Archiv für die Kategorie ‘Mikrofinanz’

Mikrofinanz-Fonds – Hilfe zur Selbsthilfe

Dienstag, 16. Mai 2017
Zusammenfassung: Das Frankfurter Finanzunternehmen Invest in Visions zählt zu den etablierten Anbietern von Mikrofinanz-Fonds. Gemeinsam mit erfahrenen internationalen Partnerunternehmen ermöglichte Invest in Visions bereits weit mehr als 100.000 Mikrokredite in Entwicklungs- und Schwellenländern. Wer in den Mikrofinanz-Fonds investiert, fördert nicht nur eine positive gesellschaftliche Entwicklung, sondern kann zudem mit einer guten Rendite rechnen.

 

 

Mikrokredite – kleiner Einsatz – große Wirkung.

Kleine Ursache – große Wirkung. Dieses Prinzip ist in vielen Lebensbereichen zu beobachten. Viel zitiert wird Schmetterlingseffekt, der von einem US-amerikanischen Meteorologen 1972 formuliert wurde. Demnach kann der Flügelschlag eines Schmetterlings einen ganzen Wirbelsturm auslösen („Does the Flap of a Butterfly’s Wings in Brazil set off a Tornado in Texas?“). Aber während in diesem Beispiel der Flügelschlag eine Katastrophe herbeiführt, stehen im wirtschaftlichen und sozialen Leben kleine Impulse oft für eine positive Entwicklung. Denn viele gute Ideen und innovative Projekte werden niemals umgesetzt, weil eine entscheidende Kleinigkeit fehlt. Und diese Kleinigkeit ist nicht selten die Anschubfinanzierung. Ein Problem, das viele Unternehmer in spe auf der ganzen Welt kennen. Doch während in der westlichen Welt Jungunternehmer mit einer tragfähigen Geschäftsidee auf Unterstützung von verschiedenen Stellen hoffen können, sieht das in ärmeren Ländern völlig anders aus. Hier haben breite Teile der Bevölkerung keinen Zugang zum Finanzmarkt. Mikrofinanz-Systeme schaffen hier Abhilfe.

 

 

Hilfe zur Selbsthilfe

Wer in den armen Ländern Afrikas, Asiens, Südamerika und Osteuropa Geld benötigt, um selbstständig Handel, Handwerk oder Dienstleistungen anbieten zu können, hat in vielen Fällen keine Möglichkeit, einen seriösen Bankkredit zu erhalten. Zum einen fehlt es an Bürgen und Sicherheiten, in einigen Regionen beginnt die Schwierigkeit schon damit, dass Finanzinstitute aufgrund der Infrastruktur kaum erreichbar sind. Die Alternative sind dann häufig lokale Geldverleiher, die ihr Geschäft mit überzogenen Zinsforderungen betreiben. Wer hier einen Kredit aufnimmt, gerät meist noch tiefer in die wirtschaftliche Misere. Wer so scheitert, verliert nicht nur sein letzte Hab und Gut, sondern auch meist seinen Unternehmergeist und seine Antriebskraft.

 

Um diesem teuflischen Kreislauf der Armut ein Ende zu setzen, wurde die Idee der Mikrokredite entwickelt. Mit Hilfe dieser Klein- und Kleinstkredite, die ohne die üblichen Sicherheiten vergeben werden, können Menschen eine selbstständige Arbeit aufnehmen, die sie und ihre Familie ernährt und von Almosen unabhängig macht.

 

Weithin bekannt wurde das Mikrofinanz-System durch den Volkswirtschaftler  Muhammad Yunus aus Bangladesch. Er wurde für die Belebung dieser Idee im Jahr 2006 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Yunus von seiner Universität in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Aufgabe erhalten, ein Entwicklungsprojekt zu managen. Aus seiner Idee, Selbsthilfe zu fördern und Anschubkredite an die verarmte Bevölkerung zu vergeben, entstand eine weltweite Bewegung. Zahlreiche Erfolgsgeschichten gaben der Mikrofinanz-Idee Recht. Aktuell bietet eine Vielzahl von Mikrokredit-Instituten weltweit Darlehen an. Schätzungen zu Folge, beläuft sich das Gesamtvolumen der einhundert größten Anbieter auf rund 52 Milliarden US-Dollar. Der weltweite Bedarf an Klein- und Kleinstkrediten in Entwicklungs- und Schwellenländern wird allerdings sechsmal so hoch geschätzt.

 

 

Visionen fördern – Invest in Visions

Das Geld, das weltweit über Mikrofinanzinstitute an Kleinunternehmer vergeben wird, kommt von zahlreichen Mikrofinanzinvestoren weltweit. Ein Finanzier der ersten Stunde ist dabei die Frankfurter Invest in Visions GmbH, die damit zu den erfahrensten Anbietern in diesem Markt zählt.

 

Das Unternehmen wurde 2006 gegründet. Ein Jahr nach dem „Jahr der Mikrokredite“, das von den Vereinten Nationen zu Bekämpfung der Armut ausgerufen wurde und im gleichen Jahr wie die Ehrung der Mikrofinanzidee durch das schwedische Nobelpreiskomitee.

 

Ziel der Unternehmensgründerin Edda Schöder war es seit dem, privaten und institutionellen Anlegern sogenannte „Impact Investments“ zu ermöglichen. Das bedeutet, dass die Investoren nicht nur mit interessanten finanziellen Erträgen rechnen können, sondern zugleich auch mit ihrem Investment einen positiven gesellschaftlichen Effekt erzielen.

 

Engagierte Unternehmen geben wichtige Impulse.

2011 legte Invest in Visions mit dem IIV Mikrofinanzfonds den ersten Fonds dieser Anlageklasse in Deutschland auf. Ende des Geschäftsjahres 2016 belief sich das Fondsvolumen auf und 368 Millionen Euro. Damit konnte das Fondsvolumen um mehr als 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr weiterentwickelt werden, Ende 2015 belief sich das Fondvolumen noch auf 198 Millionen Euro.

 

Tipp: Aus Gesprächen wissen wir, dass immer wieder viele Menschen über den Namen „IIV“ rätseln. Sind das römische Zahlen? Für was steht es? Die Lösung ist recht einfach: es sind die Initialbuchstaben von Invest-in-Visions.

 

Insgesamt verwaltet Invest in Visions rund 500 Millionen Euro in vier Impact-Investment-Fonds. Mikrofinanzinvestments bilden dabei den größten Anteil des Vermögens. Das Unternehmen engagiert sich jedoch auch in Projekten aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien, der Förderung nachhaltiger Landwirtschaft sowie in den Bereichen Sozialunternehmen und sozialer Wirkungskredite.

 

 

Sorgfältige Auswahl der lokalen Mikrofinanzinstitute

Aktuell sind die Gelder des IIV Mikrofinanzfonds in 68 Mikrofinanzinstitute (MFI) in 25 Ländern investiert. Diese Mikrofinanzinstitute sorgen vor Ort in Afrika, Asien, Südamerika und Osteuropa dafür, dass die Mikrokredite bei den Menschen landen, die sie benötigen, das sind mittlerweile mehr als 122.000 Endkreditnehmer. Die durchschnittliche Kreditsumme beträgt dabei rund 2.320 US-Dollar.

 

Bei der Vergabe der Mikrokredite in den einzelnen Ländern, arbeitet Invest in Visions eng mit den Investmentmanagern der Kooperationspartner zusammen. Seit 2015 besteht eine Partnerschaft mit der belgischen Incofin Investment Management, einem Pionier in Sachen Mikrofinanz. Das Unternehmen verfügt über sehr spezifisches Know how zu den einzelnen Ländern und ist mit Niederlassungen in Kolumbien, Indien, Kenia und Kambodscha vertreten.

 

Seit 2016 arbeitet Invest in Visions darüber hinaus mit US-amerikanischen Unternehmen Developing World Markets, einem der ältesten Player in diesem Bereich, zusammen. Beide Partnerunternehmen prüfen die Mikrofinanzinstitute und erstellen Analysen der einzelnen Länder. So wird die Arbeit der lokalen Mikrofinanzinstitute genau überwacht. Dabei werden soziale und ökologische Faktoren genauso unter die Lupe genommen, wie die wirtschaftliche Tragfähigkeit des jeweiligen Mikrofinanzinstituts sowie die Abwägung der Kreditrisiken.

 

Eingehend geprüfte Mikrofinanzinstitute können dann ihre Teile des Fondsvolumens als Mikrokredite an sinnvoll ausgewählte Projekte vergeben.

 

Ein eigenes Feld zu bewirtschaften kann die Exisitenz der gesamten Familie langfristig sichern.

 

Aktuell ist eine Veränderung im Markt der Mikrofinanzinstitute zu beobachten, sie unterliegen zunehmend neuen Regularien. Vielfach wird die Hinterlegung eines höheren Eigenkapitalanteils als Reserve vorgeschrieben. Daraus folgend müssen vermehrt Mikrofinanzinstitute eine Banklizenz erwerben und Kundeneinlagen annehmen. Die zunehmenden Auflagen der Regulierungsbehörden bringen auch neue Möglichkeiten für die Institute: Durch Geldeinlagen ihrer Kunden vermehrt sich das Geld in der lokalen Währung und kann für weitere Kreditvergaben genutzt werden. Dabei entfallen die Kosten für die Währungsabsicherung. Eine wichtige Entwicklung, denn sie kann steigende Betriebskosten ausgleichen.

 

 

Erfolge vor Ort

Typische Zielgruppen für Mikrokredite sind dabei Kleinhändler- und Bauern sowie Handwerker. Mit den gewährten Krediten können sie Arbeitsgeräte, Saatgut und Vieh oder auch Transportmittel finanzieren, die für den Erfolg ihres Geschäftes notwendig sind. Läuft das Geschäft, und das tut es in vielen Fällen, kann durch die selbstständige Arbeit die Existenz langfristig gesichert werden. Besonders Frauen nutzen die Mikrokredite erfolgreich für sich und ihre Familien. Durch ihren Geschäftserfolg können sie nicht nur ihre wirtschaftliche, sondern vielfach auch ihre gesellschaftliche Position stärken.

 

In seinem aktuellen „Social Report“ stellt Invest in Visions, stellvertretend für unzählige andere Kreditnehmer, zwei Erfolgsgeschichten exemplarisch vor.

 

Zum einen die Geschichte einer fünfköpfigen Familie aus Kambodscha, die von einer kleinen Rente sowie dem Reisanbau lebte. Nachdem die Reisernte durch eine Überschwemmung vernichtet wurde, ließ sich die Frau beraten und erhielt einen Kredit über rund 300 US-Dollar, um den Reisanbau nochmals zu versuchen. Nach dem Verkauf ihrer ersten Ernte konnte sie den Kredit zurückzahlen und einen Teil ihres Gewinnes für neue Investitionen zurücklegen. Darüber hinaus nahm die Frau nochmals einen Kredit auf, erweiterte den Reisanbau und baute ein eigenes kleines Lebensmittelgeschäft auf. Mit dem regelmäßigen Einkommen konnte die Familie in ein größeres Haus umziehen und den regelmäßigen Schulbesuch der Kinder sichern.

 

Die Früchte der Arbeit einfahren.

Ein weiteres Beispiel kommt aus Chile. Dort konnte ein Ehepaar mit Hilfe eines Mikrokredits ein Himbeerfeld kaufen. Nach einer Anlaufphase wurde die Ackerfläche vergrößert und ein erster Mitarbeiter eingestellt. Außerdem gelang es dem Paar, zusätzlich Brombeeren anzubauen und zu verkaufen. Der wirtschaftliche Erfolg ermöglichte es ihnen, für ihre Auslieferungen einen gebrauchten Lastwagen zu kaufen.

 

Die Erfolge der Mikrokredite für die Kreditnehmer wirken sich auch direkt positiv auf die Investoren aus. Denn Mikrokredite werden zwar ohne Sicherheiten an erfolgversprechende Projekte vergeben, sie sind jedoch nicht zinslos. Die Rückzahlungsquote ist generell hoch und liegt im Bereich der Mikrokredite zwischen 95 und 98 Prozent. Damit ist die Zahlungsmoral der Kreditnehmer in den Entwicklungs- und Schwellenländern entschieden höher als in den Industrienationen. Mikrokredite befördern so eine Win-Win-Situation auf beiden Seiten. Kreditnehmer profitieren von einem fairen Darlehen ohne Wucherzinsen, Kreditgeber und damit auch Investoren profitieren von Zinserträgen ohne hohe Rückzahlungsausfälle.

 

 

Die Nachfrage nach Mikrokrediten wird weiter steigen

Der größte Erfolg des Mikrofinanzsystems wäre sicher die endgültige Überwindung der Armut, wie sie von den Vereinten Nationen bereits in den Millenniumszielen sowie in den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung von den Vereinten Nationen gefordert wird. Fakt ist allerdings, dass die Weltbevölkerung besonders in Afrika südlich der Sahara weiter anwächst. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Bevölkerung von derzeit einer Milliarde Menschen bis 2100 auf rund vier Milliarden ansteigen wird. Das Bevölkerungswachstum dort sowie auch in vielen armen Region der Welt wird jedoch den Bedarf nach Mikrokrediten sicher auch zukünftig noch steigern.

 

 

Eine soziale Zukunft mitgestalten

Geld nur mit starrem Blick auf den Shareholder Value anzulegen, kommt für immer mehr Anleger nicht mehr in Frage. Viele Anleger wissen, dass sie mit ihrem Geld etwas bewirken können. Und das bedeutet nicht, dass sie auf interessante Erträge verzichten müssten. Im Gegenteil. Mit ethischen Geldanlagen – wie beispielsweise Mikrofinanz-Fonds von Invest in Visions –  ist es möglich, sein Geld sinnvoll und sicher anzulegen und dennoch gute Erträge zu erzielen.

 

Grünes Geld, erfahrener Anbieter nachhaltiger Geldanlagen, bietet Mikrofinanz-Fonds im Rahmen des Musterdepots „Soziale Verantwortung“. Wer sich für diese gesellschaftlich sinnvolle und sozial sehr wirksame Geldanlage interessiert, hat zwei Möglichkeiten zur Auswahl.

 

Zum einen besteht die Möglichkeit, ab einer Anlagesumme von 5.000 Euro einmalig in das Musterdepot zu investieren. Die Anlage hat keine feste Laufzeit und ist damit täglich kündbar. Die Rendite pro Jahr wird mit lohnenden 2,4 Prozent pro Jahr prognostiziert.

 

Wer sich für das Monatssparen  entscheidet, legt jeden Monat 100 Euro an. Auch hier ist die Laufzeit frei wählbar. Auch Monatssparer können mit einer jährlichen Rendite von 2,4 Prozent rechnen. In beiden Fällen wird eine Mindestanlagedauer von drei Jahren empfohlen, um möglich Schwankungen ausgleichen zu können.

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Palmöl – Schmierige Geschäfte

Dienstag, 21. Februar 2017
Zusammenfassung: Palmöl ist heutzutage Bestandteil in unzähligen Lebensmitteln, Reinigungsmitteln und Kosmetika. Der weltweite Bedarf steigt rapide an. Für immer neue Palmöl-Plantagen werden ökologisch wichtige Regenwälder zerstört. Damit ist nicht nur die Biodiversität in den Regionen bedroht, sondern auch das globale Klima. Abhilfe schaffen maßvoller Konsum, fairer Handel und Aufforstungsprogramme.

 

 

Palmöl ist in unzähligen Lebensmitteln und Kosmetika enthalten.

Öle waren von jeher wertvoll und begehrt. Vielfältige Pflanzenöle dienten bereits in der Antike der Zubereitung von Speisen, ätherische Öle wurden zu kosmetischen und medizinischen Zwecken eingesetzt. Bis ins letzte Jahrhundert hinein war Deutschland allerdings in Sachen Öl eher verhalten. In der traditionellen Küche triumphierten lange tierische Speisefette wie Butter und Schmalz über Olivenöl & Co.

 

Das hat sich mittlerweile drastisch geändert. Grund dafür ist aber nicht nur die Aufgeschlossenheit gegenüber pflanzlichen Lebensmitteln und die generelle Erweiterung des kulinarischen Horizonts. Vielmehr trägt die Globalisierung des Lebensmittelmarktes dazu bei, dass ein Öl mittlerweile in einer Vielzahl unserer Nahrungs- und Pflegemittel steckt: das Palmöl.

 

 

Palmöl – fast überall dabei

Palmöl ist weltweit das bedeutendste Pflanzenöl und hält einen Marktanteil von mehr als 30 Prozent im pflanzlichen Ölgeschäft. Rund 56 Millionen Tonnen werden pro Jahr produziert. Experten gehen davon aus, dass sich die Nachfrage nach Palmöl in den kommenden dreißig Jahren verdreifachen wird. Um diese Mengen zu produzieren, müssten die weltweiten Anbaugebiete extrem ausgeweitet werden.

 

Palmöl wird aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme gewonnen. Die Ölpalme zählt zu den effizientesten Ölpflanzen. Für ihren Ertrag benötigt die Pflanze beispielsweise nur ein Drittel der Anbaufläche gegenüber der Rapspflanze und nur ein Sechstel verglichen mit Soja. Durch den relativ geringeren Ressourcenverbrauch ist Palmöl billig zu produzieren. Zudem ist Palmöl aufgrund seiner Viskosität einfach zu verarbeiten und kommt mit unterschiedlichen Verarbeitungstemperaturen gut zurecht. Palmöl wird zu etwas 68 Prozent in der Nahrungsmittelindustrie verwendet. 27 Prozent werden zu Putz- und Reinigungsmitteln sowie zu Kosmetika verarbeitet, 5 Prozent werden in der Energiegewinnung, beispielsweise in der Herstellung von Agrotreibstoffen, verwendet.

 

 

Umwelt- und Verbraucherinitiativen gehen davon aus, dass aktuell in Deutschland quasi jedes zweite Produkt im Supermarkt Palmöl enthält. Backwaren, Fertigmüsli, Speisefette, Schokoaufstrich, Süßigkeiten, Fertiggerichte, Waschmittel, Make-up, Duschgel, Hautcreme – in unzähligen Produkten des täglichen Bedarfs ist Palmöl enthalten, teilweise muss Palmöl als Bestandteil nicht einmal besonders deklariert werde. Dabei sind nicht nur konventionelle Marken betroffen, Palmöl wird auch in Bio-Produkten eingesetzt.

 

 

Klimakiller Palmöl

Der größte Teil des Palmöls, stammt aus Malaysia (36 Prozent) und zu mehr als die Hälfte aus Indonesien (53 Prozent). Dort werden Ölpalmen auf riesigen Plantagen in Monokultur angebaut.

 

Die Anbauflächen sind zum größten Teil Urwaldgebiete, die für den Anbau der Ölpalmen gerodet und trockengelegt wurden. Dort finden die Palmen optimale Wachstumsbedingungen. Durch die weltweit steigende Nachfrage nach Palmöl besteht die Gefahr, dass in wenigen Jahrzehnten sämtliche geeigneten Urwälder abgeholzt werden und Ölpalmen-Plantagen weichen müssen.

 

Der so entstehende Torfboden entwickelt sich zur ökologischen Bedrohung, denn das vormals in den Urwäldern gespeichertes CO2 wird als klimaschädliches Treibhausgas in die Atmosphäre emittiert. Ölpalmen wachsen im wahrsten Sinn des Wortes auf verbrannter Erde. Denn abgesehen von der generellen Öko-Problematik kommt hinzu, dass die Urwälder auf den Inseln Sumatra und Borneo vielfach durch illegale Brandrodung abgeholzt werden und dabei unkontrollierte Waldbrände verursachen.

 

 

Gefahr für Mensch und Natur

Orang Utan auf Sumatra – sein Lebensraum ist extrem bedroht.

Dieser Raubbau an der Natur führt dazu, dass vielfältige Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind. In Indonesien kämpfen beispielsweise Orang Utan und der Sumatra-Tiger ums Überleben. Laut Studien der Umweltorganisation Greenpeace sind die Regenwälder Südostasiens seit 2006 bereits um mehr als 15 Prozent geschrumpft. Dabei wird nicht nur der Lebensraum der Tiere zerstört, auch Urwaldvölker werden durch Rodungen und Brände enteignet und von ihrem Land vertrieben.

 

Die Vernichtung der Regenwälder in großen Teilen Indonesiens hat dazu geführt, dass sich das Land mittlerweile auf den unrühmlichen dritten Platz der weltweiten CO2-Produzenten manövriert, gleich hinter den USA und China. Allerdings gräbt sich das Land damit auch selbst die Lebensgrundlage ab, denn durch seinen großen Küstenanteil zählt Indonesien zu den Staaten, die durch die Erderwärmung besonders bedroht sind.

 

Die wirtschaftliche Nutzung der Regenwälder ist zu einem bedeutenden Entwicklungsfaktor geworden. Entsprechend führt der anhaltende Palmöl-Boom auch zum Aufbau von Plantagen in anderen Teilen der Welt. So entdecken auch immer mehr Länder West- und Zentralafrikas den lukrativen Palmöl-Anbau für sich. Auch hier fallen Urwälder dem Monokulturanbau zum Opfer. Gleichzeitig werden die Lebensräume von Gorillas, Schimpansen und Bonobos bedroht.

 

 

Weniger hilft viel

Palmöl zu entgehen, ist schwierig geworden. Auch im Bereich des ansonsten sinnvollen ökologischen Anbaus, ist in Sachen Palmöl Vorsicht angesagt, denn auch Bio-Palmöle stammen oftmals von brandgerodeten Plantagen. Das Bio-Siegel stellt lediglich sicher, dass keine gesundheitsschädlichen Pflanzengifte eingesetzt wurden. Ein nachhaltiger Ansatz sollte jedoch weiter reichen und in der Tat kann aktuell kein Konzern garantieren, dass das verwendete Palmöl aus umweltverträglicher Produktion stammt.

 

Während noch vor einem Jahrzehnt kritische Verbraucher auf den Ingredienzienlisten von Kosmetika nach unliebsamen Mineralölen suchten und in Lebensmitteln nach versteckten tierischen Fetten Ausschau hielten, gilt jetzt das Siegel „frei von Palmöl“ heute schnell als ökologisches Gütesiegel. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille, denn auf der anderen Seite wird Palmöl als effizient nachwachsender Rohstoff als Alternative zu tierischen Produkten gesehen und auch als mögliche Alternative zum immer knapper werdenden Erdöl.

 

Angesichts des Massenkonsums kann Palmöl allerdings kaum nachhaltig angebaut werden. Und auch mit anderen Rohstoffen ist es schwierig nachhaltig zu wirtschaften, wenn die weltweite Nachfrage ungebrochen steigt. Und das tut sie, denn der Anteil an stark verarbeiteten und industriell gefertigten Nahrungsmitteln steigt weiter an.

 

Umdenken ist also generell angesagt, denn weniger Konsum bedeutet mehr Nachhaltigkeit. Der exzessive Palmöl-Anbau stellt eine ökologische Bedrohung dar. Aber er ist auch nur ein Puzzleteil im globalen Raubbau an der Natur. Lösungswege können vielfältig sein. Dazu zählen auch die Rückbesinnung auf regionale und traditionell gefertigte Lebensmittel und ein bewusster und verantwortungsvoller Konsum.

 

 

Nachhaltig wirtschaften – Regenwälder erhalten

Nachhaltigkeit ist der Ausweg aus der globalen Klimakrise und aus dem umweltzerstörenden und menschenrechtsverletzenden Wirtschaften. Das Beispiel der Ölpalmen zeigt, dass Baum nicht gleich Baum ist: Denn Palmen in Monokultur leisten bei weitem nicht den gleichen Beitrag wie ein biodiverser Mischwald. Von der Zerstörung des Bodens sowie der Tier- und Pflanzenwelt ganz zu schweigen.

 

Wirtschaftliche Interessen leiten weltweite Entwicklungen. Hier gilt es den Hebel anzusetzen und Geld gezielt dort zu investieren, wo es wirklichen Nutzen bringt. In der nachhaltigen Aufforstung, in der Förderung selbstständiger Arbeit in Entwicklungsländern oder klimafreundlichen Projekten.

 

Grünes Geld, erfahrener Anbieter nachhaltiger Geldanlagen, bietet mit mehr als 300 ethischen und ökologischen Investments für jeden Anlegertyp die passende Geldanlage.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Fair Trade – Vielen Dank für die Blumen!

Freitag, 10. Februar 2017
Zusammenfassung: Am 14. Februar ist Valentinstag. Der Tag an dem sich traditionell viele Paare mit Blumen beschenken. Was viele nicht wissen, die beliebten Rosen und unzählige weitere Blumenarten kommen von großen Plantagen, auf denen Menschen für geringen Lohn hart arbeiten und zudem noch schutzlos Pestiziden ausgeliefert sind. Eine echte Alternative sind fair gehandelte Blumen, wie sie mittlerweile an vielen Orten angeboten werden.

 

 

Nachhaltig Schenken – eine Herzensangelegenheit.

Blumenhändler und Gärtnereien können sich in der kommenden Woche freuen. Am Valentinstag, dem 14. Februar, werden sich wieder viele Paare mit Blumen beschenken. Die unangefochtene Nummer eins der beliebtesten Schnittblumen ist – keine Überraschung – die Rose. 45 Prozent der Deutschen entscheiden sich beim Kauf für das edle Gewächs. Chrysanthemen und Tulpen teilen sich mit jeweils abgeschlagenen 11 Prozent die Plätze zwei und drei.

 

Knapp 3 Milliarden Euro pro Jahr setzt der deutsche Einzelhandel mit Schnittblumen um – das sind rund 37 Euro pro Strauß. Da die klassischen Geschenkanlässe – wie beispielsweise Geburtstag oder Hochzeitstag – über das gesamte Jahr verteilt liegen, stellt der Valentinstag einen echten Höhepunkt im Geschäftsjahr dar. Entsprechend wird der heilige Valentin, Namensgeber des Tages, auch scherzhaft als Schutzheiliger der Blumenhändler tituliert.

 

 

Ein alter Brauch setzt sich durch

De facto gilt Valentin als Schutzpatron der Verliebten. Er lebte im 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung und war Bischof von Terni in Italien. Da er Liebespaare nach christlichem Ritus traute und damit das Verbot des römischen Kaisers Claudius II. ignorierte, wurde er enthauptet und bald darauf als Märtyrer verehrt. Der Valentinstag setzte sich seit dem 15. Jahrhundert besonders in England durch. Paare schickten sich an diesem Tag kleine Geschenke und Gedichte. Englische Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit nach Amerika, wo er sich gesellschaftlich fest im Jahresverlauf verankerte. Entsprechend kam die Sitte, den Valentinstag zu begehen, nach dem zweiten Weltkrieg über die USA auch nach Deutschland. Befördert durch die Werbung von Seiten des Einzelhandels, allen voran der Blumengeschäfte, hat der Valentinstag mittlerweile auch in Deutschland einen festen – wenn auch nicht extrem bedeutsamen – Platz gefunden.

 

 

Blumen sind das beliebteste Valentinsgeschenk

Blumen sind in Deutschland das beliebteste Geschenk zum Valentinstag. 77 Prozent der Schenkenden entscheiden sich dafür. Süßigkeiten nehmen den zweiten Platz ein. Ebenfalls beliebt sind Briefe und Karten, ein romantisches Abendessen oder Musik.

 

Wer Blumen verschenkt, gibt etwas Lebendiges und Vergängliches. Eine Geste, die immer wiederholt werden und damit einen festen Platz im Leben einnehmen kann. Darüber hinaus stehen Blumen auch für Freude und Natürlichkeit.

 

Die Schattenseite des Brauchs: Rund 80 Prozent der hier verkauften Blumen werden aus Ländern importiert, wo sie unter umweltzerstörenden und ausbeuterischen Bedingungen angebaut werden. Besonders betroffen sind Länder Afrikas, wo Blumen und Pflanzen auf großen Farmen angebaut werden. Um eine möglichst hohe Ernte zu erreichen werden auch hier – wie bei der konventionellen Landwirtschaft – hochgiftige Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Diese werden aus Flugzeugen über die weitläufigen Felder gespritzt, gleichgültig, ob dort gerade Pflücker arbeiten oder nicht. Arbeitsschutz spielt also eine sehr untergeordnete Rolle. Darüber hinaus sind die Löhne für die harte Arbeit auf diesen Plantagen kaum existenzsichernd.

 

Besonders perfide: Während bei uns – Gleichberechtigung hin oder her – vor allem Frauen mit Blumen beschenkt werden, arbeiten im anstrengenden Blumenanbau in den Ländern der sogenannten Dritten Welt in erster Linie Frauen.

 

 

Das schönste Blumengeschenk: Fairer Handel

Rosen aus fairem Handel machen nicht nur den Beschenkten Freude.

Auch für den Kauf von Blumen gibt es sinnvolle Alternativen. Blumen mit dem Fair Trade-Siegel stehen für ein Geschenk, dass sozial- und umweltverträglich angebaut wurde. So bringen Blumen nicht nur den Beschenkten Freude, auch die Produzenten und Landarbeiter profitieren von den verbesserten Bedingungen.

 

Fair gehandelte Blumen gibt es mittlerweile in vielen Supermärkten, Gartenzentren und bei ausgewählten Floristen. Positiv ist hier, dass Kunden vermehrt auf das Fair Trade-Siegel achten. Die fair gehandelten Blumen kommen derzeit aus 55 Produzentenorganisationen in Kenia, Äthiopien, Tansania, Uganda, Simbabwe, Ecuador, El Salvador, Sri Lanka und Costa Rica. Insgesamt arbeiten mehr als 48.000 Arbeitskräfte weltweit auf den Blumenfarmen. Allein 46.000 Menschen arbeiten in Afrika im arbeitsintensiven Anbau der Schnittblumen. Führende Länder sind hier Kenia und Äthiopien. Dabei spielt der Handel mit Blumen und mit Pflanzen eine wichtige wirtschaftliche Rolle in den Ländern, denn der Verkauf in alle Welt bringt Devisen. Für Kenia hat sich die Blumenindustrie zur zweitgrößten Devisenquelle entwickelt. Platz eins nimmt der Anbau von Tee ein.

 

 

Fair und bio – auch bei Blumen das perfekte Arrangement

Fair Trade-Blumen werden nach strengen sozialen und ökologischen Standards angebaut. So werden die Arbeits- und Lebensbedingungen in den Ländern nachhaltig verbessert. Gleichzeitig werden international wettbewerbsfähige Produkte hergestellt und vermarktet. Das gibt den Ländern eine wirtschaftliche Perspektive.

 

Die Arbeitskräfte auf Fair Trade-zertifizierten Blumenfarmen erhalten zum einen den gesetzlichen Mindestlohn, der im jeweiligen Land vorgeschrieben ist. Diese Festlegung ist in einigen Ländern nicht existenzsichernd. Daher gibt es zu dem die Vereinbarung, die Löhne sukzessive anzupassen. So werden langfristig sichere Arbeitsplätze geschaffen, mit denen die Menschen ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Neben der Bezahlung sind Arbeitsschutz und Arbeitnehmerrechte wichtige Fragen im fairen Handel. Daher müssen in Fair Trade-Betrieben Schutzkleidung gestellt und Schulungen zum Umgang mit Arbeitsmitteln durchgeführt werden. Außerdem werden feste Arbeitsverträge mit verbindlichen Regelungen zur Arbeitszeit abgeschlossen. Ebenfalls müssen für uns selbstverständliche Arbeitnehmerrechte wie Mutterschutz und Gewerkschaftsfreiheit garantiert werden.

 

 

Wermutstropfen Wasser

Fair Trade-Blumenfarmen verfügen über strenge Regelungen zum Umweltschutz. Die Initiative hat daher Konzepte für eine sparsame Bewässerung ihrer Felder und betreibt auch Kläranlagen sowie ein umfassendes Kompost- und Müllmanagement.

 

Dennoch ist die Wasserfrage ein Wermutstropfen auch im Fair Trade-Anbau. Denn die Bewässerung der Pflanzen ist generell aufwändig und kann zu Wasserknappheit führen. Positiv ist jedoch, dass durch die Vermeidung von Pestiziden Boden und Grundwasser nicht weiter belastet werden.

 

 

Ethische und soziale Investments schaffen Gewinner auf beiden Seiten

Durch den Kauf von Blumen – und natürlich auch anderen Produkten aus fairem Handel – werden die festgefahrenen Wirtschaftsprinzipien nachhaltig verändert. An die Stelle des ausbeuterischen Handels, bei dem es Gewinner und Verlierer gibt, tritt ein ethisches Wirtschaften, das eine soziale Wirkung und damit Win-Win-Situationen schafft.

 

Das gilt nicht nur für die Dinge die wir kaufen, sondern auch für das Geld, das wir anlegen. Grünes Geld, erfahrener Anbieter von ethischen und ökologischen Investments, zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Geld mit sozialer Verantwortung anlegen und gleichzeitig attraktive Erträge erwirtschaften können. Da bleibt genug übrig für einen fair gehandelten Blumenstrauß.

 

Informieren Sie sich hier über Ihre passende Geldanlage.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Fair und bio – Kaffee und Tee ohne bitteren Nachgeschmack

Freitag, 13. Januar 2017
Zusammenfassung: Kaffee und Tee zählen zu den beliebtesten Getränken. Kaffee steht in Deutschland auf Nummer eins, Tee hat weltweit die Nase vorn. Allerdings werden für die beiden Heißgetränke Menschen ausgebeutet und die Umwelt geschädigt. Bewusster Konsum, Fair Trade-Produkte und ökologischer Anbau können dem entgegen wirken.

 

 

Der Duft von frischem Kaffee belebt die Sinne.

Kaffee oder Tee? – Diese Frage stellt sich noch gar nicht so lange in Deutschland. Bis weit in die fünfziger und sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war hierzulande der echte Bohnenkaffee oder auch der schwarzer Tee dem Sonntag oder besonderen Anlässen vorbehalten. Zu teuer waren die edlen Getränke, als dass sie für den Massenkonsum geeignet waren. Mit ansteigendem Wohlstand entwickelten sich Kaffee und Tee zu Alltagsgetränken, die jederzeit, nahezu überall in beliebiger Menge zur Verfügung stehen.

 

Und auch wenn die Weltmarktpreise schwanken und in den letzten Jahren sogar etwas angestiegen sind: Die ehemals luxuriösen Getränke sind heute für jeden Durchschnittsverbraucher erschwinglich. Allerdings zahlen Menschen in den Erzeugerländern einen hohen Preis für unseren Konsum.

 

 

Lieblingsgetränk Kaffee – fair und bio schmeckt er noch besser

Kaffee ist das unangefochtene Lieblingsgetränk der Deutschen. Während sich die Anfangs nur wohlhabende Bürger Kaffee leisten konnte, trat im Zuge der Industrialisierung Kaffee seinen Siegeszug in der gesamten Bevölkerung an. Mit jährlich rund 150 Litern pro Person steht Kaffee in der Beliebtheit noch vor Wasser und Bier. Entsprechend ist Deutschland der zweitgrößte Importeur für Kaffee weltweit, hinter der Nummer ein, den USA.

 

Biologischer angebauter und fair gehandelter Kaffee findet sich mittlerweile in nahezu jedem Supermarkt. De facto greifen Verbraucher jedoch immer noch mehrheitlich zu konventionellen Produkten. Weltweit beherrschen nur  5 multinationale Konzerne fast die Hälfte (45 Prozent) des Kaffeemarktes.

 

 

Harte Landarbeit für geringe Löhne

Die Arbeit auf der Kaffee-Plantage ist kaum existenzsichernd.

Der größte Teil des Kaffeeanbaus geschieht durch Kleinbauern, die kaum noch auf dem eigenen Land arbeiten und für ihre harte Arbeit nur geringe Löhne erhalten, häufig weniger als 2 Dollar am Tag. Dabei befinden sich die Kleinbauern gegenüber den Händlern in einer schwachen Verhandlungsposition, viele von ihnen haben keine Informationen über den Markt und die möglichen Preise. Durch kleine Anbauflächen und entsprechend geringer Ernten befinden sich kleine Kaffeebauern und ihre Familie in einer Armutsfalle, aus der es kaum ein Entrinnen gibt. Die frühere Ausbeutung durch Kolonialherren ist jetzt dem ausbeuterischen Preisdruck der multinationalen Konzerne gewichen.

 

Eine Perspektive für einen gerechteren Handel bieten Kooperativen. Durch den Zusammenschluss von Kleinbauern können gerechte und sichere Löhne erzielt werden. Unterstützt werden Kooperativen von Kaffeebauern von Fair Trade-Organisationen, Gepa und kirchlichen Initiativen wie beispielsweise die Christliche Initiative Romero. Durch diese Unterstützung erhalten Kaffeebauern auch wirtschaftliche Beratung und Zugang zur Krediten. So können die Kooperativen ihre Produktivität und Qualität steigern und ihre Wettbewerbsfähigkeit auf- und ausbauen.

 

 

Ökologischer Anbau schont die Umwelt

Zu den sozialen und ethischen Aspekten kommen beim Kaffeeanbau auch große ökologische Herausforderungen hinzu. Neben der generellen Problematik von Monokulturen für das Ökosystem, treten auch – verursacht durch die fortschreitende Erderwärmung – vermehrt Schädlinge und Krankheiten an den Kaffeepflanzen auf.

Öko-Plantagen verzichten auf synthetische Dünger und Pestizide und setzen auf natürliche Mittel, wie etwa die Anpflanzung von Schattenbäumen, die für ein besseres Klima im Anbaugebiet sorgen. Gedüngt wird mit organischen Mitteln. Biologisch angebauter und fair gehandelter Kaffee verspricht Genuss ohne Ausbeutung von Mensch und Umwelt.

 

 

3 Tipps für bewusste Kaffeegenießer

1. Beim Kaffeekauf auf Fair Trade- oder Gepa-Siegel achten sowie auf verlässliche Gütesiegel des biologischen Anbaus.

 

2. Wer auf den guten Geschmack eines fairen Bio-Kaffees gekommen ist, sollte auch beim Kaffeegenuss außer Haus keine Abstriche machen und in Cafés und Restaurants nach entsprechenden Produkten fragen.

 

3. Kaffee ist ein Genussmittel mit einem aufwändigen Herstellungsprozess und einem langen Transportweg. Eine interessante, preiswerte und schmackhafte Alternative sind auch Kaffee-Ersatz-Produkte aus dem Naturkostladen. Lupinen und Malzkaffees sind längst kein „Muckefuck“ mehr sondern haben sich zu schmackhaften und bekömmlichen Getränken gemausert.

 

 

Nicht nur abwarten und Tee trinken

Tee steht auch für Ruhe und Ausgeglichenheit.

Etwa jeder siebte Erwachsene bezeichnet sich selbst als Teetrinker und verzichtet völlig auf Kaffee, mehr als die Hälfte der Bevölkerung trinkt beides gerne. Mit Tee gemeint ist dabei der Aufguss aus den Blättern der Teepflanze, also der schwarze, grüne und weiße Tee sowie der chinesische Olong.

 

Mit Tee werden Werte wie Ruhe und Ausgeglichenheit in Verbindung gebracht, wohingegen Kaffee auch für Hektik, Eile und Stress steht. Trotz des puristischen und sauberen Images von Tee gilt in der Herstellung: Ob ein Landarbeiter auf einer Kaffee- oder Teeplantage arbeitet ist eigentlich nur ein geographischer Unterschied.

 

 

Nur 3 Konzerne kontrollieren den internationalen Teemarkt

Denn genau wie in den Kaffeeländern Afrikas, Süd- und Mittelamerikas stehen auch in den Teeanbaugebieten Asiens und Afrikas Ausbeutung und Umweltzerstörung an der Tagesordnung. Und auch hier liegt die Marktmacht bei wenigen Playern: Die weltweite Teeproduktion wird von lediglich drei Konzernen kontrolliert.

 

Entsprechend sind diese Unternehmen auch in der Lage Preise zu diktieren und die ausbeuterischen Produktionsprozesse weiter zu treiben. Auf den afrikanischen und asiatischen Teeplantagen liegen die Löhne der Arbeiter mehrheitlich weit unter den nationalen Mindestlöhnen und sind damit nicht existenzsichernd.

 

 

Pestizidrückstände im Tee

Viele konventionell angebaute Tees sind mit Pestizidrückständen belastet

Ökologisch bedenklich ist dabei auch, dass die Umweltstandards der Teeanbauländer generell niedrig liegen und kaum konsequent durchgesetzt werden. Entsprechend hoch ist auch der Einsatz von Pestiziden. Diese schädigen die Umwelt genauso wie die Gesundheit der Arbeiter.

 

Nicht zuletzt aber auch die Gesundheit der Teetrinker weltweit, denn regelmäßige Untersuchungen belegen eine hohe Pestizidbelastung des Endproduktes. Beunruhigend, denn Pestizide in Lebensmitteln gelten als Verursacher von Krebserkrankungen, hormonellen Störungen und Missbildungen.

 

Wie beim Kaffeeanbau existieren auch im Teemarkt bäuerliche Kooperativen, die sich für fairen und umweltverträglichen Anbau einsetzen

 

 

3 Tipps für bewusste Teetrinker:

1. Auch beim Teekauf geben Fair Trade- oder Gepa-Siegel sowie die Gütesiegel des biologischen Anbaus eine verlässliche Information über Anbau und Handel des Tees.

 

2. Teetrinker haben es in Lokalen oft schwer und müssen sich mit einer eingeschränkten Auswahl zwielichtiger Beuteltees zufrieden geben. Tee sollte auch unterwegs ein Genuss sein. Achten Sie auf Lokale mit spezieller Teekarte und fragen Sie nach fairen und biologischen Produkten.

 

3. Wie Kaffee ist auch Tee ein Genussmittel, das energieaufwändig produziert und transportiert wurde. Klassische Alternativen zu schwarzen und grünen Tees sind Kräuter- und Früchtetees aus regionalem Anbau. Als trendige „Infusions“ werden diese Aufgüsse in vielen interessanten Geschmacksrichtungen angeboten.

 

 

Nachhaltig genießen, wirkungsvoll investieren

Fair gehandelter und biologisch angebauter Kaffee und Tee beweist, dass die Wirtschaftspraxis multinationaler Konzerne nicht alternativlos ist.

 

Es liegt allerdings auch in der Hand der Verbraucher, sich für Genuss mit Respekt vor Mensch und Umwelt zu entscheiden und einen Beitrag für eine gerechtere Welt zu leisten.

 

Auch mit ethischen und ökologischen Investments lassen sich Schalter im Wirtschaftssystem umlegen, denn nicht ist so wirkungs- und machtvoll wie Geld.

 

Grünes Geld bietet rund 300 nachhaltige Geldanlagen für nahezu jede Investitionssumme. Nehmen Sie sich also ein Tasse Ihres Lieblingsgetränks und machen Sie den Grünes Geld Test.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Mikrofinanz: Kleinkredite ermöglichen – Vermögen aufbauen

Freitag, 22. Juli 2016

Zusammenfassung: Mikrofinanzierung ermöglicht mit Kleinkrediten Menschen in armen Ländern eine Existenzgründung. Finanziert werden diese Projekte durch Mikrofinanz-Fonds - einer sicheren und sozialen Investitionsmöglichkeit. Mittlerweile existieren mehrere Fonds für Privatanleger in Deutschland.

 

 

Mikrofinanzierung hilft Menschen, sich lebst zu helfen.

Mikrofinanzierung hilft Menschen, sich lebst zu helfen.

Mit Kleinstkrediten Menschen helfen, selbstständig arbeiten und leben zu können, das ist in Kürze das Grundprinzip der Mikrofinanzierung.

 

Weithin bekannt geworden ist das Prinzip durch Muhammad Yunus, Wirtschaftsprofessor aus Bangladesch. Er vergab in seinem Heimatland seit den siebziger Jahren Mikrokredite und gründete in den achtziger Jahren die Grameen Bank. Die Idee setzte sich durch und hatte Erfolg. Die Vereinten Nationen bescheinigen der Vergabe von Mikrokrediten eine hohe Wirksamkeit zur Bekämpfung der Armut und riefen 2005 das „Internationale Jahr der Mikrokredite“ aus. Ein Jahr später erhielt Muhammad Yunus und die Grameen Bank den Friedensnobelpreis.

 

Wer in Mikrofinanz-Fonds investiert, baut nicht nur sein eigenes Vermögen auf sondern übernimmt auch zugleich soziale Verantwortung. Denn das Geld aus diesen Fonds geht an verschiedene Mikrofinanz-Institute in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Diese Institute vergeben Existenzgründerkredite an Klein- und Kleinstunternehmer. Denn oftmals fehlt armen Menschen nur eine kleine Anschubfinanzierung, um selbstständig für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können.

 

 

Wege aus der Armutsspirale

Mikrofinanz hat sich mittlerweile in rund 60 Entwicklungs- und Schwellenländern fest etabliert und vielen Menschen aus der Armutsspirale geholfen.

 

Denn zum einen konnten sie sich mit dem Mikrokredit die Dinge kaufen, die sie für ihre selbstständige Arbeit benötigten – sei es eine Nähmaschine, oder die Ausstattung für eine Suppenküche. Besonders profitieren Frauen von den Kleinkrediten: 97 Prozent der Kreditnehmer sind weiblich. Als Kleinstunternehmerinnen verdienen sie durch landwirtschaftliche und handwerkliche Tätigkeiten Geld für ihre Familien.

 

Selbstverdientes Geld sichert den Unterhalt der Familie und stärkt die Rolle der Frau.

Selbstverdientes Geld sichert den Unterhalt der Familie und stärkt die Rolle der Frau.

Zum anderen tragen die Mikrofinanzierungen dazu bei, dass die Menschen sich kein Geld von einem örtlichen Geldverleiher mit überzogenen Zinsen leihen und weiter in Überschuldung und Armut abrutschen. Die herkömmlichen Banken vor Ort scheuen den Aufwand der Kleinstkreditvergabe, sehen diese als wenig lukrativ an und schließen so Menschen vom Wirtschaftsleben aus.

 

 

Sozial und sicher zahlt sich aus

Zahlungsausfälle, wie sie die Banken in den Mikrofinanz-Ländern fürchten, sind in der Praxis eine Seltenheit. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Kreditnehmer das Geld, das auf Vertrauensbasis verliehen wurde, zurückzahlen und mit der Mikrofinanzierung eine Weg aus der Armut finden. Mit einer Rückzahlungsquote von rund 96 Prozent liegt die Zahlungsmoral höher als in den entwickelten Ländern.

 

 

Mikrofinanz-Fonds – Mehr Angebote für Privatanleger

Wer sein Geld sinnvoll und sicher anlegen will, findet in Mikrofinanz-Fonds eine interessante Möglichkeit für ein nachhaltiges Investment.

 

Mikrofinanz-Fonds sind seit 2007 als Fondskategorie in Deutschland zugelassen und unterliegen restriktiven gesetzlichen Einschränkungen. Waren sie in ihren Anfängen nur für institutionelle Investoren interessant, gibt es mittlerweile attraktive Angebote für private Anleger.

 

Der erste in Deutschland zugelassene Mikrofinanz-Fonds für Privatanleger ist Invest in Visions der seit 2011 aufgelegt wird und seit dem kein Kalenderjahr mit Wertverlust verzeichnen musste. Allerdings bewegen sich die Gesamtjahreskosten dieses Fonds auf dem Niveau eines Aktienfonds. Dennoch lagen die Kursgewinne, nach Abzug der Fondskosten durchschnittlich bei  2,5 Prozent für den Anleger.

 

Invest in Visions hat bereits rund 64.000 Mikrofinanzierungen ermöglicht, vor allem in ländlichen Regionen Asiens und Lateinamerikas, aber auch im Kaukasus und in Osteuropa. Die Fondsgesellschaft legt Wert auf die Stärkung der Rolle der Frau in diesen Gegenden und vergibt Kredite bevorzugt an Frauen. Außerdem verlangt Invest in Visions von den Mikrofinanzinstituten, Schulungen für die Kreditnehmer anzubieten, um den umweltfreundlichen Umgang mit Ressourcen und um alternative landwirtschaftliche Anbaumethoden voranzutreiben.

 

Mittlerweile haben weitere Mikrofinanz-Fonds eine Zulassung für Deutschland erhalten, wie beispielsweise in diesem Jahr der Dual Return Fund – Vision Microfinance.

 

Dual Return Fund – Vision Microfinance ist für institutionelle Anleger bereits seit 2006 aktiv und hatte seit dem kein Kalenderjahr mit Wertverlust. Der Jahresgewinn belief sich auf durchschnittlich 2,9 Prozent. Wie bei Invest in Visions liegen allerdings auch hier die Gesamtjahreskosten im Bereich eines Aktienfonds.

 

Dual Return Fund – Vision Microfinance investiert in erster Linie in Asien und Lateinamerika sowie in der Kaukasus-Region. Bislang wurden Kleinkredite an 234.000 Menschen vergeben, knapp mehr als die Hälfte waren Frauen. Insgesamt ist das Kapital auf 258 verschiedene Mikrofinanzinstitute in 50 Ländern gestreut, die das Fondsmanagement regelmäßig überprüft. Dual Return Fund – Vision Microfinance legt dabei Wert auf qualifizierte Kreditberatung der Mikrofinanzinstitute, um Überschuldungen zu vermeiden und in Sachen Ernteausfallversicherung zu beraten. Darüber hinaus sollen soziale Projekte unterstützt und umweltschützende Projekte gefördert werden, beispielsweise Projekte aus den Bereichen Wasseraufbereitung und erneuerbare Energien.

 

 

Soziale Verantwortung zeigen – nachhaltig investieren

Die beiden Mikrofinanz-Fonds zeichnen sich durch Nachhaltigkeit, Stabilität und Sicherheit aus. Die soziale Wirkung ist hoch, die Wertentwicklung stabil und das Risiko gering. Gute Nachrichten für private Investoren, denn Geldanlagen sind schwierig geworden in Zeiten des Niedrigzinses.

 

Mikrofinanz-Fonds bieten Sicherheit und einen stetigen Wertzuwachs mit minimalen Schwankungen. Hinzu tritt, dass die Anlageklasse Mikrofinanz unabhängig ist von der Entwicklung an den Aktienmärkten und kaum korreliert mit klassischen festverzinslichen Wertpapieren.

Grünes Geld bietet beide Mikrofinanz-Fonds in seinen Musterdepots an. Möglich ist das monatliche Sparen, bei dem mit einer Rendite zwischen zwei und drei Prozent gerechnet werden kann oder die einmalige Anlage mit einer Rendite von rund zwei bis vier Prozent.

 

 

 

Soziale Verantwortung zeigen mit unseren Musterdepots

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

Warum die Menschen denken dass Grünes Geld Musterdepots eine gute Idee sind

Dienstag, 10. Februar 2015

Diese Bilanz kann sich sehen lassen! Alle nachhaltigen Musterdepots haben 2014 an Wert gewonnen – ausnahmslos. Der Spitzenreiter Holz legte sogar um 13,7 Prozent zu.  Damit knüpfen die Musterdepots an die positiven Entwicklungen an die letzten Jahre an.

 

Um auch 2015 wieder ertragsstarke und ethisch-ökologisch korrekte Musterdepots zu bieten hat die Grünes Geld GmbH die beinhalteten Anlagefonds leicht modifiziert und darüber hinaus auf vielfachen Wunsch noch zwei weitere Musterdepots aufgenommen.

Erstmalig sind 2015 sind die Modelle “Geld grün parken”  und “Vermögensaufbau Premium” hinzugekommen.

Während “Premium” sich für höhere Anlagesummen ab 30.000€ Einmalanlage und einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont eignet, dient wie der Name schon sagt “grün parken” eher der kurzfristigen Anlage von 1-3 Jahren.

 

Auch wenn Vergangenheitsentwicklungen keine Rückschlüsse auf die Zukunft erlauben, lohnt sich doch ein Blick zurück auf die Ergebnisse der Musterdepots im Jahr 2014.

Nicht nur von der Universität Kassel wurde bewiesen, dass sich ethisch-ökologische Anlage auch finanziell rechnet, sondern auch die Musterdepots zeigen dies auf.

Bezüglich der Anlagekriterien wenden sie sowohl Ausschlusskriterien als auch Positivkriterien an, die einzelnen beinhalteten Anlagefonds agieren nach unterschiedlichen Ansätzen. Alle Fonds werden auf die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien geprüft,

so dass sich die Anleger sicher sein können, keine Rüstungsunternehmen, Prostitutionsbetriebe, Atomkonzerne usw. zu finanzieren.

 

Der erfolgreichste Einzelthemenfonds findet sich im Musterdepot Sonne. So legte der RobecoSAM Smart Energy Fund auf 12 Monate 12,39% zu. Damit hat er alle Fonds  der Kategorie Erneuerbare-Energien-Aktienfonds übertroffen. Mit 30% Gewichtung trägt er als

Schwergewicht zu dem positiven Ergebnis es Musterdepot Sonne von 8,19 Prozent bei. Seit 2004 setzt das Fondsmanagement auf den Bereich erneuerbare Energien, Energieübertragung und Energiespeicherung, Energieeffizienz und Erdgas. Der Bereich

Kernenergie ist tabu.

 

2014 Wertentwicklung

Stämmige Rendite

 

Überaus erfreulich schnitt das Musterdepot Holz ab. Der beinhaltete Fonds Pictet Funds Timber legt mindestens zwei Drittel des Fondsvermögens in Aktien oder ähnlichen Titeln von Unternehmen, die im Bereich des Mehrwerts des Holzes tätig sind, und zwar von

der Finanzierung, der Anpflanzung und der Verwaltung der Wälder und der bewaldeten Gegenden bis hin zur Verarbeitung, der Herstellung und Verteilung von Holz und anderen Dienstleistungen und Produkte in Zusammenhang mit Holz. Nachdem im Vorjahr

11,11 Prozent Zuwachs erzielt wurden, konnte das Ergebnis um 2,6 Prozent verbessert werden auf 13,71 Prozent Wertentwicklung nach jährlichen Fondskosten.

 

Sprudelnde Rendite

 

Das Musterdepot Wasser schneidet mit 12,23 Prozent Zuwachs am zweitbesten ab. Das Musterdepot wurde nach Ethikkriterien für das Jahr 2015 leicht modifiziert und ein Fonds ersetzt. Die Fonds investieren weltweit mindestens 80% ihrer

Nettovermögen in Beteiligungspapiere von Unternehmen, die Technologien, Produkte oder Dienstleistungen mit Bezug zur Wertschöpfungskette des Wassers anbieten. Anvisiert werden insbesondere Unternehmen aus dem Bereich der

Wasserversorgung, Wassertechnologien,  Wasseraufbereitung, Wasserleistungen, Wasserreinigung und Wasserrecycling.

 

Rendite Sicherheit und Balance

 

Über eine Durchschnittsrendite in den letzten 5 Jahren von 7,6 Prozent p.a. verfügt das Musterdepot Balance. Im Jahr 2014 wächst es um 8,26 Prozent und erfreut so die Mehrzahl der Investoren. Ist es doch das beliebteste Musterdepot der Vermögensaufbau Reihe.

Gerne wird es als Basis Investment genommen um es mit Themenfonds Holz, Wasser oder Klima anzureichern. Spitzenreiter unter den Einzelfonds war ein Nachhaltigkeitsfonds aus dem Hause F&C mit einer Jahreswertentwicklung in 2014 von 14,10 Prozent. Die

Gewichtung von etwa 50 Prozent festverzinslichen Wertpapierfonds sorgt für Ausgewogenheit. In den Musterdepots Vermögensaufbau finden für Anleger mit etwas mehr Sicherheitsbedürfnis als auch risikobereitere Anleger ein zu Hause. Überzeugend ist die

Wertentwicklung im Sicherheitsdepot mit 5,4% jährlicher Durchschnittsrendite nach jährlichen Fondskosten in den letzten 5 Jahren. Mit nur wenig Abstand erzielte das Musterdepot Sicherheit einen Zuwachs von 8,17 Prozent, während Vermögensaufbau Wachstum

9,24 Prozent Zuwachs erzielte.

 

Sozial Verantwortliche Rendite

 

Anleger im Musterdepot Soziale Verantwortung erzielten unter extrem geringer Volatilität einen Zuwachs von 3,64 Prozent. Mit Hilfe der Anlegergelder werden über den Mikrofinanzfonds Kleinstunternehmern in armen Gegenden der Welt Darlehen gegeben, die

eine wirtschaftliche Existenz damit aufbauen, absichern und ausbauen können. Investoren in Deutschland erhielten dafür in 2014 eine Rendite von 3,64%. Sozial verantwortliches Investieren als Mittel zur Armutsbekämpfung und Förderung von Frauen und Bildung

zahlt sich für vom Niedrigzins geplagte Sparer aus, wenn sie diese Alternative wählen.

 

 

Ausblick auf 2015

 

Die Musterdepots sollen sich nicht auf den Erfolgen des vergangenen Jahres ausruhen, daher haben wir uns überlegt, was wir tun können, damit unsere Mandanten eine noch bessere Wertentwicklung und vor allem Risikoreduzierung  erreichen können.

Das Servicekonzept Eva ist ein gelungene Ergänzung.

 

E wie Erträge maximieren

V wie Verluste minimieren

A wie Automatisch informiert bleiben

 

Damit wurden die Möglichkeit erneut verbessert,  ethisch korrekt und rentabel Geld anzulegen oder anzusparen. Damit auch in Zukunft die Menschen denken, dass die Grünes Geld Musterdepots eine gute Idee sind.

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

Was gibt es als Alternative zum Festgeld? – Mikrofinanz: anständige Zinsen

Freitag, 16. Januar 2015

Das Jahr 2015 ist erst wenige Tage alt und doch schon historisch. Abgesehen davon, dass die Meinungsfreiheit in Frankreich bedroht wurde mit einem feigen Terroranschlag, ist in der Finanzwelt ein weniger bedeutsames aber dennoch historisches Ereignis eingetreten. Erstmalig fielen die Zinsen der zehnjährigen Bundesanleihen unter den Zinssatz von 0,5 Prozent. Bei Laufzeiten von weniger als fünf Jahren sind die Zinsen bereits negativ.

 

Sparer treibt dies um, seit vielen Monaten rentieren sich ihre Anlagen immer weniger und viele fragen sich welche Alternativen es zum Festgeld gibt. Im Schnitt gibt es aktuell gut 0,5 Prozent für Tagesgelder und Festgelder mit einer Laufzeit von 12 Monaten.

Anleger denen Nachhaltigkeit in der Geldanlage nicht wichtig ist gehen oft den Weg über Festgeldvergleichsrechner. Dabei ist festzustellen, dass die interessanten Angebote oftmals nur für Neukunden gilt und nach ein paar Monaten Laufzeit stark abgesenkt werden. Mancher wechselt dann erneut die Bank um ein attraktiveres Angebot zu erhalten.

So landen diese Anleger beispielsweise bei der russischen VTB Bank. Diese lockte im Frühjahr mit einem Zinsangebot von 1,5 Prozent. Bereits nach drei Wochen fiel der Satz auf 1,00 Prozent. Auch regionale Banken sind hier nicht besser, so änderte die PSD Bank Hessen sechsmal ihre Konditionen im vergangenen Jahr. Die Spanne lag zwischen 0,30 Prozent und 1,35 Prozent.

 

Sparvolumen wächst weiter

 

Das Einlagenvolumen deutscher Sparer wächst dennoch weiterhin und knackte im November 2014 erstmals die 1.000-Milliarden-Grenze. Zu diesem Termin lag das Neugeschäftsvolumen der Banken für täglich fällige Einlagen privater Haushalte laut Bundesbank bei 1.013,535 Milliarden Euro – ein Plus von 2,35 Prozent.

Auch Festgeld für 6 oder 12 Monate Laufzeit erfreut sich trotz der historisch niedrigen Zinsen großer Beliebtheit. Der Sparer jammert und klagt über die niedrigen Zinsen doch legt er weiterhin an wie er es gewohnt ist.

 

Anständige Zinsen statt Niedrigzins

 

Ein Blick über den Tellerrand hinaus würde das Problem der Sparer lösen. Und einige der ethisch-ökologisch orientieren Geldanleger nutzen die Alternative zum Festgeld bereits mit großer Zufriedenheit.

Anständige Zinsen können mit der Geldanlage in Mikrofinanzfonds erzielt werden. Zwar ist das Geld nicht täglich verfügbar, doch mit einer Frist jeweils bis zum 15. Kalendertag des Vormonats des relevanten Quartalsendes, ähnlich wie ein Festgeld flüssig zu machen.

 

3,65 % Rendite

 

Vorab ein Blick auf die Rendite, denn die wertvollen sozialen Komponenten dürften für die Zinsvergleicher unter den Sparern an zweiter Stelle stehen.

Das Thema Mikrofinanz ist insbesondere bei Vermögenden und Stiftungen beliebt. Dies liegt insbesondere daran, dass die Renditeerwartungen zwischen 1-4,5 Prozent liegen und diese noch dazu mit einer sozialen Wirkung dahinter erzielt werden.

2014 durften sich die Anleger im Musterdepot soziale Verantwortung über eine Rendite von 3,65 Prozent nach jährlichen Kosten freuen. Die Erträge werden jährlich ausgeschüttet. Auch 2013 lag die Rendite mit 2,57 Prozent über Festgeldniveau. Der Ausblick für die kommenden Jahre ist sehr positiv.

 

Geringe Risiken

 

Keine Rendite in der Finanzwelt ohne Risiko lautet ein klassischer Spruch. Risiken sind unterschiedlich. Eine Verbraucherschützerin aus Hamburg verglich die Mikrofinanzanlage eins zu eins mit Festgeld. Dies ist vielleicht etwas zu gewagt, doch liegen die Risiken fernab von denen die Sparer mit Anlagen, die höhere Renditen ausweisen, in Verbindung bringen.

Die Schwankungen (Volatilität ann.) einer Anlage in Mikrofinanzfonds liegen bei nur 0,54%. Zum Vergleich Aktienfonds Deutschland bringen es auf eine Volatilität von 18-23%.

Selbst sicherheitsorientierte Sparer dürften mit der geringen Schwankung,die Mikrofinanzanlagefonds mit sich bringen, gut schlafen.

Darüber hinaus bietet die breite Streuung über verschiede Kontinente und Länder sowie zahlreiche Kreditnehmer eine Risikominimierung. Die Gelder verteilen sich derzeit auf

55 452 Kreditnehmer, davon sind 73% Frauen. Die durchschnittliche Kreditsumme beträgt 1.115 USD. Aktuell weist der Anlagefonds IIV-Mikrofinanzfonds ein Volumen von knapp 79 Millionen aus.

 

Chart mikrofinanz

 

Wirkung der Gelder

 

Mikrofinanzfonds vergeben Darlehen an Mikrofinanzinstitute, diese wiederrum reichen die Mittel an zahlreiche Kleinstkreditnehmer weiter. Ein Großteil der Kreditnehmer gründet damit eigene Kleinunternehmen oder nutzt das Geld um in der Landwirtschaft Anschaffungen zu tätigen.

Die jüngsten Investitionen des IIV-Mikrofinanzfonds sind nach Kirgistan geflossen. Das zentralasiatische Land mit 5,5 Millionen Einwohnern hat bewegte Zeiten hinter sich. Aufgrund Korruption, steigenden Energiepreisen und einer Wirtschaftskrise kam es zu einer Revolution mit sich anschließenden ethnischen Unruhen. Auch wenn sich die Situation wieder normalisiert hat benötigt das Land wirtschaftliche Hilfe um sich zu entwickeln. Mikrofinanz ist ein Teil dieser Hilfe. Vor Ort gibt es 436.000 Mikrofinanzkunden und rund 400 Mikrofinanzinstitute. Zweien dieser Institute wurde Darlehen gewährt. Der Großteil der Kredite geht in die Landwirtschaft zu Kleinbauern etwa 20 Prozent in den Handel.

 

Laufendes Risikomanagement

 

Das Risikomanagement des Fonds gewährleistet eine lückenlose und umfassende Überwachung der allgemeinen und spezifischen Risiken. Es wird genau analysiert, ob das Mikrofinanzinstitut den Gedanken der Mikrofinanzierung lebt, das bedeutet armen Menschen den Zugang zu Finanzdienstleistungen ermöglicht, Frauen fördert und unethische Geschäftspraktiken ausschließt. Eine kontinuierliche Überwachung der sozialen Kriterien ist durch ein internes soziales Bewertungssystem gewährleistet.

 

 soziale Verantwortung

 

 

 

 

 

Die 3 besten Gründe, um über ein Investment in Grünes Geld nachzudenken!

Dienstag, 06. Mai 2014

Nachhaltigkeit ist in vielen Lebensbereichen ein Trend. Die Bio-Lebensmittel boomen, Fairtrade ist kein Fremdwort mehr und „Öko“ wird längst nicht mehr mit Birkenstock-Sandalen und Hanfkutten gleichgesetzt. Der Begriff „Grünes Geld“ zaubert allerdings oft noch große Fragezeichen in die Augen von Gesprächspartnern. Was unterscheidet nachhaltige Geldanlagen von konventionellen und warum sollte man grün investieren? Hier sind die 3 besten Gründe:

 

1. Kapitalabzug aus konventionellen Märkten

 

Auch wenn wir gerade keine Möglichkeit haben, größere Investitionen zu tätigen, stellen wir den Banken jeden Monat aufs Neue unser Geld zur Verfügung – über unser Girokonto! Die Banken arbeiten mit diesem Kapital. Und das zum Teil recht intransparent. Laut der „Dirty-Profits“ Studie investieren alle führenden deutschen Banken massiv in Unternehmen, deren Arbeitsweise ökologisch oder menschenrechtlich als bedenklich anzusehen ist. Es gibt aber durchaus Alternativen. Entziehen Sie dem konventionellen Markt ihr Kapital, indem Sie ihr Girokonto bei einer der Umweltbanken einrichten. Bei einigen können Sie sogar gezielt auswählen, in welchem Bereich mit Ihrem Geld gearbeitet werden soll. So können Sie zum Beispiel den ökologischen Landbau unterstützen.

 

2. Ausbau der Energiewende und neuer Technologien

 

Der Klimawandel lässt sich nicht mehr leugnen. Laut dem aktuellen Weltklimabericht des IPCC lässt er sich auch nicht mehr aufhalten, sondern höchstens abbremsen. Dazu benötigt es große Investitionen in die Energiewende und in die Förderung neuer Technologien, um weltweit den Ausstoß klimaschädlicher Abgase massiv zu reduzieren. Auch die weltweite Versorgung mit sauberem Trinkwasser stellt uns mit Zunahme der Weltbevölkerung vor große Probleme. Hierzu gibt es spezielle Wasser-Fonds. Wenn Sie ökologisch Geld anlegen, dann können Sie dazu beitragen, die Probleme, die uns durch den Klimawandel bevorstehen, besser zu lösen. Investitionen in erneuerbare Energien und die Förderung energie- und ressourceneffizienter Techniken in Industrie und Wirtschaft sind die Schlüsselworte, um unsere Welt für zukünftige Generationen lebenswert zu erhalten.

 

Lebensmittel, Kleidung oder technische Geräte - durch die Globalisierung steht für uns fast alles kurzfristig zur Verfügung (Bildquelle v.l.n.r.: Andreas Hermsdorf, pixelio.de/ k. A. / Harald Wanetschka, pixelio.de)

Lebensmittel, Kleidung oder technische Geräte – durch die Globalisierung steht für uns fast alles kurzfristig zur Verfügung (Bildquelle v.l.n.r.: Andreas Hermsdorf, pixelio.de/ k. A. / Harald Wanetschka, pixelio.de)

 

3. Soziale Verantwortung

 

Die Globalisierung macht uns fast jedes Produkt in kürzester Zeit aus den entferntesten Ecken der Welt verfügbar. Für uns ein scheinbares Schlaraffenland, bedeutet das für viele andere Menschen schlichtweg Ausbeutung. Egal, ob es die Bananen aus Südamerika, Textilien aus Bangladesh oder die hochwertigen Smartphones sind, die in China hergestellt werden. Wir können uns der Globalisierung kaum entziehen. Produktionsketten von Konsumgütern sind kaum noch nachvollziehbar, Transparenz meist ein Fremdwort und die Arbeitskraft des Einzelnen nichts mehr wert. Am Ende leidet derjenige am meisten, der ganz am Ende der Produktionskette steht. Der Arbeiter auf der Plantage, welche großflächig per Flugzeug mit Pestiziden besprüht wird, weil es so am effizientesten ist. Oder die Näherin in einer Textilfabrik, die nach ein paar Jahren unter massiven Atemwegserkrankungen leidet, weil es in den Arbeitsstätten keine vernünftigen Lüftungsanlagen gibt. Unmenschliche Wochenarbeitszeiten und Löhne, die kaum zum Überleben ausreichen sind an der Tagesordnung und Kinder erhalten oft keine ausreichende Bildung, weil sie frühzeitig zur Ernährung der Familie beitragen müssen. Eine Veränderung können wir hier zum einen mit einem bewussteren Konsum bewirken, aber auch mit nachhaltigen Investitionen wie zum Beispiel in Mikrofinanzprodukten. Mit Kleinstkrediten zu fairen Bedingungen erhalten hier ExistenzgründerInnen die Möglichkeit, in die finanzielle Unabhängigkeit zu starten und auch ihren Kindern eine angemessene Bildung zu ermöglichen.

 

Übernehmen Sie Verantwortung und investieren nachhaltig. Informieren Sie sich über unsere Seite www.gruenesgeld24.de oder in einem persönlichen Gespräch über die vielfältigen Möglichkeiten, damit „Grünes Geld“ Ihnen keine Fragezeichen mehr in den Augen beschert.

 

Verfasser des BeitragesJasmin Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”

Wie Mikrofinanz Menschen hilft und auch Ihren Geldbeutel betrifft

Mittwoch, 16. April 2014
Kuchengrafik und Tabelle Zielregionen und Ländergewichtung Invest-in-Visions

Wo investiert der Invest-in-Visions-Fonds das Geld? (Quelle: Monatsbericht IIV-Mikrofinanzfonds März 2014)

Mikrofinanzen sind im Grunde ein alter Hut: bereits vor rund 300 Jahren gab es das Irish Loan Fund System, bei dem rund 300 Fonds an bis zu 20 Prozent der britischen Haushalte Klein-Kredite vergaben. Und auch hierzulande war die Raiffeisenbewegung im 19. Jahrhundert nicht weit von dem entfernt, was in unseren Zeiten unter Mikrofinanz verstanden wird und 2006 mit dem Friedensnobelpreis an Mohammed Yunus bedacht wurde: kleiner Kredite an meist wenig wohlhabende Leute, die sich damit eine kleine Existenz aufbauen wollen. Zum Beispiel in dem sie sich mit dem Kleinkredit eine Kuh oder eine Nähmaschine kaufen.

 

Doch woher kommt das Geld, dass sich die Menschen in Indien, Kambotscha oder Ruanda leihen? Die Kreditnehmer bekommen es von Mikrofinanz-Instituten vor Ort, diese wiederum erhalten das Geld zum Beispiel aus einem Mikrofinanz-Fonds aus Europa. Der erste zum offiziellen Vertrieb in Deutschland zugelassene Fonds ist der Invest-in-Visions IIV-Mikrofinanzfonds, der seit 2011 für Anleger offen ist.

 

Dieser konnte im März 2014 erstmals die 50-Millionen-Euro Grenze an Anlegerkapital überschreiten und damit eine wichtige Schwelle überschreiten. Woher kommt der Zuspruch zu diesem ethischen Investment und wie betrifft es nun Ihren Geldbeutel?

 

Während die Mikrofinanz-Fonds früher praktisch nur für die institutionellen Großanleger aufgelegt wurden, fließen mittlerweile immer mehr Anlagegelder von Leuten, die sich für grüne Geldanlagen interessieren, in diese Kapitalanlage. Der Hintergrund: neben dem sozialen Aspekt sind die von den Mikrofinanz-Fonds gebotenen Zinsen von rund 2 bis 4 Prozent pro Jahr mittlerweile sehr attraktiv. Während solche Zinsen vor einigen Jahren nämlich auch auf den normalen Konten der Umweltbanken geboten wurden, liegt der Zinssatz der Banken aktuell meist unter 1%. Da sind die Mikrofinanz-Fonds mit z.B. 2,6% letztes Jahr (Invest in Visions) interessant. Und das bei einer Volatilität von 0,6% über den gesamten Sektor gesehen; also sehr geringen Schwankungen.

 

Und hier könnte es Ihren Geldbeutel betreffen: Während die Konditionen für Tagesgeld bei der GLS Bank zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Blog-Beitrags bei 0,1% lagen, hat der Invest-in-Visions in der Privatkunden-Tranche alleine im Monat März 0,28% zugelegt. Er würde so auf eine jährliche Verzinsungen von 3,36% kommen, was sowohl Ihnen als Anleger hilft, aber trotzdem noch ein vernünftiger Rahmen ist, um auch den Kreditnehmern vor Ort faire Konditionen bieten zu können. Ebenfalls für sicherheitsorientierte Anleger spannend: unser Musterdepot Sicherheit.

 

 

 

Mehr zum Musterdepot Soziale Verantwortung

 

 

Grünes Geld Geschäftsführer Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun. Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

6 gute Gründe, über Grünes Geld nachzudenken

Freitag, 07. Februar 2014

Viele Menschen sind zur Zeit skeptisch gegenüber grünen, nachhaltigen Geldanlagen. Pleiten von Produktanbietern aus diesem Bereich oder auch die Bundesregierung, die augenscheinlich die Energiewende abbremst, sind nur zwei Gründe dafür. Warum also ist es besser, sein Geld grün anzulegen? Wir finden, dass es darauf (mindestens) 6 gute Antworten gibt:

 

1. Abzug von Kapital aus den regulären, nicht nachhaltigen Märkten

 

Banken arbeiten mit unserem Geld. Gemäß der Studie „Dirty Profits“ des NRO-Bündnisses FACING FINANCE sind alle führenden deutsche Finanzinstitute massiv in menschenrechtlich und ökologisch bedenkliche Unternehmen investiert oder unterstützen diese mit Krediten. Indem Sie Ihr Girokonto bei einer der Umweltbanken einrichten und ihre Geldanlagen in nachhaltige Fonds mit ethischen Ausschlußkriterien oder in ökologische Projekte investieren, entziehen Sie diesem Markt Kapital und unterstützen Firmen und Entwicklungen, die nachhaltig und sowohl ethisch als auch ökologisch vorbildlich sind.

 

2. Förderung der Energiewende

 

Der bisherige Verlauf der Energiewende ist zum größten Teil den Bürgern zu verdanken. Durch Investitionen in Solar- und Windenergie durch kleine Anlagen auf dem eigenen Dach, Windräder von Bauern auf ihren Feldern oder auch durch Zusammenschlüsse in Form von Genossenschaften oder Investitionen von Bürgern in Projekte von institutionellen Anbietern wurde der Ausbau der erneuerbaren Energien vorangetrieben. Die großen Stromkonzerne allerdings haben diese Entwicklung zum großen Teil verschlafen. Der gesellschaftlich getragene, dezentrale Ausbau scheint also der Schlüssel für eine erfolgreiche Fortführung der Energiewende zu sein.

 

Förderung der Energiewende, Klimaschutz oder Wiederaufforstung von Mischwäldern - die Gründe für ein grünes Investment sind vielseitig (Bildquelle v.l.n.r.: Petra Bork, pixelio.de/ k. a. / Oliver Brunner, pixelio.de)

Förderung der Energiewende, Klimaschutz oder Wiederaufforstung von Mischwäldern – die Gründe für ein grünes Investment sind vielseitig (Bildquelle v.l.n.r.: Petra Bork, pixelio.de/ k. a. / Oliver Brunner, pixelio.de)

 

3.  Förderung von neuen Technologien

 

Wir leben in einer schnelllebigen Welt und sind umgeben von ständiger Veränderung. Veränderung bedeutet aber im besten Fall auch Weiterentwicklung. Durch die stetige Zunahme der Weltbevölkerung stehen wir vor einer nie gekannten Herausforderung. Neben der Notwendigkeit grundsätzlich weniger Energie und Ressourcen zu verbrauchen, gibt es auch die Möglichkeit, die Erforschung und Entwicklung von neuen Technologien zu unterstützen. Unternehmen, welche Verfahren entwickeln, um Energie in Produktionsprozessen einzusparen, bessere Dämmtechniken erarbeiten oder an einer Möglichkeit arbeiten, erneuerbare Energien speicherbar zu machen. All das kann dazu beitragen, unsere Welt für nachfolgende Generationen besser zu gestalten.

 

4. Übernahme von sozialer Verantwortung

 

Wir leben in einer Überflussgesellschaft. Durch die fortschreitende Globalisierung können wir fast zu jeder Zeit an jedes gewünschte Produkt kommen. Die Globalisierung hat aber nicht nur Vorteile, sondern für manche Menschen auch gravierende Nachteile. Die Ausbeutung von menschlicher Arbeitskraft und Landgrabbing sind nur zwei Punkte. Oft befinden sich Menschen in Produktionsländern für unsere Konsumgüter in einem Kreislauf, der es ihnen nicht erlaubt, ein menschenwürdiges Leben zu führen. Kleinstkredite in Form von Mikrofinanzprodukten können hier ein Ausweg sein. Der Mitbegründer des Mikrofinanzgedanken, Prof. Yunus hat für dieses Konzept 2006 den Friedensnobelpreis erhalten. Mit Krediten zwischen 50,- € und 2.000,- € erhalten ExistenzgründerInnen in Entwicklungsländern auch ohne Sicherheiten die Möglichkeit, zu fairen Bedingungen in die finanzielle Unabhängigkeit zu starten. Hilfe zur Selbsthilfe ist hier der Schlüssel zum Erfolg und mit steigendem Wohlstand steigt in der Regel auch die Bildungsquote – gerade für Mädchen und Frauen.

 

5. Unterstützung von nachhaltigen Aufforstungsprojekten

 

Der Wald ist die Lunge unseres Planeten. Er gibt vielen Lebewesen ein zu Hause, dient uns zur Erholung und liefert wertvolle Rohstoffe. Und trotzdem zerstören wir kaum einen Lebensraum in einer solchen Geschwindigkeit und so nachhaltig wie den Wald. Doch es gibt auch Projekte, die auf der einen Seite Rohstoffe liefern, aber auf der anderen Seite dafür sorgen, dass die Wälder sich auch wieder erholen können. Monokulturen und das Auslaugen der Böden werden vermieden. Ehemalige Weideflächen werden wieder zu Mischwäldern umgebaut und der Bevölkerung vor Ort attraktive Arbeitsplätze geboten. Kaum ein anderes Investment könnte man treffender als „Grünes Geld“ bezeichnen.

 

6. Wertentwicklung im Vergleich zu konventionellen Anlagen

 

Bedeuten nachhaltige Geldanlagen auch automatisch, dass man Kompromisse in der zu erwartenden Wertentwicklung gegenüber konventionellen Anlagen eingehen muss? Nicht unbedingt! Die Studie „Nachhaltige Investments aus dem Blick der Wissenschaft: Leistungsversprechen und Realität“ des Reserch Center for Financial Services der Steinbeis-Schule Berlin kommt im Vergleich zu dem Ergebnis, dass eine Anlage mit gutem Gewissen kein schlechteres Ergebnis in der Renditeentwicklung bedeuten muss. Teilweise können Sie sogar leichte Vorteile gegenüber konventionellen Geldanlagen erkennen. Das liegt auch daran, dass das Angebot ständig wächst. Tragen auch Sie mit Ihrem Kapital dazu bei, die Entwicklung hin zu einer nachhaltigeren Welt voranzutreiben.

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:”Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.”