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Urlaub Teil 2 – Nachhaltige Urlaubsregionen

Freitag, 21. Juli 2017
Zusammenfassung: Klimafreundliche Entspannung ist möglich. Nachhaltige Tourismus-Konzepte sorgen dafür, dass Gast, Region sowie Klima und Umwelt als Gewinner aus dem Urlaub hervorgehen. Fünf deutsche Regionen überzeugen dabei besonders und wurden im Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen ausgezeichnet. Sieger unter den nachhaltigen Regionen: das Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

 

 

 

Urlaub – Zeit für Begegnungen.

Klimafreundliche Entspannung ist möglich. Immer mehr Regionen entdecken die wirtschaftlichen Vorteile von nachhaltigem Handeln. Denn immer mehr Urlauber bevorzugen Urlaubsziele abseits der Routen des Massentourismus. Orte, die echte Begegnungen ermöglichen, mit der Natur und den Menschen vor Ort.

 

Tourismus hat sich zu einem weltweit bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Dabei sind die Angebote innerhalb der Branche sehr breit gefächert und spiegelt sämtliche gesellschaftlichen Trends wider. Verglichen mit der Lebensmittel-Branche, die vom billigen Discounter-Angebot bis zur Delikatesse aus Manufakturbetrieben ein weiteres Spektrum abdeckt, hält auch die Reise-Industrie für nahezu jeden Anspruch und jeden Geldbeutel das passende Angebot bereit. Angefangen beim niedrig-preisigen Pauschalangebot, über ausgeklügelte Individualreisen an exotische Destinationen, Kultur- und Bildungsreisen bis hin zum Familienurlaub auf dem Bio-Bauernhof. Denn die Reisefreude ist ein gemeinsames Merkmal der ansonsten eher sesshaften westlichen Gesellschaft.

 

 

Das Urlaubsthema wandelt sich

Saure-Gurken-Zeit – am liebsten mit Gurken aus der Region.

Urlaub ist ein beliebtes Thema in den Medien – gerade zur sogenannten „saure-Gurken-Zeit“. Aber auch in der medialen Aufbereitung lässt sich mittlerweile eine Veränderung in der Berichterstattung feststellen.

 

So schreibt das Magazin der Süddeutschen Zeitung in ihrer aktuellen „Abschiedskolumne“ einen Brief an die kommenden Generationen und entschuldigt sich für ihren klimaschädlichen Lebensstil, der für abgebrochene Eisberge, gerodete Regenwälder und überfischte Meere verantwortlich zeichnet. Dabei beschreibt die Kolumne das Handeln wider besseres Wissen. Schließlich verabschieden sich auch die nicht vom verschwenderischen Lebensstil, die es eigentlich besser wissen könnten. Der Verzicht auf eine Flugreise, die man sich finanziell leisten kann, fällt vielen schwer – CO2-Ausstoss und Generationengerechtigkeit hin und her.

 

Weniger hart geht die Hamburger „Zeit“ mit ihren Lesern ins Gericht. Stattdessen gibt die Wochenzeitung einige Denkanstöße und umsetzbare Ratschläge mit ins Gepäck. Einer der wichtigsten Tipps dabei ist, dorthin zu reisen, wo man willkommen ist und weder Zäune noch Mauern den Gast von den Einheimischen trennt.

 

 

Nachhaltiger Tourismus kennt nur Gewinner

Ein Auftrag, dem nachhaltige Urlaubsregionen gerne nachkommen, denn stimmige Tourismuskonzepte kennen nur Gewinner. Den Gast, der Erholung findet und neue Eindrücke mitnimmt sowie die Wirtschaft vor Ort, die von den Gästen profitiert. Darüber hinaus gewinnen auch Umwelt und Klima, denn moderne nachhaltige Reiseprogramme beinhalten auch vielfältige Maßnahmen, um die Natur langfristig zu erhalten und zu schützen.

 

Ein umweltbewusster Urlaub beginnt bei gut ausgebauten Möglichkeiten für eine klimafreundliche Mobilität, geht über bewusste Ernährung, die regionale Angebote mit einschließt und umfasst auch gerechte Arbeitsbedingungen im Hotel sowie die respektvollen Einbeziehung der jeweiligen Kultur. Je nach Vorliebe des Reisenden, können diese Faktoren den Ausschlag für eine bestimmte Region geben.

 

 

5 Top-Regionen für nachhaltigen Tourismus

Eine nachhaltige Reise zu planen, kann schwierig sein, denn eine unüberschaubare Zahl von Anbietern schmückt sich mit den unterschiedlichsten Bezeichnungen, die mit dem Thema Nachhaltigkeit in Verbindung stehen können, aber nicht müssen. Eine gute Orientierung im Dschungel von Bio-, Natur- und Öko-Reisen bieten die Reiseziele an sich. So zeichnet der Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen in jedem Jahr die Region oder Stadt aus, die durch ein besonders tragfähiges und nachhaltiges Tourismus-Konzept überzeugt. Initiatoren des Wettbewerbs sind das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) sowie der Deutsche Tourismusverband (DTV).

 

In diesem Jahr kamen fünf der 27 Bewerber ins Finale und wurden von einer Experten-Jury vor Ort genauestens unter die Lupe genommen.

 

 

Nummer eins der nachhaltigen Destinationen: die Schwäbische Alb

Mit weitem Blick über die Alb – die Hohenzollern Burg.

Als Sieger ging dabei das Biosphärengebiet Schwäbische Alb hervor. Das Gebiet liegt südöstlich von Stuttgart und vom Albvorland bis in den Osten zu den weitläufigen Hochflächen der Schwäbischen Alb. Typisch für die Landschaft sind Wachholderheiden, Streuobstwiesen und wilde Buchenwälder. Darüber hinaus ist die Albregion geprägt durch beeindruckende Burgen und Schlösser sowie typische schwäbische Dörfer und Kleinstädte.

 

Da die Kulturlandschaft als besonders schützenswert gilt, wurde die Region bereits 2009 von der UNESCO als Biosphärengebiet anerkannt. Mit dem neuen Status als Biosphäre startete die Region mit vielfältigen Projekten und regionalen Initiativen zur nachhaltigen Entwicklung. Im Mittelpunkt stand dabei der Schutz der Biodiversität sowie eine Steigerung der regionalen Wertschöpfung durch eine forcierte Einbindung lokaler Partner.

 

Wachholderheide – ein besonderer Geruch!

Fast die Hälfte der gestarteten 200 Projekte beschäftigte sich dabei um die nachhaltige Entwicklung im Tourismus. Dazu zählen zum einen traditionsbewusste Landwirte, die vielfältige regionale Produkte erzeugen, aber auch Vermarkter, Restaurants und Hotels. Gemeinsames Ziel ist es, durch qualitativ hochwertige Angebote zu entwickeln und das touristische Angebot weiter zu optimieren. Neben dem reichhaltigen Angebot für Genießer, zählen dazu auch eine umfangreiche Beschilderung der Wander- und Radwege, Routen zur Naturbeobachtung und barrierefreie Angebote.

 

Darüber hinaus werden die Partnerunternehmen des Biosphärengebietes bei ihren Nachhaltigkeitsanstrengungen professionell unterstützt. Kleinere Unternehmen erhalten eine Energieeffizienz- oder Umweltberatung, größere Unternehmen Betriebe werden im Umweltbereich zertifiziert. Außerdem durchlaufen die anerkannten Biosphären-Hotels das strenge europäische Umweltmanagementsystem EMAS.

 

Als Leuchtturm-Projekt gilt die Ferienanlage „Hofgut Hopfenburg“, die als naturnaher und integrativer Ferienanlage ihren Gästen ein nachhaltiges Natur- und Kulturerlebnis bietet. Urlauber können hier auch Tipis, Zirkuswagen aber auch historische Schäfer- und – Heidewagen als Schlafplatz auswählen und so in vergangene Zeiten abtauchen. Das Hofgut bietet außerdem ein vielfältiges Freizeitangebot. Neben Ausflügen in die Natur, mit dem Rad, zu Fuß oder auf dem Pferderücken, können Gäste auch traditionelle Handwerke erlernen.

 

 

Finalisten und Sonderpreisträger

Neben dem Preisträger Biosphärengebiet Schwäbische Alb konnten sich noch vier weitere Bewerber für das Finale qualifizieren und gehören damit auch sicher zu den nachhaltigsten Urlaubsgebieten in Deutschland.

 

Die vier weiteren Regionen sind das Biosphärenreservat Bliesgau im südöstlichen Saarland, die Nordeifel, die Residenzstadt Celle und die Nordseeinsel Juist. Letztere wurde mit einem der Sonderpreise ausgezeichnet.

 

 

Norseeinsel Juist – Klimaschutz und Energieeffizienz

Öko-Insel Nummer eins: Juist!

Die autofreie Nordseeinsel Juist wurde von der Jury des Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen in diesem Jahr mit dem mit dem Sonderpreis Klimaschutz, Ressourcen- und Energieeffizienz ausgezeichnet. Und das mit einigem Recht, den die kleine Insel gilt schon lange nicht nur als Zauberland („Töwerland“), sondern auch als Vorreiterin in Sachen regionalem Klimaschutz und Ressourceneffizienz.

 

Das ambitionierte Ziel der Insel ist es, bis 2030 klimaneutral zu sein. Dafür hat Juist ein Klimaschutzkonzept entwickelt und wird bei der Durchführung von einem Klimaschutzmanagers unterstützt. So bezieht die Kurverwaltung bereits seit einigen Jahren Strom aus erneuerbaren Quellen und fördert vielfältige Maßnahmen für einen nachhaltigen Tourismus. Unter anderem wurde ein CO2-Fußabdruck für die Tourist-Info erstellt. Durch die Kompensation Emissionen arbeitet die Tourist-Info seit zwei Jahren klimaneutral – als einzige in Deutschland.

 

Weitere Aktivitäten der Inselgemeinde sind ein wöchentlicher Veggietag in den Restaurants, um den engen Zusammenhang zwischen klimaschädlichen Treibhausgasen und Fleischerzeugung zu verdeutlichen. Auch weitere Klimaschutzaktivitäten der Insel sind für die Gäste direkt erlebbar. Bei der großen Fahrradtour „Juist unplugged“ präsentiert die Insel die wichtigen Nachhaltigkeits-Orte auf dem aktiven Eiland und setzt damit innovative Akzente in Tourismus-Region.

 

  

Allgäu – Regionalität ist Trumpf

Mit dem Sonderpreis Regionalität wurde in diesem Jahr die größte zusammenhängende deutsche Tourismusregion geehrt, das Allgäu.

 

Allgäuer Käsespatzen – lecker mit Zutaten aus der Region.

Die Region zwischen Voralpenland und Allgäuer Alpen hat es sich zum Ziel gesetzt, das Allgäu als führende, zukunftsfähige und nachhaltige Marke im Bereich Tourismus aufzustellen. Getragen wird das Tourismuskonzept durch eine breit aufgestellte Partnerstrategie. Dabei verpflichten sich Markenpartner zu umfangreichen Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit. Damit sollen auch hochwertige, regionale und gesunde Produkte stärker gefördert werden. Das Konzept „Made im Allgäu“ geht bereits auf. Regionale Produkte werden über den Großhandel gezielt an die lokale Gastronomie und Hotellerie vertrieben.

 

Als Leuchtturm-Projekt hat das Allgäu die Allgäuer Alpwirtschaftskultur und den Alpgenuss als „immaterielles Kulturerbe“ initiiert. Mit von der Partie sind 40 anerkannten Alpgenuss Betrieben mit original Allgäuer Spezialitäten – ganz in der Philosophie der Slow Food-Bewegung.

 

 

Mobil in der Sächsischen Schweiz

Vielseitig & faszinierend – die Sächsische Schweiz.

Urlaub in ländlichen Regionen bedeutete bislang an vielen Orten auch Urlaub mit dem Auto. Denn in vielen Gegenden wurden in den vergangenen Jahren Bahn- und Bushalte gestrichen und die Fahrpläne ausgedünnt. Nicht so in der Sächsischen Schweiz, die mit dem Sonderpreis für nachhaltige Mobilität ausgezeichnet wurde. Die Region im Osten des Freistaats Sachsen grenzt an die Tschechische Republik und ist landschaftlich geprägt durch das Elbsandsteingebirge und die Nationalparks Sächsische und Böhmische Schweiz, die zusammen da größte zusammenhänge Waldgebiet Mitteleuropas bilden.

 

Nachhaltiger Tourismus ist ein wichtiges Thema der Region. Um hier eine klimafreundliche Mobilität zu gewährleisten, engagiert sich die Sächsische Schweiz bereits seit 2003 in der Initiative „Fahrtziel Natur“, einer Kooperation der Umweltverbände NABU, BUND, VCD und der Deutschen Bahn.

 

Im Rahmen dieses Netzwerks wurden die regionalen Mobilitätsleistungen durch bessere Linienführungen und Vertaktungen verbessert und damit auch an die touristischen Bedürfnisse angepasst. Das Verkehrskonzept wird auch weiterhin ausgebaut und optimiert, ein Mobilitätsmanager auf Landkreisebene wird in den kommenden drei Jahren Maßnahmen für eine umweltgerechte Mobilität umsetzen. Um das Angebot auch für Urlauber bekannt zu machen, gibt jede lokale Tourist-info auch Fahrplanauskünfte für den öffentlichen Personennahverkehr. Zusätzlich wird auch der umweltfreundliche Individualverkehr gefördert. So stehen an vielen Orten E-Bike Verleih- und Akkuladestationen zur Verfügung.

 

 

Naturerlebnis in der Vorpommern

Wilde Flußlandschaft der Peene.

Eine wilde Flusslandschaft in Vorpommern bietet die Peeneregion mit einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Das Gebiet ist darüber hinaus mit verschiedenen Naturschutzgebieten, Vogelschutzgebieten, Fauna-Flora-Habitat und Naturpark dem Naturschutz unterstellt.

 

Durch die naturbelassene Flusslandschaft sind die Tourismus-Angebote der Peeneregion durch Wasserwanderwege, Rad- und Wandertouren geprägt. Ein besonderes Angebot des Gebietes ist das „Abenteuer Flusslandschaft“ als nachhaltiges Naturerlebnis. So ist beispielsweise eine Tour auf Peene im Solarboot möglich, bei der auch das Catering aus regionalen Produkten besteht.

 

 

Positiv Spuren hinterlassen

 

Eindrücke mitnehmen, nicht nur hinterlassen.

Grünes Geld, Ihr Experte für nachhaltige Geldanlagen wünscht Ihnen viel Freude bei der Planung Ihres nachhaltigen Urlaubs und eine gute Erholung.

 

Eine alte Reise- und Wanderweisheit besagt: „Hinterlasse nichts als deine Fußabdrücke.“ In Zeiten des vieldiskutierten ökologischen Fußabdrucks, lässt sich noch hinzufügen, dass der Abdruck nicht zu tief werden sollte. Sinnvoll ist es daher, nicht nur nachhaltig zu reisen, sondern auch nachhaltig zu investieren, denn mit Geldanlagen in klimaschützende Projekte, wie beispielsweise Aufforstungsprojekte, können Sie nicht nur eine attraktive Rendite erwirtschaften, sondern auch einen wichtigen Beitrag für die Zukunft des Planeten leisten.

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

Urlaub Teil 1 – 7 Tipps für klimafreundliche Entspannung

Freitag, 14. Juli 2017
Zusammenfassung: In den Sommermonaten ist bei vielen Menschen Urlaubszeit. Zeit, die ganz unterschiedlich genutzt werden kann. Besonders angenehm: Wenn die sinnvolle Entspannung Mensch, Natur und Klima gleichermaßen nutzt.

 

 

 

Sommer – jetzt Fernweh oder Ruhebdürfnis stillen!

Natürlich kann jeder Arbeitnehmer seine Urlaubstage nehmen, wann immer es ihm beliebt, beziehungsweise wie es mit dem Unternehmen und den Kollegen zu vereinbaren ist. Dennoch sind die Sommermonate untrennbar mit Ferien, Urlaub, Reisen und Entspannung verbunden. Und wer zu Schulzeiten sechs freie Wochen schätzen und lieben gelernt hat, freut sich auch im weiteren Leben über eine Verschnaufpause in dieser Zeit.

 

„Wer lebt, stört“, schrieb einst Tankred Dorst. Und auch wenn der kürzlich verstorbene Dramatiker diesen Satz mehr auf die Abgründe des zwischenmenschlichen Lebens bezogen hat, so ist die Essenz auch in Zeiten der Klimakrise und Umweltzerstörung zutreffend. Denn wer lebt, konsumiert, mobil ist, reist – kurzum aktiv am Leben teilnimmt, erzeugt auch eine ganze Menge klimaschädlicher Treibhausgase und hinterlässt durch seinen Wasser- und Ressourcenverbrauch einen tiefen ökologischen Fußabdruck.

 

 

 „Bleibe im Lande und nähre dich redlich?“

Sicher ist der biblische Rat, zu Hause zu bleiben und keine Abenteuer in fernen Landen zu suchen, gut für die Umwelt. Es spricht aber auch einiges gegen die extreme Stubenhockerei. Denn auch die alte Weisheit „reisen bildet“ wird – nicht zu Unrecht – immer wieder bemüht. Wer mit offenen Augen unterwegs ist, lernt die Welt kennen und erweitert seinen Horizont. Der Austausch mit Menschen aus anderen Regionen, Ländern und Kulturen ist bereichernd. Andere Landschaften präsentieren eine ungewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt. Fremde Speisen geben eine Idee von der globalen Vielfalt – abseits vom Einheitsgeschmack. Und was man kennen- und schätzen gelernt hat, ist man auch bereit zu bewahren und zu schützen.

 

 

7 klimafreundliche Tipps zur Entspannung

Gleichgültig, ob Sie sich in diesem Sommer für ein weiteres oder näheres Reiseziel entscheiden – oder das heimische Sofa beziehungsweise den Liegestuhl zu ihrem Lieblingsort wählen, wir von Grünes Geld wünschen Ihnen jedenfalls eine entspannte Zeit, gute Erholung und viele interessante Erlebnisse und Begegnungen. Als kleine Anregung haben wir für Sie sieben klimafreundliche Tipps zusammengestellt, die Ihre persönliche Sommerzeit bereichern können.

 

 

Tipp 1: Ecocamping statt Glamping

Camping – ganz nah an der Natur.

Die feste Behausung verlassen und raus ins Freie. Camping hat schon lange das Billig-Urlaub-Image verlassen und  in allen Einkommens- und Altersklassen seine treuen Fans gefunden. Dass die Gruppe der Camping-Freunde sich weiter vergrößert, liegt an zwei neuen Trends auf dem Campingplatz.

 

Da ist zum einen das Glamping“. Der Begriff setzt sich aus den beiden Wörtern „Glamour “ und Camping zusammen. Damit ist bereits der Name Programm. Denn wem Camping bislang zu beschwerlich war oder wer bereits damit Schwierigkeiten hatte, das Zelt aufzubauen und am Bunsenbrenner Mahlzeiten zu bereiten, kann beim Glamping einen gewissen Komfort genießen. Beim „Glamping“ stehen trendige und moderne Lodge-Zelte oder andere Mobilheime bereits fix und fertig eingerichtet bereit. Vom Hotelaufenthalte unterscheidet sich diese Unterkunft durch ihre Nähe zur Natur, vom klassischen Camping durch den ungewöhnlichen Komfort.

 

Auf der anderen Seite ist das „Ecocamping“ im Kommen. Beim Ecocamping setzen die Campingbetriebe auf ein besonders umwelt- und klimafreundliches Angebot. Beispielsweise werden zur Warmwasserbereitung Solarkollektoren genutzt und Strom von der platzeigenen Photovoltaikanlage zur Verfügung gestellt. Auch das klassische Konservenangebot vom Campingplatz-Kiosk sucht man hier vergeblich. Beim Ecocamping können Outdoor-Freunde nachhaltig produzierte Lebensmittel aus der Region kaufen und zubereiten. Damit die klimabewussten Camper auch ohne Auto anreisen können, bieten viele Plätze auch die komplette Campingausstattung im Verleih an.

 

 

Tipp 2: Ausflüge statt Fernflüge

Wer eine Fernreise plant, hat zunächst einmal einiges an Arbeit und Kosten vor sich. Das beginnt bei der langwierigen Recherche bezüglich der unterschiedlichen Reiseanbieter, geht über die Beschaffung notwendiger Impfungen und Reisedokumente bis hin zum Packen für alle Eventualitäten. Wenn die ersehnte Traumreise dann nicht hundertprozentig den Wünschen entspricht, ist die Enttäuschung oft groß. Wer in den Ferien auf unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse eingehen muss, ist oft mit einem nahen Reiseziel und vielfältigen Ausflügen gut beraten. Das schont Nerven, Reisekasse und Klima gleichermaßen und sorgt dennoch für vielfältige neue Erfahrungen.

 

 

Tipp 3: Straßenbahn statt Straßenkreuzer

Unterwegs den richtigen Weg finden …

Im Urlaub aktiv und auf eigene Faust das Land kennenlernen. Um vor Ort mobil zu sein, setzen viele Touristen auf Leihwagen. Das kann in wenig besiedelten Gegenden alternativlos sein. In Städten sollten Urlauber jedoch auf die lokalen Verkehrsmittel zurückgreifen. Gerade mit dem öffentlichen Nahverkehr kommt man in den europäischen Metropolen gut ans Ziel, muss sich nicht auf den Verkehr konzentrieren und erlebt Land und Leute ganz unmittelbar. Natürlich muss auch am Urlaubsziel ein Fahrschein gelöst werden. Wer sich vor dem Tarifdschungel fürchtet, dem sei ein Besuch in der estnische Hauptstadt ans herz gelegt. Denn in Tallin sind seit 2013 die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos.

 

 

Tipp 4: Weg statt Ziel – Entschleunigen

Unzählige Alltäglichkeiten entstehen aus Zeitnot. So wird beispielsweise das Auto für kurze Strecken eingesetzt, um Zeit zu sparen. Das ist menschlich verständlich, wenn auch nicht gut für das Klima. Die freie Zeit einmal bewusst nutzen, um all das zu tun, wofür im täglichen Arbeitsalltag keine Zeit bleibt – das schärft den Sinn für die Veränderbarkeit von Gewohnheiten und entschleunigt auf angenehme Weise.

 

Eine Abkühlung finden und entschleunigen …

Warum also nicht einmal eine lange Wandertour entlang einer reizvollen Landschaft unternehmen. Das Ziel ist dabei zweitrangig. Interessant sind alte Kultur- und Pilgerwege wie etwa die vielfältigen Teilstrecken des Jakobswegs, die sich über ganz Europa – auch weit ab vom Getümmel in Santiago de Compostela – erstrecken oder den Olavsweg in Skandinavien. Auch wer in die Ferne schweift, kann beim Wandern Ruhe finden. Der 3.500 Kilometer lange Fernwanderweg Appalachian Trail verspricht ein USA-Bild, abseits der gängigen Berichterstattung.

 

Wer den Weg genießen kann, bekommt unterwegs die erwünschte Entspannung. Auch Rad fahren kann diesen Erholungseffekt herbeiführen. Zugliebhaber schwören teilweise auch bei langen Wegen auf Nahverkehrsverbindungen und selbst Autofahrer schonen mit mehr Zeit Tank und Umwelt.

 

 

Tipp 5: Anregungen statt Aufregungen

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat 2017 zum „International Year of Sustainable Tourism for Development“ erklärt. Grund für diese Entscheidung war es, dass ein nachhaltig konzipierter Tourismus einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Regionen beitragen kann.

 

Entscheidend dafür sind existenzsichernde und menschenwürdige Arbeitsplätze, verbesserte Handelschancen vor Ort sowie die Möglichkeit zur Völkerverständigung und der Wertschätzung anderer Kulturen. Das gilt für den internationalen Tourismus genauso, wie für den Tourismus im eigenen Land.

 

Gerade der Urlaub im eigenen Land – ohnehin das Lieblingsreiseland der Deutschen – wartet mit insgesamt 41 UNESCO Welterbestätten auf. Damit die Deutschlandreise nicht kreuz und quer geht und der thematische Faden nicht abreißt, wurden die vielfältigen Naturlandschaften und pulsierenden Städte in acht abwechslungsreichen UNESCO-Routen zusammengefasst.

 

So führt beispielsweise die rund 750 Kilometer lange Route „Visionäre und Vordenker“ ihre Besucher von Berlin mach Frankfurt. Stationen sind unter anderem die Bauhaus-Stadt Dessau, Orte der Reformation wie Eisleben und Wittenberg sowie die Heldenstadt Leipzig.

 

Wer im Urlaub weniger Kultur und mehr Natur bevorzug, findet mit der Route „Zwischen Alpen und Bodensee“ landschaftlich reizvolle Ziele zwischen Stuttgart und München.

 

 

Tipp 6: Probieren statt studieren

Entspannung und Erholung bedeutet für viele Menschen auch, den Kopf frei machen von den alltäglichen Anforderungen. Die freie Zeit ist auch eine gute Gelegenheit, neue Dinge auszuprobieren und zu erlernen. Am liebsten etwas, was die Sinne belebt und rein gar nichts mit der beruflichen Tätigkeit zu tun hat. Hoch im Kurs stehen seit Jahren Sportangebote wie Nordic Walking, Yoga, aber auch ausgefallenere Kurse wie Zen-Bogenschießen spricht viele an.

 

Selbstgemacht – mit viel Zeit und Muse!

Auch wenn Kochen im Alltag eine teilweise lästige Aufgabe darstellt, freuen sich viele Erholungssuchende über Kochkurse, die zu einer kulinarischen Weltreise oder zu einer speziellen Richtung einladen. Das Schöne an diesen Kursen – wer später zu Hause im Alltag etwas nachkocht, holt sich das Urlaubsgefühl – wenigstens für eine Weile – wieder zurück.

 

Kochen spricht verschiedene Sinne an. Es kann aber auch eine interessante Erfahrung sein, sich einmal auf einen Sinn besonders zu konzentrieren. Zum Beispiel den Geschmackssinn. Einen Geschmack zuverlässig – ohne die üblichen optischen und werblichen Einflüsse – zu identifizieren ist eine große Kunst, die ein hohes Maß an Achtsamkeit erfordert. Degustationskurse wird das Bewusstsein für Aromen und Geschmacksrichtungen geschult. Angeboten werden diese Seminare von Weinkellereien, Kaffeeröstereien, Schokoladenmanufakturen, Ölmühlen und vielen anderen Herstellern.

 

 

Tipp 7: Machen statt zuschauen

Hilfsprojekte im Urlaub aktiv unterstützen – sicher nicht für jeden eine geeignete Urlaubsbeschäftigung. Für einige jedoch sicher eine sinngebende Erfahrung, aus der Kraft für den Alltag geschöpft werden kann.

 

Gesucht werden dabei nicht nur Ärzte zum Einsatz in Krisengebieten. Mittlerweile existieren Plattformen unterschiedlicher Anbieter, die Helfer mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten und unterschiedlichen Zeitbudgets an Projekte vermitteln. Die Plattform TeachSurfing beispielsweise vermittelt auch für kurze Zeiträume Reisende an Projekte, um erste Sprachkenntnisse zu unterrichten  oder Freizeitaktivitäten zu betreuen. Reiseanbieter Travel Beyond vermittelt Hilfswillige in verschiedene Länder und organisiert die gesamte Reise. Unter anderem werden Trinkwasserprojekte in Äthiopien oder Regenwaldprojekte in Ecuador unterstützt.

 

Anpacken bei gemeinsamen Hilfsprojekten.

Auch ökologische Projekte freuen sich über Freiwilligenarbeit. Bei Biosphere Expeditions oder dem Earthwatch Institute  können Urlauber gemeinsam mit Wissenschaftlern und Experten an Artenschutz-, Naturschutz- und Hilfsprojekten arbeiten, für die ansonsten aus dem universitären Betrieb keine Mittel zur Verfügung stehen.

 

Die meisten Projekte sind in Asien, Süd- und Mittelamerika und Afrika angesiedelt. Um in diesen Bereichen aktiv zu sein, ist aber nicht zwingend eine weite Reise notwendig. Umwelt- und Naturschutzverbände benötigen immer wieder ehrenamtliche Helfer. Unterstützung ist beispielsweise zu Zeiten der Krötenwanderung gefragt, aber auch die regelmäßige Überwachung und Pflege von Nist- und Brutkästen, Wasserqualitäten und ähnliche Arbeiten erfordern begeisterte Mitstreiter.

 

Grabe wo du stehst – Selbst archäologische Ausgrabungen und Kartierungen können im Urlaub zu Hause angegangen werden. Dabei werden Laien von Wissenschaftlern angeleitet, sind hautnah an den Projekten beteiligt und erfahren viel über die heimische Region und über ihre eigenen Fähigkeiten. Wer mehr zur Theorie neigt, die Arbeit in Archiven nicht scheut und sich für die Entwicklung der Region und die Sozial- und Mentalitätsgeschichte interessiert, kann sich in lokalen Geschichtsvereinen und Geschichtswerkstätten auch temporär – engagieren.

 

Grünes Geld, Ihr Experte für nachhaltige Geldanlagen wünscht Ihnen einen erholsamen, erlebnisreichen oder auch abenteuerlichen Urlaub – eben einen Sommer, wie Sie ihn sich wünschen! Und wenn Sie etwas für die Reduktion des CO2 Fußabdrucks Ihrer Urlaubsreise tun möchten, investieren Sie nachhaltig! Seien es nun Anlagen in Klimaschutz oder Aufforstungsprojekte. Neben der Gutschrift der finanziellen Rendite können Sie damit noch einen Bonus auf Ihr CO2 Konto verbuchen.

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

7 tolle Ausflugtipps für die Sommerferien

Dienstag, 20. Juni 2017
Zusammenfassung: Sommerzeit ist Ferienzeit. Auch wer keinen Urlaub geplant hat, kann auch viele interessante Dinge in seiner näheren und ferneren Umgebung entdecken. Eine Vielzahl moderner Museen mit interessanten Angeboten lassen kaum Langweile aufkommen. Das Thema Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Umwelt ist dabei integrativer Bestandteil der innovativen Ausstellungskonzepte, die jung und alt gleichermaßen ansprechen. Die Ausflugstipps eignen sich teilweise auch für eine sinnvolle Unterbrechung auf einer längeren Reise.

 

 

Gemeinsame Ausflüge erweitern den Horizont.

In dieser Woche beginnen die Sommerferien in einigen nördlichen Bundesländern und bis Mitte September werden sich alle Schülerinnen und Schüler bundesweit über sechs Wochen Freizeit gefreut haben. Auch wer keine schulpflichtigen Kinder hat nutzt die Sommerzeit gerne zur Erholung, für Urlaubsreisen in nahe und ferne Gegenden oder zu kürzeren Ausflügen in interessante Städte oder reizvolle Landschaften.

 

Während der eine seinen Koffer – respektive Rucksack – packt und sich zu einem nahen oder fernen Ziel aufmacht, planen andere eine entspannte Zeit zu Hause, am Badesee, im Freibad oder auch auf dem Sofa. Das Angebot ist vielfältig und bietet nahezu für jedes Alter und jeden Geldbeutel zahlreiche Möglichkeiten, seine Freizeit ganz nach eigenem Gusto zu verbringen.

 

Wer einen nachhaltigen Lebensstil pflegt, achtet auch bei seinem Reiseverhalten auf klimaverträgliche Mobilität und bezieht umweltschonendes Verhalten am Erholungsort mit in seine Urlaubsplanung mit ein.

 

Urlaub, Ferien, Reisen, unterwegs sein – das ist nicht nur erholsam und eine willkommene Abwechslung zum Arbeitsalltag. Die freie Zeit kann auch hervorragend genutzt werden, um neue Eindrücke zu gewinnen. Eine gute Gelegenheit dazu bieten unsere Ausflugstipps, die für jung und alt gleichermaßen viel Neues und Interessantes bieten. Die Empfehlungen eignen sich gut als Tagesausflüge, als Alternativprogramm, wenn das Sommerwetter mal nicht mitspielen will oder auch als willkommene Unterbrechung auf einer längeren Fahrt.

 

 

Tipp 1: Universum Bremen – auf dem Weg zur Nordsee

Die Küstenorte am Meer und die ost- und nordfriesischen Inseln zählen zu den beliebtesten Urlaubsorten der Deutschen. Besonders beliebt sind die langen Sandstrände, das angenehme Klima und die beeindruckende und vielfältige Landschaft. Wer sich auf den Weg in den Norden macht, hat in der Hansestadt Bremen eine ausgezeichnete Möglichkeit, eine Rast zu machen.

 

Das Universum, in der Nähe der Universität Bremen gelegen, bietet seit 2000 eine vielseitige Dauerausstellung rund um die drei Themengebiete Technik, Mensch und Natur. Die Wissenschaftsausstellung ist in einem eigens dafür gebauten Wal-förmigen Gebäude untergebracht. Grundkonzept ist es, die Themengebiete erlebbar zu machen. Für junge Besucher lädt eine extra Abteilung, die Milchstraße – zu einfachen Versuchen und zum freien Experimentieren ein. Ergänzt wird das Angebot des Universums durch regelmäßige Sonderausstellungen, Science Shows und einem Dunkel-Café. Im weitläufigen Außenbereich befindet sich – neben Experimentierstationen zum den Themen Wasser und Tönen – ein 27 Meter hoher Aussichtsturm. Auf der oberen Etage können Besucher die Windstärke messen oder einfach nur die weite Sicht über die Hansestadt genießen. Das Universum ist täglich geöffnet. Der Eintritt beträgt 16 Euro, Familientickets sind für 40 Euro zu haben.

 

 

Tipp 2: Klimahaus Bremerhaven – immernoch auf dem Weg zur Nordsee

Klimahaus: interessant von innen und aussen!

Wer die Fahrt nach Norden weiter fortsetzt, kann das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost besuchen. Das 2009 eröffnete wissenschaftliche Ausstellungshaus liegt in den sogenannten Havenwelten in direkter Nachbarschaft zum Auswandererhaus  und zum Zoo am Meer.

 

Das Klimahaus zeigte in seinen Anfängen die anthropogenen Einflüsse auf die Veränderung von Klima und Wetter. Seit 2012 sind die Ausstellungsbereiche neu konzipiert und in die drei Bereiche Reise, Perspektiven und Chancen aufgeteilt. Besucher begeben sich über neun Stationen in unterschiedlichen Ländern auf eine Reise durch die unterschiedlichen Klimazonen der Erde. Das besondere: Temperaturen und Luftfeuchtigkeit werden weitestgehend nachempfunden. Wer im Klimahaus unterwegs ist, sollte an eine warme Jacke denken, denn zwischen sechs Grad minus und 35 Grad plus ist alles möglich.

 

Im World Future Lab können Besuchergruppen die Zukunft unseres Planeten selbst in die Hand nehmen und unter anderem überlegen, wie Südseeinseln vor dem Untergang durch einen steigenden Meeresspiegel gerettet werden können. Bei diesem Planspiel sind Kooperationsbereitschaft, Strategie und Kreativität gleichermaßen gefragt. Zugleich wird deutlich, dass jede Entscheidung sich nicht nur unmittelbar, sondern auch global auswirkt. Das Klimahaus öffnet täglich seine Pforten. Einzelticket gibt es ab 16 Euro, Familientickets ab 35 Euro.

 

 

Tipp 3: Ozeanum Stralsund – auf dem Weg zur Ostsee

Faszinierende Meereslebewesen.

Während die einen die Nordsee lieben, bevorzugen die anderen die gezeitenunabhängige Ostsee. Wer sich im Urlaub im Nord-Osten des Landes befindet, sollte einen Besuch im Ozeanum in Stralsund einplanen. Das Museum hat es sich zum Ziel gesetzt, die Bedeutung der Weltmeere als wichtigen Teil des globalen Klimasystems deutlich und erlebbar zu machen. Ebenfalls ein Thema ist dabei der Einfluss des Menschen auf den Lebensraum Meer sowie die Problematik des Artensterbens. Das Ozeanum wurde 2008 eröffnet und für sein hervorragendes Konzept bereits zwei Jahre später als Europäisches Museum des Jahres ausgezeichnet. Das moderne Naturkundemuseum gehört zur Stiftung Deutsches Meeresmuseum, die über drei weitere Museumsstandorte in der Region verfügt

 

Das Ozeanum begeistert Besucher aller Altersklassen vor allem durch seine riesigen Aquarien, in denen die unterschiedlichsten Lebenswelten in den Meeren durch Panoramabecken hautnah erlebbar werden. Jüngere Besucher werden sich auch für die Fütterungen in den Aquarien sowie der Humboldtpinguine begeistern können. In der Dauerausstellung „1:1 Riesen der Meere“ arbeitet das Museum mit der Umweltschutzorganisation Greenpeace zusammen. Hier werden lebensgroße Modelle von Walen und anderen Meeresriesen präsentiert. Das Ozeanum ist täglich geöffnet. Erwachsenentickets gibt es für 17 Euro, Kindertickets ab 7 Euro.

 

 

 

Tipp 4: Ökolarium Vejle – auf dem Weg in Richtung Norden

Wer einen Urlaub in Dänemark plant oder sich auf dem Weg nach Schweden befindet, sollte im süddänischen Städtchen Vejle Halt machen und im Ökolarium auf Entdeckungsreise gehen.

 

Das Wissens- und Erlebniscenter ist grob in die drei Bereiche „Natur und Umwelt“, Wasser sowie „Ressourcen und Klima“ aufgeteilt und bietet eine kurzweilige und umfangreiche Ausstellung zu nahezu allen Aspekten der ökologischen Nachhaltigkeit. Besucher können an den unterschiedlichen Stationen Wissenswertes zu den Themengebieten Natur, Umwelt, Energie, Klima, Ernährung, Gesundheit und Innovation erfahren und ausprobieren. Damit bietet das Ökolarium eine aktive Wissensvermittlung und spannende Spielerlebnisse. So kann der Waldboden kriechend erforscht, Müll sortiert und die Kanalisation erforscht werden. Dazu gibt es Anregungen für eine umweltfreundliche Wohnungseinrichtung und Möglichkeiten des Upcyclings. Ebenfalls interessant ist die Ernährung der Zukunft und welche Rolle Insekten dabei spielen werden. Der Eintritt ins Ökolarium ist frei. Die Öffnungszeiten können auf der Website abgerufen werden.

 

 

Tipp 5: Ecomare Texel – Richtung Westfriesland

Sympathischer Meeressäuger.

Die Niederlande zählt zu den beliebten Auslandsdestinationen im Sommer. Schließlich laden Küste und Insel auch hier zu einem angenehmen Strandurlaub ein. Wer sich darüber hinaus für die Natur im und am Wattenmeer interessiert und Fauna und Flora der Region näher kennenlernen will, kommt im Ecomare  auf Texel voll auf seine Kosten. Das weitläufige Ausstellungsgelände in der Dünenlandschaft der westlichsten Nordseeinsel präsentiert umfangreich die Besonderheiten der Landschaft und ihrer Tier- und Pflanzenwelt. Großangelegte Aquarien und flache Becken, die von Oben eingesehen werden können, ermöglichen einen ausgezeichneten Einblick auf das Leben im Meer.

 

Das Ecomare ist dabei nicht nur Naturkundemuseum, sondern zugleich auch als Robbenauffangstation angelegt. Junge verlassene Robben, aber auch ältere oder verletzte Tiere werden hier gepflegt und für eine Rückkehr in ihren natürlichen Lebensraum vorbereitet. Die Fütterung der Robben und Schweinswale ist ein besonderer Publikumsmagnet. Das Ecomare hat täglich geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 12,75 Euro, für Kinder 8,75 Euro. Wer seine Tickets vorab online kauft, kann sparen

 

 

Tipp 6: Panarbora Waldbröl – Nordrhein-Westfalen

Perspektivwechsel – der Wald von oben.

Wer beim Bundesland Nordrhein-Westfalen noch immer an nur an Industrie und Ruhrpott-Romantik denkt, wird im Bergischen Land eines Besseren belehrt. Seit 2015 lockt der Naturerlebnispark Panarbora bei Waldbröl Besucherströme an. Highlight der Anlage ist dabei ein fast zwei Kilometer langer Baumwipfelpfad mit einem 40 Meter hohe Aussichtsturm. So können Naturliebhaber den Wald aus einer neuen Perspektive genießen. Außerdem umfasst der luftige Weg eine umfangreiche Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit Umweltschutzverbänden und Waldbauerngruppen erarbeitet wurde. Dabei werden die Unterschiede zwischen Urwäldern und Wirtschaftswäldern erläutert, die Veränderungen in der Landschaft erklärt und der gesamte Lebensraum des Waldes detailliert vorgestellt.

 

Auch wer lieber mit beiden Beinen auf dem Boden bleibt, kann in Panarbora einiges erleben: Interessante Waldwege, ein Heckenirrgarten und ein Abenteuerspielplatz runden das Angebot ab. Wer gar nicht mehr nach Hause möchte, findet in der Jugendherberge Panarbora Unterkunft. Öffnungszeiten und Eintrittspreise des Waldwipfelpfads und der gesamten Anlage finden sich hier.

 

 

Tipp 7: bioversum – Darmstadt-Kranichstein

Natur lässt sich an vielen Orten entdecken. Das bioversum  im Jagdschloss Kranichstein, in der Nähe von Darmstadt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die engen Zusammenhänge zwischen biologischen, ökologischen und kulturellen Entwicklungen sichtbar zu machen und die biologische Vielfalt langfristig zu schützen. Am Beispiel eines Buchenwaldes zeigt der Ausstellungsort das komplexe Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Darüber hinaus bietet das bioversum in einem Freilandlabor  vielfältige Möglichkeiten, die Natur zu entdecken und Ideen für einen Schutz der Artenvielfalt mit in den persönlichen Alltag einzubringen. Das bioversum ist liegt landschaftlich reizvoll eingebettet, so dass sich ein Besuch des vergleichsweise kleinen Museums durchaus lohnt. Viele Angebote sind dabei auch besonders für jüngere Kinder geeignet. Das bioversum hat montags geschlossen. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

 

 

Lernen ohne Langeweile

Gute Angebote statt erhobenem Zeigefinger.

Nachhaltigkeit, Klima- und Naturschutz – das sind die Hauptthemen der vorgestellten Ausstellungsorte. Das besondere an allen Empfehlungen: an diesen Lern- und Erlebnisorten werden die wichtigen Themen unserer Zeit anschaulich und erlebbar aufbereitet – weit entfernt von einer Pädagogik mit dem sprichwörtlich erhobenen Zeigefinger. Damit bieten die modernen Museumskonzepte nicht nur ein anspruchsvolles Angebot für alle Besucher, sondern auch eine gelungene und anregende Abwechslung. Vor allem Familien werden sich über diese Alternativen zu zum Freizeitpark freuen.

 

Grünes Geld, Ihr Experte für nachhaltige Geldanlagen, wünscht gute Erholung und einen schönen Sommer!

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Lieber früher als später: Vertretungsrechte regeln

Freitag, 16. Juni 2017
Zusammenfassung: Ein neues Gesetz wird ab dem kommenden Jahr die Beistandsmöglichkeiten im medizinischen Bereich für Ehe- und Lebenspartner vereinfachen. Allerdings sollten Paare auch frühzeitig daran denken, wer sie – im Fall der Fälle – in Vermögens- oder Behördenangelegen vertritt und diese Entscheidung rechtlich verbindlich abgeben. Gut auch, sich in Geldfragen auf bewährte Partner verlassen zu können.

 

 

Früh klären: Wer entscheidet, wenn ich es nicht kann?

Eine schreckliche Situation, die aber jeden treffen kann: Der Ehepartner oder Lebensgefährte wird plötzlich schwer krank oder erleidet einen Unfall. Die Sorge um einen geliebten Menschen stellt eine schwere seelische Belastung dar. Gleichzeitig sind jedoch auch viele Entscheidungen zu treffen. Zum einen bezüglich der medizinischen Behandlung. Zum anderen geht es aber auch darum, den erkrankten Partner in Vermögens- oder Behördenangelegenheiten vertreten zu können. Gut, wenn dann bereits im Vorfeld zwischen den Partnern bereits rechtliche Vereinbarungen getroffen worden sind.

 

Was viele nicht wissen: Auch Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschafen können derzeit ohne eine Vorsorgevollmacht  keine Entscheidungen für den handlungsunfähigen Partner treffen. Das bedeutet in der Praxis, dass Partner ohne diese Vorsorgevollmacht erst vom Gericht als rechtlicher Betreuer bevollmächtigt werden müssen.

 

Vorher können sie derzeit keine Entscheidungen bezüglich der weiteren medizinischen Versorgung treffen, dürfen die Post des Partners nicht öffnen und bearbeiten und diesen rechtlich wirksam vertreten. Eine heikle Situation, denn vielfältige finanzielle Verpflichtungen müssen weiter regelmäßig laufen und gerade jetzt sind sicher viele Punkte mit der Krankenversicherung zu klären und abzustimmen. Sich erst jetzt als Betreuer für den Partner bestellen zu lassen, stellt eine zusätzliche Belastung in einer ohnehin schon nervenaufreibenden Zeit dar.

 

 

„Stand by me“ – bessere Beistandsmöglichkeiten durch neues Gesetz

Gemeinsam den Weg bestimmen.

Um diese schwere Last etwas zu erleichtern, hat der deutsche Bundestag im Mai diesen Jahres das „Gesetz zur Verbesserung der Beistandsmöglichkeiten unter Ehegatten und Lebenspartnern in Angelegenheiten der Gesundheitssorge und in Fürsorgeangelegenheiten“ verabschiedet. In Kraft tritt das Gesetz ab dem 1. Juli 2018.

 

Das Gesetzt regelt zukünftig, dass Verheiratete und eingetragene Lebenspartner in Fragen der Gesundheitssorge ihren Partner – auch ohne besondere Bestellung als Betreuer und dezidierte Vorsorgevollmacht – kurzzeitig vertreten zu können. Das umfasst beispielsweise eine Entscheidung zu bestimmten Untersuchungen und Operationen, aber auch die Verlegung in ein anderes Krankenhaus. Außerdem sind behandelnde Ärzte gegenüber dem Partner von der ärztlichen Schweigepflicht entbunden und müssen eine Einsicht in die Krankenunterlagen gewähren. Allerdings ist diese Gesundheitssorge ohne Vollmacht nur auf einen kurzen Zeitraum beschränkt, in der Regel auf einige Tage nach der Erstversorgung. Anschließend greift wieder die bisherige gerichtliche Bestellung eines Betreuers. Dies ist in den meisten Fällen auch der Ehe- beziehungsweise eingetragene Lebenspartner.

 

Getrennte Paare müssen sich keine Sorgen darüber machen, dass der ehemalige Partner über ihren Kopf hinweg Entscheidungen fällt, denn die Neuregelung gilt für getrennt lebende Ehegatten und Partnerschaften. Außerdem greift die Novelle nicht, wenn der Partner einen anderen Willen hinterlegt hat, eine andere Person – zum Beispiel eines der Kinder – bevollmächtigt oder bereits ein Betreuer von Seiten des Betreuungsgerichts bestellt wurde.

 

Ein weiteres Novum der veränderten Regelung ergibt sich für die behandelnden Ärzte. Sie können auf die Eintragungen des Zentralen Vorsorgeregisters der Bundesnotarkammer  zugreifen, erhalten so einen raschen Zugriff auf Vorsorgedokumente und können mit den dort hinterlegten Bevollmächtigten schnell in Kontakt treten.

 

 

Neues Gesetz nimmt den zeitlichen Druck …

Die gesetzliche Neuregelung nimmt Partnern den Druck, sich wegen wichtiger medizinischer Entscheidungen nach der ersten ärztlichen Akutversorgung eine gesetzliche Betreuungsvollmacht zu besorgen.

 

Patientenverfügungen sind für Ärzte verbindlich.

Unberührt bleiben bei der gesetzlichen Neuregelung jedoch sämtliche Fragen zu Vermögens- oder Behördenangelegenheiten. Eine private Vorsorgevollmacht ist damit auch weiterhin sinnvoll, wenn nicht sogar unbedingt notwendig. Hier stehen die Partner gegenseitig in der Verantwortung, sich frühzeitig über diese wichtigen Fragen abzustimmen und gemeinsam eine für beide gangbare Lösung zu finden. Ebenfalls ausgenommen vom geplanten Gesetz sind sämtliche Inhalte der Patientenverfügung.

 

 

… dennoch sollten Entscheidungen selbstbestimmt und früh getroffen werden

Wer heiratet oder eine Lebenspartnerschaft eintragen lässt, hat neben den vielfältigen Vorbereitungen einer angemessenen Feier auch gleichzeitig einige Behördengänge zu erledigen. Kaum ein Paar will zu diesem Augenblick an Unfälle und Krankheiten denken, dennoch sollten wichtige Entscheidungen zu diesem Thema möglichst früh getroffen werden. Eine Vorsorgevollmacht in Verbindung mit einer Patientenverfügung gibt jedem die Sicherheit, dass im Notfall eine vertraute Person alle anfallenden Entscheidungen treffen wird.

 

 

Patientenverfügung – selbstständige Entscheidung dokumentieren

In der Patientenverfügung können Patienten von vornherein festlegen, welche medizinischen Maßnahmen sie für sich wünschen oder generell ablehnen. Damit hat jede volljährige Person das Recht, frühzeitig zu entscheiden, wie eine Behandlung aussehen soll, wenn der eigene Wille nicht mehr artikuliert werden kann. Die Patientenverfügung ist für Ärzte bindend. Wer frühzeitig eine Patientenverfügung formuliert kann diese jederzeit ändern, denn teilweise ändern sich Auffassungen mit zunehmendem Alter. Experten raten dazu, die Verfügung alle zwei Jahre zu überprüfen.

 

Die Patientenverfügung  muss schriftlich niedergelegt sein und persönliche Daten sowie Datum und Unterschrift enthalten. Außerdem muss die medizinische Situation, in der Verfügung greifen soll, möglichst genau beschrieben werden. Sinnvoll sind beispielsweise Angaben zu lebenserhaltenden Maßnahmen, Schmerz- und Symptombehandlungen. Eventuell bietet sich bei der Niederschrift der Verfügung auch eine Beratung mit dem behandelnden Arzt an. Die Verfügung kann darüber hinaus auch die Bereitschaft zur Organspende beinhalten und Wünsche zu Sterbebegleitung und -ort umfassen. Wirksam wird die Verfügung, wenn der Patient nicht mehr einwilligungsfähig ist. Es reicht auf, die Patientenverfügung bei seinen privaten Unterlagen aufzubewahren. Sinnvoll ist es allerdings auch, eine Kopie beim Hausarzt und Angehörigen oder anderen Vertrauenspersonen zu hinterlegen.

Wenn keine Patientenverfügung vorliegt, müssen Ärzte mutmaßlichen Willen des Patienten ermitteln und stimmt sich dazu im Allgemeinen mit dem rechtlichen Betreuer, beispielsweise dem Partner des Patienten, ab.

 

 

Vorsorgevollmacht – Vertrauenspersonen benennen

Ergänzt werden sollte eine Patientenverfügung mit einer Vorsorgevollmacht, in der eine Person des Vertrauens benannt wird, die im Fall der eigenen Handlungsunfähigkeit stellvertretend alle wichtigen Entscheidungen trifft. Dazu können auch Entscheidungen in Vermögens- oder Versicherungsangelegenheiten zählen. Ebenso kann sich die Vollmacht auf behördliche Angelegenheiten beziehen und auch die Handlungsfelder Post und Internet umfassen. Der Umfang der Vollmacht kann umfassend sein, es können aber auch nur abgegrenzte Bereiche definiert werden. Außerdem kann die Vollmacht jederzeit inhaltlich verändert oder entzogen werden.

 

Gut vorbereitet – ein gutes Gefühl!

Konkret kann die Vorsorgevollmacht beispielsweise den Abschluss von Verträgen, Bankangelegenheiten oder auch den Einzug in ein Pflegeheim regeln. Die Vorsorgevollmacht ist sinnvoll, da Partner oder Familienangehörige nicht automatisch Entscheidungen treffen können, sondern erst rechtlich als Betreuer bestimmt werden müssen. Darüber hinaus können auch unterschiedliche Gründe dafür sprechen, eine Vertrauensperson außerhalb der Familie mit der Vollmacht zu wichtigen finanziellen und gesundheitlichen Fragen zu betreuen, beispielsweise um Überforderungen zu vermeiden.

Eine Vorsorgevollmacht sollte notariell beglaubigt oder beurkundet sein, damit sie eine entsprechende rechtliche Durchsetzungskraft hat. Empfehlenswert ist außerdem die Ablage im zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer, das seit zehn Jahren existiert und nach eigenen Angaben monatlich rund 200.000 Abfragen verzeichnet. Obwohl das Register gerade in medizinischen Notfällen Ärzten eine schnelle Orientierung gibt, wer notwenige Entscheidungen treffen kann, haben bislang lediglich vier Prozent der volljährigen Deutschen eine solche Vollmacht hinterlegt. Grund dafür ist vielfach, dass vor allem Ehepartner davon ausgehen, dass sie bereits ein verbindliches Vertretungsrecht besitzen.

 

Da die Vollmacht individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten ist, gilt für die Form ein breiter Gestaltungsspielraum, allerdings ist auch hier eine regelmäßige Durchsicht sinnvoll.

 

 

Sorgenfrei durch gute Vorbereitung

Sich auf alle Eventualitäten des Lebens vorzubereitet ist nahezu unmöglich. Dennoch ist es beruhigend, wenn persönliche Entscheidungen bereits ohne Not getroffen worden sind.

 

Das vermittelt gerade in Geldfragen und Vermögensangelegenheiten ein gutes Gefühl von Sicherheit. Wer dann auch noch einen erfahrenen und kompetenten Ansprechpartner, wie beispielsweise Grünes Geld an seiner Seite weiß, kann gelassen in die Zukunft schauen. Grünes Geld, berät Anleger nicht nur seit Jahren umfassend im Bereich der nachhaltigen Geldanlagen, sondern hat sich auch im Bereich der Vermögensbetreuung als zuverlässiger Ansprechpartner einen guten Namen gemacht.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Cittàslow – Die entschleunigte Stadt

Freitag, 26. Mai 2017
Zusammenfassung: Immer mehr Städte verlieren ihre kulturelle Identität, besonders in den Innenstädten ist eine rasante Angleichung durch Ladenketten und Franchise-Unternehmen zu beobachten. Gegen diese Entwicklung tritt die Cittàslow-Bewegung ein. Ziel der durch den Slow Food-Gedanken inspirierte Gruppierung ist es, die regionalen Besonderheiten zu stärken und zu betonen und damit die Lebensqualität generell zu verbessern.

 

 

Vielfalt bringt mehr Aufenthaltsqualität in die Städte.

Entschleunigung, Achtsamkeit, mehr Bewusstsein für die Umwelt mit all ihren zahlreichen Facetten. Immer mehr Menschen interessieren sich für Konzepte abseits der hektischen Betriebsamkeit der Großstädte und dem durchgetakteten Arbeitsleben. Und auch wenn vieles nicht im Lebensalltag konsequent umgesetzt werden kann – die Nachfrage nach sinngebenden, einfachen Dingen und Prozessen steigt und ist vielfach eine Kraftquelle in Freizeit und Urlaub. Ein Konzept, bei dem viel Wert auf den natürlichen Ablauf der Arbeits- und Herstellungsprozesse gelegt wird, ist die Slow Food-Bewegung.

 

Seit rund dreißig Jahren setzen sich die Anhänger dieser Bewegung für gutes Essen und ein gemäßigtes Lebenstempo ein. Dabei fühlt sich Slow Food nicht ausschließlich dem Thema Lebensmittel verspflichtet, sondern hat auch zum Ziel, kulturelle und traditionelle Werte zu bewahren und die spezifischen Eigenheiten jeder Region zu fördern und zu erhalten.

 

 

Die Slow-Bewegung breitet sich aus

Ende der neunziger Jahren formierte eine neue Bewegung, die durch die Slow Food-Prinzipien inspiriert wurde: die Cittàslow (cittaslow), die entschleunigte Stadt. Bis 2003 wurde auch der Begriff der Slow City offiziell verwendet, der teilweise noch immer gebräuchlich ist.

 

Die Vision der Cittàslow ist das Gegenkonzept zu den zunehmend vereinheitlichten Großstadtzentren. Die Cittàslow soll demnach ein Raum für Menschen sein, die mit Zeit und Muse einander begegnen. Entsprechend soll die Stadt über Plätze mit hoher Aufenthaltsqualität, kulturelle Einrichtungen, Lokale, Geschäfte und Handwerksbetriebe verfügen, die dem lokalen Charakter des Ortes entsprechen. Langsamkeit soll in diesem Zusammenhang als Zeit für die natürlichen Abläufe, wie auch für den Wechsel der Jahreszeiten verstanden werden. Zusammengenommen stehen diese Faktoren für eine hohe Lebensqualität.

 

Wie bereits die Slow Food-Bewegung, entstand die Idee der Cittàslow in Italien. Hauptziel ist es dabei, den Slow Food-Gedanken auch auf andere Lebensbereiche zu übertragen und damit generell die Lebensqualität zu verbessern.

 

Cittàslow der ersten Stunde: Orvieto.

Um dieser Philosophie einen Raum zu geben, gründeten 1999 die vier italienischen Städte Bra (Piemont), Greve (Chianti), Positano (Kampanien) und Orvieto (Umbiren) das Netzwerk „Slow City“. Initiator war dabei der Bürgermeister von Greve in Chianti, Paolo Saturnini. Ihm gelang es, weitere Bürgermeister für das Projekt zu begeistern. Gemeinsam wollten die Kommunen der herrschenden Maxime der Schnelllebigkeit ein moderates Lebenstempo entgegenzusetzen, das den Kreisläufen der Landwirtschaft und des Weinanbaus entspricht und sich positiv auf Mensch, Natur und Umwelt auswirkt.

 

Bereits ein Jahr später verfügte die Bewegung über 30 Mitgliedstädte in Italien. Vernetzt und koordiniert werden die teilnehmenden Kommunen vom Hauptsitz der Cittàslow-Bewegung. Dieser befindet sich in einer ehemaligen Klosteranlage in Orvieto aus dem 15. Jahrhundert.

 

 

Vielfalt und Identität der Städte stärken

So, wie die Slow Food-Bewegung handwerklich erzeugte und ökologische Lebensmittel aus der Region fördern will und standardisierte Fastfood-Produkte ablehnt, wollen die Einwohner einer Cittàslow der Vereinheitlichung der Städte entgegenwirken und die Besonderheit des Ortes unterstreichen.

 

Typische deutsche Fußgängerzone.

Die spezielle Identität der Städte zu stärken ist ein Anliegen, das auf ein breites Interesse stößt. Denn durch die Verbreitung internationaler Ladenketten und Franchise-Unternehmen hat sich in den letzten Jahren das Gesicht der Innenstädte weltweit stark vereinheitlicht. Waren Fußgängerzonen und Ladengalerien in den siebziger Jahren noch mit durch ein vielfältiges und lokales Angebot geprägt, hat sich spätestens ab der Jahrtausendwende eine rasante Amerikanisierung in den europäischen Zentren vollzogen, die sich in der Folge auch auf die Klein- und Mittelstädte ausbreitete. Zugespitzt beschreibt der Autor Marc-Uwe Kling in seinem Gedicht „Kettenkarussell“ diese Entwicklung. Dabei ist es einem Reisenden nahezu unmöglich zu erkennen, in welcher Stadt er sich gerade befindet, denn die Innenstädte sehen mit den immer gleichen Filialen der führenden Ladenketten völlig identisch aus.

 

Kleinere regionale Einzelhändler, Manufakturen, Lokale und Handwerker haben immer seltener die Möglichkeit, sich in den sogenannten 1A-Lagen der Städte zu behaupten. In der Folge verlieren Städte zunehmend ihre unverwechselbare Eigenheit und sind damit beliebig austauschbar. Ein Problem mit weitreichenden Folgen, denn ohne eine persönliche Bindung an die eigene Stadt, haben die Einwohner kaum Gründe, sich für ihre Heimat einzusetzen.

 

Dieser Entwicklung will die Cittàslow-Bewegung mit positiven Beispielen und Konzepten entgegenwirken. So sollen die einzigartigen und speziellen Werte der einzelnen Städte wieder stärker in den Mittelpunkt des Interesses gerückt werden – und zwar für Einwohner und Besucher gleichermaßen. Ein weiteres Ziel ist es, Städte dabei zu unterstützen, ihre kulturelle Vielfalt zu erhalten und zu betonen.

 

 

Cittàslow-Bewegung in Deutschland

Motiviert durch den guten Start in Italien, beschlossen die Initiatoren, die Idee international auszuweiten. Aktuell gibt es 233 Cittáslows in 30 Ländern rund um den Globus, die in 20 Netzwerken organisiert sind.  In Deutschland fanden die Ideen der Slow-Bewegung schnell Freunde. Bereits 2001 wurde Hersbruck in Mittelfranken als erste deutsche Stadt und als erste Stadt außerhalb Italiens in der Cittàslow-Bewegung aufgenommen. Kurz darauf folgten Waldkirch im Breisgau und Überlingen am Bodensee. Derzeit gibt es 17 deutsche Cittàslow-Städte, deren Geschäftsstelle im pfälzischen Deidesheim liegt.

 

Die Entdeckung der Langsamkeit – entschleunigt leben.

Die Cittàslow-Vereinigung sieht sich in erster Linie als Bewegung, die aus vielen Klein- und Mittelstädten besteht. Daher ist eine Mitgliedschaft nur für Städte und Gemeinden unter 50.000 Einwohnern möglich. Darüber hinaus müssen die Städte vielfältige Kriterien erfüllen, um sich für eine Mitgliedschaft zu qualifizieren. Die Kriterien sind in einem umfangreichen Katalog festgelegt, aber auch hier werden spezifische Besonderheiten berücksichtigt. Da nicht für jede Stadt nach den gleichen Kriterien gemessen werden kann gilt es, mindestens die Hälfte der Anforderungen zu erfüllen. Diese prüft die jeweilige Stadt in einem Selbstbewertungsprozess und erarbeitet ein individuelles Konzept für ihre Cittàslow mit dem sie sich beim nationalen Netzwerk um eine Aufnahme bewirbt. Nach einer positiven Prüfung durch die zuständige Kommission, erhält die Stadt das Zertifikat „Cittàslow“, nach vier Jahren findet eine erneute Zertifizierung statt.

 

Seit 2005 besteht für Unternehmen und Institutionen, aber auch für Städte, die sich nicht selbst qualifizieren können, die Möglichkeit, den Cittàslow-Gedanken als Unterstützer zu fördern.

 

 

Besonderes Markenzeichen: Einzigartigkeit

Das Besondere Merkmal einer Cittàslow ist ihre Einzigartigkeit. Darüber hinaus sthet die Stadt für eine besondere Lebensqualität. Fortschritt ist wichtig, stellt jedoch den Menschen in den Mittelpunkt des Handelns. Die besondere Bedeutung regionaler Erzeugnisse und kurze Versorgungswege sind wichtige Punkte, die auch durch die besondere Beziehung zwischen Stadt und Land gefördert werden soll. Genauso bedeutsam ist aber auch das soziale Miteinander und die Förderung des Zusammenhaltes innerhalb der Gemeinschaft. Damit sieht sich die Cittàslow auch als wirksames Projekt gegen alte und neue Armutsstrukturen und fühlt sich dem umfassenden Nachhaltigkeitsgedanken und der Generationengerechtigkeit verpflichtet.

 

Um den anspruchsvollen Erwartungen an eine Cittàslow gerecht zu werden, erarbeiten die teilnehmenden Städte Maßnahmen aus sieben Themenbereichen und tauschen sich regelmäßig mit anderen Gemeinden im Netzwerk aus. Auf der Agenda der Cittàslow ist das Themenfeld Energie- und Umweltpolitik weit oben angesiedelt. Dazu zählen die Sicherung der Luft-, Boden- und Wasserqualität genauso, wie der Erhalt der biologischen Vielfalt und die öffentliche Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen. Aber auch Maßnahmen zu Energieeffizienz im öffentlichen und im privaten Bereich gehören dazu. Ebenfalls wichtige Teilbereiche sind hier die klassischen Umweltthemen Abfallvermeidung und –verwertung, aber auch neuere Themenfelder, wie etwa die visuelle Umweltverschmutzung.

 

Ein weiterer wichtiger Punkt für eine lebenswerte Stadt ist die Infrastrukturpolitik. Hier wird besonders die Förderung umweltfreundlicher Verkehrsmittel positiv bewertet, aber auch die vielfältigen Maßnahmen für eine barrierefreie Stadt, die allen Bewohnern eine gute Erreichbarkeit der unterschiedlichsten Einrichtungen ermöglicht. Ebenso von Belang sind aber auch Faktoren, die die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit fördern.

 

Die Cittàslow versteht sich nicht als Museumsdorf, sondern als moderne Kommune. Daher sind Maßnahmen zur Verbesserung der urbanen Qualität wichtige Kriterien, die alle Mitglieder erfüllen müssen. Darunter fallen zum einen der Erhalt historischer und kulturell bedeutender Bauwerke zur Aufwertung des Stadtkerns, aber auch Förderung eines nachhaltige Nutzung der Randgebiete und die Schaffung von neuem Wohnraum. Ebenso soll eine Cittàslow auch eine zeitgemäße Datenschnelligkeit gewährleisten und im öffentlichen Bereich interaktive Dienste anbieten.

 

Vielfalt und Besonderheit der Region stärken.

Die Wurzeln der Slow Food-Bewegung werden vor allem im Anforderungskatalog im Bereich Landwirtschaft, Tourismus und Handwerk deutlich. Eines der Hauptziele ist dabei die Aufwertung traditioneller Berufe und Arbeitstechniken und damit verbunden der Erhalt und die Vermarktung der einheimischen Erzeugnisse. Um diese Ziele zu erreichen, sind hier neben der regionalen Vermarktung auch die Bewahrung durch kulturelle Einrichtungen und Brauchtümer vorgesehen, die auch für Besucher von Interesse sind. Neben diesen beschaulich wirkenden Kriterien, fallen aber auch die relevanten Themen des ökologischen Ackerbaus und des Verbotes von gentechnisch veränderten Organismen in dieses Feld.

 

Dass von einer Cittáslow-Zertifizierung Einwohner und Besucher gleichermaßen profitieren, zeigen die Bestrebungen im Politikfeld Gastfreundschaft, Bewusstsein und Bildung. Hierzu zählen zum einen eine einladende, vielfältige und interessante touristische Infrastruktur, wie beispielsweise übersichtliche Orientierungshilfen und spezielle Slow-Führungen. Es geht aber auch um das Bewusstsein und die Motivation aller Einwohner, das Projekt lebendig zu gestalten. Um das zu erreichen, ist auch die Verwaltung gefordert, regelmäßig über Projekte zu informieren und die aktive Beteiligung der Bevölkerung, sowie der Vereine zu fördern und zu integrieren.

 

Eine Cittàslow lebt vom Mitmachen und kann nicht von Verwaltungsseite aus verordnet werden. Entsprechend wichtig sind daher auch Maßnahmen, die den sozialen Zusammenhalt der Stadt stärken. Dazu zählt die Förderung einer vielfältigen Vereinslandschaft genauso, wie attraktive Angebote für alle Alters- und Gesellschaftsgruppen, multikulturelle Integration und politische Partizipation.

 

Gemeinsam Ziele erreichen, das ist auch der Grundgedanke der Citàslow. Daher bildet das Thema Partnerschaften einen eigenständigen Punkt im Kriterienkatalog der Bewegung. Die entschleunigte Stadt ist daher auch aufgefordert, sich nicht zu isolieren, sondern durch Städtepartnerschaften und -freundschaften international zu vernetzen und mit Organisationen zusammenzuarbeiten, die sich für ähnliche Ziele einsetzen. Um generell den Cittàslow-Gedanken weiterzutragen und ins Gespräch zu bringen, sind die Gemeinden außerdem aufgefordert, sich an entsprechenden Kampagnen und Aktionen zu beteiligen.

 

 

Entschleunigung ist auch ein Finanzthema

Die Prinzipien der Cittàslow sind Weg und Ziel gleichermaßen. Weg von den Standardlösungen und der gedankenlosen Schnelllebigkeit, hin zu einer nachhaltig arbeitenden und lebenden Gemeinschaft. Eine Philosophie, die sich auch auf Geldanlagen übertragen lässt, denn auch in Sachen Finanzen zahlt es sich aus, individuelle Konzepte zu entwickeln und auf langfristige solide Erträge zu bauen.

Grünes Geld, erfahrener Anbieter ethischer und ökologischer Geldanlagen, hat verfügt nicht nur über eine langjährige Expertise in diesem Bereich, sondern hat auch mehr als 300 interessante Investments im Angebot.

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Crowdfunding – Venture Capital 2.0?

Freitag, 19. Mai 2017
Zusammenfassung: Vor rund zwanzig Jahren gründeten sich viele kleine und innovative Unternehmen – oft mit Hilfe von Wagniskapitalgebern. Mittlerweile haben es Start-ups wieder schwerer, an Startkapital zu kommen. Wer die Bank seines Vertrauens nicht von seiner Geschäftsidee überzeugen kann, kann in verschiedenen Communities mehr Erfolg haben. Crowdfunding hat sich als kreative Möglichkeit der Anschubfinanzierung in den letzten Jahren etabliert. Die Besonderheit: Das benötigte Kapital wird von einer Vielzahl von Personen aufgebracht, die ambitionierten Ideen zum Durchbruch verhelfen wollen.

 

 

Ohne Unterstützung ist die Arbeit mühsam …

Crowdfunding ist ein relativ junges Phänomen, das sich im Zuge der sozialen Vernetzung in den digitalen Medien schnell als Idee verbreitet und etabliert hat. Sehr wahrscheinlich wurde der Begriff vor einigen Jahren durch einen Artikel im US-amerikanischen Technologie-Magazin Wired geprägt und fand anschließend über vielfältige Social Media-Kanäle Verbreitung.

 

In Deutschland gewann Crowdfunding im Jahr 2011 weitreichende Beachtung, als die Kölner Produktionsfirma Brainpool auf diese Weise Gelder für den geplanten Spielfilm „Stromberg“ sammelte. Die Aktion war ein voller Erfolg: Das Unternehmen hatte geplant, innerhalb von drei Monaten eine Million Euro zu sammeln, das Fundingziel wurde jedoch bereits nach zwei Wochen erreicht.

 

 

Wenn ein Schwarm für eine Idee schwärmt

Geschäftsideen durch Crowdfunding finanzieren – diese Möglichkeit  hat sich – nicht zuletzt wegen solcher wegweisender Erfolgsgeschichten – in den letzten Jahren stark verbreitet. Das Prinzip, das hinter dem Crowdfunding steht, ist vergleichsweise simpel: Ein große Menge an Personen, die „Crowd“, finanziert mit ihrem Geld die Umsetzung einer Geschäftsidee. Dabei handelt es sich meist um Nischen-Projekte oder –Produkte, die nur eine kleine Zielgruppe ansprechen.

 

… wenn mehrere Gleichgesinnte zusammen finden, geht alles leichter.

Zum Start einer Crowdfunding-Kampagne wird eine Mindestkapitalmenge festgelegt, die durch die Einlagen vieler Beteiligter erreicht werden soll. Die Höhe der Einlage ist dabei meist variabel. Erträge können, müssen aber nicht zwingend ausgezahlt werden. Je nach Vereinbarung, können die Gegenleistungen auch einen ideellen Wert haben oder – nicht selten – auch in Naturalien ausgezahlt werden. Letzteres vor allem dann, wenn mit dem Kapital Alltaggegenstände oder Lebensmittel produziert oder vermarktet werden sollen.

 

Die Bezeichnung des Crowdfundings hat sich auch in der deutschen Sprache durchgesetzt. Gelegentlich wird allerdings auch von Schwarmfinanzierung gesprochen. Eine recht zutreffende Übersetzung, denn hier wird die „Crowd“ nicht als Masse verstanden, ein Begriff, der eher negativ konnotiert wird. An die Stelle einer anonymen Masse, die sich leicht lenken lässt und keinen eigenen Willen hat, tritt der intelligente Schwarm, der durch den zielsicheren Einsatz und die Zusammenführung von unterschiedlichen Fähigkeiten und Mitteln gemeinsam Probleme lösen und optimale Ergebnisse erreichen kann. Mit der Masse hat diese Schwarmintelligenz nur die Durchsetzungskraft gemeinsam.

 

 

Der kleine Unterschied zum Wagniskapital

Wer eine gute Geschäftsidee hat, muss verschiedene Hürden nehmen, um diese erfolgreich umzusetzen. Da ist zuerst einmal das Startkapital. Wer über keine eigenen Mittel verfügt, muss also Geldgeber von der Tragfähigkeit und den Erfolgsaussichten seines Geschäftsmodells überzeugen. Das ist nicht immer einfach. Denn nach einem enormen Gründungsboom Ende des 20. Jahrhunderts (Dot-Com-Blase) und der Ernüchterung nur wenige Jahre später, sind Banken wieder vorsichtiger geworden.

 

Zum Grünes Geld TestKlassische Venture Capital-Unternehmen existieren zwar auch weiterhin, jedoch ist die ehemals boomende Branche der Wagniskapital-Geber längst nicht mehr so blauäugig wie zu Zeiten des DotCom-Booms. Darüber hinaus fokussieren sich die klassischen VCs auf Unternehmungen, die Wachstum und eventuell auch einen Börsengang anstreben. Wer eher ein kleines und überschaubares Gewerbe bei seiner Gründung im Sinn hat, und eher ideelle als finazielle Ziele verfolgt, ist hier an der falschen Adresse.

 

 

Gemeinsam ein Ziel erreichen

Schwarmintelligenz – Gemeinsam Lösungen finden.

Die Geschäftsideen, für die Crowdfunding betrieben wird, sind besonders häufig im kreativen, sozialen und ökologischen Bereich angesiedelt. Hier bildet nicht allein der wirtschaftliche Erfolg den Unternehmenszweck. Vielmehr sollen vielfach auch ideelle Ziele gestärkt und umgesetzt sowie ein nachhaltiger und sinnorientierter Konsum gefördert werden.

 

Für diese Projekte bietet sich Crowdfunding sehr gut an, denn das unternehmerische Risiko wird auf vielen Schultern verteilt. Alle, die sich an der Finanzierung eines Projektes oder Produktes beteiligen, sind außerdem im Allgemeinen hochmotiviert, die Aktion zum Erfolg zu verhelfen. Unternehmen, die ihr Eigenkapital durch Crowdfunding beschaffen, sind darüber hinaus einer Vielzahl von Geldgebern verpflichtet. Diese Gegenseitigkeit bringt eine hohe Dynamik in die Projekte.

 

 

Wie Idee und Geld zusammen kommen

Wer das Kapital für seine Unternehmensidee über Crowdfunding sammelt, startet eine sogenannte Aktion. Dabei wird die Geschäftsidee ausführlich vorgestellt und angegeben, wieviel Geld benötigt wird. Der Zeitraum, in dem das Kapital eingesammelt werden soll, ist begrenzt. Nach Ablauf dieser Laufzeit gilt das Alles-oder-nichts-Prinzip. Entweder die angesetzte Crowdfunding Summe wurde erreicht und das Jungunternehmen kann an den Start gehen oder das Fundingziel konnte nicht erreicht werden. In diesem Fall geht das bis dahin gesammelte Geld direkt an die „Crowd“ zurück. Damit sind die Gelder einer Crowfunding-Aktion zweckgebunden und dürfen nur für das ausgeschriebene Projekt eingesetzt werden.

 

Crowdfunding Aktionen werden im Internet auf speziellen Crowdfunding-Portalen veröffentlicht. Eine der größten klassischen Plattformen im deutschsprachigen Raum wird von der Dresdner Startnext Crowdfunding GmbH betrieben. Das Unternehmen vermittelt vielfältige kreative und nachhaltige Projekte und Start-ups aus dem künstlerischen, ökologischen und sozialen Bereich. Finanziert wird die Plattform über eine freiwillige Provision, deren Höhe die Jungunternehmer selbst festlegen.

 

In eine ähnliche Richtung geht auch die Leipziger Crowdfunding Plattform VisionBakery, die sich eine Stärkung des sozialen Miteinanders und eine wirtschaftliche Gleichberechtigung auf die Fahnen geschrieben hat.

 

Augenfällig an diesen – dem klassischen Crowdfunding-Gedanken verpflichteten – Plattformen ist, dass trotz allem Idealismus ein stark ausgeprägter Realitätssinn und eine hohe Professionalität an den Tag gelegt wird. Marketing und Kommunikation sowie die Einbindung unterschiedlichster Communities und sozialer Medien bringen die Crowdfunding-Projekte einer breiten Gruppe potenzieller Unterstützer näher und tragen entscheidend zum Erfolg des Systems bei.

 

Neben etablierten Plattformen für den gesamten deutschen Markt, gehen auch zunehmend regionale Crowdfunding-Initiativen an den Start. Hier präsentieren lokale Crowdfunding-Aktionen ihre Ideen und sprechen zur Geldbeschaffung gezielt Menschen aus ihrem geographischen Umfeld an.

 

 

Crowdlending als unkomplizierter Kredit

Die Finanzierung durch eine Vielzahl von Unterstützern als Alternative zu den klassischen Banken, entdecken zunehmend auch kleine und mittlere Unternehmen als interessante Möglichkeit der Kapitalbeschaffung. Aktuell bieten zahlreiche Crowdfunding-Plattformen ihre Services für Start-ups aus den unterschiedlichsten Richtungen an.

 

Dazu zählen zunehmend auch Crowdlending-Unternehmen. Bei dieser kreditbasierten Form des Crowdfundings können Unternehmen eine Finanzierung auch nach ihrer Gründungsphase erhalten. Beispielsweise, um neue Investitionen zu tätigen. Grundgedanke dabei ist es, ambitionierten Projekten Kredite zu ermöglichen, die wenige Chancen auf einen Bankkredit haben. Durch die vergleichsweise sehr geringe Bonität des Kreditnehmers, ist Crowlending für die Kreditgeber durchaus risikoreich, jedoch im Erfolgsfall auch ertragreich.

 

Eine Ausnahme bildet dabei das Social Lending. Bei dieser Kreditform erhält der Geldgeber zwar den Anspruch auf eine Rückzahlung des Darlehens, er verzichtet jedoch auf eine Verzinsung. Damit steht beim Social Lending der Gedankte der schnellen und unkomplizierten finanziellen Hilfe im Mittelpunkt

 

Weitere Formen des Crowdfundings

Crowdfunding nach den Maßstäben eines klassischen Investments zu beurteilen ist schwierig, denn viele Crowdfunding-Aktionen geschehen unter Voraussetzungen, die sich nicht mit den Spielregeln herkömmlicher Geldanlagen vergleichen lassen.

 

  1. Crowdfunding als Spende

Wenn ein Crowdfunding-Projekt zwar kaum wirtschaftlichen Erfolg verspricht, aus gesellschaftlicher Sicht jedoch umgesetzt werden sollte, bietet sich das spendenbasierte Crowdfunding an. Dabei verzichten die Geldgeber auf eine Gegenleistung. Diese Form des Crowdfundings ist damit eine gezielte Spendenaktion und damit eher mit einem Fundraising zu vergleichen. Neu am Crowdfunding als Spendenaktion ist allerdings, dass ein bestimmtes Projekt umgesetzt werden soll und dafür eine bestimmte Geldmenge benötigt wird. Wenn das definierte Ziel nicht im vorgesehenen Zeitrahmen erreicht wird, gilt auch hier „alles oder nichts“. Die Spender erhalten ihre Zuwendung zurück und können so sicher gehen, dass das Geld nicht anders als vorgesehen eingesetzt wird.

 

  1. Crowdfunding mit Gegenleistung – der Sponsorengedanke

Gemeinsam gute Ergebnisse erzielen.

Das Crowdfunding mit einer Gegenleistung (Reward-based Crowdfunding) funktioniert ähnlich wie die üblichen Sponsorenprogramme und das klassische Mäzenatentum. Besonders in den Bereichen Kunst, Kultur, aber auch im Sport können so bestimmte Projekte, Filme und Veranstaltungen finanziert werden. Die Geldgeber erhalten für ihre Einlage einen nicht-monetären Dank. Beispielsweise werden Geldgeber in Programmheften oder im Filmabspann namentlich erwähnt. Möglich sind auch spezielle Dinge, wie etwa ansonsten unverkäufliche Fanartikel, signierte Medien und vieles mehr. Auch soziale und ökologische Projekte nutzen diese Crowdfunding-Methode und bieten ihren Geldgebern beispielsweise Baum- und Tierpatenschaften oder ähnliche symbolischen Gegenleistungen an.

 

  1. Crowdfunding mit Gewinnbeteiligung

Zum Investment wird die Beteiligung an Crowdfunding Projekten dann, wenn die Geldgeber an zukünftigen Gewinnen des Projektes beteiligt werden sollen. Beim sogenannten Crowd Investing oder auch Equity-based Crowdfunding werden die Geldgeber meist auch Teilhaber des Unternehmens und erhalten einen Anspruch auf einen Teil der Gewinne des Unternehmens. Der Vorteil des Crowdinvestings ist  die Verteilung des Risikos auf eine größere Gruppe und – im Erfolgsfall – überdurchschnittliche Erträge für die Geldgeber. Generell tragen die Investoren jedoch auch das unternehmerische Risiko mit. Wenn das Projekt scheitert, kann die Geldeinlage komplett verloren gehen. Da die meisten Crowdfunding-Plattformen so aufgestellt sind, dass sie für ihre Angebote keine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht benötigen, unterliegen sie auch keiner staatlichen Regulierung oder Einlagensicherung.

 

 

Interessante Projekte fördern durch nachhaltige Geldanlagen

Wer sich also an einem Crowdfunding Projekt beteiligen will, sollte sich in jedem Fall der Grundidee der geplanten Aktion verpflichtet fühlen. Wer darüber hinaus das Projekt als nachhaltige Geldanlage nutzen will, sollte sich tiefergehend über die Erfolgsaussichten und Marktchancen der Aktion informieren und die eigene Risikobereitschaft kritisch hinterfragen. Denn Crowdfunding sollte ganz klar in erster Linie als Community-Projekt verstanden werden und sehr viel weniger als alternatives Investment.

 

Das bedeutet aber nicht, dass es nicht auch möglich ist, mit sinnvollen und nachhaltigen Projekten Vermögen aufzubauen. Im Gegenteil, ethische und ökologische Geldanlagen stoßen auf immer mehr Interesse. Kein Wunder, denn hier stimmen die Spielregeln: Angelegte Gelder werden in Projekten und Unternehmen investiert, die sich beispielsweise im sozialen Bereich engagieren, Erneuerbare Energien voranbringen oder Technologien für klima- und umweltfreundliche Entwicklungen ermöglichen. Darüber hinaus können Anleger hier mit attraktiven Erträgen rechnen und wissen ihr Geld in guten Händen. Grünes Geld, erfahrener Anbieter nachhaltiger Geldanlagen, hat mehr als 300 interessante Projekte im Angebot. Hier findet jeder Anlegertyp das passende Finanzkonzept.

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Essen statt Wegwerfen – aktiv gegen die Lebensmittelverschwendung vorgehen

Freitag, 21. April 2017
Zusammenfassung: Weltweit haben 795 Millionen Menschen Hunger. Gleichzeitig landen jährlich rund 220 Tonnen essbarer Lebensmittel in den Abfalltonnen der Industrienationen. Dabei besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Lebensmittelverschwendung auf der einen Seite und der Armut auf der anderen Seite der Welt. Ein ethisch verantwortungsvoller Umgang mit Nahrung muss ins Bewusstsein rücken. Vielfältige Initiativen machen sich für das Thema stark.

 

 

Lebensmittel gehören auf den Teller.

Die beiden ersten Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sind die Bekämpfung von Armut und Hunger bis zum Jahr 2030. Diese Ziel weltweit zu erreichen, wird nicht einfach sein. Denn Kriege, Naturkatastrophen und die Folgen der Klimaerwärmung stellen enorme Hemmnisse dar. Hinzu kommen vielfältige globale wirtschaftliche Verflechtungen, die zu tiefen Gräben zwischen Arm und Reich geführt haben und schwer zu überwinden sind.

 

Aktuell leben fast 7,5 Milliarden Menschen auf der Erde. Davon haben 795 Millionen Menschen in den sogenannten Entwicklungsländern nicht genug zu essen. Die Mehrheit der Hungernden lebt im Wirtschaftsraum Asien/Pazifik. Gemessen am Anteil der Bevölkerung ist jedoch Afrika am stärksten vom Hunger betroffen. Dort werden 20 Prozent der Bevölkerung nicht satt. Hunger ist damit die größte Geisel der Menschheit und jährlich für mehr Tote verantwortlich als AIDS, Malaria und TBC zusammen.

 

 

Hunger versus Überfluss

Manch einer erinnert sich noch an die Belehrungen seiner Eltern oder Großeltern. Diese forderten mit Nachdruck dazu auf, den Teller leer zu essen, weil in Afrika Kinder hungern müssen. Daran war zwar nicht der kindliche Esser schuld, jedoch war und ist der Hunger in den armen Ländern eng verknüpft mit dem Überfluss und der Lebensmittelverschwendung in den Industrienationen.

 

Im Zuge der Globalisierung verstärkt sich diese Abhängigkeit noch weiter. Die Weltbevölkerung wächst weiter an. Bevölkerungsreiche Staaten wie beispielsweise China – das derzeit noch zu den Schwellländern zählt – verbessern ihre wirtschaftliche Situation. Das bringt veränderte Lebensgewohnheiten mit sich. In der Folge nimmt die Nachfrage nach Lebensmitteln rasant zu, in erster Linie nach Fleisch und anderen tierische Erzeugnissen.

 

Eine kritische Entwicklung für Umwelt und Klima auf der einen Seite, denn gerade tierische Lebensmittel benötigen viel Fläche und Wasser. Darüber hinaus trägt die industrielle Tierhaltung auch zum vermehrten Ausstoß vom klimaschädlichen Treibhausgas Methan bei.

 

Getreideanbau kann viele Menschen satt machen.

Auf der anderen Seite ist der steigende Fleischkonsum auch ein Problem, da in der Viehzucht Getreide als Futtermittel genutzt wird. Um ein Kilo Schweinfleisch zu erzeugen, müssen drei Kilo Getreide verfüttert werden, bei Rindfleisch liegt die Bilanz noch ungünstiger. Hier werden sieben Kilo Getreide benötigt. Bei einer Weltbevölkerung, die sich gerade anschickt, die 10 Milliarden-Grenze zu überschreiten, wird die Frage nach der Ernährungssicherheit überlebenswichtig, denn der steigende Fleischkonsum in den reichen Teilen der Welt trägt entscheidend zu einer Verknappung von Getreide und zu steigenden Preisen auf dem Weltmarkt bei. Damit werden Grundnahrungsmittel in den armen Ländern teuer – teilweise unerschwinglich.

 

Um diese enormen Mengen Getreide anzubauen werden große Ackerflächen benötigt. Um diesen Landbedarf zu decken kaufen reiche Staaten zunehmend Land in den Entwicklungsländern auf. Dafür werden traditionell arbeitende Kleinbauern häufig von ihrem Land vertrieben und zwangsenteignet. Sie stehen nach dem Verlust ihres Landes vor dem wirtschaftlichen Aus.

 

Ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmittel in den Industrienationen und Schwellenländern kann diese Faktoren entschärfen. Denn hier schließt sich wieder der Kreis: Weggeworfene Lebensmittel in den Industrienationen fehlen in den Hunger-Regionen. Für das eingangs zitierte Bild vom „Teller leer essen“ sollte die Konsequenz allerdings lauten: Lieber nicht mehr als benötigt auftischen und einkaufen. So landen Nahrungsmittel nicht im Abfall.

 

 

Nicht einfach „ab in die Tonne“

Experten gehen davon aus, dass rund ein Drittel aller Lebensmittel weltweit nicht nicht gegessen wird, sondern auf dem Müll landet.

 

Ein nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln endet nicht damit, ökologische erzeugte Produkte aus der Region in der richtigen Saison einzukaufen. Es geht auch darum, Mengen richtig zu kalkulieren, keine Vorräte verderblicher Produkte zu horten – „es könnte ja überraschend Besuch kommen“ – und sich nicht sklavisch an das Mindesthaltbarkeitsdatum zu halten. Denn viele Lebensmittel sind auch noch weit darüber hinaus genießbar. Um das zuverlässig zu beurteilen, sollten Konsumenten mehr auf ihre eigene Wahrnehmung achten, denn auf das Kalenderdatum.

 

 

Keine krummen Geschäft: Gemüse jenseits der Norm

Knackiges Gemüse in Bestform bleibt selten liegen.

Das gleiche gilt für Obst und Gemüse. Hier setzt die Verschwendung bereits ein, bevor sich die ersten braunen Stellen zeigen könnten: Enorme Mengen der Ernte werden bereits als Ausschuss aussortiert, bevor sie in den Handel erreichen. Schätzungen zu Folge werden in Europa zwischen 20 und 40 Prozent der Ernte nicht gegessen. Krummes Gemüse landet im Müll, wird geschreddert und untergepflügt oder verfüttert.

 

Entsprechend liegen Kartoffeln, Karotten, Gurken & Co. gleichförmig und wohlgewachsen in den Lebensmittelgeschäften. Obwohl die sogenannte Gurkenkrümmungsverordnung der Europäischen Union, wie einige andere Normierungen von Obst und Gemüse bereits 2009 außer Kraft trat, setzt der Handel auch weiterhin auf optisch einwandfreie Ware. Das bedeutet in der Praxis, dass natürlich gewachsene Früchte nur geringe Chancen haben, verkauft zu werden. Genormtes Aussehen ist wichtiger als Qualität und Geschmack. Vielfach geben Handelskonzerne den Landwirten Vorgaben, welche Farbe und Größe die Obst- und Gemüsesorten haben müssen. Dabei spielt nicht einmal unbedingt die Käuferpräferenz eine Rolle, vielmehr sind hier auch logistische Faktoren, wie die Größe von Packkisten entscheidend.

 

Angesichts des Aufwands an Wasser und Energie in der Landwirtschaft sowie dem Bodenbedarf sicher keine nachhaltige Lösung. Ob Kunden auch Früchte jenseits der Norm akzeptieren, versuchen verschiedene Initiativen unter dem Motto „Esst die ganz Ernte“ herauszufinden. Das Berliner Catering-Unternehmen „Culinary Misfits“ greift bei seinen vielfältigen Gemüsegerichten bewusst zur Ware jenseits der üblichen Norm und bietet zudem Workshops an, um die kulinarischen Außenseiter zurück auf die Teller zu bringen. Ihre Empfehlungen an die Kunden ist es, auf Märkten und in Hofläden auch bewusst krummes Gemüse zu kaufen, denn die Nachfrage bestimmt das Angebot entscheidend mit.

 

 

Spannend wie ein Krimi: „Taste the Waste“

Nicht nur krummes Gemüse landet im Müll, Lebensmittel werden an nahezu allen Stationen eines Produktes entsorgt, sei es beim Transport, in der weiterverarbeitenden Industrie, im Handel, in Restaurants und Kantinen und schließlich auch beim Endkunden selbst. In Deutschland werden geschätzt zwischen 10 und 20 Tonnen essbarer Lebensmittel im Jahr weggeworfen, wieviele es genau sind, lässt sich kaum noch ermitteln. Das Worldwatch Institut geht davon aus, dass in den Industriestaaten jährlich rund 220 Millionen Tonnen an Nahrung nicht verwertet werden. Diese Menge entspricht in etwa der gesamten Lebensmittelproduktion Afrikas südlich der Sahara.

 

2011 brachte ein Dokumentarfilm die enorme Lebensmittelverschwendung in den Industrienationen in die öffentliche Diskussion. Der Regisseur Valentin Thurn zeigte mit „Taste the Waste“ den Umgang mit Lebensmitteln in den reichen Ländern. Dabei beleuchtete er die Einflüsse der Lebensmittelkonzerne, des Handels und der Werbung und sprach mit Initiativen, die sich kreativ gegen die Verschwendung einsetzen.

 

Backwaren – jederzeit in beliebiger Menge verfügbar.

In einem der eindrucksvollsten Beiträge des Films geht es um Brot, dem in Deutschland beliebtesten Grundnahrungsmittel. Da Bäckereien in großen Verbrauchermärkten vertraglich zusichern müssen, dass auch kurz vor Ladenschluss eine breite Palette an Brotsorten vorgehalten wird, ist die Anzahl der nichtverkauften Ware am Ende des Tages enorm. Ein Bäcker zeigt, wie er mit den alten Broten seine Backöfen betreibt. Damit spart er Heizöl ein, produziert jedoch direkt wieder Überschuss. Brot, das verbrannt und nicht gegessen wird.

 

Eine globale Perspektive wird am Beispiel von Bananen eingenommen: In einem französischen Großmarkt sortiert eine Mitarbeiterin aus Kamerun eingeflogene Bananen aus ihrem Heimatland aus. Denn diese können aufgrund von Flecken nicht verkauft werden. Gleichzeitig können sich in Kamerun viele Menschen keine Bananen leisten. Wegen der hohen europäischen Nachfrage sind die Preise stark angestiegen.

 

 

Foodsharing – Essensretter

In „Taste the Waste“ werden zwei sogenannte „Mülltaucher“ gezeigt, die durch das Durchsuchen von Abfalltonnen nahezu ihren gesamten Lebemsmittelbedarf decken. Ein sehr radikaler Ansatz als Zeichen gegen die Lebensmittelverschwendung. Es haben sich in den letzten Jahren jedoch auch bundesweit foodsharing-Initiativen zu einem Verein zusammengeschlossen, der möglichst vielen Menschen ermöglicht, Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten.

 

Guten Ideen gegen Lebensmittelverschwendung setzen sich durch.

In gemeinnützigen Projekten arbeiten Privatpersonen mit lokalen Supermärkten, Händlern und Herstellern zusammen. Überschüssige Produkte werden abgeholt und verteilt, teilweise wird gemeinsam gekocht oder ganze Veranstaltungen versorgt. Auch übrige Lebensmittel und zubereitete Speisen aus Haushalten können über diese Initiativen geteilt werden. Das ist nicht nur sinnvoll, sondern schont auch die Haushaltskasse. Laut foodsharing e.V. werfen Privatpersonen in Deutschland Jahr für Jahr Lebensmittel im Wert von 22 Milliarden Euro weg, fast 300 Euro pro Person.

 

Die Gründe für die massenhafte Entsorgung von Essen sind vielfältig. 84 Prozent der Verbraucher geben an, dass die Ware verdorben oder das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen sei. Ob die Lebensmittel dennoch genießbar gewesen wären, lässt sich dann kaum noch ermitteln. Vermeidbar wäre aber die Lebensmittelverschwendung durch eine bessere Planung. Immerhin ein Viertel der Kunden gibt an, Lebensmittel wegzuwerfen, weil zu viel eingekauft wurde. Dabei machen Obst und Gemüse die Hälfte der Lebensmittel im Abfall aus. Verbraucherinitiativen gehen davon aus, dass gut 50 Prozent der in Deutschland weggeworfenen Lebensmittel durch eine vorausschauende Planung und richtigere Lagerung hätten gerettet werden können. Daher organisieren viele foodsharing-Initiativen auch Vorträge, Seminare und Kochkurse, um Wissen über eine sinnvolle Planung, Zubereitung und Aufbewahrung von Essen zu vermitteln.

 

 

 

 

Klima-Killer durch Lebensmittel-Müll und Massentierhaltung

Massentierhaltung ist für die Klimakrise mitverantwortlich.

Wenn Lebensmittel, also organische Stoffe, auf Mülldeponien landen, entsteht Methan, ein klimaschädliches Treibhausgas, das für die Erwärmung der Erdatmosphäre mit verantwortlich zeichnet. Rund 15 Prozent der globalen Methan-Emissionen basieren auf Lebensmittel-Müll, weitere 65 Prozent entstehen in der Nutztierhaltung. Damit stehen mindestens 80 Prozent der Methan-Emissionen im Zusammenhang mit den Ernährungsgewohnheiten der Industrienationen.

 

Reduziert werden kann die Entstehung von Methan durch die Kompostierung organischer Abfälle oder durch Verwertung in Biogasanlagen. Noch effektiver wirkt die Reduzierung von Lebensmitteln im Müll und von Lebensmitteln tierischer Herkunft.

 

 

Respektvoller Umgang mit Lebensmitteln

Das Problem der Lebensmittelverschwendung ist in vielen Köpfen angekommen. Immerhin geben fast 70 Prozent der Haushalte, die regelmäßig Lebensmittel wegwerfen an, dies mit einem schlechten Gefühl zu tun. Das Gefühl trügt nicht, denn weggeworfene Lebensmittel in den reichen Staaten sorgen indirekt für den Hunger in armen Ländern. Ein ethischer und respektvoller Umgang mit Nahrung ist daher eine wichtige Voraussetzung um den Hunger in der Welt zu beenden.

 

Viele wichtige Entscheidungen hängen mit den Flüssen des Geldes zusammen. „Die Geldanlage grün zu gestalten ist eine Abstimmung der Bevölkerung mit den Füßen. Das sollten wir alle nutzen. Denn es ist wirklich einfach umzusetzen“, so Gerd Junker, Geschäftsführer von Grünes Geld. Wer daher auch bei seinen Geldanlagen auf ethische und ökologische Kriterien achtet, leistet nicht nur einen wertvollen Beitrag für das globale Miteinander, sondern kann auch mit interessanten Erträgen rechnen. Grünes Geld, erfahrener Anbieter von ethischen und ökologischen Geldanlagen, berät Sie umfassend und kompetent.

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

„Es grünt so grün“ – Urban Gardening entwickelt sich zum Trend

Mittwoch, 19. April 2017
Zusammenfassung: Großstadtleben, Selbstversorgung und Kommunikation. Unter diesen drei Schlagworten lässt sich der Trend zum Urban Gardening zusammenfassen. Immer mehr Stadtbewohnter engagieren sich in vielfältigen Projekten, produzieren nachhaltig Lebensmittel und verbessern Klima und Lebensqualität.

 

 

Selbst angebaut und geerntet schmeckt es nochmal so gut.

Es ist noch nicht so lange her, da hing Kleingärtnern noch der Ruf eines verschrobenen Spießers an, der – als Ausgleich für das Alltagsleben in der Stadt – am Wochenende in seiner Parzelle kleine Mengen an Obst, Gemüse und Blumen züchtet und im Vereinsheim ein Feierabend-Bier trinkt.

 

Ob diese Idylle in Reinkultur jemals so existiert hat, sei dahin gestellt. Fakt ist, dass immer mehr „Stadtmenschen“ Gartenarbeit für sich neu entdeckt haben. Dabei sind in den vergangenen Jahren viele interessante Projekte entstanden, die unter dem Begriff Urban Gardening, also Gärtnern in der Stadt, zusammengefasst werden.

 

 

Ursprünge des Urban Gardening

Eigentlich ist Urban Gardening keine neue Entwicklung. Mit der Entstehung der Städte war es von je her von Bedeutung, die Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen. Da die Transportwege vom Land in die Stadt teilweise beschwerlich und lang waren, wurde auch in den Stadtvierteln Landwirtschaft und Viehzucht – wenn auch in einem bescheideneren Ausmaß – betrieben. Mit diesen Stadtgärten konnten Versorgungsmängel in Kriegs- und Krisenzeiten überbrückt werden.

 

Damit dient Urban Gardening nicht nur Projekten à la „Unser Stadt soll schöner werden“ sondern kann auch heutzutage noch ein relevanter Faktor in der Versorgung der städtischen Bevölkerung darstellen. Nach den verheerenden Folgen des Hurrikans Katrina im Süden der USA zeigte sich, dass es in den betroffenen Regionen bereits nach drei Tagen zu Versorgungsengpässen kam.

 

 

Licht und Luft für die Stadtbevölkerung

Stadtnahes Gärtnern – klassische Schrebergärten.

Der Leipziger Arzt Moritz Schreber erforschte im 19. Jahrhundert die negativen Auswirkungen des Stadtlebens zu Beginn der Industrialisierung. Um Kindern ein gesünderes Umfeld zu bieten, empfahl er „Armen- und Specialgärten“ als Ausgleich für das naturferne Leben in den städtischen Mietskasernen. Die daraufhin entstehenden Schrebergartenkolonien gehen zwar nicht direkt auf die Initiative Schrebers zurück, folgen aber seiner Empfehlungen, Licht, Luft, Sonne und Bewegung als wichtigen Teil der Gesundheitsvorsorge für Stadtkinder zu ermöglichen. Noch heute ist die Schrebergartenkultur rund um die industriellen Ballungszentren weit verbreitet. Im Ruhrgebiet ist die Kleingarten-Kultur noch immer fest im Selbstverständnis der Region verankert.

 

Neue Impulse erhielt das städtische und stadtnahe Gärtnern in den 1970er Jahren. So fanden sich Menschen in den New Yorker Community Gardens zusammen und bewirtschafteten gemeinsam städtisches Brachland. Neben der Selbstversorgung mit gesunden Lebensmitteln steht dabei auch die Kommunikation im Mittelpunkt der Projekte in Manhatten, Brooklyn und vielen anderen Teilen des „Big Apple“. Bekanntheit erlangten die Urban Gardening Projekte auch 1990 durch den US-Film „Green Card“ von Peter Weir. Hauptdarstellerin Andy MacDowell engagierte sich darin beruflich und privat für die Begrünung der Innenstadt.

 

 

Boom regionaler Produkte

Immer mehr Urban Gardening-Projekte engagieren sich für mehr Grün in den Städten, nachhaltige Bewirtschaftung der zur Verfügung sehenden landwirtschaftlichen Flächen und die umweltschonende Produktion von regionalen Lebensmitteln.

 

Damit schaffen Urban Gardening-Projekte nicht nur einen angenehmen Ausgleich für Städter zum Arbeitsleben fernab der klassischen Landwirtschaft, sondern fördern auch relevante politische und gesellschaftliche Entwicklungen.

 

Offene Gartenprojekte stärken Verantwortung und Gemeinsinn.

Wer seine Lebensmittel – mindestens teilweise – selbst herstellt, konsumiert quasi automatisch bewusster. Denn wer selbst gepflanzt, gejätet, geerntet und zubereitet hat, weiß die geleistete Arbeit zu schätzen und sieht viele Nahrungsmittel mit anderen Augen. Das selbst angebaute Obst und Gemüse ist damit mehr als nur ein Nahrungsmittel. Die Produkte stehen für selbstbestimmten und verantwortlichen Konsum. Auch wenn der Erntesegen nicht generell üppig ausfällt, liefert Urban Gardening den ökonomischen Gegenentwurf zur Macht der multinationalen Lebensmittelkonzerne. Die Wertschätzung und das steigende Interesse an Produkten aus heimischem Anbau entsprechen damit den Prinzipien der Slow Food-Bewegung, die sich für gute, saubere und faire Nahrungsmittel stark macht.

 

Diese Identifikation mit den regionalen und saisonalen Lebensmitteln stärkt auch die Identität der Gemeinschaft. Und auch wenn diese Formen der Subsistenzwirtschaft in unseren Großstädten teilweise noch eher symbolischer Natur sind, gelten sie als Wegweiser für eine nachhaltigere Entwicklung. Schließlich werden ähnliche Projekte in ärmeren Ländern als Hilfe zur Selbsthilfe auch von internationalen Organisationen unterstützt, denn hier ist die Subsistenzwirtschaft überlebenswichtig. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür sind auch die Aktivitäten von Vandana Shiva. Die Trägerin des alternativen Nobelpreises propagiert die Nutzung traditioneller Anbaumethoden und des eigenen Saatgutes, um die Bevölkerung ausreichend zu versorgen und von Saatgut, Düngemitteln und Pestiziden internationaler Anbieter unabhängig zu machen.

 

 

Umwelt- und klimafreundliche Stadtentwicklung

Selbstversorgung ist ein wichtiger Leitgedanke in der Philosophie des Urban Gardening. Aber auch die Verantwortung für Umwelt und Klima sind wichtige Treiber der Entwicklung. Dabei profitiert nicht nur das urbane Klima von den wachsenden grünen Oasen der Städte. Da die regionale Versorgung mit Lebensmitteln Transportwege auf ein Minimum reduzieren, wird auch der CO2-Ausstoß vermindert. Weitere Einsparungspotenziale ergeben sich durch effizient genutzte Anbauflächen.

 

Vielfach leisten Urban Gardening-Projekte auch einen relevanten Beitrag zum lokalen Recycling, den organische Abfälle werden kompostiert und im Anbau wieder integriert. Da urbaner Gartenbau im Allgemeinen den Prinzipien des ökologischen Gärtnerns folgt, entfällt auch eine Belastung des Trinkwassers durch Pestizide.

 

Schließlich leistet Urban Gardening auch einen Beitrag zur Biodiversität. Durch blühende Felder werden Bienen und weitere Nützlinge in die Städte gelockt und finden neue Lebensräume.

 

 

Neue Großstadtkultur – gemeinsam statt einsam

Gemeinschaftliche Leben auf dem Lande – Vereinsamung in den Großstädten. So einfach lässt sich das soziale Leben längst nicht mehr zusammenfassen. Gerade die sozialen Bewegungen innerhalb der Metropolen verändern dieses Bild. Durch Urban Gardening-Projekte entstehen innerhalb der Zentren neue Begegnungsstätten mit hoher Aufenthaltsqualität. Gemeinsames Arbeiten an einem Projekt verbindet und wirkt sich so auch positiv auf das gesellschaftliche Klima aus. Dabei erweist sich die Gardening-Bewegung als hochintegrativ und überwindet Alters- und Nationalitätsgrenzen. Beispielhaft dafür stehen die interkulturellen Bio-Gärten in den Berliner Bezirken Kreuzberg und Neukölln.

 

 

Stadtluft wird grün

Dachgärten – ein Platz an der Sonne.

Auch ansonsten zeigt sich die Hauptstadt als einer der Vorreiter im urbanen Grün. Hier ist in den vergangen Jahren eine sehr rege Urban Gardening-Szene entstanden. Dabei werden Neugärtner von erfahrenen Hobbygärtnern unterstützt. Das Angebot erstreckt sich vom Bauerngarten zum selber Ernten über das Pflanzen neuer Obstbäume bis zur gemeinsamen Nutzung und Ernte von Wildblumen und Kräutern.

 

Auch Nordrhein-Westfalen hat zahlreiche kommunale Grabeland-Projekte initiiert. Im Gegensatz zur festen Gartenangeboten in der Stadt, wird das Grabeland nur für eine bestimmte Zeit bewirtschaftet, das die Gebiete mittelfristig anderweitig genutzt werden sollen. Meist werden daher nur einjährige Pflanzen angebaut, Gartenlauben und Baumbestände sucht man hier vergebens. Der Vorteil allerdings liegt in der sehr geringen Pacht der Grabeland-Parzellen. Außerdem wird aktuell ungenutztes Brachland sinnvoll nutzbar gemacht.

 

Auch ambitionierte Unternehmen haben den Urban Gardening-Trend für sich entdeckt und bieten – auch außerhalb der Trend-setzenden Metropolen stadtnahes Ackerland an. Das Bonner Start-up „meine ernte“ beispielsweise, vermietet an derzeit 26 Standorten Gemüsegärten in unterschiedlichen Größen. Gartengeräte werden gestellt, außerdem steht den Freizeitgärtnern eine landwirtschaftliche Fachkraft zur Seite. Der Arbeitseinsatz der Mieter beträgt so lediglich 2 bis 3 Stunden pro Woche. Mit einem sogenannten „Gemüsepatronat“ können soziale Einrichtungen mit einem gesponserten Garten unterstützt werden.

 

 

Neue Landlust

Im Zuge von Urban Gardening hat sich auch ein stärkeres Interesses an Subsistenzwirtschaft im größeren Stil entwickelt. So haben sich in den letzten Jahren Projekte entwickelt, die abseits der eingeschränkten räumlichen Möglichkeiten der Städte als Gemeinschaftsprojekte aktiv sind. Ein Beispiel dafür ist das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft (SoLawi). Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Landwirten und Gärtnereien. Zusammen mit privaten Haushalten bilden sie eine Wirtschaftsgemeinschaft. Während die landwirtschaftlichen Betriebe zuverlässig ihre Ernte sowie selbst hergestellte Produkte liefern, verpflichten sich die beteiligten Haushalte zur Abnahme der Erzeugnisse und leisten im Voraus einen festgesetzten Beitrag. Die bäuerlichen Betriebe profitieren von der festen Kundenstruktur und können bedarfsorientiert produzieren. Die Haushalte erhalten frische und gesunde Lebensmittel von einem regionalen Anbieter ihres Vertrauens.

 

 

Trautes Heim

Wer sich nicht langfristig an ein Projekt binden will oder abseits von kommunalen und gewerblichen Angeboten lebt, hat derzeit viele Möglichkeiten, auf individuelle Art und Weise am urbanen Gärtnern teilzuhaben: Die Begrünung von Terrassen, Balkonen und Dächer in den Innenstädten ist absolut im Kommen. Dabei zeichnet sich – gerade bei einem begrenztem Raumangebot – der Trend zum vertikalen Gärtnern ab. Die Idee ist nicht ganz neu, denn die ehemals beliebten Spalierobstbäume basierten auf dem Prinzip bei geringer Breite verstärkt die Höhe zum Wachsen zu nutzen. Mittlerweile haben die städtischen Freizeitgärtner jedoch vielfältige Vertikalbeete entwickelt, auch platzsparend ein relativ ertragreiches Gärtnern ermöglichen. Neben der umgebauten Euro-Palette bis hin zu hängenden Pflanzgefäßen und –säulen, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Diese urbanen Gartenprojekte reichen zwar selten zur Selbstversorgung, stellen jedoch sicher eine Bereicherung des Speisezettels dar.

 

 

Fassadenbegrünung – die Mutter des vertikalen Gartens

Fassadengrün belebt das Gesicht der Städte.

Das urbane Gärtnern hat die klassische Gartenkunst der Städte zu ihrem ursprünglichen Zweck zurückgeführt. Anstelle von gepflegten Stadtparks und Anlagen zur Entspannung, treten vermehrt Nutzgärten zur ökologischen und gemeinsamen Versorgung. Es bleibt jedoch unbestritten, dass auch das schmückende städtische Grün nicht vollkommen zweckfrei ist, denn auch städtischen Baumbestände und Bepflanzungen leisten einen Beitrag zu einem besseren Klima.  

 

Daher ist auch eine umfangreiche Fassadenbegrünung eine interessante Möglichkeit, mehr Grünpflanzen in die Zentren zu bringen, Häuserfronten optisch aufzuwerten und die Stadtluft erheblich zu verbessern. Gleichzeitig nutzt die Fassadenbegrünung auch als natürliche Dämmung gegen Wärme, Kälte und Lärm. Darüber hinaus stellt sie einen – in den Städten seltenen – Lebensraum für Vögel und Insekten dar.

 

Eindrucksvoll umgesetzt ist die moderne Fassadenbegrünung am neuen Völkerkundemuseum in Paris. Das 2006 eröffnete Museum liegt in einem großen Stadtgarten in der Nähe des Eiffelturms. Eine Fassade des Museums besteht aus einer riesigen begrünten Mauer. Auf rund 800 Quadratmetern versammeln sich rund 15.000 Pflanzen aus 150 Arten aus der ganzen Welt zu einem gigantischen Bild.

 

 

Grün ist das neue Gold

Einst waren goldene Dächer und prächtige Stadthäuser kennzeichnend für Wohlstand und wirtschaftlichen Erfolg einer Metropole. In Zeiten der Klimakrise und sozialer Ungerechtigkeiten zeichnen grüne Städte ein hoffnungsvolleres und menschengrechtes Bild.

 

Und nicht nur Städte lassen sich begrünen, auch Ihre Geldanlagen können zu einer ökologischen und sozialen Entwicklung beitragen. Mit Grünes Geld, erfahrener Experte für nachhaltige Geldanlagen, finden Sie die passende Strategie.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf Xing, Facebook oder Twitter.

Nachhaltige Branchen 3 – Automobilindustrie

Donnerstag, 13. April 2017
Zusammenfassung: Die Automobilbranche ist mehr denn je gefordert, einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Nach den Abgas-Skandalen ist die Skepsis gegenüber den Herstellern gestiegen. Gleichzeitig fordern Kunden das nahezu Unmögliche: Große und sichere Fahrzeuge mit niedrigem Verbrauch. Einige Automobilhersteller stellen sich bereits erfolgreich den neuen Herausforderungen. Das Thema Nachhaltigkeit wird jedoch auch in den kommenden Jahren für die Automobilkonzerne wichtig bleiben. Gelöst werden müssen die Fragen nach reduzierten Schadstoffemissionen, niedrigem Energieverbrauch und er Zukunft der E-Mobilität generell.

 

Ökologisch nachhaltig, jedoch sehr langsam.

Mobilität bedeutet Beweglichkeit – und genau das macht den Reiz von Automobilen seit mehr als einhundert Jahren aus: Menschen können mit Hilfe von motorisierten Fahrzeugen den Radius ihrer Aktivitäten komfortabel vergrößern.

 

1886 entwickelt Carl Benz das erste Automobil mit Verbrennungsmotor und meldete es zum Patent an. Seit dieser bahnbrechenden Erfindung standen die Räder kaum noch still. Im 20. Jahrhundert lösten motorisierte Fahrzeuge zunehmend die bis dato üblichen Wagen mit Zugtieren ab. Technische Neuerungen trieben die Verbreitung des Automobils weiter voran. Wurden in den USA um 1900 noch rund 40 Prozent der Autos mit Dampf betrieben, 38 Prozent elektrisch und lediglich 22 Prozent mit Benzinmotor, fuhren ab der Mitte des vergangenen Jahrhunderts nahezu alle Autos mit einem Verbrennungsmotor. Erst mit Beginn des neuen Jahrtausends spielt der Elektromotor wieder eine Rolle.

 

Der Siegeszug des Automobils zum Massenfortbewegungsmittel war anfänglich von einer großen Fortschrittseuphorie begleitet. Spätestens in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde jedoch deutlich, dass der stetig zunehmende mobilisierte Individualverkehr Umwelt und Klima große Schäden zufügt.

 

Die Entwicklung lässt sich aktuell kaum zurück nehmen, jedoch korrigieren. Gemäß der Nachhaltigkeitsziele, die von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden, sind alle Staaten der Erde aufgefordert, die Emission des klimaschädlichen CO2 drastisch zurückzufahren. Damit steht die Automobilbranche besonders in der Verantwortung, ihren Anteil an einer klimafreundlichen und nachhaltigen Entwicklung zu leisten.

 

Im dritten Teil unserer Serie „Nachhaltige Branchen“ beleuchten wir daher heute, wie die Automobilindustrie den neuen ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen begegnet.

 

 

Automobilbranche zwischen Dauerkrise und Innovationskraft

Mit Innovationskraft aus der Dauerkrise.

2015 war kein gutes Jahr für die Volkswagen AG. Um die Abgasnormen in den USA zu umgehen, hatte VW eine Software in rund elf Millionen Fahrzeugen installiert, die beschönigende Werte lieferte. Aufgedeckt wurde die Abgasaffäre durch die amerikanische Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency). Betroffen waren dabei nicht nur Fahrzeuge, die für den US-Markt produziert wurden, sondern auch Autos für den europäischen Markt. Der Skandal erstreckte sich dabei nicht nur auf die Marke VW, die Software war auch in PKWs der Marken Audi und Porsche zu finden.

 

Damit zeichnete der Konzern für stark überhöhte Schadstoffemissionen verantwortlich und löste zugleich eine weitreichende Krise in der Automobilbranche aus. Schließlich standen auch die Fahrzeugmodelle nahezu aller Hersteller auf dem Prüfstand, um die Diskrepanz zwischen den realen und von der Software berechneten Emissionen unter die Lupe zu nehmen. Im Zuge des Abgas-Skandals riefen verschiedene namhafte deutsche Autohersteller mehr als 630.000 Fahrzeuge freiwillig zurück. Hintergrund der manipulierten Abgaswerte ist nicht allein das Einhalten gesetzlich festgelegter Grenzwerte. Generell sind die Automobilkonzerne auch bestrebt, sich möglichst umwelt- und klimafreundlich vor ihren Kunden zu präsentieren.

 

Deutschland nimmt weltweit den 9. Platz in der PKW-Dichte ein. Mit 573 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner platziert sich die Bundesrepublik sogar drei Plätze vor dem Automobil-Land USA. Die Vorzüge der individuellen Mobilität will kaum ein Autofahrer mehr aufgeben. Gestiegen sind allerdings auch die Anforderungen an die Autohersteller. Das hat zum einen mit einem gewachsenen Verständnis für einen globalen Klimaschutz zu tun, zum anderen sind auch schwankende Spritpreise ein wichtiger Grund dafür, sparsame und umweltfreundliche Modelle zu bevorzugen. Schließlich ist der Aufwand an Energie und Rohstoffen allein bei der Autoproduktion schon enorm hoch. Vor diesem Hintergrund ist es eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe der Automobilhersteller, nachhaltig zu produzieren.

 

Den Herausforderungen sehen sich vor allem Unternehmen gewachsen, die die Zeichen der Zeit früh erkannt haben und auf innovative Technologien, Transparenz und neue Konzepte einer umweltfreundlichen Mobilität setzen.

 

 

Die Herausforderung einer nachhaltigen Mobilität

Kaum eine andere Kaufentscheidung ist so stark vom Image der Marke abhängig wie der Kauf eines Autos. Die Markentreue ist in diesem Bereich extrem ausgeprägt und führt nicht selten zu einer lebenslangen Beziehung zwischen Kunde und Produkt. Allerdings verändern und erweitern sich die Images der Marken und versuchen soziale und ökologische Aspekte stärker in die Kommunikation der Marke und letztlich auch in die Unternehmensführung und in die eigentliche Produktion einzubinden. Hier macht sich der veränderte Wertekanon bemerkbar. Entsprechend sind die Automobilkonzerne gefordert, den Spagat zwischen hohen PS-Zahlen, Design und modernster Elektronik auf der einen Seite und einem geringen Energieverbrauch, niedrigen Emissionswerten, transparenten Lieferketten und fairen Arbeitsbedingungen zu meistern.

 

Gerade das Problem des niedrigen Energieverbrauchs stellt eine extreme Herausforderung dar, denn die prestigeträchtigen Autos der letzten Jahrzehnte sind in der Regel eher immer größer und schwerer geworden, ein Umstand der den Energieverbrauch – gleichgültig aus welcher Quelle er bedient wird – stark nach oben treibt. Und während auf der einen Seite Kunden sich für große Modelle bis hin zu den SUVs begeistern, werben die Autokonzerne verstärkt mit umweltfreundlichen Elektroautos und engagieren sich für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

 

 

Im Spannungsfeld von Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit

Nachhaltigkeit in der Automobilbranche bedeutet daher, neue technologische Entwicklungen voranzutreiben, die leistungsfähige Motoren verbrauchseffizienter machen. Gleichzeitig müssen die Fahrzeuge leichter werden ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Ein generell schwieriges Unterfangen, denn hier bewegen sich die Automobilhersteller in vielfältigen Spannungsfeldern: Um Fahrzeuge mit einer Technologie state-of-the-art auszustatten, benötigt die Automobilindustrie Computerchips, die aus seltenen Rohstoffen hergestellt werden und deren Abbau in einigen Gegenden Afrikas zu anhaltenden blutigen Auseinandersetzungen führen.

 

Um den Ausstoß des klimaschädlichen CO2 zu reduzieren, müssen Fahrzeuge möglichst leicht konstruiert werden. Dafür wird Aluminium verwendet, dessen Gewinnung sehr energieintensiv ist. In der Nachhaltigkeitsbilanz eines Fahrzeugs ist es dabei auch von Bedeutung, unter welchen Umständen Aluminium gewonnen wurde und ob ein ökologischer Ausgleich geschaffen wurde. Da viele Automobilkonzerne ihre Lieferketten nicht offen legen, ist die detaillierte Bewertung der Nachhaltigkeit nahezu unmöglich. Zunehmend lassen sich die großen Hersteller jedoch von Zulieferern vertraglich zusichern, dass Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden, Kontrollen bleiben jedoch weiter sehr schwierig.

 

 

Deutscher Nachhaltigkeitsführer: BMW

BMW i3 – sportlicher „Stromer“

Unter den deutschen Autobauern ist BMW führend in Sachen Nachhaltigkeit. Bereits seit 1973 beschäftigt der Konzern einen Umweltschutzbeauftragten und war damit das erste Unternehmen der Branche, dass ökologische Belange in seine Unternehmensstrategie mit aufgenommen hat. Auch aktuell verfügt BMW über ein Nachhaltigkeitskonzept, das einen integralen Bestandteil der Firmenpolitik einnimmt.

 

Diesem Gedanken folgend, ist der Ausbau der Elektromobilität eines der wichtigsten Konzernziele. Insgesamt acht Plug-in-Hybrid-Modelle und insgesamt 200.000 E-Fahrzeugen in diesem Jahr belegen, dass E-Mobilität fest in die Kernmarke verankert wurde. BMW will nun zukünftig auch die Entwicklung rein batterie-elektrischer Fahrzeuge ausbauen und so seinen Kunden ein breites Angebot an die wachsende Nachfrage von Kundenseite optimal anpassen.

 

Nachhaltigkeitskonzept und wirtschaftlicher Erfolg gehen bei BMW Hand in Hand. In seiner Jahresbilanz 2016 konnte der bayrische Autokonzern sowohl seinen Umsatz als auch sein Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um jeweils rund zwei Prozent steigern und plant sich auch im laufenden Geschäftsjahr – wie in den vergangenen acht Jahren – weiter zu verbessern. Von den guten Ergebnissen des Unternehmens profitieren auch die Anleger. Seit 2009 hat BMW jedes Jahr seine Dividende gesteigert. Für das Jahr 2016 zahlte BMW seinen Aktionären 3,50 Euro pro Aktie, im vorangegangenen Geschäftsjahr belief sich die Dividende auf 3,20 Euro.

 

 

Autobauer auf dem Silicon Valley – Tesla rollt den Markt auf

Tesla – aktuell der Popstar unter den nachhaltigen Automodellen.

Wenn in den vergangenen Jahren über Unternehmen aus dem Silicon Valley gesprochen wurde, war im Allgemeinen von Hightech die Rede. Das hat sich mit dem Erfolg von Tesla verändert. Das kalifornische Start-up Unternehmen hat sich zum wertvollsten US-Autobauer entwickelt und lässt die traditionellen „Big Three“ –  GM, Ford und Chrysler – hinter sich. Zwar produziert GM auch weiterhin noch mehr Fahrzeuge als der Elektro-Autobauer, jedoch liegt der Börsenwert von Tesla aktuell über dem von General Motors. Diese Entwicklung wurde zum einen durch positive Analystenkommentare befördert, jedoch hatte sich die Tesla-Aktie bereits in der letzten Zeit positiv weiterentwickelt.

 

Was die Nachhaltigkeit des Unternehmens anbelangt, hat Tesla-Grüner Elon Musk bereits viel Voraussicht bewiesen und die Weichen im Markt der E-Mobilität neu gestellt. Ziel ist es, Elektromobilität für den Massenmarkt attraktiv und erschwinglich zu machen. Der Schlüssel dazu sind selbst produzierte Batterien, die – hergestellt in der Tesla Gigafactory – rund 30 bis 35 Prozent günstiger kommen als zugekaufte Akkus.

 

In Deutschland verkaufte sich bislang das Modell BMW i3 noch bei weitem besser als die gehypten Tesla-Fahrzeuge. Im ersten Quartal des Jahres verkaufte Tesla rund 25.000 Fahrzeuge. Das kann sich allerdings rasch ändern, wenn Tesla preisgünstiger anbieten kann. Die bislang hochpreisigen Fahrzeuge wie der Sportwagen Tesla Roadster, der Viertürer Model S sowie der SUV/Minivan Model X sind allerdings auch die Wegbereiter für preiswertere Fahrzeuge wie der Tesla Model 3. Das gilt zum einen, was die Kosten für Entwicklungen in diesem Bereich angeht, zum anderen aber auch was die Akzeptanz von Elektroautos angeht. Ein hochpreisiger Sportwagen setzt beim potenziellen Kunden stärkere Emotionen frei. Das Image der hochpreisigen Modelle überträgt sich dann auch auf die günstigeren Fahrzeuge. Tesla zeigt sich nicht nur in der Entwicklung nachhaltiger Fahrzeuge sehr ambitioniert.

 

Strom aus Erneuerbaren Energien tanken.

Das Unternehmen wirkt auch aktiv beim Ausbau der für die E-Mobilität notwendigen Infrastruktur mit. So baut Tesla an der West- und Ostküste der USA sowie in einigen Teilen Kanadas Stromtankstellen. An diesen „Superchargern“ können Elektrofahrzeuge schnell aufgeladen werden. Ein flächendeckendes Netz an Stromtankstellen, die Energie aus erneuerbaren Quellen bietet, löst das Problem der relativ geringen Reichweite von elektrisch betriebenen Autos und fördert deren Akzeptanz und Verbreitung aktiv mit. Was Erneuerbare Energien anbelangt, spielt Tesla in den USA auch in diesem Bereich mit und bietet Solarstromanlagen von der Konzeption bis zur Installation an. Die Module können gemietet der gekauft werden, derzeit versorgt Tesla bereits rund 300.000 Häuser auf diese Weise mit Solarstrom.

 

 

Nachhaltigkeit und Erneuerbare Energien bleiben Trumpf

Durch das energieaufwändige Produkt und klimaschädliche Emissionen der Fahrzeuge hat es die Automobilbranche generell schwer, als nachhaltige Branche per se wahrgenommen zu werden. Die positiven Beispiele innovativer Unternehmen zeigen jedoch, dass sich auch hier viel erreichen lässt. Besonders die Entwicklungen im Bereich der Elektro-Autos werden die Mobilität in der Zukunft verändern. Der ohnehin anstehende Ausbau Erneuerbarer Energien liefert dabei einen der wichtigsten Treibstoffe der Zukunft: sauberen Strom.

 

Wer aktuell ein neues Auto kaufen will, steht allerdings noch vor vielen offenen Fragen und ist auf glaubwürdige Verbrauchsdaten und eine zuverlässige Beratung angewiesen. Einfacher ist es bereits, Geld ökologisch und sozial anzulegen. Grünes Geld, Experte für nachhaltige Geldanlagen, hat mehr als 300 sinnvolle Investments mit attraktiven Renditen im Angebot. Machen Sie den Grünes Geld Test und finden Sie Ihre passende Anlage.

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf Xing, Facebook oder Twitter.

7 Tipps für einen umweltfreundlichen Frühjahrsputz

Freitag, 17. März 2017
Zusammenfassung: Der Frühling steht vor der Tür, höchste Zeit für einen ausgiebigen Frühjahrsputz. Immerhin rund die Hälfte aller Deutschen bringt zur lauen Jahreszeit ihr Zuhause in Ordnung. Besonders gut für die Umwelt sind ökologisch unbedenkliche Hausmittel und eine sinnvolle Entsorgung von überflüssigen Dingen. Am einfachsten geht es mit den 7 Tipps für einen umweltfreundlichen Frühjahrsputz. Nicht vergessen werden sollte auch die regelmäßige Durchsicht von Finanzunterlagen.

 

 

Umweltfreundliche Putzmittel sind preisgünstig und wirkungsvoll.

Bewegung im Alltag – ein Dauerbrenner, wenn es um Fitness und Gesundheit geht. Wer jetzt im Frühjahr Wohnung, Haus oder Garten entrümpelt, aufräumt und putzt, hat bereits ein umfassendes und anspruchsvolles Workout absolviert. Und wer den Frühjahrsputz als Fitnessprogramm sieht, wird sicher mit mehr Lust und Laune ans Werk gehen. Schließlich zählt die Hausarbeit nicht gerade zu den Lieblingsbeschäftigungen der meisten Menschen. Der Grund dafür liegt auch in der ständigen Wiederholung der gleichen Tätigkeiten ohne sichtbaren und nachhaltigen Erfolg. Ein umfangreicher Frühjahrsputz dagegen geht – abseits von den kleinen alltäglichen Verrichtungen – den Weg der großen Lösungen und zeigt so auch länger eine positive Wirkung.

 

 

Ist Frühjahrsputz noch „in“?

Ist ein Frühjahrsputz überhaupt noch ein zeitgemäßes Thema? Schließlich wollen es doch die meisten Menschen das ganze Jahr über sauber, gemütlich und aufgeräumt haben. Das schon, aber ein „offizieller“ Frühjahrsputz treibt auch die letzten Wintergedanken aus den eigenen vier Wänden und ist natürlich auch eine gute Gelegenheit, mal wieder richtig auszumisten und aufzuräumen. Ein durchaus aktuelles Thema in den Zeiten des „leichten Gepäcks“. Darüber hinaus ist seit einigen Jahren eine neuerwachtes Interesse an häuslichen Tätigkeiten zu verzeichnen. Kochen, backen, dekorieren und reparieren liegt im Trend. Interessanterweise zieht sich die Begeisterung für häusliches Do-it-yourself durch sämtliche Altersklassen. Gerade jünger Menschen lieben Life-Hacks im Internet, die eigentlich den klassischen Hauhaltstipps der gängigen Illustrierten sehr ähnlich sind.

 

Dass der Frühjahrsputz also noch immer seine Berechtigung hat, belegen auch Umfragen: Denen zufolge entscheidet sich gut die Hälfte der Deutschen für ein Großreinemachen im Frühjahr. Gut für Mensch und Natur: umweltfreundliche und bewährte Hausmittel und Gerätschaften zu benutzen.

 

 

7 gute Ideen für einen umweltfreundlichen Frühjahrsputz

 

  1. Aufräumen und Ausmisten: Am Anfang war das Chaos

Vor dem Putzen steht das Aufräumen. Und das macht vielen besonders viel Arbeit. Viele Blogs und Bücher befassen sich mittlerweile mit diesem heiklen Thema, denn auch abseits der klinischen Diagnose des Messie-Syndroms haben viele Menschen Schwierigkeiten, Dinge aufzuräumen oder sich völlig von ihnen zu trennen. Dabei greift die alte Weisheit, dass man „alles irgendwann einmal gebrauchen könnte“, zu kurz. Schließlich verfügt kaum jemand über einen weitläufigen Dachboden eines alten Bauernhauses, in dem dann nach Jahrzehnten wertvolle Schätze wiederentdeckt werden. Vielmehr sieht es in der Praxis so aus, dass Keller und Abstellräume vollgestopft werden mit alter Kleidung, ausrangierten Elektrogeräten, ausgelesenen Büchern oder Kinderspielsachen. Nachhaltiger ist es aber, wenn Dinge hier und heute benutzt werden. So wird weniger produziert und es wird kein wertvoller Aufbewahrungsraum beansprucht. Wer also im Frühjahr aufräumt, sollte vor allem eine Kunst erlernen und beherrschen: das Loslassen!

 

 

Wer diese mentale Hürde genommen hat, besorgt sich einige Kisten und sortiert nach dem bewährten Prinzip, das in nahezu allen Ratgebern empfohlen wird: verkaufen, verschenken, entsorgen und behalten. Die Tücke des Systems liegt darin, dass nach getaner Arbeit neue Aufgaben warten. So müssen die Verkäufe organisiert, Geschenke und Spenden abgeliefert oder der kommunale Wertstoffhof aufgesucht werden. Hier empfiehlt es sich, eine Liste anzufertigen, die einzelnen Schritte mit Terminen zu versehen und einen alternativen Plan zu bedenken. Beispielsweise kann sich das alte Kinderbett als unverkäuflich herausstellen. Hier gilt es dann, die Gesetze des Marktes zu respektieren und das Möbelstück lieber an eine karitative Einrichtung vor Ort zu spenden, als wieder in die Abstellkammer zu bringen.

 

Die größte Falle lauert allerdings in der Kiste mit den Dingen, die bleiben sollen. Auch hier ist es gut, genau zu überlegen, welchen Platz die Dinge erhalten sollen, ob etwas repariert werden muss oder ob sich ein kreatives Upcycling anbietet. Repair-Cafés und Upcycling-Blogs geben hier vielfältige Anregungen. Wer diese gewaltigen Herausforderungen im Haushalt bewältigt hat, kann sich beherzt dem Saubermachen widmen.

 

 

  1. Konsumfalle: Neue Besen kehren gut?

Neue Besen kehren gut – alte aber auch!

Eimer, Staubsauger, Besen und Putztücher sind eigentlich in jedem Haushalt zu finden. Dennoch gibt es auch bei den Haushaltsgeräten in diesem Bereich ständig Innovationen. Im konventionellen Bereich sind das die unterschiedlichsten Wisch-Systeme, die das Auswringen automatisieren sowie eine unüberschaubare Menge an Tücher, Lappen und Schwämmen. Im technischen Bereich werden Saugroboter, elektrische Fensterputzer und Dampfreiniger angeboten. Alle Geräte müssen aber auch weiterhin von Menschenhand bedient und gepflegt werden. In der Putzleistung sind sie der klassischen Handarbeit im Allgemeinen nicht überlegen.

 

Die kostspieligen Geräte rechnen sich darüber hinaus eher im professionellen Einsatz. Wer dennoch nicht auf Hightech-Haushaltshelfer verzichten will, muss diese nicht unbedingt kaufen. Dampfreiniger und Hochleistungssauger werden auch von vielen Baumärkten verliehen. Auf diese Weise können technikbegeisterte Frühjahrsputzer ohne großen Aufwand immer das neueste Modell nutzen. Geräte, die wirklich häufiger zum Einsatz kommen, können auch mit befreundeten Haushalten gemeinsam angeschafft und geteilt werden.

 

 

  1. Die kleine Chemiestunde – Keine Angst vor Hausmitteln

Die Wohnung ist aufgeräumt, Schrubber, Besen und Co. stehen bereit – jetzt kann es sofort losgehen mit dem eigentlichen Frühjahrsputz. Mit Muskelkraft, heißem Wasser und etwas Druck verschwindet zwar der meiste Schmutz, einfacher geht es allerdings mit Unterstützung eines passenden Putzmittels. Hier erleben erfreulicherweise viele alte Hausmittel eine Renaissance, denn konventionelle Putzmittel belasten die Umwelt stark.

 

Für einen umweltfreundlichen Frühjahrsputz werden drei Substanzen benötigt: Natriumhydrogencarbonat, E330 und E260. Was für Nicht-Chemiker unheilvoll klingt, ist nur für Schmutz und Ablagerungen gefährlich, denn hinter den eindrucksvollen Begriffen verbergen sich Natron (auch bekannt als Soda und als Bestandteil des Backpulvers), Zitronensäue und Essigsäure. Zusammen mit warmem Wasser und waschbaren Putzlappen, lässt sich so das gesamte Haus effektiv und umweltfreundlich säubern.

 

Natron wirkt als Allzweckwaffe gegen Fett und kann so zum Putzen und Spülen verwendet werden. Gute Erfolge verzeichnet Natron auch als Zusatz zur Weißwäsche. Chemisch eindrucksvoll ist auch das Zusammenspiel von Natron und Haushaltsessig. Das schäumende Gemisch wirkt Wunder bei angebrannten Töpfen und ist auch ein ausgezeichneter Rohrreiniger.

 

Gegen lästige Kalkablagerungen in Küche und Bad hilft es, Waschbecken, Kacheln und Armaturen regelmäßig trocken zu wischen und die Dusche mit einem Abzieher zu trocknen. Für alle, die das über das Jahr doch häufiger versäumen, eignet sich eine Behandlung mit Essig oder Zitronensäure. Welche Säure eingesetzt wird, ist eine Geschmacks- beziehungsweise Geruchsfrage. Ein guter Schuss ins Putzwasser genügt. Das Mittel eignet sich auch als WC-Reiniger und zum Fensterputzen. Für stark verschmutzte Fensterscheiben bietet sich allerdings auch denaturiertes Ethanol an, besser bekannt als Spiritus. Der Alkohol reinigt zuverlässig und verdunstet rasch, so dass Glasscheiben streifenfrei sauber werden.

 

 

  1. Putzmittel – Man muss ja nicht alles selbst machen

Strahlend sauber in den Frühling!

Natürlich muss niemand seine Reinigungsmittel selbst mischen, um umweltfreundlich zu putzen. Allerdings sollte beim Kauf von Putzmitteln darauf geachtet werden, welche Substanzen zum Einsatz kommen und wie sich diese auf die Umwelt auswirken. Gerade bei Putzmitteln sind Werbeversprechungen mit besonderer Vorsicht zu genießen, denn hinter manchem Wundermittel steckt eine regelrechte Giftschleuder. Konventionelle Reinigungsmittel sind entsprechend häufig schädlich für Natur und Mensch. Viele waschaktive Substanzen werden auf Basis von Mineralöl hergestellt und belasten schon bei der Gewinnung und Produktion unnötig die Umwelt. Was in einem Krankenhaus Pflicht ist, ist im privaten Haushalt überflüssig: antibakterielle Reiniger und Desinfektionsmittel zerstören wichtige Mikroorganismen und haben in einer ökologischen Putzkiste nichts zu suchen. Allergien sind auf dem Vormarsch. Verantwortlich ist dafür nicht die mangelnde Hygiene, sondern oft unnötige synthetische Tenside aus Reinigungsmitteln, die Haut und Schleimhäute austrocknen.

 

In eine gute Ökoputzkiste gehören Reinigungsmittel ohne Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe. Die waschwirksamen Tenside der Produkte stammen aus nachwachsenden Rohstoffen, also aus Fetten und Zucker aus biologischem Anbau. Aber auch hier lohnt sich der kritische Blick auf die Angabe der Inhaltsstoffe. Gerade das klimaschädliche Palmöl sollte in den Putzmitteln nicht enthalten sein. Gute ökologische Putzmittel basieren im Allgemeinen auf den gleichen Substanzen, wie die selbstgemixten Produkte, also Essig, Zitronensäure, Natron und Spiritus.

 

  1. Haushaltshilfe – Unterstützung tut gut

Umweltfreundliche Putzmittel und Arbeitsgeräte stehen bereit, dennoch kommt beim sauber machen nicht die Sonderkonditionen mit den Grünes Geld Newsrechte Freude auf. Wenn auch die alte Devise „mit Musik geht alles besser“ nicht hilft, ist tatkräftige Unterstützung gefragt. Ein „Putzparty“ mit der gesamten Familie ist für einige sicher eine gute Möglichkeit – aber sicher nicht für alle. Wer trotzdem nicht alleine putzen will oder kann, sollte auf professionelle Unterstützung zurück greifen. Viele Agenturen für Hauspersonal vermitteln ihre Kräfte auch für einzelne Termine. Die besonderen Vorteile dieser Lösung: eine professionelle Putzkraft reinigt Böden und Fenster ohne sich von anderen möglichen Tätigkeiten im Haus ablenken zu lassen. Darüber hinaus sind die Kosten für diese haushaltsnahe Dienstleistung steuerlich absetzbar. Bis zu 20 Prozent, höchstens jedoch 4.000 Euro im Jahr, können in der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden. Wichtig ist, dass eine Rechnung ausgestellt und bargeldlos bezahlt wurde.

 

 

  1. Raus ins Freie

Alles aufgeräumt, entrümpelt und herrlich sauber – jetzt heißt es, den Zustand so lange wie möglich zu bewahren. Das fällt in der helleren und wärmeren Jahreszeit nicht allzu schwer, denn wer sich jetzt viel im Freien aufhält, hat wenig Gelegenheit, für Unordnung und eine erneute Anhäufung von Dingen zu sorgen. Wer stattdessen Frühlingszweige und Wiesenblumen ins Haus bringt, verschönert die eigenen vier Wände umweltfreundlich und ohne besondere Anschaffungen.

 

 

  1. Die äußere und die innere Ordnung

Nach getaner Arbeit zurücklehnen und entspannen – das macht im frisch aufgeräumten Zuhause besonders viel Spaß. Aber nicht nur die Wohnung muss regelmäßig aufgeräumt werden, auch Schreibtisch, Ordner und viele wichtige Unterlagen sollten regelmäßig durchgesehen werden. Schließlich ist es wichtig, dass beispielsweise laufende Versicherungen noch zur Lebenssituation passen. Oder, dass sich Geldanlagen sich positiv entwickeln.

 

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Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.