Autor: Gerd Junker 18. Januar 2017

Sichere Geldanlage 2017: Teil 4 Immobilien und Immobilienfonds

 

In den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2017 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun: 2012, 2013, 2014, 2015 und 2016.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

 

Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds

 

 

Mietshaus in Berlin: Preise steigen stark

Die Lage für Immobilien hat sich in 2016 in die gleiche Richtung wie in den Jahren zu vor bewegt: die Preise für Immobilien sind gestiegen, die erzielbaren Renditen, da die Mieten nicht in gleichem Maße steigen, sind gefallen. Laut Immobilienscout24 ging es besonders in den Standorten Berlin, München und Stuttgart nach oben. Dort legten die Immobilienpreise zwischen 11,8 und 12,5 Prozent zu. In Düsseldorf, Frankfurt, Köln und Hamburg stiegen sie „nur“ einstellig. Berlin, München und Stuttgart werden wohl Ausnahmen bleiben, denn nach Berlin wollen überdurchschnittliche viele Menschen; in München und Stuttgart ist das Angebot chronisch knapp.

 

Der Blick richtet sich deshalb jetzt von den A- auf die B-Städte; dort werden die Preise wohl stärker steigen. Dazu gehören zum Beispiel Nürnberg, Münster, Augsburg oder Leipzig. Zweitstellige Steigerungsraten bei den Preisen sind hier in 2017 möglich.

 

Drüber hinaus gibt es den Effekt, dass es den Menschen in den Top-Städten zu teuer wird – sie ziehen ins Umland. So steigen zum Beispiel die Preise in Mainz nun stärker, weil man sich Frankfurt nicht leisten kann.

 

Die Mieten werden auch weiterhin nicht so starkt steigen wie die Immobilienpreise, aber sie werden steigen. In Berlin legten allein die Mietpreise für Bestandswohnungen innerhalb von zwölf Monaten um 5,5 Prozent zu. Entsprechend steigt der Druck auf die Politik, die Mietpreisbremse nochmals zu verschärfen. Im Gespräch sind Geldbußen für Vermieter, die zuviel kassieren, oder es sollen die Renovierungsumlagen verringert werden.

 

In der Folge werden die erzielbaren Renditen für Vermieter weiter sinken. Bruttorenditen von 3 Prozent oder weniger sind üblich; nur in preisgünstigen Städten wie Leipzig oder Bremen können auch in guten Lagen noch Renditen mit einer 4 vor dem Komma erzielt werden. Betrachtet man die netto Renditen sind heute gekaufte Immobilien teilweise ein Verlustgeschäft.

 

 

 

Fazit: Weiterhin fließt viel Geld in den vermeintlich sicheren Immobilienmarkt. Sachwerte können ein Ausweg aus dem Zinstief sein. Doch Achtung: die niedrigen Zinsen werden durch Mietpreisbremse, hohe Handwerkerrechnungen und stark gestiegene Preise mehr als ausgeglichen. Angemessene Mietrenditen sind entsprechend im Wohnimmobilienbereich nur noch schwer erzielbar.

 

 

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.
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