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Rückkaufswert der Lebensversicherung – Verluste vorprogrammiert

Freitag, 11. August 2017

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Lebensversicherungen sind Verträge, die auf einen langen Zeitraum ausgerichtet sind. Wenn jedoch die regelmäßigen Beiträge zur Belastung werden, denken Versicherte über eine Auslösung des Vertrags nach. Der jeweilige Rückkaufswert gibt Auskunft über den aktuellen Wert der Police. Generell ist die vorzeitige Beendigung des Vertrags wirtschaftlich nicht vorteilhaft.“ ]

 

 

Beliebte Geldanlage: Kapitallebensversicherungen.

Wer eine Kapitallebensversicherung abschließt, geht eine langfristige Bindung ein. Schließlich gehen dem Vertragsabschluss persönliche Überlegungen und Planungen sowie eine ausführliche Beratung voran.

 

Im Allgemeinen beträgt die Laufzeit der Lebensversicherung mindestens zwölf Jahre. Teilweise bieten sich auch längere Laufzeiten von 20 oder 30 Jahren an, um eine höhere Rendite zu erzielen und den Zinseszinseffekt voll auszunutzen.

 

 

Langfristige Verträge in kurzlebigen Zeiten

Ein norddeutsches Sprichwort besagt: „Zeit, Ebbe und Flut wartet auf niemand.“ Und die Umstände, unter denen einstmals eine Lebensversicherung abgeschlossen wurde, verändern sich über die Jahre rasch. Schließlich sind die teilweise gewählten zwölf Jahre in unserer schnelllebigen Zeit eine halbe Ewigkeit; wer schon bei den Kindern an die Rente denkt kann auch schnell einen über viele Jahrzehnte laufenden Vertrag erhalten.

 

Auch bei solider Planung – die Zukunft ist ungewiss.

Innerhalb dieser kleinen Ewigkeit verändern sich Lebensumstände radikal. Ehen werden geschlossen – und das längst nicht mehr für die Ewigkeit, denn das Scheidungsrisiko steigt bereits nach drei Ehejahren signifikant an und ebbt erst nach elf Jahren wieder ab. Darüber hinaus verändern Kinder die Lebenssituation. Auch berufliche Wechsel oder gar der Verlust der Arbeitsstelle können eine radikale Veränderung der wirtschaftlichen Situation verursachen – und plötzlich ist nichts mehr so, wie es bei Vertragsbeginn einmal gewesen ist. Aber, wie schon der legendäre Fußballtrainer Dragoslav Stepanovic sagte: „Lebbe geht weider!“

 

Auch wenn der Blick in die Zukunft generell schwierig ist, gut ist es in jedem Fall, die persönlichen Finanzen im Blick zu behalten. Dazu gehört es auch, den Wert – in diesem Falle Rückkaufswert – seiner Lebensversicherung zu kennen – auch wenn Kündigung und Rückkauf ein Verlustgeschäft darstellen.

 

Viele Versicherungsnehmer ziehen diesen Schritt dennoch in Betracht, um einen raschen Ausweg aus finanziellen Engpässen zu finden. Immerhin endet rund jeder dritte Lebensversicherungsvertrag im Rückkauf. Eine stolze Zahl, bei immerhin rund 90 Millionen laufender Verträge in Deutschland. Insgesamt wurden im Jahr 2015 Policen im Wert von rund 13 Milliarden Euro beendet.

 

 

Rückkaufsrechte – gesetzlich festgelegt oder vertraglich vereinbart

Wer – aus welchen Gründen auch immer – seine Kapitallebensversicherung aufgeben will, hat die rechtlich zugesicherte Möglichkeit, die Police an die Versicherungsgesellschaft zurück zu verkaufen. Der Versicherer kauft also dem Versicherungsnehmer die Rechte ab, die er durch den Abschluss der Police einmal erworben hat.

 

In Deutschland wird der Rückkauf von Lebensversicherungsverträgen konkret durch das Versicherungsvertragsgesetz geregelt. Darin sieht der Gesetzgeber vor, dass Versicherte generell ein Rückkaufsrecht haben – vorausgesetzt, es besteht zu diesem Zeitpunkt ein echter Rückkaufswert. Unter diese gesetzliche Regelung fallen damit die klassischen Kapitallebensversicherungen sowie die fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung in der Zeit zwischen Vertragsbeginn und Rentenzahlung, der sogenannten Aufschubzeit.

 

Bei anderen Verträgen kann ein Rückkaufsrecht vertraglich vereinbart werden. Ohne Rückkaufrecht sind in der Regel Risikolebensversicherungen. Außerdem Rentenversicherung, die bereits ausgezahlt werden sowie Rentenversicherungen in der Aufschubzeit ohne vereinbarte Todesfallleistung.

 

 

Rückkaufswert – der Zeitwert der Lebensversicherung

Rückkauf bedeutet Verluste – Geduld lohnt sich …

Versicherungsgesellschaften informieren ihre Kunden jährlich über die Höhe des angesparten Rückkaufswertes der Versicherungspolice ihrer Lebensversicherung. – Ein Standardbrief, der unter normalen Umständen schnell in der Ablage verschwindet. Es sei denn, der Kunde überlegt aktuell tatsächlich sich von seinem Versicherungsvertrag zu trennen. Zum Beispiel, weil die monatlichen Belastungen nicht in die derzeitige Lebens- und Finanzsituation passen (auch wenn dann die Beitragsfreistellung die passendere Lösung wäre…).

 

Der Rückkaufswert beschreibt damit dem Zeitwert der Versicherungspolice. Die Versicherungsgesellschaft garantiert damit das Recht, die Police zurückzugeben und dem Versicherten die zugeteilten Überschussanteile und – seit 2008 – die Hälfte der Bewertungsreserven anteilig auszuzahlen.

 

Wer sich – aus welchen Gründen auch immer – für den Rückkauf seiner Lebensversicherung entscheidet, muss wissen, dass dieser Schritt – vor allem am Anfang der Laufzeit – nicht gerade lukrativ ist. Das gilt nicht nur für den Versicherungsnehmer, sondern auch für die Versicherungsgesellschaft. Schließlich plant diese mit den laufenden Beiträgen langfristige Anlagen, um optimale Erträge zu erwirtschaften.

 

Ein weiterer Nachteil beim Rückkauf von Lebensversicherungen: Der aktuelle Rückkaufswert fällt nie höher aus, als die Auszahlung im Todesfall. Sollte der Rückkaufswert über der vertraglich vereinbarten Todesfallleistung liegen, verwendet die Versicherungsgesellschaft das Geld für die Bildung beitragsfreier Versicherungen.

 

 

Keine Steuererleichterung bei Rückkäufen

Wer seine Lebensversicherung vor Ablauf der Mindestlaufzeit von zwölf Jahren zurückgibt, verliert nicht nur Geld durch fehlende Überschussbeteiligungen und Erträge, sondern lässt sich auch steuerliche Vorteile entgehen.

 

Rückkauf bedeutet auch Steuern.

Denn seit 2005 gelten für neu abgeschlossene Lebensversicherungen, neue Regelungen. Waren vormals die Erträge der private Renten- oder Kapitallebensversicherungen  bei einer einmaligen Auszahlung steuerfrei, müssen diese Gelder aktuell versteuert werden. Betroffen sind dabei sämtliche privaten Lebens- und Rentenversicherungen. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit werden die Erträge nach den Regelungen des Alterseinkünftegesetz vorgelagert versteuert. Da die Beiträge zu diesen Versicherungen auf bereits versteuertem Einkommen stammen, greifen hier Erleichterungen, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden. Die Versicherungsnehmer erhalten im Rahmen ihrer Einkommenssteuererklärung Geld zurück, je nach Steuerklasse bis zu 50 Prozent der vorgelagerten Besteuerung . Allerdings nur, wenn die Mindestlaufzeit eingezahlten wurde. Wer sich für einen Rückkauf entscheidet, muss die entsprechenden Erträge voll versteuern.

 

 

Neu: Die Ermittlung des Rückkaufswertes bei Verträgen ab 2008

Schlechtes Geschäft hin oder her – manchmal mag kein Weg am Rückkauf vorbei führen. Gute Nachricht für Versicherte, die ihren Vertrag ab 2008 abgeschlossen haben: für den Rückkauf dieser Policen sieht der Gesetzgeber generell einen Mindestrückkaufswert  vor. Dabei gilt für Kapitallebensversicherungen die Faustregel: der Rückkaufswert entspricht dem Deckungskapital der Versicherung, aus dem normalerweise die Lebensversicherung nach Ablauf der Vertragslaufzeit ausbezahlt wird.

 

Beim Rückkauf werden entsprechend der Sparanteil der geleisteten Beiträge sowie die für den Versicherungszeitraum zugeteilten Überschussbeteiligungen und Zinsen ausgezahlt. Allerdings werden von diesem Betrag auch noch anteilig Vertriebs- und Abschlusskosten sowie weitere Aufwendungen für die Verwaltung abgezogen. Auch ein Stornoabschlag ist möglich, muss aber angemessen und vertraglich vereinbart worden sein.

 

Die gesetzliche Neuregelung für Verträge ab 2008 bietet den Vorteil, dass die Abschlusskosten der Versicherung auf die ersten fünf Jahre gleichmäßig verteilt werden und seit 2015 zudem begrenzt sein müssen.

 

Versicherte profitieren von der Regelung, denn wer bislang mehr Beiträge eingezahlt hatte als der aktuelle Rückkaufswert betrugt – und das war in den ersteSonderkonditionen mit den Grünes Geld Newsn fünf Jahren die Regel – machte mit dem Rückkauf nur Verluste, denn der Wert der Police belief sich im Allgemeinen auf Null.

 

Grund dafür war die Abschlussprovision – also die Vertriebskosten – der Versicherung. Durch den Abzug dieser Kosten vom Rückkaufswert der Police, begann quasi jede Lebensversicherung mit einem negativen Wert. Durch die neue gesetzliche Regelung hat jede Lebensversicherung, die ab 2008 abgeschlossen wurde einen positiven Rückkaufswert, denn die Kosten werden gezillmert. Hinter diesem Begriff, der auf den Versicherungsmathematiker August Zillmer zurückgeht, steht die Verrechnung der Abschlusskosten auf die Versicherungsbeiträge. Während allerdings Zillmer im 19. Jahrhundert noch von einem Jahresbeitrag zur Deckung der Abschlusskosten ausging, sieht die aktuelle gesetzliche Regelung seit 2015 einen Prozentsatz von maximal 2,5 Prozent der gesamten Beiträge – also auch aller künftigen – vor.

 

 

Alt: Die Ermittlung des Rückkaufswertes bei Verträgen vor 2008

Im Allgemeinen steigt der Rückkaufswert der Lebensversicherung an, je länger die Police bereits läuft. Daher ist es wichtig, auch die Regelungen zum Rückkaufswert für Versicherungsverträge vor 2008 genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

Gemäß der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) gilt für Lebensversicherungen, die zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen wurden die Regelung, dass der Rückkaufswert der Police mindestens der Hälfte des Deckungskapitals entspricht. Dabei wird das Deckungskapital nicht gezillmert. Entsprechend werden von diesem Betrag zwar Verwaltungskosten abgezogen, nicht aber die Abschluss- und Vertriebskosten. Ebenso entfallen Storno- und Kündigungsgebühren.

 

 

Rückkauf von fondsgebundenen Lebensversicherungen

Wer eine fondsgebundene Lebensversicherung abgeschlossen hat und sich für einen Rückkauf entscheidet, kann mit ähnlichen Regelungen wie bei anderen Versicherungspolicen rechnen. Bei Verträgen seit 2008 wird der Rückkaufswert nach dem Wert der Fondsanteile. Auch hier gilt, dass die Vertriebs- und Abschlusskosten der Police gleichmäßig auf die ersten fünf Jahre der Laufzeit verteilt werden müssen.

 

Für Policen, die vor 2008 abgeschlossen wurden hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass sich die Höhe des Rückkaufswertes mindestens an der Hälfte des Fondsguthabens bemisst. Dabei dürfen die Versicherer zwar Verwaltungskosten abziehen, nicht jedoch die hohen Vertriebskosten.

 

 

Erst Beratung – dann Entscheidung

Entscheidungen gemeinsam treffen!

Der Rückkauf einer Lebens- oder Rentenversicherung sollte gut überlegt sein. Schließlich handelt es sich hier um ein Verlustgeschäft, denn der Versicherte verliert nicht nur den vereinbarten Versicherungsschutz, sondern verzichtet auch auf große Teile seine Ansprüche aus Schlussüberschüssen. Zudem muss er die Erträge aus dem frühzeitig beenden Vertrag voll versteuern. Viel bleibt dann oft nicht übrig.

 

Wer also finanziell in der Klemme steckt und kurzfristig Geld benötigt, sollte zunächst einen kühlen Kopf bewahren und seine persönliche Situation genau analysieren. Am besten mit zusammen mit Profis.

 

Grünes Geld, Experte für nachhaltige Geldanlagen, bietet seinen Kunden auch als unabhängiger Finanzexperte Lösungen zur privaten Altersvorsorge an und verfügt über eine weitreichende Erfahrung in diesem Bereich. Gerd Junker, Geschäftsführer von Grünes Geld rät daher: „Die Entscheidung für einen Rückkauf der Lebensversicherung sollte nicht allein im stillen Kämmerlein passieren. Wichtig ist es, mit einem Finanzexperten die Situation zu besprechen, um finanzielle Nachteile zu vermeiden.“

 

Die vorzeitige Beendigung des Vertrags mit den entsprechenden finanziellen Einbußen kann so in vielen Fällen abgewendet werden. Kunden profitieren dann weiter von einem Versicherungsschutz, geplanten Auszahlungen und steuerlichen Vorteilen.

 

Gerade wenn eine Police bereits länger als fünf Jahre läuft, sind unnötige Verluste vorprogrammiert. Je nach Situation des Kunden ergeben sich zum Rückkauf unterschiedliche Alternativen, die ebenfalls aus einem finanziellen Engpass heraushelfen können. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig. So kann eine Beitragsfreistellung eine gute Lösung sein, wenn der Vertrag zwar gute Erträge liefert, die Beiträge jedoch nicht aufgebracht werden können. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, den Vertrag zu beleihen oder einen teilweisen Rückkauf durchzuführen und damit nur einzelne Teile des Vertrags kündigen.

 

Auch der Verkauf der Police an einen professionellen Ankäufer ist meist lukrativer als der Rückkauf. Dabei werden alle Rechte auf Auszahlungen nach Ablauf des Vertrags verkauft. Neben dem daraus direkt verfügbaren Geld profitiert der Versicherte weiterhin vom Versicherungsschutz, denn im Todesfalle erhalten die Hinterbliebenen die festgesetzte Todesfallsumme.

 

 

 

 

Carmen Junker   Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Berufsunfähigkeitsversicherung – gut vorbereitet ins Leben starten

Freitag, 07. Juli 2017

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Berufsunfähigkeitsversicherungen sind sinnvoll und teuer. Wer sich früh für einen Vertrag entscheidet, profitiert von niedrigen Beiträgen und einer meist günstigen Risikobeurteilung. Möglich ist auch einen Kombination der Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer fondsbasierten Altersvorsorge. Ein optimales Geschenk für künftige Schulabgänger und Studierende.“ ]

 

Schon zu Schulzeiten sinnvoll – die BU.

Langsam kommt Ferienstimmung bei allen Schülerinnen und Schülern auf, denn auch in den süddeutschen Bundesländern geht das Schuljahr dem Ende entgegen. Für einige Jugendliche beziehungsweise junge Erwachsene ist das Kapitel Schule dann für immer abgeschlossen. Für sie beginnt ein völlig neuer Lebensabschnitt, jenseits der vorgegebenen Zeit- und Stundenpläne, aber auch ohne die gewohnten Sicherheiten. Denn viele Entscheidungen müssen jetzt getroffen werden und viele dieser Entscheidungen bestimmen maßgeblich, wohin der Lebensweg in den kommenden Jahren führen wird.

 

 

„Null Bock“ war gestern

„School’s out forever“ sang einst Alice Cooper. Im vergangenen Jahr haben in Deutschland rund 453.000 Schüler die Hoch- beziehungsweise Fachhochschulreife erworben. Hinzu kommen die Schulabgänger von Haupt-, Mittel- und Realschulen sowie vielfältigen berufsvorbereitenden Schulen.

 

So breit gefächert wie die unterschiedlichen Arten der Schulabschlüsse sind auch die Wege, die sich den Abschlussjahrgängen eröffnen. Bedingt durch die Einführung des Abiturs nach zwölf Schuljahren, entscheiden sich zunehmend viele Schulabgänger für ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr im Rahmen des Bundes-Freiwilligendienstes, für einen Freiwilligendienst im Ausland oder für Work & Travel-Programme. Aber auch die klassische Lehre steht weiter hoch im Kurs, genauso wie die Entscheidung für ein Studium oder für eine Kombination von beidem.

 

In einem Punkt ist sich die „Generation Z“ trotz der Vielfalt der Lebensentwürfe einig: die „Null-Bock-Mentalität“ gehört absolut der Vergangenheit an. Vielmehr bewerten Jugendliche ihre Chancen zunehmend realistisch und haben für ihr persönliches Leben im Allgemeinen grundsolide Pläne und Visionen.

 

 

Stolz und Ängste der Elterngeneration

Schulfach Lebenskunde

Ein bestandener Schulabschluss ist immer auch ein Grund zum Feiern. Zum einen mit den Schulkameraden, zum andren aber auch in der Familie. Schließlich wurden die langen Jahre des Lernens liebevoll begleitet. In vielen Familien ist auch ein Geschenk zum Schulabschluss üblich.

 

Klassiker der Schulabschlussgeschenke sind noch immer der Führerschein oder auch das erste eigene Auto. Je nach dem, wie die konkreteren Pläne aussehen, sind auch Zuschüsse zur Reisekasse, ein neuer Computer oder Hausrat für die ersten eigenen vier Wände gerne gesehene Geschenke. Wer eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich beginnt, freut sich vielleicht auch über seriöse Outfits für den Berufsalltag. Alle diese Gaben haben gemeinsam, dass der Einstieg in die bevorstehende Lebensphase so angenehm und unproblematisch wie möglich verlaufen soll.

 

Die Elterngeneration der heutigen Schulabgänger sieht jedoch nicht nur mit Stolz auf die bisherigen Erfolge ihrer Kinder, sondern blickt genauso mit Ängsten in die Zukunft. Schließlich können junge Menschen oftmals noch nicht alle Gefahren des Lebens hundertprozentig abschätzen. Was ist, wenn nicht immer alles so läuft wie geplant. Wenn eine Krankheit oder ein Unfall den Weg ins Berufsleben blockieren. Was geschieht, wenn der gewählte Traumberuf aufgrund von körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen nicht ausgeübt werden kann?

 

 

Berufsunfähigkeitsversicherung – ein nachhaltiges Geschenk

Viele Ängste sind verständlich, oft gibt es jedoch auch brauchbare Lösungen, Befürchtungen nicht zu groß werden zu lassen. Ein außergewöhnliches, aber auch ein außergewöhnlich sinnvolles Geschenk zum Ende der Schulzeit ist daher eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

 

Früher hieß es „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Eine Weisheit, die im Zeitalter des lebenslangen Lernens recht altbacken daherkommt. Auf den Sinn einer Berufsunfähigkeitsversicherung übertragen kann der Merksatz jedoch zu Recht lauten: „Was Hänschen spart, muss Hans nicht bezahlen“. Denn wer die Berufsunfähigkeitsversicherung früh – am besten noch als Schüler oder Student – abschließt, profitiert von niedrigen Beiträgen.

 

Darüber hinaus ist der frühe Abschluss für Schüler besonders sinnvoll, wenn diese planen, einen risikoreichen Beruf zu ergreifen, denn die bei Vertragsabschluss gewählte Berufsgruppe bleibt auch nach einem tatsächlichen Wechsel in einen risikoreichere Gruppe bestehen. Wer schon als Schüler einsteigt sichert sich eine günstige Berufsgruppe; diese kann er behalten, auch wenn er danach einen Beruf mit hohem Risiko wie Dachdecker oder Gerüstbauer ergreift. Damit werden über die Jahre meist einige Zehntausend Euro eingespart.

 

Auch wenn das Geschenk einer Berufsunfähigkeitsversicherung anfangs wenig glamourös erscheint – ein früher Vertragsabschluss spart zeitlebens bares Geld und – eigentlicher Zweck dieser Versicherung – nimmt eine existenzielle Sorge von den Schultern. Denn sie  greift dann, wenn die eigene Arbeitskraft beschädigt wird.

 

 

Berufsunfähigkeitsversicherung für Studierende

Nicht warten, bis der Zug abgefahren ist.

Wer ein Studium anstrebt, muss viele neue Aufgaben und Herausforderungen bewältigen. Der Berufsbeginn liegt noch in weiterer Ferne und entsprechend entfernt erscheinen auch Überlegungen zu einem möglichen Verlust der Arbeitskraft. Doch hier kann ein Blick in die Statistiken durchaus Überzeugungsarbeit leisten, denn mittlerweile beantragt bereits jeder vierte Erwerbstätige frühzeitig eine Rente wegen einer verminderten Erwerbsfähigkeit.

 

Besonders erschreckend dabei ist, dass der Anteil der psychischen Erkrankungen überproportional zugenommen hat. Besonders das Burn-out-Syndrom betrifft immer mehr – und vor allem auch – immer jüngere Menschen.

 

Kaum ein Student will sich dieses Szenario zu Beginn seiner Ausbildung ausmalen. Fakt ist jedoch, dass der frühe Abschluss einer Versicherung sich allein schon durch die günstigen Beiträge lohnt.

 

Aber aus der Praxis können wir sagen: ein früher Abschluss lohnt sich vor allem auch, weil man dann in der Regel überhaupt noch in die Berufsunfähigkeitsversicherung aufgenommen wird. Denn die Gesundheits-Anforderungen der Versicherer sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen.

 

Schon bei kleinen Erkrankungen wird die Aufnahme schon abgelehnt: ein Besuch beim Psychologen wegen Prüfungsstress, ein Kniespiegelung oder eine austherapiertes Rückenleiden und der Versicherungsschutz ist nicht zu bekommen. In einigen Fällen gelingt die Aufnahme nur gegen einen erhöhten Beitrag. Auch das ist ärgerlich und summiert sich auf.

 

Deshalb: wer jung ist, sollte seinen guten Gesundheitszustand nutzen und in einen Vertrag einsteigen. Vielleicht erstmal mit geringer Summe. Aber der Einstieg ist wichtig.

 

 

Für die Zukunft lernen, in die Zukunft investieren

Wer heute Anfang zwanzig ist, kann später nicht mit einer gesetzlichen Rente rechnen, die den angestrebten Lebensstandard abbildet. Sich früh mit einer privaten Altersversorgung zu beschäftigen, ist daher eine wichtige wenn auch lästige Aufgabe.

 

Lerncoachs haben zu lästigen Aufgaben unterschiedliche Theorien. Am besten ist es jedoch fast immer, wenn diese Dinge zügig und mit Realitätssinn erledigt werden, denn die Zukunft beginnt in der Gegenwart.

 

Besonders geeignet ist für Studierende eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung, beispielsweise den ALfonds der Alten Leipziger, kombiniert wird. Die Fondsauswahl wird dabei mit strengen ethisch-ökologischen Fonds gestaltet.

 

Denn Hand aufs Herz, die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den kostspieligen Versicherungen. Dabei hofft jeder Versicherungsnehmer, dass der Versicherungsfall niemals eintreten möge. Sicher Gründe dafür, dass sich gerade jüngere Menschen mit einem Vertragsabschluss schwer tun. Entgegen wirken daher bei der kombinierten Absicherung zum einen, die günstigen Einstiegstarife der Berufsunfähigkeitsversicherung, zum anderen die vergleichsweise geringen Mehrkosten für die Altersrente.

 

Beispiel: Wer studiert und im Alter von 20 Jahren eine BU-Versicherung über eine monatliche Rente von 1.500 Euro abschließt, zahlt – beispielsweise bei der Alten Leipziger -monatlich rund 60 Euro an Beiträgen. Kombiniert der Versicherte eine fondgebundene Altersrente, erhöhen sich die Beiträge um etwa 20 Euro auf insgesamt rund 80 Euro im Monat. Bei Rentenbeginn ist dann eine lebenslange private Zusatzrente über 446 Euro möglich. Versicherte können sich dann aber auch für eine einmalige Auszahlung in Höhe von rund 100.000 Euro entscheiden und diese nach belieben nutzen oder erneut anlegen.

 

Studierende werden im Allgemeinen in der günstigsten Berufsgruppe (1++) eingestuft, diese Einordnung bleibt dann meist während er gesamten Laufzeit der Versicherung, idealerweise bis zum Rentenbeginn mit 67 Jahren, gleich, auch wenn das persönliche Risiko sicher faktisch erhöht. Versichert werden kann eine monatliche BU-Rente bis zu 2.000 Euro. Dabei besteht die Möglichkeit, die Versicherung noch nachträglich auszubauen und auf eine monatliche Auszahlung bis zu 2.500 Euro zu erhöhen. Dabei ist keine erneute Risikoprüfung notwendig. Darüber hinaus wird auf eine abstrakte Verweisung in alle Berufsgruppen verzichtet.

 

Wer die kombinierte Absicherung wählt hat zudem die Möglichkeit, seine Altersvorsorge jährlich bis zu 40.000 Euro aufzustocken. Eine interessante Option, denn mit dem Start im Berufsleben, muss vorerst keine neue zusätzliche Altersvorsorge ausgearbeitet werden. Gleichzeitig bleibt der Versicherte finanziell flexibel, denn eine teilweise Entnahme aus dem Vertragsguthaben ist jederzeit möglich.

 

 

Früh – früher – rechtzeitig

Glücksbringer mit hohem Berufsrisiko.

Die eigene Arbeitskraft ist ein wertvolles Vermögen, das gut geschützt und erhalten werden muss. Wer nicht studieren will, sollte sich noch früher mit dem Thema Berufsunfähigkeit auseinandersetzen, denn während den angehenden Akademikern in der Risikoeinstufung eine geringe Wahrscheinlichkeit der Berufsunfähigkeit bescheinigt wird, rutschen bereits Bürokaufleute in Risikogruppe 2, Berufe mit normalem Risiko.

 

Erzieherinnen, Industrie- und Kfz-Mechaniker mit einem erhöhten Risiko eingestuft. Richtig teuer wird die Absicherung für klassische Handwerksberufe, wie beispielsweise Maurer und Dachdecker, aber auch Pflegeberufe und Künstler. Ihnen wir eine hohes Risiko der Berufsunfähigkeit prognostiziert.

 

Entscheidend ist dabei der Status bei Vertragsbeginn. Wer also eine Ausbildung plant, ist gut beraten, sich bereits zu Schulzeiten für einen Versicherungsschutz zu entscheiden und von den günstigen Beiträgen langfristig zu profitieren. Hier sollten sich auch Eltern früh mit den Absicherungsmöglichkeiten auseinandersetzen um für und mit den Kindern eine sinnvolle Vorsorge zu treffen.

 

Ein Berufsunfähigkeitsschutz (BU-Schutz) ist dabei bereits ab zehn Jahren möglich. Bis zur zehnten Klasse werden Kinder noch in die Risikogruppe 2+ eingeordnet. Für angehende Handwerker eine ausgezeichnete Option, eine auch in der Ausbildung bezahlbare BU-Versicherung abzuschließen.

 

 

Sinnvoll auch im Hier und Jetzt

Gut gerüstete durch die Schulzeit.

An die eigene Zukunft oder die der Kinder zu denken ist sinnvoll. Sicher lassen sich nicht alle Weichen im Vorfeld stellen. Doch das Leben bietet auch bei gut guter Vorbereitung und geebneten Wegen noch genügend Überraschungen.

 

Sich früh um eine Berufsunfähigkeits-Versicherung zu kümmern ist daher nicht nur gut für den weiteren Lebensweg und spart so auf lange Sicht unnötig hohe Beiträge, die Versicherung kann auch schon in jungen Jahren von Bedeutung sein. Denn wenn ein Kind durch eine Krankheit oder einen Unfall in der Freizeit sein Leben lang erwerbsunfähig bleiben wird, kann eine private Absicherung immerhin die finanzielle Notlage lindern. Glücklicherweise ist die Wahrscheinlichkeit für so ein Unglück gering, dafür sind auch die Beiträge für diese Absicherung niedrig.

 

Viele Eltern legen bereits früh Geld für ihre Kinder an. Daher bietet sich auch hier die Kombination der Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer fondsgebundenen Altersversorgung an. Trotz des geringen finanziellen Mehraufwandes kommt – bedingt durch die lange Laufzeit – eine attraktive Summe zusammen.

 

 

Versicherungswissen sollte Schulfach werden

Prokrastination – also das fast pathologische Aufschieben von wichtigen Erledigungen – avanciert zwar zur Volkkrankheit, ist aber keine Ursache für eine verminderte Arbeitskraft.

 

Gerade bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein Aufschieben wenig sinnvoll, denn steigendes Alter und die Einstufung in eine Risikogruppe treibt die Kosten für den Versicherten in die Höhe. Darüber hinaus verläuft die von den Versicherungsgesellschaften verlangte Gesundheitsprüfung in jungen Jahren meist positiver. Also kein Grund, abzuwarten!

 

„Schulen bereiten mit vielen guten Projekten und Praktika gut auf das Berufsleben vor. Welche Versicherungen sinnvoll sind und wann diese am besten abgeschlossen werden sollten kommt jedoch in keinem Lehrplan vor“, bedauert Carmen Junker von Grünes Geld, einem erfahrenen Experten für nachhaltige Geldanlagen.

 

So lange sich das nicht ändert, sind Eltern und Berufsanfänger verstärkt gefordert, sich um diese relevanten Dinge zu kümmern. Am besten gemeinsam mit Spezialisten wie Grünes Geld. Denn hier gehen Anleger und Versicherungsnehmer stets sicher, dass ihre Anlagegelder und Versicherungsbeiträge nicht nur für sie selbst den größtmöglichen Nutzen bringen, sondern auch im Sinne einer ökologischen und sozialen Entwicklung weltweit angelegt werden.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

Private Altersvorsorge – aktiv gegen Altersarmut

Dienstag, 04. Juli 2017

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Berichte über zunehmende Altersarmut verunsichern viele Menschen. Altersvorsorge ist daher ein wichtiges Thema, das früh in der Lebensplanung eine Rolle spielen sollte – der Zinseszins ist wichtig. Vielfältige Angebote ermöglichen eine zusätzliche Versorgung neben der gesetzlichen Rente. Dabei ist der Einstieg auch schon mit geringen regelmäßigen Einlagen möglich. Besonders gut für eine positive Entwicklung der Zukunft: ökologische und ethische Geldanlagen bei der Altersvorsorge berücksichtigen. “ ]

 

 

 

Die Lebenserwartung steigt.

„Nicht das Alter ist das Problem, sondern unsere Einstellung dazu.“ Das wusste schon der römische Philosoph und Staatsmann Cicero. Und die Einstellungen zum Alter sind sehr unterschiedlich. Denn genauso, wie es die viel beschworene „Jugend von heute“ nicht gibt und die Biographien der Menschen zwischen zwanzig und Mitte sechzig auf unterschiedlichsten Wegen verlaufen, so sind auch die Lebenssituationen in der Gruppe der älteren Bevölkerung sehr verschieden.

 

Wie die Lebenssituation im Alter konkret aussieht, ist nicht nur von strukturellen gesellschaftlichen Bedingungen bedingt, sondern hängt auch stark von der jeweiligen Vorgeschichte jedes Einzelnen ab. Sicher stellen der Eintritt in den Ruhestand und der Abschied aus dem Erwerbsleben einen tiefen Einschnitt in die persönliche Lebensgeschichte dar. Aufgrund individueller körperlicher und psychischer Veränderungsprozesse steigt die Wahrscheinlichkeit, stärker auf medizinische und – besonders im fortschreitenden Alter – auf pflegerische Hilfe angewiesen zu sein.

 

 

Aktiv und mobil bleiben

Dennoch ziehen sich viele grundsätzliche Einstellungen durch das gesamte Leben. Wer in jungen Jahren sportlich aktiv war, wird sicher versuchen, diese Aktivität auch im Alter umzusetzen.

 

Wichtig ist es dann jedoch, sich auch mit einer – möglicherweise – eingeschränkteren körperlichen Fitness abfinden zu können und das zu genießen, was noch umgesetzt werden kann. Wer sein Leben zufrieden geführt hat, wird aller Voraussicht nach seine generelle Lebensfreude behalten und wer viel Wert auf soziale Kontakte innerhalb und außerhalb der Familie gelegt hat, wird im Ruhestand diese Beziehungen weiterpflegen.

 

Der Verlust der Selbstständigkeit im Alter stellt allerdings für viele Menschen ein Schreckensszenario dar. Denn eine eingeschränkte Mobilität beispielsweise, kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Allerdings hat sich gerade in diesem Bereich in den vergangenen Jahren viel getan. Barrierefrei Innenausbauten ermöglichen bis ins hohe Alter ein selbstständiges Leben im gewohnten Umfeld. Darüber hinaus hat sich der Markt an Hilfsmitteln – vom einfachen Gehstock bis hin zum E-Scooter – weiter entwickelt und bietet für nahezu jede Lebenssituation eine passende Lösung.

 

 

Rentenreform begegnet der demographischen Veränderung

Auch im Herbst des Lebens reiche Ernte einfahren.

Kein Wunder, denn die Lebenserwartung steigt seit Jahren stetig an. Gleichzeitig hat sich allerdings auch die demografische Verteilung in unserer Gesellschaft verändert. Die klassische Alterspyramide mit einer breiten Basis junger Menschen hat sich zur demographischen Zwiebel bzw. Urne gewandelt. Verantwortlich dafür zum einen die ständig sinkende Geburtenrate und zum anderen der höhere Anteil Älterer sowie die generell gestiegene Lebenserwartung die damit auch ein erhöhtes durchschnittliches Alter mit sich bringt.

 

Gerade die abnehmende Zahl der erwerbstätigen – und damit auch die Anzahl der rentenbeitragspflichtigen – Personen, wirkt sich auf die zukünftige Rente aus. Prognosen zufolge wird die Anzahl der erwerbstätigen Personen bis zum Jahr 2040 um etwa 15 bis 30 Prozent  abnehmen.

 

Diese Veränderungen haben bereits vor Jahren zu einer umfangreichen Reform des gesetzlichen Rentenversicherungssystems  geführt. Mit der Veränderung der Rentenformel sollte die gesetzliche Alterssicherung gegenüber der veränderten demographischen Entwicklung abgesichert werden. Die Veränderung im Rentensystem hat allerdings auch zu einer starken Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung geführt.

 

Private Vorsorge soll gesetzliche Rente ergänzen

Die klassische gesetzliche Rentenversicherung (GRV) war bis dahin integraler Bestandteil der deutschen Sozialstaatlichkeit. Sie umfasste neben der Altersrente auch Leistungen bei verminderter Erwerbsunfähigkeit und die Versorgung der Hinterbliebenen im Todesfalle. Mit einem Anteil von rund 80 Prozent der Gesamteinahmen stellte sie den Löwenanteil der Alterssicherung dar. Ergänzt wurde die GRV allerdings auch schon vor der Rentenreform um die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung und unterschiedliche private Vorsorgemöglichkeiten.

 

Mit der Reform der gesetzlichen Rentenversicherung wurden Beitragszahler stärker in die Pflicht genommen, selbstständig für ihren Lebensabend vorzusorgen. Diese private Altersvorsorge ist freiwillig, wird jedoch von Seiten des Staates finanziell gefördert.

 

Die aus der Rentenreform Anfang des neuen Jahrtausends resultierende Riester-Rente wird mittlerweile von vielen Experten aus den unterschiedlichsten Lagern als wenig geeignet gesehen, die reduzierte GRV ausreichend zu ergänzen. Eine Ergänzung der GRV ist allerdings dringend angeraten, wenn Arbeitnehmer nach der Erwerbsphase an das bisherige Einkommens-Niveau anknüpfen wollen.

 

 

Schreckgespenst Altersarmut

Altersarmut ist kein vollkommen neues Phänomen. Das Thema erfährt jedoch aktuell eine enorme Aufmerksamkeit. Das liegt vor allem daran, dass in früheren Zeiten die Altersarmut fast ausschließlich in sozialen Randgruppen vorkam. Betroffen waren in erste Linie Menschen mit einer sehr kurzen und lückenhaften Erwerbsbiographie.

 

Im Alter aktiv und abgesichert am Leben teilnehmen.

Der Mehrheit der älteren, nicht mehr erwerbstätigen Menschen in Deutschland geht es aktuell finanziell nicht schlecht. Die sogenannten „Best Ager“ werden jedoch in den kommenden Jahren von einer neuen Rentner-Generation abgelöst werden. Diese haben durch Minijobs, Erwerbstätigkeit im Niedriglohnsegment sowie Zeiten der Erwerbslosigkeit nicht ausreichende Rentenpunkte gesammelt – geschweige denn private Altersvorsorge betrieben.

 

Einer aktuellen Studie der Wirtschaftsforschungsinstitute DIW und ZEW zufolge, wird bis zum Jahr 2036 jeder fünfte Neurentner von Altersarmut bedroht sein. Das bedeutet, dass rund 20 Prozent der heutigen End-Vierziger weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben wird und damit armutsgefährdet ist. Bereits die Generation der „Babyboomer“ der geburtenstarken Jahrgänge, die in fünf Jahren das Rentenalter erreicht haben werden, sind von dieser Entwicklung bedroht. Damit ist Altersarmut in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

 

Dabei sehen die Forscher der Studie nicht nur ein strukturelles Problem. Viel würden aktuell die Risikogruppen kaum durch sinnvolle Vorschläge gegen die drohende Gefahr angesprochen werden. Den Schlüssel für eine ausreichende Alterssicherung sehen Experten in erster Linie in sozialversicherungspflichtigen und existenzsichernden Arbeitsverhältnissen.

 

 

Herausforderung Alterssicherung meistern

Auch wer mit beiden Beinen fest im Erwerbsleben steht, ist heute mehr denn je gefordert, den möglichen Gefahren ins Auge zu sehen und Vorsorge für das Alter zu treffen. Je früher, desto besser!

 

Denn eine frühe aktive Haltung zum Thema Altersvorsorge kann nicht nur Versorgungslücken frühzeitig erkennen und diesen begegnen. Sie helfen auch, diffuse Ängste und Befürchtungen zu vermeiden. Obgleich Umfragen ergeben haben, dass mehr als 60 Prozent der aktuell Berufstätigen daran zweifeln, im Alter ausreichend versorgt zu sein, stecken auch mehr als die Hälfte den Kopf in den Sand und sehen keinen Sinn in einer privaten Vorsorge.

 

Grund für diese Vogel-Strauß-Mentalität ist zum einen das unübersichtliche Angebot an privaten Altersvorsorgeprodukten sowie eine für Laien teilweise schwer zu durchdringende Förderungsregeln. Zum anderen ist die Bedeutung der privaten Vorsorge noch nicht in den Köpfen angekommen. Zu fest sitzt die alte Gesinnung, dass sich der Staat schon kümmern werde.

 

Hier sind gerade junge Erwerbstätige gefordert, die alten Denkmuster zu durchbrechen. Schließlich haben sie noch ausreichend Zeit, eine solide und sinnvolle Altersvorsorge aktiv zu betreiben. Neben den erworbenen gesetzlichen Rentenansprüchen und einer betrieblichen Altersvorsorge, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten für eine private Altersvorsorge.

 

 

Standort bestimmen und persönlichen Weg finden

So wie die Entscheidung für einen Beruf eine individuelle Entscheidung darstellt und eine angemessene Phase der Planung und Überlegung erfordert, muss auch der Ruhestand gut geplant werden – auch wenn diese Zeit noch unendlich weit entfernt zu liegen scheint. Deshalb ist es sinnvoll, sich ausführlich beraten zu lassen, um eine passende Lösung zu finden.

 

Für immer mehr Menschen ist es darüber hinaus nicht nur wichtig, wie viel am Ende ausgezahlt wird, sondern ebenso, wo und wie ihr Geld während der langen Ansparphase für die spätere Altersvorsorge, eingesetzt wird. Wer sich hier für ökologische und ethische Geldanlagen entscheidet, investiert nicht nur in die eigene Zukunft, sondern genauso in eine intakte Natur und in eine gerechtere Welt.

 

Eine nachhaltige Altersvorsorge ist kein Produkt von der Stange. Deshalb ist es sinnvoll, frühzeitig mit einem erfahrenen Experten, wie Grünes Geld, die passende Lösung zu finden. Als unabhängiger Finanzberater und Spezialist für ökologische und ethische Geldanlagen ist Grünes Geld in der Lage, umfassend über sinnvolle Fördermöglichkeiten und steuerliche Aspekte der geplanten Altersvorsorge zu beraten. Dabei behält Grünes Geld stets im Blick, dass die Rendite der nachhaltigen Altersvorsorge für den Anleger ein relevantes Kriterium ist. Hier hat sich in der Praxis gezeigt, dass grüne Geldanlagen durchaus mit den Erträgen der konventionellen Angebote mithalten können.

 

 

Früher Vogel statt Vogel-Strauß – Ideen zur Altersvorsorge

Der frühe Vogel fängt de Wurm.

Ein altes Sprichwort besagt „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Wer mit dem Kopf jedoch im Sand steckt, hat keine Chance an den schmackhaften Wurm zu kommen. Daher lautet die Devise, ein geringes Renten-Niveau und zunehmende Altersarmut sind erste Themen, die mehr zu Eigeninitiative und Aktivität auffordern, als zu Schockstarre.

 

 

Eine gute Anlagemöglichkeit bieten Investmentfonds, denn die abgestimmte Auswahl unterschiedlicher Wertpapiere bietet Sicherheit und interessante Erträge zwischen sechs und acht Prozent. Darüber hinaus können Fonds für die Altersvorsorge zum Beginn der Rente mit niedrigeren Abgaben versteuert werden.

 

Eine weitere interessante Lösung für die Altersvorsorge ist die Grüne Privatrente, die als private Rentenversicherung bereits ab 50 Euro im Monat bedient werden kann. Während der Ansparphase von mindestens 12 Jahren profitieren Anleger von einem guten Zinseszins-Effekt. In dieser Zeit bleiben außerdem sämtliche Gewinne steuerfrei, bei der regelmäßigen Rentenauszahlung wird die geringere Ertragsanteilsbesteuerung angewendet, wer sich für eine komplette oder teilweise Auszahlung der Rente entscheidet spart durch das sogenannte Halbeinkünfte-Verfahren. Die mit 25 Prozent recht hohe Abgeltungssteuer kommt bei der Grünen Privatrente nicht zum Zug.

 

 

Planung und Beratung sind Trumpf

Wer sich früh für eine private Altersvorsorge entscheidet, hat eine lange Einzahlungsphase vor sich. Entsprechend ist es möglich, mit geringen Beiträgen anzufangen. Generell hat sich die Faustregel bewährt, rund zehn Prozent des Einkommens in die private Altersversorgung zu investieren. Wer selbstständig arbeitet, sollte mindestens das Doppelte einkalkulieren.

 

Wie das konkret aussehen kann, welche nachhaltigen Geldanlagen zu Ihnen passen und welche Art der Anlage für ihre persönliche Lebenssituation und ihre Vorstellungen von der Zukunft am besten geeignet sind, ermittelt Grünes Geld mit Ihnen zusammen. Gemeinsam finden wir Ihren Weg, um Vermögen für Ihre Altersvorsorge aufzubauen.

 

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Private Rentenversicherung Test

Freitag, 21. April 2017

 

[schema type=“review“ description=“ZUSAMMENFASSUNG: Während Riester-Renten oder Rürup-Renten in der öffentlichen Wahrnehmung sehr präsent sind, wissen viele kaum etwas über die private Rentenversicherung. Besonders die fondsgebundene Privatrente ist flexibel und erbringt nach Steuern häufig die besten Ergebnisse. Wir stellen Ihnen die Möglichkeiten der privaten Rentenversicherung vor.“ ]

 

 

Wofür braucht man eigentlich eine private Rentenversicherung?

Kennen Sie Menschen, die in den 90er Jahren in den Ruhestand gegangen sind? Fragen Sie diese doch einfach einmal, was eine private Rentenversicherung ist. Oder wie sie privat für den Lebensabend vorgesorgt hätten. In den meisten Fällen werden Sie die Antwort erhalten, dass man das doch nicht machen brauchte – der Staat hätte die Vorsorge fürs Alter schon übernommen.

 

Für die Beamten gilt das sogar direkt; der Staat zahlt die Beamtenpensionen einfach aus dem laufenden Staatshaushalt. Bis heute werden dafür keine Rückstellungen gebildet, so wie das zum Beispiel ein privates Unternehmen tun müsste, wenn es Betriebsrenten zusagt.

 

Für Arbeiter und Angestellte galt damals, dass die gesetzliche Rentenversicherung für die Altersabsicherung sorgte. Und zwar in einer Höhe, die ein menschenwürdiges Leben ermöglicht.

 

Dabei ist die gesetzliche Rente ein sogenanntes Umlageverfahren. Das bedeutet, dass die Einzahlungen in die Rentenkasse – geleistet durch Arbeitnehmer und Angestellte – direkt auf die Rentenbezieher umgelegt, also ausgezahlt werden. Es werden nur kleine Reserven gebildet, die für die Überbrückung von 1 oder 2 Monaten vorhalten. Grundsätzlich werden die Einnahmen aber gleich wieder ausgezahlt.

 

Das System funktioniert auch sehr gut, wenn ausreichend Einzahler im Verhältnis zu Rentenbezieher vorhanden sind. Noch 1962 wurde ein Rentner von 6 Beitragszahlern finanziert. Heute sind es nur noch 2,1 Beitragszahler, die einen Rentner finanzieren.

 

Die Folge: das Geld aus den staatlichen Systemen für die Rente reicht nicht.

 

Hier kommt die private Rentenversicherung zum Zuge. Bei ihr kann Geld eingezahlt werden, aus dem später eine monatliche Rente oder eine Kapitalabfindung gezahlt wird.

 

Zwei Vorteile ergeben sich grundsätzlich für eine private Rentenversicherung:

 

1.) Die Rentenzahlung geht bis ans Lebensende: auch wer sehr alt wird, braucht sich keine Sorgen machen.

2.) Der Staat fördert die privaten Rentenversicherungen durch den kompletten Verzicht auf eine Besteuerung in der Ansparphase und durch eine sehr niedrige Besteuerung in der Rentenphase.

 

Man kann mit einer privaten Rentenversicherung also Kapital aufbauen, welches Renditen erzielt und dann für eine lebenslange Rente (oder eine Kapitalauszahlung) genutzt wird. Meist ist es empfehlenswert innerhalb der privaten Rentenversicherung auf die fondsgebundenen Lösungen zu setzen, so dass man langfristig interessante Renditen erzielen kann.

 

Übrigens: Bei der hier vorgestellten privaten Rentenversicherung handelt es sich nicht um eine Riester-Rente oder eine Rürup-Rente. Während die private Rentenversicherung für praktisch jeden in Frage kommt, lohnen sich Riester-Rente oder Rürup-Rente nur in einigen Spezialfällen. Sprechen Sie uns gerne dazu an (—> Kontaktformular).

 

Welche weiteren Einsatzzwecke gibt es noch für private Rentenversicherungen?

Neben der wichtigsten Eigenschaft der privaten Rentenversicherung als Absicherungslösung für den Lebensstandard im Alter kann ein privater Rentenversicherungsvertrag auch für eine Reihe anderer Absichten genutzt werden.

 

1.) Nutzung als Kapitalanlage

 

Man kann die private Rentenversicherung auch nutzen, um einmalig Kapital anzulegen und dieses nach einer (meist längeren) Zeit wieder auszuzahlen. Die Kosten dafür sind im normalen Rahmen; Vorteile sind die meist höhere Rendite als bei Bankeinlagen wie Sparbrief, Festgeld oder Tagesgeldkonto. Die Flexibilität ist ebenfalls hoch; in aller Regel kann man binnen eines Monats über sein Geld verfügen. In der Ansparphase ist die steuerliche Situation interessant (keine Steuern), in der Auszahlphase sind die Kapitalauszahlung  (Halbeinkünfteverfahren) bzw. die monatliche Rentenzahlung (Ertragsanteilsbesteuerung) bei Beachtung der 12/62 Regel recht günstig. Die 12/62 Regel besagt, dass der Vertrag mindestens 12 Jahre Laufzeit hatte und man bei Auszahlung mindestens 62 ist. Ansonsten gilt die Abgeltungssteuer.

 

Berechungsbeispiel:

 

Anlage von 20.000 Euro, Anlage in Fonds mit 6% p.a. Wertentwicklung, Anlagedauer 20 Jahre  
Ergebnis private Rentenversicherung
[unter Berücksichtigung aller Versicherungskosten; keine Steuern berücksichtigt; Tarif Helvetia Select]

57.168 Euro Guthaben

Ergebnis Wertpapierdepot
[unter Berücksichtigung Ausgabeaufschlag i.H.v. fünf Prozent einmalig; Depotgebühren lt. FFB Stand 22.2.17; Servicegebühr von 0,65 Prozent des Depotvolumens jährlich; keine Steuern berücksichtigt]

52.305 Euro Guthaben

(Alle Angaben ohne Gewähr und nur exemplarisch zu verstehen.)

 

 

Nicht berücksichtigt sind dabei die Steuern, die eine Anlage in einem Wertpapierdepot benachteiligen. Denn im Wertpapierdepot gilt die kontinuierliche Besteuerung mit Abgeltungssteuer, während bei der privaten Rentenversicherung 20 Jahre lang keine Steuern entrichtet werden müssen. Bei Kapitalauszahlung gilt beim Wertpapierdepot  erneut die Abgeltungssteuer (25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer) und bei der privaten Rentenversicherung, falls der Vertrag 12 Jahre Laufzeit hatte und die Auszahlung nach dem 62. Lebensjahr beginnt, das in jedem Fall günstigere Halbeinkünfteverfahren.

 

2.) Nutzung zur Vererbung mit warmer Hand

 

Wer über ein größeres Vermögen verfügt und dieses Vererben möchte, kommt schnell mit der Erbschaftssteuer in Berührung. Je nach Verwandtschaftsgrad gilt dort nur ein Freibetrag von 20.000 Euro. Was darüber ist, unterliegt der Erbschaftssteuer (alles Wichtige zum Thema Erben hier).

 

Gerne wird deshalb schon zu Lebzeiten eine Schenkung angestrebt, d.h. man verschenkt sein Vermögen statt es zu vererben. Dabei gelten grundsätzlich die gleichen Bedingungen wie bei der Erbschaft. Allerdings: 10 Jahre nach einer Schenkung kann eine neue Schenkung erfolgen, bei der die alte Schenkung nicht mehr angerechnet wird. Man kann also alle 10 Jahre seinen Erbschaftssteuer-Freibetrag ausnutzen.

 

Einziger Nachteil: das vererbte Geld ist tatsächlich vererbt und man kann es nicht mehr nutzen bzw. darüber bestimmen. Hier bieten manche Tarife einer privaten Rentenversicherung eine sehr elegante Lösung.

 

Als Vertragspartner (Expertenbegriff: Versicherungsnehmer) werden sowohl die Vererbende (z.B. Tante), als auch der Erbe (z.B. Neffe) eingetragen. Das Gute dabei: man kann das Verhältnis frei wählen, also zum Beispiel 99% des Vertrages gehören dem Erben, 1% bleibt aber bei der Vererbenden.

 

In der Konsequenz sind 99% des Kapitals verschenkt und zählen für den Schenkungsfreibetrag. Trotzdem kann der Beschenkte nicht frei über das Geld verfügen, da für jede Auszahlung aus dem Vertrag die Unterschriften aller Versicherungsnehmer benötigt werden.

 

Welche Formen von privaten Rentenversicherungen gibt es?

Man kann grundsätzlich die klassischen privaten Rentenversicherungen und die fondsgebundenen privaten Rentenversicherungen unterscheiden. Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren Abwandlungen davon entwickelt wie Indexpolicen oder klassische Varianten mit niedrigeren Garantien.

 

Klassische private Rentenversicherung

 

Sie ähnelt sehr der seit vielen Jahrzehnten in Deutschland gebräuchlichen Kapitallebensversicherung, bietet aber neben der Variante “Kapitalauszahlung” auch die Möglichkeit, eine lebenslange Rente zu beziehen (Leibrente).

 

Das Geld wird dabei dem Versicherungsunternehmen übergeben (Einmaleinzahlung oder monatliche Ansparung). Dieses legt das Geld nach bestimmten, sehr konservativen Regeln an. Damit konnten früher Anlageergebnisse von rund 4 bis 5 Prozent jährlich erzielt werden.

 

In der heutigen Niedrigzinswelt sind die Renditen viel niedriger geworden; häufig erreichen die Gesellschaften aktuell eine Gesamtverzinsung von 2 bis 3 Prozent.

 

Die Besonderheit: Bei Vertragsabschluss garantiert die Versicherung eine Mindestverzinsung in jedem einzelnen Jahr während der Laufzeit des Vertrages. Diese Mindestverzinsung gilt, und das ist über solche Zeiträume einmalig, häufig über mehrere Jahrzehnte. Bei einer dreißigjährigen Frau mit Rentendauer zum Beispiel bis 85 Jahre, wäre das ein Zeitraum von immerhin 55 Jahren.

 

Aktuell ist der Garantiezins bei 0,9 Prozent auf den sogenannten Sparanteil, also auf die Einzahlung minus der Kosten.  Da die Versicherer regelmäßig höhere Renditen bei der Kapitalanlage erzielen, erreicht der Anleger meist derzeit um die 3 Prozent Verzinsung.

 

Fondsgebundene private Rentenversicherung

 

Im Gegensatz zur klassischen privaten Rentenversicherung wird das Geld des Sparers bei der fondsgebundenen Rentenversicherung nicht vom Versicherungsunternehmen selbst verwaltet, sondern in Investmentfonds angelegt.

 

Der Sparer kann diese Fonds aus einer vom Versicherungsunternehmen vorgegebenen Auswahl selbst auswählen. In früheren Tarifen konnte er oft nur einen Fonds auswählen und nur einmal pro Jahr kostenlos tauschen. Bei modernen Tarifen können eine Vielzahl von Fonds gleichzeitig gewählt werden und auch der Tausch der Fonds ist mehrmals pro Jahr kostenlos möglich.

 

Besonderes High-Light: Der Tausch der Fonds ist nicht nur kostenlos, sondern auch steuerlich unrelevant. Während also beim Fondstausch im normalen Wertpapierdepot neben Wechselgebühren auch Steuern anfallen, kann der Anleger in einer privaten Rentenversicherung bedenkenlos tauschen und seine Anlagestrategie umsetzen.

 

Insgesamt gilt also, dass der Anleger bei der fondsgebundenen privaten Rentenversicherung die erzielte Rendite durch die Auswahl von Fonds positiv beeinflussen kann. Über längere Zeiträume kann er zum Beispiel eine Zusammenstellung mit hohem Aktienanteil wählen und damit langfristig 5 bis 7 Prozent Rendite erzielen. Klicken Sie hier um die historischen Renditen des deutschen Leitindex DAX der letzten 50 Jahre anzusehen.

 

 

Welche anderen Möglichkeiten der Absicherung gegen Altersarmut gibt es?

Die private Rentenversicherung ist aufgrund Ihrer Einfachheit, Flexibilität und der steuerlichen Vorteile für die meisten Anleger eine gute Wahl. Trotzdem gibt es noch weitere sinnvolle Möglichkeiten, die sich von der privaten Rentenversicherung unterscheiden:

 

a.) Riester-Rente: meist nur bei vielen Kindern oder sehr hohen Einkommen interessant.

b.) Rürup-Rente: meist nur für Selbstständige ohne große sonstige steuerlichen ansetzbaren Vorsorgemaßnahmen interessant.

c.) 4%-Regel: Mehr Risiko und Eigenverantwortung, dafür höhere monatliche Zahlungen

 

Weiterhin gibt es unzählige Sachinvestments wie Immobilien, Wälder, Rohstoffe / Edelmetalle oder Bankeinlagen und vieles Weitere. Sie alle erfordern jedoch meist viel Wissen beim Anleger oder bieten zu wenig Rendite. Sie  sind nur bedingt für die zuverlässige, rentierliche Altersabsicherung geeignet.

 

 

 

 

 

Welche Optionen gibt es bei privaten Rentenversicherungen?

Private Rentenversicherungen haben sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte mächtig weiterentwickelt. Es gab einen Bedingungswettbewerb der zu kostenlosen Fondswechseln genauso geführt hat wie zu flexiblen Rentenbeginnzeiten, (Teil-) Auszahlungen oder ähnlichem. Hier die wichtigsten und gängigsten Optionen bei privaten Rentenversicherungen:

 

a.) Flexibler Rentenbeginn: man braucht entweder gleich gar keinen fixen Rentenbeginn angeben oder der Rentenbeginn kann nachträglich verschoben werden.

b.) Rentengarantiezeit: Beginnt die Rente und man verstirbt schon nach kurzer Zeit, wäre das ärgerlich. Man kann jedoch Rentengarantiezeiten vereinbaren, z.B. von 10 Jahren. In dem Fall würde der Versicherer, auch wenn man vorher verstirbt, mindestens 10 Jahre die Rente auszahlen (an die Hinterbliebenen / Erben).

c.) Pflegeoption: Wenn man pflegebedürftig wird, entstehen häufig höhere Kosten. Mit der Pflegeoption würde sich die Rente im Pflegefall erhöhen.

d.) Cost-Average-Option: Bei Einmaleinzahlungen wird das Geld zunächst schwankungsarm angelegt und dann Schritt-für-Schritt, z.B. monatlich, in die eigentlich geplanten Fonds getauscht (bei fondsgebundenen privaten Rentenversicherungen)

e.) Auszahlplan: In der Rentenphase kann man sich eine Leibrente auszahlen lassen (lebenslang, eher niedrig). Manche Anbieter bieten jedoch auch einen Auszahlplan an, d.h. dass monatlich ein konstanter Betrag ausgezahlt und damit das Vertragskapital aufgezehrt wird. Wenn jedoch die Geldanlage mehr Rendite bringt als per Auszahlplan entnommen wird, erhält man eine lebenslange monatliche Auszahlung, die meist höher als bei der Leibrente ist.

f.) Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung: Wer berufsunfähig wird hat möglicherweise geringere Einkommen bzw. höhere Ausgaben. Um zu vermeiden, dass dann keine Beiträge in die Altersabsicherung fließen, kann man diese Beiträge vom Versicherer einzahlen lassen, sollte man berufsunfähig werden.

g.) Zuwachsprogramm: Wissen Sie noch, wie viel ein Bällchen Eis in Ihrer Kindheit kostete? Wissen Sie, was es heute kostet? Das ist die ganz normale Geldentwertung. Deshalb sollte man bei monatlichen Einzahlungen auch einen jährlichen Inflationsausgleich wählen und zum Beispiel die Beiträge um 3% jährlich steigen lassen. Das heißt im Fachjargon Zuwachsprogramm oder Dynamische Beitragserhöhung.

h.) Anlagen-Wechsel: Besonders bei fondsgebundenen Tarifen ist es wichtig, dass man zwischen den einzelnen Fonds tauschen kann. Möglichst häufig gratis pro Jahr wäre hier gut. Einige Gesellschaften bieten auch den einmaligen oder den mehrmaligen Wechsel zwischen selbst ausgewählten Fonds und dem klassischen Deckungskapital der Gesellschaft an.

 

Private Rentenversicherungen im Test

Aus unserem Beratungsalltag wissen wir, dass man als Anleger am liebsten “die beste Versicherung” zu den “niedrigsten Beiträgen” haben möchte.

 

An dieser Stelle, speziell unter Beachtung der zahlreichen Optionen, ist klar, dass es nicht “die beste Lösung” gibt. Die Lösungen müssen individuell passend sein und erfordern eine individuelle Analyse der Anforderungen.

 

Neben den oben genannten Optionen, von denen jede Gesellschaft andere bietet, sind noch weitere Punkte bei der Entscheidung mit einzubeziehen, wie zum Beispiel:

 

1.) Solvabilität der Gesellschaft, also wie finanzstark ist sie und kann sie Krisen gut überstehen?

2.) Welche Fonds stehen zur Auswahl, also sind z.B. gute ethisch-ökologische Fonds verfügbar?

3.) Können intelligente Auszahlungslösungen höhere Renten erzielen?

 

Ein gutes Beispiel zu Punkt 3.) liefert das Angebot von Helvetia. Der Anbieter Helvetia Deutschland ist die Tochter des seit über 150 Jahren tätigen schweizerischen Versicherungskonzerns Helvetia. Die formelle Finanzkraft der Helvetia Deutschland ist dabei unterdurchschnittlich – im Falle des Falles würde aber die Mutter aus der Schweiz zur Seite treten und in Krisen die Gesellschaft stabilisieren. Auch die garantierten Rentenleistungen bei Helvetia sind nur Durchschnitt; wer aber die Lösung Payplan kennt, weiß, dass mit einer Kombination aus Auszahlplan und Leibrente ab 85 eine intelligente Lösung zur Verfügung steht, die sowohl für Erben im Todesfall als auch für den Rentenbezieher höhere Zahlungen verspricht.

 

Wenn Sie sich also für eine private Rente interessieren, melden Sie sich und lassen Sie uns darüber reden. Dann kann das individuell für Sie passende Angebot erstellt werden.

 

 

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Für Christen geeignet: „Globale Aktien – Katholische Werte“

Donnerstag, 17. November 2016

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Wer seine Werte und Vorstellungen in der Geldanlage umsetzen möchte und gläubiger Christ ist, hat mit dem Fonds Globale Aktien – Katholische Werte eine neue und interessante Alternative gefunden. Es ist nach Kenntnissen des Fondsmanagements der einzige Fonds, der streng nach der Orientierungshilfe für Finanzverantwortliche katholischer Einrichtungen in Deutschland die Gelder verwaltet.“ ]

Kurz-Umfrage – ist dieses Thema interessant für Sie?

Was sind katholische Werte in der Geldanlage?

 

Die Werte der katholischen Kirche decken sich in weiten Teilen mit den Werten des generellen, nachhaltigen Investitions-Gedankens. In vielen Punkten ist die katholische Kirche sogar kompromissbereiter, z.B. bei der Akzeptanz von Umsatzanteilen unerwünschter Sparten in Konzernen. Gilt zum Beispiel für Atomenergie bei strengen Nachhaltigkeitsfonds die Nullprozentgrenze beim Umsatz eines Unternehmens, lässt die katholische Kirche hier auch 15 Prozent Anteil der Atomenergie am Umsatz einer Aktiengesellschaft noch zu.

 

Besonderen Wert legt sie aber auch Punkte wie der Vermeidung von Stammzellenforschung, Schwangerschaftsabruch oder bei Verhütungsmitteln, die so in anderen Nachhaltigkeitsansätzen kaum zu finden sind.

 

Die evangelische Kirche ist dabei näher am allgemeinen Nachhaltigkeitsgedanken für Investments. Sie setzt eher Schwerpunkt auf Themen wie Treibhausgasminderung, gilt aber bei zum Beispiel bei Verhütungsmitteln als liberaler (Leitfaden der EKD).

 

Konkret schließen die katholischen Nachhaltigkeitskriterien folgenden Themengebiete aus:

 

  1. Alkohol
  2. Glücksspiel
  3. Tabak
  4. Rüstung
  5. Atomenergie
  6. Genforschung
  7. Schwangerschaftsabbruch
  8. Stammzellenforschung
  9. Verhütungsmittel und
  10. Erwachsenenunterhaltung

 

 

Wie werden die katholischen Werte in Deutschland definiert?

Broschüre von ZdK und Deutscher Bischofskonferenz

Broschüre von ZdK und Deutscher Bischofskonferenz (Auf Bild klicken zum Download)

 

 

Es gibt keine verbindliche Maßgabe, wie zum Beispiel katholische Einrichtungen oder einzelne Gläubige ihr Geld anlegen sollten oder dürfen. Es wurde jedoch im Jahr 2015 eine sogenannte „Orientierungshilfe für Finanzverantwortliche katholischer Einrichtungen in Deutschland“ mit dem Titel „Ethisch-nachhaltig investieren“ veröffentlicht. Herausgeber sind das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Das Vorwort wurde unterzeichnet von Reinhard Kardinal Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und von Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

 

Dieses Heft mit 44 Seiten ist die verlässliche Basis für katholische Werte in der Geldanlage.

 

Der oben erwähnte Investmentfonds „Globale Aktien – katholische Werte“ der Commerzbank investiert nur in Unternehmen, die diesen Maßstäben genügen. Dazu wird der weltweite Aktienindex MSCI World mit ca. 1.600 Einzeltiteln aus 23 Ländern verwendet. Ein ESG-Team von MSCI wählt dann streng nach den vorgegebenen, katholischen Maßstäben daraus die möglichen Zielaktien aus. Aktuell sind das ca. 750 Einzeltitel, aus denen dann das aktive Fondsmanagement die rund 200 Titel des Fonds auswählt.

 

Das Angebot: Der Globale Aktien – katholische Werte Fonds

 

Entsprechend des oben genannten Prozesses ergibt sich damit ein weltweit investierende Aktienfonds, der bei den finanziellen Kriterien einen Schwerpunkt auf risikoarme Einzeltitel mit hoher Dividendenrendite setzt.

 

Ziel ist eine Wertentwicklung, die ähnlich der des weltweiten Indizes MSCI World ist. Seit der Auflage im September 2015 ist das gut gelungen. Auch ein Vergleich mit anderen weltweiten Nachhaltigkeits-Aktienfonds wie dem LIGA-Pax-Cattolico, dem Steyler Fair und Nachhaltig Aktien R oder dem ÖkoWorld Ökovision Classic C zeigt eine gute Leistung. Aber Vorsicht: die Aussagekraft kurzfristiger Wertentwicklungen von nur gut 1 Jahr lässt bei Aktienfonds keine Rückschlüsse zu. Dazu ist der Anlagehorizont wesentlich zu kurz.

 

Darüber hinaus wurde das „Europäische Transparenzlogo für nachhaltige Publikumsfonds“ verliehen. Das Europäische Transparenzlogo für Nachhaltigkeitsfonds kennzeichnet, dass das Fondsmanagement sich verpflichtet, korrekt, angemessen und rechtzeitig Informationen zur Verfügung zu stellen, um Interessierten, insbesondere Kunden, die Möglichkeit zu geben, die Ansätze und Methoden der nachhaltigen Geldanlage des jeweiligen Fonds nachzuvollziehen. Ausführliche Informationen über den Europäischen Transparenz Kodex finden Sie unter www.eurosif.org.  Informationen über die Nachhaltige Anlagepolitik und ihre Umsetzung durch des Management des Fonds Commerzbank Globale Aktien – Katholische Werte finden Sie unter: http://www.am.commerzbank.com. Der Transparenz Kodex wird gemanagt von Eurosif, einer unabhängigen Organisation.

 

Beim FNG-Siegel wurde dem Fonds 1 Stern verliehen. Das FNG-Siegel bietet Verbrauchern, institutionellen Anlegern und Vertriebsorganisationen erstmals einen nachvollziehbaren Standard für Fonds, die eine konsequente und stringente Nachhaltigkeitsstrategie verfolgen.

 

Wie wird daraus eine katholische Geldanlage?

 

Für die wenigsten Anleger wird eine reine Aktienstrategie empfehlenswert sein. Zu groß sind die Kursschwankungen; zu lange die dann empfohlenen Anlagedauern von 10 und mehr Jahren. Wir nehmen in unseren speziellen katholischen Musterdepots mit dem Terrassisi Rentenfonds einen von der Missionszentrale der Franziskaner initiierten Fonds mit auf. Abhängig von der Verteilung zwischen dem Terrassisi Rentenfonds und dem Globale Aktien – Katholische Werte kann man damit 3 katholische Musterdepots erhalten.

 

 

Musterdepot katholisch Sicherheit (30% Aktienanteil, 70% Rentenanteil):

Entwicklung Musterdepot katholisch Sicherheit seit Auflage des Globale Aktien - Katholische Werte Fonds (Grafik: Grünes Geld GmbH, keine Gewähr, BVI-Methode): 3,50%

Entwicklung Musterdepot katholisch Sicherheit seit Auflage des Globale Aktien – Katholische Werte Fonds (Grafik: Grünes Geld GmbH, keine Gewähr, BVI-Methode): 3,50%

 

Musterdepot katholisch Balance (50% Aktienanteil, 50% Rentenanteil):

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Entwicklung Musterdepot katholisch Balance seit Auflage des Globale Aktien – Katholische Werte Fonds (Grafik: Grünes Geld GmbH, keine Gewähr, BVI-Methode): 5,44%

 

 

Musterdepot katholisch Wachstum (70% Aktienanteil, 30% Rentenanteil):

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Entwicklung Musterdepot katholisch Wachstum seit Auflage des Globale Aktien – Katholische Werte Fonds (Grafik: Grünes Geld GmbH, keine Gewähr, BVI-Methode). 7,38%

 

 

 

Zum Kontaktformular

 

 

Kurz-Umfrage – ist dieses Thema interessant für Sie?

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Lieber jetzt als später – Berufsunfähigkeitsversicherung

Dienstag, 08. November 2016

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Wer sich bereits in jungen Jahren für einen BU-Schutz entscheidet, zahlt meist günstige Beiträge. Wichtig für alle, die noch keine BU haben: Im kommenden Jahr werden Neuverträge durch den sinkenden Garantiezins teurer werden.“ ]

 

 

Die Zeit drängt - jetzt noch eine BU-Versicherung abzuschließen lohnt sich.

Jetzt noch eine BU-Versicherung abzuschließen lohnt sich.

Sie ist eine der teuren Versicherungen und zugleich eine der wichtigsten: die Berufsunfähigkeitsversicherung, kurz BU. Wer die hohen Beiträge scheut, den kann es teuer zu stehen kommen. Seit sich der Staat faktisch aus der Absicherung im BU-Fall im Jahre 2001 herausgezogen hat, ist etwa im Falle einer frühen Verrentung – etwa aufgrund körperlicher oder psychischer Beschwerden – nur mit einer geringen Rentenzahlungen zu rechnen. Ohne einen entsprechenden Versicherungsschutz, eigenes Vermögen oder einen finanzstarken Ehepartner ist es dann nur ein kleiner Schritt in die staatliche Grundsicherung.

 

 

Der kleine Unterschied

Die Berufsunfähigkeitsversicherung soll die finanzielle Lücke zwischen den Einkünften und dem tatsächlichen monatlichen Bedarf schließen, die sich nach einem unerwartet frühen Ende der Erwerbstätigkeit nahezu zwangsläufig ergibt. Dabei sollten Beiträge zur Altersvorsorge beim monatlichen Bedarf nicht vergessen werden, denn die Laufzeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung endet meist mit dem Rentenbeginn. Die BU-Versicherung kann als Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) zu einer Lebensversicherung oder als selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden.

 

Fällig wird die Versicherung, wenn der Versicherungsnehmer voraussichtlich dauerhaft nicht mehr in seinem bislang ausgeübten Beruf arbeiten kann. Neben der BU wird auch teilweise noch die Erwerbsunfähigkeitsversicherung angeboten. Diese tritt erst dann ein, wenn der Versicherte auch keiner anderen Erwerbsarbeit mehr nachgehen kann. Diese Versicherung wird günstiger angeboten als die umfassendere BU-Versicherung.

 

 

Auch Versicherungen sind wählerisch

Verbraucherschützer raten regelmäßig, bei der Wahl einer Versicherungsgesellschaft wählerisch zu sein. Das ist sicher richtig, denn die Konditionen unterscheiden sich stark voneinander, teilweise kommt es bei vergleichbaren Leistungen zu Preisunterschieden von 100 Prozent!

 

Im Falle der Berufsunfähigkeitsversicherung ist allerdings auch die Versicherungsgesellschaft wählerisch. Gute Chancen auf einen Vertrag mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis haben junge und gesunde Menschen, die einen Beruf ausüben, der nur geringe Risiken für die körperliche und geistige Gesundheit birgt.

 

Teilweise belastend - auch Ausbildung und Studium fordern schon Höchstleistungen.

Teilweise belastend – auch Ausbildung und Studium fordern schon Höchstleistungen.

Entsprechend prüfen die Berufsunfähigkeitsanbieter sehr genau ihre Antragsteller. Hier ist eine ausführliche Gesundheitsprüfung Pflicht. Dabei geht es nicht nur um körperliche Einschränkungen. Auch die psychische Vorgeschichte wird beleuchtet. Ein wichtiger Punkt, denn das Burn-out-Syndrom hat sich zur Volkskrankheit entwickelt, die auch vor Auszubildenden und Studierenden nicht Halt macht. Im Gegenteil, die psychosozialen Beratungsstellen der Hochschulen verzeichnen einen rasanten Anstieg an Ratsuchenden mit typischen Symptomen eines Burn-outs.

 

Wer sich dann – sinnvollerweise – in Behandlung begibt, hat bei einem späteren Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung schlechte Karten. Das gleiche gilt auch für den verbreiteten Hörsturz. Denn während körperliche Gebrechen im Rahmen der Gesundheitsprüfung im Allgemeinen nur für die vergangenen fünf Jahre abgefragt werden, müssen psychische Vorerkrankungen meist für die letzten zehn Jahre angegeben werden. Je nach Versicherung müssen die Versicherungsbewerber mit hohen Beiträgen rechnen, schlimmstenfalls wird der Antrag komplett abgelehnt. Dabei ergibt sich der besondere Nachteil, dass ein bereits abgelehnter BU-Antrag auch den Abschluss bei einer anderen Gesellschaft erschwert und meist auch verteuert.

 

Um erst gar nicht in diese Schwierigkeit zu geraten, ist es gerade bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung geboten, sich im Vorfeld von unabhängigen Experten beraten zu lassen und auf keinen Fall die Versicherung selbst oder einen entsprechenden Versicherungsvertreter direkt zu kontaktieren.

 

Unabhängige Berater können bei den in Frage kommenden Versicherungsgesellschaften eine sogenannte Risikovoranfrage stellen und so zuverlässig ermitteln, wer zu welchen Konditionen eine Police anbietet. Teilweise bieten Versicherungsgesellschaften auch vereinfachte Gesundheitsprüfungen an, beispielsweise bei erfolgreichem Hochschulabschluss oder dem Berufseinstieg nach einer abgeschlossenen Ausbildung. So haben auch Kunden mit möglichen Vorerkrankungen gute Chancen, einen fairen und bezahlbaren BU-Schutz zu erhalten.

 

 

Was du heute kannst besorgen …

Viele Sprichwörter sind überholte Binsenweisheiten und sollten besser ignoriert werden. Im Falle der Berufsunfähigkeitsversicherung stimmt jedoch der alte Spruch „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“. Zwei gewichtige Argumente: Je jünger der Versicherungsnehmer, desto geringer sind im Allgemeinen die Beiträge zur BU-Versicherung. Darüber hinaus sind – statistisch gesehen – weniger Vorerkrankungen zu erwarten, die den Abschluss einer BU-Versicherung erschweren könnten.

 

Das zweite wichtige Argument für den raschen Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist der fallende Garantiezins: Ab dem kommenden Jahr sinkt der gesetzlich vorgeschriebene Garantiezins von aktuell 1,25 Prozent auf ein neues Rekordtief von 0,9 Prozent. Der Garantiezins bezeichnet den Zinssatz, mit dem die Sparanteile der Versicherungsbeiträge mindestens verzinst werden müssen. Daher werden im kommenden Jahr die Beiträge vieler Versicherungen teurer werden, auch der Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung.

 

Je nach Alter und Laufzeit werden die Beiträge der Neuverträge um rund fünf Prozent höher ausfallen als jetzt. Besonders ungünstig für junge Versicherungsnehmer: Je länger die Laufzeit des BU-Vertrages, desto stärker steigen auch die Beiträge, denn die Versicherungsgesellschaften müssen entsprechende finanzielle Reserven aufbauen und diese entsprechend verzinsen. Sinkt der Garantiezins, wie es nun seit einigen Jahren kontinuierlich der Fall ist, müssen die Versicherer ihre Reserven aufstocken. Dies geschieht durch steigende Beiträge. Wer sich noch in diesem Jahr für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidet, kann sich den bisherigen höheren Garantiezins weiterhin sichern. Wichtig: Durch die Gesundheitsprüfung nimmt der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung Zeit in Anspruch – daher sollte jetzt, nur noch acht Wochen vor Jahresende, nicht gezögert werden.

 

 

Gut gesichert für die Zukunft

Ist die eigene Arbeitskraft finanziell gut abgesichert, lässt es sich positiv in die Zukunft schauen. Doch es gibt auch Einflüsse auf unsere Zukunft, gegen die es keine Versicherung gibt: Zerstörung der Umwelt, Klimawandel, soziale Missstände. Daher ist es sinnvoll, auch bei der Wahl der Versicherung auf ökologische und soziale Kriterien zu achten. So dienen Versicherungsbeiträge nicht nur der persönlichen Absicherung, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Umwelt.

 

Für wichtige finanzielle Entscheidungen sind zuverlässige Berater unerlässlich. Bei Grünes Geld profitieren Kunden von der langjährigen Erfahrung und Kompetenz der Experten für nachhaltige Geldanlagen.

 

 

 

 

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Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Wussten Sie schon? Mit nur 10€ können Sie sich für die nächsten 50 Jahre einen höheren Garantiezins sichern (bis 31.12.16)

Freitag, 07. Oktober 2016

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Die Bundesregierung hat beschlossen den Garantiezins zum 31.12.2016 abzusenken. Dadurch werden viele Absicherungsprodukte, insbesondere im Bereich der Altersabsicherung, teurer. Sich vor dem 31.12.16 beraten zu lassen kann mehrere Zehntausend Euro sparen.“ ]

 

Die demografische Entwicklung und die kontinuierlich sinkenden Zinsen sind für die Sparer in Deutschland eine teuflische Mischung. Denn seit Jahren kennen die Veränderungen an den bei den Deutschen sehr beliebten Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen nur Verschlechterungen.

 

Nachdenken und Nachrechnen lohnt sich: wer bis 31.12.16 handelt vermeidet höhere Kosten.

Nachdenken und Nachrechnen lohnt sich: wer bis 31.12.16 handelt, kann höhere Kosten vermeiden.

Beispiele für die kontinuierliche Verschlechterungen gefällig? Bis 31.12.2004 waren die Auszahlungen aus Lebens- oder Rentenversicherungen komplett steuerfrei. Ab 2005 leider nicht mehr, ein Nachteil von häufig 20.000 bis 30.000 Euro zum Ende der Laufzeit eines Vertrages. Der Garantiezins, also der Zinssatz, mit dem die eingezahlten Beiträge nach Abzug der Kosten mindestens verzinst werden, wird von der Bundesregierung praktisch vorgeschrieben und fällt, und fällt und fällt. Zum 1.1.2007 sank er von 2,75 auf 2,25 Prozent. Zum 1.1.2012 dann auf 1,75 Prozent, zum 1.1.2015 auf 1,25 Prozent. Und nun, zum 1.1.2017, wird der Garantiezins auf nur 0,9 Prozent gesenkt.

 

Das ist bitter für alle nach dem 1.1.2017 abgeschlossenen Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungsverträge (und einige andere Versicherungstarife).

 

Deshalb hat ein regelrechter Run auf Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen eingesetzt, denn viele Mandanten möchten sich noch den hohen Zins sichern.

 

Garantiezins: Vorsicht bei späteren Erhöhungen der Einzahlungen

 

Doch Achtung: Bei den meisten Gesellschaften ist der Garantiezins für heute festgeschriebene Beiträge zwar für alle Zukunft garantiert, aber spätere Erhöhungen der monatlichen Beiträge, zum Beispiel weil man mehr zur Seite legen möchte, werden nur mit dem späteren (wohlmöglich niedrigeren) Zins berechnet. Das gleiche gilt für spätere Zuzahlungen, auch für diese gilt fast immer der spätere, wohlmöglich ungünstigere, Garantiezins.

 

Wie kann ich mir für alle Eventualitäten den Garantiezins sichern?

 

An dieser Stelle ist uns eine Gesellschaft positiv aufgefallen, die auch für alle zukünftigen Erhöhungen des Beitrags – zum Beispiel weil man mehr verdient und dann mehr sparen kann – den bis 31.12.2016 angebotenen hohen Zins garantiert. Und das für alle Zeiten: oft 50 Jahre oder mehr (ein heute 30jähriger mit einer Lebenserwartung von rund 90 Jahren hat sich 60 Jahre Garantiezins gesichert). Allerdings sind diese Erhöhungen und Nachversicherungen in der Höhe begrenzt, man sollte also die genauen Tarifdetails prüfen.

 

Die 2. Besonderheit bei diesen Tarifen: Die Besparung ist schon ab ausgesprochen niedrigen 10 Euro im Monat möglich. Wer also im Moment (zum Beispiel wegen eines Studiums) noch keine großen Summen sparen kann, der kann sich durch Abschluss eines solchen Vertrages die günstigen Konditionen warm halten. In diesem Fall ist einen Erhöhung auf 100 Euro monatlichem Beitrag immer möglich; ansonsten gelten die einschränkenden Bedingungen für Erhöhungen des Beitrags und für Nachversicherungen.

 

Vergleichen lohnt sich: Bis zu 15% und mehr Beitragsvorteil in der Altersvorsorge

 

Garantiezins-Retter: bis zu 15% Beiträge einsparen

 

Das in der Darstellung gezeigte Beispiel demonstriert die Vorteile des Garantiezins-Retters anhand eines üblichen Verlaufs: Modellhafte Darstellung für den Tarif R1, Eintrittsalter 30 Jahre, Endalter 67 Jahre, Versicherungsbeginn vor dem 31.12.2016, Startbeitrag 100 EUR mtl., Beitragsrückgewähr, Kapitalrückgewähr. Die mögliche Beitragsersparnis durch den Garantiezins-Retter entspricht dem Beitragsvorteil für die gleiche garantierte Leistung des aktuellen Tarifs gegenüber einer Tarifsimulation mit dem aktuellen Tarif bei gleicher Gesamtverzinsung und niedrigerem Garantiezins von 0,90 % p.a.

 

Wieso profitiere ich auch in der Berufsunfähigkeitsversicherung von einem Abschluss vor dem 31.12.2016?

 

Dass der Garantiezins in der Altersvorsorge, auch bei den beliebten fondsgebundenen Policen, eine wichtige Rolle spielt, leuchtet ein. Er ist die Berechnungsgrundlage für sämtliche garantierte Zusagen, wie zum Beispiel bei der Rentenhöhe pro für die Rente verfügbaren Euro,  für die Beitragsgarantien, Ablaufgarantien und ähnlichem.

 

Weniger klar ist der Zusammenhang bei den Berufsunfähigkeits-Verträgen. Die von Verbraucherschützern  als unentbehrlich empfohlene Absicherung muss im Notfall den Ausfall der Arbeitskraft kompensieren, also nicht selten 500.000 Euro oder mehr an den Versicherten auszahlen.

 

Der Hintergrund: Für den Leistungsfall der Berufsunfähigkeitsversicherung bilden Versicherer bilanzielle Reserven und verzinsen diese mit dem Garantiezins. Um die Leistungen erbringen zu können, müssen bei einer Senkung des Garantiezins folglich die Reserven erhöht werden. Diese Erhöhung der Reserven kann nur über steigende Beitragseinnahmen finanziert werden.

 

Wie hoch fällt die Beitragserhöhung nach dem 31.12.2016 aus?

 

Wieviel die Absenkung des Garantiezinses von derzeit 1,25 % auf nur noch 0,9 % im nächsten Jahr ausmacht, kommt immer auf den individuellen Fall an. Wir haben hier typische Berechnungen der Gesellschaft LV1871 aufgeführt, die einen Vorteil in der Größenordnung zwischen 7,7 Prozent und 14,7 Prozent ergeben:

 

Bis zu 15 Prozent Vorteil durch Abschluss dieses Jahr

 

 

Wie kann ich mir den grünen Garantiezins für 50 Jahre sichern?

 

Natürlich konzentrieren wir uns ausschließlich auf Rentenverträge mit ethisch-ökologischen Auswahlkriterien. Aber auch hier gelten die gesetzlichen Rahmenbedingungen, also die Absenkung des Garantiezinses. Übrigens ist das auch für fondsgebundene Verträge wichtig, denn bei der Verrentung oder bei Optionen wie der Beitragsgarantie zählt der Garantiezins.

 

 

Was ist zu tun?

 

–> Lassen Sie sich ein unverbindliches Angebot von uns erstellen. Das geht schon ab Monatsbeiträgen von 10 Euro.

 

–> Reichen Sie den Antrag rechtzeitig vor Ablauf des Jahres ein, denn die Alt-Konditionen gelten nur bei bis 31.12.2016 angenommenen Verträgen.

 

 

 

Unverbindliches Angebot anfordern

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wie Sie sich Ihre Altersvorsorge ohne Riester und trotz Nullzins aufbauen

Freitag, 20. Mai 2016

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Wer auf staatliche Zuschüsse verzichtet kann in kostengünstigere Geldanlagen einsteigen. Damit erhält er mehr Rente und vererbt sogar noch Kapital. “ ]

 

Die Sachlage ist klar: immer mehr Rentner müssen von immer weniger Arbeitnehmern getragen werden. Die Folge: eine gesetzliche Rente, die für einen auskömmlichen Lebensabend sorgen könnte, wird es nicht mehr geben. Obwohl ein heute 30jähriger sein ganzes Leben lang arbeitet, wird er aus der Rentenkasse nur noch eine Art Grundsicherung erhalten, zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig. Wer aber statt Wasser und Brot lieber Pasta, Salat und Fruchtsäfte genießen möchte, muss zusätzlich etwas tun.

 

Für die immer mehr werdenden Selbstständigen stellt sich die Frage ohnehin. Diese haben zwar meist das Glück, nicht in die gesetzlichen Rentensysteme gezwungen zu werden, müssen dafür aber entsprechend selbst vorsorgen.

 

 

Wer blickt noch durch beim Förder-Dschungel?

Auch der Staat hat das erkannt und viele Wege geschaffen, wie man privat zusätzliches Kapital zur Seite legen kann und dafür staatliche Förderungen erhalten kann. Die Anzahl ist kaum noch zu überschauen: Riester-Versicherung, Riester-Bausparvertrag, Riester-Banksparplan, Riester-Fondssparplan, Rürup, Pensionskasse, Direktversicherung, Pensionszusage, vermögenswirksame Leistungen, usw.

 

Richtig analysiert und angewendet, kann mit den staatlichen Wegen tatsächlich ein finanziell interessantes Ergebnis erzielt werden. Doch mit Einschränkungen und Restriktionen sind die staatlichen Förderungen immer verbunden, kompliziert und unverständlich sind die Regelungen darüber hinaus, und so mancher Durchführungsweg stellt sich als Irrweg heraus. Nicht erst Hort Seehofer erkannte zum Beispiel: „Die Riester-Rente ist gescheitert.“ (Merkur, 9. April 2016)

 

Doch es geht auch ohne die Fallstricke, Restriktionen und Nullzinsen der staatlich geförderten Produkte. Mit recht einfachen Mitteln kann man sich eine Altersvorsorge selbst aufbauen, die sicher und flexibel ist. In den meisten Fällen kommt dabei auch das beste finanzielle Ergebnis heraus.

 

 

 

Phase 1: Die Ansparphase

Frage 1: Wieviel soll ich sparen?

 

Der lange Weg zum Ruhestand: Nachdenken zahlt sich aus.

Die klassische Anwort auf die Frage, wieviel soll ich monatlich zur Seite legen, ist kompliziert und unscharf: man überlegt, wieviel zusätzliche Rente braucht man, und rechnet dann zurück, wieviel man monatlich sparen muss. Ich habe diese Übung in der Praxis schon ausreichend durchgeführt – und viele Enttäuschungen erlebt. Denn wer kann seriös abschätzen, wieviel Zusatzbedarf in der Zukunft besteht? Wer kann abschätzen, wie sich sein Einkommen in den nächsten 20, 30 oder 40 Jahren verändern wird? Welche Erbschaften stehen an, welche Krankheiten, Ausbildungen etc. müssen finanziert werden? Welche Inflationsrate gilt für die nächsten 20 Jahre?

 

 

Deshalb hier ein pragmatischer Ansatz:

 

 

Für Arbeitnehmer: Schauen Sie sich Ihr Netto-Gehalt an. Davon nehmen Sie 10 Prozent für die Altersvorsorge her. Warum? Das ist lediglich ein Zehntel des Geldes, das sie monatlich zur Verfügung haben. Von 10 Euro also nur 1 Euro. Das muss jeder leisten können. Jetzt kommt Teil 2: Von jeder zukünftigen Lohn-Erhöhung nehmen Sie 50% zur Erhöhung Ihrer Beiträge für die Altersvorsorge. Die anderen 50% behalten Sie für die schönen Dinge des Lebens.

 

 

Für Selbstständige: Die für Arbeitnehmer geltenden 10% des Netto-Gehaltes sind zu wenig – schließlich fehlen bei Ihnen ja die gesetzliche Rente bzw. sonstige gesetzlich vorgeschriebene Rentensysteme. Der normale Arbeitnehmer zahlt 18,7 Prozent – gerundet 20 Prozent seines Brutto-Lohnes. Damit lässt sich eine Grundabsicherung erreichen. Wenn Sie jedoch ein bisschen mehr im Alter haben wollen, dann satteln Sie hier noch etwas obendrauf. Dann sind wir bei 30% Ihres Unternehmerlohns (also tatsächliche Lohn-Zahlungen plus Ihren Unternehmensgewinn). Auch hier gilt: von Lohnerhöhungen oder höherem Gewinn zahlen Sie 50% in die Rente ein, die anderen 50% bleiben Ihnen selbst.

 

 

Frage 2: Wie soll ich ansparen?

 

 

Ich habe Ihnen in der Überschrift versprochen, dass ich Ihnen ein Weg anbieten kann, der die Nullzinsen umgeht. Denn von den Null-Zinsen sind die allermeisten der aktuellen und üblichen, staatlich geförderten Ansparformen betroffen. Selbst fondgebunden Varianten, zum Beispiel bei Riester-Verträgen, leiden unter den Null-Zinsen. Denn der Gesetzgeber verlangt eine Garantie für die eingezahlten Beiträge – in der Folge muss ein Teil der Beiträge in den sogenannten Deckungsstock des Versicherers gehen, der aber nur noch mit aktuell 0,9 % Verzinsung angesetzt wird. Entsprechend gehen auch in fondsgebundenen Riester-Verträgen oftmals 70 oder 80 Prozent der Gelder in den Deckungsstock.

 

 

Um die Nullzinsen zu umgehen sollten Sie deshalb in den Sachwert Aktien investieren. Aktien sind Anteile an Unternehmen – diese profitieren von den Nullzinsen sogar, denn die Konjunktur wird durch niedrige Zinsen angekurbelt.

 

 

Sie glauben Aktien seien risikoreich? Kurzfristig haben Sie damit völlig recht. Doch je länger Ihr Anlagehorizont ist, umso kalkulierbarer werden Aktien. Und dank Investmentfonds können auch Laien in Aktien investieren, denn ein Fondsmanager kümmert sich dann um den Kauf- und Verkauf von Einzeltiteln.

 

 

In der folgenden Grafik sehen Sie den Zusammenhang: wer 30 Jahre in einen Aktienfonds anspart, wird immer sehr zufrieden sein:

Fondssparplan: Bei 30 Jahren Spardauer super sicher. Bei kürzeren Anlagedauern sollten Rentenfonds hinzugenommen werden (Grafik: BVI)

Fondssparplan: Bei 30 Jahren Spardauer super sicher. Bei kürzeren Anlagedauern sollten Rentenfonds hinzugenommen werden (Grafik: BVI)

 

 

Man kann am Diagramm aber auch erkennen: Bei einer 10jährigen Anspardauer kann in Extremfällen wie der Finanzkrise 2008 die Rendite negativ werden. Deshalb empfehlen wir bei Zeiträumen von 20 und weniger Jahren die Beimischung von festverzinslichen Wertpapieren. Je kürzer die Anlagedauer, desto niedriger sollte der Aktienanteil sein.

 

 

Die Ansparung sollte also in eine Auswahl von Investmentfonds erfolgen. Damit lassen sich Renditen deutlich oberhalb der Bank-Zinsen mit einer hohen Sicherheit erzielen, wenn man die empfohlenen Spardauern einhält. Hier mein Vorschlag:

 

 

Anspardauer bis 5 Jahre: Monatssparen Sicherheit (hier klicken)

Anspardauer von 5 bis 9 Jahren: Monatssparen Balance (hier klicken)

Anspardauer ab 10 Jahre: Monatssparen Wachstum (hier klicken)

 

Extra Tipp: Steuern sparen durch Fondspolice

 

Wer in einen Fondssparplan anspart, wird mit einer hohen Sicherheit eine gute Rendite, langfristig zwischen 6 und 8 Prozent, erzielen. Doch eine Tatsache trübt die Freude – die Besteuerung der Gewinne. Für alle Ausschüttungen aus den Fonds und bei allen Umschichtungen zwischen Fonds greift nämlich der Fiskus zu. Die Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer summieren sich auf gewaltige 28 Prozent, die von den Gewinnen einbehalten werden. Dieses Geld fehlt besonders für den Zinseszins-Effekt, denn dieses Geld ist verloren und kann nicht mehr für Sie arbeiten.

 

 

Deshalb mein Tipp: sparen Sie bei der Altersvorsorge nicht in einem Wertpapierdepot an. Sparen Sie bei der Altersvorsorge in eine sogenannte Fondspolice an. Dabei wird Ihr Geld ebenfalls wieder in Fonds angelegt, diese unterliegen aber keiner ständigen Besteuerung. Erst wenn Sie sich zum Rentenbeginn Ihr Kapital auszahlen lassen, wird die Steuer erhoben. Und dann nur nach dem Halbeinkünfteverfahren (bei Verträgen mit mind. 12 Jahren Laufzeit und Mindestalter 62 Jahre).

 

Gleiche Rendite der Geldanlage, aber weniger Steuern: Vorteil der Fondspolice (Berechnungen: Helvetia)

Gleiche Rendite der Geldanlage, aber weniger Steuern: Vorteil der Fondspolice (Berechnungen: Helvetia, Basis 30 Jahre Anspardauer, 30-Jähriger, 250 Euro monatlicher Sparbetrag)

 

 

Wichtig: In unserem Fall nutzen Sie keine Rentenzahlung, sondern lassen sich das Kapital zu Rentenbeginn auszahlen.

Für mehr Informationen zur Fondspolice, klicken Sie hier.

 

Phase 2: Die Rentenphase

Sie haben sich also in den vergangen Jahren ein hübsches Sümmchen zusammen gespart. Bleiben wir bei den Zahlen aus dem obigen Beispiel, wären das 183.000 Euro (Halbeinkünfteverfahren).

Sie könnten sich damit eine lebenslange Rente einer Versicherung auszahlen lassen. Im obigen Beispiel einer Fondspolice würde dann keine Steuer zum Ende der Ansparphase anfallen, es würden also 206.010 Euro für die Rente zur Verfügung stehen. Daraus errechnet beispielsweise die Helvetia eine lebenslange Rente von rund 600 Euro (Stand 2016). Nachteil: Wenn Sie versterben, ist das Kapital verbraucht – Hinterbliebene erhalten dann nichts mehr (es gibt einige kostenpflichte Optionen, um das zu vermeiden; im Normalfall ist das Geld aber komplett oder zum größten Teil verbraucht).

Es gibt aber eine andere Lösung, die das Kapital nicht verzehrt und für Ihre Hinterbliebenen erhält. Die sogenannte 4% Regel.

Was besagt die 4% Regel?

Wer sein Geld zu 60% in Aktien, zu 40% in Rentenpapiere anlegt, kann jährlich 4% des Kapitals entnehmen, ohne dass sich das Kapital aufzehren würde. Okay – im Gegensatz zur lebenslangen Rente einer Lebensversicherung kann ich mir also nicht nur regelmäßig eine Rente auszahlen lassen, sondern ich kann auch jederzeit über meine Gesamtsumme verfügen? Und wenn ich versterbe, bleibt das Geld für meine Hinterbliebenen, zum Beispiel meinem Ehepartner, erhalten? Die verblüffende Antwort darauf ist: ja.

 

Die 4% Regel ist von vielen berechnet und überprüft worden. Trotzdem habe ich selbst auch nochmal eine Überprüfung vorgenommen – und zwar erstmals mit nachhaltigen Renten- und Aktienfonds. Ich habe dabei gleich mit einem kräftig negativen Jahr begonnen und habe die Weltfinanz-Krise von 2008, in der erstmalig sowohl die Renten- als auch die Aktienmärkte kräftig verloren, mit einbezogen.

 

Hier das Ergebnis in Tabellenform:

4Prozent-Regel-funktioniert-praechtig

Die 4%-Regel funktioniert auch in schwierigen Phasen (Berechnung: Grünes Geld, die Entnahme im Jahr 2002 ist erhöht durch der Ausgabeaufschlag der Fonds).

 

Interessant ist auch die Entwicklung des Kapitals über die Jahre:

 

 

Klar erkennbar: trotz extremer Bedingungen bleibt das Kapital erhalten (Berechnung: Grünes Geld GmbH)

Gut erkennbar: trotz extremer Bedingungen und jährlichen Auszahlungen i.H.v. 4% bleibt das Kapital erhalten (Berechnung: Grünes Geld GmbH, ohne Gewähr, Vergangenheitsbetrachtungen lassen keine Rückschlüsse auf zukünftige Entwicklungen zu)

 

Fazit:

Wer es geschickt anstellt, kann ohne staatliche Restriktionen sicher und lukrativ eine Altersvorsorge aufbauen. Im Gegensatz zu den gesetzlich geförderten lebenslangen Renten bleibt dann das Kapital auch noch für die Hinterbliebenen erhalten. Der Ansatz: in einer Fondspolice monatlich 10% des Netto-Einkommens (bei Selbstständigen: 25% des Einkommens) ansparen. Zu Rentenbeginn die Kapitaloption wählen und nach der 4%-Regel das Geld anlegen.

 

 

Mehr-zum-Rentenplan-ohne-Staat

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2016: Teil 3 Lebens- und Rentenversicherungen

Donnerstag, 14. Januar 2016

 

 

In den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2016 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun:  2012, 2013, 2014 und 2015.

 

lebensversicherung-rentenversicherungTeil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 3 – Sichere Geldanlage in Lebens- und Rentenversicherungen

Wer sein Kapital in Lebensversicherung oder Rentenversicherungen anspart, hat in den letzten Jahren die allgemeine Zinsentwicklung auch zu spüren bekommen. Sicherlich unterschiedlich stark – wer in eine fondsgebundene Rentenversicherung einzahlt muss mit weniger Einbußen rechnen als mit einer klassischen Lebensversicherung, aber auch ihn trifft die Absenkung der Zinsen.

 

Die Absenkung des allgemeinen Zinsniveaus hat als Folge eine Absenkung der erzielbaren Renditen mit Staatsanleihen und festverzinslichen Wertpapieren – das wirkt sich direkt auf den sogenannten Deckungsstock der Lebens- und Rentenversicherungen aus, der hauptsächlich daraus besteht. Mit dem Deckungsstock garantiert die Versicherungsgesellschaft zum einen eine Mindestverzinsung, zum anderen erzielt sie meist Überschüsse und kann so das Kapital des Anlegers mit 3 bis 4 Prozent jährlich verzinsen.

 

Wo wird der Deckungsstock eingesetzt? Folgende Tabelle soll das verdeutlichen.

 

Art der Lebens- / Rentenversicherung

Einsatz des Deckungsstockes

Klassische Lebens- / Rentenversicherung – in der Ansparphase: Anlage des Kundengeldes
– in der Rentenphase: zur Auszahlung der lebenslangen Rente
Fondsgebunden Lebens- / Rentenversicherung mit Auszahlung einer lebenslangen Rente – in der Ansparphase: kein Einsatz, außer bei Zusatzoptionen wie der Beitragsgarantie
– in der Rentenphase: zur Auszahlung der lebenslangen Rente
Fondsgebunden Lebens- / Rentenversicherung mit Auszahlung einer konstanten Geldsumme (keine Langlebigkeitsabsicherung) – in der Ansparphase: kein Einsatz, außer bei Zusatzoptionen wie der Beitragsgarantie
– in der Rentenphase: kein Einsatz

 

 

 

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Klassische Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

lebensversicherung-garantiezins

Augen auf: Rentenversicherungen sind meist besser als ihr Ruf

Wie oben dargelegt, ist die klassische Rentenversicherung oder Lebensversicherung am stärksten von Änderungen der Renditen des Deckungsstockes betroffen, denn das Kapital des Anlegers ist sowohl in der Anspar-, als auch in der Rentenphase dort angelegt.

 

Durch die zum 1.1.2015 erfolgte Absenkung des maximalen Zinssatzes, den die Versicherungen Ihren Kunden garantieren dürfen, hat diese Anlageform in den Augen vieler an Attraktivität verloren. Bei nüchterner Betrachtung stellt man allerdings fest, dass sich die Differenz zwischen dem Bankzinssatz und der Garantieverzinsung praktisch nicht verändert hat. Während früher bei einem Zinsniveau von 3 bis 3,5 Prozent ein Garantiezinssatz von 4,5 Prozent geboten wurde, wird heute bei Zinsen von praktisch 0 Prozent ein Garantiezinssatz von 1,25 Prozent angesetzt. Die Differenz bleibt praktisch gleich.

 

Teilweise wurde im Jahresverlauf 2015 schon die komplette Abschaffung des Garantiezinssatzes für Lebens- und Rentenversicherungen diskutiert. Diese Diskussion ist jedoch beendet worden, es besteht weiterhin der Garantiezinssatz von 1,25 Prozent.

 

Sollte das Zinsniveau durch die Europäische Zentralbank EZB jedoch weiterhin so niedrig gehalten werden, könnte eine erneute Absenkung, vielleicht auf 1,0 oder gar 0,75 Prozent, zum 1.1.2017 ins Haus stehen.

 

 

Fondsgebundene Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

Wie oben beschrieben erfolgt die Anlage der Kundengelder bei fondsgebundenen Renten- oder Lebensversicherungen nicht in dem vom Kapitalmarktzins abhängigen Deckungsstock der Versicherer, sondern in vom Kunden wählbaren Investmentfonds. Das können Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds oder verschiedenste Themenfonds sein.

 

Der Kunde ist damit normalerweise vom gesunkenen Zinsniveau nur in der Rentenphase abhängig. Kunden, die ältere Verträge mit höheren Garantiezinsen besitzen, können sich auf diese Zinssätze verlassen. Allerdings: ohne das Niedrigzinsumfeld hätten diese Kunden von deutlich höheren Überschüssen profitiert, während sich nach aktuellem Stand die Auszahlungen näher am Garantiezins befinden.

 

 

Fazit: Allen Unkenrufen zum Trotz haben Renten- und Lebensversicherungen weiterhin Ihre Daseinsberechtigung. Fondsgebundene Versicherungen erzielen die Renditen unabhängig vom Zinsniveau und auch klassische Lebensversicherungen konnten den Abstand zu den allgemeinen Zinsen praktisch konstant halten. Und schließlich locken die steuerfreie Ansparphase, die steuergünstige Auszahlphase und kostenlose Fonds-Tausch-Möglichkeiten nach wie vor. Und die Sicherheit deutscher Lebensversicherungen kann weiterhin als sehr hoch eingestuft werden.

 

 

 

Nachhaltige Rentenversicherung

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2016: Teil 2 Anleihen und Anleihefonds

Mittwoch, 13. Januar 2016

 

In den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2016 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun:  2012, 2013, 2014 und 2015.

 

Anleihen oder Anleihefonds

Bieten Sicherheit: Anleihen

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

 

Teil 2 – Sichere Geldanlage in Anleihen und Anleihefonds

Mit Anleihen ist das so eine Sache: Sie haben viele Namen und sind prinzipiell eine gut kalkulierbare Sache. Trotzdem können Verluste auftreten und die Beurteilung ist im Detail ist gar nicht so einfach wie man denkt.

 

Anleihen, englisch auch „Bonds“ genannt oder in Deutschland auf „Rentenpapiere“ oder „festverzinsliche Papiere“ sind aus Anlegersicht Kredite an Unternehmen oder Staaten. Meist mit fester Laufzeit und fester Verzinsung. So wird die Bundesrepublik Deutschland am 13. Januar 2016 eine 10jährige Bundesanleihe herausgeben, die dem Anleger 0,5 Prozent Zinsen jährlich auszahlt (sogenannter Kupon). Wer diese Bundesanleihe 10 Jahre hält, erhält jährlich, erstmalilg zum 17.2.2017, seine Zinsen und am Ende der Laufzeit sein Geld zurück. Details zu dieser Anleihe finden Sie hier.

 

Während diesen 10 Jahren lässt sich die Anleihe jedoch an den Börsen verkaufen. Theoretisch immer zu 100%, wer also 10.000 Euro angelegt hat, würde auch 10.000 Euro wieder erhalten. Aber in der Praxis schwankt der tatsächliche Verkaufswert täglich, denn die Käufer beobachten die aktuelle Situation. So könnte zum einen sein, dass man befürchtet, die Anleihe würde am Ende der Laufzeit nicht zurück gezahlt werden. Das war in den letzten Jahren häufiger bei griechischen Staatsanleihen der Fall. Die Folge: der Kurs der Anleihe notierte nicht bei 100%, sondern viel niedriger.

 

Zum anderen ist das Zinsniveau für Bankeinlagen sehr wichtig. Beim aktuellen Zinsniveau werden 0,5% Kupon geboten. Wenn jedoch das Zinsniveau generell steigen würde, wären die 0,5% Kupon nicht mehr so attraktiv – die Preise für die Anleihe an den Börsen fallen. Mit dem niedrigeren Einkaufspreise könnte ein Käufer an der Börse das kompensieren.

 

Daraus lässt sich die wohl wichtigste Regel für Anleihen ableiten:

 

Steigt das allgemeine Zinsniveau, sinken die Kurse für Anleihen und umgekehrt.

 

Der Anleihe-Besizter wünscht sich also fallende Zinsen, um damit höher Anleihekurse zu erzielen (es sei denn, er hält die Anleihen bis zum Ende, dann erhält er die vereinbarte Einlage zurück).

 

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Wie werden sich die Zinsen in 2016 entwickeln?

 

Die Zinsen sind von den Entscheidungen der Zentralbanken, in den USA also von der FED, in Europa von der Europäischen Zentralbank (EZB), abhängig. Verleihen die Zentralbanken ihr Geld an die Geschäftsbanken nur noch zu höheren Zinssätzen, müssen in der Folge auch die Geschäftsbanken Ihre Zinsen anheben – sowohl für Sparbücher, Sparbriefe oder Tagesgeldkonten, also auch für zu vergebende Kredite.

 

In Amerika hat die FED Mitte Dezember 2015 erstmals seit 7 Jahren den Leitzins erhöht. Die Spanne wurde von 0 bis 0,25 Prozent auf 0,25 bis 0,5 Prozent angehoben. Das ist eine moderate Anhebung und ein behutsamer Umgang mit den weltweiten Börsen. Ein nächster Zinsschritt könnte zur Mitte des Jahres 2016 kommen, hängt aber von der wirtschaftlichen Entwicklung im ersten Halbjahr 2016 in den USA ab.

 

Sollte sich die Konjunktur und die Arbeitslosenrate nicht positiv entwickeln, wäre auch der Verzicht auf eine weitere (moderate) Anhebung gut vorstellbar. Schließlich ist in den USA Präsidentschaftswahljahr, und in solchen Jahren möchte man die Konjunktur nicht mit höhern Zinsen belasten.

 

 

Rentenfonds: fleißige, konstante Arbeiter für Ihr Depot

Rentenfonds: fleißige, konstante Arbeiter für Ihr Depot

 

In Europa sieht das Bild anders aus. Die EZB hat im Januar 2015 angekündigt, massiv Staatsanleihen zu kaufen und hat dieses Programm im Herbst 2015 sogar noch etwas ausgeweitet. Die Zinsen bleiben deshalb noch lange Zeit, mindestens 2016, auf dem extrem niedrigen Niveau bestehen. Eine Anhebung des Zinssatzes ist für 2016 also nicht zu befürchten. Die Anleihemärkte in Europa dürften also gut bleiben, auch wenn das niedrige Zinsniveau für sehr niedrige Zinskupons geführt hat.

 

Insgesamt hatten Anleihen und entsprechend auch die Anleihefonds in 2015 einen schwierigen Stand. Die meisten nachhaltigen Anleihefonds schnitten mit einem leichten Kursminus in 2015 ab, nachdem sie bis ca. April 2015 stiegen, dann abprupt abfielen, und seit Mai 2015 leicht gestiegen sind.

 

Fazit: Die seit vielen Jahren anhaltenden guten Kursentwicklungen von Anleihefonds konnte in 2015 nicht fortgesetzt werden. Die Kurse steigen jedoch seit Mai 2015 wieder moderat an, so dass 2016 mit leichten Gewinnen gerechnet werden kann. Zinserhöhungen in den USA könnten jedoch ab Mitte 2016 zu fallenden Kursen führen. Die kurz- und mittelfristigen Aussichten für Anleihen und Anleihenfonds sind durchwachsen.

 

Innerhalb unserer Musterdepots spielen Anleihen hier eine wichtige Rolle:

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Sicherheits-Depots): Das Sicherheits-Depot ist für all jene, die keine Schwankungen in Ihrem Depot mögen aber trotzdem spürbar mehr Rendite erzielen wollen, als es auf der Bank gibt. Die Basis ist ein hoher Anleiheanteil von rund 80% im Depots.

 

 

Nachhaltiger Vermögensaufbau (Balance-Depots): Die Balance-Musterdepots sind die ausgewogenen Alleskönner. Schlechtere Aktienjahre gleichen Sie mit Anleihen aus, schwächere Anleihejahr mit den Aktien. Insgesamt ein Erfolgskonzept mit oftmals zweistelligen Renditen (in 2015:  5,6 Prozent) und guten Aussichten auch in 2016.

 

 

 

 nachhaltige-geldanlage-2016

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.