Archiv für die Kategorie ‘Grünes Geld’

7 x Wissenswertes über nachhaltige Geldanlagen

Freitag, 18. August 2017

Zusammenfassung: Nachhaltige Geldanlagen werden zunehmend beliebter. Teilweise werden die Investments in soziale und ökologische Projekte jedoch auch noch mit Misstrauen betrachtet und mit Spenden verwechselt. Höchste Zeit, mit einigen Vorurteilen aufzuräumen und die Vorteile der grünen Geldanlagen in den Vordergrund zu rücken.

 

 

Nachhaltig die Welt verändern.

„Geld regiert die Welt“ – so heißt es oft lapidar, wenn eine weltpolitische Entwicklung mal wieder vollkommen fehl läuft, wirtschaftliche Interessen zu ökologischen Schieflagen führen und Menschenrechtsverletzungen aus ökonomischen Interessen billigend in Kauf genommen werden.

 

Aber nicht das Geld regiert die Welt, sondern die Menschen, die das Geld besitzen – und hier fängt die Schieflage schon an. Denn der Oxfam Armutsbericht  bringt es immer wieder auf den Punkt: Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Aktuell verfügt ein Prozent der Weltbevölkerung über mehr als die Hälfte des weltweiten Vermögens.

 

Weitere 20 Prozent der Weltbevölkerung verfügen fast vollständig über die andere Hälfte des Vermögens. Lediglich fünf Prozent des Vermögens verteilt sich auf die verbleibende Mehrheit von fast 80 Prozent der Menschen.

 

Eine eklatante Ungleichheit, die es zu bekämpfen gilt. Und dieses Ziel haben sich auch die Vereinten Nationen gesetzt und in ihren 17 Nachhaltigkeitszielen festgeschrieben,  die die Staatengemeinschaft bis zum Jahr 2030 erreichen will.

 

Kann diese Ungleichheit wirklich gestoppt werden und wie? – Viele Wege führen zum Ziel. Dazu zählen ein fairer Welthandel, faire Entlohnung der Arbeit, Förderung von bezahlbaren und sauberen Energien, Zugang zu Bildung, Hilfe zur Selbsthilfe und so vieles mehr.

 

Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist dabei auch immer die Finanzierung der Projekte. Eine ausgezeichnete Möglichkeit die Entwicklung mit voranzutreiben sind daher nachhaltige Geldanlagen, denn sie nutzten das Kapital als Hebel zur Veränderung. Bei aktuell ca. 5,85 Billionen Geldanlagen der Deutschen ein gewaltiger Hebel.

 

Das Leben ist zwar kein Hollywood-Streifen, aber es wäre doch trotzdem schön, wenn am Ende „die Guten“ gewinnen würden. Auf dem Weg zu diesem „Happy End“ helfen die folgenden 7 Fakten zu nachhaltigen Geldanlagen, den Weg konsequent zu beschreiten und möglichst viele Anleger von den Vorteilen dieser Investments zu überzeugen.

 

 

1. Nachhaltige Geldanlagen sind keine Spende

Geldanlagen sind keine Spenden.

Vielfach werden nachhaltige Geldanlagen noch als Nischenprodukt für „Gutmenschen“ angesehen und nicht als Möglichkeit, Geld sinnvoll und dennoch sicher anzulegen. Denn die Investments sind keine Spende. Zwar wird das angelegte Geld – wie auch viele Spendengelder – für vielfältige ökologische, ethische und soziale Projekte verwendet, damit hört die Gemeinsamkeit aber auch schon auf. Denn statt einer Spendenbescheinigung erhalten Anleger attraktive Rendite und bringen eine nachhaltige Entwicklung auf den Weg.

 

 

2. Nachhaltige Geldanlagen sind vielseitig

Hilfe zur Selbsthilfe durch Mikro-Kredite.

Die Idee der Mikrofinanz-Systems ist vielen Menschen bekannt – nicht zuletzt durch die Verleihung des Friedensnobelpreis 2006 an Muhammad Yunus aus Bangladesch, der die Idee der Anschubfinanzierung zur Selbsthilfe in den armen Regionen der Welt stark belebt hat.

 

Mikrofinanz-Kredite sind auch definitiv eine Möglichkeit, Geld nachhaltig anzulegen, aber sicher nicht die Einzige. Der Markt an nachhaltigen Geldanlagen umfasst heute nahezu sämtliche gängigen Finanzprodukte. So gibt es nachhaltige Sparpläne für die unterschiedlichen Anlegertypen, Fonds, Sachwerte, wie beispielsweise Windkraftanlagen oder Forstbeteiligungen und vieles mehr.

 

Wenn Sie sich näher für Geldanlagen in Mikrofinanzen interessieren, sehen Sie sich unser entsprechendes Musterdepot Soziale Verantwortung an.

 

 

 

3. Nachhaltigkeit ist mehr als „öko“

Nachhaltigkeit hat sich zu einem Schlagwort entwickelt, das zwar positiv besetzt ist, jedoch keine verbindliche inhaltliche Aussage macht. Ursprünglich entstammt der Nachhaltigkeitsbegriff aus der Forstwirtschaft und bezeichnete das Wirtschaften, bei dem nur so viel Holz dem Wald entnommen wird, wie auch nachgepflanzt wird.

 

Heute bezieht sich die Bezeichnung der Nachhaltigkeit im Allgemeinen auf die Auswirkungen einer Handlung oder eines Produktes auf Umwelt und Klima. Diese sollen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung dauerhaft ausgeglichen werden.

 

Auch für den Begriff der nachhaltigen Geldanlagen existiert keine gesetzliche oder allgemein anerkannte Definition. Die Bewertung eines Investments als nachhaltig kann nach 200 bis 300 Kriterien geschehen. Dabei werden vielfältige Faktoren des Umweltschutz sowie soziale und ethische Aspekte der generellen Unternehmensführung berücksichtigt.

 

Generell werden unter nachhaltigen Geldanlagen Investments verstanden, die nicht nur klassische finanzielle Ziele wie Werterhalt, Sicherheit und gute Erträge verfolgen, sondern auch gleichzeitig einen Beitrag zu einer positiven ökologischen, ethischen und sozialen Entwicklung leisten. Entsprechend dieser Werte, dienen nachhaltige Geldanlagen dem Natur-, Umwelt- und Klimaschutz, stehen für gerechte und existenzsichernde Bezahlung und wenden sich gegen Kinder- und Zwangsarbeit. Nachhaltige Projekte richten sich gegen Diskriminierungen, sei es aufgrund des Geschlechts, der Herkunft, Nationalität, Religion oder Hautfarbe. Ebenso werden mit dem nachhaltig angelegten Geld keine Waffen und Kriegsgüter unterstützt.

 

Die nachhaltigen Unternehmen herausfiltern.

Um diese Kriterien sicher zu stellen und zu gewährleisten, nutzen Anbieter nachhaltiger Geldanlagen einen sogenannten Ethik-Filter. So wird etwa bei Wertpapieren mit Ethik-Filter überprüft, ob die Unternehmen, in die investiert werden soll, den strengen Nachhaltigkeits-Kriterien entsprechen. Im Allgemeinen werden so Unternehmen aus der Rüstungsindustrie, Teile der Chemie- und Pharmabranche und konventionelle Energie-Anbieter ausgeschlossen. Unternehmen, die Mitarbeiter diskriminieren oder auf Kinderarbeit setzen, finden sich ebenfalls nicht in den Geldanlagen wieder. Ob und wie der Ethik-Filter angewendet wird, erfahren Anleger von ihrem Finanzberater sowie aus den Verkaufsprospekten ihres Investments.

 

Allgemein nachhaltige Geldanlagen finden Sie in unseren Musterdepots Vermögensaufbau.

 

 

4. Nachhaltige Geldanlagen können auch persönliche Werte abbilden

In vielen Bereichen, sind die Ansprüche an eine nachhaltige Entwicklung Konsens. Nahezu alle Anleger in diesem Bereich können sich darauf einigen, dass Kriege, Kinderarbeit und Umweltzerstörung in keiner Weise finanziell unterstützt werden sollen.

 

Aber viele Anleger haben darüber hinaus auch noch einen persönlichen Wertekanon, nach dem sie handeln und investieren wollen. Beispielsweise wollen Veganer kaum ihr Geld in Unternehmen investieren, die mit der Massentierhaltung in Verbindung stehen, sei es aus ethischer Überzeugung oder aus Gründen des Klimaschutzes. Auch werden praktizierende Katholiken  einer Geldanlage in Unternehemen wenig abgewinnen können, die Verhütungsmittel herstellen oder im Bereich der Gen- und Stammzellenforschung aktiv sind.

 

Hier können erfahrene Anbieter nachhaltiger Geldanlagen umfassend beraten und eine entsprechende Blacklist zusammenstellen, die Branchen und Bereiche definiert, in die nicht investiert werden darf.

 

 

5. Nachhaltiges investieren kann Werte durchsetzten

Stimm- und Rederechte effektiv nutzen.

Ausschlusskriterien sind eine Seite Medaille der nachhaltigen Geldanlagen. Die andere Seite ist eine aktive Herangehensweise, die auf das Verhalten von Unternehmen einen direkten Einfluss nehmen will. Dieser Engagement Ansatz, baut auf die Macht des Geldes.

 

Investoren versuchen dabei, beispielsweise durch die Ausübung ihrer Stimmrechte bei Aktionärsversammlungen, auf den Kurs des Unternehmens Einfluss zu nehmen. Neben der Hauptversammlung ist dies auch durch einen direkten Dialog mit der Unternehmensführung möglich. Obgleich dieser Weg in der harten Wirtschaftswelt etwas träumerisch klingen mag, kann auch dieser dynamische Prozess Erfolge verzeichnen. Schließlich haben zunehmend mehr Unternehmen ein Interesse daran, ihr Engagement in Sachen Nachhaltigkeit zu unterstreichen.

 

 

6. Nachhaltige Geldanlagen sind keine Modeerscheinung

Ausgewogen und ausbalanciert.

Der Markt für nachhaltige Geldanlagen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Mit einem Plus von rund dreißig Prozent ist der Markt im vergangenen Jahr in Deutschland, Österreich und in der Schweiz überproportional gewachsen. In den drei Ländern wurden gemäß der Jahresstatistik des FNG – Forum Nachhaltige Geldanlagen ökologische und ethische Investments im Wert von 420 Milliarden Euro getätigt. Darüber hinaus wurden rund vier Billionen Euro in Anlagen investiert, die einzelne Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen.

 

In Deutschland konnte in 2016 ein Zuwachs von rund 15 Prozent im Markt für nachhaltige Geldanlagen verzeichnet werden. Die Entwicklung wurde zum einen von einer wachsenden Anzahl privater Investoren getrieben, die ihre persönlichen Werte auch zum Maßstab ihrer Geldanalagen machen, zum anderen haben – eben angestoßen durch diese Bewegung – immer mehr institutionelle Anleger das Potenzial der nachhaltigen Werte entdeckt.

 

Das rasant gestiegene Interesse an den ökologischen und sozialen Investments mag vielleicht den Gedanken an eine Modeerscheinung Nahe legen, Fakt ist jedoch, dass die Entwicklung und der Erfolg der nachhaltigen Geldanlagen bereits auf ein Erfolgsgeschichte von fast einem Viertel Jahrhundert zurückblicken kann.

 

Wenn heute rund 25 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen  stammt, ist das nicht zuletzt der Erfolg privater Anleger, die seit den neunziger Jahren mit großem Engagement in Windkraftwerke, Photovoltaikanlagen und Biogasprojekte investiert haben – also in Unternehmen, die mittlerweile in Deutschland mehrere hunderttausend Arbeitsplätze stellen und die beschlossene Energiewende entscheidend mittragen.

 

 

7. Nachhaltige Geldanlagen bieten Sicherheit und solide Erträge

Nachhaltige Investments lösen den ewigen Widerstreit zwischen Geld und gutem Gewissen ein für allemal auf. Beides ist möglich und nötig, um eine positive Entwicklung voranzubringen. Nachhaltig investieren bedeutet also keinesfalls, auf unsichere oder unrentable Anlagen zu setzen.

 

Wissenschaftliche Untersuchungen haben sich – vor allem aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach ökologischen und ethischen Investments – tiefergehend mit Anlagen auseinandergesetzt und kommen mehrheitlich zum Ergebnis, dass nachhaltige Geldanlagen in der Rendite nicht zurückstehen. Wer also nachhaltig investiert kann mit soliden und marktüblichen Erträgen rechnen.

 

Schwarze Schafe gibt es in jeder Branche.

Vorsicht ist – wie auch bei allen konventionellen Geldanlagen – geboten, wenn überdurchschnittliche Rendite versprochen wird, denn auch im Markt der nachhaltigen Geldanalgen tummeln sich mittlerweile schwarze Schafe.

 

Wer sich also für eine grüne Geldanlagen entscheidet, geht keine erhöhten Risiken aufgrund der Nachhaltigkeit ein. Genauso, wie bei einer konventionellen Geldanlage, müssen sich Anleger allerdings im Vorfeld generell damit auseinandersetzen, wie hoch die Rendite ausfallen soll, welche Risiken eingegangen werden und wann das angelegte Geld zur Verfügung stehen soll.

 

Wenn diese Fragen geklärt sind, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, in nachhaltige Projekte zu investieren. Wer auf höhere Rendite und langfristige Geldanlagen zielt, findet in nachhaltigen Direktinvestments eine gute Möglichkeit, hohe Erträge zu erwirtschaften und zugleich eine sehr transparente Form der Geldanlage mit einer hohen Wirkung zu realisieren.

 

Wer sich mehr Sicherheit und Flexibilität wünscht, investiert in ausgewählte Umweltfonds, die in unterschiedlich zusammengestellten Musterdepots angeboten werden. Das ist nicht nur mit großen Summen möglich, sondern kann auch über einen individuellen monatlichen Sparplan verlaufen, der es auch bei noch geringem Einkommen ermöglicht, bereits in jungen Jahren ein kleines Vermögen aufzubauen.

 

 

Grünes Geld, erfahrener Anbieter nachhaltiger Geldanlagen, ist bereits seit 2001 im Markt aktiv und beweist mit seinem Erfolg, dass ökologische, soziale und ethische Investments absolut keine Modeerscheinung sind. Anleger können hier sicher gehen, dass ihr Geld gemäß festgelegten ethischen und ökologischen Kriterien investiert wird und entsprechend einen wertvollen Beitrag für Umwelt, Klima und Gesellschaft leisten.

 

Bei Grünes Geld finden alle Anlegertypen, ihre passende nachhaltige Geldanlage. Sei es im Bereich der Erneuerbare Energie Fonds, Umweltfonds, Solar Fonds, Wind Fonds oder Mikrofinanzfonds.

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Börseneinstieg – Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Donnerstag, 27. Juli 2017
Zusammenfassung: Anleger zweifeln ob nach einem starken Aufschwung an den Börsen noch der richtige Zeitpunkt zum Investieren ist. Die Analyse der Vergangenheit der US-Börse zeigt, das Warten auf den nächsten Einbruch kann lange dauern und so verstreichen Chancen auf Ertrag.

 

Eine geflügelte Börsenweisheit besagt: An der Börse wird nicht geklingelt! Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Einstieg? Eine Frage die viele Anleger umtreibt. Leider ist es so, dass viele Anleger sich während einer längeren Aufschwungphase immer wieder vornehmen, noch zu warten und erst nach dem nächsten Crash einzusteigen.

 

Letzte Woche ist es wieder passiert. Ein Anleger der sich überlegte über Grünes Geld nachhaltig anzulegen, erkundigte sich über alle Details unseres Angebots Vermögensaufbau,  die Kosten und Renditen der Vergangenheit. Abschließend meinte er, dass das eine sehr gute Möglichkeit sei, doch da der Dax und die anderen Börsen schon auf Höchstständen notieren, würde er lieber warten und erst nach einem Crash investieren.

 

Es klingt absolut nachvollziehbar und sinnvoll. Erst zu investieren, wenn die Kurse eingebrochen sind. Grund genug, das Thema Einstieg in Aufschwungphasen einmal genauer zu beleuchten. Was auf den ersten Blick richtig erscheinen mag, trügt bei genauerem Hinsehen, wie eine Studie des US-Vermögensverwalters First Trust ergeben hat. Anhand des S&P 500 Index durch alle Marktphasen von 1926 bis Juni 2017, haben Sie die Bullen- und Bärenmarkte mit den jeweiligen Renditen und Zeiträumen untersucht. Mit dem Ergebnis:

 

  • Ein Bullenmarkt (steigende Kurse) dauerte im Schnitt 9 Jahre mit einer kumulierten Wertentwicklung von 470%
  • Ein Bärenmarkt (fallende Kurse) währte durchschnittlich 1,4 Jahre mit einem kumulierten Verlust von -41%

 

 

Quelle: First Trust

Hinweis: Dividenden inklusive; Bullenmarkt: beginnt am Tiefpunkt nach einem Abschwung von 20 Prozent oder mehr; Bärenmarkt: beginnt am Hochpunkt vor einem Abschwung von 20 Prozent oder mehr und dauert bis zum Tiefpunkt des Abschwungs; Darstellung logarithmisch, indexiert, Zeitraum: 1926 bis 06/2017.

 

 

Der längste Börsenaufschwung dauerte 15,1 Jahre mit einem Zuwachs von 935 Prozent, der längste Abschwung 2,8 Jahre mit einem kumulierten Verlust von 83,4 Prozent. Interessant an der Erhebung ist, dass es auch in Rezessionsphasen steigende Börsenkurse gab und eine Rezession nicht zwangsläufig zu fallenden Kursen führt. Dies wird in der Anlegerrealität in dieser Form oftmals nicht wahrgenommen.
Der laufende Bullenmarkt dauert 8,3 Jahre und brachte bislang einen Zuwachs von 293 Prozent. Anhand der Grafik lässt sich erkennen, dass dieser derzeitige Aufschwungmarkt nicht außergewöhlich klein oder groß ist. Aus diesem letzten Dreieck lässt sich nicht ableiten, dass ein Crash bevorsteht. Im Gegenteil, über 50 Porzent der Bullenmärkte der Vergangenheit dauerten länger, nur 3 Aufschwünge in der Vergangenheit kürzer. Verglichen mit dem längsten Börsenaufschwung liegen wir am unteren Rand, denn in der Vergangenheit haben Börsen weitaus höhere Gewinne abgeworfen als derzeit. Ein großes Risiko ist, derzeit am Rand des Spielfeldes zu stehen und das Risiko in Kauf zu nehmen Wertzuwächse zu verpassen. Verpasste Gewinne sind ebenso als Risiko einzuschätzen wie die Gefahr eines Abschwungs.

Die Börse ist wie ein Paternoster. Es ist ungefährlich durch den Keller zu fahren. Man muss nur die Nerven behalten. (John Kenneth Galbraith)

 

Je früher desto besser

Wie lange ein Börsenaufschwung noch dauern wird, ist meist nicht absehbar und für sollte für die längerfristige Anlagestrategie keine Rolle spielen. Keiner weiss wann genau der nächste Crash kommen wird – nächste Woche oder erst in 5 Jahren. Für den langfristigen und zukunftsorientierten Anleger gilt, je früher desto besser. Denn immer noch wird der Zinseszinseffekt notorisch unterschätzt. Für den Vermögensaufbau ist jedoch genau dieser Effekt entscheidend.

 

 

Viele Anleger möchten es nicht wissen:

 

Auf den nächsten Bären zu warten kann sehr teuer werden.

 

 

Natürlich bergen Vermögensanlagen in die Kapitalmärkte Risiken und können zu Verlusten führen. Prognosen haben keinen verlässlichen Charaker oder Garantien und vergangene Wertentwicklungen können nicht einfach in die Zukunft fortgeschrieben werden. Mit einem vernünftigen Risikomanagement lassen sich jedoch schlimmste Fehler vermeiden. Und wer die Möglichkeit hat monatlich zu investieren oder in der Baisse beherzt neu investieren kann, nutzt die Chancen die sich immer wieder ergeben. Doch aus Angst vor Kursrückgängen über Jahre Tagesgeld bei Nullzins zu horten, führt ebenfalls zu Vermögensverlusten.

 

Ein erfahrener Vermögensberater hilft die Verteilung der Anlageklassen optimal zu gestalten. Die eigenen Anlagewünsche zu entdecken und Themenfelder zu finden, die Rendite und Wirkung verbinden sind nicht immer einfach. Ein Experte wie Grünes Geld kann dabei behilflich sein. Wer auf Beratung dennoch verzichten möchte, bekommt mit der Auswertung des Grünes Geld Tests erste Handlungshinweise.

 

 

 

 

Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Carmen Junker

 

 

Berufsunfähigkeitsversicherung – gut vorbereitet ins Leben starten

Freitag, 07. Juli 2017
Zusammenfassung: Berufsunfähigkeitsversicherungen sind sinnvoll und teuer. Wer sich früh für einen Vertrag entscheidet, profitiert von niedrigen Beiträgen und einer meist günstigen Risikobeurteilung. Möglich ist auch einen Kombination der Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer fondsbasierten Altersvorsorge. Ein optimales Geschenk für künftige Schulabgänger und Studierende.

 

Schon zu Schulzeiten sinnvoll – die BU.

Langsam kommt Ferienstimmung bei allen Schülerinnen und Schülern auf, denn auch in den süddeutschen Bundesländern geht das Schuljahr dem Ende entgegen. Für einige Jugendliche beziehungsweise junge Erwachsene ist das Kapitel Schule dann für immer abgeschlossen. Für sie beginnt ein völlig neuer Lebensabschnitt, jenseits der vorgegebenen Zeit- und Stundenpläne, aber auch ohne die gewohnten Sicherheiten. Denn viele Entscheidungen müssen jetzt getroffen werden und viele dieser Entscheidungen bestimmen maßgeblich, wohin der Lebensweg in den kommenden Jahren führen wird.

 

 

„Null Bock“ war gestern

„School’s out forever“ sang einst Alice Cooper. Im vergangenen Jahr haben in Deutschland rund 453.000 Schüler die Hoch- beziehungsweise Fachhochschulreife erworben. Hinzu kommen die Schulabgänger von Haupt-, Mittel- und Realschulen sowie vielfältigen berufsvorbereitenden Schulen.

 

So breit gefächert wie die unterschiedlichen Arten der Schulabschlüsse sind auch die Wege, die sich den Abschlussjahrgängen eröffnen. Bedingt durch die Einführung des Abiturs nach zwölf Schuljahren, entscheiden sich zunehmend viele Schulabgänger für ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr im Rahmen des Bundes-Freiwilligendienstes, für einen Freiwilligendienst im Ausland oder für Work & Travel-Programme. Aber auch die klassische Lehre steht weiter hoch im Kurs, genauso wie die Entscheidung für ein Studium oder für eine Kombination von beidem.

 

In einem Punkt ist sich die „Generation Z“ trotz der Vielfalt der Lebensentwürfe einig: die „Null-Bock-Mentalität“ gehört absolut der Vergangenheit an. Vielmehr bewerten Jugendliche ihre Chancen zunehmend realistisch und haben für ihr persönliches Leben im Allgemeinen grundsolide Pläne und Visionen.

 

 

Stolz und Ängste der Elterngeneration

Schulfach Lebenskunde

Ein bestandener Schulabschluss ist immer auch ein Grund zum Feiern. Zum einen mit den Schulkameraden, zum andren aber auch in der Familie. Schließlich wurden die langen Jahre des Lernens liebevoll begleitet. In vielen Familien ist auch ein Geschenk zum Schulabschluss üblich.

 

Klassiker der Schulabschlussgeschenke sind noch immer der Führerschein oder auch das erste eigene Auto. Je nach dem, wie die konkreteren Pläne aussehen, sind auch Zuschüsse zur Reisekasse, ein neuer Computer oder Hausrat für die ersten eigenen vier Wände gerne gesehene Geschenke. Wer eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich beginnt, freut sich vielleicht auch über seriöse Outfits für den Berufsalltag. Alle diese Gaben haben gemeinsam, dass der Einstieg in die bevorstehende Lebensphase so angenehm und unproblematisch wie möglich verlaufen soll.

 

Die Elterngeneration der heutigen Schulabgänger sieht jedoch nicht nur mit Stolz auf die bisherigen Erfolge ihrer Kinder, sondern blickt genauso mit Ängsten in die Zukunft. Schließlich können junge Menschen oftmals noch nicht alle Gefahren des Lebens hundertprozentig abschätzen. Was ist, wenn nicht immer alles so läuft wie geplant. Wenn eine Krankheit oder ein Unfall den Weg ins Berufsleben blockieren. Was geschieht, wenn der gewählte Traumberuf aufgrund von körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen nicht ausgeübt werden kann?

 

 

Berufsunfähigkeitsversicherung – ein nachhaltiges Geschenk

Viele Ängste sind verständlich, oft gibt es jedoch auch brauchbare Lösungen, Befürchtungen nicht zu groß werden zu lassen. Ein außergewöhnliches, aber auch ein außergewöhnlich sinnvolles Geschenk zum Ende der Schulzeit ist daher eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

 

Früher hieß es „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Eine Weisheit, die im Zeitalter des lebenslangen Lernens recht altbacken daherkommt. Auf den Sinn einer Berufsunfähigkeitsversicherung übertragen kann der Merksatz jedoch zu Recht lauten: „Was Hänschen spart, muss Hans nicht bezahlen“. Denn wer die Berufsunfähigkeitsversicherung früh – am besten noch als Schüler oder Student – abschließt, profitiert von niedrigen Beiträgen.

 

Darüber hinaus ist der frühe Abschluss für Schüler besonders sinnvoll, wenn diese planen, einen risikoreichen Beruf zu ergreifen, denn die bei Vertragsabschluss gewählte Berufsgruppe bleibt auch nach einem tatsächlichen Wechsel in einen risikoreichere Gruppe bestehen. Wer schon als Schüler einsteigt sichert sich eine günstige Berufsgruppe; diese kann er behalten, auch wenn er danach einen Beruf mit hohem Risiko wie Dachdecker oder Gerüstbauer ergreift. Damit werden über die Jahre meist einige Zehntausend Euro eingespart.

 

Auch wenn das Geschenk einer Berufsunfähigkeitsversicherung anfangs wenig glamourös erscheint – ein früher Vertragsabschluss spart zeitlebens bares Geld und – eigentlicher Zweck dieser Versicherung – nimmt eine existenzielle Sorge von den Schultern. Denn sie  greift dann, wenn die eigene Arbeitskraft beschädigt wird.

 

 

Berufsunfähigkeitsversicherung für Studierende

Nicht warten, bis der Zug abgefahren ist.

Wer ein Studium anstrebt, muss viele neue Aufgaben und Herausforderungen bewältigen. Der Berufsbeginn liegt noch in weiterer Ferne und entsprechend entfernt erscheinen auch Überlegungen zu einem möglichen Verlust der Arbeitskraft. Doch hier kann ein Blick in die Statistiken durchaus Überzeugungsarbeit leisten, denn mittlerweile beantragt bereits jeder vierte Erwerbstätige frühzeitig eine Rente wegen einer verminderten Erwerbsfähigkeit.

 

Besonders erschreckend dabei ist, dass der Anteil der psychischen Erkrankungen überproportional zugenommen hat. Besonders das Burn-out-Syndrom betrifft immer mehr – und vor allem auch – immer jüngere Menschen.

 

Kaum ein Student will sich dieses Szenario zu Beginn seiner Ausbildung ausmalen. Fakt ist jedoch, dass der frühe Abschluss einer Versicherung sich allein schon durch die günstigen Beiträge lohnt.

 

Aber aus der Praxis können wir sagen: ein früher Abschluss lohnt sich vor allem auch, weil man dann in der Regel überhaupt noch in die Berufsunfähigkeitsversicherung aufgenommen wird. Denn die Gesundheits-Anforderungen der Versicherer sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen.

 

Schon bei kleinen Erkrankungen wird die Aufnahme schon abgelehnt: ein Besuch beim Psychologen wegen Prüfungsstress, ein Kniespiegelung oder eine austherapiertes Rückenleiden und der Versicherungsschutz ist nicht zu bekommen. In einigen Fällen gelingt die Aufnahme nur gegen einen erhöhten Beitrag. Auch das ist ärgerlich und summiert sich auf.

 

Deshalb: wer jung ist, sollte seinen guten Gesundheitszustand nutzen und in einen Vertrag einsteigen. Vielleicht erstmal mit geringer Summe. Aber der Einstieg ist wichtig.

 

 

Für die Zukunft lernen, in die Zukunft investieren

Wer heute Anfang zwanzig ist, kann später nicht mit einer gesetzlichen Rente rechnen, die den angestrebten Lebensstandard abbildet. Sich früh mit einer privaten Altersversorgung zu beschäftigen, ist daher eine wichtige wenn auch lästige Aufgabe.

 

Lerncoachs haben zu lästigen Aufgaben unterschiedliche Theorien. Am besten ist es jedoch fast immer, wenn diese Dinge zügig und mit Realitätssinn erledigt werden, denn die Zukunft beginnt in der Gegenwart.

 

Besonders geeignet ist für Studierende eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung, beispielsweise den ALfonds der Alten Leipziger, kombiniert wird. Die Fondsauswahl wird dabei mit strengen ethisch-ökologischen Fonds gestaltet.

 

Denn Hand aufs Herz, die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den kostspieligen Versicherungen. Dabei hofft jeder Versicherungsnehmer, dass der Versicherungsfall niemals eintreten möge. Sicher Gründe dafür, dass sich gerade jüngere Menschen mit einem Vertragsabschluss schwer tun. Entgegen wirken daher bei der kombinierten Absicherung zum einen, die günstigen Einstiegstarife der Berufsunfähigkeitsversicherung, zum anderen die vergleichsweise geringen Mehrkosten für die Altersrente.

 

Beispiel: Wer studiert und im Alter von 20 Jahren eine BU-Versicherung über eine monatliche Rente von 1.500 Euro abschließt, zahlt – beispielsweise bei der Alten Leipziger -monatlich rund 60 Euro an Beiträgen. Kombiniert der Versicherte eine fondgebundene Altersrente, erhöhen sich die Beiträge um etwa 20 Euro auf insgesamt rund 80 Euro im Monat. Bei Rentenbeginn ist dann eine lebenslange private Zusatzrente über 446 Euro möglich. Versicherte können sich dann aber auch für eine einmalige Auszahlung in Höhe von rund 100.000 Euro entscheiden und diese nach belieben nutzen oder erneut anlegen.

 

Studierende werden im Allgemeinen in der günstigsten Berufsgruppe (1++) eingestuft, diese Einordnung bleibt dann meist während er gesamten Laufzeit der Versicherung, idealerweise bis zum Rentenbeginn mit 67 Jahren, gleich, auch wenn das persönliche Risiko sicher faktisch erhöht. Versichert werden kann eine monatliche BU-Rente bis zu 2.000 Euro. Dabei besteht die Möglichkeit, die Versicherung noch nachträglich auszubauen und auf eine monatliche Auszahlung bis zu 2.500 Euro zu erhöhen. Dabei ist keine erneute Risikoprüfung notwendig. Darüber hinaus wird auf eine abstrakte Verweisung in alle Berufsgruppen verzichtet.

 

Wer die kombinierte Absicherung wählt hat zudem die Möglichkeit, seine Altersvorsorge jährlich bis zu 40.000 Euro aufzustocken. Eine interessante Option, denn mit dem Start im Berufsleben, muss vorerst keine neue zusätzliche Altersvorsorge ausgearbeitet werden. Gleichzeitig bleibt der Versicherte finanziell flexibel, denn eine teilweise Entnahme aus dem Vertragsguthaben ist jederzeit möglich.

 

 

Früh – früher – rechtzeitig

Glücksbringer mit hohem Berufsrisiko.

Die eigene Arbeitskraft ist ein wertvolles Vermögen, das gut geschützt und erhalten werden muss. Wer nicht studieren will, sollte sich noch früher mit dem Thema Berufsunfähigkeit auseinandersetzen, denn während den angehenden Akademikern in der Risikoeinstufung eine geringe Wahrscheinlichkeit der Berufsunfähigkeit bescheinigt wird, rutschen bereits Bürokaufleute in Risikogruppe 2, Berufe mit normalem Risiko.

 

Erzieherinnen, Industrie- und Kfz-Mechaniker mit einem erhöhten Risiko eingestuft. Richtig teuer wird die Absicherung für klassische Handwerksberufe, wie beispielsweise Maurer und Dachdecker, aber auch Pflegeberufe und Künstler. Ihnen wir eine hohes Risiko der Berufsunfähigkeit prognostiziert.

 

Entscheidend ist dabei der Status bei Vertragsbeginn. Wer also eine Ausbildung plant, ist gut beraten, sich bereits zu Schulzeiten für einen Versicherungsschutz zu entscheiden und von den günstigen Beiträgen langfristig zu profitieren. Hier sollten sich auch Eltern früh mit den Absicherungsmöglichkeiten auseinandersetzen um für und mit den Kindern eine sinnvolle Vorsorge zu treffen.

 

Ein Berufsunfähigkeitsschutz (BU-Schutz) ist dabei bereits ab zehn Jahren möglich. Bis zur zehnten Klasse werden Kinder noch in die Risikogruppe 2+ eingeordnet. Für angehende Handwerker eine ausgezeichnete Option, eine auch in der Ausbildung bezahlbare BU-Versicherung abzuschließen.

 

 

Sinnvoll auch im Hier und Jetzt

Gut gerüstete durch die Schulzeit.

An die eigene Zukunft oder die der Kinder zu denken ist sinnvoll. Sicher lassen sich nicht alle Weichen im Vorfeld stellen. Doch das Leben bietet auch bei gut guter Vorbereitung und geebneten Wegen noch genügend Überraschungen.

 

Sich früh um eine Berufsunfähigkeits-Versicherung zu kümmern ist daher nicht nur gut für den weiteren Lebensweg und spart so auf lange Sicht unnötig hohe Beiträge, die Versicherung kann auch schon in jungen Jahren von Bedeutung sein. Denn wenn ein Kind durch eine Krankheit oder einen Unfall in der Freizeit sein Leben lang erwerbsunfähig bleiben wird, kann eine private Absicherung immerhin die finanzielle Notlage lindern. Glücklicherweise ist die Wahrscheinlichkeit für so ein Unglück gering, dafür sind auch die Beiträge für diese Absicherung niedrig.

 

Viele Eltern legen bereits früh Geld für ihre Kinder an. Daher bietet sich auch hier die Kombination der Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer fondsgebundenen Altersversorgung an. Trotz des geringen finanziellen Mehraufwandes kommt – bedingt durch die lange Laufzeit – eine attraktive Summe zusammen.

 

 

Versicherungswissen sollte Schulfach werden

Prokrastination – also das fast pathologische Aufschieben von wichtigen Erledigungen – avanciert zwar zur Volkkrankheit, ist aber keine Ursache für eine verminderte Arbeitskraft.

 

Gerade bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein Aufschieben wenig sinnvoll, denn steigendes Alter und die Einstufung in eine Risikogruppe treibt die Kosten für den Versicherten in die Höhe. Darüber hinaus verläuft die von den Versicherungsgesellschaften verlangte Gesundheitsprüfung in jungen Jahren meist positiver. Also kein Grund, abzuwarten!

 

„Schulen bereiten mit vielen guten Projekten und Praktika gut auf das Berufsleben vor. Welche Versicherungen sinnvoll sind und wann diese am besten abgeschlossen werden sollten kommt jedoch in keinem Lehrplan vor“, bedauert Carmen Junker von Grünes Geld, einem erfahrenen Experten für nachhaltige Geldanlagen.

 

So lange sich das nicht ändert, sind Eltern und Berufsanfänger verstärkt gefordert, sich um diese relevanten Dinge zu kümmern. Am besten gemeinsam mit Spezialisten wie Grünes Geld. Denn hier gehen Anleger und Versicherungsnehmer stets sicher, dass ihre Anlagegelder und Versicherungsbeiträge nicht nur für sie selbst den größtmöglichen Nutzen bringen, sondern auch im Sinne einer ökologischen und sozialen Entwicklung weltweit angelegt werden.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

Nachhaltiger Fondsparplan: 5 Möglichkeiten die Sie kennen sollten

Freitag, 23. Juni 2017
Zusammenfassung: Mit nachhaltigen Fondsparplänen erzielen Sie eine doppelte Rendite: Sie tun Mensch und Natur etwas Gutes und bauen nebenbei, ohne dass Sie es wirklich merken, ein kleines Vermögen auf. Ein Plus das viele Anleger interessiert: durch den Ausschluss von potenziell kritischen Branchen bleiben auch Skandale und damit Kursrückgänge aus - den Kursrutsch von BP (Ölplattform-Katastrophe 2010), Tepco (Fukushima 2011) oder Deutsche Bank (unzählige Rechtsfälle, sei mehreren Jahren) hat nachhaltige Anleger nie berührt.

 

Wir zeigen Ihnen 5 Möglichkeiten für sinnvolle, nachhaltige Fondsparpläne.

 

Was ist eigentlich ein Fondsparplan und was bringt er mir konkret?

 

Ein Fondsparplan ist die wohl einfachste Möglichkeit, um sich allmählich einen finanziellen Puffer, ein kleines oder gar ein großes Vermögen aufzubauen. Der Dreh- und Angelpunkt ist, dass beim Fondsparplan monatlich eine bestimmte, festgelegte Summe von Ihrem Girokonto abgebucht wird. Mit dieser Summe werden monatlich Fondsanteile gekauft.

 

Was ist ein Fonds oder Investmentfonds? Ein Investmentfonds ist ein stark reguliertes und kontrolliertes Produkt, in das auf der einen Seite Gelder von Anlegern eingezahlt werden, auf der anderen Seite werden damit Wertpapiere gekauft. Je nach Typ der gekauften Wertpapiere unterscheidet man die Investmentfonds, wie zum Beispiel Aktienfonds, Anleihefonds, Immobilienfonds, usw.

 

Da insgesamt hohe Summen von den Anlegern eingezahlt werden, kann der Fonds auch eine hohe Anzahl an unterschiedlichen Wertpapieren kaufen. Der Anleger kann somit schon mit relativ wenig Kapital sehr professionell und breit gestreut investieren.

 

Im Gegensatz zu Aktien oder Anleihen, bei denen nur ganze Stück gekauft werden, können beim Fonds auf Bruchstücke eines Fonds gekauft werden. Der Vorteil ist für Sparpläne entscheidend: Wer beispielsweise 300 Euro monatlich spart und damit eine Aktie kaufen möchte, die z.B. 1.000 Euro pro Stück kostet, wird erst nach 4 Monaten tatsächlich die erste Aktie erwerben. Und dann hat er nur 1 Aktie eines Unternehmens, was extrem wenig Streuung oder anders herum, ein extrem hohes Risiko bedeutet.

 

Der erste große Vorteil ist also, dass schon mit kleinen Summen monatlich breit gestreut in Wertpapiere investiert werden kann. Hierdurch kann auch der Durchschnittskosten-Effekt (siehe nächstes Kapitel) erreicht werden.

 

Der zweite große Vorteil ist, dass die Abbuchung automatisch jeden Monat erfolgt. Es kann also nicht die Situation geben, dass man vielleicht gerade kein Geld hätte, und entsprechend nichts anlegen würde. Es wird durch die automatische Abbuchung eine extrem hohe Beitragsdisziplin sicher gestellt. Das Beste dabei ist, dass man sich daran gewöhnt und schon nach kurzer Zeit gar nicht mehr bemerkt, dass monatlich Geld abgebucht wird.

 

Die Zauberei beim Fondsplarplan: Durchschnittskosteneffekt

 

Wissen Sie, wie Sie sich bis zu 5 Prozent mehr Rendite holen können? Ich erkläre es Ihnen. Schauen Sie sich bitte folgenden Chart an. Er gibt den bekanntesten Aktien-Index der Welt in seiner wohl schlimmsten Zeit, nämlich während des 2. Weltkrieges, wieder:

 

Besondere Jahre: Der 2. Weltkrieg forderte viel Geduld von Börsianern. Wer durchhielt war allerdings wesentlich besser dran als etwa Besitzer eines deutschen Sparbuchs. Deren Geld war 1948 wertlos. Die roten Pfeile zeigen Kaufzeitpunkte nach jährlichem Sparplan.

 

Sagen wir, dass ein Anleger 1 eine Summe von 60.000 USD 1930, beim Index-Stand von 380 Punkten, angelegt hätte. Würde ein Index-Punkt einem Dollar entsprechend, hätte er damit 157,89 Anteile gekauft.

Sagen wir, dass ein Anleger 2 die gleiche Summe von 60.000 USD investiert hätte. Allerdings nicht auf einmal, sondern er hätte in einem Sparplan jeweils bei den roten Pfeilen im Diagramm gekauft:

 

Zeitpunkt Index-Stand Invest-Summe Erhaltene Anteile
1.1.1933 80 10.000 USD 125
1.1.1936 140 10.000 USD 71,4
1.1.1940 140 10.000 USD 71,4
1.1.1944 130 10.000 USD 76,9
1.1.1948 180 10.000 USD 55,5
1.1.1951 250 10.000 USD 40

 

In Summe hätte Anleger 2 mit dem Sparplan also 440,2 Anteile. Der Anleger 1 hätte jedoch mit seinem Einmalkauf nur 157 Anteile.

 

  Gesamtinvestition Insgesamt erworbene Anteile Wert der Anteile am 1.1.1954
Einmalkauf      
60.000 USD 157 60.000 USD
Sparplan 60.000 USD 440 168.152 USD

 

Statt einer Rendite von genau 0% für den Einmalanleger würde in diesem speziellen Fall der Sparplan-Anleger dank des Durchschnittskosten-Effektes eine IRR-Rendite von 7,9 Prozent erzielen.

 

Anhand dieses – vom Zeitpunkt her sicherlich extremen – Beispiels kann die hohe Wirksamkeit des Durchschnittskosten-Effekts (Cost-Average-Effekt) gut erkannt werden. Allerdings ist ein Vorteil von 7,9 Prozent jährlich die Ausnahme; aber im Bereich 2 bis 3 Prozent kann der Vorteil absolut liegen.

 

Der einfachste Sparplan: Spar-Morgen-Plan

 

Die einfachste und vielleicht am universellsten einsetzbare Fondsparplanart ist der Spar-Morgen-Plan. Der Spar-Morgen-Plan passt für fast alle Gegelegenheit mit einer Anspardauer von 5 oder mehr Jahren, ist schon ab 25 Euro monatlich besparbar und hat in den vergangenen 5 Kalenderjahren im Durchschnitt 5,7 Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaftet. Er ist täglich kündbar, die Sparraten können jederzeit verändert oder ausgesetzt werden.

 

Beim Spar-Morgen-Plan wird in einen nachhaltigen Mischfonds investiert. Ein Mischfonds investiert die Anlegergelder in Aktien und Anleihen. Er erzielt damit gute Wertzuwächse bei gegenüber Aktiensparplänen deutlich reduzierten Kursschwankungen.

 

Die Auswahl der Aktien und Anleihen erfolgt nach streng definierten ökologischen und ethischen Kriterien.

 

 

 

 

Schon für 3 Jahre sinnvoll: Soziale Verantwortung Monatssparen

 

Wem der ausgewogene Spar-Morgen-Plan zu schwankungsanfällig ist, kann zu dem sich wohl am ruhigesten entwickelnden Musterdepot, dem Soziale Verantwortung Monatssparen, greifen. Mit sehr geringer Schwankungsbreite ist dieser Fondssparplan sogar für Anlagedauern unterhalb von 5 Jahren denkbar.

 

Er kann ab nur 100,00 Euro pro Monat angespart werden. Die Rendite der letzten 5 Jahre war 2,4 Prozent im Durchschnitt pro Jahr.

 

Das Geld wird verwendet, um daraus Kleinstkredite in Schwellenländern zu machen. Zum Beispiel möchte sich eine Näherin in Bolivien eine Nähmaschine und eine Geschäftsausstattung für 1.500 US Dollar kaufen. Einen Kredit von einer Bank erhält sie dafür nicht, da alleine die Kreditprüfung für die Bank schon sämtliche Gewinne aus diesem Geschäft aufzehrt. Sie kann jedoch einen Mikrokredit erhalten, der aus den deutschen Anlegergeldern gespeist wurde.

 

Damit kann sich der deutsche Anleger über die üblichen 2 bis 3 Prozent Rendite freuen und hat noch gleichzeitig etwas für andere Menschen getan. Die Idee Mikrofinanz wurde 2006 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

 

 

 

 

Der Best-Seller: Balance Monatssparen

 

Das Balance Monatssparen ist ein ausgewogenes Musterdepot, bei dem 5 nachhaltige Investmentfonds so zusammengestellt sind, dass im Normalfall eine Aktienquote von rund 50 Prozent erreicht wird. Im Gegensatz zum Spar-Morgen-Plan erfolgt die Streuung über 5 statt einem Investmentfonds. Das sichert gegen schlechte Jahre eines Fondsmanagers wirkungsvoll ab. Dafür ist die Mindestansparsumme 100 Euro.

Die erzielte Rendite der letzten 5 Kalenderjahre war mit 7,8 Prozent herausragend gut. Langfristig sollte mit 4 bis 6 Prozent Rendite pro Jahr gerechnet werden.

Investiert wird in nachhaltige Aktienfonds, nachhaltige Anleihefonds und in ethisch-ökologische Mischfonds.

 

 

 

 

 

Für die maximale Rendite: Wachstum Monatssparen

Das Wachstum-Monatssparen ist ähnlich zum Balance Monatssparen zu sehen. Sie investieren Ihr Geld breit gestreut in hunderte von Unternehmen und Staaten weltweit. Sie streuen damit ausgewogen über Wirtschaftsräume, Währungen und Branchen. Möglich ist der Sparplan ab 100 Euro monatlich.

 

Allerdings ist der Anteil an Aktien höher als beim Balance Monatssparen. Damit wird die langfristige Rendite-Erwartung höher, aber auch die Schwankungsbreite nimmt zu. Entsprechend empfehlen wir das Musterdepot Wachstum Monatssparen auch erst ab einer Anlagedauer von 7 oder mehr Jahren.

 

Die erzielte Rendite der letzten 5 Kalenderjahre war mit 8,9 Prozent sehr gut. Langfristig sollte mit 5 bis 8 Prozent Rendite pro Jahr gerechnet werden.

 

 

 

 

 

Fürs Alter: Fondsparplan im Versicherungsmantel

Die oben genannten Musterdepot Wachstum Monatssparen und Balance Monatssparen können sehr gut für die Altersvorsorge genutzt werden. Sie bieten hohe Sicherheiten durch die breite Streuung und werden über lange Zeiträume interessante Renditen erzielen.

 

Und für die Altersvorsorge, die meist über sehr lange Zeiträume aufgebaut wird, kann man diese Fondssparpläne nochmals veredeln. Das geschieht in Form eines sogenannten Versicherungsmantels; praktisch eine Art Hülle, die den eigentlichen Fondssparplan umgibt.

 

Zunächst kostet diese Hülle natürlich etwas Geld; trotzdem kommt am Ende mehr für den Anleger heraus. Wieso ist das so?

 

Der Hintergrund ist der dritte große Spieler im Bunde. Neben Anlagegesellschaft und Anleger ist nämlich auch der Staat an der Altersvorsorge beteiligt; und zwar, in dem er Steuern kassiert. Wer einen Fondssparplan nutzt und oberhalb der steuerlichen Freigrenzen liegt wird jährlich Steuern auf die erzielten Gewinne zahlen müssen. Diese vermindern natürlich die Substanz und verringern damit den so wichtigen Zineszins-Effekt, den scherzhaft „achtes Weltwunder“ genannten Effekt, dass die Gewinn bei Geldanlagen expotenziell steigen.

 

Zieht man das in Betracht, kommt regelmäßig bei Fondssparplänen im Versicherungsmantel mehr Kapital für den Anleger zusammen, als wenn er direkt in einem Wertpapierdepot angespart hätte.

 

Darüber hinaus bietet der Versicherungsmantel noch so Dinge wie eine lebenslange monatliche Rentenzahlung oder Optionen wir Zahlung der Beiträge auch bei Berufsunfähigkeit oder erhöhte Rentenzahlungen bei Pflegebedürftigkeit.

 

Übrigens gibt’s den Fondssparplan auch für Riesterrente oder Rüruprenten. Auch bei diesen staatlich geförderten Rentenverträgen kann also wie gewohnt in einen Fonds angespart und der Cost-Avergage-Effekt genutzt werden. Nicht zu letzt wegen der hohen Besteuerung der Rentenauszahlungen machen diese beiden Varianten aber nur in wenigen Fällen für den Anleger Sinn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Lieber früher als später: Vertretungsrechte regeln

Freitag, 16. Juni 2017
Zusammenfassung: Ein neues Gesetz wird ab dem kommenden Jahr die Beistandsmöglichkeiten im medizinischen Bereich für Ehe- und Lebenspartner vereinfachen. Allerdings sollten Paare auch frühzeitig daran denken, wer sie – im Fall der Fälle – in Vermögens- oder Behördenangelegen vertritt und diese Entscheidung rechtlich verbindlich abgeben. Gut auch, sich in Geldfragen auf bewährte Partner verlassen zu können.

 

 

Früh klären: Wer entscheidet, wenn ich es nicht kann?

Eine schreckliche Situation, die aber jeden treffen kann: Der Ehepartner oder Lebensgefährte wird plötzlich schwer krank oder erleidet einen Unfall. Die Sorge um einen geliebten Menschen stellt eine schwere seelische Belastung dar. Gleichzeitig sind jedoch auch viele Entscheidungen zu treffen. Zum einen bezüglich der medizinischen Behandlung. Zum anderen geht es aber auch darum, den erkrankten Partner in Vermögens- oder Behördenangelegenheiten vertreten zu können. Gut, wenn dann bereits im Vorfeld zwischen den Partnern bereits rechtliche Vereinbarungen getroffen worden sind.

 

Was viele nicht wissen: Auch Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschafen können derzeit ohne eine Vorsorgevollmacht  keine Entscheidungen für den handlungsunfähigen Partner treffen. Das bedeutet in der Praxis, dass Partner ohne diese Vorsorgevollmacht erst vom Gericht als rechtlicher Betreuer bevollmächtigt werden müssen.

 

Vorher können sie derzeit keine Entscheidungen bezüglich der weiteren medizinischen Versorgung treffen, dürfen die Post des Partners nicht öffnen und bearbeiten und diesen rechtlich wirksam vertreten. Eine heikle Situation, denn vielfältige finanzielle Verpflichtungen müssen weiter regelmäßig laufen und gerade jetzt sind sicher viele Punkte mit der Krankenversicherung zu klären und abzustimmen. Sich erst jetzt als Betreuer für den Partner bestellen zu lassen, stellt eine zusätzliche Belastung in einer ohnehin schon nervenaufreibenden Zeit dar.

 

 

„Stand by me“ – bessere Beistandsmöglichkeiten durch neues Gesetz

Gemeinsam den Weg bestimmen.

Um diese schwere Last etwas zu erleichtern, hat der deutsche Bundestag im Mai diesen Jahres das „Gesetz zur Verbesserung der Beistandsmöglichkeiten unter Ehegatten und Lebenspartnern in Angelegenheiten der Gesundheitssorge und in Fürsorgeangelegenheiten“ verabschiedet. In Kraft tritt das Gesetz ab dem 1. Juli 2018.

 

Das Gesetzt regelt zukünftig, dass Verheiratete und eingetragene Lebenspartner in Fragen der Gesundheitssorge ihren Partner – auch ohne besondere Bestellung als Betreuer und dezidierte Vorsorgevollmacht – kurzzeitig vertreten zu können. Das umfasst beispielsweise eine Entscheidung zu bestimmten Untersuchungen und Operationen, aber auch die Verlegung in ein anderes Krankenhaus. Außerdem sind behandelnde Ärzte gegenüber dem Partner von der ärztlichen Schweigepflicht entbunden und müssen eine Einsicht in die Krankenunterlagen gewähren. Allerdings ist diese Gesundheitssorge ohne Vollmacht nur auf einen kurzen Zeitraum beschränkt, in der Regel auf einige Tage nach der Erstversorgung. Anschließend greift wieder die bisherige gerichtliche Bestellung eines Betreuers. Dies ist in den meisten Fällen auch der Ehe- beziehungsweise eingetragene Lebenspartner.

 

Getrennte Paare müssen sich keine Sorgen darüber machen, dass der ehemalige Partner über ihren Kopf hinweg Entscheidungen fällt, denn die Neuregelung gilt für getrennt lebende Ehegatten und Partnerschaften. Außerdem greift die Novelle nicht, wenn der Partner einen anderen Willen hinterlegt hat, eine andere Person – zum Beispiel eines der Kinder – bevollmächtigt oder bereits ein Betreuer von Seiten des Betreuungsgerichts bestellt wurde.

 

Ein weiteres Novum der veränderten Regelung ergibt sich für die behandelnden Ärzte. Sie können auf die Eintragungen des Zentralen Vorsorgeregisters der Bundesnotarkammer  zugreifen, erhalten so einen raschen Zugriff auf Vorsorgedokumente und können mit den dort hinterlegten Bevollmächtigten schnell in Kontakt treten.

 

 

Neues Gesetz nimmt den zeitlichen Druck …

Die gesetzliche Neuregelung nimmt Partnern den Druck, sich wegen wichtiger medizinischer Entscheidungen nach der ersten ärztlichen Akutversorgung eine gesetzliche Betreuungsvollmacht zu besorgen.

 

Patientenverfügungen sind für Ärzte verbindlich.

Unberührt bleiben bei der gesetzlichen Neuregelung jedoch sämtliche Fragen zu Vermögens- oder Behördenangelegenheiten. Eine private Vorsorgevollmacht ist damit auch weiterhin sinnvoll, wenn nicht sogar unbedingt notwendig. Hier stehen die Partner gegenseitig in der Verantwortung, sich frühzeitig über diese wichtigen Fragen abzustimmen und gemeinsam eine für beide gangbare Lösung zu finden. Ebenfalls ausgenommen vom geplanten Gesetz sind sämtliche Inhalte der Patientenverfügung.

 

 

… dennoch sollten Entscheidungen selbstbestimmt und früh getroffen werden

Wer heiratet oder eine Lebenspartnerschaft eintragen lässt, hat neben den vielfältigen Vorbereitungen einer angemessenen Feier auch gleichzeitig einige Behördengänge zu erledigen. Kaum ein Paar will zu diesem Augenblick an Unfälle und Krankheiten denken, dennoch sollten wichtige Entscheidungen zu diesem Thema möglichst früh getroffen werden. Eine Vorsorgevollmacht in Verbindung mit einer Patientenverfügung gibt jedem die Sicherheit, dass im Notfall eine vertraute Person alle anfallenden Entscheidungen treffen wird.

 

 

Patientenverfügung – selbstständige Entscheidung dokumentieren

In der Patientenverfügung können Patienten von vornherein festlegen, welche medizinischen Maßnahmen sie für sich wünschen oder generell ablehnen. Damit hat jede volljährige Person das Recht, frühzeitig zu entscheiden, wie eine Behandlung aussehen soll, wenn der eigene Wille nicht mehr artikuliert werden kann. Die Patientenverfügung ist für Ärzte bindend. Wer frühzeitig eine Patientenverfügung formuliert kann diese jederzeit ändern, denn teilweise ändern sich Auffassungen mit zunehmendem Alter. Experten raten dazu, die Verfügung alle zwei Jahre zu überprüfen.

 

Die Patientenverfügung  muss schriftlich niedergelegt sein und persönliche Daten sowie Datum und Unterschrift enthalten. Außerdem muss die medizinische Situation, in der Verfügung greifen soll, möglichst genau beschrieben werden. Sinnvoll sind beispielsweise Angaben zu lebenserhaltenden Maßnahmen, Schmerz- und Symptombehandlungen. Eventuell bietet sich bei der Niederschrift der Verfügung auch eine Beratung mit dem behandelnden Arzt an. Die Verfügung kann darüber hinaus auch die Bereitschaft zur Organspende beinhalten und Wünsche zu Sterbebegleitung und -ort umfassen. Wirksam wird die Verfügung, wenn der Patient nicht mehr einwilligungsfähig ist. Es reicht auf, die Patientenverfügung bei seinen privaten Unterlagen aufzubewahren. Sinnvoll ist es allerdings auch, eine Kopie beim Hausarzt und Angehörigen oder anderen Vertrauenspersonen zu hinterlegen.

Wenn keine Patientenverfügung vorliegt, müssen Ärzte mutmaßlichen Willen des Patienten ermitteln und stimmt sich dazu im Allgemeinen mit dem rechtlichen Betreuer, beispielsweise dem Partner des Patienten, ab.

 

 

Vorsorgevollmacht – Vertrauenspersonen benennen

Ergänzt werden sollte eine Patientenverfügung mit einer Vorsorgevollmacht, in der eine Person des Vertrauens benannt wird, die im Fall der eigenen Handlungsunfähigkeit stellvertretend alle wichtigen Entscheidungen trifft. Dazu können auch Entscheidungen in Vermögens- oder Versicherungsangelegenheiten zählen. Ebenso kann sich die Vollmacht auf behördliche Angelegenheiten beziehen und auch die Handlungsfelder Post und Internet umfassen. Der Umfang der Vollmacht kann umfassend sein, es können aber auch nur abgegrenzte Bereiche definiert werden. Außerdem kann die Vollmacht jederzeit inhaltlich verändert oder entzogen werden.

 

Gut vorbereitet – ein gutes Gefühl!

Konkret kann die Vorsorgevollmacht beispielsweise den Abschluss von Verträgen, Bankangelegenheiten oder auch den Einzug in ein Pflegeheim regeln. Die Vorsorgevollmacht ist sinnvoll, da Partner oder Familienangehörige nicht automatisch Entscheidungen treffen können, sondern erst rechtlich als Betreuer bestimmt werden müssen. Darüber hinaus können auch unterschiedliche Gründe dafür sprechen, eine Vertrauensperson außerhalb der Familie mit der Vollmacht zu wichtigen finanziellen und gesundheitlichen Fragen zu betreuen, beispielsweise um Überforderungen zu vermeiden.

Eine Vorsorgevollmacht sollte notariell beglaubigt oder beurkundet sein, damit sie eine entsprechende rechtliche Durchsetzungskraft hat. Empfehlenswert ist außerdem die Ablage im zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer, das seit zehn Jahren existiert und nach eigenen Angaben monatlich rund 200.000 Abfragen verzeichnet. Obwohl das Register gerade in medizinischen Notfällen Ärzten eine schnelle Orientierung gibt, wer notwenige Entscheidungen treffen kann, haben bislang lediglich vier Prozent der volljährigen Deutschen eine solche Vollmacht hinterlegt. Grund dafür ist vielfach, dass vor allem Ehepartner davon ausgehen, dass sie bereits ein verbindliches Vertretungsrecht besitzen.

 

Da die Vollmacht individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten ist, gilt für die Form ein breiter Gestaltungsspielraum, allerdings ist auch hier eine regelmäßige Durchsicht sinnvoll.

 

 

Sorgenfrei durch gute Vorbereitung

Sich auf alle Eventualitäten des Lebens vorzubereitet ist nahezu unmöglich. Dennoch ist es beruhigend, wenn persönliche Entscheidungen bereits ohne Not getroffen worden sind.

 

Das vermittelt gerade in Geldfragen und Vermögensangelegenheiten ein gutes Gefühl von Sicherheit. Wer dann auch noch einen erfahrenen und kompetenten Ansprechpartner, wie beispielsweise Grünes Geld an seiner Seite weiß, kann gelassen in die Zukunft schauen. Grünes Geld, berät Anleger nicht nur seit Jahren umfassend im Bereich der nachhaltigen Geldanlagen, sondern hat sich auch im Bereich der Vermögensbetreuung als zuverlässiger Ansprechpartner einen guten Namen gemacht.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

CreActing und Green Hearts – eine sinnvolle Kombination

Mittwoch, 07. Juni 2017
Zusammenfassung: Wir freuen uns, dass wir wieder einmal mit einer Spende im Rahmen unseres Green Hearts Programms den Verein CreActing.net und dessen großartigen Projekte unter Leitung von Wolfgang und Andrea unterstützen können. Andrea und die Praktikantin des Vereins Liz geben uns einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen des Vereins. Sie zeigen, dass aus einer kleinen Idee ein richtig großes und erfolgreiches Projekt werden kann.

 

 

März 2017 – Bodhgaya

 

In diesem Jahr starteten wir das Indienprojekt 2017 mit ganz neuen Voraussetzungen. Acht Spieler der Dreamcatcher hatten im Herbst 2016 die Chance nach Deutschland zu kommen und dort an einem Projekt der Kinderkulturkarawane teilzunehmen.

 

Als wir dieses Jahr für unser Indien-Projekt in Bodhgaya ankamen, schwangen die schönen Erfahrungen aus der Zeit in Deutschland immer noch mit. Es war schön zu sehen, dass die entstandenen Freundschaften trotz der großen Entfernung bestehen blieben.

Energiegeladen begannen wir an unseren großen Vorhaben zu arbeiten. In diesem Jahr möchten wir zusammen mit den Dreamcatchern eine NGO gründen. In Deutschland konnten sie als Workshopleiter wertvolle Erfahrungen sammeln, welche sie nutzten um auch in Indien die nächste Generation zum Theaterspielen zu begeistern. An der AO Zora Schule und anderen Schulen in Bodhgaya leiten die erfahrenen Spieler nun immer mehr Workshops. Vinod, Lakshman und den anderen stand die Freude ins Gesicht geschrieben, wenn sich die Kinder bei Übungen und auf der Bühne öffneten und so manches Naturtalent zum Vorschein kam. Unsere zahlreichen Tipps und unser Feedback wurde sofort im nächsten Workshop umgesetzt. Zum ersten Mal waren auch die Mädchen unter den Workshopleitern. Jyoti und Nisha traten nach ihrer Auslandserfahrung sehr selbstbewusst auf und sind damit ein großes Vorbild für ihre Altersgenossinnen.

 

Die NGO soll das neue Fundament für die Arbeit der Dreamcatcher bilden. Mit einem eigenen Verein können sie selbstbestimmt als Workshopleiter arbeiten und andere kulturelle Angebote machen. Darüber hinaus haben auch nationale und internationale Künstler die Möglichkeit sie direkt zu unterstützen und in Bodhgaya aktiv zu werden.

 

Jeden Tag arbeitetete Vinod, der den Verein als Vorsitzender leiten möchte, mit Wolfgang, Christian und anderen Helfern daran Informationen einzuholen und Kontakte herzustellen. Viele Menschen aus Bodhgaya interessieren sich für unser Vorhaben und möchten uns unterstützen. So fanden wir auch Räumlichkeiten für das Büro inklusive Dachterrasse, auf der Workshops stattfinden können.

 

 

Eine indische NGO muss von mindestens drei „Trustees“ im Alter von 21 Jahren oder älter vertreten werden. Da nur zwei der Dreamcatcher über 21 Jahre alt sind und somit als Trustee in Frage kommen, mussten wir uns auf die Suche nach einem dritten vertrauenswürdigen Mitglied machen. Das war gar nicht so einfach, denn oft müssen wir mit Vorurteilen kämpfen, dass wir letzten Endes doch nur Geld machen wollen. Leider mussten wir feststellen, dass auch die Kinder und Jugendlichen die in Deutschland waren mit Neid und Missgunst konfrontiert wurden. Um Vorurteile aus dem Weg zu räumen übersetzten wir einen Film der Kinderkulturkarawane in Hindi und zeigten diesen bei der Eröffnungsfeier der NGO zusammen mit Worten des Dalai Lama. Wir wollten zeigen, dass es uns nicht um Geld geht, sondern um die Freude am Theater, das Improvisieren auf der Bühne, das in Kontakt kommen mit sich selbst und anderen und darum Grenzen spielerisch zu überwinden – zusammengefasst: Es geht um Selbstentfaltung und Spaß. Damit dies möglich wird und wurde, trug auch das Green Hearts Programm von Grünes Geld einen Anteil.

 

Das gefällt auch Lama Kiran, der selbst weiß wie wichtig Kunst und Kultur für Kinder sind. Er begleitet unser Projekt schon länger und ist bereit unsere NGO als Trustee zu unterstützen und das obwohl er in Bodhgaya als eine der wichtigsten und geachtetsten Personen sehr beschäftigt ist. Er ist der Verwalter des Japanischen Tempels und der großen Buddhastatue, die eine der größten Attraktionen Bodhgayas darstellt. Bei den Besuchen des Dalai Lama in Bodhgaya hält er jeweils die Eröffnungsrede. Eine vertrauenswürdigere Person als ihn können wir uns kaum vorstellen.

 

Gerahmt von einer Show mit Kindern der Shanti India Schule und dem Segen Lama Kirans bleibt die Eröffnungsfeier der NGO mit dem Namen „CreActing.India“ ein unvergesslicher Moment.

Noch während unseres Aufenthalts in Bodhgaya fanden die ersten Workshops von CreActing.India statt. Wir sind gespannt, was uns nächstes Mal erwartet und freuen uns auf einen wunderbaren Austausch.

 

Für alle Leser, denen nicht mehr ganz so präsent ist, was im Herbst 2016 passierte, eine kleine Zusammenfassung des Vergangenen:

Im September 2016 war es so weit. Die Dreamcatcher reisten mit ihrer Hathi-Show im Rahmen der Kinderkulturkarawane quer durch Deutschland. Die Hathi-Show, die in den letzten Jahren des Indienprojekts entstanden ist, beschäftigt sich mit den Themen Klimawandel und lebenswichtige Ressourcen. Beides sind Dinge, die die Kinder und Jugendlichen der indischen Theatergruppe in ihrem Alltag belasten. In ihrer Heimat in Bihar wurde der Wald gerodet, um das Holz für Möbel in die Städte zu verkaufen. Dass dies schwerwiegende Folgen für das Klima und den Lebensraum vieler Tiere und der Menschen dort hat, war nicht bewusst. Seitdem die Bäume in der Region um Bodhgaya fehlen, gibt es nur noch wenige Elefanten im früheren Elefantenstaat  und die Menschen müssen mit Dürren, Nahrungsmittelknappheit und steigenden Temperaturen kämpfen.

 

Video: Ein deutsch-indisches Zusammenspiel

 

Auch wenn wir in Deutschland nicht darunter leiden, sind wir durch unseren Lebensstil mitverantwortlich für den Klimawandel und seine Folgen.

Im Projekt „creACTiv für Klimagerechtigkeit“ der Kinderkulturkarawane wurden diese Themen von Jugendlichen an Hamburger Schulen zusammen mit den Dreamcatchern  aufgearbeitet und kreativ in Szene gesetzt. Neben dem Austausch über den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, zeigten die Dreamcatcher als Workshopleiter ihr Können und begeisterten zum Mitspielen. Es entstanden neue Theater- und Tanzshows und die Hathi-Show wurde immer wieder durch großen Applaus gelobt. Auch in anderen Städten boten die Dreamcatcher Workshops an und es entstand ein deutsch-indisches Zusammenspiel auf verschiedenen Bühnen.

 

Nicht nur bei den Workshops entstanden neue Freundschaften, sondern auch mit den vielen verschiedenen Gastfamilien fand ein wundervoller kultureller Austausch statt. Beim Essen wurde ordentlich nachgewürzt und das Kartenspiel Mau Mau wird wohl bald auch in Indien gespielt.

Es war schön zu sehen wie junge Menschen sich mit Problemen in unserer Welt beschäftigen und auf Lösungssuche gehen. Die Jugendlichen lernen voneinander, miteinander und die Kultur des anderen kennen.  Während des Projekts wurde wieder deutlich welche große Rolle auch hierbei die Kreativität spielt. Neue Wege können so gedacht und zum ersten Mal gemeinsam gegangen werden.

 

Danke an das Team von CreActing, dass ihr so großartige Arbeit leistet. Gerne unterstützen wir weiterhin!

 

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

Ökobanken: vollständige Liste mit Sterne-Bewertungen

Mittwoch, 17. Mai 2017
Zusammenfassung: Das Interesse der Deutschen an Ökobanken nimmt zu. Wir haben hier erstmals die komplette Liste aller Ökobanken in Deutschland veröffentlicht.

 

Die Deutschen entdecken immer mehr die Ökobanken. Klar, gegen die Kundenzahlen der Sparkassen, Volksbanken oder der Deutschen Bank sind die Marktanteile noch klein. Doch der Trend ist eindeutig; immer mehr Deutsche haben das Vertrauen in herkömmliche Banken verloren und möchten wissen, wie ihr Geld arbeitet. Alleine der Marktführer, die GLS Bank, konnte im abgelaufenen Jahr Ihre Mitgliederzahl um 10,3 Prozent steigern; das Volumen an Kundenkrediten stieg sogar um 15,2 Prozent.

 

Grund genug für uns, erstmalig eine komplette Liste aller Ökobanken in Deutschland zu erstellen. Wir haben auch gleich Sterne-Bewertungen mit dazu genommen, so dass Sie einen schnellen und guten ersten Eindruck über die Ökobanken erhalten. Die Sterne sind zu den aktuellen Bewertungen verlinkt, das ist wichtig – denn teilweise ist die Anzahl der Bewertungen heute noch gering und man sollte sich die Texte der Bewertungen ansehen. Doch das wird sich in Zukunft ändern und die Bewertungszahlen bei Google werden steigen. Klicken Sie also auch auf die Sterne für aktualisierte Bewertungen.

 

Hier geht’s übrigens zu den aktuellen Konditionen der vier wichtigsten, der GLS Bank, der Umweltbank, der Triodos und der Ethikbank.

 

 

Liste aller Ökobanken Umweltbanken in Deutschland

 


 

 

 

               

 

 

Die Bank für Kirche und Caritas eG ist eine Direktbank mit Sitz in Paderborn. Zielgruppe sind kirchliche Einrichtungen und deren Beschäftigte. Neben Girokonten werden Tagesgeld- und Festgeldkonten angeboten. Es werden keine Sparbriefe, jedoch Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet über die KfW Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Paderborn / Direktbank

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Bank Kirche und Caritas: GENODEM1BKC

Internet: https://www.bkc-paderborn.de

 

 

 


 

 

 

               

 

 

Die Bank für Kirche und Diakonie – KD Bank ist eine Bank mit Sitz in Dortmund und Filialen in Berlin, Dresden, Duisburg, Magdeburg, Mainz, München und Nürnberg. Sie ist für alle Kundengruppen, also auch nicht christliche, offen. Neben Girokonten werden Tagesgeld- und Festgeldkonten angeboten. Es werden keine Sparbriefe, jedoch Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet KfW Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Dortmund; Filialen in mehreren Städten Deutschlands

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Bank Kirche und Diakonie: GENODED1DKD

Internet: https://www.kd-bank.de

 

 

 


 

 

 

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Die Bank für Orden und Mission ist eine Bank mit Sitz in Idstein (Taunus). Sie ist für alle Kundengruppen, also auch nicht christliche, offen. Sie ist auf Anregung der Missionszentrale der Franziskaner in Bonn mit der vr bank Untertaunus eG entstanden. Neben Girokonten werden Tagesgeld- und Festgeldkonten angeboten. Es werden  Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet keine Solarkredite oder Immobilienkredite an. Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte bietet die Bank an.

 

 

Sitz: Idstein (Taunus)

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Bank im Bistum Essen (BIB): VRBUDE51XXX

Internet: https://www.ordensbank.de

 

 

 


 

 

 

               

 

 

Die Bank im Bistum Essen ist eine Direkt-Bank mit Sitz Essen. Zielgruppe sind kirchlich Beschäftigte und an Nachhaltigkeit interessierte, also auch Menschen außerhalb der Kirche. Die Konditionen für kirchliche Einrichtung sind jedoch teilweise besser als für andere Kunden. Neben Girokonten werden Tagesgeld- und Festgeldkonten angeboten. Es werden  Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet zwar keine Solarkredite, aber Immobilienkredite an. Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte bietet die Bank an.

 

 

Sitz: Essen

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Bank im Bistum Essen (BIB): GENODED1BBE

Internet: https://www.bibessen.de

 

 

 


 

 

 

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Die Darlehenskasse Münster ist eine Direkt-Bank mit Sitz in Münster. Zielgruppe sind kirchliche Einrichtungen und ihre Beschäftigte. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, jedoch keine Festgeldkonten, Sparbriefe oder Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet jedoch Solarkredite und Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Münster

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Ethikbank: GENODEM1DKM

Internet: https://www.dkm.de

 

 

 


 

 

 

             

 

 

Die Ethikbank ist eine Direkt-Bank mit Sitz in Eisenberg. Sie ist formal eine Zweigniederlassung der Volksbank Eisenberg eG. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Eisenberg

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Ethikbank: GENODEF1ETK

Internet: https://www.ethikbank.de

 

 

 


 

 

 

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Die Evangelische Bank ist eine Bank mit Sitz in Kassel und insgesamt 15 Filialen in Deutschland und in Österreich (Wien). Zielgruppe sind kirchliche Einrichtungen und an christlichen Werten Interessierte. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten und Wachstumssparen angeboten (keine Sparbriefe). Die Bank bietet Solarkredite über die KfW, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Kassel

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Evangelischen Bank: GENODEF1EK1

Internet: https://www.eb.de

 

 

 


 

 

 

           

 

 

Die Evenordbank ist eine Bank mit Sitz in Nürnberg und Filiale in Fürth. Die Bank ist generell für alle Menschen offen. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Nürnberg

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Evenordbank: GENODEF1N03

Internet: https://www.evenordbank.de

 

 

 


 

 

 

           

 

 

Die GLS Bank ist eine ethisch-ökologische Bank mit Sitz in Bochum und Filialen in Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Stuttgart, Berlin und München. Die Bank ist generell für alle Menschen offen. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten und Sparbriefe, jedoch kein Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Bochum

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der GLS Bank: GENODEM1GLS

Internet: https://www.gls.de

 

 

 


 

 

 

           

 

 

Die Pax-Bank ist eine ethisch-ökologische Bank mit Sitz in Köln und Filialen in Aachen, Berlin, Eichsfeld, Erfurt, Essen, Köln, Mainz und Trier. Die Zielgruppe der Bank kirchliche Einrichtungen und an christlichen Werten Interessierte. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Köln

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Pax-Bank: GENODED1PAX

Internet: https://www.pax-bank.de

 

 

 


 

 

 

           

 

 

Die Steyler Bank ist eine ethisch-ökologische Bank mit Sitz in Sankt Augustin bei Bonn und Maria Enzersdorf bei Wien. Die Bank ist grundsätzlich offen für alle. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Sankt Augustin und Enzersdorf

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Steyler Bank: GENODED1STB (Deutschland) und RVSAAT2SSTB (Österreich)

Internet: https://www.steyler-bank.de

 

 

 


 

 

 

           

 

 

Die Triodos Bank Deutschland ist eine ethisch-ökologische Bank mit Sitz in Frankfurt am Main. Ihre Mutter-Gesellschaft ist die nach eigenen Angaben größte Nachhaltigkeitsbank in Europa und wurde 1980 in den Niederlanden gegründet. Die Bank ist grundsätzlich offen für alle. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet für Privatkunden in Deutschland keine Kredite an. Sie bietet Wertpapierdepots für Investmentfonds und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Frankfurt am Main

Girokonto: ja

Geldautomaten: In Deutschland kann man mit der TriodosKreditkarte an allen Geldautomaten an denen die MasterCard akzeptiert wird, gebührenfrei Bargeld abheben. Auch mit der TriodosBankkarte kann man Bargeld am an Geldautomaten abheben, hierbei fallen allerdings Gebühren des Betreibers des Geldautomaten an

Kreditkarten: ja

BIC der Triodos Bank: TRODDEF1

Internet: https://www.triodos.de

 

 

 


 

 

 

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Die Umweltbank ist eine ethisch-ökologische Bank mit Sitz in Nürnberg. Die Bank ist grundsätzlich offen für alle. Es werden nur Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet Solarkredite und Immobilienkredite an. Sie bietet Wertpapierdepots für Investmentfonds und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Nürnberg

Girokonto: nein

Geldautomaten: keine Girokonten

Kreditkarten: nein

BIC der Umweltbank: UMWEDE7N

Internet: https://www.umweltbank.de

 

 

 


 

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Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Neue Ideen zur Gewinnung von Sonnenenergie

Dienstag, 09. Mai 2017
Zusammenfassung: Solarenergie ist ein wichtiger Teil des Erneuerbaren Energien-Mix. Neue Ideen, wie Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Straßen, helfen, diese Art der Energiegewinnung populärer zu machen. Internationale Pilotprojekte zeigen, dass das Potenzial der Solarenergie noch lange nicht erschöpft ist.

 

Sonne spendet Energie – auch für gute Ideen!

Es gibt nichts Neues unter der Sonne? – Da irrt der Prediger im Buch der Bücher. Gerade im Bereich der Solarenergie werden aktuell viele neue Ideen entwickelt, um diese natürliche Energiequelle sinnvoll und effektiv zu nutzen.

 

Und diese Entwicklungen sind wichtige Puzzleteile auf dem Weg zu einer konsequent umgesetzten Energiewende. Denn nur durch die gezielte Förderung Erneuerbarer Energien kann es Deutschland gelingen, mittelfristig seine Stromversorgung vollständig aus erneuerbaren Quellen zu beziehen.

 

Dabei ist der Abschied von klimaschädlicher fossiler Energiegewinnung ein Ziel, das Deutschland mit vielen Ländern weltweit teilt. Klimaschutz und der Ausbau regenerativer Energien stehen im völligen Einklang mir den Nachhaltigkeitszielen, die von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden. Ziel der Nachhaltigkeitsbestrebungen ist es bis zum Jahr 2030, den fortschreitenden Klimawandel aufzuhalten und die Lebensgrundlagen der Menschheit zu sichern. Darüber hinaus ist die Dekarbonisierung durch die Nutzung umwelt- und klimafreundlicher Energiequellen essentieller Bestandteil des Klimaschutzabkommens von Paris, das aktuell in den Unterzeichnerstaaten schrittweise umgesetzt werden soll.

 

Obgleich viele Staaten gute Absichten bekunden, geht die Entwicklung zu einer völligen Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen noch recht langsam voran. Die Gründe dafür sind vielfältig, zum einen spielen Lobbygruppen auch weiterhin eine wichtige Rolle, zum anderen fehlen teilweise noch infrastrukturelle Grundlagen, um den Kurs bei der Energiegewinnung komplett zu verändern.

 

Um die positive Entwicklung hin zu einer Energieversorgung auf Basis von Erneuerbaren Energien zeitnah umzusetzen, ist daher das Zusammenspiel von Experten aus den Bereichen Politik, Technologie und Wirtschaft notwendig. Denn entscheidend ist der politische und gesellschaftliche Wille zur Veränderung, die technologische Machbarkeit sowie die Finanzierbarkeit der Pläne.

 

 

 

 

Anbietervielfalt treibt die Entwicklung voran

Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind von enormer Bedeutung für eine zügige Umsetzung klimafreundlicher Energiegewinnung. Treiber dieser Entwicklung sind aber auch vielfältige Projekte und Ideen, die neue Horizonte eröffnen. Denn während das klassische Energiegeschäft von einigen „Big Playern“ dominiert und nach klassischen ökonomischen Prinzipien betrieben wurde, werden die Karten bei der Produktion Erneuerbarer Energien neu gemischt. Sicher bilden sich auch hier größere Anbieter heraus, dennoch ist die Produzentenlandschaft in der Energieerzeugung aus Sonne, Wind und Wasser vielfältig. Nach der Liberalisierung des Strommarktes Ende der neunziger Jahre und der damit verbundenen wirtschaftlichen Konzentration auf die vier großen Anbieter E.on, RWE, Vattenfall und EnBW geht jetzt verstärkt wieder der Trend zu einem vielfältigeren Anbieterspektrum. Neben neuen Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien engagieren sich zunehmend auch wieder Kommunen beziehungsweise kommunale Versorgungsunternehmen im Energiemarkt. Positiv dabei: Viele nehmen aktuell ihren Versorgungsauftrag weitreichender wahr und sehen sich nicht allein als Stromlieferant. Beratung zur Einsparung von Strom, verbesserte Effizienz, Angebote für Elektrofahrzeuge, Unterstützung von Car-Sharing-Initiativen gehören mittlerweile genauso zum Portfolio, wie öffentlich zugängliche Solarkataster, die das Potenzial sämtlicher Gebäude für den Bau einer Solaranlage bewerten oder beispielgebende Kraft-Wärme-Kopplung in öffentlichen Gebäuden.

 

Gerade Leuchtturmprojekte beflügeln die Entwicklung zu einer klimafreundlichen Energieentwicklung und zeigen, was alles möglich ist, um eine Energiewende gelingen zu lassen.

 

 

Solarzellen – vom Hausdach auf die Straßen

Photovoltaik-Anlagen sind auf Häuserdächern längst keine Seltenheit mehr. Sowohl kleine Sonnenkollektoren auf privaten Gebäuden, als auch großflächige Photovoltaikanlagen auf großen Industrie- und Gewerbeflächen, die Sonnenenergie ins Stromnetz einspeisen, verbreiten sich stark. Ein besonderer Vorteil dieser Art der Energiegewinnung: bereits vorhandene Flächen werden effektiv genutzt.

 

Auf diesem Prinzip bauen auch Solarteppiche auf, die vorhandene Straßenoberflächen und Schienenwege zur Stromgewinnung nutzen wollen. Der Vorteile dieser Solarstraßen liegen auf der Hand: Die horizontalen Flächen können den ganzen Tag über Sonneneinstrahlung aufnehmen. Da diese Verkehrswege bereits bestehen, wird die Versiegelung und der Verbrauch anderer Flächen vermieden. Darüber hinaus spielt der neuartige Straßenbelag seine Kosten wieder ein, da er günstig sauberen Strom erzeugt. Experten zu Folge könnten durch Fahrbahnen mit integrierter Photovoltaik rund 20 Millionen Elektroautos betrieben werden.

 

Solar-Paneele erobern die Straßen.

Voraussetzung für diese Idee sind sehr stabile und zugleich flexible Solarzellen, die dem Straßenverkehr – auch tonnenschweren LKWs – standhalten können. Nur wenige Millimeter dick, sollen dann diese Photovoltaik-Beläge wie Teppichbodenplatten auf den Straßen ausgelegt werden. Das Fließen-System hat dazu auch den Vorteil, dass sich einzelne Elemente bei Beschädigungen austauschen lassen und die Platten sich flexibel an die örtlichen Gegebenheiten anpassen können. Die Lebenszeit der Solarteppiche wird auf rund 25 Jahre geschätzt. Damit rangiert die Haltbarkeit der Straßen-Photovoltaik sogar noch vor der durchschnittlichen Lebensdauer der üblichen Asphaltierungen.

 

In der Entwicklung befinden sich derzeit bruchsichere Photovoltaik-Module, auch Spezialglas. Im Gegensatz zur klassischen Dach-Photovoltaik, müssen die Solar-Fließen für die Straße einige zusätzliche Anforderungen erfüllen. Zum einen müssen die Platten rutschfest sein, zum anderen müssen sie selbstreinigend sein, damit das Sonnenlicht optimal gespeichert werden kann. Während die Dach-Photovoltaik im Allgemeinen nach Süden hin ausgerichtet ist, muss bei den Bodenplatten die einfallende Sonnenstrahlung gut gelenkt werden, um einen optimalen Energieertrag zu erzielen.

 

 

Aktuell arbeiten in Deutschland die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich und dem Start-up Solmove GmbH an der Entwicklung und Vermarktung entsprechender Solarmodule. Mit im Boot sind außerdem zwei Fraunhofer-Institute sowie – quasi als potenzielle Kundin – die Bundesanstalt für Straßenwesen.

 

Entsprechend der modernen Anforderungen an den Straßenbau, sollen Solar-Beläge über Flüsterqualität verfügen. Weiterhin befinden sich beleuchtete Seitenstreifen mit LED-Lampen und Ampelanlagen in der Planung, die ihren Energiebedarf direkt aus dem Solar-Straßenbelag beziehen. Der nächste Schritt in diese Denkrichtung: Elektrofahrzeuge versorgen sich über Induktionsschleifen ebenfalls direkt aus den Solarteppichen. Ein reizvoller Gedanke, schließlich zählt die vergleichsweise geringe Reichweite von Elektroautos noch immer zu den gewichtigsten Argumenten gegen diese klimafreundliche Art des motorisierten Individualverkehrs. Eine flächendeckende intelligente Infrastruktur auf Basis Erneuerbarer Energien könnte hier den Durchbruch bringen.

 

 

Keine Zukunftsmusik: Solarstraßen in den USA, Frankreich und den Niederlanden

Dass Solarstraßen kein Science Fiction-Szenario darstellen, sondern bereits in der Praxis eingesetzt werden, zeigen erste internationale Projekte. So hat das Start-up Solar Roadways bereits die ersten 30 Solarzellen in der Kleinstadt Sandpoint im US-Bundesstaat Idaho, zugleich auch Sitz des jungen Unternehmens, erfolgreich verlegt. Solar Roadway ist seit 2010 mit der Idee der Solarstraßen aktiv und wurde vom US-Energieministerium unterstützt. Mit den Photovoltaikmodulen auf einem öffentlichen Platz der Stadt wird aktuell die Energie für einen Springbrunnen sowie für die Beleuchtung der öffentlichen Toilette produziert. Außerdem integrierte Solar Roadways einige LED-Leuchten im Bodenbelag. Nach Angaben des Herstellers sollen die Solar-Paneele auch als Straßenbelag einsetzbar sein. Da die Winter in Idaho auch Minus-Grade erreichen, sind in den Modulen Heizelemente integriert, damit die Anlage nicht durch harte Kälte beschädigt wird. Außerdem wird im aktuellen Stadium das Projekt via Webcam überwacht. So können bislang noch nicht bekannte Schwierigkeiten frühzeitig erkannt und behoben werden.

 

Automatisch aufladen auf Solar-Straßen – sonnige Aussichten für E-Mobilität.

In eine ähnliche Richtung geht auch das Solar-Projekt des französischen Bauunternehmens Colas, das einen Solar-Straßenbelag gemeinsam mit dem nationalen Institut für Solarenergie (Institut national de l’énergie solaire, Ines) entwickelt hat. In Frankreich sollen in den nächsten fünf Jahren etwa 1.000 Kilometer Straße mit dem Photovoltaik-Belag Wattway ausgelegt werden. Ziel ist es dabei zum einen die Stromversorgung durch Erneuerbar Energien in Frankreich zu unterstützen. Zum anderen sollen sich Elektroautos über Colas Wattway-Module während der Fahrt automatisch aufladen lassen. Die Verlegung des Straßenbelags Wattway wird durch das französische Energie- und Umweltministerium gefördert. Die Solarzellen sind nur wenige Millimeter dick und werden auf die bestehenden Straßenbeläge ausgebracht. Laut Hersteller Colas sollen die Module aus polykristallinem Silizium dem laufenden Straßenverkehr gewachsen sein und eine ausreichende Rutschfestigkeit bieten. Schätzungen zu Folge können die geplanten 1.000 Kilometer Solarstraße rund fünf Millionen Menschen mit sauberem Strom versorgen. Außerdem soll mit der auf der Straße produzierten Energie auch Haltestellen beleuchtet und öffentliche Einrichtungen versorgt werden.

 

Klimafreundlich hoch zwei: Fahrad und Solarenergie.

Auf eine erfolgreiche Pilotphase von gut zwei Jahren zurückblicken können die Niederlande mit dem weltweit ersten Radweg, der Solarstrom erzeugt. Im November 2014 startete das Projekt SolaRoad in der Gemeinde Krommenie bei Amsterdam. Dabei wurden 70 Meter eines Radwegs mit vorgefertigten Photovoltaik-Paneelen ausgelegt, die Solarzellen sind dabei durch Hartglasschicht geschützt. In der Startphase musste das Projekt einige Probleme lösen. So zeigten sich die Solar-Module anfangs witterungsempfindlich. Durch einige Nacharbeiten können sich die Ergebnisse des Solar-Radwegs mittlerweile jedoch sehen lassen. So lieferte die kurze Wegstrecke nach einem Jahr bereits genug nachhaltig produzierten Strom, um den Energiebedarf von drei Personen in einem Jahr zu decken. Ein Projekt mit enormem Potenzial, schließlich verfügt die Radfahr-Nation Niederlande über ein Radwegenetz von gut 140.000 Kilometer, das sich auf diese Weise zur Stromerzeugung nutzen lässt.

 

 

 

 

Sonnenenergie – herrliche Aussichten

Drei Beispiele zeigen, dass das enorme Potenzial der Solarenergie noch lange nicht erschöpft ist. Bald erschöpft sein werden jedoch die fossilen Energiequellen Kohle, Erdöl- und Erdgas, die zudem durch die exzessive Nutzung in den vergangenen Jahrzehnten unser Klima stark gefährdet haben.

 

Erneuerbare Energien sind preisgünstig und unerschöpflich. Sicher sind nicht alle Ideen zur Gewinnung sauberer Energien jederzeit und an jedem Ort umsetzbar. Dennoch zeigen Leuchtturmprojekte, wohin die Reise geht. Um den Ausbau Erneuerbarer Energien auch zukünftig zu stärken, sind allerdings auch Investitionen in diesem Bereich notwendig.

 

Grünes Geld, erfahrener Anbieter nachhaltiger Geldanlagen und Experte für Investments in Erneuerbare Energien verfügt über mehr als 300 interessante Angebote, mit denen Anleger nicht nur zu einer positiven Entwicklung für Umwelt und Klima beitragen, sondern auch interessante Erträge erzielen. Ob Sonne, Wind oder Wasser, bei uns finden Sie das passende Investment.

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Ende des Atomzeitalters – Toshiba manövriert sich ins Aus

Freitag, 28. April 2017
Zusammenfassung: Im Jahr sechs nach der Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima befinden sich Atomunternehmen zunehmend in Schwierigkeiten. Gerade meldete Westinghouse, einer der führenden Hersteller von Atomkraftwerken, Konkurs an. Aber auch der japanische Mutter-Konzern Toshiba strauchelt. Höchste Zeit für Unternehmen, die Zeichen der Zeit zu erkennen und auf umwelt- und klimafreundliche Energiegewinnung zu setzten.

 

 

Lange Zeit war Toshiba in erster Linie als Elektrokonzern bekannt.

Der japanische Technologiekonzern Toshiba steht aktuell vor einer ungewissen wirtschaftlichen Zukunft. Nachdem Toshiba im vergangenen Monat seine Unternehmensgesellschaft Westinghouse in den Konkurs schicken musste, ist ein Ende der Krise nicht in Sicht: Bereits seit mehreren Jahren belastet eine Affäre um manipulierte Bilanzen den japanischen Konzern. Darüber hinaus leidet das Unternehmen finanziell unter Milliardenverlusten durch seine Atomgeschäfte. Generell hat allerdings auch das uneingeschränkte Bekenntnis von Toshiba zur Kernkraft dem Unternehmen stark zugesetzt.

 

 

Ein Unternehmen mit Geschichte

Die Toshiba Corporation ist im japanischen Aktienindex Nikkei gelistet und zählte in der Vergangenheit zu den weltweit führenden Herstellern von elektrischen und elektronischen Geräten. Dabei blickt der Konzern auf eine lange Firmengeschichte zurück. Das Unternehmen entstand bereits 1939 durch den Zusammenschluss zweier Firmen aus dem Elektrotechnik- und Konsumgüterbereich und wuchs in den darauf folgenden Jahrzenten vor allem durch Firmenübernahmen im Bereich der Schwerindustrie. Seit 1978 firmiert der Technologie-Riese „Tokyo Shibaura Denki“ unter dem Kurznamen Toshiba. Seit den siebziger Jahren engagierte sich das Unternehmen auch im Bau von Kernkraftwerken. Der breiten Öffentlichkeit ist Toshiba allerdings in erster Linie durch seine Aktivitäten im Bereich der Unterhaltungselektronik und Chip-Technologie bekannt.

 

 

Führender Atomkraftkonzern

Risiken der Atomenergie sind spätestens seit Fukushima bekannt.

Im März 2011 erschütterte die Reaktorkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi die Welt. Wenig beeindruckt zeigte sich damals allerdings die Unternehmensleitung von Toshiba. Diese bekannte sich weiter uneingeschränkt zur Kernkraft als Energieerzeugung der Wahl. Schließlich werde dabei kaum CO2 erzeugt und zudem preisgünstig Strom produziert. Mögliche Unfälle müsse man dabei eben in Kauf nehmen.

 

Nachdem das US-amerikanische Unternehmen General Electric (GE) Ende der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts die ersten beiden Reaktorblöcke in Fukushima gebaut hatte, ging der Ausbau in den folgenden Jahren unter japanischer Führung weiter. Block 3 von Fukushima-Daiichi wurde Ende 1970 von Toshiba errichtet, ebenso wie die meisten japanischen Atommeiler an anderen Standorten. Das Geschäft lief, Toshiba setzte auch in den folgenden Jahren auf Atom, baute das Geschäftsfeld weiter aus und kaufte in diesem Bereich Unternehmen zu. Anfang des Jahres 2006 übernahm Toshiba für 5,4 Milliarden Dollar den US-Kraftwerksanbieter Westinghouse Electric.

 

Westinghouse befand sich seit 1998 im Besitz des britischen Staatskonzerns British Nucelar Fuels plc. (BNFL), unter anderem Betreiber des Atomkraftwerks Sellafield, das durch die Brandkatastrophe 1957 und zahlreiche folgende nukleare Störfälle unrühmlich Bekanntheit erlangt hatte.

 

Toshiba gelang es, sich in einem monatelangen Bieterstreit um Westinghouse gegen die seine Mitbewerber GE und das japanische Unternehmen Mitsbubishi Heavy Industries durchzusetzen. Westinghouse verzeichnet zum Zeitpunkt der Übernahme einen Jahresumsatz von 1,9 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen verfügte über 34 Betriebe mit rund 8.000 Mitarbeitern in 14 Ländern. Wie Toshiba blickte Westinghouse bereits auf eine lange Firmengeschichte zurück, die Ende des 19. Jahrhunderts in den USA ihren Anfang nahm. Als aufstrebendes Elektronikunternehmen hielt Westinghouse das Patent für Wechselstromübertragung, engagierte sich im Bau von Elektrofahrzeugen und zählte prominente Forscher wie Nikola Tesla zu ihren frühen Mitarbeitern. In den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts lieferte Westinghouse das Konzept für Kernkraftwerke mit Druckwasserreaktoren und stieg zu einem führenden Nuklear-Unternehmen auf. Bis zur Übernahme durch Toshiba hatte Westinghouse fast 100 Atommeiler geliefert.

 

Mit der erfolgreichen Akquise von Westinghouse avancierte Toshiba zum weltweit führenden Atomkraft-Konzern.

 

 

Die Zeichen der Zeit erkennen: Ende des Atomzeitalters einläuten

Dass 2006 ein vergleichsweise hoher Preis für Westinghouse erzielt werden konnte, hängt Branchenkennern zufolge mit der Spekulation auf eine wachsende Nachfrage nach Atomkraftwerken zu diesem Zeitpunkt zusammen. Toshiba habe zum einen mit Aufträgen aus den USA und dem europäischen Markt gerechnet, zum anderen kalkulierte das Unternehmen auch mit Aufträgen aus China und weiteren Staaten Asiens.

 

Erneuerbare Energien lösen Atromkraftwerke ab.

Der Reaktorunfall am 11. März in Fukushima fünf Jahre später läutete den Anfang des Endes des weltweiten Atomzeitalters ein: Aufgrund eines Erdbebens und eines folgenden Tsunamis kam es zu einer Explosion im japanischen Atomkraftwerk Fukushima I. Die Ereignisse führten zu mehreren Kernschmelzen. Die Reaktorblöcke 1 bis 4 wurden zerstört. Dabei wurden erhebliche Mengen an Radioaktivität freigesetzt und Luft, Boden und Meer kontaminiert. Das Ausmaß der Strahlenbelastung wird auf das Doppelte der atomaren Verseuchung nach dem Super-Gau von Tschernobyl im April 1986 geschätzt. Rund 170.000 Einwohner rund um Fukushima mussten umgesiedelt werden. Das gesamte Ausmaß des – nach der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse – „katastrophalen Unfalls“ lässt sich nicht exakt bemessen.

 

International ließ jedoch die einstmalige Begeisterung für Atomenergie merklich nach. In Japan wurden die laufenden Planungen für den Bau von Kernkraftwerken erneut geprüft, mehrere Kernkraftbetreiber legten ihre Projekte auf Eis. Darüber wurde die nationale Atomaufsichtsbehörde vom Wirtschaftsministerium getrennt. Dieses hatte die Atomenergie im Land stark gefördert. Seit 2012 ist die Aufsicht im Umweltministerium angesiedelt. Darüber hinaus wandelte sich die gesellschaftliche Einstellung in Japan. Erstmals kam es zu nennenswerten Protesten gegen die Kernenergie. Umfragen zufolge stieg die Ablehnung von Atomenergie in der Bevölkerung rasant auf fast 50 Prozent. Eine stärkere Nutzung Erneuerbarer Energien rückte zunehmend in den Mittelpunkt der politischen Diskussion.

 

Innerhalb der Europäischen Union wurden unter dem Einfluss von Fukushima freiwillige Stresstests im allen Atomkraftwerksbetreibern vereinbart. Im Abschlussbericht wurde nahezu allen europäischen Atomkraftwerken Sicherheitsmängel und Defekte bescheinigt.

 

In Deutschland entstand eine Debatte über die weitere Nutzung der Atomenergie und die Laufzeiten der laufenden Kernkraftwerke. Bereits im Juni 2011 wurde der völlige Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 verabschiedet. Im weiteren Verlauf wurde die Energiewende in Deutschland beschlossen. Entsprechend sollen Erneuerbare Energien als bezahlbare Alternative zur Atomenergie gefördert werden. Bis zum Jahr 2025 sollen dann Sonne, Wind und andere regenerative Quellen mindestens 40 Prozent der Stromversorgung ausmachen. Außerdem soll Energie effizienter genutzt werden. Im Zuge dieser Zielsetzungen wird beispielsweise die energetische Sanierung von Gebäuden sowie die Mobilität mit Elektrofahrzeugen mit speziellen Programmen gefördert. Die Energiewende stößt innerhalb der Bevölkerung auf breite Akzeptanz, der Anteil der Kernkraftgegner beträgt immerhin rund 70 Prozent.

 

 

Zwischenschritt: Die Sowohl-als-auch-Politik

Weltweit fielen die Reaktionen unterschiedlich aus. Die Volksrepublik China fror 2011 die Genehmigungsverfahren für seine geplanten Kernkraftwerke vorübergehend ein. Mittlerweile investiert das Land jedoch wieder massiv in die Kernenergie

 

Allerdings ist der Energiebedarf der aufstrebenden Wirtschaftsmacht enorm. Das Land schickt sich gleichzeitig an, weltweit eine führende Rolle im Ausbau der Erneuerbaren Energien zu spielen.

 

Dieses Verhalten ist durchaus beispielhaft. Auch viele weitere Staaten haben sich noch nicht von der Kernkraft verabschiedet. Erneuerbare Energien haben sich jedoch zeitgleich zu einer ernstzunehmenden Alternative entwickelt.

 

 

Toshiba auf Talfahrt

Toshiba hat es den Stecker gezogen.

Toshibas Talfahrt macht sich bereits seit einigen Jahren bemerkbar. Vor zwei Jahren wurde bekannt, dass das Unternehmen regelmäßig zu hohe Gewinne ausgewiesen. In der Folge vermeldete das Unternehmen Milliardenverluste und musste bereits rund 7.000 Stellen streichen. Nun stehen mehr als 100.000 Arbeitsplätze allein in Japan auf dem Spiel. Der aktuelle Quartalsbericht wies Verluste in Höhe von rund 4,7 Milliarden Euro für die vergangenen neuen Monate aus, für das Gesamtjahr werden Verluste von bis zu 8,4 Milliarden Euro erwartet.

 

2016 trennte sich Toshiba vom Bereich Medical Systems sowie von seinen Hausgeräten. Aktuell hat darüber hinaus eine außerordentliche Hauptversammlung die Abspaltung des Geschäfts mit Speicher-Chips beschlossen. Für diesen Unternehmensbereich interessieren sich bereits mehrere Mitbewerber. Das höchste Gebot soll derzeit vom taiwanesischen Elektronikhersteller Foxconn vorliegen. Die japanische Regierung fürchtet nun auch um die strategisch bedeutsame Technologie-Expertise des Landes und versucht heimische Investoren zum Bieten zu bringen.

 

Abzuwarten bleibt, ob Toshiba mit seinem Ausverkauf die drohende Insolvenz abwenden kann. Toshiba selbst äußerte bereits Zweifel an der Rettung des Unternehmens, Finanzanalysten dagegen halten das angeschlagene Unternehmen zu groß und bedeutend zum Scheitern und gehen davon aus, dass gegebenenfalls der japanische Staat eingreifen wird.

 

Abschreibungen in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar haben das Eigenkapital des Unternehmens stark angegriffen. Die Abschreibungen mussten für die von Westinghouse übernommene CB&I-Tochter Stone & Webster vollzogen werden, die als Konsortialpartner beim Bau und Rückbau von Kernkraftwerken fungierte. Die Beteiligungen am Bau von Atomkraftwerken im Südosten der USA hatte zu massiven finanziellen Schwierigkeiten geführt, so dass am 29. März das offizielle Insolvenzverfahren gegen Westinghouse eingeleitet wurde. Ursachen liegen möglicherweise auch in einer mangelnden Routine im Bau von Atomraftwerken. Ohne eingespielte Lieferketten kommt es rasch zu Verzögerungen und entsprechend zu Verteuerungen. Bereits vor dem endgültigen Aus der Toshiba-Tochter hatte das Unternehmen beschlossen, aus wirtschaftlichen Gründen den Bau neuer Atomkraftwerke einzustellen.

 

US-Energieexperte Richard Nephew vom Center on Global Energy Policy der Columbia Universität sieht – laut New York Times – in Westinghouse einen Präzedenzfall für Unternehmen aus dem Bereich der Atomenergie, die durch das steigende Angebot an kostengünstigen Erneuerbaren Energien hohe Verluste in Kauf nehmen müssen.

 

Für diese Annahme spricht, dass auch der französische Bauer von Atomkraftwerken, Areva, in ähnlichen Schwierigkeiten steckt. Der Staatskonzern musste ebenfalls in den letzten Jahren hohe finanzielle Verluste verkraften und hinkt beim Bau eines Reaktors Flamanville im Westen Frankreichs in der Fertigstellung bereits mehrere Jahre hinterher. Auch die einstmals veranschlagten Kosten haben sich mittlerweile verdreifacht. Seit 2016 gehört Areva zum ebenfalls staatlichen Energiekonzern EDF, der auch für den Bau des umstrittenen neuen Atomkraftwerks Hinkley Point C in Großbritannien verantwortlich zeichnet.

 

 

Erneuerbare Energien – eine echte Alternative

Energieexperte  Fell sieht das Ende der Atom-Ära gekommen.

Energieexperte Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group (EWG) sieht im Beispiel der Areva-Rettung nicht nur ein Festhalten des Staates an einer überkommenen Atompolitik, sondern auch eine ruinöse staatliche Haushaltspolitik. Schließlich lassen sich Erneuerbare Energien sauber, sicher und kostengünstig produzieren.

 

Kritiker haben bereits seit den fünfziger Jahren immer wieder auf die Risiken und unumkehrbaren Folgen der Atomenergie hingewiesen. Dennoch bedurfte es mit Fukushima einer mächtigen Katastrophe in einer hochentwickelten Industrienation, um endlich gezielt klima- und umweltfreundliche Energiegewinnung voranzubringen.

 

Der Fall von Toshiba zeigt, dass Unternehmen mehr denn je gefordert sind, die Zeichen der Zeit frühzeitig und richtig zu deuten. Investitionen in Anlagen die Unternehmen aus dem Bereich der Atomenergieerzeugung beinhalten, wie dies bei konventionellen Aktienfonds häufig der Fall ist, bergen damit in diesem Bereich höhere Risiken. Alternativen im ethisch-ökologischen Bereich stehen umfassend zur Verfügung. Grünes Geld, Experte für nachhaltige Geldanlagen, bietet seinen Kunden eine breite Auswahl an lukrativen Investments in Erneuerbare Energien.

 

 

 

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Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

51% der Deutschen bezweifelen die private Altersvorsorge

Donnerstag, 27. April 2017
Zusammenfassung: Obwohl sich die meisten Deutschen Sorgen um Ihre finanzielle Lebenssituation im Alter machen, zweifeln 51 Prozent daran, dass mit privater Vorsorge daran etwas geändert werden könnte. Hinderlich sind die vielfältigen und komplizierten Förderregelungen. Eine individuelle Analyse ist notwenige. Beispielrechnungen zeigen sonst Verluste von mehr als 50.000 Euro bei der Altersvorsorge auf.

 

Das Handelsblatt zitiert heute (27. April 2017) eine repräsentative Umfrage unter 3381 deutschen Erwerbstätigen. Die Ergebnisse sind kaum zu glauben: 61 Prozent der befragten Berufstätigen befürchten „im Alter finanziell nicht zurecht zu kommen“.  Dieser Wert nimmt zu, im Jahr 2016 glaubten das nur 44 Prozent. Trotzdem wollen die Menschen nichts privat vorsorgen, da über die Hälfte (51 Prozent) an dem Sinn der privaten Vorsorge zweifelt.

 

Unrealistische Forderungen an den Staat

 

Offensichtlich stellen sich die Erwerbstätigen den Staat jedoch als Goldesel vor, der einfach nur ein bisschen mehr Gold produzieren sollte. Denn die allermeisten der befragten Erwerbstätigen und Rentner fordern eine höhere gesetzliche Rente – aber ohne dass die Staatsverschuldung ansteigen solle, so das Handelsblatt. Wie der Staats das leisten können soll, bleibt offen.

 

 

 

Der Staat: ein riesiger Apparat zur Umverteilung der steuerlichen Einnahmen. Jedoch keine unendliche Geldquelle, auch wenn das manche Deutsche so sehen.

 

 

 

Klar ist, dass der demografische Wandel, die Hauptursache für niedrigere Renten im Alter, von den Deutschen weiterhin nicht verstanden wird. Verkürzt gesagt führen fallende Geburtenraten seit 1965 dazu, dass immer weniger junge Leute ins Erwerbsleben eintreten und damit Beiträge in die Rentensysteme einzahlen. Aber genau aus diesen Einzahlungen werden die Renten bestritten, so dass immer weniger Einzahler immer mehr Geldempfänger (=Rentner), tragen müssen.

 

Selbst 15 Jahre nachdem der Umstieg zur teilweise privat finanzierten Altersabsicherung eingeleitet worden ist, zitiert das Handelsblatt den Ökonomen Christian Traxler von der Hertie Schoof of Governance: „Es hat sich noch keine Kultur zusätzlicher Vorsorge in Deutschland entwickelt“. Jugendforscher Klus Hurrelmann von der Universität Bielfeld stellt fest, dass die Jungen zwar um die Versorgungslücke wüssten, aber unsicher seien, was dagegen zu tun sei.

 

Förderdschungel in Deutschland verhindert einfache Entscheidungen

 

Wer sich mit dem Altersvorsorge in Deutschland auseinander setzt wird von der schieren Vielfalt erschlagen.

 

Zunächst gibt es natürlich die Gesetzliche Rentenversicherung die für Arbeitnehmer und deren Angehörige sowohl für eine Grund-Rente im Alter, aber auch für Rentenzahlungen bei Erwerbsunfähigkeit, sorgt. Beamte haben es übrigens deutlich besser: statt der eher kleinen gesetzlichen Rente freuen Sie sich über üppige Pensionen, die direkt aus den Steuergeldern gezahlt werden. Demografie spielt für Beamten also kaum eine Rolle.

 

Förderdschungel bei der Altersvorsorge in Deutschland: 8 Förderwege (mindestens)

 

Dann gibt es die betriebliche Altersvorsorge, auf die jeder Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch hat. Häufig hat sich der Arbeitgeber für einen sogenannten Durchführungsweg bereits entschieden; von diesen Wegen gibt es übrigens 5 (!).

 

Und schließlich gibt es die private Altersvorsorge. Hierunter fallen dann die sogenannten Riesterverträge, Rürupverträge oder die privaten Rentenversicherungen. Die Förderungen dieser Verträge sind höchst kompliziert und in typisch deutscher Manier recht kompliziert gestaltet, um eine maximale Gerechtigkeit zu erreichen. Sie reichen von direkten Geld-Einzahlungen des Staates in Verträge, über Anerkennung der Beiträge zur steuerlichen Absetzbarkeit bis zum Verzicht auf die auf Gewinne von Geldanlagen erhobenen Kapitalertragssteuern. Die Besteuerung der Rentenauszahlungen erfolgt dann übrigens auch unterschiedlich, je nachdem, aus welchem Vertrag die Renten kommen.

 

An individueller Lösungen führt kein Weg vorbei

 

Bei der Altersvorsorge geht es um Entscheidungen, die sich meist über Jahrzehnte hinweg auswirken. Wer hier eine falsche Entscheidung trifft, verschlechtert leicht seinen Lebensabend erheblich.

 

 

Beispiel:

 

 

300 Euro Ansparung vom 25. bis zum 67. Lebensjahr

 

 

Ergebnis mit 5 Prozent jährlicher Rendite: 500.019,40 Euro

Ergebnis mit 4,5 Prozent jährlicher Rendite: 438.564,89 Euro

 

Differenz: 61.454,51 Euro

 

 

Darüber hinaus möchte der moderne Vorsorgesparer auch sichergehen, dass sein Geld keine unsauberen Dinge unterstützt. Schließlich wurden schon Streubombenhersteller in Riester-Verträgen gefunden. Auch das ethisch-ökologische Themenfeld will entsprechend professionell abgedeckt werden.

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.