Archiv für die Kategorie ‘Nachhaltige Geldanlage’

Monatssparen – Die einfache Art der Geldanlage

Freitag, 15. September 2017
Zusammenfassung: Sparen gilt als Tugend. Aber lohnt sich Sparen noch zu Zeiten des Niedrigzinses? Die Antwort lautet „jein“, denn Sparbuch & Co. haben in der Tat ausgedient. Dafür gibt es mittlerweile vielfältige Angebote, die monatliches Sparen attraktiv machen und gleichzeitig nachhaltig wirken.

 

 

Sparen hat teilweise an Glanz verloren.

Sparen oder nicht sparen – eine schwierige Frage in Zeiten des anhaltenden Niedrigzinses. Selten war es schwieriger, zwischen Vernunft und Spaß abzuwägen. Denn die alte Weisheit „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“, verliert sehr an Reiz, wenn das Ersparte am Ende weniger Wert ist als vorher. Schließlich ist die Motivation zur Sparsamkeit, für unvorhersehbare Situationen und das Alter vorzusorgen. Wenn Sparen allerdings bedeutet, heute zu verzichten und morgen dennoch wenig zu haben, dann muss Sparen neu gedacht werden.

 

Banken und Fondsgesellschaften bewerben seit je her regelmäßig ihre Sparangebote. Dennoch haben auch Ökonomen die vermeintliche Tugend Sparen durchaus kritisch gesehen. So erklärte der britische Ökonom John Maynard Keynes, dass Sparen zu einer Rezession führen kann, denn ohne Konsum werden weite Teile der Wirtschaft lahm gelegt. Dagegen steht die Ansicht, dass gespartes Geld bei den Banken im Wirtschaftskreislauf erhalten bleibt und so beispielsweise Kredite ermöglicht.

 

 

Sparen – schwierig aber erstrebenswert

Der deutsche Philosoph Immanuel Kant konstatierte, dass Sparsamkeit keine Tugend sei, denn zum Sparen gehöre weder Geschicklichkeit noch Talent. Kant würde sich jedoch wundern, wenn er heute eine Sparentscheidung zu treffen hätte, denn von Einfachheit ist seit einigen Jahren kaum noch etwas zu bemerken. Wer heute Geld sparen will, muss sich genau überlegen, wie das zurückgelegte Geld in einigen Jahren an Wert gewinnt und nicht verliert.

 

Allen Widrigkeiten zum Trotz, Sparen ist und bleibt ein Thema, dass die Deutschen bewegt und auch weiterhin als erstrebenswert gilt. Nicht umsonst ist Deutschland wahrscheinlich das einzige Land auf der Welt, in dem es mit rund 90 Millionen Lebensversicherungen mehr Policen gibt, als Einwohner. Denn Sparen vermittelt Sicherheit und Unabhängigkeit.

 

Dass Sparen so extrem unattraktiv geworden ist, kratzt entsprechend am Selbstbewusstsein einer gesamten Gesellschaft. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel ging gar soweit, deutschen Sparern zu unterstellen, dass sie ihr Geld schlichtweg ohne Zins und Verstand horten. Ein harsches Urteil. – Angesichts der mehr als zehn Millionen staatlich geförderter Riester-Verträge, die kaum Gewinn abwerfen – jedoch nicht ganz von der Hand zu weisen.

 

Was ist also zu tun? Der „Spiegel“ sieht  ein gesellschaftliches Problem, wenn immer mehr Menschen mit ihren Sparplänen scheitern und von der Altersarmut  bedroht sind. Entsprechend stehe die Politik in der Verantwortung.

 

 

Ein erfolgreicher Sparer – geht das überhaupt?

Erfolgreiches Sparen bedeutet, dass das zurückgelegte Geld nicht nur werterhaltend sondern auch wertsteigernd angelegt wird. Bedingt durch die anhaltende Niedrig- bis Nullzinsphase stehen Sparwillige jedoch vor einer neuen Herausforderung, denn mit dem einfachen Sparbuch ist es längst nicht mehr getan.

 

Sparplan statt planlos!

Auch der Vogelstrauß steckt nicht (immer) den Kopf in den Sand.

Dennoch sollten sich Sparer durch die komplexen Veränderungen im Finanzbereich nicht verunsichern lassen und den Kopf in den Sand stecken. Denn ein solider Sparplan ist auch ohne Wirtschaftsstudium möglich. Mit einem passenden und solide ausgearbeiteten Sparplan können die Einzahlungen individuell gestaltet werden, eben so, wie es das persönliche Budget und die aktuelle Lebenssituation zulässt.

 

Auch die Dauer des Sparens kann flexibel auf die individuellen Ziele angepasst werden. Soll das Sparvermögen beispielsweise für eine spätere Altersvorsorge dienen, ist eine langfristige Planung sinnvoll.

 

A und O eines soliden Sparplans ist die regelmäßige Einzahlung. Mit dem Sparguthaben werden unterschiedliche Fondsanteile erworben. Bei niedrigen Preisen im Markt werden mehr Anteile erworben, bei höheren Preisen wenige. Damit wir ein günstigerer durchschnittlicher Preis erzielt, als bei einem „Großeinkauf“.

 

 

Die goldenen Regeln des Sparens

Mit einem soliden Sparplan kann die Bildung von langfristigen Rücklagen losgehen. Dabei ist es jedoch auch wichtig darauf zu achten, dass der Plan den persönlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten entspricht. Daher bei einem Sparvorhaben folgende Fragen vorab geklärt werden:

 

  • Erst Rücklagen bilden, dann Sparvermögen Aufbauen
    Wer gerade erst mit dem Sparen beginnt, sollte seine Pläne nicht unterbrechen, weil unvorhergesehene Anschaffungen gemacht werden müssen. Daher bietet sich die alte Faustregel an, drei Monats-Nettoeinkommen als Rücklage schnell verfügbar zu halten. Wenn diese Basis stimmt, kann mit dem langfristigen Sparen begonnen werden.

 

  • Wie viel Geld kann und will ich monatlich sparen?
    Sicher fällt das spätere Sparvermögen höher aus, wenn höhere Summen regelmäßig gespart wurden. Es ist jedoch auch nicht sinnvoll, sich im hier und jetzt in eine finanzielle Schieflage zu bringen.

 

  • Welche Summe soll erreicht werden?
    Ziele setzen und realistisch bleiben, lautet hier die Devise. Wie hoch das Sparvermögen in einigen Jahren ausfallen soll, ist allerdings von vielen individuellen Faktoren abhängig. Hier sollten sich Sparer ausführlich informieren, um beispielsweise Versorgungslücken zu ermitteln.

 

  • Wie lange wird gespart?
    Zeit ist ein wichtiger Faktor beim Sparen. Generell gilt hier die Faustregel, je früher mit dem Sparen begonnen wird, desto niedriger können die monatlichen Beiträge ausfallen um eine bestimmte Summe zu erreichen. Hier wirkt sich der Zinseszinseffekt positiv aus.

 

 

Keine Pauschallösung in Sicht

Wer diese Fragen für sich geklärt hat, steht noch vor einer weiteren Entscheidung: Welche Faktoren sind mir beim Sparen wichtig? Steht die Sicherheit im Vordergrund der Handlung oder das solide Wachstum des Sparvermögens. Oder eine Mischung aus Beidem. Wie auch immer ein one-size-fits-all-Lösung gibt es auch hier nicht.

 

Ein Produkte, das allen passt, gibt es selten.

 

Schade? – Eigentlich nicht, denn es gibt zwar keine Einheitslösung, wohl aber eine breite Palette an individuellen Möglichkeiten.

 

 

Sicherheit in unsicheren Zeiten

Die Welt befindet sich in Bewegung, sichere Prognosen für die Zukunft werden immer schwieriger. Unter diesem Eindruck wünschen sich viele Sparer eine sichere Art der Geldanlage.

 

Hier bietet das Sicherheit Monatssparen von Grünes Geld eine gute Lösung. Das Konzept ist einfach und überzeugend. Monatlich werden mindestens 100 Euro im Musterdepot angespart. Die empfohlene Mindestlaufzeit beträgt drei Jahre.

 

Das Musterdepot Sicherheit Monatssparen basiert rund 500 nachhaltigen Anlagen unterschiedlicher Anbieter. Durch die breite Streuung über mehrere Nachhaltigkeitsfonds ist das Depot besonders sicher aufgestellt. Das macht sich bei der jährlichen Rendite bemerkbar. In den vergangenen fünf Jahren hat sich dieses Depot mit durchschnittlichen 4,7 Prozent Rendite rentabel entwickelt.

 

Konkret bedeutet das, dass ein Sparer aus monatlichen 300 Euro über zehn Jahre hinweg mit einem Sparvermögen von mehr als 45.000 Euro (gemäß BVI-Methode) rechnen kann. Ein Ergebnis, das sich positiv von den Zinsergebnissen aus Sparbüchern und Tagesgeldkonten abhebt. Gleichzeitig verfügt das Monatssparen Sicherheit über eine hohe soziale und ökologische Wirkung.

 

 

Im Gleichgewicht bleiben

Ausgewogenheit – fair und beruhigend.

Wer spart, setzt generell auf Sicherheit. Wie stark jedoch das Sicherheitsbedürfnis ist, hängt vom Anlegertyp ab. Für viele Sparer ist daher der Mittelweg in der Tat der Weg, der zum einen ausreichende Sicherheit und zugleich auch eine profitable Rendite verspricht.

 

Hier bietet sich das Balance Monatssparen von Grünes Geld an. Auch hier beginnt die monatliche Sparanlage bei 100 Euro. Um die avisierte Rendite zu erreichen, empfiehlt sich eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren, um den Zinseszins-Effekt optimal ausnutzen zu können. Es gibt jedoch keine vorgeschriebene Vertragslaufzeit, Sparer können jederzeit auf ihr Geld zugreifen oder über die empfohlene Laufzeit hinaus weiter sparen.

 

In den vergangenen fünf Jahren belief sich die Rendite im Musterdepot Balance Monatssparen auf durchschnittlich 7,8 Prozent. Wer also über zehn Jahre hinweg monatlich 300 Euro anlegt, kann mit einem Sparvermögen von rund 54.000 Euro rechnen.

 

Auch das Musterdepot Balance Monatssparen baut auf Nachhaltigkeit und kann eine hohe soziale und ökologische Wirkung für sich verbuchen. Das Geld wird dabei in einem Portfolio von mehr als 500 nachhaltigen Staaten und Unternehmen weltweit gestreut.

 

 

Wenn es etwas mehr sein darf …

Monatssparen ist einfach und bequem!

Monatssparen ist einfach und bequem. Wenn einmal der passende Sparplan gefunden wurde, läuft alles eigentlich wie von selbst. Dafür bleiben die Erträge aber auch hinter den Ergebnissen anderer Geldanlagen zurück? – Nicht unbedingt! Denn auch mit Monatssparen kann eine durchschnittliche Rendite von 8,9 Prozent erreicht werden.

 

Das Musterdepot Wachstum Monatssparen von Grünes Geld beispielsweise, setzt auf voll auf den Cost-Average-Effekt und nutzt diesen optimal aus, um mit einer längeren Laufzeit – empfohlen sind mindestens sieben Jahre – mögliche Schwankungen optimal auszugleichen.

 

Entsprechend verfügt das Musterdepot Wachstum Monatssparen über einen höheren Aktienanteil. Hier wirken Geduld und Erfahrung. Bei niedrigen Kursen werden viele Anteile gekauft, bei hohen wenige. Selbstverständlich kommen auch hier nur nachhaltige Staaten und Unternehmen zum Zug. Für eine gleichmäßige Wertentwicklung sorgt außerdem noch eine Beimischung festverzinslicher Wertpapiere.

 

Wer sich über zehn Jahre hinweg für einen monatlichen Sparbetrag von 300 Euro entscheidet, kann mit einem Sparvermögen von rund 57.000 Euro rechnen. Eine sehr gute finanzielle Rendite und zugleich ein positiver Beitrag zur ethischen und ökologischen Entwicklung der Welt.

 

 

Sparen – der bewusste Umgang mit Ressourcen

Wer spart, geht bewusst mit seinem Geld um und versucht, auch morgen noch über ausreichende finanzielle Mittel zu verfügen. Wer so an seine Zukunft denkt, sollte auch einen Schritt weiter denken und die globale Entwicklung mit in seinen individuellen Sparplan einbeziehen. Denn Monatssparen kann nachhaltig wirken. Auch nachhaltige Fonds mehren das Sparvermögen und setzen das Geld darüber hinaus da ein, wo es eine positive soziale, ökologische oder klimaschonende Wirkung zeigt.

 

Wer also mit gutem Gewissen und guten Ergebnissen sparen will, sollte auf die Angebote von Finanzdienstleistern zurückgreifen, die Erfahrung und Expertise aufweisen können, wie beispielsweise Grünes Geld. Das Unternehmen gehört zu den Pionieren der ethischen und ökologischen Geldanlagen.

 

Dabei greifen die Experten von Grünes Geld zum einen auf ihre umfangreiche Kenntnisse des Marktes für nachhaltige Geldanlagen zurück, zum anderen nutzen die Berater die umfangreichen Methoden wie beispielsweise Ausschlusskriterien („Blacklist“), Positivauswahl („Whitelist“) oder den Best-in-Class-Ansatz, bei dem in die nachhaltigsten Unternehmen einer Branche investiert wird.

 

Damit kann sichergestellt werden, dass Sparvermögen nicht durch Umweltzerstörung, Ausbeutung und Krieg erwirtschaftet wird. Genauso wichtig wie die Marktkenntnis ist aber auch die Menschenkenntnis. Daher ist eine Analyse der Kundenbedürfnisse eine essentielle Voraussetzung für die passende Lösung. Finden Sie mit uns Ihre passende Lösung und machen sie den Grünes Geld Test.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

7 x Wissenswertes über nachhaltige Geldanlagen

Freitag, 18. August 2017

Zusammenfassung: Nachhaltige Geldanlagen werden zunehmend beliebter. Teilweise werden die Investments in soziale und ökologische Projekte jedoch auch noch mit Misstrauen betrachtet und mit Spenden verwechselt. Höchste Zeit, mit einigen Vorurteilen aufzuräumen und die Vorteile der grünen Geldanlagen in den Vordergrund zu rücken.

 

 

Nachhaltig die Welt verändern.

„Geld regiert die Welt“ – so heißt es oft lapidar, wenn eine weltpolitische Entwicklung mal wieder vollkommen fehl läuft, wirtschaftliche Interessen zu ökologischen Schieflagen führen und Menschenrechtsverletzungen aus ökonomischen Interessen billigend in Kauf genommen werden.

 

Aber nicht das Geld regiert die Welt, sondern die Menschen, die das Geld besitzen – und hier fängt die Schieflage schon an. Denn der Oxfam Armutsbericht  bringt es immer wieder auf den Punkt: Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Aktuell verfügt ein Prozent der Weltbevölkerung über mehr als die Hälfte des weltweiten Vermögens.

 

Weitere 20 Prozent der Weltbevölkerung verfügen fast vollständig über die andere Hälfte des Vermögens. Lediglich fünf Prozent des Vermögens verteilt sich auf die verbleibende Mehrheit von fast 80 Prozent der Menschen.

 

Eine eklatante Ungleichheit, die es zu bekämpfen gilt. Und dieses Ziel haben sich auch die Vereinten Nationen gesetzt und in ihren 17 Nachhaltigkeitszielen festgeschrieben,  die die Staatengemeinschaft bis zum Jahr 2030 erreichen will.

 

Kann diese Ungleichheit wirklich gestoppt werden und wie? – Viele Wege führen zum Ziel. Dazu zählen ein fairer Welthandel, faire Entlohnung der Arbeit, Förderung von bezahlbaren und sauberen Energien, Zugang zu Bildung, Hilfe zur Selbsthilfe und so vieles mehr.

 

Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist dabei auch immer die Finanzierung der Projekte. Eine ausgezeichnete Möglichkeit die Entwicklung mit voranzutreiben sind daher nachhaltige Geldanlagen, denn sie nutzten das Kapital als Hebel zur Veränderung. Bei aktuell ca. 5,85 Billionen Geldanlagen der Deutschen ein gewaltiger Hebel.

 

Das Leben ist zwar kein Hollywood-Streifen, aber es wäre doch trotzdem schön, wenn am Ende „die Guten“ gewinnen würden. Auf dem Weg zu diesem „Happy End“ helfen die folgenden 7 Fakten zu nachhaltigen Geldanlagen, den Weg konsequent zu beschreiten und möglichst viele Anleger von den Vorteilen dieser Investments zu überzeugen.

 

 

1. Nachhaltige Geldanlagen sind keine Spende

Geldanlagen sind keine Spenden.

Vielfach werden nachhaltige Geldanlagen noch als Nischenprodukt für „Gutmenschen“ angesehen und nicht als Möglichkeit, Geld sinnvoll und dennoch sicher anzulegen. Denn die Investments sind keine Spende. Zwar wird das angelegte Geld – wie auch viele Spendengelder – für vielfältige ökologische, ethische und soziale Projekte verwendet, damit hört die Gemeinsamkeit aber auch schon auf. Denn statt einer Spendenbescheinigung erhalten Anleger attraktive Rendite und bringen eine nachhaltige Entwicklung auf den Weg.

 

 

2. Nachhaltige Geldanlagen sind vielseitig

Hilfe zur Selbsthilfe durch Mikro-Kredite.

Die Idee der Mikrofinanz-Systems ist vielen Menschen bekannt – nicht zuletzt durch die Verleihung des Friedensnobelpreis 2006 an Muhammad Yunus aus Bangladesch, der die Idee der Anschubfinanzierung zur Selbsthilfe in den armen Regionen der Welt stark belebt hat.

 

Mikrofinanz-Kredite sind auch definitiv eine Möglichkeit, Geld nachhaltig anzulegen, aber sicher nicht die Einzige. Der Markt an nachhaltigen Geldanlagen umfasst heute nahezu sämtliche gängigen Finanzprodukte. So gibt es nachhaltige Sparpläne für die unterschiedlichen Anlegertypen, Fonds, Sachwerte, wie beispielsweise Windkraftanlagen oder Forstbeteiligungen und vieles mehr.

 

Wenn Sie sich näher für Geldanlagen in Mikrofinanzen interessieren, sehen Sie sich unser entsprechendes Musterdepot Soziale Verantwortung an.

 

 

 

3. Nachhaltigkeit ist mehr als „öko“

Nachhaltigkeit hat sich zu einem Schlagwort entwickelt, das zwar positiv besetzt ist, jedoch keine verbindliche inhaltliche Aussage macht. Ursprünglich entstammt der Nachhaltigkeitsbegriff aus der Forstwirtschaft und bezeichnete das Wirtschaften, bei dem nur so viel Holz dem Wald entnommen wird, wie auch nachgepflanzt wird.

 

Heute bezieht sich die Bezeichnung der Nachhaltigkeit im Allgemeinen auf die Auswirkungen einer Handlung oder eines Produktes auf Umwelt und Klima. Diese sollen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung dauerhaft ausgeglichen werden.

 

Auch für den Begriff der nachhaltigen Geldanlagen existiert keine gesetzliche oder allgemein anerkannte Definition. Die Bewertung eines Investments als nachhaltig kann nach 200 bis 300 Kriterien geschehen. Dabei werden vielfältige Faktoren des Umweltschutz sowie soziale und ethische Aspekte der generellen Unternehmensführung berücksichtigt.

 

Generell werden unter nachhaltigen Geldanlagen Investments verstanden, die nicht nur klassische finanzielle Ziele wie Werterhalt, Sicherheit und gute Erträge verfolgen, sondern auch gleichzeitig einen Beitrag zu einer positiven ökologischen, ethischen und sozialen Entwicklung leisten. Entsprechend dieser Werte, dienen nachhaltige Geldanlagen dem Natur-, Umwelt- und Klimaschutz, stehen für gerechte und existenzsichernde Bezahlung und wenden sich gegen Kinder- und Zwangsarbeit. Nachhaltige Projekte richten sich gegen Diskriminierungen, sei es aufgrund des Geschlechts, der Herkunft, Nationalität, Religion oder Hautfarbe. Ebenso werden mit dem nachhaltig angelegten Geld keine Waffen und Kriegsgüter unterstützt.

 

Die nachhaltigen Unternehmen herausfiltern.

Um diese Kriterien sicher zu stellen und zu gewährleisten, nutzen Anbieter nachhaltiger Geldanlagen einen sogenannten Ethik-Filter. So wird etwa bei Wertpapieren mit Ethik-Filter überprüft, ob die Unternehmen, in die investiert werden soll, den strengen Nachhaltigkeits-Kriterien entsprechen. Im Allgemeinen werden so Unternehmen aus der Rüstungsindustrie, Teile der Chemie- und Pharmabranche und konventionelle Energie-Anbieter ausgeschlossen. Unternehmen, die Mitarbeiter diskriminieren oder auf Kinderarbeit setzen, finden sich ebenfalls nicht in den Geldanlagen wieder. Ob und wie der Ethik-Filter angewendet wird, erfahren Anleger von ihrem Finanzberater sowie aus den Verkaufsprospekten ihres Investments.

 

Allgemein nachhaltige Geldanlagen finden Sie in unseren Musterdepots Vermögensaufbau.

 

 

4. Nachhaltige Geldanlagen können auch persönliche Werte abbilden

In vielen Bereichen, sind die Ansprüche an eine nachhaltige Entwicklung Konsens. Nahezu alle Anleger in diesem Bereich können sich darauf einigen, dass Kriege, Kinderarbeit und Umweltzerstörung in keiner Weise finanziell unterstützt werden sollen.

 

Aber viele Anleger haben darüber hinaus auch noch einen persönlichen Wertekanon, nach dem sie handeln und investieren wollen. Beispielsweise wollen Veganer kaum ihr Geld in Unternehmen investieren, die mit der Massentierhaltung in Verbindung stehen, sei es aus ethischer Überzeugung oder aus Gründen des Klimaschutzes. Auch werden praktizierende Katholiken  einer Geldanlage in Unternehemen wenig abgewinnen können, die Verhütungsmittel herstellen oder im Bereich der Gen- und Stammzellenforschung aktiv sind.

 

Hier können erfahrene Anbieter nachhaltiger Geldanlagen umfassend beraten und eine entsprechende Blacklist zusammenstellen, die Branchen und Bereiche definiert, in die nicht investiert werden darf.

 

 

5. Nachhaltiges investieren kann Werte durchsetzten

Stimm- und Rederechte effektiv nutzen.

Ausschlusskriterien sind eine Seite Medaille der nachhaltigen Geldanlagen. Die andere Seite ist eine aktive Herangehensweise, die auf das Verhalten von Unternehmen einen direkten Einfluss nehmen will. Dieser Engagement Ansatz, baut auf die Macht des Geldes.

 

Investoren versuchen dabei, beispielsweise durch die Ausübung ihrer Stimmrechte bei Aktionärsversammlungen, auf den Kurs des Unternehmens Einfluss zu nehmen. Neben der Hauptversammlung ist dies auch durch einen direkten Dialog mit der Unternehmensführung möglich. Obgleich dieser Weg in der harten Wirtschaftswelt etwas träumerisch klingen mag, kann auch dieser dynamische Prozess Erfolge verzeichnen. Schließlich haben zunehmend mehr Unternehmen ein Interesse daran, ihr Engagement in Sachen Nachhaltigkeit zu unterstreichen.

 

 

6. Nachhaltige Geldanlagen sind keine Modeerscheinung

Ausgewogen und ausbalanciert.

Der Markt für nachhaltige Geldanlagen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Mit einem Plus von rund dreißig Prozent ist der Markt im vergangenen Jahr in Deutschland, Österreich und in der Schweiz überproportional gewachsen. In den drei Ländern wurden gemäß der Jahresstatistik des FNG – Forum Nachhaltige Geldanlagen ökologische und ethische Investments im Wert von 420 Milliarden Euro getätigt. Darüber hinaus wurden rund vier Billionen Euro in Anlagen investiert, die einzelne Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen.

 

In Deutschland konnte in 2016 ein Zuwachs von rund 15 Prozent im Markt für nachhaltige Geldanlagen verzeichnet werden. Die Entwicklung wurde zum einen von einer wachsenden Anzahl privater Investoren getrieben, die ihre persönlichen Werte auch zum Maßstab ihrer Geldanalagen machen, zum anderen haben – eben angestoßen durch diese Bewegung – immer mehr institutionelle Anleger das Potenzial der nachhaltigen Werte entdeckt.

 

Das rasant gestiegene Interesse an den ökologischen und sozialen Investments mag vielleicht den Gedanken an eine Modeerscheinung Nahe legen, Fakt ist jedoch, dass die Entwicklung und der Erfolg der nachhaltigen Geldanlagen bereits auf ein Erfolgsgeschichte von fast einem Viertel Jahrhundert zurückblicken kann.

 

Wenn heute rund 25 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen  stammt, ist das nicht zuletzt der Erfolg privater Anleger, die seit den neunziger Jahren mit großem Engagement in Windkraftwerke, Photovoltaikanlagen und Biogasprojekte investiert haben – also in Unternehmen, die mittlerweile in Deutschland mehrere hunderttausend Arbeitsplätze stellen und die beschlossene Energiewende entscheidend mittragen.

 

 

7. Nachhaltige Geldanlagen bieten Sicherheit und solide Erträge

Nachhaltige Investments lösen den ewigen Widerstreit zwischen Geld und gutem Gewissen ein für allemal auf. Beides ist möglich und nötig, um eine positive Entwicklung voranzubringen. Nachhaltig investieren bedeutet also keinesfalls, auf unsichere oder unrentable Anlagen zu setzen.

 

Wissenschaftliche Untersuchungen haben sich – vor allem aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach ökologischen und ethischen Investments – tiefergehend mit Anlagen auseinandergesetzt und kommen mehrheitlich zum Ergebnis, dass nachhaltige Geldanlagen in der Rendite nicht zurückstehen. Wer also nachhaltig investiert kann mit soliden und marktüblichen Erträgen rechnen.

 

Schwarze Schafe gibt es in jeder Branche.

Vorsicht ist – wie auch bei allen konventionellen Geldanlagen – geboten, wenn überdurchschnittliche Rendite versprochen wird, denn auch im Markt der nachhaltigen Geldanalgen tummeln sich mittlerweile schwarze Schafe.

 

Wer sich also für eine grüne Geldanlagen entscheidet, geht keine erhöhten Risiken aufgrund der Nachhaltigkeit ein. Genauso, wie bei einer konventionellen Geldanlage, müssen sich Anleger allerdings im Vorfeld generell damit auseinandersetzen, wie hoch die Rendite ausfallen soll, welche Risiken eingegangen werden und wann das angelegte Geld zur Verfügung stehen soll.

 

Wenn diese Fragen geklärt sind, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, in nachhaltige Projekte zu investieren. Wer auf höhere Rendite und langfristige Geldanlagen zielt, findet in nachhaltigen Direktinvestments eine gute Möglichkeit, hohe Erträge zu erwirtschaften und zugleich eine sehr transparente Form der Geldanlage mit einer hohen Wirkung zu realisieren.

 

Wer sich mehr Sicherheit und Flexibilität wünscht, investiert in ausgewählte Umweltfonds, die in unterschiedlich zusammengestellten Musterdepots angeboten werden. Das ist nicht nur mit großen Summen möglich, sondern kann auch über einen individuellen monatlichen Sparplan verlaufen, der es auch bei noch geringem Einkommen ermöglicht, bereits in jungen Jahren ein kleines Vermögen aufzubauen.

 

 

Grünes Geld, erfahrener Anbieter nachhaltiger Geldanlagen, ist bereits seit 2001 im Markt aktiv und beweist mit seinem Erfolg, dass ökologische, soziale und ethische Investments absolut keine Modeerscheinung sind. Anleger können hier sicher gehen, dass ihr Geld gemäß festgelegten ethischen und ökologischen Kriterien investiert wird und entsprechend einen wertvollen Beitrag für Umwelt, Klima und Gesellschaft leisten.

 

Bei Grünes Geld finden alle Anlegertypen, ihre passende nachhaltige Geldanlage. Sei es im Bereich der Erneuerbare Energie Fonds, Umweltfonds, Solar Fonds, Wind Fonds oder Mikrofinanzfonds.

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Lebensversicherung: absichern, sparen, nachhaltig denken

Dienstag, 18. Juli 2017
Zusammenfassung: Lebensversicherungen bieten weit mehr als nur die finanzielle Absicherung der Hinterbliebenen. Die Policen können auch einen sinnvollen Beitrag zur privaten Altersversorgung leisten. Dabei hat die Kapitallebensversicherung durch anhaltende Niedrigzinsen an Attraktivität verloren. Interessanter sind fondsgebundene Lebensversicherungen. Auch hier sollten Versicherungsnehmer auf Nachhaltigkeit achten und sich von Experten beraten lassen.

 

Aufwändig aber lohnend – die richtigen Verträge abschließen!

Die Idee der Lebensversicherung ist uralt. Bereits in der Antike gab es erste Vereinigungen, die nach dem Tode die Kosten für das Begräbnis übernahmen und die Verwandten unterstützten. Spätere Modelle der Lebensversicherung verliefen mehr als Wette. So wurden in England, dem Mutterland der Wettbüros, Wetten auf das Leben angenommen. Entsprechend der Einsätze fiel die Versicherungssumme für die Hinterbliebenen höher oder niedriger aus.

 

Die ersten modernen Lebensversicherungen kamen dann Ende des 17. Jahrhunderts auf und basierten nicht mehr auf reine Spekulation, sondern auf mathematische Wahrscheinlichkeiten. Entsprechend wurden die Beiträge zur Versicherung aufgrund des Alters des Versicherten ermittelt. Die erste Lebensversicherung in Deutschland wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von der Gothaer Lebensversicherungsbank eingeführt. Neu war zu diesem Zeitpunkt, dass es sich hier um gemischte Versicherungen handelte, die nicht nur beim Tod des Versicherten fällig wurden. Erstmals konnte sich auch der Versicherte beim Erreichen einer bestimmten Altersgrenze über Geld freuen.

 

 

Lebensversicherung – ein Begriff, viele Produkte

„Ich brauche keine Lebensversicherung. Ich möchte, dass alle richtig traurig sind, wenn ich einmal sterbe.“ – Dieser klassische Witz aus der Versicherungsbranche trifft den Kern der Lebensversicherungen nur noch zum Teil.

 

Wer sich heute für eine Lebensversicherung interessiert, hat ganz unterschiedliche Ziele im Sinn. Natürlich ist auch weiterhin die Risikolebensversicherung als Absicherung der Hinterbliebenen von Bedeutung. Doch die Absicherung der Familie macht nur noch einen geringeren Anteil der abgeschlossenen Policen aus.

 

Lebensversicherungen haben sich auch zu einem Baustein der Altersversorgung entwickelt. In diesem Bereich gibt es vielfältige Angebote. Besonders interessant sind dabei fondsgebundene Produkte, die sowohl den Todesfall absichern als auch mit einem Sparplan arbeiten.

 

Und ein Alleinstellungsmerkmal bieten: wer sich statt einer einmaligen Auszahlung für eine monatliche ausgezahlte Rente entscheidet, bekommt bis an sein Lebensende die Rente ausgezahlt – auch wenn sein Kapital längst aufgebraucht wäre.

 

 

Lebensversicherung im Überblick

Vor dem Abschluss einer Versicherung sollte der Versicherungsnehmer genau wissen, was er will. Denn gerade im Bereich der Lebensversicherungen sind die althergebrachten Weisheiten längst nicht mehr gültig. Die Finanzwelt hat sich verändert. In den aktuellen Zeiten von Niedrig- und Null-Zins sind die einstmals beliebten Kapitallebensversicherungen bei weitem nicht mehr lukrativ und teilen damit das Schicksal des klassischen Sparbuchs.

 

 

Risikolebensversicherung – Absicherung der Familie

Gegen finanzielle Notlage der Hinterbliebenen versichern.

Bis weit in die siebziger und achtziger Jahre war das Familienmodell mit einem Alleinverdiener in der Familie Gang und Gäbe. Fiel durch den Tod des Hauptverdieners das Familieneinkommen weg, standen die Hinterbliebenen oft vor einer ungewissen finanziellen Zukunft. Auch wenn sich das Familienbild grundlegend verändert hat, sind – gerade in den Lebensphasen mit kleinen Kindern im Haushalt – die Familieneinkünfte vielfach ungleich zwischen den Partnern aufgeteilt. Entfällt ein Einkommen wird es rasch eng.

 

Um dieses Risiko abzusichern, ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll. Die Höhe der Versicherung sollten Familien anhand ihrer Einkommens- und Vermögensverhältnisse festlegen, um den Hinterbliebenen ein finanziell abgesichertes Leben zu ermöglichen.

 

Gerade in der Familienphase ist die Suche nach der Traumwohnung oder dem Traumhaus ein wichtiges Thema in Familien. Wenn das passende Objekt gefunden wurde, steht auch die Finanzierung des neuen Zuhauses an. Im Allgemeinen wird dazu ein Immobilienkredit aufgenommen. Um den Kredit auch nach dem Tod des Partners weiter bedienen zu können, ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll und wird teilweise zur Absicherung des Kredits verlangt.

 

Die Risikoversicherung wird ausschließlich im Todesfall des Versicherungsnehmers ausgezahlt, bei einer Über-Kreuz-Versicherung, im Fall des Todes eines Partners. Bei dieser Variante sichern sich beide Partner mit nur einer Police gegenseitig ab. Da bei der Risikolebensversicherung kein Geld angespart wird, ist es sinnvoll, die Laufzeit mit dem abzuzahlenden Kredit abzustimmen. Bei Familien ist auch das Ausbildungsende der Kinder ein geeigneter Ausstiegszeitpunkt.

 

Wie hoch die Auszahlungssumme ausfallen soll, ist stark von den persönlichen Lebensumständen abhängig. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die Beiträge nicht nur von der Höhe der Auszahlungssumme abhängen, sondern ebenso vom Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers. Ähnlich wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung hängt der Beitrag neben dem Gesundheitszustand auch von weiteren Risiken ab, beispielsweise von besonders riskanten Hobbys.

 

 

2. Kapitallebensversicherung – der ausgediente Klassiker

Im Gegensatz zur Risikolebensversicherung, die ausschließlich im Todesfall ausgezahlt wird, ist die Kapitallebensversicherung in erster Linie auch ein langfristiger Sparvertrag. Diese gemischte Versicherung wird auch als klassische Lebensversicherung bezeichnet.

 

Die Laufzeit der Kapitallebensversicherung erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte. Der Versicherte erhält am Ende der festgelegten Versicherungslaufzeit seine verzinsten Beiträge sowie eine Überschussbeteiligung ausgezahlt und kann mit der Summe nach Belieben verfahren. Der Schönheitsfehler an diesem an sich grundsoliden Produkt ist, dass die Sparanteile der Verträge, von den Anbietern mit dem sehr jeweils gültigen Garantiezins verzinst werden.

 

Und dieser staatlich festgelegte Garantiezins ist auf einem Rekordtief angelangt. Das ist nicht nur für die Versicherten unbefriedigend, sondern auch für die Versicherungsgesellschaften. Entsprechend bieten viele Versicherer die klassische Lebensversicherung nicht mehr an. Neue Verträge lohnen sich aktuell für keine der beiden Seiten.

 

Trotzdem darf man eines nicht vergessen: Eine Lebensversicherung läuft in der Regel über mehrere Jahrzehnte. Auch wenn die aktuellen Niedrigzinsen wenig einbringen, sollten sich die Zeiten auch wieder ändern. Dann werden auch Lebensversicherungen die aktuell abgeschlossen werden wieder höhere Renditen erzielen.

 

Aktuell laufende Verträge, die vor längere Zeit abgeschlossen wurden, sind meist nicht mehr so rentabel wie bei Vertragsabschluss gehofft, bringen aber noch höhere Erträge als Bankeinlagen. Daher ist eine Kündigung der Versicherung nicht lohnend (speziell bei vor 2004 abgeschlossenen Alt-Verträgen, die steuerfrei ausgezahlt werden). Wer kein Geld mehr in die einen laufenden Vertrag investieren will, sollte die bestehende Lebensversicherung beitragsfrei stellen lassen.

 

 

3. Klassische Rentenversicherung – keine Absicherung im Todesfall

Die Kapitallebensversicherung diente vormals häufig als Teil einer privaten Altersvorsorge. Dieses Ziel verfolgt auch die klassische Rentenversicherung. Sie entspricht während der Ansparphase im Prinzip der Kapitallebensversicherung. Der Unterschied liegt darin, dass der Todesfall nur gering versichert wird. In der Praxis erhalten die Angehörigen meist das aktuelle Vertragskapital ausgezahlt, wenn der Todesfall in der Ansparphase eintritt (statt einer hohen Versicherungssumme).

 

Ansonsten zahlt die klassische Rentenversicherung ab dem vereinbarten Zeitpunkt eine lebenslange regelmäßige Rente. Kunden, die sich für eine Police mit Kapitalwahlrecht entschieden haben, können auch den gesamten Betrag auf einmal ausgezahlt bekommen. Wie die Kapitallebensversicherung leidet auch die private Rentenversicherung unter dem niedrigen Zinsniveau.

 

 

 

4. Fondsgebundene Lebensversicherung – Sicherheit mit Sparplan

Die passende Lösung für jeden Typ finden.

Wer aktuell nach einer attraktiven und sicheren Möglichkeit der privaten Altersvorsorge sucht, ist gefordert, die klassischen Wege zu verlassen und zeitgemäße Möglichkeiten der finanziellen Absicherung in Betracht zu ziehen.

 

Interessant sind in diesem Zusammenhang fondsgebundene Produkte wie die fondsgebundene Lebensversicherung. Dabei wird die klassische Absicherung des Todesfalls mit einem Fondssparplan verbunden. Die Versicherungsbeiträge werden also in Fonds investiert, das verspricht eine bessere Rendite als bei Produkten mit niedrigem Garantiezins. Nach der Versicherungslaufzeit bekommt der Versicherungsnehmer den aktuellen Wert seiner Fondsanteile. Stirbt der Versicherungsnehmer während der Ansparphase, erhalten die Nachkommen einen garantierten Festbetrag. Zudem zahlen die Versicherer auch meist eine Überschussbeteiligung, wenn die Fondsanteile mehr wert sind.

 

Ein nachhaltiges Beispiel für eine fondsgebundene Lebensversicherung bietet die Stuttgarter Lebensversicherung mit ihren GrüneRente-Produkten. Das Unternehmen stellt sicher, dass die Sparbeiträge der Versicherungsnehmer in nachhaltige Anlagen, wie beispielsweise sozial genutzte Immobilien und Erneuerbare Energien investiert wird. Die Investments werden vom Institut für nachhaltiges, ethisches Finanzwesen  geprüft. Ein weiterer Pluspunkt der GrüneRente-Produkte: Durch ein differenziertes Angebot bietet die Versicherung eine nachhaltige und rentable Absicherung für die unterschiedlichen Anlegertypen.

 

 

Auch auf bei Versicherungen auf Nachhaltigkeit achten

Wenn klar ist, was und wie versichert werden soll, ist für viele Versicherungsnehmer das Thema vorerst erledigt. Schließlich erfordert die Auswahl der richtigen Versicherung in der jeweiligen Lebenssituation bereits viel Zeit und Mühe. Wie die Versicherungsgesellschaften die Versicherungsbeiträge anlegen, ist dann meist kein Thema mehr.

 

Ein Fehler, denn auch hier gilt die wirtschaftliche Grundweisheit: Geld regiert die Welt. Daher sollten sich die Versicherten durchaus dafür interessieren, wie und wo ihr Geld von den Versicherungsgesellschaften eingesetzt wird. Versicherungen, die mit den Beiträgen fossile Energien, wie beispielsweise Kohle- und Kernkraftwerke finanzieren, sind kaum nachhaltig.

 

 

Lebensversicherungen sollen kein Leben vernichten

Nachhaltig: Geldanlagen ohne Waffengeschäfte.

Vielen Versicherten nicht bekannt, dass mit Waffengeschäften, Munitionsfabriken und Streubombenproduktion viel Geld verdient wird – auch von Banken und Versicherungen. Ein wichtiger Punkt, denn viele Anleger, die sich noch nicht mit nachhaltigen Investments und Versicherungen beschäftigt haben, lehnen diese Art der Geschäfte aus ethischen Gründen ab und wollen ihr Geld nicht im Kreislauf von Krieg und Zerstörung sehen.

 

Das Thema steht bereits auf der Agenda von Verbraucherschützern. So befragte die renommierte Stiftung Warentest bereits 2011 mehr als 150 Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen nach deren Anlagepraxis. Lediglich zwölf der befragten Unternehmen schlossen ausdrücklich aus, in Streubombenproduktion zu investieren.

 

Mittlerweile veröffentlichte auch das Projekt „Don’t bank on the bomb“ eine ausführliche Liste mit Unternehmen, die in Atomwaffen investieren. Ein besonders heißes Eisen, schließlich ist die weltweite Ächtung von Atomwaffen ein wichtiges Anliegen der Staatengemeinschaft.

 

 

Kompetente Ansprechpartner für Verbraucher

Viele Verbraucher wünschen sich nachhaltige Geldanlagen und Versicherungen. Im Gegensatz zu vielen Produkten des Alltags, helfen hier jedoch keine speziellen Qualitätssiegel bei der Auswahl.

 

Gute Beratung ist daher eine wichtige Voraussetzung für die Wahl der passenden Verträge. Wer dabei einen kompetenten und in nachhaltigen Anlagen erfahrenen Finanzpartner an seiner Seite weiß, kann sich darauf verlassen, dass seine Investments den hohen ethischen und ökologischen Ansprüchen genügen.

 

Grünes Geld verfügt über eine langjährige Expertise im Bereich nachhaltiger Geldanlagen und Versicherungen. Entsprechend achten die Berater darauf, dass keinerlei Investitionen in Rüstungsgeschäfte, Gentechnologie oder klimaschädigende Energien fließen. Darüber hinaus können auch die persönlichen Wertvorstellungen der Anleger zuverlässig berücksichtigt werden. So verfügt das Team auch über Erfahrung bei Geldanlagen gemäß christlicher Werte.

 

 

Wünsche und Bedürfnisse des Kunden kennen

Klar ist in jedem Fall, dass bei nachhaltigen Geldanlagen und Versicherungen soziale, ökologische und klimaschützende Projekte im Fokus der Investitionen stehen. Dazu zählen beispielsweise Anlagen aus dem Bereich der Mikrofinanz, des fairen Handels oder der Erneuerbaren Energien. Genauso interessant sind Investitionen mit einer positiven Gemeinwohl-Bilanz, denn diese Art der Bilanzierung gibt einen 360-Grad-Überblick über die Nachhaltigkeit der jeweiligen Produkte und der entsprechenden Unternehmenspolitik der Produzenten.

 

Um das richtige Finanzprodukt zu finden, ist es für die Berater von Grünes Geld wichtig, die Wünsche, Werte und Bedürfnisse der Kunden genau zu kennen. Daher hat das Unternehmen für den ersten Einstieg in die Beratung den Grünes Geld Test entwickelt. Diese erste Sondierung ermöglich es, Kunden dort abzuholen, wo sie gerade stehen und den zukünftigen Weg gemeinsam zu definieren.

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

Wald schützen für ein gutes Klima

Sonntag, 16. Juli 2017
Zusammenfassung: Holz ist und bleibt ein wichtiger Rohstoff und CO2-Speicher. Aber Waldflächen nehmen weltweit ab. Mit Aufforstungsprogrammen soll gegengesteuert werden. Um die Wälder weltweit zu schützen, ist eine nachhaltige Forstwirtschaft gefragt. Wer in Holzprojekte investiert, kann langfristig gute Rendite erzielen und betreibt Klimaschutz.

 

Nicht nur Holzlieferant -  Wälder sorgen für ein gutes Klima.

Nicht nur Holzlieferant – Wälder sorgen für ein gutes Klima.

Kaum eine Naturlandschaft ist so „beschäftigt“ wie der Wald. Weltweit zeichnet er als CO2-Speicher für den Klimaschutz verantwortlich und bietet als Ökosystem Lebensraum für vielfältige, Tiere, Pflanzen und Pilze. Außerdem ist der Wald als Holzlieferant in der Forstwirtschaft tätig. Darüber hinaus ist der Wald ebenso als Wohlfühlort zur Erholung und Entspannung beliebt, wie als attraktiver Sport- und mystischer Abenteuerspielplatz. Hierzulande dient der vielzitierte „deutsche Wald“ auch noch als Projektionsfläche für romantische und mystische Romane und regt seit Jahrhunderten die Phantasie der Menschen an.

 

Dass dem Wald bei so vielen anspruchsvollen Aufgaben ein Burnout drohen kann, ist auch eine der Quintessenzen von Peter Wohllebens Buch über „Das geheime Leben der Bäume“, in dem er auch die industrielle Forstwirtschaft anprangert, die den Wald in erster Linie nur noch als Massenproduzenten von Holz sieht.

 

Der Ex-Förster beschreibt einfühlsam die vielfältigen Kommunikationsarten der Bäume untereinander und führt seine Leserschaft in eine bislang gänzlich unbekannte Seite des Waldes ein. Wohlleben fordert einen langfristigen und nachhaltigen Umgang mit dem Wald. Bereits seit mehren Monaten führt Wohlleben die Bestsellerlisten an. Das Thema „Zukunft des Waldes“ trifft also den Nerv der Zeit.

 

 

Drei Billionen Bäume – aber es ist noch Platz für mehr

Auf der gesamten Erde stehen derzeit etwas mehr als drei Billionen Bäume. Zu diesem Ergebnis kam der US-Wissenschaftler Thomas Crowther von der forstwirtschaftlichen Fakultät der Yale University (Forestry & Environmental Studies). Die Studie liefert erstmalig wissenschaftlich belegte Zahlen über die Anzahl der Bäume weltweit. Bisherige Schätzungen gingen nur von 400 Milliarden Bäumen aus.

 

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld NewsJedoch hat sich der weltweite Baumbestand seit Beginn der menschlichen Zivilisation nahezu halbiert. Hinzu kommt, dass pro Jahr 9,5 Milliarden Bäume abgeholzt werden, häufig um die gewonnenen Flächen für die Landwirtschaft zu nutzen, vielfach zur Viehzucht.

 

Ermittelt hat Crowther den weltweiten Baumbestand in erster Linie durch die computergestützte Auswertung von Satellitenbildern. Hinzu kamen die Daten, die an verschiedenen Orten erhoben wurden und Modellrechnungen. Die Summe von rund drei Billionen Bäumen entspricht durchschnittlich etwas mehr als 400 Bäume pro Mensch, in Deutschland sind es rund 100 Bäume pro Einwohner.

 

Motiviert ist die Studie durch die Anerkennung der enormen Bedeutung von Bäumen, respektive Wäldern, für das globale Klima. Die Forschungsergebnisse werden in zukünftige Prognosen zum Klimawandel einfließen.

 

 

Mit Aufforstung dem Klimawandel trotzen

Wälder sind beliebte und lebenswichtige Naturlandschaften.

Wälder sind beliebte und lebenswichtige Naturlandschaften.

Ohne die noch vorhandenen Waldflächen gäbe es kein lebensfreundliches Klima auf unserem Planeten. Denn jeder einzelne Baum ist in der Lage, jährlich zehn Kilogramm CO2 zu binden. Darüber hinaus regulieren Bäume die Qualität von Wasser und Luft.

 

Aufforstung ist eine der preiswertesten und einfach umzusetzenden Methoden, den Klimawandel aufzuhalten. Einen einfachen Aufforstungsplan verfolgt die weltweite Kinder- und Jugendorganisation Plant-for-the-Planet seit ihrer Gründung 2007. Sie geht davon aus, dass eine weitere Billion (1.000 Milliarden) Bäume rund ein Viertel der jährlich von Menschen produzierten CO2-Mengen kompensieren kann.

 

Entsprechend soll jeder Mensch auf der Welt 150 Bäume pflanzen. Gleichzeitig müssen bestehende Wälder geschützt werden. Platz genug gibt es: Experten gehen davon aus, dass weltweit etwa eine Milliarde Hektar zur Verfügung steht, die bewaldet werden kann. Mit bislang 14 Milliarden neu gepflanzter Bäume weltweit, mitunter auf eigens gekauften Aufforstungsflächen in Cancun/Mexiko, ist Plant-for-the-Planet auf einem erfolgreichen Weg. Unter dem Motto „Stop talking, start planting“ begeistert die Organisation viele Kinder und Jugendliche dafür, sich mit Klimaschutz aktiv auseinanderzusetzen. Schon 2012 forderte sie auch Grünes Geld Geschäftsführer Gerd Junker dazu auf.

 

Dass die Anliegen von Plant-for-the-Planet ernst genommen werden, zeigt die UNEP (United Nations Environment Program), die 2011 offiziell den weltweiten Baumzähler in die Verantwortung der Organisation gab. Hier werden die neugepflanzten Bäume registriert. Auch verfügt Plant-for-the-Planet neben zahlreichen prominenten Unterstützern über einen wissenschaftlichen Beirat, der die neuesten Entwicklungen im Bereich des Klimaschutzes verfolgt und aktiv vorantreibt. Vorsitzender ist derzeit Baumzähler Thomas Crowther.

 

 

Holz – Baum – Wald, ein untrennbares Dreigespann

Holz ist seit Jahrtausenden ein lebensnotwendiger Rohstoff. In den Anfängen wichtig zum Hausbau, zur Befeuerung des Ofens, zum Heizen und Kochen. Später kommen Schiffs- und Bergbau dazu. Heute gilt Holz gemeinhin als angenehmer und haltbarer Werkstoff für viele Dinge des Lebens.

 

Angesichts des Klimawandels ist es daher besonders wichtig, den Wald als unverzichtbare Lebensgrundlage zu verstehen und nicht als Rohstofflager, das sich durch schnellwachsende Nadelbäume rasch wieder auffüllen lässt. Denn Baum ist nicht gleich Baum. Bei der Waldpflege spielen die vielfältigen landschaftlichen Gegebenheiten eine tragende Rolle. Mischwälder mit heimischen Arten werden als besonders gut für das Klima gesehen. Welche Bäume besonders gut dem Klimawandel gewachsen sind und viel CO2 speichern können, ist Gegenstand aktueller Untersuchungen. Dabei richtet sich das Interesse nicht nur auf Waldgebiete. Im Rahmen des bayerischen Projektes „Stadtgrün 21“ beobachten derzeit viele Kommunen, welche Bäume für ein gutes Klima in den Städten und Gemeinden sorgen können.

 

Holzprojekte für die Zukunft

„Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt.“ – Dieses Sprichwort ungeklärter Herkunft gilt für viele Bereiche des Lebens. Wie oft hätte schon etwas vor Jahren erkannt und erledigt werden müssen. Aber es gibt auch Hoffnung, denn der nächstbeste Zeitpunkt ist sicherlich nicht der schlechteste. Das gilt auch für Geldanlagen, bei einem früheren Start wären die Erträge schon früher sichtbar, aber wie gesagt, es ist nicht zu spät. Wer in Holzprojekte investiert befindet sich gewiss nicht auf dem Holzweg. Holz ist nachhaltig, lässt sich nachpflanzen, nimmt CO2 auf und sorgt für ein gutes Klima.

 

Da die Waldflächen – vielfältiger Anstrengungen zum Trotz – derzeit noch abnehmen, steigen die Preise für Holz weiter an. Eine gute Voraussetzung für nachhaltige Geldanlagen wie beispielsweise in Holzfonds, denn hier lassen sich langfristig sehr gute Renditen erzielen. Investiert wird hier in Möbelhersteller, Waldbesitzer, Sägewerke und weitere Unternehmen, die mit Holz arbeiten. Eine interessante Option, die der Umwelt, dem Klima und dem eigenen Geldbeutel nutzt.

 

 

 

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Europas Hauptstädte im Energievergleich – unser Beitrag zum Klimawandel

Donnerstag, 13. Juli 2017
Zusammenfassung: Der Energieberater Utilitywise hat eine interaktive Energiekarte mit dem Pro-Kopf-Verbrauch verschiedener europäischer Städte erstellt. Wichtig: der Energieverbrauch ist nicht gleichzusetzen mit den Treibhausgas-Emissionen, denn die Energie-Gewinnung unterscheidet sich stark.

 

 

 

Die Energiekarte von Utilitywise zeigt den Energieverbrauch pro Kopf und Jahr.

Vor dem aktuellen Hintergrund des Ausscheidens der USA aus dem Pariser Klimaabkommen wird mit besonderer Dringlichkeit bewusst, dass in Fragen Umweltschutz zusammengearbeitet werden muss. Das Versprechen der EU, bis 2030 die CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 um 40% zu senken, scheint hoch gesteckt, haben manche Länder doch noch starke Defizite im umweltbewussten Energieverbrauch.

 

 

 

Die interaktive Karte erklärt den Energieverbrauch und die CO2-Bilanz 19 europäischer Hauptstädte im Vergleich und beleuchtet Gründe für die teilweise stark abweichenden Ergebnisse.

 

 

 

 

 

Höchster Energieverbrauch bedeutet nicht gleich größter CO2-Fußabdruck

 

 

Den höchsten Energieverbrauch pro Kopf weist die isländische Hauptstadt Reykjavik auf, mit 204.490,29 kWh. Diese Zahl scheint erschreckend, wenn man bedenkt, dass Dublin auf Platz 2 mit 43.449,68 kWh pro Jahr und Kopf weniger als ein Viertel dessen verbraucht.

 

Die Gründe dafür sind jedoch einleuchtend: das kalte Klima Islands und die wenigen Sonnenstunden im Winter erfordern einen hohen Strom- und Wärmeenergie-Verbrauch das ganze Jahr über. Glücklicherweise stammen 81% der produzierten Energie des Landes aus Erneuerbaren Energiequellen, beim Elektrizitätsbedarf sind es sogar 100%. Des Weiteren kommen 90% der Heizenergie aus Geothermiequellen, wodurch Island, trotz des enormen Energieverbrauchs, nur einen geringen Anteil an der europäischen CO2-Bilanz verantworten muss.

 

Die einzigartige Vulkanlandschaft Islands und die unendlichen Wasservorräte erlauben eine Energiepolitik mit Zukunft: ein Projekt, das konventionelle Geothermie-Bohrungen durch Magma-Felder ersetzen soll, die ein Vielfaches der Kraft von herkömmlichen Wasserdampf erzeugen können, startete dieses Jahr und soll, falls alles nach Plan verläuft, dann grüne Energie nach Europa exportieren.

 

 

 

Ist Europa sauber?

 

 

Europas Norden macht umweltfreundliche Energiewirtschaft vor. In Kopenhagen beispielsweise, besitzen gerade mal 29% der Einwohner überhaupt in Auto. Das Vorhaben der Stadt von 2005, den CO2-Ausstoß bis 2015 um 20% zu senken, haben die Dänen schon 2011 erreicht und auch das neue Ziel, die erste CO2-neutrale Stadt der Welt zu werden scheint erreichbar.

 

Um das zu schaffen, sollen CO2-Abgase im Straßenverkehr durch den Ausbau erneuerbarer Energien gesenkt und der öffentliche Nahverkehr gestärkt werden. So startete im März dieses Jahres die erste CO2-neutrale Buslinie. Eine Verbesserung der Fahrradwege führte außerdem dazu, dass mittlerweile 62% der Einwohner mit dem Rad zur Arbeit fahren.

 

Ähnlich sieht es in London aus, wo ab September 2020 eine Ultra-Null-Emissions-Zone im Stadtkern entstehen wird. Die englische Hauptstadt, deren Energieverbrauch auf die vielen Bürogebäude und den hohen Pendlerverkehr zurückgeht, hofft seine CO2-Emissionen bis 2025 um 70% senken zu können.

 

Oslo und Stockholm nutzen ihre geographisch günstige Lage und setzen auf Energie aus Wasser und Wind. In beiden Fällen wird ein Großteil des Wärmebedarfs außerdem aus Abfall gewonnen, in Stockholm sind es sogar über 80%.

 

Oslo nutzt bisweilen importierten Abfall aus England zur Heizenergiegewinnung und hält damit den CO2-Ausstoß niedrig. In Norwegen bemüht man sich insbesondere im öffentlichen Transportsektor auf erneuerbare Energien zu setzen und das mit positiven Folgen: Oslos Energieeffizienz macht die Stadt zu eine der umweltfreundlichsten Europas.

 

 

 

Wenn der Verkehr zum Problem wird

 

 

Leider hat nicht jede Stadt eine so vorbildliche CO2-Bilanz wie die Nachbarn im Norden aufzuweisen. Im Falle Dublins führen das hohe Verkehrsaufkommen und der damit verbundene Benzinimport dazu, dass die irische Hauptstadt die meisten Treibhausgas-Emissionen-pro-Kopf Europas erzeugt.

 

 

Brüssel und Rom schneiden vergleichbar ab. In der italienischen Hauptstadt fahren jeden Tag 56% der Einwohner mit dem Auto zu Arbeit, in Brüssel sind es sogar 63%. Andernorts wird versucht durch strenge Auflagen oder eine hohe Maut für besonders umweltschädliche Fahrzeuge die Zahl der Autofahrer zu senken. In Budapest fahren dadurch nur noch ca. 31% mit dem Auto zur Arbeit.

 

 

 

Deutschlands Anteil an der CO2-Bilanz

 

 

Der Energieverbrauch in der deutschen Hauptstadt liegt bei 24.225,29 kWh, womit Berlin auf dem 9. Platz leicht über dem Durchschnitt liegt. Die verstärkte Zuwanderung seit 2015 und die gute Konjunktur lassen zusätzlich einen Anstieg des Stromverbrauchs für 2017 vermuten.

 

 

Im europäischen Vergleich erzeugte Deutschland in den letzten Jahren mit Abstand am meisten Treibhausgase. Laut des Klimaabkommens von Paris dürften jährlich nicht mehr als 220 Millionen Tonnen CO2-Emissionen erzeugt werden – ein Wert der in diesem Jahr schon im April überschritten wurde. Dabei sollte die Energiewende zur Priorität gemacht werden, wenn der Anteil erneuerbarer Energien bis 2050 auf 80% erhöht werden möchte.

 

 

Dafür geht es jedoch nicht schnell genug voran. Von 2015 auf 2016 stieg der Anteil der erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung lediglich um 0,2%, im Verkehrs- und Wärmesektor sinken die Zahlen sogar leicht.

 

 

Es gibt jedoch Grund zur Hoffnung: insbesondere der Ausbau von Windenergie und Photovoltaik schreitet weiter voran in Deutschland. Bei der Wärmeerzeugung sind vor allen Dingen Solarthermieanlagen und der biogene Anteil des Abfalls ausgebaut.

 

 

 

Die CO2-Schleudern des Ostens

 

 

Prag (18.654,52 kWh) und Warschau (13.828,07 kWh) verzeichnen nach Lissabon, mit 13.502,43 kWh, den niedrigsten Energieverbrauch und gleichzeitig zwei der höchsten CO2-Emissionswerte in Europa.

 

Hauptursache dafür ist, dass Energie noch hauptsächlich aus Kohlekraftwerken gewonnen wird, die zum Teil älter als 60 Jahre sind. Das führt zu gesundheitlichen Problemen und hohen Umweltbelastungen durch die enorme Luftverschmutzung. Trotzdem gelten erneuerbare Energien oft noch als zu teuer und unzuverlässig, weshalb zum Beispiel in Warschau 78% der gesamten Treibhausgasemissionen des Landes aus der Strom- und Wärmeenergieerzeugung kommen.

 

Prag leidet ebenfalls unter der hohen Umweltbelastung. Schon mehrfach wurde dort die Grenze für Feinstaubwerte in der Luft überschritten. Naheliegende Lösungen, wie die Anzahl der Autos in den Straßen der Stadt zu begrenzen oder Umweltzonen zu errichten, blieben bis heute ungenutzt.

 

 

 

Alles nicht mein Problem?

 

 

In Nordeuropa wird zur Zeit eindrucksvoll bewiesen, dass die klimatischen und geographischen Bedingungen eines Landes die Energiepolitik maßgeblich beeinflussen. Natürlich Ressourcen bestimmen, welche erneuerbaren Energiequellen überhaupt genutzt werden können. Zusammen mit der energiepolitischen Ausrichtung einer Regierung, fährt jedes Land also seinen ganz eigenen Kurs hin zur Energiewende.

 

Die CO2-Emissionen zu reduzieren, kann aber nicht nur Ziel des Staates sein, sondern ist auch eine Frage des eigenen Verhaltens: nachhaltige Konsumentscheidungen und umsichtiger Energieverbrauch sind wichtig, um die EU in dem Vorhaben zu unterstützen, den CO2 Fußabdruck zu verringern.

 

Der Umstieg auf erneuerbare Energien lohnt sich nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Privathaushalte immer mehr. Insbesondere die Fortschritte in der Sonnenenergie sind keine Zukunfts-Vision mehr, sondern werden immer kostengünstiger und einfacher in den Alltag zu integrieren sein.

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

Private Altersvorsorge – aktiv gegen Altersarmut

Dienstag, 04. Juli 2017
Zusammenfassung: Berichte über zunehmende Altersarmut verunsichern viele Menschen. Altersvorsorge ist daher ein wichtiges Thema, das früh in der Lebensplanung eine Rolle spielen sollte - der Zinseszins ist wichtig. Vielfältige Angebote ermöglichen eine zusätzliche Versorgung neben der gesetzlichen Rente. Dabei ist der Einstieg auch schon mit geringen regelmäßigen Einlagen möglich. Besonders gut für eine positive Entwicklung der Zukunft: ökologische und ethische Geldanlagen bei der Altersvorsorge berücksichtigen.

 

 

 

Die Lebenserwartung steigt.

„Nicht das Alter ist das Problem, sondern unsere Einstellung dazu.“ Das wusste schon der römische Philosoph und Staatsmann Cicero. Und die Einstellungen zum Alter sind sehr unterschiedlich. Denn genauso, wie es die viel beschworene „Jugend von heute“ nicht gibt und die Biographien der Menschen zwischen zwanzig und Mitte sechzig auf unterschiedlichsten Wegen verlaufen, so sind auch die Lebenssituationen in der Gruppe der älteren Bevölkerung sehr verschieden.

 

Wie die Lebenssituation im Alter konkret aussieht, ist nicht nur von strukturellen gesellschaftlichen Bedingungen bedingt, sondern hängt auch stark von der jeweiligen Vorgeschichte jedes Einzelnen ab. Sicher stellen der Eintritt in den Ruhestand und der Abschied aus dem Erwerbsleben einen tiefen Einschnitt in die persönliche Lebensgeschichte dar. Aufgrund individueller körperlicher und psychischer Veränderungsprozesse steigt die Wahrscheinlichkeit, stärker auf medizinische und – besonders im fortschreitenden Alter – auf pflegerische Hilfe angewiesen zu sein.

 

 

Aktiv und mobil bleiben

Dennoch ziehen sich viele grundsätzliche Einstellungen durch das gesamte Leben. Wer in jungen Jahren sportlich aktiv war, wird sicher versuchen, diese Aktivität auch im Alter umzusetzen.

 

Wichtig ist es dann jedoch, sich auch mit einer – möglicherweise – eingeschränkteren körperlichen Fitness abfinden zu können und das zu genießen, was noch umgesetzt werden kann. Wer sein Leben zufrieden geführt hat, wird aller Voraussicht nach seine generelle Lebensfreude behalten und wer viel Wert auf soziale Kontakte innerhalb und außerhalb der Familie gelegt hat, wird im Ruhestand diese Beziehungen weiterpflegen.

 

Der Verlust der Selbstständigkeit im Alter stellt allerdings für viele Menschen ein Schreckensszenario dar. Denn eine eingeschränkte Mobilität beispielsweise, kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Allerdings hat sich gerade in diesem Bereich in den vergangenen Jahren viel getan. Barrierefrei Innenausbauten ermöglichen bis ins hohe Alter ein selbstständiges Leben im gewohnten Umfeld. Darüber hinaus hat sich der Markt an Hilfsmitteln – vom einfachen Gehstock bis hin zum E-Scooter – weiter entwickelt und bietet für nahezu jede Lebenssituation eine passende Lösung.

 

 

Rentenreform begegnet der demographischen Veränderung

Auch im Herbst des Lebens reiche Ernte einfahren.

Kein Wunder, denn die Lebenserwartung steigt seit Jahren stetig an. Gleichzeitig hat sich allerdings auch die demografische Verteilung in unserer Gesellschaft verändert. Die klassische Alterspyramide mit einer breiten Basis junger Menschen hat sich zur demographischen Zwiebel bzw. Urne gewandelt. Verantwortlich dafür zum einen die ständig sinkende Geburtenrate und zum anderen der höhere Anteil Älterer sowie die generell gestiegene Lebenserwartung die damit auch ein erhöhtes durchschnittliches Alter mit sich bringt.

 

Gerade die abnehmende Zahl der erwerbstätigen – und damit auch die Anzahl der rentenbeitragspflichtigen – Personen, wirkt sich auf die zukünftige Rente aus. Prognosen zufolge wird die Anzahl der erwerbstätigen Personen bis zum Jahr 2040 um etwa 15 bis 30 Prozent  abnehmen.

 

Diese Veränderungen haben bereits vor Jahren zu einer umfangreichen Reform des gesetzlichen Rentenversicherungssystems  geführt. Mit der Veränderung der Rentenformel sollte die gesetzliche Alterssicherung gegenüber der veränderten demographischen Entwicklung abgesichert werden. Die Veränderung im Rentensystem hat allerdings auch zu einer starken Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung geführt.

 

Private Vorsorge soll gesetzliche Rente ergänzen

Die klassische gesetzliche Rentenversicherung (GRV) war bis dahin integraler Bestandteil der deutschen Sozialstaatlichkeit. Sie umfasste neben der Altersrente auch Leistungen bei verminderter Erwerbsunfähigkeit und die Versorgung der Hinterbliebenen im Todesfalle. Mit einem Anteil von rund 80 Prozent der Gesamteinahmen stellte sie den Löwenanteil der Alterssicherung dar. Ergänzt wurde die GRV allerdings auch schon vor der Rentenreform um die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung und unterschiedliche private Vorsorgemöglichkeiten.

 

Mit der Reform der gesetzlichen Rentenversicherung wurden Beitragszahler stärker in die Pflicht genommen, selbstständig für ihren Lebensabend vorzusorgen. Diese private Altersvorsorge ist freiwillig, wird jedoch von Seiten des Staates finanziell gefördert.

 

Die aus der Rentenreform Anfang des neuen Jahrtausends resultierende Riester-Rente wird mittlerweile von vielen Experten aus den unterschiedlichsten Lagern als wenig geeignet gesehen, die reduzierte GRV ausreichend zu ergänzen. Eine Ergänzung der GRV ist allerdings dringend angeraten, wenn Arbeitnehmer nach der Erwerbsphase an das bisherige Einkommens-Niveau anknüpfen wollen.

 

 

Schreckgespenst Altersarmut

Altersarmut ist kein vollkommen neues Phänomen. Das Thema erfährt jedoch aktuell eine enorme Aufmerksamkeit. Das liegt vor allem daran, dass in früheren Zeiten die Altersarmut fast ausschließlich in sozialen Randgruppen vorkam. Betroffen waren in erste Linie Menschen mit einer sehr kurzen und lückenhaften Erwerbsbiographie.

 

Im Alter aktiv und abgesichert am Leben teilnehmen.

Der Mehrheit der älteren, nicht mehr erwerbstätigen Menschen in Deutschland geht es aktuell finanziell nicht schlecht. Die sogenannten „Best Ager“ werden jedoch in den kommenden Jahren von einer neuen Rentner-Generation abgelöst werden. Diese haben durch Minijobs, Erwerbstätigkeit im Niedriglohnsegment sowie Zeiten der Erwerbslosigkeit nicht ausreichende Rentenpunkte gesammelt – geschweige denn private Altersvorsorge betrieben.

 

Einer aktuellen Studie der Wirtschaftsforschungsinstitute DIW und ZEW zufolge, wird bis zum Jahr 2036 jeder fünfte Neurentner von Altersarmut bedroht sein. Das bedeutet, dass rund 20 Prozent der heutigen End-Vierziger weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben wird und damit armutsgefährdet ist. Bereits die Generation der „Babyboomer“ der geburtenstarken Jahrgänge, die in fünf Jahren das Rentenalter erreicht haben werden, sind von dieser Entwicklung bedroht. Damit ist Altersarmut in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

 

Dabei sehen die Forscher der Studie nicht nur ein strukturelles Problem. Viel würden aktuell die Risikogruppen kaum durch sinnvolle Vorschläge gegen die drohende Gefahr angesprochen werden. Den Schlüssel für eine ausreichende Alterssicherung sehen Experten in erster Linie in sozialversicherungspflichtigen und existenzsichernden Arbeitsverhältnissen.

 

 

Herausforderung Alterssicherung meistern

Auch wer mit beiden Beinen fest im Erwerbsleben steht, ist heute mehr denn je gefordert, den möglichen Gefahren ins Auge zu sehen und Vorsorge für das Alter zu treffen. Je früher, desto besser!

 

Denn eine frühe aktive Haltung zum Thema Altersvorsorge kann nicht nur Versorgungslücken frühzeitig erkennen und diesen begegnen. Sie helfen auch, diffuse Ängste und Befürchtungen zu vermeiden. Obgleich Umfragen ergeben haben, dass mehr als 60 Prozent der aktuell Berufstätigen daran zweifeln, im Alter ausreichend versorgt zu sein, stecken auch mehr als die Hälfte den Kopf in den Sand und sehen keinen Sinn in einer privaten Vorsorge.

 

Grund für diese Vogel-Strauß-Mentalität ist zum einen das unübersichtliche Angebot an privaten Altersvorsorgeprodukten sowie eine für Laien teilweise schwer zu durchdringende Förderungsregeln. Zum anderen ist die Bedeutung der privaten Vorsorge noch nicht in den Köpfen angekommen. Zu fest sitzt die alte Gesinnung, dass sich der Staat schon kümmern werde.

 

Hier sind gerade junge Erwerbstätige gefordert, die alten Denkmuster zu durchbrechen. Schließlich haben sie noch ausreichend Zeit, eine solide und sinnvolle Altersvorsorge aktiv zu betreiben. Neben den erworbenen gesetzlichen Rentenansprüchen und einer betrieblichen Altersvorsorge, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten für eine private Altersvorsorge.

 

 

Standort bestimmen und persönlichen Weg finden

So wie die Entscheidung für einen Beruf eine individuelle Entscheidung darstellt und eine angemessene Phase der Planung und Überlegung erfordert, muss auch der Ruhestand gut geplant werden – auch wenn diese Zeit noch unendlich weit entfernt zu liegen scheint. Deshalb ist es sinnvoll, sich ausführlich beraten zu lassen, um eine passende Lösung zu finden.

 

Für immer mehr Menschen ist es darüber hinaus nicht nur wichtig, wie viel am Ende ausgezahlt wird, sondern ebenso, wo und wie ihr Geld während der langen Ansparphase für die spätere Altersvorsorge, eingesetzt wird. Wer sich hier für ökologische und ethische Geldanlagen entscheidet, investiert nicht nur in die eigene Zukunft, sondern genauso in eine intakte Natur und in eine gerechtere Welt.

 

Eine nachhaltige Altersvorsorge ist kein Produkt von der Stange. Deshalb ist es sinnvoll, frühzeitig mit einem erfahrenen Experten, wie Grünes Geld, die passende Lösung zu finden. Als unabhängiger Finanzberater und Spezialist für ökologische und ethische Geldanlagen ist Grünes Geld in der Lage, umfassend über sinnvolle Fördermöglichkeiten und steuerliche Aspekte der geplanten Altersvorsorge zu beraten. Dabei behält Grünes Geld stets im Blick, dass die Rendite der nachhaltigen Altersvorsorge für den Anleger ein relevantes Kriterium ist. Hier hat sich in der Praxis gezeigt, dass grüne Geldanlagen durchaus mit den Erträgen der konventionellen Angebote mithalten können.

 

 

Früher Vogel statt Vogel-Strauß – Ideen zur Altersvorsorge

Der frühe Vogel fängt de Wurm.

Ein altes Sprichwort besagt „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Wer mit dem Kopf jedoch im Sand steckt, hat keine Chance an den schmackhaften Wurm zu kommen. Daher lautet die Devise, ein geringes Renten-Niveau und zunehmende Altersarmut sind erste Themen, die mehr zu Eigeninitiative und Aktivität auffordern, als zu Schockstarre.

 

 

Eine gute Anlagemöglichkeit bieten Investmentfonds, denn die abgestimmte Auswahl unterschiedlicher Wertpapiere bietet Sicherheit und interessante Erträge zwischen sechs und acht Prozent. Darüber hinaus können Fonds für die Altersvorsorge zum Beginn der Rente mit niedrigeren Abgaben versteuert werden.

 

Eine weitere interessante Lösung für die Altersvorsorge ist die Grüne Privatrente, die als private Rentenversicherung bereits ab 50 Euro im Monat bedient werden kann. Während der Ansparphase von mindestens 12 Jahren profitieren Anleger von einem guten Zinseszins-Effekt. In dieser Zeit bleiben außerdem sämtliche Gewinne steuerfrei, bei der regelmäßigen Rentenauszahlung wird die geringere Ertragsanteilsbesteuerung angewendet, wer sich für eine komplette oder teilweise Auszahlung der Rente entscheidet spart durch das sogenannte Halbeinkünfte-Verfahren. Die mit 25 Prozent recht hohe Abgeltungssteuer kommt bei der Grünen Privatrente nicht zum Zug.

 

 

Planung und Beratung sind Trumpf

Wer sich früh für eine private Altersvorsorge entscheidet, hat eine lange Einzahlungsphase vor sich. Entsprechend ist es möglich, mit geringen Beiträgen anzufangen. Generell hat sich die Faustregel bewährt, rund zehn Prozent des Einkommens in die private Altersversorgung zu investieren. Wer selbstständig arbeitet, sollte mindestens das Doppelte einkalkulieren.

 

Für eine umfassende Ruhestandsplanung, die auch Themen wie Patientenverfügung oder Erben & Schenken umfasst, können Sie auch einfach unseren Online-Ruhestands-Planer besuchen.

 

Wie das konkret aussehen kann, welche nachhaltigen Geldanlagen zu Ihnen passen und welche Art der Anlage für ihre persönliche Lebenssituation und ihre Vorstellungen von der Zukunft am besten geeignet sind, ermittelt Grünes Geld mit Ihnen zusammen. Gemeinsam finden wir Ihren Weg, um Vermögen für Ihre Altersvorsorge aufzubauen.

 

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Klimafreundlich investieren – Marktüberblick Low Carbon Indices

Dienstag, 27. Juni 2017
Zusammenfassung: Um die fortschreitende Erderwärmung wirkungsvoll zu stoppen, lautet das gemeinsame Ziel der Staatengemeinschaft Dekarbonisierung. CO2-Emissionen sollen daher drastisch reduziert und kompensiert werden. Bis 2100 ist eine vollständige globale Dekarbonisierung geplant. Um das zu erreichen, müssen die Schäden der Industrialisierung behoben und alternative Energien gefördert werden. Um diese Veränderungen voranzutreiben, sind gezielte Investitionen gefragt. Für Anleger ist es jedoch nicht immer einfach, klimafreundliche Geldanlagen sicher zu identifizieren. Mittlerweile existieren mehrere Low Carbon Indices mit unterschiedlichen Regularien.

 

 

Erderwärmung stoppen!

Die Wirtschaftsweise der Industrienationen befindet sich in einem neuen richtungsweisenden Umbruch. Der Schlüsselbegriff lautet Dekarbonisierung oder auch Entkarbonisierung. Ziel ist es dabei, einen möglichst geringen Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) zu verursachen und unvermeidbare Emissionen zu kompensieren. Eine der wichtigsten Branchen in dieser wirtschaftlichen Umwälzungsphase stellt die Energiewirtschaft dar. Denn nur eine konsequente Energiewende, also die Nutzung Erneuerbarer Energien und die Abkehr von fossilen Energieträgern, kann die fortschreitende Erderwärmung wirkungsvoll stoppen.

 

Dekarbonisierung ist aktuell das Mittel der Wahl im Klimaschutz. Darin stimmt die Mehrheit der Staatengemeinschaft weltweit überein. So beziehen sich die von den Vereinten Nationen 2015 vereinbarten 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) in den Punkten „nachhaltige Energie“ und „Bekämpfung des Klimawandels“ direkt auf die dringende Aufgabe der Dekarbonisierung. Im gleichen Jahr vereinbarten die Teilnehmer des G7-Gipfels auf Schloss Elmau, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 drastisch zu reduzieren und bis zum Jahr 2100 auf null zu bringen.

 

In die gleiche Richtung geht auch das Abkommen von Paris im Dezember 2015. Die UN-Klimakonferenz hatte dort beschlossen, den CO2-Ausstoß weltweit zurückzufahren und so die globale Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Die Pläne wurden auf der folgenden Konferenz in Marrakesch weiter ausgearbeitet. Außer die USA Donald Trump’s, der vor vier Wochen das Pariser-Abkommen für die USA aufgekündigt hat, setzt derzeit keine der führenden Industrienation weiter auf Kohle.

 

 

Von der industriellen Revolution zur Dekarbonisierung

Kohle – Ehemals der Garant für Fortschritt.

Der negative Anteil der Kohle, wie auch anderer fossiler Energieträger, am Klimawandel ist in erster Linie nicht allein der Produktion von klimaschädlichen Treibhausgasen geschuldet, sondern vor allem durch die enorme Menge der Ausstöße seit der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts. Denn durch die Entwicklung der Dampfmaschine veränderte sich die gesamte Arbeitswelt. Die wirtschaftliche Produktion stieg rapide. Die industrielle Fertigung verdrängte zunehmend die Herstellung von Gütern in Manufakturen und Handwerk. In der Folge florierte der Handel, es entstanden Industriezentren.

 

War 1800 Deutschland noch ein reiner Agrarstaat, zogen ab den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts Landarbeiter zunehmend in die Städte und arbeiteten in den Fabriken und im Bergbau. Die Agrarwirtschaft, vor allem das Kleinbauerntum, wurde wirtschaftlich stark zurückgedrängt.

 

Kohle, Stahl und der Eisenbahnbau entwickelten sich zu den drei erfolgreichsten Bereiches des wirtschaftlichen Aufschwungs und treiben die Industrialisierungsspirale immer weiter an. Kohle spielt dabei als Energielieferant eine bedeutende Rolle, die bis vor wenigen Jahren das Selbstverständnis einer ganzen Region im Westen Deutschlands prägte. Schließlich hatte sich der Kohlebergbau im Ruhrgebiet schon früh zu einem wichtigen Standortfaktor entwickelt. Bereits 1839 wurde in den Gruben mehr als eine halbe Tonne Steinkohle gefördert, in den kommenden zwanzig Jahren konnte die Menge bereits verdoppelt werden. Damit sicherte der Energielieferant Kohle die ebenfalls steigende Eisenproduktion. Die frühen Logistikherausforderungen wurden durch den Ausbau des Schienennetzes in den folgenden Jahrzehnten bewältigt.

 

 

Keine Veränderungen ohne Investitionen

Wandel ist beständig – vom Kohlrevier zur Kulturregion

Technische Innovationen haben den Erfolg der Industrialisierung voran getrieben. Aber auch umwälzende Veränderungen im Finanzwesen hatten einen entscheidenden Anteil an dieser Entwicklung: Während die ersten Gründungen in der frühen Phase der Industrialisierung noch vornehmlich durch das Vermögen der Unternehmer finanziert wurde, entstanden in der Folge Großbanken, Kapital- und Aktiengesellschaften. So hatte die 1846 gegründete Preußische Staatsbank vor allem den Zweck, Kredite an Unternehmen zu vergeben, um neue Fabriken aufzubauen und weitere Güter produzieren zu können. Die Finanzwirtschaft entwickelte sich im Zuge der Industrialisierung auch zu einer Schlüsselbranche.

 

Geld war und ist noch immer der Hebel zur Veränderung. So wie zahlreiche Investitionen einmal zur Ausbreitung der Industrialisierung beigetragen haben, kann Geld auch heute eine bedeutende Rolle spielen, wenn es um das gemeinsame Ziel geht, die Schäden zu beheben, die der industrielle Fortschritt mit sich gebracht hat. Wer heute nachhaltig investieren will, sollte daher darauf achten dass die ausgewählten Geldanlagen einen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten.

 

 

Dekarbonisierung als Anlagestrategie

Das Thema Klimaschutz ist längst auch in der Finanzwirtschaft angekommen. Doch gerade für Privatanaleger ist es oft nicht einfach, die Auswirkungen ihrer Investments vollständig zu überblicken. Aber auch institutionelle Anleger, wie beispielsweise Kirchen, Pensionskassen und Versicherungen wünschen sich mehr Transparenz zu diesem wichtigen Zukunftsthema.

 

Geld ist ein mächtiger Hebel

Entsprechend der Nachfrage nach emissionsarmen Werten, werden zunehmend neue Low Carbon Indices angeboten. Im Gegensatz zu Klimaindices und Klimafonds, die im Allgemeinen nur auf bestimmte Bereiche wie Erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder spezielle Umwelttechnologien setzen, sind die Werte in den Low Carbon Indices branchenübergreifen aufgestellt.

 

Eine seriöse Zusammenstellung beschränkt sich dabei nicht allein auf den Ausschluss bestimmter Branchen, wie beispielsweise dem Bergbau, sondern bezieht auch den CO2-Ausstoß in der Wertschöpfung vermeintlich harmloser Produkte und Dienstleistungen in die Betrachtung mit ein. Experten betrachten zudem reine Ausschlüsse als demotivierend für Unternehmen im Wettbewerb um eine verbesserte Energieeffizienz.

 

 

Überblick Low Carbon Indices

 

1. Global Challenges Index

Seit 2007 existiert der Global Challenges Index (GCI), den die Börse Hannover zusammen mit der Nachhaltigkeitsrating-Agentur oekom Research AG entwickelt hat. Der GCI versteht sich als Nachhaltigkeitsindex und fokussiert nicht nur stark das Thema Dekarbonisierung, sondern bezieht weitere Gesichtspunkte, wie beispielsweise den Erhalt der Artenvielfalt, sichere Trinkwasserversorgung, nachhaltige Waldwirtschaft und Bekämpfung der Armut mit ein. Damit entspricht dieser Index den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDG). Der Index beinhaltet 50 Titel globaler Unternehmen die nach ihrem sozialen und ökologischen Engagement ausgewählt werden und arbeitet mit strengen Ausschlusskriterien.

 

2. Low Carbon 100 Europe Index

Der Low Carbon 100 Europe Index wurde 2008 von der paneuropäischen Börse Euronext entwickelt und ist damit der älteste reine Low Carbon Index mit insgesamt 100 Titeln. Der Index wählt aus den größten europäischen Unternehmen 10 bis 15 Werte aus, die den höchsten Anteil an emissionsarmen Techniken ausweisen können. Ergänzt wird der Index durch 85 bis 90 Unternehmen mit der besten Bewertung des Carbon Disclosure Project, einer britischen Non-Profit-Organisation, die jährlich Unternehmensdaten zum CO2-ausstoß erhebt und aktuell über die weltweit größte Datenbank zu diesem Thema verfügt. Der Low Carbon 100 Europe Index unterliegt der Überwachung eines Expertengremiums und bildet die Basis für strukturierte Produkte, Fonds und Indexfonds.

 

3. ECPI Global Carbon Equity

Anfang 2010 wurde der ECPI Global Carbon Equity  aufgelegt. Dieser Index entstand in der Zusammenarbeit des nachhaltigen Indexanbieter ECPI und der Unternehmensberatung Arthur D. Little. Der ECPI Global Carbon Equity umfasst 40 Werte aus energieintensiven Branchen wie Industrie, Technologie, Energie, Rohstoffe und Gesundheit. Dabei muss jeder Titel eine Marktkapitalisierung von mindestens einer Milliarde Euro aufweisen können. Die ausgewählten Unternehmen verfügen über – im Branchenvergleich – niedrige Emissionswerte und sind so aufgestellt, dass sie auch bei strengeren gesetzlichen Vorgaben im Markt bestehen können. Darüber hinaus bewerten die Index-Manager die Nachhaltigkeit der Unternehmen anhand von vielfältigen Umwelt-, Sozial- und Governance-Informationen und überprüfen die Zusammenstellung des Index halbjährlich.

 

4. MSCI Global Low Carbon Leader Indexes

Die MSCI Global Low Carbon Leader Indexes  wurden 2014 vom Indexanbieter MSCI als neue Index-Familie lanciert. Diese Indices sollen die Werte des gesamten Aktienmarktes repräsentieren und einen repräsentativen Vergleich der Werte auf dem Weg zu einer emissionsfreien Wirtschaftsweise ermöglichen. Die in diesem Index enthaltenen Unternehmen sollen ihren CO2-Fußabdruck mindestens um 50 Prozent senken.

 

Der Index schließt die Aktien der größten CO2-Emittenten aus, ebenfalls entfernt werden Werte, die große Reserven von fossilen Energieträgern halten, in erster Linie Ölfirmen. Dieser Dekarboniserungsindex enthält damit nur Aktien von Unternehmen, die deutlich weniger CO2 verursachen als die Unternehmen des konventionellen Aktien-Index. Im Schnitt liegt die CO2-Emission damit rund 60 bis 70 Prozent unter den Werten des ursprünglichen Index. Darüber hinaus weichen die MSCI Global Low Carbon Leader Indexes kaum mehr als zwei Prozent vom Hauptindex ab.

 

5. Ethical Europe Climate Care Index

Der Ethical Europe Climate Care Index wurde 2015 vom deutschen Index-Anbieter Solactive gemeinsam mit französischen Bank BNP Paribas aufgelegt. Der Index umfasst 30 Unternehmen aus Index Stoxx Europe 600. Ausgewählt werden die nachhaltigsten Werte jeder Branche. Dabei wird auch der CO2-Fußabdruck mitberücksichtig. Die Zusammenstellung des Index wird vierteljährlich überprüft.

 

Solactive hat darüber hinaus mit der Schweizer South Pole Group eine „Low Carbon Aktienindexfamilie“ gegründet und 2016 dazu einen Bond Index aufgelegt. Dieser Index arbeitet nach dem Ausschlussverfahren. Aufgenommen werden nur die Unternehmen mit den besten Werten im Vergleich. Ausgeschlossen sind außerdem Unternehmen die keine Strategie in Sachen Klimaschutz vorweisen können.

 

6.  Stoxx Low Carbon index family

2016 hat der Indexanbieter der Deutschen Börse, Stoxx, eine Low-Carbon-Familie aus 27 Teilindizes lanciert, mit deren Hilfe sich das Portfolio dekarbonisieren lässt. Dabei orientieren sich die „Low Carbon Indizes“ stark an den herkömmlichen Benchmarks. Bei den „Reported Low Carbon Indizes“ setzt Stoxx auf Unternehmen, die ihre CO2-Emissionen offen legen. Unternehmen mit reduzierten Emissionen sind im „Industry Leader Low Carbon Indizes“ enthalten. Im „Global Climate Change Leaders Index” sind schließlich die Unternehmen, die ausgezeichnete Bewertungen des Carbon Disclosure Projects erhalten. Sämtliche großen CO2-Emittenten schließen die „Low Carbon Footprint Indizes“ aus. Hier werden CO2-intensive Branchen wie vollständig ausgeschlossen.

 

 

Nachhaltig investieren und den Überblick behalten

Sonne und Wind – saubere Energien!

Wer nachhaltig Geld anlegen will, sollte in emissionsarme Projekte investieren. Die Vielzahl der Low Carbon Indices zeigt zum einen, dass die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz in der Finanzwelt angekommen sind. Die unterschiedlichen Regularien zeigen aber auch, dass nicht alle Indices die Tragweite der Themen widerspiegeln. Generell wird die Idee des Dekarbonisierungsindex von der UNEP, der Umweltorganisation der Vereinten Nationen, unterstützt. Schließlich können diese Indices dazu beitragen, dass Investoren nicht nur gute Erträge in ihre Entscheidung mit einbeziehen, sondern auch den relevanten Beitrag zur Reduzierung des klimaschädigenden CO2.

 

Eine entschiedene Reduzierung des klimaschädlichen Kohlendioxid-Ausstoß liegt vielen privaten Anlegern am Herzen. Bei der Entscheidung für die passende Geldanlage helfen jedoch die diffizilen Indices weniger. Hier bauen viele Anleger auf die vertrauensvolle Beratung mit versierten Finanzberatern, die sich den gleichen Werten verpflichtet sehen. Grünes Geld, erfahrener Finanzexperte und Anbieter nachhaltiger Investments, kennt den Markt genau und bezieht ethische und ökologische Gesichtspunkte in die Beratung ein.

 

Grünes Geld hat mehr als 300 interessante Geldanlagen im Angebot. Durch einen besonderen Schwerpunkt auf Investments im Bereich Erneuerbarer Energien können Anleger sicher sein, dass ihr Geld einen Beitrag zur Dekarboniserung leistet und gleichzeitig auch eine attraktive Rendite sichert.

 

 

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Nachhaltiger Fondsparplan: 5 Möglichkeiten die Sie kennen sollten

Freitag, 23. Juni 2017
Zusammenfassung: Mit nachhaltigen Fondsparplänen erzielen Sie eine doppelte Rendite: Sie tun Mensch und Natur etwas Gutes und bauen nebenbei, ohne dass Sie es wirklich merken, ein kleines Vermögen auf. Ein Plus das viele Anleger interessiert: durch den Ausschluss von potenziell kritischen Branchen bleiben auch Skandale und damit Kursrückgänge aus - den Kursrutsch von BP (Ölplattform-Katastrophe 2010), Tepco (Fukushima 2011) oder Deutsche Bank (unzählige Rechtsfälle, sei mehreren Jahren) hat nachhaltige Anleger nie berührt.

 

Wir zeigen Ihnen 5 Möglichkeiten für sinnvolle, nachhaltige Fondsparpläne.

 

Was ist eigentlich ein Fondsparplan und was bringt er mir konkret?

 

Ein Fondsparplan ist die wohl einfachste Möglichkeit, um sich allmählich einen finanziellen Puffer, ein kleines oder gar ein großes Vermögen aufzubauen. Der Dreh- und Angelpunkt ist, dass beim Fondsparplan monatlich eine bestimmte, festgelegte Summe von Ihrem Girokonto abgebucht wird. Mit dieser Summe werden monatlich Fondsanteile gekauft.

 

Was ist ein Fonds oder Investmentfonds? Ein Investmentfonds ist ein stark reguliertes und kontrolliertes Produkt, in das auf der einen Seite Gelder von Anlegern eingezahlt werden, auf der anderen Seite werden damit Wertpapiere gekauft. Je nach Typ der gekauften Wertpapiere unterscheidet man die Investmentfonds, wie zum Beispiel Aktienfonds, Anleihefonds, Immobilienfonds, usw.

 

Da insgesamt hohe Summen von den Anlegern eingezahlt werden, kann der Fonds auch eine hohe Anzahl an unterschiedlichen Wertpapieren kaufen. Der Anleger kann somit schon mit relativ wenig Kapital sehr professionell und breit gestreut investieren.

 

Im Gegensatz zu Aktien oder Anleihen, bei denen nur ganze Stück gekauft werden, können beim Fonds auf Bruchstücke eines Fonds gekauft werden. Der Vorteil ist für Sparpläne entscheidend: Wer beispielsweise 300 Euro monatlich spart und damit eine Aktie kaufen möchte, die z.B. 1.000 Euro pro Stück kostet, wird erst nach 4 Monaten tatsächlich die erste Aktie erwerben. Und dann hat er nur 1 Aktie eines Unternehmens, was extrem wenig Streuung oder anders herum, ein extrem hohes Risiko bedeutet.

 

Der erste große Vorteil ist also, dass schon mit kleinen Summen monatlich breit gestreut in Wertpapiere investiert werden kann. Hierdurch kann auch der Durchschnittskosten-Effekt (siehe nächstes Kapitel) erreicht werden.

 

Der zweite große Vorteil ist, dass die Abbuchung automatisch jeden Monat erfolgt. Es kann also nicht die Situation geben, dass man vielleicht gerade kein Geld hätte, und entsprechend nichts anlegen würde. Es wird durch die automatische Abbuchung eine extrem hohe Beitragsdisziplin sicher gestellt. Das Beste dabei ist, dass man sich daran gewöhnt und schon nach kurzer Zeit gar nicht mehr bemerkt, dass monatlich Geld abgebucht wird.

 

Die Zauberei beim Fondsplarplan: Durchschnittskosteneffekt

 

Wissen Sie, wie Sie sich bis zu 5 Prozent mehr Rendite holen können? Ich erkläre es Ihnen. Schauen Sie sich bitte folgenden Chart an. Er gibt den bekanntesten Aktien-Index der Welt in seiner wohl schlimmsten Zeit, nämlich während des 2. Weltkrieges, wieder:

 

Besondere Jahre: Der 2. Weltkrieg forderte viel Geduld von Börsianern. Wer durchhielt war allerdings wesentlich besser dran als etwa Besitzer eines deutschen Sparbuchs. Deren Geld war 1948 wertlos. Die roten Pfeile zeigen Kaufzeitpunkte nach jährlichem Sparplan.

 

Sagen wir, dass ein Anleger 1 eine Summe von 60.000 USD 1930, beim Index-Stand von 380 Punkten, angelegt hätte. Würde ein Index-Punkt einem Dollar entsprechend, hätte er damit 157,89 Anteile gekauft.

Sagen wir, dass ein Anleger 2 die gleiche Summe von 60.000 USD investiert hätte. Allerdings nicht auf einmal, sondern er hätte in einem Sparplan jeweils bei den roten Pfeilen im Diagramm gekauft:

 

Zeitpunkt Index-Stand Invest-Summe Erhaltene Anteile
1.1.1933 80 10.000 USD 125
1.1.1936 140 10.000 USD 71,4
1.1.1940 140 10.000 USD 71,4
1.1.1944 130 10.000 USD 76,9
1.1.1948 180 10.000 USD 55,5
1.1.1951 250 10.000 USD 40

 

In Summe hätte Anleger 2 mit dem Sparplan also 440,2 Anteile. Der Anleger 1 hätte jedoch mit seinem Einmalkauf nur 157 Anteile.

 

  Gesamtinvestition Insgesamt erworbene Anteile Wert der Anteile am 1.1.1954
Einmalkauf      
60.000 USD 157 60.000 USD
Sparplan 60.000 USD 440 168.152 USD

 

Statt einer Rendite von genau 0% für den Einmalanleger würde in diesem speziellen Fall der Sparplan-Anleger dank des Durchschnittskosten-Effektes eine IRR-Rendite von 7,9 Prozent erzielen.

 

Anhand dieses – vom Zeitpunkt her sicherlich extremen – Beispiels kann die hohe Wirksamkeit des Durchschnittskosten-Effekts (Cost-Average-Effekt) gut erkannt werden. Allerdings ist ein Vorteil von 7,9 Prozent jährlich die Ausnahme; aber im Bereich 2 bis 3 Prozent kann der Vorteil absolut liegen.

 

Der einfachste Sparplan: Spar-Morgen-Plan

 

Die einfachste und vielleicht am universellsten einsetzbare Fondsparplanart ist der Spar-Morgen-Plan. Der Spar-Morgen-Plan passt für fast alle Gegelegenheit mit einer Anspardauer von 5 oder mehr Jahren, ist schon ab 25 Euro monatlich besparbar und hat in den vergangenen 5 Kalenderjahren im Durchschnitt 5,7 Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaftet. Er ist täglich kündbar, die Sparraten können jederzeit verändert oder ausgesetzt werden.

 

Beim Spar-Morgen-Plan wird in einen nachhaltigen Mischfonds investiert. Ein Mischfonds investiert die Anlegergelder in Aktien und Anleihen. Er erzielt damit gute Wertzuwächse bei gegenüber Aktiensparplänen deutlich reduzierten Kursschwankungen.

 

Die Auswahl der Aktien und Anleihen erfolgt nach streng definierten ökologischen und ethischen Kriterien.

 

 

 

 

Schon für 3 Jahre sinnvoll: Soziale Verantwortung Monatssparen

 

Wem der ausgewogene Spar-Morgen-Plan zu schwankungsanfällig ist, kann zu dem sich wohl am ruhigesten entwickelnden Musterdepot, dem Soziale Verantwortung Monatssparen, greifen. Mit sehr geringer Schwankungsbreite ist dieser Fondssparplan sogar für Anlagedauern unterhalb von 5 Jahren denkbar.

 

Er kann ab nur 100,00 Euro pro Monat angespart werden. Die Rendite der letzten 5 Jahre war 2,4 Prozent im Durchschnitt pro Jahr.

 

Das Geld wird verwendet, um daraus Kleinstkredite in Schwellenländern zu machen. Zum Beispiel möchte sich eine Näherin in Bolivien eine Nähmaschine und eine Geschäftsausstattung für 1.500 US Dollar kaufen. Einen Kredit von einer Bank erhält sie dafür nicht, da alleine die Kreditprüfung für die Bank schon sämtliche Gewinne aus diesem Geschäft aufzehrt. Sie kann jedoch einen Mikrokredit erhalten, der aus den deutschen Anlegergeldern gespeist wurde.

 

Damit kann sich der deutsche Anleger über die üblichen 2 bis 3 Prozent Rendite freuen und hat noch gleichzeitig etwas für andere Menschen getan. Die Idee Mikrofinanz wurde 2006 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

 

 

 

 

Der Best-Seller: Balance Monatssparen

 

Das Balance Monatssparen ist ein ausgewogenes Musterdepot, bei dem 5 nachhaltige Investmentfonds so zusammengestellt sind, dass im Normalfall eine Aktienquote von rund 50 Prozent erreicht wird. Im Gegensatz zum Spar-Morgen-Plan erfolgt die Streuung über 5 statt einem Investmentfonds. Das sichert gegen schlechte Jahre eines Fondsmanagers wirkungsvoll ab. Dafür ist die Mindestansparsumme 100 Euro.

Die erzielte Rendite der letzten 5 Kalenderjahre war mit 7,8 Prozent herausragend gut. Langfristig sollte mit 4 bis 6 Prozent Rendite pro Jahr gerechnet werden.

Investiert wird in nachhaltige Aktienfonds, nachhaltige Anleihefonds und in ethisch-ökologische Mischfonds.

 

 

 

 

 

Für die maximale Rendite: Wachstum Monatssparen

Das Wachstum-Monatssparen ist ähnlich zum Balance Monatssparen zu sehen. Sie investieren Ihr Geld breit gestreut in hunderte von Unternehmen und Staaten weltweit. Sie streuen damit ausgewogen über Wirtschaftsräume, Währungen und Branchen. Möglich ist der Sparplan ab 100 Euro monatlich.

 

Allerdings ist der Anteil an Aktien höher als beim Balance Monatssparen. Damit wird die langfristige Rendite-Erwartung höher, aber auch die Schwankungsbreite nimmt zu. Entsprechend empfehlen wir das Musterdepot Wachstum Monatssparen auch erst ab einer Anlagedauer von 7 oder mehr Jahren.

 

Die erzielte Rendite der letzten 5 Kalenderjahre war mit 8,9 Prozent sehr gut. Langfristig sollte mit 5 bis 8 Prozent Rendite pro Jahr gerechnet werden.

 

 

 

 

 

Fürs Alter: Fondsparplan im Versicherungsmantel

Die oben genannten Musterdepot Wachstum Monatssparen und Balance Monatssparen können sehr gut für die Altersvorsorge genutzt werden. Sie bieten hohe Sicherheiten durch die breite Streuung und werden über lange Zeiträume interessante Renditen erzielen.

 

Und für die Altersvorsorge, die meist über sehr lange Zeiträume aufgebaut wird, kann man diese Fondssparpläne nochmals veredeln. Das geschieht in Form eines sogenannten Versicherungsmantels; praktisch eine Art Hülle, die den eigentlichen Fondssparplan umgibt.

 

Zunächst kostet diese Hülle natürlich etwas Geld; trotzdem kommt am Ende mehr für den Anleger heraus. Wieso ist das so?

 

Der Hintergrund ist der dritte große Spieler im Bunde. Neben Anlagegesellschaft und Anleger ist nämlich auch der Staat an der Altersvorsorge beteiligt; und zwar, in dem er Steuern kassiert. Wer einen Fondssparplan nutzt und oberhalb der steuerlichen Freigrenzen liegt wird jährlich Steuern auf die erzielten Gewinne zahlen müssen. Diese vermindern natürlich die Substanz und verringern damit den so wichtigen Zineszins-Effekt, den scherzhaft „achtes Weltwunder“ genannten Effekt, dass die Gewinn bei Geldanlagen expotenziell steigen.

 

Zieht man das in Betracht, kommt regelmäßig bei Fondssparplänen im Versicherungsmantel mehr Kapital für den Anleger zusammen, als wenn er direkt in einem Wertpapierdepot angespart hätte.

 

Darüber hinaus bietet der Versicherungsmantel noch so Dinge wie eine lebenslange monatliche Rentenzahlung oder Optionen wir Zahlung der Beiträge auch bei Berufsunfähigkeit oder erhöhte Rentenzahlungen bei Pflegebedürftigkeit.

 

Übrigens gibt’s den Fondssparplan auch für Riesterrente oder Rüruprenten. Auch bei diesen staatlich geförderten Rentenverträgen kann also wie gewohnt in einen Fonds angespart und der Cost-Avergage-Effekt genutzt werden. Nicht zu letzt wegen der hohen Besteuerung der Rentenauszahlungen machen diese beiden Varianten aber nur in wenigen Fällen für den Anleger Sinn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Nachhaltige Branchen 6 – Banken und Finanzdienstleister

Dienstag, 13. Juni 2017
Zusammenfassung: Nachhaltigkeit hat sich in vielen Branchen zu einem relevanten Wettbewerbsfaktor entwickelt. Während jedoch produzierende Betriebe an harten Faktoren gemessen werden können, muss die Nachhaltigkeit im Dienstleistungsbereich differenzierter ermittelt werden, denn hier geht es verstärkt um die Auswirkungen der Geldströme. Auch Banken und Finanzdienstleister bemühen sich um mehr Nachhaltigkeit und bieten zunehmend ökologische und soziale Geldanlagen an.

 

 

Nachhaltige Unternehmensführung – mehr als nur Recycling-Umschläge.

Nachhaltiges Wirtschaften hat sich vom Trend zum wettbewerbsentscheidenden Faktor entwickelt, dem sich kaum eine Branche noch verschließen kann und will. Um die Nachhaltigkeit einer Branche beziehungsweise eines einzelnen Unternehmens jedoch sicher zu beurteilen, bedarf es klarer Regeln. Denn nur so können Nachhaltigkeitsziele verbindlich definiert und vergleichbar überprüft werden. Besonders wichtig in diesem Bereich ist außerdem das Zusammenspiel der unterschiedlichen Aspekte, wie beispielsweise Beschaffungsmanagement, Mitarbeiterführung und natürlich die Nachhaltigkeitsaspekte des Produktes selbst. Denn ein Unternehmen, das umweltzerstörende Produkte fördert oder produziert, lässt sich kaum als nachhaltig einstufen – selbst dann nicht, wenn sämtliche Briefe in recycelten Umschlägen verschickt werden und die Kantine Bio-Essen anbietet. Denn bei Nachhaltigkeit geht es um die ausgewogene Balance zwischen dem Mensch und seiner Umwelt.

 

Im sechsten Teil unserer Serie zu nachhaltigen Branchen beschäftigen wir uns heute teilweise mit uns selbst und gehen der Frage nach, welche Anstrengungen in Sachen Nachhaltigkeit aktuell Banken und Finanzdienstleister unternehmen.

 

 

Vom Imageteil zum Nachhaltigkeitsbericht

Bereits seit mehr als einem Viertel Jahrhundert betonen besonders große Finanzkonzerne regelmäßig ihre Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft. Im Imageteil der jährlichen Geschäftsberichte waren für dieses Engagement stets einige Seiten reserviert. Die dort beschriebenen Aktivitäten, etwa im Bereich Umweltschutz, gingen anfänglich kaum über Selbstverständlichkeiten hinaus, begegneten aber auch dem wachsenden Interesse der Öffentlichkeit an diesen Fragen. Damit gaben die ersten Imageteile bereits einen Impuls für die kommenden Nachhaltigkeitsberichte, die für börsennotiere Unternehmen ab 500 Mitarbeiter gemäß der europäischen CSR-Richtlinie seit diesem Jahr verpflichtend ist. Die Richtlinie zur sozialen Verantwortung der Unternehmen (Corporate Social Responisbility, CSR) spiegeln dabei auch ein generelles Umdenken wider, dass sich – wenn auch langsam – durch die Wirtschaft zieht: Unternehmen sind nicht mehr allein ihren Eigentümern gegenüber Rechenschaft schuldig, sondern müssen die Auswirkungen ihrer Unternehmensführung auch gegenüber der gesamten Gesellschaft verantworten.

 

Das Ganze im Blick behalten.

Die Entwicklung geht damit von der reinen Shareholder-Orientierung hin zu einer Orientierung an den Ansprüchen der internen und externen Stakeholdern. In der Praxis bedeutet das, dass Unternehmen zunehmend das Ziel der Gewinnmaximierung um weitere Ziele erweitern, die ein sinnvolles und nachhaltiges Wirtschaften einschließen und die Ansprüche der unterschiedlichen Interessensgruppen mit berücksichtigen.

 

Eine Entwicklung, die auch kleine und mittelständische Unternehmen betrifft, denn der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit ist von der Unternehmensgröße unabhängig und wird von Seiten der Kunden und der Öffentlichkeit an nahezu jedes Unternehmen gestellt. Für kleinere Unternehmen ist zwar kein Nachhaltigkeitsbericht vorgeschrieben, aber auch sie tuen gut daran, ihren Einsatz in diesem Bereich zu dokumentieren und zu publizieren. Ein weg ist dabei auch die Gemeinwohl-Bilanz, die sich für Unternehmen unterschiedlichster Größe gleichermaßen anbietet.

 

 

Banken und Finanzdienstleister – Geld verändert die Welt

Auf den ersten Blick ist Nachhaltigkeit kein anspruchsvolles Thema für Banken und Finanzdienstleister. Die Branche unterliegt einer wachsenden Virtualisierung und Digitalisierung. Standardtransaktionen sind nahezu lückenlos automatisiert, die Finanzdienstleister verbrauchen also nur wenige Ressourcen und konzentrieren sich auf Beratungsdienstleistungen und Handel. Hier setzt der zweite Blick an, denn Geld verändert die Welt.

 

Im Zuge des gesteigerten Interesses an einem verantwortungsvollen Finanzmanagement, müssen sich Banken und andere Finanzdienstleister die Frage stellen lassen, welche Auswirkungen eine bestimmte Geldanlage auf die gesamte Gesellschaft haben wird und nach welchen Kriterien Kredite vergeben werden. In diesem Bereich ist der Nachhaltigkeitsbegriff eng mit der unternehmerischen Sozialverantwortung verknüpft.

 

 

Nachhaltige Finanzprodukte

Nachhaltige Finanzprodukte sind bislang noch immer ein Nischenprodukt innerhalb der Finanzwirtschaft. Allerdings nimmt das Interesse an stetig zu. Nachhaltige Geldanlagen, sind durchgehend ökologisch und ethisch einwandfrei konzipiert.

 

Die Produktpalette ist dabei breit aufgestellt. Zu den klassischen nachhaltigen Geldanlagen zählen beispielsweise Mikrofinanzprodukte, die eine Vergabe von Klein- und Kleinstkrediten an Unternehmensgründer in Entwicklungs- und Schwellenländern ermöglichen. Anleger erwirtschaften hier eine gute Rendite durch die überdurchschnittliche Zahlungsmoral der Kreditnehmer  sowie durch die Zinserträge, denn Mikrokrediten sind zwar Hilfe zur Selbsthilfe, jedoch keine Almosen.

 

Die richtigen Kriterien anlegen.

Ein weiteres wachsendes Feld im Bereich der nachhaltigen Geldanlagen sind Investments in Erneuerbare Energien und in weitere Projekte zum Thema Klimaschutz. In diesen Bereichen bieten Finanzdienstleister unterschiedliche Produkte an, Anleger können sich durch Direktbeteiligungen, Fondsanteilen oder Fondssparpläne am Auf- und Ausbau von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien beteiligen.

 

Dazu zählen Solar- und Windparks, Wasserkraftanlagen, Biomasseanlagen und Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung. Die Rendite aus diesen Anlagen resultiert – je nach Investment – aus dem Verkauf der sauberen Energie, teilweise auch aus dem vorteilhaften Weiterverkauf der Energieanlagen.

 

Im Bereich der Klimaschutzanlagen fließen Gelder in Technologien für eine verbesserte Energieeffizienz, aber auch in richtungsweisende Projekte, wie beispielsweise Meerwasserentsalzungsanlagen oder moderne Recyclingprojekte.

 

Eine weiteres Feld der Geldanlagen im Bereich des Klimaschutzes ist außerdem das Investment in Aufforstungsprojekte. Dabei werden biodiverse Mischwälder auf gerodeten Flächen neu angelegt. Teile der Waldflächen werden nachhaltig bewirtschaftet. Erträge bringen diese Investments durch den Verkauf von entnommenen Edelhölzern sowie landwirtschaftlichen Produkten wie beispielsweise Kakao.

 

 

Gut ist, wer Gutes tut – und Schlechtes meidet

Finanzdienstleister, die ethische und soziale Geldanlagen anbieten und ihre Kunden zu diesem Thema fair beraten, leisten unbestritten einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit der Branche. Ebenso bedeutsam ist es allerdings auch, die gleichen hohen ethischen Kriterien an zulegen, wenn es um konventionelle Investments geht. Denn Unternehmen, die im Zusammenhang mit Kinderarbeit, Ausbeutung und Diskriminierung stehen, umweltzerstörende Technologien produzieren oder Teil der Kriegsindustrie sind, gehören nicht in das Feld der Nachhaltigkeit.

 

Um hier Kunden mehr Transparenz zu bieten, arbeiten viele Anbieter mit einem sogenannten Ethik-Filter. Dieser Filter definiert bestimmte Ausschlusskriterien, die – je nach Anbieter – unterschiedlich sind. Die so geprüften Wertpapiere umfassen im allgemeinen keine Anlagen aus dem Bereich der Atomenergie, Rüstung und definierten Teilen der Chemie- und Pharmabranche. Außerdem sind menschenrechtsverletzende Unternehmen ausgeschlossen. Der Finanzdienstleister Grünes Geld, verwendet beispielsweise einen Ethik-Filter bei seinen Erneuerbare Energie Fonds, Umweltfonds, Solar Fonds, Wind Fonds und Mikrofinanzfonds.

 

Gute Finanzberater können ihren Kunden detaillierte Angabe zu den jeweiligen Kriterien geben und umfassend beraten. Darüber hinaus haben Anleger auch die Möglichkeit, eigene ethische Vorstellungen in ihr Anlage-Portfolio einzubringen. So gibt es auch kirchliche Leitlinien, die Geldanlagen gemäß christlicher Werte- und Moralvorstellungen definieren. Ebenso ist es möglich, Bereiche wie Massentierhaltung aus Geldanalgen auszuschließen. Gerade für Veganer und Klimaschützer eine interessante Option, mehr Nachhaltigkeit in die persönliche Vermögensplanung einzubeziehen.

 

 

Nachhaltigkeit kommt aus der Nische

Nachhaltigkeit kommt aus der Deckung.

Dass Ökobanken und spezialisierte Finanzdienstleister, Nachhaltigkeitskriterien in ihrem Angebot souverän berücksichtigen und ihre Kunden entsprechend umfassend und kompetent beraten, ist selbstverständlich. Durch die steigende Nachfrage von Kundenseite stehen jetzt allerdings auch die konventionellen Anbieter aus der Finanzbranche vor der Herausforderung, ökologisch-sozial einwandfreie Finanzprodukte anzubieten. Entsprechend muss die Branche zügig Spezialisten einbinden oder aus eigenen Reihen weiterbilden, denn Kunden, die ihr Geld nachhaltig anlegen, haben dezidierte Vorstellungen und fragen kritisch nach.

 

Um diese Aufgabe weltweit voran zu bringen, hat 2005 eine Gruppe institutioneller Investoren die „UN Principles for Responsible Investment“, kurz PRI-Richtlinien, entwickelt. Angestoßen wurde diese Initiative für verantwortliches Investieren durch den damaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan. Mittlerweile haben mehr als 1.200 Investoren weltweit das Programm unterzeichnet, die immerhin rund 15 Prozent des global investierten Kapitals verwalten. Die Unterzeichnenden verpflichten sich gemäß der PRI-Richtlinie, die Umwelt zu schützen, soziale Standards einzuhalten und das Unternehmen gut zu führen.

 

Allerdings liegt die Definitionshoheit, was das konkret bedeutet, bei den teilnehmenden Unternehmen selbst, Mindestkriterien, die erfüllt werden müssen, existieren nicht. Um für mehr Glaubwürdigkeit zu sorgen, wurde 2014 eine Berichtspflicht eingeführt, in der die Mitglieder darlegen, wie sie die Richtlinien in der Praxis umsetzen. In Deutschland haben 47 Unternehmen die Prinzipien für verantwortliches Investieren unterzeichnet, das sind im Vergleich zu den europäischen Nachbarmärkten wenig. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem Allianz Global Investors (AGI), Bayern Invest und Deka Investment.

 

Für einen konkreten Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen des Unternehmens hat sich die Sparda-Bank München eG entschieden. Sie engagiert sich als erste deutsche Bank für die Gemeinwohl-Ökonomie und veröffentlicht bereits zum dritten Mal eine Gemeinwohl-Bilanz. Hier legt die Sparda-Bank transparent nieder, in welchen Bereichen bereits eine gute soziale und ökologische Unternehmensführung gelungen ist und welche Ziele sich das Unternehmen darüber hinaus setzt. Gemessen wird darüber hinaus auch die Nachhaltigkeit der angebotenen Finanzprodukte. Dabei erreicht die genossenschaftliche Bank gute Ergebnisse für ihr solides, transparentes und faires Einlagen- und Kreditgeschäft. Das Unternehmen bezieht außerdem bereits zu einhundert Prozent Strom aus erneuerbaren Energien und will sich auch in anderen ökologischen Bereichen stärker engagieren.

 

 

Nachhaltigkeit leben – sinnvoll investieren

Immer mehr Menschen interessieren sich für das Thema Nachhaltigkeit und fragen zunehmend nach, anfänglich nur bei Produkten, verstärkt jetzt auch bei Dienstleistungen wie in etwa in der Finanzbranche.

 

Eine gute Entwicklung, denn Geld eröffnet weitreichende Möglichkeiten, um Veränderungen in Gang zu bringen. Daher ist es wichtig, dass Geldströme in die richtige Richtung fließen, zum Wohle möglichst vieler Menschen.

 

Seit mehr als zehn Jahren berät Grünes Geld, erfahrener Experte für nachhaltige Geldanlagen, seine Kunden im Bereich der ökologischen und sozialen Geldanlagen, Vermögensaufbau und –verwaltung. Gerade in Zeiten der niedrigen Zinsen suchen Kunden nach neuen Anlageprodukten und –strategien. Hier bieten wir Konzepte für jeden Anlegertyp und nahezu jede Anlagesumme.

 

Mit unseren nachhaltigen Anlageprodukten finanzieren unsere Kunden nicht nur positive Veränderungen, sondern sind selbst Teil einer gesellschaftlichen Veränderung geworden und haben durch ihre Anlagestrategie selbst erlebt, das Geld viel bewegen kann und gleichzeitig attraktiven Erträge bringt. Denn eine sinnvolle Geldanlage dient dem Gemeinwohl genauso wie dem Kundenwohl.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Festgeld Alternative Reconcept RE08 Anleihe der Zukunftsenergien gestartet

Freitag, 09. Juni 2017
Zusammenfassung: Während Banken derzeit keine Zinsen zahlen, kann die RE08 Anleihe der Zukunftsenergien mit rund 5 Prozent jährlich glänzen. Die Laufzeit ist noch ca. 4,5 Jahre.

 

Stellen Sie sich vor, Sie wären wieder ein Kind. Sagen wir 5 Jahre alt. Sie gehen durch den Garten und schauen hinter jedem Busch und hinter jedem Stein. Sie suchen Ostereier. Doch Sie finden nichts. Das Kind, das hier aufgibt, denkt: es gibt einfach keine Ostereier. Doch das Kind, das weiter sucht und auch in der Wohnung noch nicht aufgibt, entdeckt, dass der Osterhase auch drinnen die Ostereier verstecken kann – auch wenn er sie früher immer mit Garten hinterlassen hatte.

 

Genauso ist es beim Geldanlegen. Viele Anleger schauen nur dort, wo Sie immer schon schauten. Doch auf der Bank, der Sparkasse, der Bausparkasse oder bei der Lebensversicherung finden Sie derzeit keine Zinsen mehr. Nur wer weiter sucht und auch mal dort schaut, wo er bisher nicht suchte, kann Zinsen finden.

 

Vielleicht haben wir für Sie eine solche Anlage gefunden. Sie sollten sie sich auf jeden Fall einmal ansehen – die Laufzeit ist mit nur noch 4,5 Jahren kurz, die Zinsen mit 5 Prozent attraktiv, und die Investition in Erneuerbare Energien mit das beste, was man mit Geld unternehmen kann. Denn unser aller Ziel muss heißen 100 Prozent Erneuerbare Energien.

 

Der Investitionsgegenstand: überzeugend

 

Mit dem Geld der Anleger werden Erneuerbare Energien Anlagen gekauft. Das können zum Beispiel Windparks, Solarparks oder Wasserkraftwerke sein. Der Vorteil ist dabei die Diversifikation: wer nicht alle Eier in einen Korb legt, sondern sein Geld gut verteilt, kann Herausforderungen in einem der Bereich mit guten Erfolgen aus anderen Bereichen besser abfangen.

 

Die Strategie wird auch regional fortgesetzt. Die Investitionen können in Deutschland, aber auch in anderen stabilen Ländern wie beispielsweise Finnland, Frankreich oder Kanada erfolgen. Auch hier gilt: wer streut rutscht nicht aus.

 

Die Erfahrung des Anbieters: groß

 

Reconcept ist seit 1998 im Bereich der Alternativen Energien Erzeugung tätig. In diesen 19 Jahren wurden alleine in Windkraft 480 Millionen Euro investiert und insgesamt über 360 Megawatt Leistung installiert.

 

Nachdem Reconcept die ersten 11 Jahre als Tochterunternehmen der PNE Wind Group Projekte bei Erneuerbaren Energien durchführte, ist Reconcept seit 2009 als unabhängiges Unternehmen tätig.

 

Alle Festzins-Angebote von Reconcept konnten bisher mit der vollständigen Auszahlung der versprochenen Zinsen glänzen.

 

Erstes Projekt ist angebunden

Ein Projekt wie der RE08 wird als Blind-Pool-Konzept bezeichnet. Zur Auflegung sind die Investitionsobjekte noch nicht bekannt, so dass der Anleger im übertragenen Sinne blind investiert. Natürlich stimmt das nicht wirklich, weil die Prospekte und Verträge die möglichen Investitionsobjekte bereits definieren. Aber die konkreten Anlagen und konkreten Standorte sind noch nicht bekannt.

 

Diesen Status hat das Projekt RE08 Anleihe der Zukunftsenergien aber mittlerweile verlassen. Als erste Investition wird eine Windturbine des deutschen Herstellers Nordex, eine N117/2400, mit Standort im sächsischen Vogtland, angebunden. Sie ist bereits seit Sommer 2016 in Betrieb und profitiert von einem hohen, auf 20 Jahre garantierten Einspeisetarif von 8,58 Cent / kWh. Sie nutzt einen Rotordurchmesser von 117 Metern und hat eine Leistung von 2,4 MW.

 

Die Fakten zum RE08 Anleihe der Zukunftsenergien

Der RE08 ist auf eine Laufzeit bis 31. Septemer 2021 ausgelegt. Er zahlt im ersten Jahr 4 Prozent, dann in den Folgejahren 5 Prozent, und im letzten Jahr 6 Prozent  Zinsen. Die Zinsen und die Rückzahlung des Anlagekapitals sind nicht garantiert und können ausbleiben.

 

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Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.