elektroautos. So, wie viele Autofahrer bei günstigen Spritpreisen volltanken, kann auch das Elektroauto günstige Strompreise nutzen und seine Akkus aufladen. Voraussetzung bleibt, dass die Geräte mit einer Datenverbindung zum Stromanbieter ausgestattet sind.

 

 

Smart Meter – Intelligente Zähler sollen beim Stromsparen helfen

Analoge Stromzähler liefern wenige Informationen.

Während die Entwicklung zum Smart Home noch einige Hürden nehmen muss, ist ein Aspekt des Smart Grid-Konzeptes bereits im Alltag angekommen: Der Smart Meter, der intelligente Stromzähler. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen, misst der Smart Meter nicht nur den Stromverbrauch. Ausgestattet mit einer Schnittstelle ist der Smart Meter direkt mit dem Stromversorger verbunden und kann jederzeit Daten zum Stromverbrauch direkt übermitteln.

 

 

Digitalisierung der Energiewende

Im Zuge der Energiewende hat sich die Bundesregierung entschieden, schrittweise alle Verbraucher mit Smart Metern auszustatten. Dabei wird eine EU-Richtlinie umgesetzt, die vorsieht, dass bis zum Jahr 2020 insgesamt 80 Prozent aller Haushalte mit einem Smart Meter ausgestattet sein sollen. Smart Meter ermöglichen ein flexibles Strompreissystem. Mit den bisherigen analogen Stromzählern sind günstigere Tarife bei einem hohen Stromangebot nicht umzusetzen.

 

Seit Anfang des Jahres ist der Einbau eines Smart Meters bei Neubauten für Großkunden mit einem Jahresverbrauch von mehr als 10.000 kWh Strom im Jahr verpflichtend. Private Haushalte mit mehr einem jährlichen Stromverbrauch von mehr als 6.000 kWh sollen bis 2020 über einen Smart Meter verfügen. Der intelligente Stromzähler ermöglicht es, zuverlässige Daten über das Verbraucherverhalten zu gewinnen und Einsparpotenziale zu identifizieren.

Die Deutsche Energieagentur geht von Einsparpotenzialen zwischen 5 und 10 Prozent durch den Einsatz von Smart Metern aus.

 

 

Erneuerbare Energien ausbauen und fördern

Die UN-Klimakonferenz in Marrakesch hat gezeigt, dass viele Staaten die Energiewende voranbringen und die Klimaerwärmung stoppen wollen. Wichtig ist dafür der weitere Ausbau Erneuerbarer Energien und der entsprechenden Infrastruktur.

 

Wer in Erneuerbare Energien investiert tut nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern kann auch mit attraktiven Erträgen rechnen.

 

Grünes Geld, Experte für nachhaltige Geldanlagen, berät sie gerne zu Solarfonds, Windkraftbeteiligung und mehr als 300 weiteren nachhaltigen Geldanlagen.

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.