Archiv für die Kategorie ‘Nachhaltigkeit’

7 x Wissenswertes über nachhaltige Geldanlagen

Freitag, 18. August 2017

Zusammenfassung: Nachhaltige Geldanlagen werden zunehmend beliebter. Teilweise werden die Investments in soziale und ökologische Projekte jedoch auch noch mit Misstrauen betrachtet und mit Spenden verwechselt. Höchste Zeit, mit einigen Vorurteilen aufzuräumen und die Vorteile der grünen Geldanlagen in den Vordergrund zu rücken.

 

 

Nachhaltig die Welt verändern.

„Geld regiert die Welt“ – so heißt es oft lapidar, wenn eine weltpolitische Entwicklung mal wieder vollkommen fehl läuft, wirtschaftliche Interessen zu ökologischen Schieflagen führen und Menschenrechtsverletzungen aus ökonomischen Interessen billigend in Kauf genommen werden.

 

Aber nicht das Geld regiert die Welt, sondern die Menschen, die das Geld besitzen – und hier fängt die Schieflage schon an. Denn der Oxfam Armutsbericht  bringt es immer wieder auf den Punkt: Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Aktuell verfügt ein Prozent der Weltbevölkerung über mehr als die Hälfte des weltweiten Vermögens.

 

Weitere 20 Prozent der Weltbevölkerung verfügen fast vollständig über die andere Hälfte des Vermögens. Lediglich fünf Prozent des Vermögens verteilt sich auf die verbleibende Mehrheit von fast 80 Prozent der Menschen.

 

Eine eklatante Ungleichheit, die es zu bekämpfen gilt. Und dieses Ziel haben sich auch die Vereinten Nationen gesetzt und in ihren 17 Nachhaltigkeitszielen festgeschrieben,  die die Staatengemeinschaft bis zum Jahr 2030 erreichen will.

 

Kann diese Ungleichheit wirklich gestoppt werden und wie? – Viele Wege führen zum Ziel. Dazu zählen ein fairer Welthandel, faire Entlohnung der Arbeit, Förderung von bezahlbaren und sauberen Energien, Zugang zu Bildung, Hilfe zur Selbsthilfe und so vieles mehr.

 

Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist dabei auch immer die Finanzierung der Projekte. Eine ausgezeichnete Möglichkeit die Entwicklung mit voranzutreiben sind daher nachhaltige Geldanlagen, denn sie nutzten das Kapital als Hebel zur Veränderung.

 

Das Leben ist zwar kein Hollywood-Streifen, aber es wäre doch trotzdem schön, wenn am Ende „die Guten“ gewinnen würden. Auf dem Weg zu diesem „Happy End“ helfen die folgenden 7 Fakten zu nachhaltigen Geldanlagen, den Weg konsequent zu beschreiten und möglichst viele Anleger von den Vorteilen dieser Investments zu überzeugen.

 

 

1. Nachhaltige Geldanlagen sind keine Spende

Geldanlagen sind keine Spenden.

Vielfach werden nachhaltige Geldanlagen noch als Nischenprodukt für „Gutmenschen“ angesehen und nicht als Möglichkeit, Geld sinnvoll und dennoch sicher anzulegen. Denn die Investments sind keine Spende. Zwar wird das angelegte Geld – wie auch viele Spendengelder – für vielfältige ökologische, ethische und soziale Projekte verwendet, damit hört die Gemeinsamkeit aber auch schon auf. Denn statt einer Spendenbescheinigung erhalten Anleger attraktive Rendite und bringen eine nachhaltige Entwicklung auf den Weg.

 

 

2. Nachhaltige Geldanlagen sind vielseitig

Hilfe zur Selbsthilfe durch Mikro-Kredite.

Die Idee der Mikrofinanz-Systems ist vielen Menschen bekannt – nicht zuletzt durch die Verleihung des Friedensnobelpreis 2006 an Muhammad Yunus aus Bangladesch, der die Idee der Anschubfinanzierung zur Selbsthilfe in den armen Regionen der Welt stark belebt hat.

 

Mikrofinanz-Kredite sind auch definitiv eine Möglichkeit, Geld nachhaltig anzulegen, aber sicher nicht die Einzige. Der Markt an nachhaltigen Geldanlagen umfasst heute nahezu sämtliche gängigen Finanzprodukte. So gibt es nachhaltige Sparpläne für die unterschiedlichen Anlegertypen, Fonds, Sachwerte, wie beispielsweise Windkraftanlagen oder Forstbeteiligungen und vieles mehr.

 

 

 

3. Nachhaltigkeit ist mehr als „öko“

Nachhaltigkeit hat sich zu einem Schlagwort entwickelt, das zwar positiv besetzt ist, jedoch keine verbindliche inhaltliche Aussage macht. Ursprünglich entstammt der Nachhaltigkeitsbegriff aus der Forstwirtschaft und bezeichnete das Wirtschaften, bei dem nur so viel Holz dem Wald entnommen wird, wie auch nachgepflanzt wird.

 

Heute bezieht sich die Bezeichnung der Nachhaltigkeit im Allgemeinen auf die Auswirkungen einer Handlung oder eines Produktes auf Umwelt und Klima. Diese sollen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung dauerhaft ausgeglichen werden.

 

Auch für den Begriff der nachhaltigen Geldanlagen existiert keine gesetzliche oder allgemein anerkannte Definition. Die Bewertung eines Investments als nachhaltig kann nach 200 bis 300 Kriterien geschehen. Dabei werden vielfältige Faktoren des Umweltschutz sowie soziale und ethische Aspekte der generellen Unternehmensführung berücksichtigt.

 

Generell werden unter nachhaltigen Geldanlagen Investments verstanden, die nicht nur klassische finanzielle Ziele wie Werterhalt, Sicherheit und gute Erträge verfolgen, sondern auch gleichzeitig einen Beitrag zu einer positiven ökologischen, ethischen und sozialen Entwicklung leisten. Entsprechend dieser Werte, dienen nachhaltige Geldanlagen dem Natur-, Umwelt- und Klimaschutz, stehen für gerechte und existenzsichernde Bezahlung und wenden sich gegen Kinder- und Zwangsarbeit. Nachhaltige Projekte richten sich gegen Diskriminierungen, sei es aufgrund des Geschlechts, der Herkunft, Nationalität, Religion oder Hautfarbe. Ebenso werden mit dem nachhaltig angelegten Geld keine Waffen und Kriegsgüter unterstützt.

 

Die nachhaltigen Unternehmen herausfiltern.

Um diese Kriterien sicher zu stellen und zu gewährleisten, nutzen Anbieter nachhaltiger Geldanlagen einen sogenannten Ethik-Filter. So wird etwa bei Wertpapieren mit Ethik-Filter überprüft, ob die Unternehmen, in die investiert werden soll, den strengen Nachhaltigkeits-Kriterien entsprechen. Im Allgemeinen werden so Unternehmen aus der Rüstungsindustrie, Teile der Chemie- und Pharmabranche und konventionelle Energie-Anbieter ausgeschlossen. Unternehmen, die Mitarbeiter diskriminieren oder auf Kinderarbeit setzen, finden sich ebenfalls nicht in den Geldanlagen wieder. Ob und wie der Ethik-Filter angewendet wird, erfahren Anleger von ihrem Finanzberater sowie aus den Verkaufsprospekten ihres Investments.

 

 

4. Nachhaltige Geldanlagen können auch persönliche Werte abbilden

In vielen Bereichen, sind die Ansprüche an eine nachhaltige Entwicklung Konsens. Nahezu alle Anleger in diesem Bereich können sich darauf einigen, dass Kriege, Kinderarbeit und Umweltzerstörung in keiner Weise finanziell unterstützt werden sollen.

 

Aber viele Anleger haben darüber hinaus auch noch einen persönlichen Wertekanon, nach dem sie handeln und investieren wollen. Beispielsweise wollen Veganer kaum ihr Geld in Unternehmen investieren, die mit der Massentierhaltung in Verbindung stehen, sei es aus ethischer Überzeugung oder aus Gründen des Klimaschutzes. Auch werden praktizierende Katholiken  einer Geldanlage in Unternehemen wenig abgewinnen können, die Verhütungsmittel herstellen oder im Bereich der Gen- und Stammzellenforschung aktiv sind.

 

Hier können erfahrene Anbieter nachhaltiger Geldanlagen umfassend beraten und eine entsprechende Blacklist zusammenstellen, die Branchen und Bereiche definiert, in die nicht investiert werden darf.

 

 

5. Nachhaltiges investieren kann Werte durchsetzten

Stimm- und Rederechte effektiv nutzen.

Ausschlusskriterien sind eine Seite Medaille der nachhaltigen Geldanlagen. Die andere Seite ist eine aktive Herangehensweise, die auf das Verhalten von Unternehmen einen direkten Einfluss nehmen will. Dieser Engagement Ansatz, baut auf die Macht des Geldes.

 

Investoren versuchen dabei, beispielsweise durch die Ausübung ihrer Stimmrechte bei Aktionärsversammlungen, auf den Kurs des Unternehmens Einfluss zu nehmen. Neben der Hauptversammlung ist dies auch durch einen direkten Dialog mit der Unternehmensführung möglich. Obgleich dieser Weg in der harten Wirtschaftswelt etwas träumerisch klingen mag, kann auch dieser dynamische Prozess Erfolge verzeichnen. Schließlich haben zunehmend mehr Unternehmen ein Interesse daran, ihr Engagement in Sachen Nachhaltigkeit zu unterstreichen.

 

 

6. Nachhaltige Geldanlagen sind keine Modeerscheinung

Ausgewogen und ausbalanciert.

Der Markt für nachhaltige Geldanlagen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Mit einem Plus von rund dreißig Prozent ist der Markt im vergangenen Jahr in Deutschland, Österreich und in der Schweiz überproportional gewachsen. In den drei Ländern wurden gemäß der Jahresstatistik des FNG – Forum Nachhaltige Geldanlagen ökologische und ethische Investments im Wert von 420 Milliarden Euro getätigt. Darüber hinaus wurden rund vier Billionen Euro in Anlagen investiert, die einzelne Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen.

 

In Deutschland konnte in 2016 ein Zuwachs von rund 15 Prozent im Markt für nachhaltige Geldanlagen verzeichnet werden. Die Entwicklung wurde zum einen von einer wachsenden Anzahl privater Investoren getrieben, die ihre persönlichen Werte auch zum Maßstab ihrer Geldanalagen machen, zum anderen haben – eben angestoßen durch diese Bewegung – immer mehr institutionelle Anleger das Potenzial der nachhaltigen Werte entdeckt.

 

Das rasant gestiegene Interesse an den ökologischen und sozialen Investments mag vielleicht den Gedanken an eine Modeerscheinung Nahe legen, Fakt ist jedoch, dass die Entwicklung und der Erfolg der nachhaltigen Geldanlagen bereits auf ein Erfolgsgeschichte von fast einem Viertel Jahrhundert zurückblicken kann.

 

Wenn heute rund 25 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen  stammt, ist das nicht zuletzt der Erfolg privater Anleger, die seit den neunziger Jahren mit großem Engagement in Windkraftwerke, Photovoltaikanlagen und Biogasprojekte investiert haben – also in Unternehmen, die mittlerweile in Deutschland mehrere hunderttausend Arbeitsplätze stellen und die beschlossene Energiewende entscheidend mittragen.

 

 

7. Nachhaltige Geldanlagen bieten Sicherheit und solide Erträge

Nachhaltige Investments lösen den ewigen Widerstreit zwischen Geld und gutem Gewissen ein für allemal auf. Beides ist möglich und nötig, um eine positive Entwicklung voranzubringen. Nachhaltig investieren bedeutet also keinesfalls, auf unsichere oder unrentable Anlagen zu setzen.

 

Wissenschaftliche Untersuchungen haben sich – vor allem aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach ökologischen und ethischen Investments – tiefergehend mit Anlagen auseinandergesetzt und kommen mehrheitlich zum Ergebnis, dass nachhaltige Geldanlagen in der Rendite nicht zurückstehen. Wer also nachhaltig investiert kann mit soliden und marktüblichen Erträgen rechnen.

 

Schwarze Schafe gibt es in jeder Branche.

Vorsicht ist – wie auch bei allen konventionellen Geldanlagen – geboten, wenn überdurchschnittliche Rendite versprochen wird, denn auch im Markt der nachhaltigen Geldanalgen tummeln sich mittlerweile schwarze Schafe.

 

Wer sich also für eine grüne Geldanlagen entscheidet, geht keine erhöhten Risiken aufgrund der Nachhaltigkeit ein. Genauso, wie bei einer konventionellen Geldanlage, müssen sich Anleger allerdings im Vorfeld generell damit auseinandersetzen, wie hoch die Rendite ausfallen soll, welche Risiken eingegangen werden und wann das angelegte Geld zur Verfügung stehen soll.

 

Wenn diese Fragen geklärt sind, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, in nachhaltige Projekte zu investieren. Wer auf höhere Rendite und langfristige Geldanlagen zielt, findet in nachhaltigen Direktinvestments eine gute Möglichkeit, hohe Erträge zu erwirtschaften und zugleich eine sehr transparente Form der Geldanlage mit einer hohen Wirkung zu realisieren.

 

Wer sich mehr Sicherheit und Flexibilität wünscht, investiert in ausgewählte Umweltfonds, die in unterschiedlich zusammengestellten Musterdepots angeboten werden. Das ist nicht nur mit großen Summen möglich, sondern kann auch über einen individuellen monatlichen Sparplan verlaufen, der es auch bei noch geringem Einkommen ermöglicht, bereits in jungen Jahren ein kleines Vermögen aufzubauen.

 

 

Grünes Geld, erfahrener Anbieter nachhaltiger Geldanlagen, ist bereits seit 2001 im Markt aktiv und beweist mit seinem Erfolg, dass ökologische, soziale und ethische Investments absolut keine Modeerscheinung sind. Anleger können hier sicher gehen, dass ihr Geld gemäß festgelegten ethischen und ökologischen Kriterien investiert wird und entsprechend einen wertvollen Beitrag für Umwelt, Klima und Gesellschaft leisten.

 

Bei Grünes Geld finden alle Anlegertypen, ihre passende nachhaltige Geldanlage. Sei es im Bereich der Erneuerbare Energie Fonds, Umweltfonds, Solar Fonds, Wind Fonds oder Mikrofinanzfonds.

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Alles öko? – Teil 1: Büro & Schule

Freitag, 04. August 2017

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Viele Dinge des täglichen Bedarfs belasten Klima und Umwelt. In der neuen Serie „Alles öko?“ werden verschiedene Lebensbereiche unter die Lupe genommen. Den Anfang machen Büro und Schule. Hier kann durch umweltfreundliche Produkte und die Vermeidung von überflüssigen Artikeln ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.“ ]

 

 

Earth Overshot Day – jetzt erst recht die Welt im Blick behalten!

Am vergangenen Mittwoch war es in diesem Jahr soweit. Das Global Footprint Network teilte mit, dass die Menschheit bereits am 2. August die natürlichen Ressourcen aufgebraucht hat, die für das gesamte Jahr 2017 zur Verfügung stehen. Damit wurde die Folge der traurigen Rekorde weiter fortgesetzt, denn seit Beginn der Errechnung des sogenannten Earth Overshot Day in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, rückt der Termin im Kalender immer weiter nach vorne. Einziger – wenn auch winziger –Hoffnungsschimmer: der Welterschöpfungstag ist im Vergleich zum Vorjahr lediglich einen Tag nach vorne gerutscht.

 

 

Die Erde in der Schuldenfalle

Alle natürlichen Ressourcen, die ab dem 3. August der Natur entnommen und verbraucht werden, stellen einen Raubbau an der Natur dar. Ab sofort lebt also die gesamte Menschheit auf diesem Planeten – ungeachtet des persönlichen Ressourcenverbrauchs – auf Pump.

 

Wem die Rechnung mit der Erdüberlastung zu abstrakt ist, kann sich das Modell auch konkret so vorstellen: Bereits nach sieben Monaten ist das komplette Jahresgehalt für 2017 aufgebraucht. Und das, obwohl es noch nicht vollständig erarbeitet wurde. Rücklagen gibt es keine. Für Anschaffungen zum neuen Schuljahr – relevant für alle Eltern – , Weihnachtsgeschenke, Wintergarderobe, Urlaub oder auch ganz simpel: Miete und Lebensmittel ist nichts übrig.

 

Aber während Banken derzeit mit Krediten zu günstigen Konditionen locken und einen normalen Haushalt vorerst finanziell aushelfen könnten, gerät die Erde direkt in die Schuldenfalle. Denn der übermäßige Verbrauch der natürlichen Ressourcen geht weit über die Idee eines Dispo-Kredits im Alltag hinaus.

 

Höchste Zeit also, sich dieser Entwicklung entgegen zu stellen und den eigenen Lebensstil kritisch unter die Lupe zu nehmen. Denn neben den großen Herausforderungen der Menschheit, wie beispielsweise der drastischen Reduzierung der CO2-Emissionen und Ausbau bezahlbarer und sauberer Energie weltweit, ist das Konsumverhalten der Menschen in den Industrienationen – und zunehmend auch in Teilen der Schwellenländer – verantwortlich für die bedenkliche Entwicklung.

 

 

Viele kleine Dinge bewirken Veränderung

Eine afrikanische Weisheit besagt: „Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“ – Der Spruch mag häufig belächelt werden, gibt jedoch die Quintessenz eines nachhaltigen Lebensstils wider: Veränderungen im Alltag und ein bewussterer Konsum können in der Masse bereits viel bewirken.

 

Welche Möglichkeiten konkret bestehen, werden wir in den kommenden Wochen in unserer kleinen Serie „Alles öko?“ beleuchten. Im ersten Teil geht es heute rund um den Schreibtisch. Vorgestellt werden Tipps und Anregungen für nachhaltige Produkte und Verhaltensweisen im Büro, am heimischen Schreibtisch und in der Schule.

 

 

Büro & Schule: Weniger ist mehr

Unser Konsum beeinflusst in nahezu allen Lebensbereichen die Entwicklung von Umwelt und Klima. Im Lebensmittel und Kosmetikbereich haben sich Bio-Siegel bereits gut etabliert, aber schon bei Kleidung sind die meisten Güte-Siegel zum einen kaum bekannt, zum anderen wird die Kaufentscheidung fast ausschließlich vom individuellen Geschmack beeinflusst.

 

Weniger ist mehr!

Bei Büroartikeln und Schulsachen könnte die Sache einfacher sein, ist sie aber nicht. Zwar steht hier vielfach die Funktion der Dinge im Vordergrund, entscheidend ist allerdings auch meist der Preis.

 

Die einfachste, klimafreundlichste und billigste Möglichkeit ist es, unnötige Anschaffungen zu vermeiden, vorhandene Materialien zu nutzen und – wo immer es möglich ist – erneut zu verwenden.

 

In vielen Büros hat es sich durchgesetzt, auf unnötige Ausdrucke zu verzichten und auf papierlose Ablagesysteme zu setzten. Sicher wird durch die Arbeitsleistung der Rechner auch Energie verbraucht. Durch die steigende Akzeptanz von nachhaltig erzeugtem Strom, ist hier jedoch eine gute Ökobilanz möglich.

 

Mehr Energieeffizienz verspricht auch das EU Energy Star-Siegel, das sich bei vielen Geräten im IT- und Office-Bereiche durchgesetzt hat. Nachteil des Siegels ist allerdings, dass es niedrigschwellig vergeben wird. Die Hersteller ordnen sich nach ihren eigenen Vorgaben ein und teilen die der EU-Kommission mit. Eine externe Prüfung findet nicht statt.

 

 

Umweltfreundliches Papier mit Brief und Siegel

Altpapier: Abfall? – Nein, Rohstoff!

Dort, wo Papier zur Arbeit benötigt wird, sollten Unternehmen, private Haushalte und Schulen auf umweltfreundliche Produkte setzen. Aber Augen auf! – Nicht jede wohlklingende Werbeaussage steht auch wirklich für ein klima- und umweltfreundliches Produkt.

 

Noch immer werden zur Papierherstellung tropische Regenwälder abgeholzt. Wer dann auf das Siegel „tropenwaldfrei“ vertraut, kann unwissentlich Papier aus Plantagenholz in Händen halten. Und die Plantagen sind nicht selten auf den gerodeten Flächen der tropischen Wälder entstanden. Ebenso kann Papier mit diesem Label auch aus bedrohten Waldgebieten in Sibirien oder Kanada stammen.

 

Häufig tragen Papierprodukte die Bezeichnung „holzfrei“. Was für den Konsumenten wie ein ökologisch sinnvolles Versprechen klingt, bezeichnet in der Papierindustrie jedoch die holzfreie Qualitätsstufe des Papiers, das wenig vergilbt. Auch das holzfreie Papier besteht aus Zellstoff und dieser wird aus Holz gewonnen. Im holzfreien Papier dürfen jedoch nur ein ganz geringer Anteil an verholzten Fasern, sogenanntem Holzschliff, sein. Es ist in der Herstellung teuer und umweltschädlicher, da sogar mehr Bäume benötigt werden. 

 

Selbst die an sich unmissverständliche Aufschrift „chlorfrei“ steht nicht automatisch für ein umweltfreundliches Papier, denn hier wurde nur auf eine problematische Zutat verzichtet. Chlorfrei gebleichtes Papier schont zwar die Gewässer, nicht jedoch zwangsläufig den Erhalt der Wälder.

 

Vertrauen können Verbraucher auf die folgenden Siegel, denen strenge Umweltkriterien zugrunde liegen.

 

Am bekanntesten ist dabei der Blaue Engel. Das Umweltzeichen wurde bereits 1978 vom Bundesinnenministerium und den Umweltministerien der Länder auf den Weg gebracht und diente als Vorbild für viele internationale Umweltsiegel und für die ISO-Norm 14024. Kopierpapier, Schreibhefte und andere Papierartikel mit dem Blauen Engel werden nach ökologischen Standards hergestellt. Dabei ist nicht nur der Altpapiergehalt relevant, sondern auch die chlorfreie Bleiche sowie die Einhaltung von Schadstoffgrenzen. Der Blaue Engel wird nicht nur für Schul- und Büromaterialien vergeben. Das Siegel kennzeichnet auch viele weitere Produkte des täglichen Lebens. Laut einer Umweltbewusstseinsstudie kennen 92 Prozent der Befragten Personen das Umweltzeichen Blauer Engel, für 37 Prozent ist das Siegel kaufentscheidend.

 

Neben dem Blauen Engel stehen auch die als UWS-Papier gekennzeichneten Produkte für eine positive Ökobilanz. UWS-Papier ist ein Recyclingpapier, das ohne De-Inking und Bleiche hergestellt wird. Dadurch ist es im Allgemeinen nicht reinweiß, ist jedoch was den Ressourcenverbrauch anbelangt die erste Wahl unter den Papierprodukten.

 

Weniger bekannt ist das Siegel Ökopa plus, das vom ökologischen Schreibaren-Großhändler Venceremos als unternehmensinternes Gütesiegel vergeben wird. Öko plus Papier besteht zu einhundert Prozent aus Altpapier und wird umweltfreundlich hergestellt.

 

Sollte in Schule oder Büro einmal akute Papiernot herrschen und kein Recyclingpapier verfügbar sein, ist Papier mit FSC-Siegel eine klimafreundliche Alternative zu herkömmlichen Papieren. Das FSC-Siegel steht für eine nachhaltige Forstwirtschaft. An diesem Zertifizierungssystem sind Wirtschaft, Umwelt- und Sozialverbänden beteiligt und setzen sich für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ein.

 

 

Schreibzeug & Co. – Comeback des Füllers

Füllfederhalter sind wieder beliebt!

Schreibtische sind Mikrokosmen, die viel Auskunft über ihren Besitzer geben. Da sind auf der einen Seite durchorganisierte Puristen, die neben ihrem Laptop kaum etwas auf der Tischplatte dulden, auf der anderen Seite Schreibtisch-Messis, die nicht nur sämtliche Arbeitsmaterialien um sich herum verstreuen und zudem diverse Papierhaufen und Kleinkram vor sich liegen haben. Natürlich gibt es unzählige Typen zwischen den beiden Extremen.

 

Stifte finden sich quasi auf allen Schreibtischen – vom Erstklässler bis zum Generaldirektor. Dabei hat sich in den vergangenen Jahren eine interessante Entwicklung parallel zur Digitalisierung der Arbeitswelt ergeben: Der Füller feiert sein Revival. Bildeten noch vor einigen Jahren Werbekugelschreiber und Fineliner in den Stifteköchern und Schreibmäppchen die Mehrheit, ist in den letzten Jahren die Freude am guten alten Füllfederhalter wieder erwacht. Gut für die Umwelt: Der Stift hält lange, die Feder kann ausgetauscht werden, Tinte wird – je nach System – aus dem Tintenfass, der wiederbefüllbaren Patrone (Konverter) oder – schlechteste Möglichkeit – der Einwegpatrone getankt. Darüber hinaus ist die Auswahl breit gefächert und deckt nahezu alle Preisvorstellungen ab.

 

 

Ernüchterung nach den Ferien – Schulsachen einkaufen

Während viele Büroangestellte mit relativ wenig Schreibmaterialien auskommen, sind die Einkaufslisten der Schüler traditionell lang. Buntstifte, Wasserfarben, Textmarker, Bleistifte in den unterschiedlichsten Stärken, Hefte, Blöcke, Umschläge – da kommt einiges Zusammen. Bei der Vielzahl der Artikel ist es sicher nicht einfach, umwelt- und klimafreundliche Produkte im Blick zu behalten.

 

Daher ist es sinnvoll, drei einfache Faustregeln zu beachten:

 

  1. Welche Produkte sind bereits vorhanden und können weiter genutzt werden?

Viele Hefte aus dem vergangenen Schuljahr sind nur zur Hälfte genutzt worden. Warum also nicht einfach dort weitermachen, wo vor den Ferien geendet wurde? Wer das partout nicht will, kann aus dem unbeschriebenen Papier Notizblöcke herstellen.

 

  1. Können Produkte nachgekauft, repariert oder ergänzt werden?

Das ist zum Beispiel bei Wasserfarbkästen und Farbstiften ein wichtiger Punkt, mit dem sich Geld sparen lässt. Gleichzeitig werden Ressourcen geschont.

 

  1. Giftstoffe und Plastik vermeiden!

Tintenkiller, Klebstoffe, bunte Radiergummis, hier sollte bereits der Geruch häufig vom Kauf abhalten. Viele dieser Produkte enthalten giftige Inhaltsstoffe, wie beispielsweise Lösungsmittel. Darüber hinaus stecken viele in überflüssigen Plastikhüllen.

 

Buntstifte in guter & klimafreundlicher Qualität.

Die gute Nachricht, für fast alles gibt es umweltfreundliche Alternativen. Kautschuk-Radierer können teilweise sogar Tintenspuren beseitigen. Flüssigkleber gibt es nachfüllbar und frei von Lösungsmittel, Textmarker werden als Holzstifte angeboten und wer auf Filzstifte nicht verzichten will oder kann, sollte auf Refills achten. Die meisten Produkte sind im gut sortierten Schreibwarengeschäft und in den Kauf- und Warenhäusern erhältlich.

 

Eine gute Orientierung über die Produkte im Markt und umweltfreundliche Alternativen bietet die Broschüre „Umweltfreundliche Schulmaterialien“ der Stiftung Naturschutz Berlin

 

Wer lieber online Shoppen geht, kann sich bei Anbietern wie beispielsweise dem ökologischen Büroausstatter memo alles ins Haus liefern lassen, übrigens CO2-neutral und in einer klimafreundlichen Pfandkiste verpackt. Hier finden sich auch ökologische Büromöbel und Schülerschreibtische.

 

Ebenfalls ökologisch gefertigt, ausgefallen im Design und praktisch im Aufbau sind auch die Ordnungssystems des Herstellers Werkhaus. Das Unternehmen fertigt seit 25 Jahren eine facettenreiche Produktpalette mit ausgeklügelten Ordnungssystemen für den professionellen und den heimischen Arbeitsplatz. Das Unternehmen engagiert sich zudem auch sozial. Zwölf Prozent der Arbeitsplätze sind mit Menschen körperlicher oder seelischer Einschränkung besetzt.

 

 

Grüner Arbeitsplatz

An einem grünen Schreibtisch macht die Arbeit gleich viel mehr Spaß. Das geht sicher nicht nur dem Team von Grünes Geld so. Denn umgeben von sinnvollen Dingen, die Ressourcen schonen, werden auch unsere Ressourcen frei und wir kommen auf gut Ideen. Zum Beispiel wie Ihr Geld ökologisch und sozial positiv wirkt und Ihnen zugleich eine gute Rendite bringt. Wie das geht? Machen Sie einfach den Grünes Geld Test.

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

Verbraucherschutz: Wie Sie 3.000 Euro und mehr aus Ihrer Lebensversicherung aus den Jahren 1994 bis 2007 herausholen können

Dienstag, 25. Juli 2017

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Der halbstaatliche Finanztest empfiehlt in seiner Ausgabe 8/2017 bei Lebensversicherungen, die zwischen dem 29. Juli 1994 und dem 31. Dezember 2007 abgeschlossen worden sind, einen Widerspruch zu prüfen. Auch lange nach Vertragsende lassen sich oft noch Tausende Euro Nachschlag holen. Ein Urteil des Bundesgerichtshof BGH macht das möglich.“ ]

 

 

Was ist der Hintergrund?

Gut gefüllte Kassen bei Versicherern: allerdings werden Reserven für Niedrigzinsphase noch benötigt.

Es geht um Lebensversicherungen nach dem sogenannten Policenmodell. Dabei wird dem Versicherungsnehmer erst zusammen mit der Versicherungspolice das Kleingedruckte wie zum Beispiel die Verbraucherinformationen oder die Allgemeinen Versicherungsbedingungen übersendet. Nach Empfang selbiger hatte der Verbraucher 14 Tage (ab 2004: 30 Tage) das Recht, schriftlich zu widersprechen – ansonsten ist die Versicherung rechtskräftig abgeschlossen.

 

In den Dokumenten mussten die Versicherer jedoch darauf hinweisen, dass diese Widerspruchsfrist vorhanden ist und läuft. Dieser Hinweis war dem Bundesgerichtshof in den meisten Fällen jedoch zu unpräzise oder schwach (Urteil vom 7. Mai 2014, Az. IV ZR 76/11). Der BGH fordert zum Beispiel, dass der Hinweis, dass der Widerspruch in Textform erfolgen muss, meist fehlte. Außerdem hätte die Belehrung optisch hervorgehoben sein müssen, was sie häufig ebenfalls nicht war.

 

Da also die Belehrung über das Widerrufsrecht in diesem Sinne nicht ausgesprochen wurde, entsteht damit ein ewiges Widerrufsrecht des Kunden.

 

Inwieweit die Forderungen des BGH moralisch vertretbar sind und man daraus einen Vorteil schlagen möchte, muss jeder selbst für sich entscheiden. Klar ist: der Urteilsspruch der Richter erfolgte viele Jahre nachdem die Widerrufsklauseln millionenhaft gedruckt wurden. Zu dem Zeitpunkt, als die Versicherer die Widerrufsbelehrungen abdruckten, konnte niemand ahnen, dass 20 Jahre später ein Richter diese für ungültig erklären würde. Insbesondere die Forderung nach eine optisch abgesetzten Widerrufsbelehrung ist schon weit von der gelebten Realität der damaligen Zeit entfernt.

 

 

Welche Verträge sind betroffen?

Ob Ihr konkreter Vertrag betroffen ist, muss im Einzelfall geprüft werden – die Chancen stehen aber sehr gut. Es betrifft jedoch nur die Veträge mit Abschluss zwischen 29. Juli 1994 und 31. Dezember 2007. Mittlerweile gibt es nämlich das Policenmodell nicht mehr, da es mit europäischem Recht nicht vereinbar war.

 

Es geht um klassische und fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen, Riester- und Rürup-Rentenversicherungen.

 

Es geht um regulär beendete Versicherungsverträge, für noch laufende Verträge und für gekündigte Verträge. Um das also nochmals klar zu machen: Auch wenn Sie Ihren Vertrag schon vor einigen Jahren ausgezahlt bekommen haben, können Sie wegen der fehlerhaften Widerspruchsbelehrung einen deutlichen Nachschlag erhalten.

 

Aber Achtung: wenn Sie einen laufenden Vertrag haben und mit diesem Vertrag zufrieden sind, sollten nicht widersprechen (siehe unten).

 

Was ist der Vorteil für Sie als Kunden?

Wenn ein Widerspruch erfolgreich ist, muss die Versicherung alle Einzahlungen und die durch die Einzahlungen erzielten Kapitalerträge auszahlen. Es müssen also auch die Kosten, zum Beispiel für Vertrieb und Abschluss, wieder ausgezahlt werden.

 

Lediglich die Beiträge für den in Anspruch genommenen Versicherungsschutz, wie zum Beispiel Beitragsanteile für den Todesfallschutz, dürfen vom Versicherungsunternehmen einbehalten werden.

 

Was sich schwierig liest, bedeutet in der Praxis häufig einen Vorteil von mehreren Tausend Euro gegenüber dem Rückkaufswert den eine Gesellschaft auszahlt, wenn der Vertrag gekündigt wird, oder gegenüber der Ablaufleistung bei Auszahlung der Lebensversicherung.

 

Beispiele von Kunden

Finanztest führt zwei konkrete Kundenbeispiele an.

 

 

Harald Börgardts, 52jähriger Elektrotechniker, zwei Lebensversicherungen der Aachener Münchner LV AG aus 2003 und 2005: Während ihm die Gesellschaft einen Rückkaufswert von nur 2.432 Euro vorschlug, berechnete ein Dienstleister Auszahlungen in Höhe von 6.768 Euro. Die macht Hr. Börgardts geltend und erhielt sie nach dem Klageweg ausgezahlt. Nach Abzug der Kosten des Dienstleisters bleibt ihm ein Plus von 2.633 Euro.

 

 

Martina W., 60jährige Physiotherapeutin, drei Versicherer und insgesamt 8 Rentenversicherungen zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen: Der Mehrwert für alle 8 Verträge, bei denen in allen 8 Fällen die Widerrufsbelehrung falsch war, beträgt 80.000 Euro (!). Bisher hat nur eine Gesellschaft (Clerical Medical) einen Widerspruch akzeptiert. Für diesen Vertrag hat Martina W. im Jahr 2014 einen Rückkaufswert von 30.266 Euro erhalten und weitere 5.795 Euro als Nutzungsentschädigung.

 

Schritt-für-Schritt: Was können Sie tun?

1.) Vor dem Ausstieg überlegen, ob er überhaupt sinnvoll ist. Häufig war der Sparanteil mit einer Garantieverzinsung von 3,25 Prozent (2001 bis 2004) oder gar 4,0 Prozent (1994 bis 2000) verzinst, was heute sehr attraktiv ist. Ist Ihre Versicherung mit einem Berufsunfähigkeitsschutz gekoppelt, würde dieser entfallen: einen neuen zu bekommen, ist wegen strenger Gesundheitsfragen häufig nicht mehr möglich und meist deutlich teurer. Auch der Todesfallschutz einer Police entfällt. Und schließlich können Steuervorteile verloren gehen.

 

2.) Suchen Sie die Unterlagen: Ursprüngliche Police mit der möglicherweise fehlerhaften Widerspruchsbelehrung sowie den aktuellen Stand der Versicherung und welche Beträge schon ausgezahlt wurden (falls welche ausgezahlt wurden).

 

3.) Lassen Sie Ihren Vertrag prüfen. Teilweise unternehmen das spezialisierte Fachanwälte für Versicherungsrecht oder Dienstleister, die sich darauf spezialisiert haben. Auch die Verbraucherzentrale Hamburg prüft das für 85 Euro (vzhh.de)

 

4.) Sie können, zum Beispiel wenn Sie nicht rechtsschutz versichert sind, auch selbst Widerspruch einlegen. Die Verbraucherzentrale Hamburg bietet dazu einen Musterbrief für 90 Cent zum Download an. Dazu benötigen Sie jedoch auch ein finanzmathematisches Gutachten, das Sie ebenfalls bei der Verbraucherzentrale Hamburg bestellen können.

 

5.) Da es nach Einschätzung von Experten um Milliarden an Rückzahlungen geht versuchen die Versicherungsgesellschaften alles, um Sie abzuwimmeln. Der Versicherungsombudsmann in Berlin steht Ihnen deshalb kostenlos zur Seite. Meist halten sich die Versicherungen an dessen Empfehlungen.

 

Sie haben einen möglicherweise passenden Vertrag und suchen Hilfe? Treten Sie in Kontakt mit uns.

 

 

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Mieterstromgesetz – Energiewende nach Hausrezept

Dienstag, 25. Juli 2017

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Kurz vor der Sommerpause beschlossen Bundestag und Bundesrat noch das „Gesetz zur Förderung von Mieterstrom und zur Änderung weiterer Vorschriften des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes. Mieter sollen dabei stärker am Ausbau Erneuerbarer Energien beteiligt werden und von kostengünstigem und sauberem Strom profitieren.“ ]

 

 

Neues Gesetz auf den Weg gebracht

Neues aus Berlin noch vor der Sommerpause: Ende Juni wurde das „Gesetz zur Förderung von Mieterstrom und zur Änderung weiterer Vorschriften des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes“ im Bundestag verabschiedet. Anfang Juli ging das Gesetz auch durch den Bundesrat und kann damit jetzt, im Sommer 2017, in Kraft treten.

 

Das Mieterstromgesetzt hat zum einen das Ziel, die beschlossene Energiewende weiter voranzubringen und den Ausbau der Erneuerbaren Energien forciert voranzutreiben.

 

Zum anderen sollen Vermieter und Mieter auch stärker am Ausbau der Erneuerbaren Energien beteiligt werden. Durch die quasi hauseigene Gewinnung von sauberem Strom, können Mieter von günstigen Strompreisen profitieren. Vermieter werden finanziell gefördert.

 

 

Gesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam stemmen

Photovoltaikanlagen – nicht nur für Häuslebesitzer attraktiv.

Generell sieht die Bundesregierung ein enormes Potenzial in der dezentralen Versorgung mit klimafreundlichem Strom, gewonnen auf den Dächern der Wohnhäuser.

 

Einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums  zu Folge, können so rund 3,8 Millionen Wohnungen mit Mieterstrom versorgt werden. Bislang beziehen lediglich vier Prozent der Mieter Strom aus einer hauseigenen Solaranlage oder einem Blockheizkraftwerk.

 

Das neue Gesetz und die darin verankerte finanzielle Förderung sollen helfen, das Potenzial voll auszuschöpfen und in den kommenden Jahren rund 370.000 neue Photovoltaikanlagen zu installieren.

 

Eine ambitionierte und dennoch realistische Zielsetzung, denn die Energiewende ist nicht nur eine politische, sondern in erster Linie eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Und diese kann nur dann gelingen, wenn sie von möglichst viele Menschen und Unternehmen mitgetragen wird.

 

Damit die Versorgung mit Strom aus Erneuerbaren Energien flächendeckend angeboten werden kann, müssen stärker als bisher auch Mieter an den Angeboten teilhaben können. Bislang konnten Hauseigentümer bereits ihren Strom durch eine Photovoltaikanlage selbst produzieren und nutzen. Durch das neue Gesetz zum Mieterstrom werden nun auch zunehmend Mieter in dieses System mit eingebunden.

 

Voraussetzung für den Erfolg des Gesetzes ist es allerdings auch, ein entsprechendes Mieterstromangebot für Vermieter attraktiv – sprich wirtschaftlich – zu machen. Die vorgesehenen Förderungen des Mieterstromgesetzes ermöglichen Vermietern künftig zu wettbewerbsfähigen Preisen ihren Mietern selbsterzeugten Strom anzubieten.

 

 

Finanzen versus Klima

Vermieter, die künftig Mieterstrom anbieten werden, sind von den üblichen Konzessionsabgaben für Stromanbieter befreit. Damit müssen die Kommunen auf weniger Einnahmen einstellen. Konkret ist mit Einbußen von rund zwei Millionen Euro im Jahr zu rechnen.

 

Gut investierte Einnahmeausfälle: Förderung von Mieterstrom.

Auch dem Bund entgehen Einnahmen bei der Stromsteuer. Hier werden die Einnahmeausfälle im ersten Jahr von etwa 2,5 Millionen Euro angenommen, langfristig werden die Einnahmeausfälle auf bis zu 75 Millionen Euro jährlich ansteigen.

 

Eine stolze Summe, aber auch gut verloren gegebenes Geld. Denn ohne eine entschiedene Neuausrichtung der Energiepolitik, werden die Schäden an Umwelt und Natur diese Summen um ein vielfaches übersteigen. Und ob bei der fortschreitenden Klimakrise überhaupt noch mit Geld gegengesteuert werden kann, bleibt global gesehen ungewiss.

 

 

Mieterstromgesetz bringt Energiewende voran

Der Begriff Mieterstrom bezeichnet den Strom, der Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Wohnhäuser erzeugt und auch direkt in diesem Gebäude verbraucht wird. Damit entfällt eine Netzdurchleitung.

 

Das Mieterstromgesetz regelt künftig die Stromversorgung aus diesen hauseigenen erneuerbaren Energiequellen. Kernpunkt des Gesetzes ist es, dass Mieterstrom dann gefördert wird, wenn er in dem direkt Gebäude genutzt wird, in dem – beziehungsweise auf dessen Dach – er auch produziert wird. In der Praxis bedeutet das, dass eine Photovoltaikanlage auf dem Dach dann gefördert wird, wenn sie den Strom für eben dieses Haus liefert.

 

 

Nur für den Hausgebrauch – keine Versorgung der Nachbarschaft

Mieterstrom sieht keine Versorgung der Nachbarschaft vor.

Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass innovative Konzepte zur Stromversorgung in städtischen Quartieren nicht umgesetzt werden können. Häuser in der Umgebung, deren Dächer für Photovoltaik nicht geeignet sind, können nicht an die Versorgung der produzierenden Nachbarschaft angeschlossen werden.

 

Der nicht verbrauchte Strom aus den Häusern mit Photovoltaik wird ins Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist und gemäß der gültigen Einspeisevergütung  honoriert.

 

Verschiedene Verbände hatten bei der Verbändeanhörung  im Vorfeld Vorschläge eingebracht, die auch eine Versorgung des nachbarschaftlichen Umfeldes mit sauberer Energie mit einbezogen. Diese Vorschläge wurden im neuen Gesetz jedoch leider nicht berücksichtigt.

 

 

Mieterstrom – lohnend für Mieter und Vermieter

Nutzung der Solarenergie liegt in unserer Hand.

Es gibt nichts Neues unter der Sonne? – Doch gibt es, die Mieterstromförderung beseitigt jetzt einige Problem aus der Vergangenheit.

 

Denn bisher war Mieterstrom zwar generell möglich, für Vermieter jedoch aus wirtschaftlicher Sicht nicht besonders attraktiv. Obwohl es verschiedene finanzielle Vorteile bei Abgaben und Umlagen gab, entstanden erhebliche Kosten durch komplizierte Abrechnungen, Vertrieb und Messungen.

 

Durch die neue Förderung wird Mieterstrom eine lohnende Sache. Nicht nur Umwelt und Klima profitieren vom sauberen und emissionsarm erzeugten Strom. Auch die Haushaltskasse der Stromkunden wird geschont. Denn im Gegensatz zu Strom, der aus dem Netz bezogen wird, entfallen bei der Nutzung des Mieterstrom Kosten wie beispielsweise Netzentgelte, netzseitige Umlagen, Stromsteuer und Konzessionsabgaben. Vollständig gezahlt werden müssen jedoch die EEG-Umlagen. Durch die generelle Erleichterung können Mieter günstigen Strom direkt vom Vermieter beziehen.

 

Darüber hinaus sieht das neue Gesetz einen Mieterstromzuschlag vor. Das bedeutet, dass Vermieter finanziell gefördert werden, wenn sie ihren Mietern sauberen Solarstrom direkt ohne die Nutzung des Netzes anbieten.

 

 

Mieterstromförderung konkret

Die Förderung orientiert sich dabei an den Einspeisetarifen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Von diesem Betrag wird ein Abschlag abgezogen. Wie hoch die Förderung dann jeweils konkret ausfällt, hängt von der Größe der Photovoltaikanlage ab.

 

Bei einer installierten Leistung bis 10 Kilowattstunden (kWh) ist derzeit ein Mieterstromzuschlag in Höhe von 3,81 Cent je kWh vorgesehen, Anlagen bis 40 kWh erhalten 3,47 Cent je kWh, größere Anlagen bis 100 kWh werden mit 2,21 Cent je kWh gefördert.

 

Die Förderung des Mieterstroms ist für zwanzig Jahre garantiert. Sie wird nur für Strom aus Photovoltaikanlage auf dem Hausdach gewährt, die nach Inkrafttreten des Gesetzes in Betrieb gehen und nachdem die Europäische Kommission die Förderung genehmigt hat.

 

Sofern es sich bei der geförderten Anlage nicht ohnehin um ein reines Wohnhaus handelt, muss mindestens 40 Prozent der Gebäudefläche Wohnraum sein. Der nicht genutzte Strom aus den hauseigenen Photovoltaikanlagen geht dann zum gültigen Einspeisetarif ins Netz.

 

Einen kleinen Haken gibt es allerdings noch. Das neue Gesetz sieht nur eine Förderung für Anlagen bis 500 Megawatt pro Jahr vor. Damit bleibt das Mieterstromgesetz nicht nur weit hinter seinen Möglichkeiten zurück, sondern ignoriert auch die Forderungen der Länder und der beteiligten Verbände. Mit der Limitierung der Förderung kommen gerade großen Wohnanlagen im urbanen Umfeld nicht in den Genuss von günstigem und umweltfreundlichem Solarstrom.

 

 

Wichtig für Mieter

Auch wenn das Angebot, sauberen und günstigen Strom direkt vom Hausdach zu beziehen durchaus attraktiv ist – das letzte Wort in dieser Sache hat der Mieter. Er kann nach wie vor seinen Stromanbieter frei auswählen. Um diese Wahlfreiheit zu garantieren, liefert das neue Gesetz Vorgaben zur Laufzeit der Mieterstromverträge. Außerdem darf der Stromvertrag nicht mit dem Mietvertrag gekoppelt werden. Darüber hinaus schützt der Gesetzgeber Mieter davor, dass schlussendlich nur der Vermieter von den Regelungen profitiert und den Stromverkauf als lukrative Einnahmequelle ausnutzt: das Gesetz sieht daher eine Preisobergrenze für den Mieterstrom vor.

 

Mieterstromvertrag und Mietvertrag sind unabhängig.

Der Mieterstromvertrag ist jeweils nur für ein Jahr gültig und muss dann ausdrücklich verlängert werden. Eine stillschweigende Verlängerung um jeweils ein Jahr, wie sie für sonstige Stromlieferverträge gilt, greift hier nicht.

 

Die Vorteile für den Mieter liegen jedoch auf der Hand. Er erhält hausgemachten Ökostrom, der mindestens preislich zehn Prozent billiger kommt als der Grundversorger der jeweiligen Region.

 

Laut einer Erhebung von Yougov würden sich derzeit zwei Drittel der Mieter für Mieterstrom entscheiden. 16 Prozent gaben an, erst mehr Informationen einzuholen, die übrigen Befragten lehnten das Angebot ab.

 

 

Wissenswertes für Vermieter

Vermieter, die sich bislang noch nicht mit den Möglichkeiten einer Photovoltaikanlage befasst haben, sind leicht verunsichert, ob sich die Dachfläche ihrer Immobilien für eine Solarstromanlage eignen und mit welchen Strommengen zu rechnen ist. Bundesweit haben bereits unzählige Städte und Gemeinden einen kommunalen Solar-Atlas erstellt. Mit diesem kostenfrei einsehbaren Solar-Kataster können Vermieter und Hausbesitzer anhand der Einfärbung ihrer Dachfläche die jeweilige Eignung für Solaranlagen leicht erkennen.

 

Passt eine Photovoltaikanlage aufs Dach? Solar-Kataster geben Auskunft.

Das Mieterstrommodell bietet ein hohes Potenzial. Die Akzeptanz des Angebotes von Mieterseite gibt Vermietern die Sicherheit, dass sich die Investition in eine Photovoltaikanlage rechnet.

 

Wer nur in geringem Umfang vermietet, sollte auch im direkten Gespräch mit den Mietern ermitteln, ob diese den Mieterstrom nutzen werden. Darüber hinaus sind die Betreiber von kleinen Mieterstromanlagen mit einer Leistung von bis zu zehn Kilowatt von den Lieferantenpflichten befreit, die das Energiewirtschaftsgesetz für Stromlieferanten ansonsten vorsieht. Die Abrechnungs-, Informations- und Mitteilungspflichten sind stark reduziert, um Vermieter kleiner Wohnungen nicht unverhältnismäßig mit administrativen Aufgaben zu belasten und zu demotivieren.

 

 

Die Zukunft aktiv gestalten

Das Mieterstromgesetzt bietet Mietern und Vermietern eine gute Möglichkeit, die dringend notwendig Energiewende selbst in Schwung zu bringen und zu vollenden. Durch die Förderung der Eigeninitiative und –Verantwortung kann jeder dazu beitragen, Erneuerbaren Energien zum Erfolg zu verhelfen.

 

Hauseigene Photovoltaikanlagen sind dabei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, denn die Nutzung der Sonnenenergie ist generell ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Energieversorgung.

 

Grünes Geld, erfahrener Finanzexperte für nachhaltige Geldanlagen, bietet seinen Kunden daher ein breites Angebot an attraktiven Anlagemöglichkeiten aus dem Bereich Photovoltaik.

 

Ein Einstieg ist dabei bereits mit kleinen Summen möglich. Ab einer Mindestanlagesumme von 100 Euro monatlich können mit dem Musterdepot Sonne Monatssparen im Laufe der Jahre ein kleines Vermögen erwirtschaftet werden.

 

Eine gute Rendite verspricht auch die Sonne Geldanlage mit einer Mindestanlagesumme von 5.000 Euro. Bei einer empfohlenen Laufzeit von mindestens acht Jahren sind Erträge von rund 9,4 Prozent möglich. Basis des Erfolgs ist dabei ein fondsbasiertes Musterdepot, das aus rund 200 Werten führender Unternehmen der Erneuerbaren Energien Branche sorgfältig zusammengestellt wird. Die breite Streuung reduziert mögliche Risiken und ermöglicht ausgezeichnete Erträge.

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Für alle, denen Ihre Gesundheit wichtig ist: Schwere-Krankheiten-Absicherung

Mittwoch, 19. Juli 2017

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Schwer zu erkranken ist auch für Personen unter 60 ein hohes Risiko. Mit einer Schweren-Krankheiten-Absicherung erhalten Sie bei Diagnose von einer von 46 definierten Krankheiten die Versicherungssumme zur freien Verwendung ausgezahlt.“ ]

 

 

Silvia E. steht voll im Leben. Ihre Kinder sind mit 8 und 12 Jahren aus dem gröbsten heraus, brauchen aber immer weiterhin die Aufmerksamkeit der Mutter. Silvia E. geht arbeiten und steuert damit etwas zum Familieneinkommen bei. Als Sie ein Stechen in der Brust bemerkt, ist sie nur kurz beunruhigt. Schließlich geht das Stechen nach 2 bis 3 Minuten wieder weg. Bis auf das eine Mal in dieser Nacht im Mai.

 

Ihr wird nachts so übel und die Brustschmerzen sind dieses Mal so stark, dass sie ihr Ehemann gleich ins Krankenhaus fährt. Unwahrscheinlich, aber auch 48jährige Frauen können einen Herzinfarkt erleiden. Die moderne Medizin kann ihr dank mehrer Bypass-Operationen der Herzkrankzgefäße helfen. Es folgen mehrwöchige Krankenhausaufenthalte und Reha-Maßnahmen. Danach ist ihr Leben ein anderes. Den Beruf gibt Silvia E. auf; das Geld der Familie ist jetzt jeden Monat knapp.

 

So oder so ähnlich geht es mehr Deutschen, als man meint. Denn „Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall – das trifft doch nur die anderen“ ist leider allzu häufig die Devise. Statistische Auswertungen zeigen, dass diese Krankheiten auch bei Jüngeren eintreffen können. Eine Auswertung einer Versicherung über die ausgezahlten Leistungsfälle für schwere Krankheiten zeigt, dass zwar tatsächlich nur 9 Prozent der Fälle bei den bis 30jährigen auftreten, aber dass die Altersgruppe der 30- bis 50jährigen mit 47 Prozent die meisten schweren Erkrankungen aufweist (über 50jährige: 44 Prozent).

 

So schätzen 72 Prozent der Deutschen die Gefahr falsch ein, vor dem 65. Lebensjahr einen Herzinfarkt zu erleiden – sie meinen, das Risko wäre fast nicht gegeben. Tatsächlich liegt das Risiko bei 1:225. Auch die Risiken durch Krebs werden drama­tisch unterschätzt.

 

Wie möchten Ihnen deshalb in diesem Beitrag eine Absicherungsvariante vorstellen, die viele gar nicht kennen – sie hat eine größere Tradition in anderen Ländern als in Deutschland. Trotzdem ist sie interessant und kann absolut eine Überlegung wert sein, die Schwere-Krankheiten-Vorsorge.

 

Um was geht es bei der Schwere-Krankheiten Vorsorge?

Wer schwer erkrankt benötigt schnelle unbürokratische Hilfe. Eine Schwere-Krankheiten-Vorsorge (Dread Disease) mildert finanzi­elle Sorgen, die z.B. aufgrund eines möglichen Verdienstausfalls oder teurer Behandlungen entste­hen können, falls sie schwer erkranken.

 

Im Leistungsfall nach Diagnose einer versicherten Krankheit bzw. bei Eintritt eines der aufgeführten Ereignisse erhalten Sie Geld in Form einer Einmalzahlung – als schnelle Hilfe im Ernstfall – und das sogar steuerfrei!

 

Nur sie entscheiden, wie sie das Geld nutzen. Ganz nach ihren individuellen Bedürfnissen können sie damit …

 

– den bisherigen Lebensstandard aufrechterhalten
 
– die Versorgung der Familie sichern
 
– sich spezielle Behandlungsmethoden, Ärzte oder Medikamente leisten – unabhängig von Ihrer Krankenkasse
 
– beruflich kürzertreten – egal, ob als Angestellter oder Selbstständiger
 
– erforderliche Umbauten an Haus, Wohnung oder Auto finanzieren
 
– Ihre Eigenheimfinanzierung ganz oder teilweise tilgen.

 

Meist lautet nach einer schweren Erkrankung der ärztliche Rat „Sie sollten beruflich kürzertreten und Stress vermeiden„. Doch nur wenige können sich das leisten. Mit einer schweren Krankheiten Vorsorge haben Sie hier mehr Spielraum.

 

Welche Krankheiten sind abgesichert?

Es gibt nur einige Anbieter für Schwere-Krankheiten-Vorsorge in Deutschland. Einer der etabliertesten und erfahrensten Anbieter ist CanadaLife, deren Liste mit Krankheiten und Ereignissen die umfangreichste ist und diese 46 Punkte abdeckt:

 

Nach einer Krebsdiagnose alternative Heilmethoden anwenden, dank Schwere-Krankheiten-Vorsorge

– Herzinfarkt
– Schlaganfall
– Krebs
– Multiple Sklerose
– Verlust der Hörfähigkeit
– Funktionsverlust von Gliedmaßen
– Querschnittslähmung
– Sprachverlust
– Schwere Verbrennungen, Erfrierungen und Verätzungen
– Schwere Kopfverletzungen
– Gutartiger Hirntumor
– Bakterielle Meningitis
– Angioplastie am Herzen
– Herzklappenoperation
– Motoneuronerkrankung
– Aortenplastik
– Nierenversagen
– Verlust der Sehfähigkeit
– Kinderlähmung
– Koma
– Muskeldystrophie
– Enzephalitis
– Erkrankung des Herzmuskels
– Fortgeschrittene Alzheimer
– Krankheit (vor Alter 65)
– Fortgeschrittene Parkinson’sche Krankheit
– Abhängigkeit von einer dritten Person (ab 18. bis 65. Geburtstag)
– Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung
– Transplantation von Hauptorganen
– Fortgeschrittene Lebererkrankung
– Fortgeschrittene Lungenerkrankung
– Schwere rheumatoide Arthritis
– Bypass-Operation der Herzkranzgefäße
– Systemischer Lupuserythematodes
– HIV-Infektion als Folge bestimmter beruflicher Tätigkeiten
– HIV-Infektion durch Bluttransfusion
– HIV-Infektion als Folge eines körperlichen Übergriffs
– Aplastische Anämie
– Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
– Asbestose
– Erkrankung des zentralen Nervensystems
– Schwerer Unfall
– Intrakranielles Aneurysma
– Progressive supranukleäre Blickparese
– Knochenmarktransplantation
– Multisystematrophie mit der Folge dauerhafter Symptome
– Creutzfeld-Jakob-Krankheit (CJK) mit der Folge dauerhafter Symptome

 

Interessante Idee für Geschäftsführer / Unternehmer: Key Person Absicherung

 

Was passiert wenn sie selbst als Geschäftsführer / Unternehmer oder eine andere wichtige Person, eine sogenannte Key Person, in ihrem Unternehmen schwer erkranken?

 

Bereits ein 14-tägiger krankheitsbedingter Ausfall einer Keyperson kann reichen, um eine Firma in Existenznot zu bringen. Rund 26 % aller Unternehmensnachfolgen in Deutschland sind unerwartet, z. B. weil eine wichtige Schlüsselperson stirbt oder krank wird laut Zeit-Online, 19.09.2011, „Chef krank, Firma pleite“.

 

Die Folgen des Ausfalls einer Keyperson können für ihr Unternehmen zur Existenzfrage werden, denn folgende Faktoren führen häufig zu unerwarteten Kosten und Gewinnrückgängen:

 

– die zeit- und kostenintensive Suche nach einer qualifizierten Vertretung
– die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs  und Deckung der damit verbundenen laufenden Kosten,
– der Verlust von Fachwissen und wichtigen Kontakten,
– entgangene Aufträge bzw. Zahlung möglicher Konventionalstrafen.

 

Zahlt das Unternehmen die Beiträge, können diese natürlich auch als Betriebsausagen abgesetzt werden. Interessant ist das zur Absicherung von Führungskräften wie Meister, Ingenieure oder sonstigen Spezialisten oder auch zur Absicherung gegen Erkrankungen von Inhabern und Unternehmern.

 

Wer kann im Rahmen eines Unternehmens abgesichert werden?

 

 

 

Eine Krankheit kann teuer werden – wie sieht es mit der Absicherung aus?

Jede Absicherung muss individuell berechnet werden, aber hier haben wir ein paar Beispiele für die zu zahlenden Beiträge:

 

Beispiel 1: Frau, 25 Jahre, Nichtraucher

Versicherungssumme: 45.711,40 Euro

lebenslanger Schutz

Gesamtbeitrag: 30,00 Euro pro Monat

 

 

Beispiel 2: Junge Familie, Mann 30, Frau 27, 2 Kinder (2 und 4 Jahre), Nichtraucher

Versicherungssumme: 53.917 Euro pro Elternteil und bis zu 35.000 Euro pro Kind bis Alter 18

Gesamtbeitrag: 50,00 Euro pro Monat (Ziellaufzeit 40 J.)

 

 

Beispiel 3: Geschäftsführer / Selbstständiger, Mann, 40 Jahre, Nichtraucher

Versicherungssumme: 100.000 Euro

Absicherung bis Alter 65: 76,55 Euro pro Monat

oder Versicherungssumme: 200.000 Euro

Absicherung bis Alter 65: 142,05 Euro pro Monat

 

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

Lebensversicherung: absichern, sparen, nachhaltig denken

Dienstag, 18. Juli 2017

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Lebensversicherungen bieten weit mehr als nur die finanzielle Absicherung der Hinterbliebenen. Die Policen können auch einen sinnvollen Beitrag zur privaten Altersversorgung leisten. Dabei hat die Kapitallebensversicherung durch anhaltende Niedrigzinsen an Attraktivität verloren. Interessanter sind fondsgebundene Lebensversicherungen. Auch hier sollten Versicherungsnehmer auf Nachhaltigkeit achten und sich von Experten beraten lassen.“ ]

 

Aufwändig aber lohnend – die richtigen Verträge abschließen!

Die Idee der Lebensversicherung ist uralt. Bereits in der Antike gab es erste Vereinigungen, die nach dem Tode die Kosten für das Begräbnis übernahmen und die Verwandten unterstützten. Spätere Modelle der Lebensversicherung verliefen mehr als Wette. So wurden in England, dem Mutterland der Wettbüros, Wetten auf das Leben angenommen. Entsprechend der Einsätze fiel die Versicherungssumme für die Hinterbliebenen höher oder niedriger aus.

 

Die ersten modernen Lebensversicherungen kamen dann Ende des 17. Jahrhunderts auf und basierten nicht mehr auf reine Spekulation, sondern auf mathematische Wahrscheinlichkeiten. Entsprechend wurden die Beiträge zur Versicherung aufgrund des Alters des Versicherten ermittelt. Die erste Lebensversicherung in Deutschland wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von der Gothaer Lebensversicherungsbank eingeführt. Neu war zu diesem Zeitpunkt, dass es sich hier um gemischte Versicherungen handelte, die nicht nur beim Tod des Versicherten fällig wurden. Erstmals konnte sich auch der Versicherte beim Erreichen einer bestimmten Altersgrenze über Geld freuen.

 

 

Lebensversicherung – ein Begriff, viele Produkte

„Ich brauche keine Lebensversicherung. Ich möchte, dass alle richtig traurig sind, wenn ich einmal sterbe.“ – Dieser klassische Witz aus der Versicherungsbranche trifft den Kern der Lebensversicherungen nur noch zum Teil.

 

Wer sich heute für eine Lebensversicherung interessiert, hat ganz unterschiedliche Ziele im Sinn. Natürlich ist auch weiterhin die Risikolebensversicherung als Absicherung der Hinterbliebenen von Bedeutung. Doch die Absicherung der Familie macht nur noch einen geringeren Anteil der abgeschlossenen Policen aus.

 

Lebensversicherungen haben sich auch zu einem Baustein der Altersversorgung entwickelt. In diesem Bereich gibt es vielfältige Angebote. Besonders interessant sind dabei fondsgebundene Produkte, die sowohl den Todesfall absichern als auch mit einem Sparplan arbeiten.

 

Und ein Alleinstellungsmerkmal bieten: wer sich statt einer einmaligen Auszahlung für eine monatliche ausgezahlte Rente entscheidet, bekommt bis an sein Lebensende die Rente ausgezahlt – auch wenn sein Kapital längst aufgebraucht wäre.

 

 

Lebensversicherung im Überblick

Vor dem Abschluss einer Versicherung sollte der Versicherungsnehmer genau wissen, was er will. Denn gerade im Bereich der Lebensversicherungen sind die althergebrachten Weisheiten längst nicht mehr gültig. Die Finanzwelt hat sich verändert. In den aktuellen Zeiten von Niedrig- und Null-Zins sind die einstmals beliebten Kapitallebensversicherungen bei weitem nicht mehr lukrativ und teilen damit das Schicksal des klassischen Sparbuchs.

 

 

Risikolebensversicherung – Absicherung der Familie

Gegen finanzielle Notlage der Hinterbliebenen versichern.

Bis weit in die siebziger und achtziger Jahre war das Familienmodell mit einem Alleinverdiener in der Familie Gang und Gäbe. Fiel durch den Tod des Hauptverdieners das Familieneinkommen weg, standen die Hinterbliebenen oft vor einer ungewissen finanziellen Zukunft. Auch wenn sich das Familienbild grundlegend verändert hat, sind – gerade in den Lebensphasen mit kleinen Kindern im Haushalt – die Familieneinkünfte vielfach ungleich zwischen den Partnern aufgeteilt. Entfällt ein Einkommen wird es rasch eng.

 

Um dieses Risiko abzusichern, ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll. Die Höhe der Versicherung sollten Familien anhand ihrer Einkommens- und Vermögensverhältnisse festlegen, um den Hinterbliebenen ein finanziell abgesichertes Leben zu ermöglichen.

 

Gerade in der Familienphase ist die Suche nach der Traumwohnung oder dem Traumhaus ein wichtiges Thema in Familien. Wenn das passende Objekt gefunden wurde, steht auch die Finanzierung des neuen Zuhauses an. Im Allgemeinen wird dazu ein Immobilienkredit aufgenommen. Um den Kredit auch nach dem Tod des Partners weiter bedienen zu können, ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll und wird teilweise zur Absicherung des Kredits verlangt.

 

Die Risikoversicherung wird ausschließlich im Todesfall des Versicherungsnehmers ausgezahlt, bei einer Über-Kreuz-Versicherung, im Fall des Todes eines Partners. Bei dieser Variante sichern sich beide Partner mit nur einer Police gegenseitig ab. Da bei der Risikolebensversicherung kein Geld angespart wird, ist es sinnvoll, die Laufzeit mit dem abzuzahlenden Kredit abzustimmen. Bei Familien ist auch das Ausbildungsende der Kinder ein geeigneter Ausstiegszeitpunkt.

 

Wie hoch die Auszahlungssumme ausfallen soll, ist stark von den persönlichen Lebensumständen abhängig. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die Beiträge nicht nur von der Höhe der Auszahlungssumme abhängen, sondern ebenso vom Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers. Ähnlich wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung hängt der Beitrag neben dem Gesundheitszustand auch von weiteren Risiken ab, beispielsweise von besonders riskanten Hobbys.

 

 

2. Kapitallebensversicherung – der ausgediente Klassiker

Im Gegensatz zur Risikolebensversicherung, die ausschließlich im Todesfall ausgezahlt wird, ist die Kapitallebensversicherung in erster Linie auch ein langfristiger Sparvertrag. Diese gemischte Versicherung wird auch als klassische Lebensversicherung bezeichnet.

 

Die Laufzeit der Kapitallebensversicherung erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte. Der Versicherte erhält am Ende der festgelegten Versicherungslaufzeit seine verzinsten Beiträge sowie eine Überschussbeteiligung ausgezahlt und kann mit der Summe nach Belieben verfahren. Der Schönheitsfehler an diesem an sich grundsoliden Produkt ist, dass die Sparanteile der Verträge, von den Anbietern mit dem sehr jeweils gültigen Garantiezins verzinst werden.

 

Und dieser staatlich festgelegte Garantiezins ist auf einem Rekordtief angelangt. Das ist nicht nur für die Versicherten unbefriedigend, sondern auch für die Versicherungsgesellschaften. Entsprechend bieten viele Versicherer die klassische Lebensversicherung nicht mehr an. Neue Verträge lohnen sich aktuell für keine der beiden Seiten.

 

Trotzdem darf man eines nicht vergessen: Eine Lebensversicherung läuft in der Regel über mehrere Jahrzehnte. Auch wenn die aktuellen Niedrigzinsen wenig einbringen, sollten sich die Zeiten auch wieder ändern. Dann werden auch Lebensversicherungen die aktuell abgeschlossen werden wieder höhere Renditen erzielen.

 

Aktuell laufende Verträge, die vor längere Zeit abgeschlossen wurden, sind meist nicht mehr so rentabel wie bei Vertragsabschluss gehofft, bringen aber noch höhere Erträge als Bankeinlagen. Daher ist eine Kündigung der Versicherung nicht lohnend (speziell bei vor 2004 abgeschlossenen Alt-Verträgen, die steuerfrei ausgezahlt werden). Wer kein Geld mehr in die einen laufenden Vertrag investieren will, sollte die bestehende Lebensversicherung beitragsfrei stellen lassen.

 

 

3. Klassische Rentenversicherung – keine Absicherung im Todesfall

Die Kapitallebensversicherung diente vormals häufig als Teil einer privaten Altersvorsorge. Dieses Ziel verfolgt auch die klassische Rentenversicherung. Sie entspricht während der Ansparphase im Prinzip der Kapitallebensversicherung. Der Unterschied liegt darin, dass der Todesfall nur gering versichert wird. In der Praxis erhalten die Angehörigen meist das aktuelle Vertragskapital ausgezahlt, wenn der Todesfall in der Ansparphase eintritt (statt einer hohen Versicherungssumme).

 

Ansonsten zahlt die klassische Rentenversicherung ab dem vereinbarten Zeitpunkt eine lebenslange regelmäßige Rente. Kunden, die sich für eine Police mit Kapitalwahlrecht entschieden haben, können auch den gesamten Betrag auf einmal ausgezahlt bekommen. Wie die Kapitallebensversicherung leidet auch die private Rentenversicherung unter dem niedrigen Zinsniveau.

 

 

 

4. Fondsgebundene Lebensversicherung – Sicherheit mit Sparplan

Die passende Lösung für jeden Typ finden.

Wer aktuell nach einer attraktiven und sicheren Möglichkeit der privaten Altersvorsorge sucht, ist gefordert, die klassischen Wege zu verlassen und zeitgemäße Möglichkeiten der finanziellen Absicherung in Betracht zu ziehen.

 

Interessant sind in diesem Zusammenhang fondsgebundene Produkte wie die fondsgebundene Lebensversicherung. Dabei wird die klassische Absicherung des Todesfalls mit einem Fondssparplan verbunden. Die Versicherungsbeiträge werden also in Fonds investiert, das verspricht eine bessere Rendite als bei Produkten mit niedrigem Garantiezins. Nach der Versicherungslaufzeit bekommt der Versicherungsnehmer den aktuellen Wert seiner Fondsanteile. Stirbt der Versicherungsnehmer während der Ansparphase, erhalten die Nachkommen einen garantierten Festbetrag. Zudem zahlen die Versicherer auch meist eine Überschussbeteiligung, wenn die Fondsanteile mehr wert sind.

 

Ein nachhaltiges Beispiel für eine fondsgebundene Lebensversicherung bietet die Stuttgarter Lebensversicherung mit ihren GrüneRente-Produkten. Das Unternehmen stellt sicher, dass die Sparbeiträge der Versicherungsnehmer in nachhaltige Anlagen, wie beispielsweise sozial genutzte Immobilien und Erneuerbare Energien investiert wird. Die Investments werden vom Institut für nachhaltiges, ethisches Finanzwesen  geprüft. Ein weiterer Pluspunkt der GrüneRente-Produkte: Durch ein differenziertes Angebot bietet die Versicherung eine nachhaltige und rentable Absicherung für die unterschiedlichen Anlegertypen.

 

 

Auch auf bei Versicherungen auf Nachhaltigkeit achten

Wenn klar ist, was und wie versichert werden soll, ist für viele Versicherungsnehmer das Thema vorerst erledigt. Schließlich erfordert die Auswahl der richtigen Versicherung in der jeweiligen Lebenssituation bereits viel Zeit und Mühe. Wie die Versicherungsgesellschaften die Versicherungsbeiträge anlegen, ist dann meist kein Thema mehr.

 

Ein Fehler, denn auch hier gilt die wirtschaftliche Grundweisheit: Geld regiert die Welt. Daher sollten sich die Versicherten durchaus dafür interessieren, wie und wo ihr Geld von den Versicherungsgesellschaften eingesetzt wird. Versicherungen, die mit den Beiträgen fossile Energien, wie beispielsweise Kohle- und Kernkraftwerke finanzieren, sind kaum nachhaltig.

 

 

Lebensversicherungen sollen kein Leben vernichten

Nachhaltig: Geldanlagen ohne Waffengeschäfte.

Vielen Versicherten nicht bekannt, dass mit Waffengeschäften, Munitionsfabriken und Streubombenproduktion viel Geld verdient wird – auch von Banken und Versicherungen. Ein wichtiger Punkt, denn viele Anleger, die sich noch nicht mit nachhaltigen Investments und Versicherungen beschäftigt haben, lehnen diese Art der Geschäfte aus ethischen Gründen ab und wollen ihr Geld nicht im Kreislauf von Krieg und Zerstörung sehen.

 

Das Thema steht bereits auf der Agenda von Verbraucherschützern. So befragte die renommierte Stiftung Warentest bereits 2011 mehr als 150 Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen nach deren Anlagepraxis. Lediglich zwölf der befragten Unternehmen schlossen ausdrücklich aus, in Streubombenproduktion zu investieren.

 

Mittlerweile veröffentlichte auch das Projekt „Don’t bank on the bomb“ eine ausführliche Liste mit Unternehmen, die in Atomwaffen investieren. Ein besonders heißes Eisen, schließlich ist die weltweite Ächtung von Atomwaffen ein wichtiges Anliegen der Staatengemeinschaft.

 

 

Kompetente Ansprechpartner für Verbraucher

Viele Verbraucher wünschen sich nachhaltige Geldanlagen und Versicherungen. Im Gegensatz zu vielen Produkten des Alltags, helfen hier jedoch keine speziellen Qualitätssiegel bei der Auswahl.

 

Gute Beratung ist daher eine wichtige Voraussetzung für die Wahl der passenden Verträge. Wer dabei einen kompetenten und in nachhaltigen Anlagen erfahrenen Finanzpartner an seiner Seite weiß, kann sich darauf verlassen, dass seine Investments den hohen ethischen und ökologischen Ansprüchen genügen.

 

Grünes Geld verfügt über eine langjährige Expertise im Bereich nachhaltiger Geldanlagen und Versicherungen. Entsprechend achten die Berater darauf, dass keinerlei Investitionen in Rüstungsgeschäfte, Gentechnologie oder klimaschädigende Energien fließen. Darüber hinaus können auch die persönlichen Wertvorstellungen der Anleger zuverlässig berücksichtigt werden. So verfügt das Team auch über Erfahrung bei Geldanlagen gemäß christlicher Werte.

 

 

Wünsche und Bedürfnisse des Kunden kennen

Klar ist in jedem Fall, dass bei nachhaltigen Geldanlagen und Versicherungen soziale, ökologische und klimaschützende Projekte im Fokus der Investitionen stehen. Dazu zählen beispielsweise Anlagen aus dem Bereich der Mikrofinanz, des fairen Handels oder der Erneuerbaren Energien. Genauso interessant sind Investitionen mit einer positiven Gemeinwohl-Bilanz, denn diese Art der Bilanzierung gibt einen 360-Grad-Überblick über die Nachhaltigkeit der jeweiligen Produkte und der entsprechenden Unternehmenspolitik der Produzenten.

 

Um das richtige Finanzprodukt zu finden, ist es für die Berater von Grünes Geld wichtig, die Wünsche, Werte und Bedürfnisse der Kunden genau zu kennen. Daher hat das Unternehmen für den ersten Einstieg in die Beratung den Grünes Geld Test entwickelt. Diese erste Sondierung ermöglich es, Kunden dort abzuholen, wo sie gerade stehen und den zukünftigen Weg gemeinsam zu definieren.

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

Urlaub Teil 1 – 7 Tipps für klimafreundliche Entspannung

Freitag, 14. Juli 2017

[schema type=“review“ description=“ Zusammenfassung: In den Sommermonaten ist bei vielen Menschen Urlaubszeit. Zeit, die ganz unterschiedlich genutzt werden kann. Besonders angenehm: Wenn die sinnvolle Entspannung Mensch, Natur und Klima gleichermaßen nutzt.“ ]

 

 

 

Sommer – jetzt Fernweh oder Ruhebdürfnis stillen!

Natürlich kann jeder Arbeitnehmer seine Urlaubstage nehmen, wann immer es ihm beliebt, beziehungsweise wie es mit dem Unternehmen und den Kollegen zu vereinbaren ist. Dennoch sind die Sommermonate untrennbar mit Ferien, Urlaub, Reisen und Entspannung verbunden. Und wer zu Schulzeiten sechs freie Wochen schätzen und lieben gelernt hat, freut sich auch im weiteren Leben über eine Verschnaufpause in dieser Zeit.

 

Wo das am besten geht, haben wir übrigens in unserem Beitrag über nachhaltige Urlaubsregionen dargestellt.

 

„Wer lebt, stört“, schrieb einst Tankred Dorst. Und auch wenn der kürzlich verstorbene Dramatiker diesen Satz mehr auf die Abgründe des zwischenmenschlichen Lebens bezogen hat, so ist die Essenz auch in Zeiten der Klimakrise und Umweltzerstörung zutreffend. Denn wer lebt, konsumiert, mobil ist, reist – kurzum aktiv am Leben teilnimmt, erzeugt auch eine ganze Menge klimaschädlicher Treibhausgase und hinterlässt durch seinen Wasser- und Ressourcenverbrauch einen tiefen ökologischen Fußabdruck.

 

 

 „Bleibe im Lande und nähre dich redlich?“

Sicher ist der biblische Rat, zu Hause zu bleiben und keine Abenteuer in fernen Landen zu suchen, gut für die Umwelt. Es spricht aber auch einiges gegen die extreme Stubenhockerei. Denn auch die alte Weisheit „reisen bildet“ wird – nicht zu Unrecht – immer wieder bemüht. Wer mit offenen Augen unterwegs ist, lernt die Welt kennen und erweitert seinen Horizont. Der Austausch mit Menschen aus anderen Regionen, Ländern und Kulturen ist bereichernd. Andere Landschaften präsentieren eine ungewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt. Fremde Speisen geben eine Idee von der globalen Vielfalt – abseits vom Einheitsgeschmack. Und was man kennen- und schätzen gelernt hat, ist man auch bereit zu bewahren und zu schützen.

 

 

7 klimafreundliche Tipps zur Entspannung

Gleichgültig, ob Sie sich in diesem Sommer für ein weiteres oder näheres Reiseziel entscheiden – oder das heimische Sofa beziehungsweise den Liegestuhl zu ihrem Lieblingsort wählen, wir von Grünes Geld wünschen Ihnen jedenfalls eine entspannte Zeit, gute Erholung und viele interessante Erlebnisse und Begegnungen. Als kleine Anregung haben wir für Sie sieben klimafreundliche Tipps zusammengestellt, die Ihre persönliche Sommerzeit bereichern können.

 

 

Tipp 1: Ecocamping statt Glamping

Camping – ganz nah an der Natur.

Die feste Behausung verlassen und raus ins Freie. Camping hat schon lange das Billig-Urlaub-Image verlassen und  in allen Einkommens- und Altersklassen seine treuen Fans gefunden. Dass die Gruppe der Camping-Freunde sich weiter vergrößert, liegt an zwei neuen Trends auf dem Campingplatz.

 

Da ist zum einen das Glamping“. Der Begriff setzt sich aus den beiden Wörtern „Glamour “ und Camping zusammen. Damit ist bereits der Name Programm. Denn wem Camping bislang zu beschwerlich war oder wer bereits damit Schwierigkeiten hatte, das Zelt aufzubauen und am Bunsenbrenner Mahlzeiten zu bereiten, kann beim Glamping einen gewissen Komfort genießen. Beim „Glamping“ stehen trendige und moderne Lodge-Zelte oder andere Mobilheime bereits fix und fertig eingerichtet bereit. Vom Hotelaufenthalte unterscheidet sich diese Unterkunft durch ihre Nähe zur Natur, vom klassischen Camping durch den ungewöhnlichen Komfort.

 

Auf der anderen Seite ist das „Ecocamping“ im Kommen. Beim Ecocamping setzen die Campingbetriebe auf ein besonders umwelt- und klimafreundliches Angebot. Beispielsweise werden zur Warmwasserbereitung Solarkollektoren genutzt und Strom von der platzeigenen Photovoltaikanlage zur Verfügung gestellt. Auch das klassische Konservenangebot vom Campingplatz-Kiosk sucht man hier vergeblich. Beim Ecocamping können Outdoor-Freunde nachhaltig produzierte Lebensmittel aus der Region kaufen und zubereiten. Damit die klimabewussten Camper auch ohne Auto anreisen können, bieten viele Plätze auch die komplette Campingausstattung im Verleih an.

 

 

Tipp 2: Ausflüge statt Fernflüge

Wer eine Fernreise plant, hat zunächst einmal einiges an Arbeit und Kosten vor sich. Das beginnt bei der langwierigen Recherche bezüglich der unterschiedlichen Reiseanbieter, geht über die Beschaffung notwendiger Impfungen und Reisedokumente bis hin zum Packen für alle Eventualitäten. Wenn die ersehnte Traumreise dann nicht hundertprozentig den Wünschen entspricht, ist die Enttäuschung oft groß. Wer in den Ferien auf unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse eingehen muss, ist oft mit einem nahen Reiseziel und vielfältigen Ausflügen gut beraten. Das schont Nerven, Reisekasse und Klima gleichermaßen und sorgt dennoch für vielfältige neue Erfahrungen.

 

 

Tipp 3: Straßenbahn statt Straßenkreuzer

Unterwegs den richtigen Weg finden …

Im Urlaub aktiv und auf eigene Faust das Land kennenlernen. Um vor Ort mobil zu sein, setzen viele Touristen auf Leihwagen. Das kann in wenig besiedelten Gegenden alternativlos sein. In Städten sollten Urlauber jedoch auf die lokalen Verkehrsmittel zurückgreifen. Gerade mit dem öffentlichen Nahverkehr kommt man in den europäischen Metropolen gut ans Ziel, muss sich nicht auf den Verkehr konzentrieren und erlebt Land und Leute ganz unmittelbar. Natürlich muss auch am Urlaubsziel ein Fahrschein gelöst werden. Wer sich vor dem Tarifdschungel fürchtet, dem sei ein Besuch in der estnische Hauptstadt ans herz gelegt. Denn in Tallin sind seit 2013 die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos.

 

 

Tipp 4: Weg statt Ziel – Entschleunigen

Unzählige Alltäglichkeiten entstehen aus Zeitnot. So wird beispielsweise das Auto für kurze Strecken eingesetzt, um Zeit zu sparen. Das ist menschlich verständlich, wenn auch nicht gut für das Klima. Die freie Zeit einmal bewusst nutzen, um all das zu tun, wofür im täglichen Arbeitsalltag keine Zeit bleibt – das schärft den Sinn für die Veränderbarkeit von Gewohnheiten und entschleunigt auf angenehme Weise.

 

Eine Abkühlung finden und entschleunigen …

Warum also nicht einmal eine lange Wandertour entlang einer reizvollen Landschaft unternehmen. Das Ziel ist dabei zweitrangig. Interessant sind alte Kultur- und Pilgerwege wie etwa die vielfältigen Teilstrecken des Jakobswegs, die sich über ganz Europa – auch weit ab vom Getümmel in Santiago de Compostela – erstrecken oder den Olavsweg in Skandinavien. Auch wer in die Ferne schweift, kann beim Wandern Ruhe finden. Der 3.500 Kilometer lange Fernwanderweg Appalachian Trail verspricht ein USA-Bild, abseits der gängigen Berichterstattung.

 

Wer den Weg genießen kann, bekommt unterwegs die erwünschte Entspannung. Auch Rad fahren kann diesen Erholungseffekt herbeiführen. Zugliebhaber schwören teilweise auch bei langen Wegen auf Nahverkehrsverbindungen und selbst Autofahrer schonen mit mehr Zeit Tank und Umwelt.

 

 

Tipp 5: Anregungen statt Aufregungen

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat 2017 zum „International Year of Sustainable Tourism for Development“ erklärt. Grund für diese Entscheidung war es, dass ein nachhaltig konzipierter Tourismus einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Regionen beitragen kann.

 

Entscheidend dafür sind existenzsichernde und menschenwürdige Arbeitsplätze, verbesserte Handelschancen vor Ort sowie die Möglichkeit zur Völkerverständigung und der Wertschätzung anderer Kulturen. Das gilt für den internationalen Tourismus genauso, wie für den Tourismus im eigenen Land.

 

Gerade der Urlaub im eigenen Land – ohnehin das Lieblingsreiseland der Deutschen – wartet mit insgesamt 41 UNESCO Welterbestätten auf. Damit die Deutschlandreise nicht kreuz und quer geht und der thematische Faden nicht abreißt, wurden die vielfältigen Naturlandschaften und pulsierenden Städte in acht abwechslungsreichen UNESCO-Routen zusammengefasst.

 

So führt beispielsweise die rund 750 Kilometer lange Route „Visionäre und Vordenker“ ihre Besucher von Berlin mach Frankfurt. Stationen sind unter anderem die Bauhaus-Stadt Dessau, Orte der Reformation wie Eisleben und Wittenberg sowie die Heldenstadt Leipzig.

 

Wer im Urlaub weniger Kultur und mehr Natur bevorzug, findet mit der Route „Zwischen Alpen und Bodensee“ landschaftlich reizvolle Ziele zwischen Stuttgart und München.

 

 

Tipp 6: Probieren statt studieren

Entspannung und Erholung bedeutet für viele Menschen auch, den Kopf frei machen von den alltäglichen Anforderungen. Die freie Zeit ist auch eine gute Gelegenheit, neue Dinge auszuprobieren und zu erlernen. Am liebsten etwas, was die Sinne belebt und rein gar nichts mit der beruflichen Tätigkeit zu tun hat. Hoch im Kurs stehen seit Jahren Sportangebote wie Nordic Walking, Yoga, aber auch ausgefallenere Kurse wie Zen-Bogenschießen spricht viele an.

 

Selbstgemacht – mit viel Zeit und Muse!

Auch wenn Kochen im Alltag eine teilweise lästige Aufgabe darstellt, freuen sich viele Erholungssuchende über Kochkurse, die zu einer kulinarischen Weltreise oder zu einer speziellen Richtung einladen. Das Schöne an diesen Kursen – wer später zu Hause im Alltag etwas nachkocht, holt sich das Urlaubsgefühl – wenigstens für eine Weile – wieder zurück.

 

Kochen spricht verschiedene Sinne an. Es kann aber auch eine interessante Erfahrung sein, sich einmal auf einen Sinn besonders zu konzentrieren. Zum Beispiel den Geschmackssinn. Einen Geschmack zuverlässig – ohne die üblichen optischen und werblichen Einflüsse – zu identifizieren ist eine große Kunst, die ein hohes Maß an Achtsamkeit erfordert. Degustationskurse wird das Bewusstsein für Aromen und Geschmacksrichtungen geschult. Angeboten werden diese Seminare von Weinkellereien, Kaffeeröstereien, Schokoladenmanufakturen, Ölmühlen und vielen anderen Herstellern.

 

 

Tipp 7: Machen statt zuschauen

Hilfsprojekte im Urlaub aktiv unterstützen – sicher nicht für jeden eine geeignete Urlaubsbeschäftigung. Für einige jedoch sicher eine sinngebende Erfahrung, aus der Kraft für den Alltag geschöpft werden kann.

 

Gesucht werden dabei nicht nur Ärzte zum Einsatz in Krisengebieten. Mittlerweile existieren Plattformen unterschiedlicher Anbieter, die Helfer mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten und unterschiedlichen Zeitbudgets an Projekte vermitteln. Die Plattform TeachSurfing beispielsweise vermittelt auch für kurze Zeiträume Reisende an Projekte, um erste Sprachkenntnisse zu unterrichten  oder Freizeitaktivitäten zu betreuen. Reiseanbieter Travel Beyond vermittelt Hilfswillige in verschiedene Länder und organisiert die gesamte Reise. Unter anderem werden Trinkwasserprojekte in Äthiopien oder Regenwaldprojekte in Ecuador unterstützt.

 

Anpacken bei gemeinsamen Hilfsprojekten.

Auch ökologische Projekte freuen sich über Freiwilligenarbeit. Bei Biosphere Expeditions oder dem Earthwatch Institute  können Urlauber gemeinsam mit Wissenschaftlern und Experten an Artenschutz-, Naturschutz- und Hilfsprojekten arbeiten, für die ansonsten aus dem universitären Betrieb keine Mittel zur Verfügung stehen.

 

Die meisten Projekte sind in Asien, Süd- und Mittelamerika und Afrika angesiedelt. Um in diesen Bereichen aktiv zu sein, ist aber nicht zwingend eine weite Reise notwendig. Umwelt- und Naturschutzverbände benötigen immer wieder ehrenamtliche Helfer. Unterstützung ist beispielsweise zu Zeiten der Krötenwanderung gefragt, aber auch die regelmäßige Überwachung und Pflege von Nist- und Brutkästen, Wasserqualitäten und ähnliche Arbeiten erfordern begeisterte Mitstreiter.

 

Grabe wo du stehst – Selbst archäologische Ausgrabungen und Kartierungen können im Urlaub zu Hause angegangen werden. Dabei werden Laien von Wissenschaftlern angeleitet, sind hautnah an den Projekten beteiligt und erfahren viel über die heimische Region und über ihre eigenen Fähigkeiten. Wer mehr zur Theorie neigt, die Arbeit in Archiven nicht scheut und sich für die Entwicklung der Region und die Sozial- und Mentalitätsgeschichte interessiert, kann sich in lokalen Geschichtsvereinen und Geschichtswerkstätten auch temporär – engagieren.

 

Grünes Geld, Ihr Experte für nachhaltige Geldanlagen wünscht Ihnen einen erholsamen, erlebnisreichen oder auch abenteuerlichen Urlaub – eben einen Sommer, wie Sie ihn sich wünschen! Und wenn Sie etwas für die Reduktion des CO2 Fußabdrucks Ihrer Urlaubsreise tun möchten, investieren Sie nachhaltig! Seien es nun Anlagen in Klimaschutz oder Aufforstungsprojekte. Neben der Gutschrift der finanziellen Rendite können Sie damit noch einen Bonus auf Ihr CO2 Konto verbuchen.

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

Serie Emissionshäuser: reconcept GmbH

Dienstag, 11. Juli 2017

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Die reconcept GmbH aus Hamburg ist seit fast zwanzig Jahren erfolgreich im Markt aktiv. Das unabhängige Finanzhaus ist Spezialist für Sachwertbeteiligungen. Schwerpunkt sind Beteiligungen an Erneuerbaren Energieanlagen für private Anleger. “ ]

 

 

Hamburg – ein Finanzplatz für Erneuerbare Energien.

Obwohl Frankfurt am Main in Deutschland – bedingt durch die Börse und die Zentralen der großen Banken und Finanzdienstleister – noch immer als der wichtigste Finanzplatz in Deutschland gilt, hat sich im Bereich der nachhaltigen Geldanlagen eine gewisse Fokussierung der Emissionshäuser im Norden der Republik herauskristallisiert.

 

So hat auch die heute vorgestellte reconcept GmbH ihren Unternehmenssitz in Hamburg. Gegründet wurde reconcept bereits 1998 als Tochterunternehmen der WKN Windkraft Nord GmbH aus Husum. Bis zur Unternehmenstrennung im Jahr 2009 hat die  reconcept GmbH als Full-Service-Dienstleister und nicht als Anbieterin für Beteiligungsangebote agiert. Das Emissionshaus reconcept setzt seitdem seine Erfahrung für eigene Wind-, Wasser- und Solarprojekte ein. Auch reconcept gehört mit den Windenergiebeteiligungen in Deutschland und Europa zu den Wegbereitern von Investments im Bereich der Erneuerbaren Energien.

 

 

Rund zwei Jahrzehnte Markterfahrung

reconcept – ordentlich Wind in den Segeln

Die reconcept Gruppe entwickelt, vermarktet und verwaltet Kapitalanlagen. Dabei handelt es sich vor allem um Sachwertinvestment. Den inhaltlichen Schwerpunkt bilden dabei Anlagen in regenerative Energien. Seit seiner Gründung hat reconcept 34 Investments aus den Feldern Windenergie, Photovoltaik und Wasserkraft erfolgreich im Markt platzieren können.

 

Im Jahr 2009 trennte sich reconcept von der WKN AG und agiert seit dem als eigenständiger und bankenunabhängiger Asset Manager. Seit dem hat sich das Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt. Neben der Konzeption innovativer Geldanlagen, steuert reconcept auch das technische und kaufmännische Portfolio-Managements. Damit befinden sich alle Kompetenzen im eigenen Haus. Angefangen bei der Entwicklung der Strategie und der Struktur des geplanten Investments, über die Entwicklung des Projektes und dem damit verbundenen Ankauf von Energieanlagen. Auch das laufende Controlling der Investments und der abschließende Verkauf nach Ende der Laufzeit der Anlage, werden von reconcept aus einer Hand durchgeführt.

 

 

Kernkompetenz: Wind – Sonne – Wasser

reconcept hat sich als einer der Spezialisten für Erneuerbare Energie-Anlagen etabliert. Über ein besonderes Know-how verfügt das Unternehmen im Bereich Windkraftanlagen in Deutschland und Finnland. Außerdem investiert reconcept in deutsche und spanische Solarparks sowie in Wasserkraft in Kanada.

 

In diese Arten der sauberen Energiegewinnung wurden in den vergangenen zwanzig Jahren über die Unternehmensgruppe WKN mit reconcept GmbH rund 200 Anlagen mit einem Investitionsvolumen von rund 480 Millionen Euro finanziert. Daran waren private Anleger mit einem Eigenkapital in Höhe von rund 190 Millionen Euro beteiligt. Seit der strategischen Neuausrichtung des Hauses im Jahr 2009 haben rund 2.300 Investoren die Produkte von reconcept gezeichnet.

 

Die reconcept GmbH verfügt über ein Stammkapital in Höhe von 2,4 Millionen Euro. Die GmbH ist zudem Muttergesellschaft der reconcept consulting GmbH und der reconcept Treuhand GmbH.

 

Die reconcept Treuhand GmbH wurde 2011 als Gründungs- und Treuhandgesellschaft gegründet. Sie nimmt während der Laufzeit der Investments die Aufgabe als Ansprechpartnerin für die Zeichner wahr und ist für die Anlegerverwaltung zuständig.

 

Die reconcept consulting GmbH wurde als Vertriebsgesellschaft 2012 gegründet. Sie ist für die Eigenkapitalvermittlung der Kapitalmarktprodukte zuständig. Damit ist sie Ansprechpartnerin Vertriebspartner wie Banken, freie Vermittler, Vertriebsorganisationen und Finanzmakler.

 

 

Gesellschafter mit Erfahrung

Gegründet wurde reconcept von Volker Friedrichsen. Als ehemaliger Geschäftsführer des erfolgreichen Windenergieanlagenbauer Vestas Deutschland, zählt Friedrichsen zu den erfahrensten Managern im Bereich der Windenergie. Der Gründungsgesellschafter betreibt sein eigenes Family Office und bis heute mit der Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH als Gesellschafter des Unternehmens aktiv.

 

Neue Märkte im Blick

Geschäftsführender Gesellschafter ist Karsten Reetz, der seit Herbst 2015 den Kreis der Gesellschafter ergänzt. Damit ist der gelernte Bankkaufmann, der zuvor für eine Hamburger Privatbank tätig war, auch an den Tochtergesellschaften der reconcept GmbH beteiligt.

 

Reetz leitet das Management der reconcept Gruppe geschäftsführend bereits seit 2006. In dieser Zeit baute er das Unternehmen kontinuierlich weiter aus und begleitete maßgeblich den Weg des Emissionshauses hin zum bankenunabhängigen und eigenständigen Asset Manager im Jahr 2009. Reetz zeichnet darüber hinaus für die Öffnung des Unternehmens in weitere Märkte verantwortlich und erweiterte den Fokus auf weitere windreiche Regionen in Europa. Ebenso verantwortete er die Hinzunahme von Wasserkraftanlagen in Kanada und Solarparks in Spanien. Karsten Reetz verfügt über eine besondere Expertise im Bereich der geschlossenen Sachwertinvestments und verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Einführung innovativer Vertriebs- und Absatzfinanzierungskonzepte.

 

 

Professionelle Projekte mit gewachsenen Partnerschaften

Ziel der reconcept Gruppe ist es, für ihre Anleger gute Ergebnisse zu erzielen. Um das zu erreichen, ist das Unternehmen ständig gefordert, auf die jeweiligen Situationen im Markt richtig zu reagieren. Um für Investoren und Geschäftspartner zuverlässig agieren zu können, arbeitet reconcept mit einem breit aufgestellten Team.

 

Derzeit arbeiten 19 Experten aus den Bereichen Bank- und Betriebswirtschaft gemeinsam mit Energiespezialisten gemeinsam daran, Investitionschancen im Bereich der Erneuerbaren Energien zu identifizieren. Dabei baut reconcept nicht allein auf die Fachleute aus dem eigenen Haus. Mit einem gewachsenen Netzwerk  an Spezialisten werden neue Kapitalanlagen entwickelt. So kooperiert reconcept vertrauensvoll mit Unternehmen aus dem Bereich Bau, Anlagenherstellung und Projektentwicklung zusammen. Ebenso zählen Experten für den Netzbetrieb und technische Anlagenbetreuer zu den Kooperationspartnern, die zur Realisierung der Projekte beitragen. Neben diesen Partnern, die zur technischen Realisierung beitragen, arbeitet reconcept zusätzlich mit Rechtsberatern und unabhängigen Gutachtern zusammen. Diese begleiten die Geldanlagen über die gesamte Laufzeit hinweg aktiv mit.

 

 

Zukunftsenergien für Privatanleger

Erneuerbare Energien sind Zukunftsenergien. Diese Erkenntnis macht sich weltweit bemerkbar. So gehört die gezielte Förderung regenerativer – und damit auch klimafreundlicher – Energien zu den vordringlichsten Aufgaben der Energiepolitik in vielen Staaten der Erde. Eine Entwicklung, die auch durch den Ausstieg der USA aus dem Klimaschutzabkommen, nicht zurückgenommen werden kann.

 

Entsprechend herrscht in der Energiebranche viel Bewegung. Kaum eine andere Branche hat seit Anfang des neuen Jahrtausends einen vergleichbaren Innovationsschub erfahren. Diese Dynamik macht sich auch auf den Finanzmärkten bemerkbar. So entdecken zunehmend Großinvestoren, Stiftungen und Versicherungen Erneuerbare Energien als interessante Investitionsmöglichkeit.

 

Schließlich wurden 2015 weltweit rund 329 Milliarden US-Dollar in Erneuerbare Energien investiert und das gestiegene Interesse der institutionellen Anleger zeigt, dass der Markt zunehmend seine Nische verlässt. Laut einer Erhebung des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) ist allein das Volumen des nachhaltigen Anlagemarktes in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 65 Prozent auf insgesamt 326 Milliarden Euro angestiegen. Dabei spielt der deutsche Markt eine wichtige Rolle: Hier hält das Wachstum der nachhaltigen Geldanlagen mit einem Plus von 31 Prozent weiter an. Getrieben wurde die Nachfrage in erster Linie von institutionellen Investoren.

 

Aber auch Privatanleger können vom Potenzial der nachhaltigen Investments profitieren. Denn gerade in Zeiten der Niedrig- und Nullzinsen sind Privatkunden mehr denn je daran interessiert, ihr Vermögen zu erhalten und weiter zu entwickeln. So rücken auch Sachwerte aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien zunehmend ins Interesse der privaten Investoren.

 

 

Sachwertanlagen – echte Werte, nachhaltig gemanagt

reconcept ist Experte für nachhaltige Sachwertanlagen. Im Geschäftsjahr 2015 betreute das Asset Management-Team mehr als 30 Erneuerbare Energie-Anlagen an den Standorten Deutschland, Finnland und Kanada mit einer Gesamtkapazität von rund 100 Megawatt.

 

 

Aktuell im Angebot RE08 – Anleihe der Zukunftsenergien

Wind – eine kraftvolle Energie- und Geldanlage

Aktuell bietet reconcept privaten Anlegern mit der Anleihe der Zukunftsenergien RE08 eine interessante Kapitalanlage. Das Projekt RE08 investiert in Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen. Mit diese Multi-Asset-Strategie wird das Anlagerisiko gut gestreut. Das Projekt ist mit einer vergleichsweise kurzen Laufzeit von rund vier Jahren bis September 2021 angelegt. Anleger können sich mit einer Mindestanlagesumme von 5.000 Euro beteiligen, ein Agio wird nicht erhoben. Die Zinsprognose beläuft sich auf durchschnittlich fünf Prozent jährlich. Im ersten Jahr ist eine Auszahlung von vier Prozent vorgesehen, im zweiten und dritten Jahr sind jeweils fünf Prozent geplant und im letzten Jahr sechs Prozent. Die Zinszahlungen werden durch die Erlöse aus dem Betrieb der Anlagen bestritten. Die Rückzahlung der Anleihe erfolgt am Ende der Laufzeit aus dem Verkauf der Bestandsanlagen.

 

 

Projekt läuft gut an

Projekte wie RE08  werden im Allgemeinen als Blind-Pool aufgelegt. Das bedeutet, dass die Anlagen, in die investiert werden wird, noch nicht konkret feststehen. Bei RE08 sind mittlerweile jedoch die ersten Investitionen platziert, so dass Anleger nicht mehr die sprichwörtliche Katz im Sack kaufen müssen. So hat reconcept bereits drei Photovoltaik-Dachanlagen in Sachsen und Thüringen erworben.

 

Darüber hinaus ist auch die erste Investition in eine Windenergieanlage bereits getätigt worden. Im sächsischen Vogtland produziert eine Nordex-Anlage bereits Strom. Die 2,4 Megawatt Windturbine ist bereits in Betrieb und verspricht durch ihre Leistungsklasse bereits niedrigen Windgeschwindigkeiten gute Erträge.

 

 

In Erneuerbare Energien investieren und von Experten beraten lassen

Erfahrene Anbieter wie die reconcept GmbH bereichern den Markt für nachhaltige Geldanlagen und bringen das Thema ökologisch sinnvolle Investments mit voran. So verlassen diese Finanzprodukte ihr Nischendasein und werden als solide und ertragreiche Geldanlage für eine wachsende Zahl von privaten Anlegern interessant.

 

Darüber hinaus sind Direktbeteiligungen auch für Anleger interessant, für die Transparenz und Mitbestimmung besonders wichtig sind. Denn durch die Beteiligung an Projekten können Anleger auch Einblick in die Entscheidungen der Gesellschafterversammlung und können sich Informationen beschaffen und Entscheidungen aktiv mit treffen.

 

Bei Anleihen wie RE08 ist es wichtig zu wissen, dass die prognostizierten Zinsen und die Rückzahlung der Anlagesumme nicht garantiert sind und niedriger – im schlimmsten Fall sogar völlig – ausfallen können. Daher ist es für Anleger stets sinnvoll, sich von einem unabhängigen und erfahrenen Experten, wie Grünes Geld, beraten zu lassen.

 

Denn die Spezialisten für nachhaltige Geldanlagen verfügen nicht nur über einen ausgezeichneten Marktüberblick, sie kennen auch die Anbieter der Investments und können Chancen und Risiken einer Anlage einschätzen. So konnte beispielsweise reconcept in der Vergangenheit bei allen Festzins-Angeboten die prognostizierten Zinsen an seine Anleger auszahlen. Darüber hinaus lassen sich die Erträge aus Wind- und Solarenergieanlagen gut kalkulieren, da die Anlagen, die für die RE08-Anleihe erworbenen wurden Windenergie- und Photovoltaikanlagen alle von gesetzlich garantierten Fördertarifen von jeweils 20 Jahren ab Inbetriebnahme profitieren, teilweise konnte reconcept sogar den noch den höheren Fördertarif aus dem Erneuerbare Energien Gesetz von 2014 sichern.

 

 

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Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Private Altersvorsorge – aktiv gegen Altersarmut

Dienstag, 04. Juli 2017

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Berichte über zunehmende Altersarmut verunsichern viele Menschen. Altersvorsorge ist daher ein wichtiges Thema, das früh in der Lebensplanung eine Rolle spielen sollte – der Zinseszins ist wichtig. Vielfältige Angebote ermöglichen eine zusätzliche Versorgung neben der gesetzlichen Rente. Dabei ist der Einstieg auch schon mit geringen regelmäßigen Einlagen möglich. Besonders gut für eine positive Entwicklung der Zukunft: ökologische und ethische Geldanlagen bei der Altersvorsorge berücksichtigen. “ ]

 

 

 

Die Lebenserwartung steigt.

„Nicht das Alter ist das Problem, sondern unsere Einstellung dazu.“ Das wusste schon der römische Philosoph und Staatsmann Cicero. Und die Einstellungen zum Alter sind sehr unterschiedlich. Denn genauso, wie es die viel beschworene „Jugend von heute“ nicht gibt und die Biographien der Menschen zwischen zwanzig und Mitte sechzig auf unterschiedlichsten Wegen verlaufen, so sind auch die Lebenssituationen in der Gruppe der älteren Bevölkerung sehr verschieden.

 

Wie die Lebenssituation im Alter konkret aussieht, ist nicht nur von strukturellen gesellschaftlichen Bedingungen bedingt, sondern hängt auch stark von der jeweiligen Vorgeschichte jedes Einzelnen ab. Sicher stellen der Eintritt in den Ruhestand und der Abschied aus dem Erwerbsleben einen tiefen Einschnitt in die persönliche Lebensgeschichte dar. Aufgrund individueller körperlicher und psychischer Veränderungsprozesse steigt die Wahrscheinlichkeit, stärker auf medizinische und – besonders im fortschreitenden Alter – auf pflegerische Hilfe angewiesen zu sein.

 

 

Aktiv und mobil bleiben

Dennoch ziehen sich viele grundsätzliche Einstellungen durch das gesamte Leben. Wer in jungen Jahren sportlich aktiv war, wird sicher versuchen, diese Aktivität auch im Alter umzusetzen.

 

Wichtig ist es dann jedoch, sich auch mit einer – möglicherweise – eingeschränkteren körperlichen Fitness abfinden zu können und das zu genießen, was noch umgesetzt werden kann. Wer sein Leben zufrieden geführt hat, wird aller Voraussicht nach seine generelle Lebensfreude behalten und wer viel Wert auf soziale Kontakte innerhalb und außerhalb der Familie gelegt hat, wird im Ruhestand diese Beziehungen weiterpflegen.

 

Der Verlust der Selbstständigkeit im Alter stellt allerdings für viele Menschen ein Schreckensszenario dar. Denn eine eingeschränkte Mobilität beispielsweise, kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Allerdings hat sich gerade in diesem Bereich in den vergangenen Jahren viel getan. Barrierefrei Innenausbauten ermöglichen bis ins hohe Alter ein selbstständiges Leben im gewohnten Umfeld. Darüber hinaus hat sich der Markt an Hilfsmitteln – vom einfachen Gehstock bis hin zum E-Scooter – weiter entwickelt und bietet für nahezu jede Lebenssituation eine passende Lösung.

 

 

Rentenreform begegnet der demographischen Veränderung

Auch im Herbst des Lebens reiche Ernte einfahren.

Kein Wunder, denn die Lebenserwartung steigt seit Jahren stetig an. Gleichzeitig hat sich allerdings auch die demografische Verteilung in unserer Gesellschaft verändert. Die klassische Alterspyramide mit einer breiten Basis junger Menschen hat sich zur demographischen Zwiebel bzw. Urne gewandelt. Verantwortlich dafür zum einen die ständig sinkende Geburtenrate und zum anderen der höhere Anteil Älterer sowie die generell gestiegene Lebenserwartung die damit auch ein erhöhtes durchschnittliches Alter mit sich bringt.

 

Gerade die abnehmende Zahl der erwerbstätigen – und damit auch die Anzahl der rentenbeitragspflichtigen – Personen, wirkt sich auf die zukünftige Rente aus. Prognosen zufolge wird die Anzahl der erwerbstätigen Personen bis zum Jahr 2040 um etwa 15 bis 30 Prozent  abnehmen.

 

Diese Veränderungen haben bereits vor Jahren zu einer umfangreichen Reform des gesetzlichen Rentenversicherungssystems  geführt. Mit der Veränderung der Rentenformel sollte die gesetzliche Alterssicherung gegenüber der veränderten demographischen Entwicklung abgesichert werden. Die Veränderung im Rentensystem hat allerdings auch zu einer starken Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung geführt.

 

Private Vorsorge soll gesetzliche Rente ergänzen

Die klassische gesetzliche Rentenversicherung (GRV) war bis dahin integraler Bestandteil der deutschen Sozialstaatlichkeit. Sie umfasste neben der Altersrente auch Leistungen bei verminderter Erwerbsunfähigkeit und die Versorgung der Hinterbliebenen im Todesfalle. Mit einem Anteil von rund 80 Prozent der Gesamteinahmen stellte sie den Löwenanteil der Alterssicherung dar. Ergänzt wurde die GRV allerdings auch schon vor der Rentenreform um die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung und unterschiedliche private Vorsorgemöglichkeiten.

 

Mit der Reform der gesetzlichen Rentenversicherung wurden Beitragszahler stärker in die Pflicht genommen, selbstständig für ihren Lebensabend vorzusorgen. Diese private Altersvorsorge ist freiwillig, wird jedoch von Seiten des Staates finanziell gefördert.

 

Die aus der Rentenreform Anfang des neuen Jahrtausends resultierende Riester-Rente wird mittlerweile von vielen Experten aus den unterschiedlichsten Lagern als wenig geeignet gesehen, die reduzierte GRV ausreichend zu ergänzen. Eine Ergänzung der GRV ist allerdings dringend angeraten, wenn Arbeitnehmer nach der Erwerbsphase an das bisherige Einkommens-Niveau anknüpfen wollen.

 

 

Schreckgespenst Altersarmut

Altersarmut ist kein vollkommen neues Phänomen. Das Thema erfährt jedoch aktuell eine enorme Aufmerksamkeit. Das liegt vor allem daran, dass in früheren Zeiten die Altersarmut fast ausschließlich in sozialen Randgruppen vorkam. Betroffen waren in erste Linie Menschen mit einer sehr kurzen und lückenhaften Erwerbsbiographie.

 

Im Alter aktiv und abgesichert am Leben teilnehmen.

Der Mehrheit der älteren, nicht mehr erwerbstätigen Menschen in Deutschland geht es aktuell finanziell nicht schlecht. Die sogenannten „Best Ager“ werden jedoch in den kommenden Jahren von einer neuen Rentner-Generation abgelöst werden. Diese haben durch Minijobs, Erwerbstätigkeit im Niedriglohnsegment sowie Zeiten der Erwerbslosigkeit nicht ausreichende Rentenpunkte gesammelt – geschweige denn private Altersvorsorge betrieben.

 

Einer aktuellen Studie der Wirtschaftsforschungsinstitute DIW und ZEW zufolge, wird bis zum Jahr 2036 jeder fünfte Neurentner von Altersarmut bedroht sein. Das bedeutet, dass rund 20 Prozent der heutigen End-Vierziger weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben wird und damit armutsgefährdet ist. Bereits die Generation der „Babyboomer“ der geburtenstarken Jahrgänge, die in fünf Jahren das Rentenalter erreicht haben werden, sind von dieser Entwicklung bedroht. Damit ist Altersarmut in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

 

Dabei sehen die Forscher der Studie nicht nur ein strukturelles Problem. Viel würden aktuell die Risikogruppen kaum durch sinnvolle Vorschläge gegen die drohende Gefahr angesprochen werden. Den Schlüssel für eine ausreichende Alterssicherung sehen Experten in erster Linie in sozialversicherungspflichtigen und existenzsichernden Arbeitsverhältnissen.

 

 

Herausforderung Alterssicherung meistern

Auch wer mit beiden Beinen fest im Erwerbsleben steht, ist heute mehr denn je gefordert, den möglichen Gefahren ins Auge zu sehen und Vorsorge für das Alter zu treffen. Je früher, desto besser!

 

Denn eine frühe aktive Haltung zum Thema Altersvorsorge kann nicht nur Versorgungslücken frühzeitig erkennen und diesen begegnen. Sie helfen auch, diffuse Ängste und Befürchtungen zu vermeiden. Obgleich Umfragen ergeben haben, dass mehr als 60 Prozent der aktuell Berufstätigen daran zweifeln, im Alter ausreichend versorgt zu sein, stecken auch mehr als die Hälfte den Kopf in den Sand und sehen keinen Sinn in einer privaten Vorsorge.

 

Grund für diese Vogel-Strauß-Mentalität ist zum einen das unübersichtliche Angebot an privaten Altersvorsorgeprodukten sowie eine für Laien teilweise schwer zu durchdringende Förderungsregeln. Zum anderen ist die Bedeutung der privaten Vorsorge noch nicht in den Köpfen angekommen. Zu fest sitzt die alte Gesinnung, dass sich der Staat schon kümmern werde.

 

Hier sind gerade junge Erwerbstätige gefordert, die alten Denkmuster zu durchbrechen. Schließlich haben sie noch ausreichend Zeit, eine solide und sinnvolle Altersvorsorge aktiv zu betreiben. Neben den erworbenen gesetzlichen Rentenansprüchen und einer betrieblichen Altersvorsorge, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten für eine private Altersvorsorge.

 

 

Standort bestimmen und persönlichen Weg finden

So wie die Entscheidung für einen Beruf eine individuelle Entscheidung darstellt und eine angemessene Phase der Planung und Überlegung erfordert, muss auch der Ruhestand gut geplant werden – auch wenn diese Zeit noch unendlich weit entfernt zu liegen scheint. Deshalb ist es sinnvoll, sich ausführlich beraten zu lassen, um eine passende Lösung zu finden.

 

Für immer mehr Menschen ist es darüber hinaus nicht nur wichtig, wie viel am Ende ausgezahlt wird, sondern ebenso, wo und wie ihr Geld während der langen Ansparphase für die spätere Altersvorsorge, eingesetzt wird. Wer sich hier für ökologische und ethische Geldanlagen entscheidet, investiert nicht nur in die eigene Zukunft, sondern genauso in eine intakte Natur und in eine gerechtere Welt.

 

Eine nachhaltige Altersvorsorge ist kein Produkt von der Stange. Deshalb ist es sinnvoll, frühzeitig mit einem erfahrenen Experten, wie Grünes Geld, die passende Lösung zu finden. Als unabhängiger Finanzberater und Spezialist für ökologische und ethische Geldanlagen ist Grünes Geld in der Lage, umfassend über sinnvolle Fördermöglichkeiten und steuerliche Aspekte der geplanten Altersvorsorge zu beraten. Dabei behält Grünes Geld stets im Blick, dass die Rendite der nachhaltigen Altersvorsorge für den Anleger ein relevantes Kriterium ist. Hier hat sich in der Praxis gezeigt, dass grüne Geldanlagen durchaus mit den Erträgen der konventionellen Angebote mithalten können.

 

 

Früher Vogel statt Vogel-Strauß – Ideen zur Altersvorsorge

Der frühe Vogel fängt de Wurm.

Ein altes Sprichwort besagt „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Wer mit dem Kopf jedoch im Sand steckt, hat keine Chance an den schmackhaften Wurm zu kommen. Daher lautet die Devise, ein geringes Renten-Niveau und zunehmende Altersarmut sind erste Themen, die mehr zu Eigeninitiative und Aktivität auffordern, als zu Schockstarre.

 

 

Eine gute Anlagemöglichkeit bieten Investmentfonds, denn die abgestimmte Auswahl unterschiedlicher Wertpapiere bietet Sicherheit und interessante Erträge zwischen sechs und acht Prozent. Darüber hinaus können Fonds für die Altersvorsorge zum Beginn der Rente mit niedrigeren Abgaben versteuert werden.

 

Eine weitere interessante Lösung für die Altersvorsorge ist die Grüne Privatrente, die als private Rentenversicherung bereits ab 50 Euro im Monat bedient werden kann. Während der Ansparphase von mindestens 12 Jahren profitieren Anleger von einem guten Zinseszins-Effekt. In dieser Zeit bleiben außerdem sämtliche Gewinne steuerfrei, bei der regelmäßigen Rentenauszahlung wird die geringere Ertragsanteilsbesteuerung angewendet, wer sich für eine komplette oder teilweise Auszahlung der Rente entscheidet spart durch das sogenannte Halbeinkünfte-Verfahren. Die mit 25 Prozent recht hohe Abgeltungssteuer kommt bei der Grünen Privatrente nicht zum Zug.

 

 

Planung und Beratung sind Trumpf

Wer sich früh für eine private Altersvorsorge entscheidet, hat eine lange Einzahlungsphase vor sich. Entsprechend ist es möglich, mit geringen Beiträgen anzufangen. Generell hat sich die Faustregel bewährt, rund zehn Prozent des Einkommens in die private Altersversorgung zu investieren. Wer selbstständig arbeitet, sollte mindestens das Doppelte einkalkulieren.

 

Wie das konkret aussehen kann, welche nachhaltigen Geldanlagen zu Ihnen passen und welche Art der Anlage für ihre persönliche Lebenssituation und ihre Vorstellungen von der Zukunft am besten geeignet sind, ermittelt Grünes Geld mit Ihnen zusammen. Gemeinsam finden wir Ihren Weg, um Vermögen für Ihre Altersvorsorge aufzubauen.

 

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Klimafreundlich investieren – Marktüberblick Low Carbon Indices

Dienstag, 27. Juni 2017

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Um die fortschreitende Erderwärmung wirkungsvoll zu stoppen, lautet das gemeinsame Ziel der Staatengemeinschaft Dekarbonisierung. CO2-Emissionen sollen daher drastisch reduziert und kompensiert werden. Bis 2100 ist eine vollständige globale Dekarbonisierung geplant. Um das zu erreichen, müssen die Schäden der Industrialisierung behoben und alternative Energien gefördert werden. Um diese Veränderungen voranzutreiben, sind gezielte Investitionen gefragt. Für Anleger ist es jedoch nicht immer einfach, klimafreundliche Geldanlagen sicher zu identifizieren. Mittlerweile existieren mehrere Low Carbon Indices mit unterschiedlichen Regularien.“ ]

 

 

Erderwärmung stoppen!

Die Wirtschaftsweise der Industrienationen befindet sich in einem neuen richtungsweisenden Umbruch. Der Schlüsselbegriff lautet Dekarbonisierung oder auch Entkarbonisierung. Ziel ist es dabei, einen möglichst geringen Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) zu verursachen und unvermeidbare Emissionen zu kompensieren. Eine der wichtigsten Branchen in dieser wirtschaftlichen Umwälzungsphase stellt die Energiewirtschaft dar. Denn nur eine konsequente Energiewende, also die Nutzung Erneuerbarer Energien und die Abkehr von fossilen Energieträgern, kann die fortschreitende Erderwärmung wirkungsvoll stoppen.

 

Dekarbonisierung ist aktuell das Mittel der Wahl im Klimaschutz. Darin stimmt die Mehrheit der Staatengemeinschaft weltweit überein. So beziehen sich die von den Vereinten Nationen 2015 vereinbarten 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) in den Punkten „nachhaltige Energie“ und „Bekämpfung des Klimawandels“ direkt auf die dringende Aufgabe der Dekarbonisierung. Im gleichen Jahr vereinbarten die Teilnehmer des G7-Gipfels auf Schloss Elmau, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 drastisch zu reduzieren und bis zum Jahr 2100 auf null zu bringen.

 

In die gleiche Richtung geht auch das Abkommen von Paris im Dezember 2015. Die UN-Klimakonferenz hatte dort beschlossen, den CO2-Ausstoß weltweit zurückzufahren und so die globale Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Die Pläne wurden auf der folgenden Konferenz in Marrakesch weiter ausgearbeitet. Außer die USA Donald Trump’s, der vor vier Wochen das Pariser-Abkommen für die USA aufgekündigt hat, setzt derzeit keine der führenden Industrienation weiter auf Kohle.

 

 

Von der industriellen Revolution zur Dekarbonisierung

Kohle – Ehemals der Garant für Fortschritt.

Der negative Anteil der Kohle, wie auch anderer fossiler Energieträger, am Klimawandel ist in erster Linie nicht allein der Produktion von klimaschädlichen Treibhausgasen geschuldet, sondern vor allem durch die enorme Menge der Ausstöße seit der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts. Denn durch die Entwicklung der Dampfmaschine veränderte sich die gesamte Arbeitswelt. Die wirtschaftliche Produktion stieg rapide. Die industrielle Fertigung verdrängte zunehmend die Herstellung von Gütern in Manufakturen und Handwerk. In der Folge florierte der Handel, es entstanden Industriezentren.

 

War 1800 Deutschland noch ein reiner Agrarstaat, zogen ab den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts Landarbeiter zunehmend in die Städte und arbeiteten in den Fabriken und im Bergbau. Die Agrarwirtschaft, vor allem das Kleinbauerntum, wurde wirtschaftlich stark zurückgedrängt.

 

Kohle, Stahl und der Eisenbahnbau entwickelten sich zu den drei erfolgreichsten Bereiches des wirtschaftlichen Aufschwungs und treiben die Industrialisierungsspirale immer weiter an. Kohle spielt dabei als Energielieferant eine bedeutende Rolle, die bis vor wenigen Jahren das Selbstverständnis einer ganzen Region im Westen Deutschlands prägte. Schließlich hatte sich der Kohlebergbau im Ruhrgebiet schon früh zu einem wichtigen Standortfaktor entwickelt. Bereits 1839 wurde in den Gruben mehr als eine halbe Tonne Steinkohle gefördert, in den kommenden zwanzig Jahren konnte die Menge bereits verdoppelt werden. Damit sicherte der Energielieferant Kohle die ebenfalls steigende Eisenproduktion. Die frühen Logistikherausforderungen wurden durch den Ausbau des Schienennetzes in den folgenden Jahrzehnten bewältigt.

 

 

Keine Veränderungen ohne Investitionen

Wandel ist beständig – vom Kohlrevier zur Kulturregion

Technische Innovationen haben den Erfolg der Industrialisierung voran getrieben. Aber auch umwälzende Veränderungen im Finanzwesen hatten einen entscheidenden Anteil an dieser Entwicklung: Während die ersten Gründungen in der frühen Phase der Industrialisierung noch vornehmlich durch das Vermögen der Unternehmer finanziert wurde, entstanden in der Folge Großbanken, Kapital- und Aktiengesellschaften. So hatte die 1846 gegründete Preußische Staatsbank vor allem den Zweck, Kredite an Unternehmen zu vergeben, um neue Fabriken aufzubauen und weitere Güter produzieren zu können. Die Finanzwirtschaft entwickelte sich im Zuge der Industrialisierung auch zu einer Schlüsselbranche.

 

Geld war und ist noch immer der Hebel zur Veränderung. So wie zahlreiche Investitionen einmal zur Ausbreitung der Industrialisierung beigetragen haben, kann Geld auch heute eine bedeutende Rolle spielen, wenn es um das gemeinsame Ziel geht, die Schäden zu beheben, die der industrielle Fortschritt mit sich gebracht hat. Wer heute nachhaltig investieren will, sollte daher darauf achten dass die ausgewählten Geldanlagen einen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten.

 

 

Dekarbonisierung als Anlagestrategie

Das Thema Klimaschutz ist längst auch in der Finanzwirtschaft angekommen. Doch gerade für Privatanaleger ist es oft nicht einfach, die Auswirkungen ihrer Investments vollständig zu überblicken. Aber auch institutionelle Anleger, wie beispielsweise Kirchen, Pensionskassen und Versicherungen wünschen sich mehr Transparenz zu diesem wichtigen Zukunftsthema.

 

Geld ist ein mächtiger Hebel

Entsprechend der Nachfrage nach emissionsarmen Werten, werden zunehmend neue Low Carbon Indices angeboten. Im Gegensatz zu Klimaindices und Klimafonds, die im Allgemeinen nur auf bestimmte Bereiche wie Erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder spezielle Umwelttechnologien setzen, sind die Werte in den Low Carbon Indices branchenübergreifen aufgestellt.

 

Eine seriöse Zusammenstellung beschränkt sich dabei nicht allein auf den Ausschluss bestimmter Branchen, wie beispielsweise dem Bergbau, sondern bezieht auch den CO2-Ausstoß in der Wertschöpfung vermeintlich harmloser Produkte und Dienstleistungen in die Betrachtung mit ein. Experten betrachten zudem reine Ausschlüsse als demotivierend für Unternehmen im Wettbewerb um eine verbesserte Energieeffizienz.

 

 

Überblick Low Carbon Indices

 

1. Global Challenges Index

Seit 2007 existiert der Global Challenges Index (GCI), den die Börse Hannover zusammen mit der Nachhaltigkeitsrating-Agentur oekom Research AG entwickelt hat. Der GCI versteht sich als Nachhaltigkeitsindex und fokussiert nicht nur stark das Thema Dekarbonisierung, sondern bezieht weitere Gesichtspunkte, wie beispielsweise den Erhalt der Artenvielfalt, sichere Trinkwasserversorgung, nachhaltige Waldwirtschaft und Bekämpfung der Armut mit ein. Damit entspricht dieser Index den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDG). Der Index beinhaltet 50 Titel globaler Unternehmen die nach ihrem sozialen und ökologischen Engagement ausgewählt werden und arbeitet mit strengen Ausschlusskriterien.

 

2. Low Carbon 100 Europe Index

Der Low Carbon 100 Europe Index wurde 2008 von der paneuropäischen Börse Euronext entwickelt und ist damit der älteste reine Low Carbon Index mit insgesamt 100 Titeln. Der Index wählt aus den größten europäischen Unternehmen 10 bis 15 Werte aus, die den höchsten Anteil an emissionsarmen Techniken ausweisen können. Ergänzt wird der Index durch 85 bis 90 Unternehmen mit der besten Bewertung des Carbon Disclosure Project, einer britischen Non-Profit-Organisation, die jährlich Unternehmensdaten zum CO2-ausstoß erhebt und aktuell über die weltweit größte Datenbank zu diesem Thema verfügt. Der Low Carbon 100 Europe Index unterliegt der Überwachung eines Expertengremiums und bildet die Basis für strukturierte Produkte, Fonds und Indexfonds.

 

3. ECPI Global Carbon Equity

Anfang 2010 wurde der ECPI Global Carbon Equity  aufgelegt. Dieser Index entstand in der Zusammenarbeit des nachhaltigen Indexanbieter ECPI und der Unternehmensberatung Arthur D. Little. Der ECPI Global Carbon Equity umfasst 40 Werte aus energieintensiven Branchen wie Industrie, Technologie, Energie, Rohstoffe und Gesundheit. Dabei muss jeder Titel eine Marktkapitalisierung von mindestens einer Milliarde Euro aufweisen können. Die ausgewählten Unternehmen verfügen über – im Branchenvergleich – niedrige Emissionswerte und sind so aufgestellt, dass sie auch bei strengeren gesetzlichen Vorgaben im Markt bestehen können. Darüber hinaus bewerten die Index-Manager die Nachhaltigkeit der Unternehmen anhand von vielfältigen Umwelt-, Sozial- und Governance-Informationen und überprüfen die Zusammenstellung des Index halbjährlich.

 

4. MSCI Global Low Carbon Leader Indexes

Die MSCI Global Low Carbon Leader Indexes  wurden 2014 vom Indexanbieter MSCI als neue Index-Familie lanciert. Diese Indices sollen die Werte des gesamten Aktienmarktes repräsentieren und einen repräsentativen Vergleich der Werte auf dem Weg zu einer emissionsfreien Wirtschaftsweise ermöglichen. Die in diesem Index enthaltenen Unternehmen sollen ihren CO2-Fußabdruck mindestens um 50 Prozent senken.

 

Der Index schließt die Aktien der größten CO2-Emittenten aus, ebenfalls entfernt werden Werte, die große Reserven von fossilen Energieträgern halten, in erster Linie Ölfirmen. Dieser Dekarboniserungsindex enthält damit nur Aktien von Unternehmen, die deutlich weniger CO2 verursachen als die Unternehmen des konventionellen Aktien-Index. Im Schnitt liegt die CO2-Emission damit rund 60 bis 70 Prozent unter den Werten des ursprünglichen Index. Darüber hinaus weichen die MSCI Global Low Carbon Leader Indexes kaum mehr als zwei Prozent vom Hauptindex ab.

 

5. Ethical Europe Climate Care Index

Der Ethical Europe Climate Care Index wurde 2015 vom deutschen Index-Anbieter Solactive gemeinsam mit französischen Bank BNP Paribas aufgelegt. Der Index umfasst 30 Unternehmen aus Index Stoxx Europe 600. Ausgewählt werden die nachhaltigsten Werte jeder Branche. Dabei wird auch der CO2-Fußabdruck mitberücksichtig. Die Zusammenstellung des Index wird vierteljährlich überprüft.

 

Solactive hat darüber hinaus mit der Schweizer South Pole Group eine „Low Carbon Aktienindexfamilie“ gegründet und 2016 dazu einen Bond Index aufgelegt. Dieser Index arbeitet nach dem Ausschlussverfahren. Aufgenommen werden nur die Unternehmen mit den besten Werten im Vergleich. Ausgeschlossen sind außerdem Unternehmen die keine Strategie in Sachen Klimaschutz vorweisen können.

 

6.  Stoxx Low Carbon index family

2016 hat der Indexanbieter der Deutschen Börse, Stoxx, eine Low-Carbon-Familie aus 27 Teilindizes lanciert, mit deren Hilfe sich das Portfolio dekarbonisieren lässt. Dabei orientieren sich die „Low Carbon Indizes“ stark an den herkömmlichen Benchmarks. Bei den „Reported Low Carbon Indizes“ setzt Stoxx auf Unternehmen, die ihre CO2-Emissionen offen legen. Unternehmen mit reduzierten Emissionen sind im „Industry Leader Low Carbon Indizes“ enthalten. Im „Global Climate Change Leaders Index” sind schließlich die Unternehmen, die ausgezeichnete Bewertungen des Carbon Disclosure Projects erhalten. Sämtliche großen CO2-Emittenten schließen die „Low Carbon Footprint Indizes“ aus. Hier werden CO2-intensive Branchen wie vollständig ausgeschlossen.

 

 

Nachhaltig investieren und den Überblick behalten

Sonne und Wind – saubere Energien!

Wer nachhaltig Geld anlegen will, sollte in emissionsarme Projekte investieren. Die Vielzahl der Low Carbon Indices zeigt zum einen, dass die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz in der Finanzwelt angekommen sind. Die unterschiedlichen Regularien zeigen aber auch, dass nicht alle Indices die Tragweite der Themen widerspiegeln. Generell wird die Idee des Dekarbonisierungsindex von der UNEP, der Umweltorganisation der Vereinten Nationen, unterstützt. Schließlich können diese Indices dazu beitragen, dass Investoren nicht nur gute Erträge in ihre Entscheidung mit einbeziehen, sondern auch den relevanten Beitrag zur Reduzierung des klimaschädigenden CO2.

 

Eine entschiedene Reduzierung des klimaschädlichen Kohlendioxid-Ausstoß liegt vielen privaten Anlegern am Herzen. Bei der Entscheidung für die passende Geldanlage helfen jedoch die diffizilen Indices weniger. Hier bauen viele Anleger auf die vertrauensvolle Beratung mit versierten Finanzberatern, die sich den gleichen Werten verpflichtet sehen. Grünes Geld, erfahrener Finanzexperte und Anbieter nachhaltiger Investments, kennt den Markt genau und bezieht ethische und ökologische Gesichtspunkte in die Beratung ein.

 

Grünes Geld hat mehr als 300 interessante Geldanlagen im Angebot. Durch einen besonderen Schwerpunkt auf Investments im Bereich Erneuerbarer Energien können Anleger sicher sein, dass ihr Geld einen Beitrag zur Dekarboniserung leistet und gleichzeitig auch eine attraktive Rendite sichert.

 

 

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.