Archiv für die Kategorie ‘Grünes Geld’

Ökobanken: vollständige Liste mit Sterne-Bewertungen

Mittwoch, 17. Mai 2017
Zusammenfassung: Das Interesse der Deutschen an Ökobanken nimmt zu. Wir haben hier erstmals die komplette Liste aller Ökobanken in Deutschland veröffentlicht.

 

Die Deutschen entdecken immer mehr die Ökobanken. Klar, gegen die Kundenzahlen der Sparkassen, Volksbanken oder der Deutschen Bank sind die Marktanteile noch klein. Doch der Trend ist eindeutig; immer mehr Deutsche haben das Vertrauen in herkömmliche Banken verloren und möchten wissen, wie ihr Geld arbeitet. Alleine der Marktführer, die GLS Bank, konnte im abgelaufenen Jahr Ihre Mitgliederzahl um 10,3 Prozent steigern; das Volumen an Kundenkrediten stieg sogar um 15,2 Prozent.

 

Grund genug für uns, erstmalig eine komplette Liste aller Ökobanken in Deutschland zu erstellen. Wir haben auch gleich Sterne-Bewertungen mit dazu genommen, so dass Sie einen schnellen und guten ersten Eindruck über die Ökobanken erhalten. Die Sterne sind zu den aktuellen Bewertungen verlinkt, das ist wichtig – denn teilweise ist die Anzahl der Bewertungen heute noch gering und man sollte sich die Texte der Bewertungen ansehen. Doch das wird sich in Zukunft ändern und die Bewertungszahlen bei Google werden steigen. Klicken Sie also auch auf die Sterne für aktualisierte Bewertungen.

 

Hier geht’s übrigens zu den aktuellen Konditionen der vier wichtigsten, der GLS Bank, der Umweltbank, der Triodos und der Ethikbank.

 

 

Liste aller Ökobanken Umweltbanken in Deutschland

 


 

 

 

               

 

 

Die Bank für Kirche und Caritas eG ist eine Direktbank mit Sitz in Paderborn. Zielgruppe sind kirchliche Einrichtungen und deren Beschäftigte. Neben Girokonten werden Tagesgeld- und Festgeldkonten angeboten. Es werden keine Sparbriefe, jedoch Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet über die KfW Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Paderborn / Direktbank

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Bank Kirche und Caritas: GENODEM1BKC

Internet: https://www.bkc-paderborn.de

 

 

 


 

 

 

               

 

 

Die Bank für Kirche und Diakonie – KD Bank ist eine Bank mit Sitz in Dortmund und Filialen in Berlin, Dresden, Duisburg, Magdeburg, Mainz, München und Nürnberg. Sie ist für alle Kundengruppen, also auch nicht christliche, offen. Neben Girokonten werden Tagesgeld- und Festgeldkonten angeboten. Es werden keine Sparbriefe, jedoch Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet KfW Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Dortmund; Filialen in mehreren Städten Deutschlands

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Bank Kirche und Diakonie: GENODED1DKD

Internet: https://www.kd-bank.de

 

 

 


 

 

 

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Die Bank für Orden und Mission ist eine Bank mit Sitz in Idstein (Taunus). Sie ist für alle Kundengruppen, also auch nicht christliche, offen. Sie ist auf Anregung der Missionszentrale der Franziskaner in Bonn mit der vr bank Untertaunus eG entstanden. Neben Girokonten werden Tagesgeld- und Festgeldkonten angeboten. Es werden  Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet keine Solarkredite oder Immobilienkredite an. Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte bietet die Bank an.

 

 

Sitz: Idstein (Taunus)

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Bank im Bistum Essen (BIB): VRBUDE51XXX

Internet: https://www.ordensbank.de

 

 

 


 

 

 

               

 

 

Die Bank im Bistum Essen ist eine Direkt-Bank mit Sitz Essen. Zielgruppe sind kirchlich Beschäftigte und an Nachhaltigkeit interessierte, also auch Menschen außerhalb der Kirche. Die Konditionen für kirchliche Einrichtung sind jedoch teilweise besser als für andere Kunden. Neben Girokonten werden Tagesgeld- und Festgeldkonten angeboten. Es werden  Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet zwar keine Solarkredite, aber Immobilienkredite an. Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte bietet die Bank an.

 

 

Sitz: Essen

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Bank im Bistum Essen (BIB): GENODED1BBE

Internet: https://www.bibessen.de

 

 

 


 

 

 

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Die Darlehenskasse Münster ist eine Direkt-Bank mit Sitz in Münster. Zielgruppe sind kirchliche Einrichtungen und ihre Beschäftigte. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, jedoch keine Festgeldkonten, Sparbriefe oder Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet jedoch Solarkredite und Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Münster

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Ethikbank: GENODEM1DKM

Internet: https://www.dkm.de

 

 

 


 

 

 

             

 

 

Die Ethikbank ist eine Direkt-Bank mit Sitz in Eisenberg. Sie ist formal eine Zweigniederlassung der Volksbank Eisenberg eG. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Eisenberg

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Ethikbank: GENODEF1ETK

Internet: https://www.ethikbank.de

 

 

 


 

 

 

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Die Evangelische Bank ist eine Bank mit Sitz in Kassel und insgesamt 15 Filialen in Deutschland und in Österreich (Wien). Zielgruppe sind kirchliche Einrichtungen und an christlichen Werten Interessierte. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten und Wachstumssparen angeboten (keine Sparbriefe). Die Bank bietet Solarkredite über die KfW, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Kassel

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Evangelischen Bank: GENODEF1EK1

Internet: https://www.eb.de

 

 

 


 

 

 

           

 

 

Die Evenordbank ist eine Bank mit Sitz in Nürnberg und Filiale in Fürth. Die Bank ist generell für alle Menschen offen. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Nürnberg

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Evenordbank: GENODEF1N03

Internet: https://www.evenordbank.de

 

 

 


 

 

 

           

 

 

Die GLS Bank ist eine ethisch-ökologische Bank mit Sitz in Bochum und Filialen in Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Stuttgart, Berlin und München. Die Bank ist generell für alle Menschen offen. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten und Sparbriefe, jedoch kein Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Bochum

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der GLS Bank: GENODEM1GLS

Internet: https://www.gls.de

 

 

 


 

 

 

           

 

 

Die Pax-Bank ist eine ethisch-ökologische Bank mit Sitz in Köln und Filialen in Aachen, Berlin, Eichsfeld, Erfurt, Essen, Köln, Mainz und Trier. Die Zielgruppe der Bank kirchliche Einrichtungen und an christlichen Werten Interessierte. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Köln

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Pax-Bank: GENODED1PAX

Internet: https://www.pax-bank.de

 

 

 


 

 

 

           

 

 

Die Steyler Bank ist eine ethisch-ökologische Bank mit Sitz in Sankt Augustin bei Bonn und Maria Enzersdorf bei Wien. Die Bank ist grundsätzlich offen für alle. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Sankt Augustin und Enzersdorf

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Steyler Bank: GENODED1STB (Deutschland) und RVSAAT2SSTB (Österreich)

Internet: https://www.steyler-bank.de

 

 

 


 

 

 

           

 

 

Die Triodos Bank Deutschland ist eine ethisch-ökologische Bank mit Sitz in Frankfurt am Main. Ihre Mutter-Gesellschaft ist die nach eigenen Angaben größte Nachhaltigkeitsbank in Europa und wurde 1980 in den Niederlanden gegründet. Die Bank ist grundsätzlich offen für alle. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet für Privatkunden in Deutschland keine Kredite an. Sie bietet Wertpapierdepots für Investmentfonds und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Frankfurt am Main

Girokonto: ja

Geldautomaten: In Deutschland kann man mit der TriodosKreditkarte an allen Geldautomaten an denen die MasterCard akzeptiert wird, gebührenfrei Bargeld abheben. Auch mit der TriodosBankkarte kann man Bargeld am an Geldautomaten abheben, hierbei fallen allerdings Gebühren des Betreibers des Geldautomaten an

Kreditkarten: ja

BIC der Triodos Bank: TRODDEF1

Internet: https://www.triodos.de

 

 

 


 

 

 

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Die Umweltbank ist eine ethisch-ökologische Bank mit Sitz in Nürnberg. Die Bank ist grundsätzlich offen für alle. Es werden nur Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet Solarkredite und Immobilienkredite an. Sie bietet Wertpapierdepots für Investmentfonds und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Nürnberg

Girokonto: nein

Geldautomaten: keine Girokonten

Kreditkarten: nein

BIC der Umweltbank: UMWEDE7N

Internet: https://www.umweltbank.de

 

 

 


 

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Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Neue Ideen zur Gewinnung von Sonnenenergie

Dienstag, 09. Mai 2017
Zusammenfassung: Solarenergie ist ein wichtiger Teil des Erneuerbaren Energien-Mix. Neue Ideen, wie Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Straßen, helfen, diese Art der Energiegewinnung populärer zu machen. Internationale Pilotprojekte zeigen, dass das Potenzial der Solarenergie noch lange nicht erschöpft ist.

 

Sonne spendet Energie – auch für gute Ideen!

Es gibt nichts Neues unter der Sonne? – Da irrt der Prediger im Buch der Bücher. Gerade im Bereich der Solarenergie werden aktuell viele neue Ideen entwickelt, um diese natürliche Energiequelle sinnvoll und effektiv zu nutzen.

 

Und diese Entwicklungen sind wichtige Puzzleteile auf dem Weg zu einer konsequent umgesetzten Energiewende. Denn nur durch die gezielte Förderung Erneuerbarer Energien kann es Deutschland gelingen, mittelfristig seine Stromversorgung vollständig aus erneuerbaren Quellen zu beziehen.

 

Dabei ist der Abschied von klimaschädlicher fossiler Energiegewinnung ein Ziel, das Deutschland mit vielen Ländern weltweit teilt. Klimaschutz und der Ausbau regenerativer Energien stehen im völligen Einklang mir den Nachhaltigkeitszielen, die von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden. Ziel der Nachhaltigkeitsbestrebungen ist es bis zum Jahr 2030, den fortschreitenden Klimawandel aufzuhalten und die Lebensgrundlagen der Menschheit zu sichern. Darüber hinaus ist die Dekarbonisierung durch die Nutzung umwelt- und klimafreundlicher Energiequellen essentieller Bestandteil des Klimaschutzabkommens von Paris, das aktuell in den Unterzeichnerstaaten schrittweise umgesetzt werden soll.

 

Obgleich viele Staaten gute Absichten bekunden, geht die Entwicklung zu einer völligen Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen noch recht langsam voran. Die Gründe dafür sind vielfältig, zum einen spielen Lobbygruppen auch weiterhin eine wichtige Rolle, zum anderen fehlen teilweise noch infrastrukturelle Grundlagen, um den Kurs bei der Energiegewinnung komplett zu verändern.

 

Um die positive Entwicklung hin zu einer Energieversorgung auf Basis von Erneuerbaren Energien zeitnah umzusetzen, ist daher das Zusammenspiel von Experten aus den Bereichen Politik, Technologie und Wirtschaft notwendig. Denn entscheidend ist der politische und gesellschaftliche Wille zur Veränderung, die technologische Machbarkeit sowie die Finanzierbarkeit der Pläne.

 

 

 

 

Anbietervielfalt treibt die Entwicklung voran

Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind von enormer Bedeutung für eine zügige Umsetzung klimafreundlicher Energiegewinnung. Treiber dieser Entwicklung sind aber auch vielfältige Projekte und Ideen, die neue Horizonte eröffnen. Denn während das klassische Energiegeschäft von einigen „Big Playern“ dominiert und nach klassischen ökonomischen Prinzipien betrieben wurde, werden die Karten bei der Produktion Erneuerbarer Energien neu gemischt. Sicher bilden sich auch hier größere Anbieter heraus, dennoch ist die Produzentenlandschaft in der Energieerzeugung aus Sonne, Wind und Wasser vielfältig. Nach der Liberalisierung des Strommarktes Ende der neunziger Jahre und der damit verbundenen wirtschaftlichen Konzentration auf die vier großen Anbieter E.on, RWE, Vattenfall und EnBW geht jetzt verstärkt wieder der Trend zu einem vielfältigeren Anbieterspektrum. Neben neuen Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien engagieren sich zunehmend auch wieder Kommunen beziehungsweise kommunale Versorgungsunternehmen im Energiemarkt. Positiv dabei: Viele nehmen aktuell ihren Versorgungsauftrag weitreichender wahr und sehen sich nicht allein als Stromlieferant. Beratung zur Einsparung von Strom, verbesserte Effizienz, Angebote für Elektrofahrzeuge, Unterstützung von Car-Sharing-Initiativen gehören mittlerweile genauso zum Portfolio, wie öffentlich zugängliche Solarkataster, die das Potenzial sämtlicher Gebäude für den Bau einer Solaranlage bewerten oder beispielgebende Kraft-Wärme-Kopplung in öffentlichen Gebäuden.

 

Gerade Leuchtturmprojekte beflügeln die Entwicklung zu einer klimafreundlichen Energieentwicklung und zeigen, was alles möglich ist, um eine Energiewende gelingen zu lassen.

 

 

Solarzellen – vom Hausdach auf die Straßen

Photovoltaik-Anlagen sind auf Häuserdächern längst keine Seltenheit mehr. Sowohl kleine Sonnenkollektoren auf privaten Gebäuden, als auch großflächige Photovoltaikanlagen auf großen Industrie- und Gewerbeflächen, die Sonnenenergie ins Stromnetz einspeisen, verbreiten sich stark. Ein besonderer Vorteil dieser Art der Energiegewinnung: bereits vorhandene Flächen werden effektiv genutzt.

 

Auf diesem Prinzip bauen auch Solarteppiche auf, die vorhandene Straßenoberflächen und Schienenwege zur Stromgewinnung nutzen wollen. Der Vorteile dieser Solarstraßen liegen auf der Hand: Die horizontalen Flächen können den ganzen Tag über Sonneneinstrahlung aufnehmen. Da diese Verkehrswege bereits bestehen, wird die Versiegelung und der Verbrauch anderer Flächen vermieden. Darüber hinaus spielt der neuartige Straßenbelag seine Kosten wieder ein, da er günstig sauberen Strom erzeugt. Experten zu Folge könnten durch Fahrbahnen mit integrierter Photovoltaik rund 20 Millionen Elektroautos betrieben werden.

 

Solar-Paneele erobern die Straßen.

Voraussetzung für diese Idee sind sehr stabile und zugleich flexible Solarzellen, die dem Straßenverkehr – auch tonnenschweren LKWs – standhalten können. Nur wenige Millimeter dick, sollen dann diese Photovoltaik-Beläge wie Teppichbodenplatten auf den Straßen ausgelegt werden. Das Fließen-System hat dazu auch den Vorteil, dass sich einzelne Elemente bei Beschädigungen austauschen lassen und die Platten sich flexibel an die örtlichen Gegebenheiten anpassen können. Die Lebenszeit der Solarteppiche wird auf rund 25 Jahre geschätzt. Damit rangiert die Haltbarkeit der Straßen-Photovoltaik sogar noch vor der durchschnittlichen Lebensdauer der üblichen Asphaltierungen.

 

In der Entwicklung befinden sich derzeit bruchsichere Photovoltaik-Module, auch Spezialglas. Im Gegensatz zur klassischen Dach-Photovoltaik, müssen die Solar-Fließen für die Straße einige zusätzliche Anforderungen erfüllen. Zum einen müssen die Platten rutschfest sein, zum anderen müssen sie selbstreinigend sein, damit das Sonnenlicht optimal gespeichert werden kann. Während die Dach-Photovoltaik im Allgemeinen nach Süden hin ausgerichtet ist, muss bei den Bodenplatten die einfallende Sonnenstrahlung gut gelenkt werden, um einen optimalen Energieertrag zu erzielen.

 

 

Aktuell arbeiten in Deutschland die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich und dem Start-up Solmove GmbH an der Entwicklung und Vermarktung entsprechender Solarmodule. Mit im Boot sind außerdem zwei Fraunhofer-Institute sowie – quasi als potenzielle Kundin – die Bundesanstalt für Straßenwesen.

 

Entsprechend der modernen Anforderungen an den Straßenbau, sollen Solar-Beläge über Flüsterqualität verfügen. Weiterhin befinden sich beleuchtete Seitenstreifen mit LED-Lampen und Ampelanlagen in der Planung, die ihren Energiebedarf direkt aus dem Solar-Straßenbelag beziehen. Der nächste Schritt in diese Denkrichtung: Elektrofahrzeuge versorgen sich über Induktionsschleifen ebenfalls direkt aus den Solarteppichen. Ein reizvoller Gedanke, schließlich zählt die vergleichsweise geringe Reichweite von Elektroautos noch immer zu den gewichtigsten Argumenten gegen diese klimafreundliche Art des motorisierten Individualverkehrs. Eine flächendeckende intelligente Infrastruktur auf Basis Erneuerbarer Energien könnte hier den Durchbruch bringen.

 

 

Keine Zukunftsmusik: Solarstraßen in den USA, Frankreich und den Niederlanden

Dass Solarstraßen kein Science Fiction-Szenario darstellen, sondern bereits in der Praxis eingesetzt werden, zeigen erste internationale Projekte. So hat das Start-up Solar Roadways bereits die ersten 30 Solarzellen in der Kleinstadt Sandpoint im US-Bundesstaat Idaho, zugleich auch Sitz des jungen Unternehmens, erfolgreich verlegt. Solar Roadway ist seit 2010 mit der Idee der Solarstraßen aktiv und wurde vom US-Energieministerium unterstützt. Mit den Photovoltaikmodulen auf einem öffentlichen Platz der Stadt wird aktuell die Energie für einen Springbrunnen sowie für die Beleuchtung der öffentlichen Toilette produziert. Außerdem integrierte Solar Roadways einige LED-Leuchten im Bodenbelag. Nach Angaben des Herstellers sollen die Solar-Paneele auch als Straßenbelag einsetzbar sein. Da die Winter in Idaho auch Minus-Grade erreichen, sind in den Modulen Heizelemente integriert, damit die Anlage nicht durch harte Kälte beschädigt wird. Außerdem wird im aktuellen Stadium das Projekt via Webcam überwacht. So können bislang noch nicht bekannte Schwierigkeiten frühzeitig erkannt und behoben werden.

 

Automatisch aufladen auf Solar-Straßen – sonnige Aussichten für E-Mobilität.

In eine ähnliche Richtung geht auch das Solar-Projekt des französischen Bauunternehmens Colas, das einen Solar-Straßenbelag gemeinsam mit dem nationalen Institut für Solarenergie (Institut national de l’énergie solaire, Ines) entwickelt hat. In Frankreich sollen in den nächsten fünf Jahren etwa 1.000 Kilometer Straße mit dem Photovoltaik-Belag Wattway ausgelegt werden. Ziel ist es dabei zum einen die Stromversorgung durch Erneuerbar Energien in Frankreich zu unterstützen. Zum anderen sollen sich Elektroautos über Colas Wattway-Module während der Fahrt automatisch aufladen lassen. Die Verlegung des Straßenbelags Wattway wird durch das französische Energie- und Umweltministerium gefördert. Die Solarzellen sind nur wenige Millimeter dick und werden auf die bestehenden Straßenbeläge ausgebracht. Laut Hersteller Colas sollen die Module aus polykristallinem Silizium dem laufenden Straßenverkehr gewachsen sein und eine ausreichende Rutschfestigkeit bieten. Schätzungen zu Folge können die geplanten 1.000 Kilometer Solarstraße rund fünf Millionen Menschen mit sauberem Strom versorgen. Außerdem soll mit der auf der Straße produzierten Energie auch Haltestellen beleuchtet und öffentliche Einrichtungen versorgt werden.

 

Klimafreundlich hoch zwei: Fahrad und Solarenergie.

Auf eine erfolgreiche Pilotphase von gut zwei Jahren zurückblicken können die Niederlande mit dem weltweit ersten Radweg, der Solarstrom erzeugt. Im November 2014 startete das Projekt SolaRoad in der Gemeinde Krommenie bei Amsterdam. Dabei wurden 70 Meter eines Radwegs mit vorgefertigten Photovoltaik-Paneelen ausgelegt, die Solarzellen sind dabei durch Hartglasschicht geschützt. In der Startphase musste das Projekt einige Probleme lösen. So zeigten sich die Solar-Module anfangs witterungsempfindlich. Durch einige Nacharbeiten können sich die Ergebnisse des Solar-Radwegs mittlerweile jedoch sehen lassen. So lieferte die kurze Wegstrecke nach einem Jahr bereits genug nachhaltig produzierten Strom, um den Energiebedarf von drei Personen in einem Jahr zu decken. Ein Projekt mit enormem Potenzial, schließlich verfügt die Radfahr-Nation Niederlande über ein Radwegenetz von gut 140.000 Kilometer, das sich auf diese Weise zur Stromerzeugung nutzen lässt.

 

 

 

 

Sonnenenergie – herrliche Aussichten

Drei Beispiele zeigen, dass das enorme Potenzial der Solarenergie noch lange nicht erschöpft ist. Bald erschöpft sein werden jedoch die fossilen Energiequellen Kohle, Erdöl- und Erdgas, die zudem durch die exzessive Nutzung in den vergangenen Jahrzehnten unser Klima stark gefährdet haben.

 

Erneuerbare Energien sind preisgünstig und unerschöpflich. Sicher sind nicht alle Ideen zur Gewinnung sauberer Energien jederzeit und an jedem Ort umsetzbar. Dennoch zeigen Leuchtturmprojekte, wohin die Reise geht. Um den Ausbau Erneuerbarer Energien auch zukünftig zu stärken, sind allerdings auch Investitionen in diesem Bereich notwendig.

 

Grünes Geld, erfahrener Anbieter nachhaltiger Geldanlagen und Experte für Investments in Erneuerbare Energien verfügt über mehr als 300 interessante Angebote, mit denen Anleger nicht nur zu einer positiven Entwicklung für Umwelt und Klima beitragen, sondern auch interessante Erträge erzielen. Ob Sonne, Wind oder Wasser, bei uns finden Sie das passende Investment.

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Ende des Atomzeitalters – Toshiba manövriert sich ins Aus

Freitag, 28. April 2017
Zusammenfassung: Im Jahr sechs nach der Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima befinden sich Atomunternehmen zunehmend in Schwierigkeiten. Gerade meldete Westinghouse, einer der führenden Hersteller von Atomkraftwerken, Konkurs an. Aber auch der japanische Mutter-Konzern Toshiba strauchelt. Höchste Zeit für Unternehmen, die Zeichen der Zeit zu erkennen und auf umwelt- und klimafreundliche Energiegewinnung zu setzten.

 

 

Lange Zeit war Toshiba in erster Linie als Elektrokonzern bekannt.

Der japanische Technologiekonzern Toshiba steht aktuell vor einer ungewissen wirtschaftlichen Zukunft. Nachdem Toshiba im vergangenen Monat seine Unternehmensgesellschaft Westinghouse in den Konkurs schicken musste, ist ein Ende der Krise nicht in Sicht: Bereits seit mehreren Jahren belastet eine Affäre um manipulierte Bilanzen den japanischen Konzern. Darüber hinaus leidet das Unternehmen finanziell unter Milliardenverlusten durch seine Atomgeschäfte. Generell hat allerdings auch das uneingeschränkte Bekenntnis von Toshiba zur Kernkraft dem Unternehmen stark zugesetzt.

 

 

Ein Unternehmen mit Geschichte

Die Toshiba Corporation ist im japanischen Aktienindex Nikkei gelistet und zählte in der Vergangenheit zu den weltweit führenden Herstellern von elektrischen und elektronischen Geräten. Dabei blickt der Konzern auf eine lange Firmengeschichte zurück. Das Unternehmen entstand bereits 1939 durch den Zusammenschluss zweier Firmen aus dem Elektrotechnik- und Konsumgüterbereich und wuchs in den darauf folgenden Jahrzenten vor allem durch Firmenübernahmen im Bereich der Schwerindustrie. Seit 1978 firmiert der Technologie-Riese „Tokyo Shibaura Denki“ unter dem Kurznamen Toshiba. Seit den siebziger Jahren engagierte sich das Unternehmen auch im Bau von Kernkraftwerken. Der breiten Öffentlichkeit ist Toshiba allerdings in erster Linie durch seine Aktivitäten im Bereich der Unterhaltungselektronik und Chip-Technologie bekannt.

 

 

Führender Atomkraftkonzern

Risiken der Atomenergie sind spätestens seit Fukushima bekannt.

Im März 2011 erschütterte die Reaktorkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi die Welt. Wenig beeindruckt zeigte sich damals allerdings die Unternehmensleitung von Toshiba. Diese bekannte sich weiter uneingeschränkt zur Kernkraft als Energieerzeugung der Wahl. Schließlich werde dabei kaum CO2 erzeugt und zudem preisgünstig Strom produziert. Mögliche Unfälle müsse man dabei eben in Kauf nehmen.

 

Nachdem das US-amerikanische Unternehmen General Electric (GE) Ende der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts die ersten beiden Reaktorblöcke in Fukushima gebaut hatte, ging der Ausbau in den folgenden Jahren unter japanischer Führung weiter. Block 3 von Fukushima-Daiichi wurde Ende 1970 von Toshiba errichtet, ebenso wie die meisten japanischen Atommeiler an anderen Standorten. Das Geschäft lief, Toshiba setzte auch in den folgenden Jahren auf Atom, baute das Geschäftsfeld weiter aus und kaufte in diesem Bereich Unternehmen zu. Anfang des Jahres 2006 übernahm Toshiba für 5,4 Milliarden Dollar den US-Kraftwerksanbieter Westinghouse Electric.

 

Westinghouse befand sich seit 1998 im Besitz des britischen Staatskonzerns British Nucelar Fuels plc. (BNFL), unter anderem Betreiber des Atomkraftwerks Sellafield, das durch die Brandkatastrophe 1957 und zahlreiche folgende nukleare Störfälle unrühmlich Bekanntheit erlangt hatte.

 

Toshiba gelang es, sich in einem monatelangen Bieterstreit um Westinghouse gegen die seine Mitbewerber GE und das japanische Unternehmen Mitsbubishi Heavy Industries durchzusetzen. Westinghouse verzeichnet zum Zeitpunkt der Übernahme einen Jahresumsatz von 1,9 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen verfügte über 34 Betriebe mit rund 8.000 Mitarbeitern in 14 Ländern. Wie Toshiba blickte Westinghouse bereits auf eine lange Firmengeschichte zurück, die Ende des 19. Jahrhunderts in den USA ihren Anfang nahm. Als aufstrebendes Elektronikunternehmen hielt Westinghouse das Patent für Wechselstromübertragung, engagierte sich im Bau von Elektrofahrzeugen und zählte prominente Forscher wie Nikola Tesla zu ihren frühen Mitarbeitern. In den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts lieferte Westinghouse das Konzept für Kernkraftwerke mit Druckwasserreaktoren und stieg zu einem führenden Nuklear-Unternehmen auf. Bis zur Übernahme durch Toshiba hatte Westinghouse fast 100 Atommeiler geliefert.

 

Mit der erfolgreichen Akquise von Westinghouse avancierte Toshiba zum weltweit führenden Atomkraft-Konzern.

 

 

Die Zeichen der Zeit erkennen: Ende des Atomzeitalters einläuten

Dass 2006 ein vergleichsweise hoher Preis für Westinghouse erzielt werden konnte, hängt Branchenkennern zufolge mit der Spekulation auf eine wachsende Nachfrage nach Atomkraftwerken zu diesem Zeitpunkt zusammen. Toshiba habe zum einen mit Aufträgen aus den USA und dem europäischen Markt gerechnet, zum anderen kalkulierte das Unternehmen auch mit Aufträgen aus China und weiteren Staaten Asiens.

 

Erneuerbare Energien lösen Atromkraftwerke ab.

Der Reaktorunfall am 11. März in Fukushima fünf Jahre später läutete den Anfang des Endes des weltweiten Atomzeitalters ein: Aufgrund eines Erdbebens und eines folgenden Tsunamis kam es zu einer Explosion im japanischen Atomkraftwerk Fukushima I. Die Ereignisse führten zu mehreren Kernschmelzen. Die Reaktorblöcke 1 bis 4 wurden zerstört. Dabei wurden erhebliche Mengen an Radioaktivität freigesetzt und Luft, Boden und Meer kontaminiert. Das Ausmaß der Strahlenbelastung wird auf das Doppelte der atomaren Verseuchung nach dem Super-Gau von Tschernobyl im April 1986 geschätzt. Rund 170.000 Einwohner rund um Fukushima mussten umgesiedelt werden. Das gesamte Ausmaß des – nach der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse – „katastrophalen Unfalls“ lässt sich nicht exakt bemessen.

 

International ließ jedoch die einstmalige Begeisterung für Atomenergie merklich nach. In Japan wurden die laufenden Planungen für den Bau von Kernkraftwerken erneut geprüft, mehrere Kernkraftbetreiber legten ihre Projekte auf Eis. Darüber wurde die nationale Atomaufsichtsbehörde vom Wirtschaftsministerium getrennt. Dieses hatte die Atomenergie im Land stark gefördert. Seit 2012 ist die Aufsicht im Umweltministerium angesiedelt. Darüber hinaus wandelte sich die gesellschaftliche Einstellung in Japan. Erstmals kam es zu nennenswerten Protesten gegen die Kernenergie. Umfragen zufolge stieg die Ablehnung von Atomenergie in der Bevölkerung rasant auf fast 50 Prozent. Eine stärkere Nutzung Erneuerbarer Energien rückte zunehmend in den Mittelpunkt der politischen Diskussion.

 

Innerhalb der Europäischen Union wurden unter dem Einfluss von Fukushima freiwillige Stresstests im allen Atomkraftwerksbetreibern vereinbart. Im Abschlussbericht wurde nahezu allen europäischen Atomkraftwerken Sicherheitsmängel und Defekte bescheinigt.

 

In Deutschland entstand eine Debatte über die weitere Nutzung der Atomenergie und die Laufzeiten der laufenden Kernkraftwerke. Bereits im Juni 2011 wurde der völlige Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 verabschiedet. Im weiteren Verlauf wurde die Energiewende in Deutschland beschlossen. Entsprechend sollen Erneuerbare Energien als bezahlbare Alternative zur Atomenergie gefördert werden. Bis zum Jahr 2025 sollen dann Sonne, Wind und andere regenerative Quellen mindestens 40 Prozent der Stromversorgung ausmachen. Außerdem soll Energie effizienter genutzt werden. Im Zuge dieser Zielsetzungen wird beispielsweise die energetische Sanierung von Gebäuden sowie die Mobilität mit Elektrofahrzeugen mit speziellen Programmen gefördert. Die Energiewende stößt innerhalb der Bevölkerung auf breite Akzeptanz, der Anteil der Kernkraftgegner beträgt immerhin rund 70 Prozent.

 

 

Zwischenschritt: Die Sowohl-als-auch-Politik

Weltweit fielen die Reaktionen unterschiedlich aus. Die Volksrepublik China fror 2011 die Genehmigungsverfahren für seine geplanten Kernkraftwerke vorübergehend ein. Mittlerweile investiert das Land jedoch wieder massiv in die Kernenergie

 

Allerdings ist der Energiebedarf der aufstrebenden Wirtschaftsmacht enorm. Das Land schickt sich gleichzeitig an, weltweit eine führende Rolle im Ausbau der Erneuerbaren Energien zu spielen.

 

Dieses Verhalten ist durchaus beispielhaft. Auch viele weitere Staaten haben sich noch nicht von der Kernkraft verabschiedet. Erneuerbare Energien haben sich jedoch zeitgleich zu einer ernstzunehmenden Alternative entwickelt.

 

 

Toshiba auf Talfahrt

Toshiba hat es den Stecker gezogen.

Toshibas Talfahrt macht sich bereits seit einigen Jahren bemerkbar. Vor zwei Jahren wurde bekannt, dass das Unternehmen regelmäßig zu hohe Gewinne ausgewiesen. In der Folge vermeldete das Unternehmen Milliardenverluste und musste bereits rund 7.000 Stellen streichen. Nun stehen mehr als 100.000 Arbeitsplätze allein in Japan auf dem Spiel. Der aktuelle Quartalsbericht wies Verluste in Höhe von rund 4,7 Milliarden Euro für die vergangenen neuen Monate aus, für das Gesamtjahr werden Verluste von bis zu 8,4 Milliarden Euro erwartet.

 

2016 trennte sich Toshiba vom Bereich Medical Systems sowie von seinen Hausgeräten. Aktuell hat darüber hinaus eine außerordentliche Hauptversammlung die Abspaltung des Geschäfts mit Speicher-Chips beschlossen. Für diesen Unternehmensbereich interessieren sich bereits mehrere Mitbewerber. Das höchste Gebot soll derzeit vom taiwanesischen Elektronikhersteller Foxconn vorliegen. Die japanische Regierung fürchtet nun auch um die strategisch bedeutsame Technologie-Expertise des Landes und versucht heimische Investoren zum Bieten zu bringen.

 

Abzuwarten bleibt, ob Toshiba mit seinem Ausverkauf die drohende Insolvenz abwenden kann. Toshiba selbst äußerte bereits Zweifel an der Rettung des Unternehmens, Finanzanalysten dagegen halten das angeschlagene Unternehmen zu groß und bedeutend zum Scheitern und gehen davon aus, dass gegebenenfalls der japanische Staat eingreifen wird.

 

Abschreibungen in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar haben das Eigenkapital des Unternehmens stark angegriffen. Die Abschreibungen mussten für die von Westinghouse übernommene CB&I-Tochter Stone & Webster vollzogen werden, die als Konsortialpartner beim Bau und Rückbau von Kernkraftwerken fungierte. Die Beteiligungen am Bau von Atomkraftwerken im Südosten der USA hatte zu massiven finanziellen Schwierigkeiten geführt, so dass am 29. März das offizielle Insolvenzverfahren gegen Westinghouse eingeleitet wurde. Ursachen liegen möglicherweise auch in einer mangelnden Routine im Bau von Atomraftwerken. Ohne eingespielte Lieferketten kommt es rasch zu Verzögerungen und entsprechend zu Verteuerungen. Bereits vor dem endgültigen Aus der Toshiba-Tochter hatte das Unternehmen beschlossen, aus wirtschaftlichen Gründen den Bau neuer Atomkraftwerke einzustellen.

 

US-Energieexperte Richard Nephew vom Center on Global Energy Policy der Columbia Universität sieht – laut New York Times – in Westinghouse einen Präzedenzfall für Unternehmen aus dem Bereich der Atomenergie, die durch das steigende Angebot an kostengünstigen Erneuerbaren Energien hohe Verluste in Kauf nehmen müssen.

 

Für diese Annahme spricht, dass auch der französische Bauer von Atomkraftwerken, Areva, in ähnlichen Schwierigkeiten steckt. Der Staatskonzern musste ebenfalls in den letzten Jahren hohe finanzielle Verluste verkraften und hinkt beim Bau eines Reaktors Flamanville im Westen Frankreichs in der Fertigstellung bereits mehrere Jahre hinterher. Auch die einstmals veranschlagten Kosten haben sich mittlerweile verdreifacht. Seit 2016 gehört Areva zum ebenfalls staatlichen Energiekonzern EDF, der auch für den Bau des umstrittenen neuen Atomkraftwerks Hinkley Point C in Großbritannien verantwortlich zeichnet.

 

 

Erneuerbare Energien – eine echte Alternative

Energieexperte  Fell sieht das Ende der Atom-Ära gekommen.

Energieexperte Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group (EWG) sieht im Beispiel der Areva-Rettung nicht nur ein Festhalten des Staates an einer überkommenen Atompolitik, sondern auch eine ruinöse staatliche Haushaltspolitik. Schließlich lassen sich Erneuerbare Energien sauber, sicher und kostengünstig produzieren.

 

Kritiker haben bereits seit den fünfziger Jahren immer wieder auf die Risiken und unumkehrbaren Folgen der Atomenergie hingewiesen. Dennoch bedurfte es mit Fukushima einer mächtigen Katastrophe in einer hochentwickelten Industrienation, um endlich gezielt klima- und umweltfreundliche Energiegewinnung voranzubringen.

 

Der Fall von Toshiba zeigt, dass Unternehmen mehr denn je gefordert sind, die Zeichen der Zeit frühzeitig und richtig zu deuten. Investitionen in Anlagen die Unternehmen aus dem Bereich der Atomenergieerzeugung beinhalten, wie dies bei konventionellen Aktienfonds häufig der Fall ist, bergen damit in diesem Bereich höhere Risiken. Alternativen im ethisch-ökologischen Bereich stehen umfassend zur Verfügung. Grünes Geld, Experte für nachhaltige Geldanlagen, bietet seinen Kunden eine breite Auswahl an lukrativen Investments in Erneuerbare Energien.

 

 

 

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Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

51% der Deutschen bezweifelen die private Altersvorsorge

Donnerstag, 27. April 2017
Zusammenfassung: Obwohl sich die meisten Deutschen Sorgen um Ihre finanzielle Lebenssituation im Alter machen, zweifeln 51 Prozent daran, dass mit privater Vorsorge daran etwas geändert werden könnte. Hinderlich sind die vielfältigen und komplizierten Förderregelungen. Eine individuelle Analyse ist notwenige. Beispielrechnungen zeigen sonst Verluste von mehr als 50.000 Euro bei der Altersvorsorge auf.

 

Das Handelsblatt zitiert heute (27. April 2017) eine repräsentative Umfrage unter 3381 deutschen Erwerbstätigen. Die Ergebnisse sind kaum zu glauben: 61 Prozent der befragten Berufstätigen befürchten „im Alter finanziell nicht zurecht zu kommen“.  Dieser Wert nimmt zu, im Jahr 2016 glaubten das nur 44 Prozent. Trotzdem wollen die Menschen nichts privat vorsorgen, da über die Hälfte (51 Prozent) an dem Sinn der privaten Vorsorge zweifelt.

 

Unrealistische Forderungen an den Staat

 

Offensichtlich stellen sich die Erwerbstätigen den Staat jedoch als Goldesel vor, der einfach nur ein bisschen mehr Gold produzieren sollte. Denn die allermeisten der befragten Erwerbstätigen und Rentner fordern eine höhere gesetzliche Rente – aber ohne dass die Staatsverschuldung ansteigen solle, so das Handelsblatt. Wie der Staats das leisten können soll, bleibt offen.

 

 

 

Der Staat: ein riesiger Apparat zur Umverteilung der steuerlichen Einnahmen. Jedoch keine unendliche Geldquelle, auch wenn das manche Deutsche so sehen.

 

 

 

Klar ist, dass der demografische Wandel, die Hauptursache für niedrigere Renten im Alter, von den Deutschen weiterhin nicht verstanden wird. Verkürzt gesagt führen fallende Geburtenraten seit 1965 dazu, dass immer weniger junge Leute ins Erwerbsleben eintreten und damit Beiträge in die Rentensysteme einzahlen. Aber genau aus diesen Einzahlungen werden die Renten bestritten, so dass immer weniger Einzahler immer mehr Geldempfänger (=Rentner), tragen müssen.

 

Selbst 15 Jahre nachdem der Umstieg zur teilweise privat finanzierten Altersabsicherung eingeleitet worden ist, zitiert das Handelsblatt den Ökonomen Christian Traxler von der Hertie Schoof of Governance: „Es hat sich noch keine Kultur zusätzlicher Vorsorge in Deutschland entwickelt“. Jugendforscher Klus Hurrelmann von der Universität Bielfeld stellt fest, dass die Jungen zwar um die Versorgungslücke wüssten, aber unsicher seien, was dagegen zu tun sei.

 

Förderdschungel in Deutschland verhindert einfache Entscheidungen

 

Wer sich mit dem Altersvorsorge in Deutschland auseinander setzt wird von der schieren Vielfalt erschlagen.

 

Zunächst gibt es natürlich die Gesetzliche Rentenversicherung die für Arbeitnehmer und deren Angehörige sowohl für eine Grund-Rente im Alter, aber auch für Rentenzahlungen bei Erwerbsunfähigkeit, sorgt. Beamte haben es übrigens deutlich besser: statt der eher kleinen gesetzlichen Rente freuen Sie sich über üppige Pensionen, die direkt aus den Steuergeldern gezahlt werden. Demografie spielt für Beamten also kaum eine Rolle.

 

Förderdschungel bei der Altersvorsorge in Deutschland: 8 Förderwege (mindestens)

 

Dann gibt es die betriebliche Altersvorsorge, auf die jeder Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch hat. Häufig hat sich der Arbeitgeber für einen sogenannten Durchführungsweg bereits entschieden; von diesen Wegen gibt es übrigens 5 (!).

 

Und schließlich gibt es die private Altersvorsorge. Hierunter fallen dann die sogenannten Riesterverträge, Rürupverträge oder die privaten Rentenversicherungen. Die Förderungen dieser Verträge sind höchst kompliziert und in typisch deutscher Manier recht kompliziert gestaltet, um eine maximale Gerechtigkeit zu erreichen. Sie reichen von direkten Geld-Einzahlungen des Staates in Verträge, über Anerkennung der Beiträge zur steuerlichen Absetzbarkeit bis zum Verzicht auf die auf Gewinne von Geldanlagen erhobenen Kapitalertragssteuern. Die Besteuerung der Rentenauszahlungen erfolgt dann übrigens auch unterschiedlich, je nachdem, aus welchem Vertrag die Renten kommen.

 

An individueller Lösungen führt kein Weg vorbei

 

Bei der Altersvorsorge geht es um Entscheidungen, die sich meist über Jahrzehnte hinweg auswirken. Wer hier eine falsche Entscheidung trifft, verschlechtert leicht seinen Lebensabend erheblich.

 

 

Beispiel:

 

 

300 Euro Ansparung vom 25. bis zum 67. Lebensjahr

 

 

Ergebnis mit 5 Prozent jährlicher Rendite: 500.019,40 Euro

Ergebnis mit 4,5 Prozent jährlicher Rendite: 438.564,89 Euro

 

Differenz: 61.454,51 Euro

 

 

Darüber hinaus möchte der moderne Vorsorgesparer auch sichergehen, dass sein Geld keine unsauberen Dinge unterstützt. Schließlich wurden schon Streubombenhersteller in Riester-Verträgen gefunden. Auch das ethisch-ökologische Themenfeld will entsprechend professionell abgedeckt werden.

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Erneuerbare Energien IX: Solide Anlage – saubere Energie – gute Erträge

Freitag, 07. April 2017
Zusammenfassung: Ökorenta, Spezialist für Windkraftbeteiligungen, bringt eine neue Auflage seiner erfolgreichen Fonds aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien auf den Markt. Wie bereits seine Vorgänger, basiert Erneuerbare Energien IX auf dem bewährten Zweitmarktkonzept. Investiert wird also ausschließlich in laufende Energieanlagen. Dabei setzt Ökorenta wieder hauptsächlich auf Windkraftbeteiligungen mit garantierter Einspeisevergütung.

 

Frischer Wind für Klima und Finanzen.

Ökorenta, Spezialist für Kapitalanlagen im Bereich der Erneuerbaren Energien, hat mit Erneuerbare Energien IX  jetzt seinen jüngsten Portfoliofonds im Markt platziert. Damit knüpft das norddeutsche Unternehmen an seine 2005 gestartete und bewährte Serie von Beteiligungen an Projekten im Bereich der regenerativen Energien weiter an.

 

Der von Ökorenta initiierte Fonds wird von der HTB Hanseatische Fondshaus GmbH emittiert. Das Emissionshaus HTB verwaltet den geschlossenen Alternativen Investmentfonds (AIF) und zeichnet für die Portfolioverwaltung, die Anlage des Gesellschaftsvermögens, das Risikomanagement und weitere administrative Aufgaben verantwortlich.

 

In der Neuauflage der Erfolgsfonds Erneuerbare Energien setzt Ökorenta auf sein bewährtes Konzept, den Kauf, Betrieb und Verkauf bestehender Energieparks. Anleger beteiligen sich an dem breit aufgestellten Portfolio. Die Erträge werden durch den Verkauf des erzeugten Stroms, beziehungsweise später durch den Wiederverkauf der Anlagen, erwirtschaftet.

 

Erneuerbare Energien IX engagiert sich so in der Wachstumsbranche der sauberen Stromerzeugung und bietet damit Investoren nicht nur eine interessante Geldanlage mit attraktiver Rendite, sondern leistet auch einen aktiven Beitrag zum Umwelt und Klimaschutz.

 

 

Wind-Spezialist mit wirtschaftlicher und technologischer Expertise

Für Ökorenta, den Initiator der Kapitalanlage Erneuerbare Energien IX, ist der Firmenname zugleich auch Programm. Bereits seit 1999 engagiert sich die Ökorenta AG im Bereich der ökologischen Geldanlagen und hat sich seit ihrer Gründung stets den beiden Prinzipien Ökologie und Rentabilität gleichermaßen verspflichtet gefühlt – und das mit einigem Erfolg.

 

Windenergie liefert sauber und sicher Strom – ohne klimaschädliches CO2.

Das Unternehmen mit Sitz in Aurich/Ostfriesland bewies schon früh den richtigen Riecher für die Entwicklung im Bereich der Erneuerbaren Energien und konnte mit seinem tiefgehenden wirtschaftlichen wie technologischen Know-how erfolgreich am Wachstum der Branche teilhaben. Heute zählt Ökorenta zu den profiliertesten Anbietern nachhaltiger Geldanlagen mit einem fundierten Fachwissen im Bereich der Windenergie sowie in den Technologien Solar- und Bioenergie.

 

Ein besonderer Trumpf des Unternehmens ist die eigene umfangreiche Datenbank, in der mittlerweile mehr als 440 Projekte aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien detailliert, einschließlich sämtlicher Leistungsdaten, bewertet werden. Auf Basis dieser wertvollen Marktdaten konnte Ökorenta im Rahmen der bislang sieben platzieren Fonds der Erneuerbaren Energien-Serie stets eine sichere Auswahl der Projekte treffen, in die investiert wurde.

 

Entsprechend ist es der Ökorenta AG gelungen, attraktive Kapitalanlagen zu entwickeln, die – angesichts der aktuell niedrigen Zinsen – eine solide Wertentwicklung und eine gute Rendite erzielen. So hat die Ökorenta AG bereits Vermögen privater und institutioneller Anleger in Höhe von mehr als 240 Millionen Euro platziert.

 

 

Aufwind für Umwelt und Finanzen

Die bislang aufgelegten Portfoliofonds der Ökorenta konnten durch eine solide Wertentwicklung überzeugen. Zudem punkteten die Investments durch einen positiven Beitrag für Umwelt und Klima: Mit den bislang rund 200 Energieparks an 250 Standorten können Jahr für Jahr rund 300 Gigawattstunden Strom aus regenerativen Quellen erzeugt werden,  dem Stromverbrauch von rund 92.000 Haushalten. So wird nicht nur die Versorgung mit sauberem Strom weiter vorangetrieben, sondern auch jährlich rund 228.000 Tonnen des klimaschädlichen CO2 eingespart.

 

Der Schwerpunkt der bisherigen Investitionen der Ökorenta Portfoliofonds lag im Bereich der Beteiligung an Windenergieanlagen. Diese machten bislang 98,6 Prozent der Investitionen aus. Investitionen im Bereich Bioenergie beliefen sich auf ein Prozent der Anlagen, Solarenergie die übrigen 0,4 Prozent. In einem vergleichbaren Verhältnis werden voraussichtlich auch die Beteiligungen bei Erneuerbare Energien IX ausfallen. Damit ist dieser Fonds eine ökologisch sehr gute und fast ausschließliche Windkraftbeteiligung.

 

Eine saubere Sache, schließlich stellt Windenergie derzeit den wichtigsten Bestandteil im Mix der Erneuerbaren Energien dar. 2016 leistete Windenergie mit einer Gesamtleistung von 77,4 Terrawattstunden den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Das entspricht rund 30 Prozent der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen. Damit deckt Windenergie immerhin fast neun Prozent des gesamten Bruttostromverbrauchs in Deutschland.

 

Dabei ist das Potenzial des Wachstumsmarktes längst nicht erschöpft. Gemäß der beschlossenen Energiewende in Deutschland, soll der Stromanteil aus erneuerbaren Ressourcen bis zum Jahr 2025 bis zu 45 Prozent ausmachen. Ein Ziel, dass nur durch die konsequente Förderung der Windenergie erreichbar ist.

 

Für eine weitere positive Entwicklung der Windenergie in Deutschland spricht auch, dass die Akzeptanz der Erneuerbaren Energien in der Bevölkerung stetig steigt. Umfragen zufolge befürworten mittlerweile mehr als 90 Prozent der Menschen den Ausbau umwelt- und klimafreundlicher Energieanlagen. Zudem bescheinigt das Umweltbundesamt in einer  kürzlich erschienenen Studie die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Windenergieanlagen für die Menschen in der näheren Umgebung.

 

Erneuerbare Energien leisten nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Schutz des Klimas und der Umwelt, die sich wandelnde Energiebranche ist auch weiterhin ein bedeutender Arbeitgeber. Derzeit arbeiten bereits mehr als 137.000 Menschen im Bereich der Windenergie. Dabei ist der Arbeitsmarkt in diesem Segment noch lange nicht erschöpft. Da Windenergie bereits auf eine relativ lange Geschichte im Bereich der Erneuerbaren Energien zurückblickt, schaffen auch Reparaturen, Wartungen und das sogenannte „Repowering“ – also der Austausch bestehender durch neue leistungsfähigere Anlagen – für neue Betätigungsfelder.

 

 

Erneuerbare Energien IX – auf einen Blick

Erneuerbare Energien IX – Neuauflage eines erfolgreichen Konzepts.

Anleger, die sich für den Fonds Erneuerbare Energien IX entscheiden, investieren in den Kauf, Betrieb und Verkauf von Projekten im Bereich der Erneuerbaren Energien. Schwerpunkt der Anlage sind Windenenergieprojekte.

 

Das Fondsvolumen beträgt 15 Millionen Euro, eine Erhöhung auf bis zu 25 Millionen ist möglich. Beim letzten Fonds, Erneuerbare Energien VIII, hatte Ökorenta von der Erhöhungsoption Gebrauch gemacht, da das avisierte Fondsvolumen bereits in kurzer Zeit realisiert werden konnte.

 

Die Laufzeit von Erneuerbare Energien IX beträgt zehn Jahre, eine Verängerung der Laufzeit um maximal zwei Jahre ist möglich, muss jedoch durch eine drei Viertel-Mehrheit der Gesellschafter beschlossen werden.

 

Eine Beteiligung am Fonds ist ab einer Anlagesumme von mindestens 10.000 Euro möglich. Eine höhere Beteiligungssumme in Tausender-Schritten ist möglich. Hinzu kommen 5 Prozent Agio.

 

Beim risikogemischten Alternativen Investmentfonds (AIF) Erneuerbare Energien IX wird eine Rendite von 151 Prozent Rückfluss inklusive der Rückzahlung des eingesetzten Kapitals prognostiziert. Das entspricht einer durchschnittlichen Rendite von 4,13 Prozent jährlich, berechnet nach der IRR-Methode. Anleger müssen die erwirtschafteten Erträge als Einkünfte aus Gewerbebetrieben versteuern.

 

 

Durchdachtes Konzept sorgt für Sicherheit

Erneuerbare Energien IX verspricht Anlegern eine besonders solide Sicherheit, da der Fonds auf einem Zweitmarktkonzept basiert. Das bedeutet, dass Ökorenta nur in bereits bestehende und bewährte Anlagen investiert.

 

Bewährtes Konzept für saubere Energie.

Wie bereits bei den vorangegangenen Investments, setzt Ökorenta wieder auf eine breite Streuung der Anlagen. Geplant ist der Kauf von Windenergieanlagen an verschiedenen Standorten. Mindestens 60 Prozent der Standorte ist innerhalb von Deutschland geplant. Damit Anleger, gemäß der Richtlinien für Alternative Investment Fonds, generell von der Rechtssicherheit im Rahmen der deutschen Gesetzgebung profitieren, wird nur in Gesellschaften nach deutschem Recht investiert.

 

Um auch technologisch auf der sicheren Seite zu stehen, achtet Ökorenta bei den Investitionen außerdem auf Windkraftanlagen von unterschiedlichen Herstellern. Diese Vorsichtsmaßnahme dient dazu, dass technologisch bedingte Ausfälle gegebenenfalls ausgeglichen werden könnten.

 

Im Rahmen des Fonds Erneuerbare Energien IX werden also viele verschiedene Windparks oder Teile von Windparks gekauft, die schon fertiggestellt und genehmigt worden sind. Damit entfallen Risiken, die sich beim Bau einer neuen Anlage ergeben können. Darüber hinaus besteht keinerlei Gefahr, dass es durch eine Verzögerung im Genehmigungsprozess zu Schwierigkeiten kommen kann.

 

Außerdem liefern die laufenden Windparks bereits Strom. Es liegen also verlässliche Daten zur Stromerzeugung vor. Das macht die zu erwartenden Ertragsmengen kalkulierbar. Ein weiterer Vorteil einer Investition in Bestandsanlagen: Die Einspeisetarife sind gemäß des Gesetzes für den Ausbau Erneuerbarer Energien (EEG) für 20 Jahre staatlich garantiert.

 

Gerade Letzteres ist ein wichtiges Sicherheitsargument, denn durch gesetzliche Änderungen liegen die Einspeisevergütungen von Strom aus neu errichteten Windenergieanlagen teilweise unter den Erlösen, die für den Strom aus Bestandsanlagen erzielt werden. Daher plant Ökorenta die Investitionen jeweils im gültigen gesetzlichen Förderzeitraum und muss nicht am Ausschreibeverfahren der Bundesnetzagentur teilnehmen.

 

In welche Objekte genau investiert wird, steht noch nicht fest, Anleger investieren also in einen Blindpool. Erwartet wird, dass Ökorenta zum einen in ertragreiche Windanlagen investiert, zum anderen aber auch in weniger rentablen Anlagen Repowering-Projekte betreiben wird. Da hierbei die Windkraftanlagen bereits über eine funktionierende Infrastruktur und sämtliche Genehmigungen verfügen, können diese relativ kostengünstig zu modernen und leistungsfähigen Anlagen mit sehr hohem Stromertrag ausgebaut werden.

 

Erneuerbare Energien IX ist ein reiner Eigenkapitalfonds aus den Geldern der Anleger. Daher verzichtet Ökorenta vollständig auf Fremdkapital aus Bankkrediten und sichert so auch die Unabhängigkeit des Projektes. So wird ausgeschlossen, dass Forderungen von Banken zu einem ungünstigen Zeitpunkt bedient werden müssen.

 

 

Attraktive Vorabverzinsung für eine sinnvolle Anlage

Anleger, die ihr Geld jetzt sinnvoll ökologisch und mit guten Erträgen anlegen wollen, erhalten bis Ende des Jahres eine attraktive Vorabverzinsung in Höhe von 2 Prozent p.a. Die Vorabverzinsung wird ab dem Einstieg zeitanteilig bis zum 31. Dezember 2017 auf die Anlagesumme gewährt. Wer sich also beispielsweise zum 30. Juni 2017 für eine Beteiligung an Erneuerbare Energien IX entscheidet und 20.000 Euro anlegt, kann sich entsprechend zum Jahresende über 100 Euro extra freuen. Ein motivierender Einstieg in eine Beteiligung, die außerdem während ihrer Laufzeit attraktive Erträge verspricht, die weit über dem aktuellen Zinsniveau liegen.

 

Grünes Geld, erfahrener Experte für nachhaltige Geldanlagen und Spezialist für Investments im Bereich der Erneuerbaren Energien, bietet seinen Kunden ab sofort Erneuerbare Energien IX von Ökorenta an und berät sie umfassend zu dieser Anlage.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Nachhaltige Branchen 2 – Pharmabranche

Dienstag, 21. März 2017
Zusammenfassung: Die Pharmabranche steht aufgrund verschiedener Skandale in der Vergangenheit generell unter einem starken Rechtfertigungsdruck.  Daher sind die Unternehmen besonders gefordert, wenn es um Faktoren der Nachhaltigkeit geht. Entsprechend haben sich Großkonzerne in den vergangenen Jahren verstärkt engagiert und beim Ranking der Nachhaltigkeitsberichte gute Ergebnisse erzielen können. Der anfängliche Elan der gesamten Branche hat jedoch etwas nachgelassen. Dennoch gibt es auch hier viele engagierte Unternehmen, die sich ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele gesetzt haben und diese konsequent umsetzen.

 

 

Bittere Pillen – die Pharmabranche hat in Sachen Nachhaltigkeit Nachholbedarf.

Nachhaltigkeit ist in den Fokus des gesellschaftlichen Interesses gerückt. Die unternehmerische Sozialverantwortung hat unter dem Begriff der Corporate Social Responsibility (CRS) einen festen Platz in der Unternehmensführung gefunden. Entsprechend kann sich kaum ein Unternehmen dieser Verantwortung entziehen und mit reiner Profitgier und Billiglöhnen langfristig erfolgreich im Markt agieren. Neben dem vielbeschworenen Shareholder Value müssen ganz klar auch Menschenrechte, Arbeits-, Sozial- und Umweltbelange im Wirtschaften mit einbezogen werden. Schließlich wollen Anleger ihr Geld zunehmend ethisch und ökologisch investieren.

 

Wie Unternehmen der gesellschaftlichen Forderung nach mehr Nachhaltigkeit begegnen, sieht in der Praxis sehr unterschiedlich aus. Großkonzerne veröffentlichen Nachhaltigkeitsberichte, häufig integriert in den jährlichen Geschäftsbericht. Kleine und mittlere Unternehmen stehen dagegen nicht so stark im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Aber auch – oder gerade – hier, wurden ausgezeichnete Nachhaltigkeitskonzepte entwickelt und umgesetzt.

 

 

Lieferketten kaum transparent

Einen breiten Überblick – inklusive eines Rankings der Nachhaltigkeitsberichte von Großunternehmen – präsentiert das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung gemeinsam mit dem Unternehmensverband „future – verantwortung – unternehmen“. Gefördert wird die Studie vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

 

Ernüchterndes Fazit des Rankings der Nachhaltigkeitsberichte ist, dass die Nachhaltigkeit innerhalb der Lieferkette von keiner Branche umfassend abgebildet werden kann. Mehr als die Hälfte er Unternehmen geben keinerlei Auskunft über Beschaffungsquellen und Lieferanten. Entsprechend intransparent bleibt, wie ethische und ökologische Standards bei multinationalen Zuliefern umgesetzt und werden.

 

 

Pharmabranche reagiert zögernd auf Nachhaltigkeitsanforderungen

Gerade die Chemie- und Pharmabranche steht unter einem besonderen Druck, ihre Nachhaltigkeitsanstrengungen offen zu legen. Diesen Erwartungen hat die Branche in der Vergangenheit zunehmend entsprochen und konnte sich in den letzten Jahren mit den besten Nachhaltigkeitsberichten innerhalb der Rankings gut platzieren. Beim letzten Ranking der Nachhaltigkeitsberichte lag die Pharmabranche jedoch nur noch leicht unter dem Gesamtdurchschnitt.

 

Als bestes Pharmaunternehmen hat dabei Bayer abgeschnitten. Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern ist in verschiedenen Nachhaltigkeitsindizes, wie beispielsweise dem Dow Jones Sustainability Index (DJSI World), vertreten und wird dort sehr gut bewertet. Spätestens jedoch seit der Großfusion von Bayer mit Monsanto in der Agrar-Sparte des Konzerns, ist das Unternehmen für sozial-ethische Investoren problematisch geworden.

 

 

Nachhaltigkeit in der freien Wirtschaft – Gegensätze aufheben

Bei der Bewertung der Nachhaltigkeit steht die Erhaltung der Umwelt als ganzes komplexes System im Vordergrund. Die Bewahrung der Natur, Schutz des Wassers, verantwortungsvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen zählen genauso dazu wie der faire Umgang mit den Mitarbeitern, soziale Leistungen, Gesundheitsvorsorge und Arbeitssicherheit. Anforderungen, die im klassischen liberalen ökonomischen System eher als Gegenposition zum gewinnorientierten Wirtschaften gesehen wurden.

 

Nachhaltigkeit kann aber durchaus auch ein integrativer Bestandteil der Unternehmensphilosophie sein. Denn die Werte der freien Wirtschaft schließen eine soziale und ökologische Verantwortung nicht zwingend aus. Im Gegenteil, die moderne Wirtschaftswissenschaft geht davon aus, dass ein Ausbalancieren der Interessen für Stabilität sorgt und sich positiv auf den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens auswirkt. Eine nachhaltige Unternehmensführung setzt sich daher drei Ziele: den wirtschaftlichen Erfolg, eine soziale Unternehmensführung sowie eine ausgeglichene Ökobilanz. Ohne das effektive Zusammenspiel zwischen Mensch, Umwelt und Profit geht es nicht.

 

 

Die zwei Gesichter der Pharmabranche

Gewissenlose Gewinnmaximierung und Profitgier sind originär kein Merkmal des klassischen Wirtschaftens sondern eher Nebenwirkungen eines extremen Manchesterkapitalismus. Der ehrbare Kaufmann dagegen war von jeher dem langfristigen wirtschaftlichen Erfolg verpflichtet, nicht dem schnellen Gewinn.

 

Die Pharmabranche nimmt in der Betrachtung der Nachhaltigkeit eine besondere Position ein: Auf der einen Seite steht die wichtige soziale Bedeutung der Pharmazie für den Menschen: Effektive Gesundheitsvorsorge, heilen von Krankheiten und Linderung von Schmerzen.

 

Auf der anderen Seite stehen die vielfältigen Kritikpunkte an der Branche und damit verbunden die negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Zudem liefert die Pharmabranche immer wieder Stoff für unzählige Skandale, die seit Jahrzehnten durch die Medien gehen.

 

 

Hürden auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit

Zu Risiken und Nebenwirkungen geben die Pharmakonzerne ungerne Auskunft

Die kritischen Handlungsfelder der Pharmabranche sind vielfältig und stehen einer echten Nachhaltigkeit bislang im Wege.

 

Da sind zuerst einmal die Fragen nach der Wirksamkeit und Verträglichkeit der Medikamente generell, ein Thema, dass in der westlichen Welt immer wieder die Gemüter erregt. Typisch für die Pharmabranche sind verharmlosende Werbeaussagen zu Risiken und Versprechungen zur Wirksamkeit. Darüber hinaus steht auch das enge und intransparente Zusammenspiel mit Ärzten sowie eine genereller Hang zum Lobbyismus.

 

Hinzu kommen ethische Fragen der Entwicklung von Medikamenten. Wer unter seltenen Erkrankungen leidet, hat geringere Chancen auf eine passende Medikamentierung. Denn in der medizinischen Forschung gilt das alte Gesetz von Angebot und Nachfrage jenseits des Hypokratischen Eids. Dagegen steht eine fast unüberschaubare Vielzahl an Medikamenten gegen die häufigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch neue Produkte gegen Krebs haben gute Marktchancen.

 

Problematischer sieht es für Krankheiten in den armen Regionen der Welt aus. Auf diese Kritik haben führende Pharmaunternehmen teilweise reagiert und Malaria-Medikamente zum Selbstkostenpreis geliefert oder sich bei der Bekämpfung von Tuberkulose und Polio engagiert. Klar ist allerdings hier, dass diese Aktionen zwar durchaus den betroffenen Menschen dienen, in erster Linie aber auch dem Imagegewinn der jeweiligen Unternehmen. Wie weit sich die Unternehmen ihrer globalen Verantwortung stellen, zeigt sich darin, inwieweit der arme Teil der Bevölkerung generell einen Zugang zu günstigen Medikamenten hat. Hier verzögert das lange Festhalten an Patenten durchaus die Entwicklung günstiger Generika. Fakt bleibt auch, dass verbreitete Krankheiten in den Entwicklungsländern wenig Gewinn versprechen. Entsprechend fällt der Anteil von passenden Medikamenten im Vergleich zum gesamten Produktportfolio der Konzerne verschwindend gering aus.

 

Auch in den Phasen der Erprobung und Zulassung neuer Medikamente steht die Pharmabranche im Verdacht, Flecken auf ihrem weißen Kittel zu haben. Da sind zum einen Medikamententests an Personen, die nicht in der Lages sind, einem Versuch zuzustimmen. Dazu wurden Beispiele aus den 50er und 60er Jahren bekannt, in denen Medikamente an Heimkindern erprobt wurden. Aktuelleren Datums sind Medikamententests mit Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern, denn hier haben die Probanden kaum eine wirtschaftliche Alternative, geschweige denn eine ausreichende Aufklärung zu den Risiken und Nebenwirkungen. Hinzu kommt, dass auch innerhalb dieser Staaten kaum Kontrollen und Regulierungen bestehen. Viele Großkonzerne verpflichten sich zu hohen globalen Standards, geben aber keine Informationen zu den konkreten Aktivitäten in diesem Bereich.

 

Tierversuche und genmanipulierende Experimente an Tieren stehen in der Pharmabranche noch immer an der Tagesordnung. Sie werden zwar von einer breiten Öffentlichkeit als das quasi „kleinere Übel“ akzeptiert, sind aber dennoch heftig umstritten. Hinzu kommt, dass die Übertragbarkeit der Ergebnissen vom Tier auf den menschlichen Patienten durchaus fragwürdig ist. Auch Wissenschaftler kritisieren mittlerweile die massenhaften Tierversuche und verweisen auf die exakteren Messergebnisse, die Versuche mit Multiorganchips erzielen.

 

Nachhaltigkeit in der Pharmaindustrie umfasst selbstverständlich auch die Fragen nach dem Energieverbrauch, den anfallenden Abfällen und Schadstoffen bei der Produktion und der Belastung der Gewässer. Erfreulich ist, dass in diesem Bereich viele Pharmaunternehmen bereits sehr nachhaltig wirtschaften und ein hohes Niveau im Bereich des Umweltschutzes erreichen. Das ist nicht verwunderlich, denn gerade dieser Aspekt wird häufig mit nachhaltigem Wirtschaften gleichgesetzt, ist durch ein unternehmensweites Umweltkonzept gut umsetzbar, spart teilweise deutlich Kosten und bringen eine gute Presse.

 

 

Herausforderungen Nachhaltigkeit annehmen

Laut einer Analyse von oekom research zeigt sich die Pharmabranche in Sachen Nachhaltigkeit doch weiterhin eher träge und reagiert mehr auf die Entwicklungen als diese mit voranzubringen.

 

Pharmaunternehmen sind daher besonders gefordert, so die Analysten, ihre Handlungsspielräume verstärkt zu nutzen und der besonderen Herausforderungen Nachhaltigkeit gezielt zu begegnen. Ein wichtiger Schritt hierzu ist eine verbesserte Transparenz der Unternehmen, ein stärkeres Engagement, Medikamente weltweit zugänglich zu machen und die Einhaltung internationaler Selbstbeschränkungen in den Bereichen Marketing und Vertrieb.

 

Beispiele für nachhaltige Pharmaunternehmen

Einige Unternehmensführungen nehmen die Herausforderung Nachhaltigkeit an und integrieren einzelne Ziele in die Konzernstrategie. So haben sich mittlerweile mehrere Unternehmen der Pharmabranche ehrgeizige Ziele zu ihrem Wasserverbrauch gesetzt. Dass die Branche hier noch einen weiten Weg vor sich hat, zeigt sich in dem Punkt, dass noch immer Medikamentenrückstände im Trinkwasser nachgewiesen werden, jedoch fast kein Unternehmen Grenzwerte für Rückstände veröffentlicht und diese konsequent einhält.

 

Dass sich eine Nachhaltigkeitsstrategie nicht auf das Installieren einzelner Umweltprojekte beschränkt, zeigte das französische Familienunternehmen Boiron, das sich auf homöopathische Arzneimittel spezialisiert hat. Das Unternehmen folgt konsequent seinen anspruchsvollen ethischen und ökologischen Standards und agiert auch ökonomisch nachhaltig im Markt. Boiron wird im Öko-Nachhaltigkeitsindex nx-25 gelistet und ist dort das einzige Pharmaunternehmen.

 

 

Bei Investitionen das Unternehmen in den Mittelpunkt rücken

Es gibt zwar eindeutig Tendenzen, dass bestimmte Branchen Nachhaltigkeitsziele stärker oder schwächer verfolgen. Generell muss jedoch immer das einzelne Unternehmen genauer betrachtet werden.

 

Gerade für Anleger, die ihr Geld ethisch und ökologisch investieren wollen, ist es wichtig, diese Differenzierung verantwortungsvoll vorzunehmen. Denn Anleger, die vielleicht anfangs den Pharmabereich völlig aus ihrem Portfolio ausgeschlossen haben, können sich mit Investitionen bei Homöopathie-Unternehmen wiederum sehr gut identifizieren.

 

Gute Beratung ist hier natürlich das A und O. Grünes Geld, erfahrener Experte für nachhaltige Geldanlagen, bietet seinen Kunden mehr als 300 ethische und ökologische Investments. So findet jeder Anlegertyp sein passendes Portfolio.

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2017: Teil 2 Anleihen und Anleihefonds

Freitag, 13. Januar 2017

Mit den beiden bestimmenden Themen Brexit und Trump-Wahl war das Jahr 2016 politisch geprägt. Besonders die Trump-Wahl könnte in 2017 zur Zinswende führen. Welche Auswirkungen das auf die wichtigsten Anlageklassen hat, möchte ich Ihnen in 5 Teilen vorstellen.  Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun: 2012, 2013, 2014, 2015 und 2016.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

 

 

 

 

Teil 2 – Sichere Geldanlage in Anleihen und Anleihefonds

Anleihen (auch: Renten oder Festverzinsliche genannt) sind Schuldverschreibungen; meist mit festem Zinssatz und fester Laufzeit. Begeben werden sie von Unternehmen, meist aber von Staaten, die sich damit Geld leihen möchten. Mit diesem Geld werden im Falle von Unternehmen neue Produktionshallen gebaut, Entwicklungen von zum Beispiel Medikamenten finanziert oder im Falle von Staaten Straßen, Brücken oder Schulen gebaut.

 

Wichtig ist die Bonität des Schuldners. Wer eine niedrige Bonität hat, bekommt ein negatives Rating und muss höhere Zinsen zahlen.

 

Das besondere an Anleihen ist der Handel an den Börsen. Denn obwohl der Schuldschein ein feste Laufzeit hat, muss ihn der Anleihe-Käufer nicht die ganze Zeit behalten. Er kann ihn ganz bequem und ohne hohe Kosten wieder an der Börse verkaufen.

 

Doch hier liegt auch die Herausforderung: der Kurs der Anleihe an den Börsen wird augenblicklich fallen, wenn das allgemeine Zinsniveau steigt. Schließlich wird sie – da eine Anleihe mit von vornherein festgeschriebenen Zinssätzen ausgestattet ist – relativ gesehen uninteressanter.

 

Für denjenigen, der eine Anleihe bis zum Laufzeitende hält, kein Problem – am Ende ist der Kurs wieder genau bei 100%, also beim Ausgabepreis. Wer jedoch seine Anleihe auch einmal verkaufen möchte, ist ein fallender Kurs Gift. Schließlich erhält er weniger Geld beim vorzeitigen Verkauf.

 

Besonders stark sind die Kursbewegungen übrigens, je länger die Restlaufzeit der Anleihe ist. Läuft die Anleihe nur noch wenige Monate oder vielleicht 1 bis 2 Jahre, sind Zinsänderungen meist kein Problem. Bei Anleihen mit Rest-Laufzeiten von 10 oder mehr Jahren, sind die Schwankungen aber hoch. Sie sind bei Zinsänderungen sehr volatil, schwanken also wie ein Boot bei Windstärke 10.

 

 

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Wie werden sich die Zinsen in 2017 entwickeln?

Die Zinsen sind von den Entscheidungen der Zentralbanken, in den USA also von der FED, in Europa von der Europäischen Zentralbank (EZB), abhängig. Verleihen die Zentralbanken ihr Geld an die Geschäftsbanken nur noch zu höheren Zinssätzen, müssen in der Folge auch die Geschäftsbanken Ihre Zinsen anheben – sowohl für Sparbücher, Sparbriefe oder Tagesgeldkonten, also auch für zu vergebende Kredite. Natürlich gilt das auch in die umgekehrte Richtung, aber von Zinssenkungen der Zentralbanken kann man derzeit kaum ausgehen – wir befinden uns wahrscheinlich am Beginn eines längeren Zykluses mit ansteigenden Zinsen.

 

Während man letztes Jahr noch auf mehrere Zinserhöhungen spekulierte, lies sich die FED in den USA genau ein Jahr Zeit, um nach der Erhöhung vom Dezember 2015 erneut im Dezember 2016 die Zinsen zu erhöhen. Moderat um 0,25 Prozent. Die FED hat aber mehrere, erneut kleine, Zinserhöhungen in Aussicht gestellt für 2017. Die Leitzinsen in den USA gehen also langsam, aber sicher, in Richtung eines langfristig gesunden Niveaus.

 

Unsicherheitsfaktor ist auch hier der zukünftige Präsident Donald Trump. Sollte er tatsächlich staatlich gestützte Konjunkturprogramme in großem Umfang auflegen, könnte die Wirschaft stark wachsen. Dem folgen normalerweise Preisanstiege, was die FED wiederrum mit Zinserhöhungen quitieren könnte. Denn das Ziel der FED ist eine Preissteigerung von etwa 2%, was derzeit praktisch schon erreicht ist.

 

Der Trump-Effekt auf die Anleihen (in Folge der Erwartung höhrere Zinsen) lies sich gut am Anleihemarkt im November 2016 ablesen. Nach der Trump-Wahl legte der Barclays Global Aggregate Total Return Index, der sich auf erstklassige Staats- und Firmenbonds bezieht – den schlechtesten Monat seit seiner Auflage in 1990 hin.

 

Wie sieht es in Europa aus? Bisher bleibt die Europäische Zentralbank (EZB) auf dem monetären Gaspedal. Sie kauft weiter kräftig Anleihen, auch wenn sie die Menge ab März von 80 Mrd. Euro monatlich auf 60 Mrd. Euro leicht reduzieren will. Aber von einer Zinswende spricht hier niemand; diese könnte in 2018 oder 2019 kommen. Es sei denn, die FED in den USA würde die Zinsen überraschend schnell und kräftig anheben. Das würde die EZB ebenfalls zu Zinserhöhungen zwingen, ansonsten würde möglicherweise zuviel Kapital in die USA abfließen, um höhere Zinsen zu erzielen.

 

Fazit: Nach dem eher schwachen Jahr 2016 ist auch für 2017 bei Anleihen häufig nicht viel zu holen. Je stärker die bereist angekündigten Zinserhöhungen in den USA ausfallen, umso mehr werden die Anleihekurse sinken. Derzeit unwahrscheinlich, aber vielleicht zieht dann die EZB in Europa nach und verschlimmert so die Aussichten für Anleihen. Ein eher schwieriges Jahr dürfte bevorstehen – aber wissen kann man es nie. Und höhere Zinsen bedeuten auch höhere Anleihe-Koupons, also mittelfristig bessere Aussichten für die Rentenfonds.

 

 

 

Innerhalb unserer Musterdepots spielen Anleihen hier eine wichtige Rolle:

 

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Sicherheits-Depots): Das Sicherheits-Depot ist für all jene, die möglichst wenig Schwankungen in Ihrem Depot mögen aber trotzdem spürbar mehr Rendite erzielen wollen, als es auf der Bank geben würde. Die Basis ist ein hoher Anleiheanteil von rund 80% im Depots.

 

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Balance-Depots): Die Balance-Musterdepots sind die ausgewogenen Alleskönner. Schlechtere Aktienjahre gleichen Sie mit Anleihen aus, schwächere Anleihejahr mit den Aktien. Insgesamt ein Erfolgskonzept mit langfristig interessanten Renditen (in 2016: 2,4 Prozent) und guten Aussichten auch in 2017.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Lieber jetzt als später – Berufsunfähigkeitsversicherung

Dienstag, 08. November 2016
Zusammenfassung: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Wer sich bereits in jungen Jahren für einen BU-Schutz entscheidet, zahlt meist günstige Beiträge. Wichtig für alle, die noch keine BU haben: Im kommenden Jahr werden Neuverträge durch den sinkenden Garantiezins teurer werden.

 

 

Die Zeit drängt - jetzt noch eine BU-Versicherung abzuschließen lohnt sich.

Jetzt noch eine BU-Versicherung abzuschließen lohnt sich.

Sie ist eine der teuren Versicherungen und zugleich eine der wichtigsten: die Berufsunfähigkeitsversicherung, kurz BU. Wer die hohen Beiträge scheut, den kann es teuer zu stehen kommen. Seit sich der Staat faktisch aus der Absicherung im BU-Fall im Jahre 2001 herausgezogen hat, ist etwa im Falle einer frühen Verrentung – etwa aufgrund körperlicher oder psychischer Beschwerden – nur mit einer geringen Rentenzahlungen zu rechnen. Ohne einen entsprechenden Versicherungsschutz, eigenes Vermögen oder einen finanzstarken Ehepartner ist es dann nur ein kleiner Schritt in die staatliche Grundsicherung.

 

 

Der kleine Unterschied

Die Berufsunfähigkeitsversicherung soll die finanzielle Lücke zwischen den Einkünften und dem tatsächlichen monatlichen Bedarf schließen, die sich nach einem unerwartet frühen Ende der Erwerbstätigkeit nahezu zwangsläufig ergibt. Dabei sollten Beiträge zur Altersvorsorge beim monatlichen Bedarf nicht vergessen werden, denn die Laufzeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung endet meist mit dem Rentenbeginn. Die BU-Versicherung kann als Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) zu einer Lebensversicherung oder als selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden.

 

Fällig wird die Versicherung, wenn der Versicherungsnehmer voraussichtlich dauerhaft nicht mehr in seinem bislang ausgeübten Beruf arbeiten kann. Neben der BU wird auch teilweise noch die Erwerbsunfähigkeitsversicherung angeboten. Diese tritt erst dann ein, wenn der Versicherte auch keiner anderen Erwerbsarbeit mehr nachgehen kann. Diese Versicherung wird günstiger angeboten als die umfassendere BU-Versicherung.

 

 

Auch Versicherungen sind wählerisch

Verbraucherschützer raten regelmäßig, bei der Wahl einer Versicherungsgesellschaft wählerisch zu sein. Das ist sicher richtig, denn die Konditionen unterscheiden sich stark voneinander, teilweise kommt es bei vergleichbaren Leistungen zu Preisunterschieden von 100 Prozent!

 

Im Falle der Berufsunfähigkeitsversicherung ist allerdings auch die Versicherungsgesellschaft wählerisch. Gute Chancen auf einen Vertrag mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis haben junge und gesunde Menschen, die einen Beruf ausüben, der nur geringe Risiken für die körperliche und geistige Gesundheit birgt.

 

Teilweise belastend - auch Ausbildung und Studium fordern schon Höchstleistungen.

Teilweise belastend – auch Ausbildung und Studium fordern schon Höchstleistungen.

Entsprechend prüfen die Berufsunfähigkeitsanbieter sehr genau ihre Antragsteller. Hier ist eine ausführliche Gesundheitsprüfung Pflicht. Dabei geht es nicht nur um körperliche Einschränkungen. Auch die psychische Vorgeschichte wird beleuchtet. Ein wichtiger Punkt, denn das Burn-out-Syndrom hat sich zur Volkskrankheit entwickelt, die auch vor Auszubildenden und Studierenden nicht Halt macht. Im Gegenteil, die psychosozialen Beratungsstellen der Hochschulen verzeichnen einen rasanten Anstieg an Ratsuchenden mit typischen Symptomen eines Burn-outs.

 

Wer sich dann – sinnvollerweise – in Behandlung begibt, hat bei einem späteren Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung schlechte Karten. Das gleiche gilt auch für den verbreiteten Hörsturz. Denn während körperliche Gebrechen im Rahmen der Gesundheitsprüfung im Allgemeinen nur für die vergangenen fünf Jahre abgefragt werden, müssen psychische Vorerkrankungen meist für die letzten zehn Jahre angegeben werden. Je nach Versicherung müssen die Versicherungsbewerber mit hohen Beiträgen rechnen, schlimmstenfalls wird der Antrag komplett abgelehnt. Dabei ergibt sich der besondere Nachteil, dass ein bereits abgelehnter BU-Antrag auch den Abschluss bei einer anderen Gesellschaft erschwert und meist auch verteuert.

 

Um erst gar nicht in diese Schwierigkeit zu geraten, ist es gerade bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung geboten, sich im Vorfeld von unabhängigen Experten beraten zu lassen und auf keinen Fall die Versicherung selbst oder einen entsprechenden Versicherungsvertreter direkt zu kontaktieren.

 

Unabhängige Berater können bei den in Frage kommenden Versicherungsgesellschaften eine sogenannte Risikovoranfrage stellen und so zuverlässig ermitteln, wer zu welchen Konditionen eine Police anbietet. Teilweise bieten Versicherungsgesellschaften auch vereinfachte Gesundheitsprüfungen an, beispielsweise bei erfolgreichem Hochschulabschluss oder dem Berufseinstieg nach einer abgeschlossenen Ausbildung. So haben auch Kunden mit möglichen Vorerkrankungen gute Chancen, einen fairen und bezahlbaren BU-Schutz zu erhalten.

 

 

Was du heute kannst besorgen …

Viele Sprichwörter sind überholte Binsenweisheiten und sollten besser ignoriert werden. Im Falle der Berufsunfähigkeitsversicherung stimmt jedoch der alte Spruch „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“. Zwei gewichtige Argumente: Je jünger der Versicherungsnehmer, desto geringer sind im Allgemeinen die Beiträge zur BU-Versicherung. Darüber hinaus sind – statistisch gesehen – weniger Vorerkrankungen zu erwarten, die den Abschluss einer BU-Versicherung erschweren könnten.

 

Das zweite wichtige Argument für den raschen Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist der fallende Garantiezins: Ab dem kommenden Jahr sinkt der gesetzlich vorgeschriebene Garantiezins von aktuell 1,25 Prozent auf ein neues Rekordtief von 0,9 Prozent. Der Garantiezins bezeichnet den Zinssatz, mit dem die Sparanteile der Versicherungsbeiträge mindestens verzinst werden müssen. Daher werden im kommenden Jahr die Beiträge vieler Versicherungen teurer werden, auch der Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung.

 

Je nach Alter und Laufzeit werden die Beiträge der Neuverträge um rund fünf Prozent höher ausfallen als jetzt. Besonders ungünstig für junge Versicherungsnehmer: Je länger die Laufzeit des BU-Vertrages, desto stärker steigen auch die Beiträge, denn die Versicherungsgesellschaften müssen entsprechende finanzielle Reserven aufbauen und diese entsprechend verzinsen. Sinkt der Garantiezins, wie es nun seit einigen Jahren kontinuierlich der Fall ist, müssen die Versicherer ihre Reserven aufstocken. Dies geschieht durch steigende Beiträge. Wer sich noch in diesem Jahr für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidet, kann sich den bisherigen höheren Garantiezins weiterhin sichern. Wichtig: Durch die Gesundheitsprüfung nimmt der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung Zeit in Anspruch – daher sollte jetzt, nur noch acht Wochen vor Jahresende, nicht gezögert werden.

 

 

Gut gesichert für die Zukunft

Ist die eigene Arbeitskraft finanziell gut abgesichert, lässt es sich positiv in die Zukunft schauen. Doch es gibt auch Einflüsse auf unsere Zukunft, gegen die es keine Versicherung gibt: Zerstörung der Umwelt, Klimawandel, soziale Missstände. Daher ist es sinnvoll, auch bei der Wahl der Versicherung auf ökologische und soziale Kriterien zu achten. So dienen Versicherungsbeiträge nicht nur der persönlichen Absicherung, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Umwelt.

 

Für wichtige finanzielle Entscheidungen sind zuverlässige Berater unerlässlich. Bei Grünes Geld profitieren Kunden von der langjährigen Erfahrung und Kompetenz der Experten für nachhaltige Geldanlagen.

 

 

 

 

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Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Denkanstöße zum Klimaschutz – Welt-Vegetariertag

Freitag, 30. September 2016
Zusammenfassung: Gedenk- und Aktionstage geben interessante Impulse. Der Welt-Vegetariertag ist ein Anstoß, wieder einmal über unser Lebensmittel nachzudenken, wie sie hergestellt werden und welchen Einfluss sie auf das weltweite Klima nehmen.

 

 

"Der Kürbis ist die Entschuldigung der Natur, dass der Sommer nun endgültig vorbei ist."

„Der Kürbis ist die Entschuldigung der Natur, dass der Sommer nun endgültig vorbei ist.“

In diesem Jahr liegen sie einträchtige nebeneinander im Kalender: Der Welt-Vegetariertag am 1. Oktober und das Erntedankfest am 2. Oktober. Erster macht in diesem Jahr bereits zum 40. Mal auf die Vorteile einer fleischfreien Ernährung aufmerksam, letzterer hat einen religiösen Hintergrund und steht für den Dank nach dem Ende der Erntezeit.

 

Eigentlich passen beide auch recht gut zusammen, denn beim Erntedank stehen die regionalen Früchte des Feldes und ihre Bedeutung für unser Leben im Vordergrund. Begangen wird das kirchliche Erntedankfest traditionell am ersten Sonntag im Oktober. Besonders in ländlichen Gemeinden wird dieser Tag groß gefeiert. Altäre werden mit Obst, Gemüse, Getreide und Blumen festlich geschmückt. Meist werden diese Gaben der Natur anschließend gespendet. In vielen Gegenden gibt es dann nach dem Kirchgang ein großes Essen für die Gemeinde – im Allgemeinen eine Gemüsesuppe, bei deren Anblick Vegetariern das Wasser im Munde zusammenläuft. Ein gutes Wochenende also für Freunde der fleischlosen Lebensweise. Wer nach so vielen Gedenk-Tagen erschöpft ist, kann sich auf einen freien Montag freuen, denn am 3. Oktober wird der „Tag der deutschen Einheit“ gefeiert.

 

Nun sind die Kalender mittlerweile voll von Gedenk- und Aktionstagen und nicht alle sind von übergeordneter Bedeutung. Auch vielfältige Kuriositäten haben mittlerweile Einzug in die Jahresübersichten gehalten, wie beispielsweise der „Tag der Teppichfalte“ (3. Mai) oder der „Tag der Büroklammer“ (29. Mai). Letztere stammen beide – wenn wundert es – aus den USA.

 

 

Vegetarisches Essen – ein Thema setzt sich durch

Aus den USA kam auch der Impuls für einen internationalen Welt-Vegetariertag, der seit 1977 am 1. Oktober begangen wird. Anstoß dazu gab die „North American Vegetarian Society“ beim Welt-Vegetarier-Kongress in Schottland. Dass der Welt-Vegetariertag jedoch nicht einfach ein weiteres kurioses Datum darstellt, zeigt das gestiegene Bewusstsein für den Einfluss des hohen Fleischkonsums auf Umwelt und Klima weltweit.

 

Die Gründe für fleischlose Ernährung sind vielfältig. Vegetarier lassen sich nicht mehr so einfach einordnen.

Die Gründe für fleischlose Ernährung sind vielfältig. Vegetarier lassen sich nicht mehr so einfach einordnen.

Vegetarier, Veganer, Flexitarier, das Thema Ernährung ist niemandem mehr gleichgültig. Wegbereiter für das steigende Interesse an unserer Nahrung waren dabei mitunter die Lebensmittelskandale der vergangenen Jahre.

 

Der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) geht derzeit von rund acht Millionen Vegetariern in Deutschland aus, das sind zehn Prozent der Bevölkerung. Konservativere Schätzungen liegen darunter, in jedem Fall hat sich jedoch der Anteil in den vergangenen dreißig Jahren rasant erhöht, denn 1983 gaben nur 0,6 Prozent an, Vegetarier zu sein.

 

Noch stärker gestiegen ist die Gruppe der Flexitarier, der sogenannten „Teilzeit-Vegetarier“. Sie praktizieren bewusst, was vor dem Abfall der Fleischpreise vielfach gang und gäbe war: Sie verzichten an mindestens drei Tagen pro Woche auf Fleisch. Flexitarier nehmen mit einem Anteil von 42 Millionen bereits die Mehrheit der Bevölkerung ein. Hier sind auch vielfach Anhänger der Slow Food-Bewegung zu finden, die regionale und ökologische und qualitativ hochwertige Fleischprodukte befürworten.

 

Dass die vegetarische Lebensweise mittlerweile flächendeckend akzeptiert wird, zeigt die Praxis. Nahezu jedes Lokal setzt ein oder mehrere vegetarische Gerichte auf seine Speisekarte – und nicht nur in den Szenelokalen der Metropolen, sondern auch im ländlichen Raum. Die vegetarischen Angebote werden bestellt, zunehmend auch von Nicht-Vegetariern.

 

Hinzu kommt die wachsende Vielfalt an vegetarischen Lebensmitteln. Diese werden nicht nur – wie noch vor zwanzig Jahren üblich – in Reformhäusern und Bioläden angeboten. Sie haben sich zu einem bedeutsamer Wirtschaftsfaktor auch für Supermärkte und Discounter entwickelt. Allein im vergangenen Jahr wurden rund 454 Millionen Euro mit vegetarischen Produkten umgesetzt.

 

Um das Vertrauen in vegetarische Produkte zu unterstützen, hat der VEBU eine eigene Kennzeichnung für vegane Lebensmittel entwickelt, das V-Label. So lässt sich beim Einkauf schnell erfassen, ob das Produkt wirklich rein vegetarisch ist, oder ob sich im Kleingedruckten noch beispielsweise Gelatine versteckt hat.

 

 

Prima Klima ohne Fleisch

Sich bewusst gegen Fleischprodukte zu entscheiden – sei es täglich, sei es mehrmals pro Woche – ist unterschiedlich motiviert. Ethische Gründe, Ablehnung der Massentierhaltung, Viehtransporte und unwürdige Schlachtungen, ökologische und klimapolitische Gründe spielen vielfach eine wichtige Rolle. Hinzu kommen – auch flankierend – gesundheitliche Gründe und eine Verbesserung des Wohlbefindens durch den Verzicht auf Fleisch.

 

 

Der kleine Unterschied zwischen Soja-Bratling und Kraftfutter

Welt-Vegetariertag ist damit auch als Einladung für Alles-Esser zu verstehen, die Besonderheit und Vielfalt vegetarischer Mahlzeiten zu erleben und sich bewusst zu machen, wie unsere tierischen Lebensmittel hergestellt werden und welchen Einfluss diese Produktionsweise auf das weltweite Klima ausübt.

 

Denn der Siegeszug des Fleischs in den letzten Jahrzehnten ist vor allem dem enormen Preisverfall geschuldet. An die Stelle des traditionellen Sonntagsbratens trat eine erschwingliche tägliche Fleischmahlzeit für alle. Um diesen enormen Bedarf zu decken, sind riesige Ackerflächen weltweit nötig. Nicht allein für die Tierhaltung, die vornehmlich in Stallung geschieht. In erster Linie wird das Land für den Anbau von Viehfutter gebraucht. Wenn also zu lesen ist, dass südamerikanische Regenwälder für den Anbau von Soja zerstört werden, liegt das im Allgemeinen nicht an den Soja-Bratlingen der europäischen Vegetarier. Im Gegenteil: 80 Prozent der Soja-Importe kommen als Schrot zu uns und landen in den Futtertrögen von Rindern, Schweinen und Geflügel. Dabei ist der Sojaeinsatz hoch, die „Fleischausbeute“ dagegen niedrig: Ein Kilo Sojabohnen wird zur Herstellung von zwei Kilogramm Tofu benötigt. Wird die gleiche Menge Soja jedoch in der Schweinemast verfüttert, kommen im Endeffekt nur 300 Gramm Fleisch dabei heraus.

 

Das Soja, das hierzulande in vegetarischen Produkten zu finden sind, stammt dagegen mehrheitlich aus Europa, teilweise auch aus ökologischem Landbau in Süddeutschland. Dieser garantiert auch, dass kein gentechnisch verändertes Soja verwendet wird. Das kommt jedoch vielfach im Futter-Soja vor und landet damit oftmals unbemerkt auf dem Teller. Lebensmittel müssen nur bei einem Anteil über 0,1 Prozent gentechnisch veränderte Bestandteile gekennzeichnet werden, allerdings greift diese Regelung noch nicht bei Fleisch- und Milchprodukten sowie bei Eiern, denn die Verfütterung gentechnisch veränderter Pflanzen ist nicht kennzeichnungspflichtig. Verlässliche Informationen bieten hier nur die Siegel des ökologischen Landbaus (unter anderem Demeter und Bioland) und des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG).

 

 

Natürliche Vielfalt erhalten – Klima schützen

Neben dem enormen Landverbrauch und der Verfütterung pflanzlicher Lebensmittel zur Fleischgewinnung tritt noch ein hoher Wasserverbrauch, die CO2-Belastung der Umwelt durch Viehtransporte, Lagerung und Kühlung und – nicht zu unterschätzen, die Methan-Emissionen durch flatulierende Rinder. Dieses Treibhausgas wirkt klimaschädlicher als CO2.

 

Zusammengefasst gilt, wer auf Fleisch verzichtet und sich hauptsächlich pflanzlich ernährt, produziert weniger Treibhausgase. Die Naturschutzorganisation Der World Wide Fund For Nature (WWF) geht davon aus, dass unsere Ernährung für rund 70 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich zeichnet. Ein Zahl, die erst einmal schwer im Magen liegt.

 

Der Welt-Vegetariertag zeigt, dass unser Essen eine weltweite Dimension. Wer sich bewusst mit der Herkunft seiner Lebensmittel auseinandersetzt, soll auch zukünftig genießen und die natürliche Vielfalt wertschätzen. Der Verzicht auf Fleisch, sei er auch teilweise, ist sicher ein guter Weg zum aktiven Klimaschutz und zur Erhaltung der Umwelt.

 

Wer sich neben seiner Ernährung auch Gedanken über seine Finanzen macht und sein Geld nachhaltig anlegen will, kann auch hier etwas gegen den Klimawandel unternehmen. Wir beraten Sie gerne umfassend zu unseren Klimafonds.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Grünes Geld vor Ort – Veranstaltungshinweise für Herbst 2016

Freitag, 23. September 2016

In den letzten Monaten des laufenden Jahres besteht die Möglichkeit uns an verschiedenen Standorten im Bundesgebiet persönlich und unverbindlich zu treffen. Messen rund um das Thema Nachhaltigkeit, gesunde und sozial-verträgliche Lebensweise sind darüber hinaus auch ohnehin einen Besuch wert. Oft gibt es leckeres Essen und interessante Informationen.

Starten Sie gut informiert in das letzte Drittel des Jahres. Möglichkeiten dazu gibt es auf folgenden Veranstaltungen:

Ökomarkt

 
  • Aschaffenburger Ökomarkt am 25.09.2016, 11.00 bis 18.00 Uhr

Bereits zum 13. Mal findet unter Ausrichtung durch die Kreisgruppe Aschaffenburg des Bund Naturschutz der Ökomarkt auf dem Aschaffenburger Schlossplatz statt.

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An über 70 Mitmach- und Infoständen bietet der Ökomarkt jedes Jahr ein weites und interessantes Angebot sowie eine angenehme Atmosphäre für die ganze Familie. Der gut besuchte Markt bietet dem Publikum ein reiches Spektrum der Information sei es nun, dass ökologische Nahrungsmittel, Natur-Kleidung, Bio-Möbel, Öko-Spielzeug usw. für Mensch und Umwelt einfach die besseren Alternativen sind, oder dass an Mitmachständen die Kreativität gefördert wird.

An vielen Stellen informieren Sie sich über Gentechnik, zu naturnahem Gärtnern, zu vegetarischem Essen, zu Naturreisen, über Greenpeace,  den Regenwald, oder über Baubiologie und über ökologischen Geldanlagen.  Töpferei, Kerzenziehen und Aktionen des Wald- und Waldorffkindergarten begeistern Ihre Kinder.

Kulinarische Köstlichkeiten für jeden Geschmack runden das Angebot ab und sorgen für gute Laune.

 

 

Heldenmarkt

  • Berliner Heldenmarkt am 26./27. November 2016

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Veranstaltungszeiten Heldenmarkt Berlin:

Sa. 26. November 2016, 10:00-20:00 Uhr

So. 27. November 2015, 10:00-18:00 Uhr

Für mehr Informationen hier klicken.

 

Zwei Tage können Sie sich hier verwöhnen lassen mit kulinarische Köstlichkeiten, letztes Jahr z.B. gab es eine Vegane Kochshow, Äpfel wurden gekeltert und es gab eine Traumreise mit Elsa der Schokoladenfee für die Kleinen. Darüber hinaus, gibt es allerlei schöne Dinge zu sehen aus dem Bereich der ökologischen Produktecke. Aber auch kritische Themen werden angesprochen, z.B. wie bringen wir mehr Nachhaltigkeit in die Stadt, wie setzt Frankfurt das Thema erneuerbare Energien um für die Zukunft. Viele regionale Partner unterstützen dieses Jahr den Heldenmarkt und möchten ihn mit Ihnen gemeinsam zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

 

 

  • Stuttgarter Heldenmarkt am 5. / 6. November 2016

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Veranstaltungszeiten Heldenmarkt Stuttgart:

Sa. 5. November 2016, 10:00-19:00 Uhr

So. 6. November 2016, 11:00-18:00 Uhr

Für mehr Informationen hier klicken.

Menschen aus dem Raum Stuttgart können sich auf dem Heldenmarkt rund um das Thema Nachhaltige Lebensweise und Konsum informieren. In der Alten Kelter in Fellbach laden viele Aussteller zum Bummeln, Verweilen und Informieren ein.  Hier gibt es die Gelegenheit sich über seinen individuellen ökologischen Fußabdruck oder das Papierdirektrecycling zu informieren. Vorträge und Tombola-Verlosungen runden die beiden Tage ab. Lassen Sie sich dies nicht entgehen und genießen sie ein heldenhaftes Wochenende

Alle drei Veranstaltungen unterstützen wir mit unserem Grünes Geld Messestand.  Kommen Sie doch einfach vorbei, lernen Sie uns kennen,  wir freuen uns auf Sie.

Ihr Grünes Geld Team