Archiv für die Kategorie ‘Umwelt’

Ökobanken: vollständige Liste mit Sterne-Bewertungen

Mittwoch, 17. Mai 2017
Zusammenfassung: Das Interesse der Deutschen an Ökobanken nimmt zu. Wir haben hier erstmals die komplette Liste aller Ökobanken in Deutschland veröffentlicht.

 

Die Deutschen entdecken immer mehr die Ökobanken. Klar, gegen die Kundenzahlen der Sparkassen, Volksbanken oder der Deutschen Bank sind die Marktanteile noch klein. Doch der Trend ist eindeutig; immer mehr Deutsche haben das Vertrauen in herkömmliche Banken verloren und möchten wissen, wie ihr Geld arbeitet. Alleine der Marktführer, die GLS Bank, konnte im abgelaufenen Jahr Ihre Mitgliederzahl um 10,3 Prozent steigern; das Volumen an Kundenkrediten stieg sogar um 15,2 Prozent.

 

Grund genug für uns, erstmalig eine komplette Liste aller Ökobanken in Deutschland zu erstellen. Wir haben auch gleich Sterne-Bewertungen mit dazu genommen, so dass Sie einen schnellen und guten ersten Eindruck über die Ökobanken erhalten. Die Sterne sind zu den aktuellen Bewertungen verlinkt, das ist wichtig – denn teilweise ist die Anzahl der Bewertungen heute noch gering und man sollte sich die Texte der Bewertungen ansehen. Doch das wird sich in Zukunft ändern und die Bewertungszahlen bei Google werden steigen. Klicken Sie also auch auf die Sterne für aktualisierte Bewertungen.

 

Hier geht’s übrigens zu den aktuellen Konditionen der vier wichtigsten, der GLS Bank, der Umweltbank, der Triodos und der Ethikbank.

 

 

Liste aller Ökobanken Umweltbanken in Deutschland

 


 

 

 

               

 

 

Die Bank für Kirche und Caritas eG ist eine Direktbank mit Sitz in Paderborn. Zielgruppe sind kirchliche Einrichtungen und deren Beschäftigte. Neben Girokonten werden Tagesgeld- und Festgeldkonten angeboten. Es werden keine Sparbriefe, jedoch Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet über die KfW Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Paderborn / Direktbank

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Bank Kirche und Caritas: GENODEM1BKC

Internet: https://www.bkc-paderborn.de

 

 

 


 

 

 

               

 

 

Die Bank für Kirche und Diakonie – KD Bank ist eine Bank mit Sitz in Dortmund und Filialen in Berlin, Dresden, Duisburg, Magdeburg, Mainz, München und Nürnberg. Sie ist für alle Kundengruppen, also auch nicht christliche, offen. Neben Girokonten werden Tagesgeld- und Festgeldkonten angeboten. Es werden keine Sparbriefe, jedoch Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet KfW Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Dortmund; Filialen in mehreren Städten Deutschlands

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Bank Kirche und Diakonie: GENODED1DKD

Internet: https://www.kd-bank.de

 

 

 


 

 

 

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Die Bank für Orden und Mission ist eine Bank mit Sitz in Idstein (Taunus). Sie ist für alle Kundengruppen, also auch nicht christliche, offen. Sie ist auf Anregung der Missionszentrale der Franziskaner in Bonn mit der vr bank Untertaunus eG entstanden. Neben Girokonten werden Tagesgeld- und Festgeldkonten angeboten. Es werden  Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet keine Solarkredite oder Immobilienkredite an. Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte bietet die Bank an.

 

 

Sitz: Idstein (Taunus)

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Bank im Bistum Essen (BIB): VRBUDE51XXX

Internet: https://www.ordensbank.de

 

 

 


 

 

 

               

 

 

Die Bank im Bistum Essen ist eine Direkt-Bank mit Sitz Essen. Zielgruppe sind kirchlich Beschäftigte und an Nachhaltigkeit interessierte, also auch Menschen außerhalb der Kirche. Die Konditionen für kirchliche Einrichtung sind jedoch teilweise besser als für andere Kunden. Neben Girokonten werden Tagesgeld- und Festgeldkonten angeboten. Es werden  Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet zwar keine Solarkredite, aber Immobilienkredite an. Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte bietet die Bank an.

 

 

Sitz: Essen

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Bank im Bistum Essen (BIB): GENODED1BBE

Internet: https://www.bibessen.de

 

 

 


 

 

 

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Die Darlehenskasse Münster ist eine Direkt-Bank mit Sitz in Münster. Zielgruppe sind kirchliche Einrichtungen und ihre Beschäftigte. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, jedoch keine Festgeldkonten, Sparbriefe oder Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet jedoch Solarkredite und Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Münster

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Ethikbank: GENODEM1DKM

Internet: https://www.dkm.de

 

 

 


 

 

 

             

 

 

Die Ethikbank ist eine Direkt-Bank mit Sitz in Eisenberg. Sie ist formal eine Zweigniederlassung der Volksbank Eisenberg eG. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Eisenberg

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Ethikbank: GENODEF1ETK

Internet: https://www.ethikbank.de

 

 

 


 

 

 

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Die Evangelische Bank ist eine Bank mit Sitz in Kassel und insgesamt 15 Filialen in Deutschland und in Österreich (Wien). Zielgruppe sind kirchliche Einrichtungen und an christlichen Werten Interessierte. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten und Wachstumssparen angeboten (keine Sparbriefe). Die Bank bietet Solarkredite über die KfW, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Kassel

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Evangelischen Bank: GENODEF1EK1

Internet: https://www.eb.de

 

 

 


 

 

 

           

 

 

Die Evenordbank ist eine Bank mit Sitz in Nürnberg und Filiale in Fürth. Die Bank ist generell für alle Menschen offen. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Nürnberg

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Evenordbank: GENODEF1N03

Internet: https://www.evenordbank.de

 

 

 


 

 

 

           

 

 

Die GLS Bank ist eine ethisch-ökologische Bank mit Sitz in Bochum und Filialen in Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Stuttgart, Berlin und München. Die Bank ist generell für alle Menschen offen. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten und Sparbriefe, jedoch kein Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Bochum

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der GLS Bank: GENODEM1GLS

Internet: https://www.gls.de

 

 

 


 

 

 

           

 

 

Die Pax-Bank ist eine ethisch-ökologische Bank mit Sitz in Köln und Filialen in Aachen, Berlin, Eichsfeld, Erfurt, Essen, Köln, Mainz und Trier. Die Zielgruppe der Bank kirchliche Einrichtungen und an christlichen Werten Interessierte. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Köln

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Pax-Bank: GENODED1PAX

Internet: https://www.pax-bank.de

 

 

 


 

 

 

           

 

 

Die Steyler Bank ist eine ethisch-ökologische Bank mit Sitz in Sankt Augustin bei Bonn und Maria Enzersdorf bei Wien. Die Bank ist grundsätzlich offen für alle. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet Solarkredite, Immobilienkredite, Wertpapierdepots und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Sankt Augustin und Enzersdorf

Girokonto: ja

Geldautomaten: Netz der Volks- und Raiffeisenbanken

Kreditkarten: ja

BIC der Steyler Bank: GENODED1STB (Deutschland) und RVSAAT2SSTB (Österreich)

Internet: https://www.steyler-bank.de

 

 

 


 

 

 

           

 

 

Die Triodos Bank Deutschland ist eine ethisch-ökologische Bank mit Sitz in Frankfurt am Main. Ihre Mutter-Gesellschaft ist die nach eigenen Angaben größte Nachhaltigkeitsbank in Europa und wurde 1980 in den Niederlanden gegründet. Die Bank ist grundsätzlich offen für alle. Es werden Girokonten und Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet für Privatkunden in Deutschland keine Kredite an. Sie bietet Wertpapierdepots für Investmentfonds und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Frankfurt am Main

Girokonto: ja

Geldautomaten: In Deutschland kann man mit der TriodosKreditkarte an allen Geldautomaten an denen die MasterCard akzeptiert wird, gebührenfrei Bargeld abheben. Auch mit der TriodosBankkarte kann man Bargeld am an Geldautomaten abheben, hierbei fallen allerdings Gebühren des Betreibers des Geldautomaten an

Kreditkarten: ja

BIC der Triodos Bank: TRODDEF1

Internet: https://www.triodos.de

 

 

 


 

 

 

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Die Umweltbank ist eine ethisch-ökologische Bank mit Sitz in Nürnberg. Die Bank ist grundsätzlich offen für alle. Es werden nur Tagesgeldkonten, Festgeldkonten, Sparbriefe und Wachstumssparen angeboten. Die Bank bietet Solarkredite und Immobilienkredite an. Sie bietet Wertpapierdepots für Investmentfonds und Altersvorsorgeprodukte an.

 

 

Sitz: Nürnberg

Girokonto: nein

Geldautomaten: keine Girokonten

Kreditkarten: nein

BIC der Umweltbank: UMWEDE7N

Internet: https://www.umweltbank.de

 

 

 


 

Für eine bankenunabhängige Geldanlage im ethisch-ökologischen Bereich klicken Sie hier.

 

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Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Private Rentenversicherung Test

Freitag, 21. April 2017

 

ZUSAMMENFASSUNG: Während Riester-Renten oder Rürup-Renten in der öffentlichen Wahrnehmung sehr präsent sind, wissen viele kaum etwas über die private Rentenversicherung. Besonders die fondsgebundene Privatrente ist flexibel und erbringt nach Steuern häufig die besten Ergebnisse. Wir stellen Ihnen die Möglichkeiten der privaten Rentenversicherung vor.

 

 

Wofür braucht man eigentlich eine private Rentenversicherung?

Kennen Sie Menschen, die in den 90er Jahren in den Ruhestand gegangen sind? Fragen Sie diese doch einfach einmal, was eine private Rentenversicherung ist. Oder wie sie privat für den Lebensabend vorgesorgt hätten. In den meisten Fällen werden Sie die Antwort erhalten, dass man das doch nicht machen brauchte – der Staat hätte die Vorsorge fürs Alter schon übernommen.

 

Für die Beamten gilt das sogar direkt; der Staat zahlt die Beamtenpensionen einfach aus dem laufenden Staatshaushalt. Bis heute werden dafür keine Rückstellungen gebildet, so wie das zum Beispiel ein privates Unternehmen tun müsste, wenn es Betriebsrenten zusagt.

 

Für Arbeiter und Angestellte galt damals, dass die gesetzliche Rentenversicherung für die Altersabsicherung sorgte. Und zwar in einer Höhe, die ein menschenwürdiges Leben ermöglicht.

 

Dabei ist die gesetzliche Rente ein sogenanntes Umlageverfahren. Das bedeutet, dass die Einzahlungen in die Rentenkasse – geleistet durch Arbeitnehmer und Angestellte – direkt auf die Rentenbezieher umgelegt, also ausgezahlt werden. Es werden nur kleine Reserven gebildet, die für die Überbrückung von 1 oder 2 Monaten vorhalten. Grundsätzlich werden die Einnahmen aber gleich wieder ausgezahlt.

 

Das System funktioniert auch sehr gut, wenn ausreichend Einzahler im Verhältnis zu Rentenbezieher vorhanden sind. Noch 1962 wurde ein Rentner von 6 Beitragszahlern finanziert. Heute sind es nur noch 2,1 Beitragszahler, die einen Rentner finanzieren.

 

Die Folge: das Geld aus den staatlichen Systemen für die Rente reicht nicht.

 

Hier kommt die private Rentenversicherung zum Zuge. Bei ihr kann Geld eingezahlt werden, aus dem später eine monatliche Rente oder eine Kapitalabfindung gezahlt wird.

 

Zwei Vorteile ergeben sich grundsätzlich für eine private Rentenversicherung:

 

1.) Die Rentenzahlung geht bis ans Lebensende: auch wer sehr alt wird, braucht sich keine Sorgen machen.

2.) Der Staat fördert die privaten Rentenversicherungen durch den kompletten Verzicht auf eine Besteuerung in der Ansparphase und durch eine sehr niedrige Besteuerung in der Rentenphase.

 

Man kann mit einer privaten Rentenversicherung also Kapital aufbauen, welches Renditen erzielt und dann für eine lebenslange Rente (oder eine Kapitalauszahlung) genutzt wird. Meist ist es empfehlenswert innerhalb der privaten Rentenversicherung auf die fondsgebundenen Lösungen zu setzen, so dass man langfristig interessante Renditen erzielen kann.

 

Übrigens: Bei der hier vorgestellten privaten Rentenversicherung handelt es sich nicht um eine Riester-Rente oder eine Rürup-Rente. Während die private Rentenversicherung für praktisch jeden in Frage kommt, lohnen sich Riester-Rente oder Rürup-Rente nur in einigen Spezialfällen. Sprechen Sie uns gerne dazu an (—> Kontaktformular).

 

Welche weiteren Einsatzzwecke gibt es noch für private Rentenversicherungen?

Neben der wichtigsten Eigenschaft der privaten Rentenversicherung als Absicherungslösung für den Lebensstandard im Alter kann ein privater Rentenversicherungsvertrag auch für eine Reihe anderer Absichten genutzt werden.

 

1.) Nutzung als Kapitalanlage

 

Man kann die private Rentenversicherung auch nutzen, um einmalig Kapital anzulegen und dieses nach einer (meist längeren) Zeit wieder auszuzahlen. Die Kosten dafür sind im normalen Rahmen; Vorteile sind die meist höhere Rendite als bei Bankeinlagen wie Sparbrief, Festgeld oder Tagesgeldkonto. Die Flexibilität ist ebenfalls hoch; in aller Regel kann man binnen eines Monats über sein Geld verfügen. In der Ansparphase ist die steuerliche Situation interessant (keine Steuern), in der Auszahlphase sind die Kapitalauszahlung  (Halbeinkünfteverfahren) bzw. die monatliche Rentenzahlung (Ertragsanteilsbesteuerung) bei Beachtung der 12/62 Regel recht günstig. Die 12/62 Regel besagt, dass der Vertrag mindestens 12 Jahre Laufzeit hatte und man bei Auszahlung mindestens 62 ist. Ansonsten gilt die Abgeltungssteuer.

 

Berechungsbeispiel:

 

Anlage von 20.000 Euro, Anlage in Fonds mit 6% p.a. Wertentwicklung, Anlagedauer 20 Jahre  
Ergebnis private Rentenversicherung
[unter Berücksichtigung aller Versicherungskosten; keine Steuern berücksichtigt; Tarif Helvetia Select]

57.168 Euro Guthaben

Ergebnis Wertpapierdepot
[unter Berücksichtigung Ausgabeaufschlag i.H.v. fünf Prozent einmalig; Depotgebühren lt. FFB Stand 22.2.17; Servicegebühr von 0,65 Prozent des Depotvolumens jährlich; keine Steuern berücksichtigt]

52.305 Euro Guthaben

(Alle Angaben ohne Gewähr und nur exemplarisch zu verstehen.)

 

 

Nicht berücksichtigt sind dabei die Steuern, die eine Anlage in einem Wertpapierdepot benachteiligen. Denn im Wertpapierdepot gilt die kontinuierliche Besteuerung mit Abgeltungssteuer, während bei der privaten Rentenversicherung 20 Jahre lang keine Steuern entrichtet werden müssen. Bei Kapitalauszahlung gilt beim Wertpapierdepot  erneut die Abgeltungssteuer (25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer) und bei der privaten Rentenversicherung, falls der Vertrag 12 Jahre Laufzeit hatte und die Auszahlung nach dem 62. Lebensjahr beginnt, das in jedem Fall günstigere Halbeinkünfteverfahren.

 

2.) Nutzung zur Vererbung mit warmer Hand

 

Wer über ein größeres Vermögen verfügt und dieses Vererben möchte, kommt schnell mit der Erbschaftssteuer in Berührung. Je nach Verwandtschaftsgrad gilt dort nur ein Freibetrag von 20.000 Euro. Was darüber ist, unterliegt der Erbschaftssteuer (alles Wichtige zum Thema Erben hier).

 

Gerne wird deshalb schon zu Lebzeiten eine Schenkung angestrebt, d.h. man verschenkt sein Vermögen statt es zu vererben. Dabei gelten grundsätzlich die gleichen Bedingungen wie bei der Erbschaft. Allerdings: 10 Jahre nach einer Schenkung kann eine neue Schenkung erfolgen, bei der die alte Schenkung nicht mehr angerechnet wird. Man kann also alle 10 Jahre seinen Erbschaftssteuer-Freibetrag ausnutzen.

 

Einziger Nachteil: das vererbte Geld ist tatsächlich vererbt und man kann es nicht mehr nutzen bzw. darüber bestimmen. Hier bieten manche Tarife einer privaten Rentenversicherung eine sehr elegante Lösung.

 

Als Vertragspartner (Expertenbegriff: Versicherungsnehmer) werden sowohl die Vererbende (z.B. Tante), als auch der Erbe (z.B. Neffe) eingetragen. Das Gute dabei: man kann das Verhältnis frei wählen, also zum Beispiel 99% des Vertrages gehören dem Erben, 1% bleibt aber bei der Vererbenden.

 

In der Konsequenz sind 99% des Kapitals verschenkt und zählen für den Schenkungsfreibetrag. Trotzdem kann der Beschenkte nicht frei über das Geld verfügen, da für jede Auszahlung aus dem Vertrag die Unterschriften aller Versicherungsnehmer benötigt werden.

 

Welche Formen von privaten Rentenversicherungen gibt es?

Man kann grundsätzlich die klassischen privaten Rentenversicherungen und die fondsgebundenen privaten Rentenversicherungen unterscheiden. Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren Abwandlungen davon entwickelt wie Indexpolicen oder klassische Varianten mit niedrigeren Garantien.

 

Klassische private Rentenversicherung

 

Sie ähnelt sehr der seit vielen Jahrzehnten in Deutschland gebräuchlichen Kapitallebensversicherung, bietet aber neben der Variante “Kapitalauszahlung” auch die Möglichkeit, eine lebenslange Rente zu beziehen (Leibrente).

 

Das Geld wird dabei dem Versicherungsunternehmen übergeben (Einmaleinzahlung oder monatliche Ansparung). Dieses legt das Geld nach bestimmten, sehr konservativen Regeln an. Damit konnten früher Anlageergebnisse von rund 4 bis 5 Prozent jährlich erzielt werden.

 

In der heutigen Niedrigzinswelt sind die Renditen viel niedriger geworden; häufig erreichen die Gesellschaften aktuell eine Gesamtverzinsung von 2 bis 3 Prozent.

 

Die Besonderheit: Bei Vertragsabschluss garantiert die Versicherung eine Mindestverzinsung in jedem einzelnen Jahr während der Laufzeit des Vertrages. Diese Mindestverzinsung gilt, und das ist über solche Zeiträume einmalig, häufig über mehrere Jahrzehnte. Bei einer dreißigjährigen Frau mit Rentendauer zum Beispiel bis 85 Jahre, wäre das ein Zeitraum von immerhin 55 Jahren.

 

Aktuell ist der Garantiezins bei 0,9 Prozent auf den sogenannten Sparanteil, also auf die Einzahlung minus der Kosten.  Da die Versicherer regelmäßig höhere Renditen bei der Kapitalanlage erzielen, erreicht der Anleger meist derzeit um die 3 Prozent Verzinsung.

 

Fondsgebundene private Rentenversicherung

 

Im Gegensatz zur klassischen privaten Rentenversicherung wird das Geld des Sparers bei der fondsgebundenen Rentenversicherung nicht vom Versicherungsunternehmen selbst verwaltet, sondern in Investmentfonds angelegt.

 

Der Sparer kann diese Fonds aus einer vom Versicherungsunternehmen vorgegebenen Auswahl selbst auswählen. In früheren Tarifen konnte er oft nur einen Fonds auswählen und nur einmal pro Jahr kostenlos tauschen. Bei modernen Tarifen können eine Vielzahl von Fonds gleichzeitig gewählt werden und auch der Tausch der Fonds ist mehrmals pro Jahr kostenlos möglich.

 

Besonderes High-Light: Der Tausch der Fonds ist nicht nur kostenlos, sondern auch steuerlich unrelevant. Während also beim Fondstausch im normalen Wertpapierdepot neben Wechselgebühren auch Steuern anfallen, kann der Anleger in einer privaten Rentenversicherung bedenkenlos tauschen und seine Anlagestrategie umsetzen.

 

Insgesamt gilt also, dass der Anleger bei der fondsgebundenen privaten Rentenversicherung die erzielte Rendite durch die Auswahl von Fonds positiv beeinflussen kann. Über längere Zeiträume kann er zum Beispiel eine Zusammenstellung mit hohem Aktienanteil wählen und damit langfristig 5 bis 7 Prozent Rendite erzielen. Klicken Sie hier um die historischen Renditen des deutschen Leitindex DAX der letzten 50 Jahre anzusehen.

 

 

Welche anderen Möglichkeiten der Absicherung gegen Altersarmut gibt es?

Die private Rentenversicherung ist aufgrund Ihrer Einfachheit, Flexibilität und der steuerlichen Vorteile für die meisten Anleger eine gute Wahl. Trotzdem gibt es noch weitere sinnvolle Möglichkeiten, die sich von der privaten Rentenversicherung unterscheiden:

 

a.) Riester-Rente: meist nur bei vielen Kindern oder sehr hohen Einkommen interessant.

b.) Rürup-Rente: meist nur für Selbstständige ohne große sonstige steuerlichen ansetzbaren Vorsorgemaßnahmen interessant.

c.) 4%-Regel: Mehr Risiko und Eigenverantwortung, dafür höhere monatliche Zahlungen

 

Weiterhin gibt es unzählige Sachinvestments wie Immobilien, Wälder, Rohstoffe / Edelmetalle oder Bankeinlagen und vieles Weitere. Sie alle erfordern jedoch meist viel Wissen beim Anleger oder bieten zu wenig Rendite. Sie  sind nur bedingt für die zuverlässige, rentierliche Altersabsicherung geeignet.

 

 

 

 

 

Welche Optionen gibt es bei privaten Rentenversicherungen?

Private Rentenversicherungen haben sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte mächtig weiterentwickelt. Es gab einen Bedingungswettbewerb der zu kostenlosen Fondswechseln genauso geführt hat wie zu flexiblen Rentenbeginnzeiten, (Teil-) Auszahlungen oder ähnlichem. Hier die wichtigsten und gängigsten Optionen bei privaten Rentenversicherungen:

 

a.) Flexibler Rentenbeginn: man braucht entweder gleich gar keinen fixen Rentenbeginn angeben oder der Rentenbeginn kann nachträglich verschoben werden.

b.) Rentengarantiezeit: Beginnt die Rente und man verstirbt schon nach kurzer Zeit, wäre das ärgerlich. Man kann jedoch Rentengarantiezeiten vereinbaren, z.B. von 10 Jahren. In dem Fall würde der Versicherer, auch wenn man vorher verstirbt, mindestens 10 Jahre die Rente auszahlen (an die Hinterbliebenen / Erben).

c.) Pflegeoption: Wenn man pflegebedürftig wird, entstehen häufig höhere Kosten. Mit der Pflegeoption würde sich die Rente im Pflegefall erhöhen.

d.) Cost-Average-Option: Bei Einmaleinzahlungen wird das Geld zunächst schwankungsarm angelegt und dann Schritt-für-Schritt, z.B. monatlich, in die eigentlich geplanten Fonds getauscht (bei fondsgebundenen privaten Rentenversicherungen)

e.) Auszahlplan: In der Rentenphase kann man sich eine Leibrente auszahlen lassen (lebenslang, eher niedrig). Manche Anbieter bieten jedoch auch einen Auszahlplan an, d.h. dass monatlich ein konstanter Betrag ausgezahlt und damit das Vertragskapital aufgezehrt wird. Wenn jedoch die Geldanlage mehr Rendite bringt als per Auszahlplan entnommen wird, erhält man eine lebenslange monatliche Auszahlung, die meist höher als bei der Leibrente ist.

f.) Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung: Wer berufsunfähig wird hat möglicherweise geringere Einkommen bzw. höhere Ausgaben. Um zu vermeiden, dass dann keine Beiträge in die Altersabsicherung fließen, kann man diese Beiträge vom Versicherer einzahlen lassen, sollte man berufsunfähig werden.

g.) Zuwachsprogramm: Wissen Sie noch, wie viel ein Bällchen Eis in Ihrer Kindheit kostete? Wissen Sie, was es heute kostet? Das ist die ganz normale Geldentwertung. Deshalb sollte man bei monatlichen Einzahlungen auch einen jährlichen Inflationsausgleich wählen und zum Beispiel die Beiträge um 3% jährlich steigen lassen. Das heißt im Fachjargon Zuwachsprogramm oder Dynamische Beitragserhöhung.

h.) Anlagen-Wechsel: Besonders bei fondsgebundenen Tarifen ist es wichtig, dass man zwischen den einzelnen Fonds tauschen kann. Möglichst häufig gratis pro Jahr wäre hier gut. Einige Gesellschaften bieten auch den einmaligen oder den mehrmaligen Wechsel zwischen selbst ausgewählten Fonds und dem klassischen Deckungskapital der Gesellschaft an.

 

Private Rentenversicherungen im Test

Aus unserem Beratungsalltag wissen wir, dass man als Anleger am liebsten “die beste Versicherung” zu den “niedrigsten Beiträgen” haben möchte.

 

An dieser Stelle, speziell unter Beachtung der zahlreichen Optionen, ist klar, dass es nicht “die beste Lösung” gibt. Die Lösungen müssen individuell passend sein und erfordern eine individuelle Analyse der Anforderungen.

 

Neben den oben genannten Optionen, von denen jede Gesellschaft andere bietet, sind noch weitere Punkte bei der Entscheidung mit einzubeziehen, wie zum Beispiel:

 

1.) Solvabilität der Gesellschaft, also wie finanzstark ist sie und kann sie Krisen gut überstehen?

2.) Welche Fonds stehen zur Auswahl, also sind z.B. gute ethisch-ökologische Fonds verfügbar?

3.) Können intelligente Auszahlungslösungen höhere Renten erzielen?

 

Ein gutes Beispiel zu Punkt 3.) liefert das Angebot von Helvetia. Der Anbieter Helvetia Deutschland ist die Tochter des seit über 150 Jahren tätigen schweizerischen Versicherungskonzerns Helvetia. Die formelle Finanzkraft der Helvetia Deutschland ist dabei unterdurchschnittlich – im Falle des Falles würde aber die Mutter aus der Schweiz zur Seite treten und in Krisen die Gesellschaft stabilisieren. Auch die garantierten Rentenleistungen bei Helvetia sind nur Durchschnitt; wer aber die Lösung Payplan kennt, weiß, dass mit einer Kombination aus Auszahlplan und Leibrente ab 85 eine intelligente Lösung zur Verfügung steht, die sowohl für Erben im Todesfall als auch für den Rentenbezieher höhere Zahlungen verspricht.

 

Wenn Sie sich also für eine private Rente interessieren, melden Sie sich und lassen Sie uns darüber reden. Dann kann das individuell für Sie passende Angebot erstellt werden.

 

 

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

„Es grünt so grün“ – Urban Gardening entwickelt sich zum Trend

Mittwoch, 19. April 2017
Zusammenfassung: Großstadtleben, Selbstversorgung und Kommunikation. Unter diesen drei Schlagworten lässt sich der Trend zum Urban Gardening zusammenfassen. Immer mehr Stadtbewohnter engagieren sich in vielfältigen Projekten, produzieren nachhaltig Lebensmittel und verbessern Klima und Lebensqualität.

 

 

Selbst angebaut und geerntet schmeckt es nochmal so gut.

Es ist noch nicht so lange her, da hing Kleingärtnern noch der Ruf eines verschrobenen Spießers an, der – als Ausgleich für das Alltagsleben in der Stadt – am Wochenende in seiner Parzelle kleine Mengen an Obst, Gemüse und Blumen züchtet und im Vereinsheim ein Feierabend-Bier trinkt.

 

Ob diese Idylle in Reinkultur jemals so existiert hat, sei dahin gestellt. Fakt ist, dass immer mehr „Stadtmenschen“ Gartenarbeit für sich neu entdeckt haben. Dabei sind in den vergangenen Jahren viele interessante Projekte entstanden, die unter dem Begriff Urban Gardening, also Gärtnern in der Stadt, zusammengefasst werden.

 

 

Ursprünge des Urban Gardening

Eigentlich ist Urban Gardening keine neue Entwicklung. Mit der Entstehung der Städte war es von je her von Bedeutung, die Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen. Da die Transportwege vom Land in die Stadt teilweise beschwerlich und lang waren, wurde auch in den Stadtvierteln Landwirtschaft und Viehzucht – wenn auch in einem bescheideneren Ausmaß – betrieben. Mit diesen Stadtgärten konnten Versorgungsmängel in Kriegs- und Krisenzeiten überbrückt werden.

 

Damit dient Urban Gardening nicht nur Projekten à la „Unser Stadt soll schöner werden“ sondern kann auch heutzutage noch ein relevanter Faktor in der Versorgung der städtischen Bevölkerung darstellen. Nach den verheerenden Folgen des Hurrikans Katrina im Süden der USA zeigte sich, dass es in den betroffenen Regionen bereits nach drei Tagen zu Versorgungsengpässen kam.

 

 

Licht und Luft für die Stadtbevölkerung

Stadtnahes Gärtnern – klassische Schrebergärten.

Der Leipziger Arzt Moritz Schreber erforschte im 19. Jahrhundert die negativen Auswirkungen des Stadtlebens zu Beginn der Industrialisierung. Um Kindern ein gesünderes Umfeld zu bieten, empfahl er „Armen- und Specialgärten“ als Ausgleich für das naturferne Leben in den städtischen Mietskasernen. Die daraufhin entstehenden Schrebergartenkolonien gehen zwar nicht direkt auf die Initiative Schrebers zurück, folgen aber seiner Empfehlungen, Licht, Luft, Sonne und Bewegung als wichtigen Teil der Gesundheitsvorsorge für Stadtkinder zu ermöglichen. Noch heute ist die Schrebergartenkultur rund um die industriellen Ballungszentren weit verbreitet. Im Ruhrgebiet ist die Kleingarten-Kultur noch immer fest im Selbstverständnis der Region verankert.

 

Neue Impulse erhielt das städtische und stadtnahe Gärtnern in den 1970er Jahren. So fanden sich Menschen in den New Yorker Community Gardens zusammen und bewirtschafteten gemeinsam städtisches Brachland. Neben der Selbstversorgung mit gesunden Lebensmitteln steht dabei auch die Kommunikation im Mittelpunkt der Projekte in Manhatten, Brooklyn und vielen anderen Teilen des „Big Apple“. Bekanntheit erlangten die Urban Gardening Projekte auch 1990 durch den US-Film „Green Card“ von Peter Weir. Hauptdarstellerin Andy MacDowell engagierte sich darin beruflich und privat für die Begrünung der Innenstadt.

 

 

Boom regionaler Produkte

Immer mehr Urban Gardening-Projekte engagieren sich für mehr Grün in den Städten, nachhaltige Bewirtschaftung der zur Verfügung sehenden landwirtschaftlichen Flächen und die umweltschonende Produktion von regionalen Lebensmitteln.

 

Damit schaffen Urban Gardening-Projekte nicht nur einen angenehmen Ausgleich für Städter zum Arbeitsleben fernab der klassischen Landwirtschaft, sondern fördern auch relevante politische und gesellschaftliche Entwicklungen.

 

Offene Gartenprojekte stärken Verantwortung und Gemeinsinn.

Wer seine Lebensmittel – mindestens teilweise – selbst herstellt, konsumiert quasi automatisch bewusster. Denn wer selbst gepflanzt, gejätet, geerntet und zubereitet hat, weiß die geleistete Arbeit zu schätzen und sieht viele Nahrungsmittel mit anderen Augen. Das selbst angebaute Obst und Gemüse ist damit mehr als nur ein Nahrungsmittel. Die Produkte stehen für selbstbestimmten und verantwortlichen Konsum. Auch wenn der Erntesegen nicht generell üppig ausfällt, liefert Urban Gardening den ökonomischen Gegenentwurf zur Macht der multinationalen Lebensmittelkonzerne. Die Wertschätzung und das steigende Interesse an Produkten aus heimischem Anbau entsprechen damit den Prinzipien der Slow Food-Bewegung, die sich für gute, saubere und faire Nahrungsmittel stark macht.

 

Diese Identifikation mit den regionalen und saisonalen Lebensmitteln stärkt auch die Identität der Gemeinschaft. Und auch wenn diese Formen der Subsistenzwirtschaft in unseren Großstädten teilweise noch eher symbolischer Natur sind, gelten sie als Wegweiser für eine nachhaltigere Entwicklung. Schließlich werden ähnliche Projekte in ärmeren Ländern als Hilfe zur Selbsthilfe auch von internationalen Organisationen unterstützt, denn hier ist die Subsistenzwirtschaft überlebenswichtig. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür sind auch die Aktivitäten von Vandana Shiva. Die Trägerin des alternativen Nobelpreises propagiert die Nutzung traditioneller Anbaumethoden und des eigenen Saatgutes, um die Bevölkerung ausreichend zu versorgen und von Saatgut, Düngemitteln und Pestiziden internationaler Anbieter unabhängig zu machen.

 

 

Umwelt- und klimafreundliche Stadtentwicklung

Selbstversorgung ist ein wichtiger Leitgedanke in der Philosophie des Urban Gardening. Aber auch die Verantwortung für Umwelt und Klima sind wichtige Treiber der Entwicklung. Dabei profitiert nicht nur das urbane Klima von den wachsenden grünen Oasen der Städte. Da die regionale Versorgung mit Lebensmitteln Transportwege auf ein Minimum reduzieren, wird auch der CO2-Ausstoß vermindert. Weitere Einsparungspotenziale ergeben sich durch effizient genutzte Anbauflächen.

 

Vielfach leisten Urban Gardening-Projekte auch einen relevanten Beitrag zum lokalen Recycling, den organische Abfälle werden kompostiert und im Anbau wieder integriert. Da urbaner Gartenbau im Allgemeinen den Prinzipien des ökologischen Gärtnerns folgt, entfällt auch eine Belastung des Trinkwassers durch Pestizide.

 

Schließlich leistet Urban Gardening auch einen Beitrag zur Biodiversität. Durch blühende Felder werden Bienen und weitere Nützlinge in die Städte gelockt und finden neue Lebensräume.

 

 

Neue Großstadtkultur – gemeinsam statt einsam

Gemeinschaftliche Leben auf dem Lande – Vereinsamung in den Großstädten. So einfach lässt sich das soziale Leben längst nicht mehr zusammenfassen. Gerade die sozialen Bewegungen innerhalb der Metropolen verändern dieses Bild. Durch Urban Gardening-Projekte entstehen innerhalb der Zentren neue Begegnungsstätten mit hoher Aufenthaltsqualität. Gemeinsames Arbeiten an einem Projekt verbindet und wirkt sich so auch positiv auf das gesellschaftliche Klima aus. Dabei erweist sich die Gardening-Bewegung als hochintegrativ und überwindet Alters- und Nationalitätsgrenzen. Beispielhaft dafür stehen die interkulturellen Bio-Gärten in den Berliner Bezirken Kreuzberg und Neukölln.

 

 

Stadtluft wird grün

Dachgärten – ein Platz an der Sonne.

Auch ansonsten zeigt sich die Hauptstadt als einer der Vorreiter im urbanen Grün. Hier ist in den vergangen Jahren eine sehr rege Urban Gardening-Szene entstanden. Dabei werden Neugärtner von erfahrenen Hobbygärtnern unterstützt. Das Angebot erstreckt sich vom Bauerngarten zum selber Ernten über das Pflanzen neuer Obstbäume bis zur gemeinsamen Nutzung und Ernte von Wildblumen und Kräutern.

 

Auch Nordrhein-Westfalen hat zahlreiche kommunale Grabeland-Projekte initiiert. Im Gegensatz zur festen Gartenangeboten in der Stadt, wird das Grabeland nur für eine bestimmte Zeit bewirtschaftet, das die Gebiete mittelfristig anderweitig genutzt werden sollen. Meist werden daher nur einjährige Pflanzen angebaut, Gartenlauben und Baumbestände sucht man hier vergebens. Der Vorteil allerdings liegt in der sehr geringen Pacht der Grabeland-Parzellen. Außerdem wird aktuell ungenutztes Brachland sinnvoll nutzbar gemacht.

 

Auch ambitionierte Unternehmen haben den Urban Gardening-Trend für sich entdeckt und bieten – auch außerhalb der Trend-setzenden Metropolen stadtnahes Ackerland an. Das Bonner Start-up „meine ernte“ beispielsweise, vermietet an derzeit 26 Standorten Gemüsegärten in unterschiedlichen Größen. Gartengeräte werden gestellt, außerdem steht den Freizeitgärtnern eine landwirtschaftliche Fachkraft zur Seite. Der Arbeitseinsatz der Mieter beträgt so lediglich 2 bis 3 Stunden pro Woche. Mit einem sogenannten „Gemüsepatronat“ können soziale Einrichtungen mit einem gesponserten Garten unterstützt werden.

 

 

Neue Landlust

Im Zuge von Urban Gardening hat sich auch ein stärkeres Interesses an Subsistenzwirtschaft im größeren Stil entwickelt. So haben sich in den letzten Jahren Projekte entwickelt, die abseits der eingeschränkten räumlichen Möglichkeiten der Städte als Gemeinschaftsprojekte aktiv sind. Ein Beispiel dafür ist das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft (SoLawi). Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Landwirten und Gärtnereien. Zusammen mit privaten Haushalten bilden sie eine Wirtschaftsgemeinschaft. Während die landwirtschaftlichen Betriebe zuverlässig ihre Ernte sowie selbst hergestellte Produkte liefern, verpflichten sich die beteiligten Haushalte zur Abnahme der Erzeugnisse und leisten im Voraus einen festgesetzten Beitrag. Die bäuerlichen Betriebe profitieren von der festen Kundenstruktur und können bedarfsorientiert produzieren. Die Haushalte erhalten frische und gesunde Lebensmittel von einem regionalen Anbieter ihres Vertrauens.

 

 

Trautes Heim

Wer sich nicht langfristig an ein Projekt binden will oder abseits von kommunalen und gewerblichen Angeboten lebt, hat derzeit viele Möglichkeiten, auf individuelle Art und Weise am urbanen Gärtnern teilzuhaben: Die Begrünung von Terrassen, Balkonen und Dächer in den Innenstädten ist absolut im Kommen. Dabei zeichnet sich – gerade bei einem begrenztem Raumangebot – der Trend zum vertikalen Gärtnern ab. Die Idee ist nicht ganz neu, denn die ehemals beliebten Spalierobstbäume basierten auf dem Prinzip bei geringer Breite verstärkt die Höhe zum Wachsen zu nutzen. Mittlerweile haben die städtischen Freizeitgärtner jedoch vielfältige Vertikalbeete entwickelt, auch platzsparend ein relativ ertragreiches Gärtnern ermöglichen. Neben der umgebauten Euro-Palette bis hin zu hängenden Pflanzgefäßen und –säulen, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Diese urbanen Gartenprojekte reichen zwar selten zur Selbstversorgung, stellen jedoch sicher eine Bereicherung des Speisezettels dar.

 

 

Fassadenbegrünung – die Mutter des vertikalen Gartens

Fassadengrün belebt das Gesicht der Städte.

Das urbane Gärtnern hat die klassische Gartenkunst der Städte zu ihrem ursprünglichen Zweck zurückgeführt. Anstelle von gepflegten Stadtparks und Anlagen zur Entspannung, treten vermehrt Nutzgärten zur ökologischen und gemeinsamen Versorgung. Es bleibt jedoch unbestritten, dass auch das schmückende städtische Grün nicht vollkommen zweckfrei ist, denn auch städtischen Baumbestände und Bepflanzungen leisten einen Beitrag zu einem besseren Klima.  

 

Daher ist auch eine umfangreiche Fassadenbegrünung eine interessante Möglichkeit, mehr Grünpflanzen in die Zentren zu bringen, Häuserfronten optisch aufzuwerten und die Stadtluft erheblich zu verbessern. Gleichzeitig nutzt die Fassadenbegrünung auch als natürliche Dämmung gegen Wärme, Kälte und Lärm. Darüber hinaus stellt sie einen – in den Städten seltenen – Lebensraum für Vögel und Insekten dar.

 

Eindrucksvoll umgesetzt ist die moderne Fassadenbegrünung am neuen Völkerkundemuseum in Paris. Das 2006 eröffnete Museum liegt in einem großen Stadtgarten in der Nähe des Eiffelturms. Eine Fassade des Museums besteht aus einer riesigen begrünten Mauer. Auf rund 800 Quadratmetern versammeln sich rund 15.000 Pflanzen aus 150 Arten aus der ganzen Welt zu einem gigantischen Bild.

 

 

Grün ist das neue Gold

Einst waren goldene Dächer und prächtige Stadthäuser kennzeichnend für Wohlstand und wirtschaftlichen Erfolg einer Metropole. In Zeiten der Klimakrise und sozialer Ungerechtigkeiten zeichnen grüne Städte ein hoffnungsvolleres und menschengrechtes Bild.

 

Und nicht nur Städte lassen sich begrünen, auch Ihre Geldanlagen können zu einer ökologischen und sozialen Entwicklung beitragen. Mit Grünes Geld, erfahrener Experte für nachhaltige Geldanlagen, finden Sie die passende Strategie.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf Xing, Facebook oder Twitter.

USA unter Trump – Klimapolitik im Rückwärtsgang

Donnerstag, 30. März 2017
Zusammenfassung: Donald Trump hat in dieser Woche die bisherigen Umwelt- und Klimaschutzprogramme der USA zurückgenommen. Damit müssen US-Behörden bei Entscheidungen die Auswirkungen auf das globale Klima nicht weiter berücksichtigen. Konkret verabschieden sich die USA damit auch von Grenzwerten bei CO2- und Methan-Emissionen und entfernen sich so von den Zielen des unterzeichneten Klimaschutzabkommens von Paris. Nicht vergessen hat Trump seine Wahlversprechen zur Kohleförderung. Ob diese jedoch wirklich Arbeitsplätze bringen wird, ist selbst in der Kohleindustrie umstritten.

 

 

Die Würfel sind gefallen – Trump beschließt Kurswechsel in der US-Klimapolitik.

Gerhard Schröder litt 1998 kurzfristig unter akuter Vergesslichkeit, als ihm die korrekte Bezeichnung des „Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ partout nicht einfallen wollte. Flapsig bezeichnet er das Ministerium in „Familie und Gedöns“ um. Ein Lapsus, den ihm nicht nur Senioren, Frauen und Jugend übel nahmen und der ihm – so räumte es der Altbundeskanzler in einem Interview ein, mittlerweile Leid tue.

 

Ob US-Präsident Donald Trump auch in einigen Jahren Reuegefühle überkommen werden, wenn er an seine Politik 2017 zurückdenken wird, ist fraglich. Fakt ist jedoch, dass Trump dringende Klimaschutzmaßnahmen im Allgemeinen für absolutes „Gedöns“ – amerikanisch „hullabaloo„, hält und den Klimawandel für nichts als „fake news“.

 

 

Aktuelles Dekret weicht Klimaschutz auf

US-Präsident Trump hat am Dienstag dieser Woche die US-Umweltschutzbehörde EPA (United States Environmental Protection Agency)  besucht und dabei ein Dekret erlassen, das die bisherigen Programme zum Umwelt – und Klimaschutz in den Vereinigten Staaten stark aufweichen wird. Kurzgefasst beinhaltet das Dekret einen Freibrief für die US-Bundesbehörden: Bei Entscheidungen müssen mögliche Auswirkungen auf den Klimawandel nicht berücksichtigt werden.

 

Verantwortung für Klimaschutz übernehmen – die USA bewegen sich auf dünnem Eis.

Kernpunkt des Dekrets ist die Abschaffung des „Clean Power Plans“, den Barack Obama während seiner Amtszeit versuchte auf den Weg zu bringen. Der Plan setzte bestehenden und geplanten Kraftwerken in den USA verbindliche Obergrenzen beim Schadstoffausstoß. Ziel war es, so die Emission von klimaschädlichen Treibhausgasen zu senken und bis zum Jahr 2030 ein Drittel unter den Emissionswerten aus dem Jahr 2005 zu liegen. Damit wollten die USA die CO2-Ziele des UN-Klimaabkommens von Paris erreichen. Allerdings hatte rund die Hälfte der US-Bundesstaten – vornehmlich republikanisch geführte Staaten – sowie Energiekonzerne gegen den Plan geklagt. Wegen rechtlicher Bedenken hatte der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten den „Clean Power Plan“ – und damit die Klimastrategie der Demokraten – bereits vor einem Jahr vorerst außer Kraft gesetzt.

 

Weiterhin setzt Trump jetzt alles daran, dass die inländische Energieproduktion auf keinen Fall durch Maßnehmen zum Klimaschutz gebremst werden können. So hebelt Trump mit dem Dekret das bisherige Abkommen aus, demnach der Staat kein öffentliches Gebiet für die Kohleförderung verpachten darf.

 

Ebenfalls geändert – beziehungsweise herabgesetzt – wurden die Grenzwerte für Emissionen in der Öl- und Gasindustrie. Das hier freigesetzte Methan fördert den Treibhauseffekt noch stärker als das klimaschädliche CO2.

 

 

USA jenseits des Pariser Abkommens zum Klimaschutz

Die UN-Klimakonferenz in Marrakesch Ende des vergangenen Jahres hatte mitunter die Aufgabe, das Klimaschutzabkommen von Paris konkret auszugestalten. Auch die USA haben das Paris-Abkommen ratifiziert und sich damit den Zielen verpflichtet, die Erderwärmung zu begrenzen und dafür den Ausstoß von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen zu reduzieren. Dass der Beginn des Klimagipfels mit der Wahl Donald Trumps in den USA zeitlich zusammenfiel, rückte die Frage nach der künftigen Klimapolitik der USA ins Zentrum des weltweiten Interesses. Schließlich hatte sich Trump im Wahlkampf stets als Leugner der Klimakrise inszeniert und stets die Notwendigkeit betont, Öl- und Kohleförderung weiter auszubauen. Jetzt mach Trump ernst. Experten gehen allerdings davon aus, dass eine offizielle Absage der USA an das Klimaschutzabkommen von Paris rechtlich zu aufwändig sind. Eher – so die Vermutung – werde die Regierung Trump in diesem Bereich einfach gar nichts unternehmen.

 

Ein fataler Stillstand für den Klimaschutz, denn Wissenschaftler gehen davon aus, dass es auch mit dem „Clean Power Plan“ für die USA schwierig geworden wäre, die gesteckten Ziele zum Klimaschutz zu erreichen, ohne staatlich kontrollierte Grenzwerte bei den Emissionen von Treibhausgasen und Förderung Erneuerbarer Energien wird der Klimaschutz jedoch nahezu unmöglich.

 

Eines der Probleme ist dabei auch, dass der Klimavertrag von Paris mehr oder weniger eine Selbstverpflichtung der Staatengemeinschaft darstellt. Die Vereinten Nationen können keine Umsetzung von den unterzeichnenden Staaten einklagen und sieht auch keinerlei Sanktionsmöglichkeiten vor.

 

 

Was kommt nach dem „Clean Power Plan“?

Mit der Aufkündigung des „Clean Power Plans“ stehen Trump und die EPA jetzt vor der schwierigen Aufgabe, ein neues Programm vorlegen zu müssen. Das wurde vom Obersten Gerichtshof vorgegeben, allerdings ohne Angabe einer konkreten Frist. Sollten Trump und EPA-Chef Scott Pruitt für die Strategie des Aussitzens entscheiden, drohen jedoch Klagen. Denn Umwelt- und Klimaschutzgruppen in den USA bringen sich aktuell in Stellung.

 

Widerstand gegen den Stillstand in der Klimapolitik hat bereits der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates New York, Eric T. Schneiderman, angekündigt. Gemeinsam mit 23 Bundessstaaten und Regionalbehörden will er das Dekret anfechten. Dabei erweist sich Schneiderman als erfahrener Widersacher. Bereits bei Trumps drastischer Streichung von Geldern des Umweltministeriums konnte Schneiderman den New Yorkern die direkten Auswirkungen klar machen und eine Klage anstrengen. Bekannt ist Schneiderman auch durch seine Klage gegen den deutschen Automobilkonzern VW im Rahmen des Diesel-Skandals.

 

 

 „America First“ in der Energiepolitik – es geht um die Kohle

Die aktuelle Entwicklung zeigt deutlich, dass Trump mit seiner „America First“-Energiepolitik ernst macht und alle bisherigen Hürden für den Abbau fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas in den USA beseitigt. Klar ist allerdings damit auch, dass der Ausstoß an Treibhausgasen weiter ansteigen wird. Bereits heute zeichnen die USA für rund 16 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich.

 

Kohle soll Arbeitsplätze in den US sichern.

Trump hält seine Wahlversprechen konsequent ein. Während der Präsidentschaftswahlen bekannte er sich deutlich zur Kohle. Entsprechend publikumswirksam vollzog er auch die Unterzeichnung des Umweltdekrets in dieser Woche in Anwesenheit von Kohlearbeitern, denen er auch seine Wahl verdankt.

 

Mit einer Förderung der fossilen Energieträger will Trump die Vereinigten Staaten von teuren Energieimporten und ausländischen Energiequellen unabhängig machen. Die Tatsache, dass die USA bereits seit einigen Jahren faktisch ohnehin energieautonom sind, wird dabei vernachlässigt.

 

Zum anderen hat Trump neue Arbeitsplätze in der Kohleindustrie versprochen. Ob er dieses Versprechen halten kann, ist allerdings ungewiss und wird selbst von Unterstützern seiner Politik anzweifelt. Während in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts noch etwa eine viertel Million Amerikaner in der Kohleindustrie arbeiteten, waren es 2008 nur noch die Hälfte. Bis 2015 rutschte die Zahl der „Kumpels“ weiter unter die 100.000 Arbeiter. Der Marktanteil von Energie aus Kohle wird selbst innerhalb der Branche als wenig steigerungsfähig gesehen.

 

 

Die Zukunft der Erneuerbaren Energien in den USA

Die Entwicklung und den Ausbau Erneuerbarer Energien, wie Wind- oder Solarenergien, sollte selbst Trump nicht völlig zurückschrauben können. Schließlich haben sich Anlagen zur Erzeugung von sauberem Strom durchaus zu einem lukrativen Business-Modell entwickelt. Möglich ist hier allerdings, staatliche Subventionen in diesen Bereichen zurückzufahren.

 

Finanzexperten sehen hier allerdings keine besondere Gefahr. Durch den technischen Fortschritt und die Weiterentwicklung im Bereich der Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Wasser, sind die Kosten zur Gewinnung regenerativer Energien stark gesunken. Entsprechend stehen Erneuerbare Energien auch ohne Subventionen kurz vor der völligen Wettbewerbsfähigkeit.

 

Abzuwarten bleibt auch, welchen Kurs die einzelnen Bundesstaaten in der Energiefrage einschlagen, denn bei ihnen liegt letztlich die Entscheidung, welche Ressourcen sie zur Energiegewinnung nutzen. Immerhin haben sich mehr als die Hälfte der US-Bundesstaaten freiwillige Ziele zum Ausbau Erneuerbarer Energien gesteckt.

 

 

USA ohne Vorbildfunktion

Unterschiedlich fielen die internationalen Reaktionen auf Trumps Abkehr von der bisherigen US-Klimapolitik aus. Während einige Staaten und Kommentatoren einen enormen Rückschlag für die globale Klimapolitik prognostizieren, bewerten andere den Rückzug der USA als weniger gravierend.

 

Zum einen, weil noch nicht klar ist, wie stark sich Trumps Linie in den USA tatsächlich durchsetzen wird. Zum anderen weil die USA nur ein Teil eines großen Puzzles darstellen. So gibt erklärt China, das Land mit dem derzeit höchsten Anteil an CO2-Ausstoß, dass es sich klar dem Pariser Klimaschutzabkommen verpflichtet sieht und weiter massiv in Erneuerbare Energien investieren wird. Klimaschutzexperten bestätigen, dass sich der Weg lohnt, für das laufende Jahr prognostizieren sie China fallende CO2-Emissionen in Höhe von einem Prozent.

 

 

Was Trump von Rockefeller lernen kann

Die Überzeugung, dass Erneuerbare Energien ein gewinnbringendes Investment sind, setzt sich zunehmend in der Finanzwirtschaft durch. Dabei zeichnet sich der Trend ab, Anlagen aus den Bereichen Kohle und Öl zu verkaufen und statt dessen in den Bereich der Erneuerbaren Energien zu investieren. In den USA zählen zunehmend institutionelle und Großanleger zu dieser „Divestment“-Bewegung.

 

Populäres Beispiel ist die Stiftung der Familie des legendären Öl-Magnaten John D. Rockefeller. Rockefeller begründete Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Aufbau von Pipelines und Raffinerien das enorme Vermögen der Familie. 2014 entschlossen sich die Erben des Standard Oil-Gründers, einen neuen Weg einzuschlagen und schichtete 860 Millionen Dollar aus dem Rockefeller Brothers Fund um in Erneuerbare Energieträger.

 

Auch für Anleger, die in einer anderen Größenordnung investieren wollen, sind klimaschützende Geldanlagen eine gute Entscheidung. Grünes Geld, erfahrener Experte für nachhaltige Geldanlagen, verfügt über ein breites Portfolio von Anlagen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien. Denn Sonne, Wind- und Wasser helfen, den Klimawandel aufzuhalten.

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Weltwassertag – Wasser eine unserer wertvollsten Ressourcen

Mittwoch, 22. März 2017
Zusammenfassung: Wasser ist Leben – aber der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen ist keine Selbstverständlichkeit. Eines der wichtigsten Ziele einer nachhaltigen Entwicklung ist daher der Schutz des Wassers. Seit 1993 rufen die Vereinten Nationen den jährlichen Weltwassertag am 22. März als Aktionstag aus. In diesem Jahr steht der Umgang mit Abwasser im Mittelpunkt des World Water Day. Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung sind Investitionen im Wasserbereich besonders wichtig. Wasserfonds stellen ein sinnvolles ethisches und ökologisches Investment dar, das sehr gute Entwicklungsaussichten hat.

 

 

Wasser ist Leben!

Mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche ist mit Wasser bedeckt – dennoch ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser – eines der dringlichsten Bedürfnisse der Menschheit – nicht weltweit sichergestellt. Aber auch Länder, in denen der Zugang zu Wasser kein besonderes Problem darstellt, können ihre Augen nicht vor der globalen Problematik verschließen: Verschmutzung der Weltmeere, rapide Verringerung der Süßwasservorräte, Absinken des Grundwasserspiegels und eine schlechte Wasserqualität in vielen Gegenden der Welt, darüber hinaus Dürren und eine generell schlechte Erreichbarkeit von Wasserstellen.

 

 

Der Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen ist seit 2010 ein offizielles – wenn auch nicht einklagbares – Menschenrecht. Dieses elementare Menschenrecht wird jedoch ständig verletzt. Laut Schätzungen der Umweltorganisation WWF haben derzeit mehr als 780 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, 2,6 Milliarden Menschen müssen ohne eine minimale sanitäre Versorgung auskommen. Besorgniserregende Zahlen, denn angesichts der wachsenden Weltbevölkerung wird das Problem sich weiter verschärfen.

 

 

Weltweiter Tag des Wassers

Seit fast einem Viertel Jahrhundert befassen sich die Vereinten Nationen intensiv mit dem Thema und haben 1993 den Weltwassertag („Tag des Wassers“ oder „World Water Day“) ins Leben gerufen, der alljährlich am 22. März terminiert ist. Anstoß für den Weltwassertag war die UN-Konferenz „Umwelt und Entwicklung“, die 1992 in Rio de Janeiro stattfand und aus der heraus sich auch das entwicklungs- und umweltpolitische Aktionsprogramm „Agenda 21“ entwickelte. Verantwortlich für den „Tag des Wassers 2017“ zeichnen das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) gemeinsam mit der UNESCO, UN-HABITAT, UNEP, der Weltbank und UN-DESA.

 

In diesem Jahr steht der Weltwasserstag unter dem Motto „Wastewater – Abwasser“. Der Aktionstag hat zum Ziel, die breite Öffentlichkeit international für das wichtige Thema „Schutz des Wassers“ zu sensibilisieren und – vor allem in den Industrienationen – ihren eigenen Umgang mit der lebenswichtigen Ressource zu überdenken. Um das zu erreichen, sind alle Staaten aufgefordert, geeignete lokale Aktionen durchzuführen und auf die globale Bedeutung des Weltwassertages hinzuweisen.

 

 

Lokale Aktionen bringen das Thema in die Öffentlichkeit

In Deutschland beispielsweise stellt das Umweltbundesamt (UBA) regelmäßig am Tag des Wassers einen speziellen Gewässertyp vor und liefert vielfältige Informationen darüber welchen  Beitrag der Gewässertyp für das Ökosystem leistet und welche Lebensräume er bietet. „Gewässertyp des Jahres 2017“ ist der tiefe, große, kalkarme Mittelgebirgssee, der in Deutschland immer als Talsperre auftritt und meist in einer waldreichen Gegend liegt.

 

Der Weltwassertag bietet aber auch Nichtstaatlichen Organisationen (NGO) eine gute Gelegenheit, kritische Wasserthemen öffentlichkeitswirksam zu platzieren und darauf aufmerksam zu machen, dass viele Menschen auf der ganzen Welt keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. Neben Umwelt- und Sozialverbänden machen auch Frauenrechtsorganisationen an diesem besonderen Tag auf die Rolle der Frauen bei der Beschaffung von Wasser in den Entwicklungsländern aufmerksam.

 

 

Abwasser als Ressource nutzen

Der Weltwassertag 2017 steht unter dem Motto „Wastewater – Abwasser“.

Zum Schwerpunktthema Abwasser veröffentlichen die Vereinten Nationen auch ihren aktuellen „World Water Development Report“. Das Thema Abwasser steht dabei in engem Zusammenhang mit der 6. Forderung der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDG), die eine generelle „Verfügbarkeit und nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle Menschen“ gewährleisten soll. Ein Teilaspekt dieses speziellen Nachhaltigkeitsziels ist es, den Anteil des unbehandelten Abwassers zu halbieren. Außerdem soll die Wiederaufbereitung des Abwassers verstärkt vorangetrieben werden, um eine unbedenkliche Wiederverwertung weltweit zu ermöglichen.

 

Die Zielsetzung macht deutlich, dass Abwasser kein Abfall ist, der einfach nur entsorgt werden muss. Stattdessen wird klar unterstrichen, dass Abwasser eine wichtige Ressource darstellt und – wieder aufbereitet – als ein unentbehrlicher Ersatz für Frischwasser in der Landwirtschaft und in der Industrie genutzt werden muss. Darüber hinaus wird auch die erneute Verwendung von Inhaltsstoffen des Abwassers thematisiert. Diese könnten beispielsweise als Nährstoffe bei der Produktion von Düngemitteln eingesetzt werden.

 

 

In Wasser investieren – Lebensgrundlagen bewahren

Wasser ist wertvoll und bereits heute eine erbittert umkämpfte Ressource. Während die Weltbevölkerung weiter anwächst – mittlerweile gehen Experten von 10 Milliarden Menschen im Jahr 2050 aus – sinken die Süßwasservorräte der Erde. Ursache dafür ist nicht zuletzt die Klimakrise, aber auch der generelle Raubbau an Natur leistet einen Beitrag an der Verknappung des lebenswichtigen Guts.

 

Vor diesem eher Hintergrund, entwickeln sich Geldanlagen in diesem Bereich sehr gut. Eine Investition in die wertvolle Ressource Wasser ist daher in vielerlei Hinsicht sinnvoll. Unter ökologischen und ethischen Gesichtspunkten können so die Umwelt geschützt und das Menschenrecht auf sauberes Wasser unterstützt werden. Darüber hinaus versprechen Wasserinvestments sehr gute Erträge und nutzen so auch direkt den Anlegern.

 

Wer sich für eine Geldanlage im Bereich Wasser entscheidet, hilft aktiv dabei mit, die Wasserversorgung weltweit sicherzustellen. Im Rahmen der unterschiedlichen Wasserfonds werden Unternehmen gefördert, die mit verschiedenen Technologien einen Beitrag dazu leisten, dem weltweiten Wassermangel zu begegnen. Vielfach engagiert sind – passend zum Thema Abwasser des Weltwassertages – Hersteller von Filtersystemen, Reinigungsanlagen und Rohrleitungen. Ebenfalls interessant sind Firmen, die sich der Wassergewinnung verschrieben haben. Dazu zählen beispielsweisen Meerwasserentsalzungsanlagen oder auch Pumpenhersteller für den Brunnenbau.

 

 

Nachhaltige Investments müssen nicht kompliziert sein

Die passenden Geldanlagen zu finden ist dabei nicht schwer, wenn man sich auf einen erfahrenen Finanzexperten verlassen kann, der die gleichen ethischen und ökologischen Ansprüchen vertritt, wie der Anleger.

 

 

Grünes Geld, hat als unabhängiger Finanzdienstleister für nachhaltige Geldanlagen ein Musterdepot  zusammengestellt, das die besten Wasserfonds im Markt umfasst. Dabei achtet Grünes Geld sowohl auf die inhaltliche Ausrichtung im Sinne einer grünen Geldanlage, als auch auf die Stabilität und Performance der Investments.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

7 Tipps für einen umweltfreundlichen Frühjahrsputz

Freitag, 17. März 2017
Zusammenfassung: Der Frühling steht vor der Tür, höchste Zeit für einen ausgiebigen Frühjahrsputz. Immerhin rund die Hälfte aller Deutschen bringt zur lauen Jahreszeit ihr Zuhause in Ordnung. Besonders gut für die Umwelt sind ökologisch unbedenkliche Hausmittel und eine sinnvolle Entsorgung von überflüssigen Dingen. Am einfachsten geht es mit den 7 Tipps für einen umweltfreundlichen Frühjahrsputz. Nicht vergessen werden sollte auch die regelmäßige Durchsicht von Finanzunterlagen.

 

 

Umweltfreundliche Putzmittel sind preisgünstig und wirkungsvoll.

Bewegung im Alltag – ein Dauerbrenner, wenn es um Fitness und Gesundheit geht. Wer jetzt im Frühjahr Wohnung, Haus oder Garten entrümpelt, aufräumt und putzt, hat bereits ein umfassendes und anspruchsvolles Workout absolviert. Und wer den Frühjahrsputz als Fitnessprogramm sieht, wird sicher mit mehr Lust und Laune ans Werk gehen. Schließlich zählt die Hausarbeit nicht gerade zu den Lieblingsbeschäftigungen der meisten Menschen. Der Grund dafür liegt auch in der ständigen Wiederholung der gleichen Tätigkeiten ohne sichtbaren und nachhaltigen Erfolg. Ein umfangreicher Frühjahrsputz dagegen geht – abseits von den kleinen alltäglichen Verrichtungen – den Weg der großen Lösungen und zeigt so auch länger eine positive Wirkung.

 

 

Ist Frühjahrsputz noch „in“?

Ist ein Frühjahrsputz überhaupt noch ein zeitgemäßes Thema? Schließlich wollen es doch die meisten Menschen das ganze Jahr über sauber, gemütlich und aufgeräumt haben. Das schon, aber ein „offizieller“ Frühjahrsputz treibt auch die letzten Wintergedanken aus den eigenen vier Wänden und ist natürlich auch eine gute Gelegenheit, mal wieder richtig auszumisten und aufzuräumen. Ein durchaus aktuelles Thema in den Zeiten des „leichten Gepäcks“. Darüber hinaus ist seit einigen Jahren eine neuerwachtes Interesse an häuslichen Tätigkeiten zu verzeichnen. Kochen, backen, dekorieren und reparieren liegt im Trend. Interessanterweise zieht sich die Begeisterung für häusliches Do-it-yourself durch sämtliche Altersklassen. Gerade jünger Menschen lieben Life-Hacks im Internet, die eigentlich den klassischen Hauhaltstipps der gängigen Illustrierten sehr ähnlich sind.

 

Dass der Frühjahrsputz also noch immer seine Berechtigung hat, belegen auch Umfragen: Denen zufolge entscheidet sich gut die Hälfte der Deutschen für ein Großreinemachen im Frühjahr. Gut für Mensch und Natur: umweltfreundliche und bewährte Hausmittel und Gerätschaften zu benutzen.

 

 

7 gute Ideen für einen umweltfreundlichen Frühjahrsputz

 

  1. Aufräumen und Ausmisten: Am Anfang war das Chaos

Vor dem Putzen steht das Aufräumen. Und das macht vielen besonders viel Arbeit. Viele Blogs und Bücher befassen sich mittlerweile mit diesem heiklen Thema, denn auch abseits der klinischen Diagnose des Messie-Syndroms haben viele Menschen Schwierigkeiten, Dinge aufzuräumen oder sich völlig von ihnen zu trennen. Dabei greift die alte Weisheit, dass man „alles irgendwann einmal gebrauchen könnte“, zu kurz. Schließlich verfügt kaum jemand über einen weitläufigen Dachboden eines alten Bauernhauses, in dem dann nach Jahrzehnten wertvolle Schätze wiederentdeckt werden. Vielmehr sieht es in der Praxis so aus, dass Keller und Abstellräume vollgestopft werden mit alter Kleidung, ausrangierten Elektrogeräten, ausgelesenen Büchern oder Kinderspielsachen. Nachhaltiger ist es aber, wenn Dinge hier und heute benutzt werden. So wird weniger produziert und es wird kein wertvoller Aufbewahrungsraum beansprucht. Wer also im Frühjahr aufräumt, sollte vor allem eine Kunst erlernen und beherrschen: das Loslassen!

 

 

Wer diese mentale Hürde genommen hat, besorgt sich einige Kisten und sortiert nach dem bewährten Prinzip, das in nahezu allen Ratgebern empfohlen wird: verkaufen, verschenken, entsorgen und behalten. Die Tücke des Systems liegt darin, dass nach getaner Arbeit neue Aufgaben warten. So müssen die Verkäufe organisiert, Geschenke und Spenden abgeliefert oder der kommunale Wertstoffhof aufgesucht werden. Hier empfiehlt es sich, eine Liste anzufertigen, die einzelnen Schritte mit Terminen zu versehen und einen alternativen Plan zu bedenken. Beispielsweise kann sich das alte Kinderbett als unverkäuflich herausstellen. Hier gilt es dann, die Gesetze des Marktes zu respektieren und das Möbelstück lieber an eine karitative Einrichtung vor Ort zu spenden, als wieder in die Abstellkammer zu bringen.

 

Die größte Falle lauert allerdings in der Kiste mit den Dingen, die bleiben sollen. Auch hier ist es gut, genau zu überlegen, welchen Platz die Dinge erhalten sollen, ob etwas repariert werden muss oder ob sich ein kreatives Upcycling anbietet. Repair-Cafés und Upcycling-Blogs geben hier vielfältige Anregungen. Wer diese gewaltigen Herausforderungen im Haushalt bewältigt hat, kann sich beherzt dem Saubermachen widmen.

 

 

  1. Konsumfalle: Neue Besen kehren gut?

Neue Besen kehren gut – alte aber auch!

Eimer, Staubsauger, Besen und Putztücher sind eigentlich in jedem Haushalt zu finden. Dennoch gibt es auch bei den Haushaltsgeräten in diesem Bereich ständig Innovationen. Im konventionellen Bereich sind das die unterschiedlichsten Wisch-Systeme, die das Auswringen automatisieren sowie eine unüberschaubare Menge an Tücher, Lappen und Schwämmen. Im technischen Bereich werden Saugroboter, elektrische Fensterputzer und Dampfreiniger angeboten. Alle Geräte müssen aber auch weiterhin von Menschenhand bedient und gepflegt werden. In der Putzleistung sind sie der klassischen Handarbeit im Allgemeinen nicht überlegen.

 

Die kostspieligen Geräte rechnen sich darüber hinaus eher im professionellen Einsatz. Wer dennoch nicht auf Hightech-Haushaltshelfer verzichten will, muss diese nicht unbedingt kaufen. Dampfreiniger und Hochleistungssauger werden auch von vielen Baumärkten verliehen. Auf diese Weise können technikbegeisterte Frühjahrsputzer ohne großen Aufwand immer das neueste Modell nutzen. Geräte, die wirklich häufiger zum Einsatz kommen, können auch mit befreundeten Haushalten gemeinsam angeschafft und geteilt werden.

 

 

  1. Die kleine Chemiestunde – Keine Angst vor Hausmitteln

Die Wohnung ist aufgeräumt, Schrubber, Besen und Co. stehen bereit – jetzt kann es sofort losgehen mit dem eigentlichen Frühjahrsputz. Mit Muskelkraft, heißem Wasser und etwas Druck verschwindet zwar der meiste Schmutz, einfacher geht es allerdings mit Unterstützung eines passenden Putzmittels. Hier erleben erfreulicherweise viele alte Hausmittel eine Renaissance, denn konventionelle Putzmittel belasten die Umwelt stark.

 

Für einen umweltfreundlichen Frühjahrsputz werden drei Substanzen benötigt: Natriumhydrogencarbonat, E330 und E260. Was für Nicht-Chemiker unheilvoll klingt, ist nur für Schmutz und Ablagerungen gefährlich, denn hinter den eindrucksvollen Begriffen verbergen sich Natron (auch bekannt als Soda und als Bestandteil des Backpulvers), Zitronensäue und Essigsäure. Zusammen mit warmem Wasser und waschbaren Putzlappen, lässt sich so das gesamte Haus effektiv und umweltfreundlich säubern.

 

Natron wirkt als Allzweckwaffe gegen Fett und kann so zum Putzen und Spülen verwendet werden. Gute Erfolge verzeichnet Natron auch als Zusatz zur Weißwäsche. Chemisch eindrucksvoll ist auch das Zusammenspiel von Natron und Haushaltsessig. Das schäumende Gemisch wirkt Wunder bei angebrannten Töpfen und ist auch ein ausgezeichneter Rohrreiniger.

 

Gegen lästige Kalkablagerungen in Küche und Bad hilft es, Waschbecken, Kacheln und Armaturen regelmäßig trocken zu wischen und die Dusche mit einem Abzieher zu trocknen. Für alle, die das über das Jahr doch häufiger versäumen, eignet sich eine Behandlung mit Essig oder Zitronensäure. Welche Säure eingesetzt wird, ist eine Geschmacks- beziehungsweise Geruchsfrage. Ein guter Schuss ins Putzwasser genügt. Das Mittel eignet sich auch als WC-Reiniger und zum Fensterputzen. Für stark verschmutzte Fensterscheiben bietet sich allerdings auch denaturiertes Ethanol an, besser bekannt als Spiritus. Der Alkohol reinigt zuverlässig und verdunstet rasch, so dass Glasscheiben streifenfrei sauber werden.

 

 

  1. Putzmittel – Man muss ja nicht alles selbst machen

Strahlend sauber in den Frühling!

Natürlich muss niemand seine Reinigungsmittel selbst mischen, um umweltfreundlich zu putzen. Allerdings sollte beim Kauf von Putzmitteln darauf geachtet werden, welche Substanzen zum Einsatz kommen und wie sich diese auf die Umwelt auswirken. Gerade bei Putzmitteln sind Werbeversprechungen mit besonderer Vorsicht zu genießen, denn hinter manchem Wundermittel steckt eine regelrechte Giftschleuder. Konventionelle Reinigungsmittel sind entsprechend häufig schädlich für Natur und Mensch. Viele waschaktive Substanzen werden auf Basis von Mineralöl hergestellt und belasten schon bei der Gewinnung und Produktion unnötig die Umwelt. Was in einem Krankenhaus Pflicht ist, ist im privaten Haushalt überflüssig: antibakterielle Reiniger und Desinfektionsmittel zerstören wichtige Mikroorganismen und haben in einer ökologischen Putzkiste nichts zu suchen. Allergien sind auf dem Vormarsch. Verantwortlich ist dafür nicht die mangelnde Hygiene, sondern oft unnötige synthetische Tenside aus Reinigungsmitteln, die Haut und Schleimhäute austrocknen.

 

In eine gute Ökoputzkiste gehören Reinigungsmittel ohne Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe. Die waschwirksamen Tenside der Produkte stammen aus nachwachsenden Rohstoffen, also aus Fetten und Zucker aus biologischem Anbau. Aber auch hier lohnt sich der kritische Blick auf die Angabe der Inhaltsstoffe. Gerade das klimaschädliche Palmöl sollte in den Putzmitteln nicht enthalten sein. Gute ökologische Putzmittel basieren im Allgemeinen auf den gleichen Substanzen, wie die selbstgemixten Produkte, also Essig, Zitronensäure, Natron und Spiritus.

 

  1. Haushaltshilfe – Unterstützung tut gut

Umweltfreundliche Putzmittel und Arbeitsgeräte stehen bereit, dennoch kommt beim sauber machen nicht die Sonderkonditionen mit den Grünes Geld Newsrechte Freude auf. Wenn auch die alte Devise „mit Musik geht alles besser“ nicht hilft, ist tatkräftige Unterstützung gefragt. Ein „Putzparty“ mit der gesamten Familie ist für einige sicher eine gute Möglichkeit – aber sicher nicht für alle. Wer trotzdem nicht alleine putzen will oder kann, sollte auf professionelle Unterstützung zurück greifen. Viele Agenturen für Hauspersonal vermitteln ihre Kräfte auch für einzelne Termine. Die besonderen Vorteile dieser Lösung: eine professionelle Putzkraft reinigt Böden und Fenster ohne sich von anderen möglichen Tätigkeiten im Haus ablenken zu lassen. Darüber hinaus sind die Kosten für diese haushaltsnahe Dienstleistung steuerlich absetzbar. Bis zu 20 Prozent, höchstens jedoch 4.000 Euro im Jahr, können in der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden. Wichtig ist, dass eine Rechnung ausgestellt und bargeldlos bezahlt wurde.

 

 

  1. Raus ins Freie

Alles aufgeräumt, entrümpelt und herrlich sauber – jetzt heißt es, den Zustand so lange wie möglich zu bewahren. Das fällt in der helleren und wärmeren Jahreszeit nicht allzu schwer, denn wer sich jetzt viel im Freien aufhält, hat wenig Gelegenheit, für Unordnung und eine erneute Anhäufung von Dingen zu sorgen. Wer stattdessen Frühlingszweige und Wiesenblumen ins Haus bringt, verschönert die eigenen vier Wände umweltfreundlich und ohne besondere Anschaffungen.

 

 

  1. Die äußere und die innere Ordnung

Nach getaner Arbeit zurücklehnen und entspannen – das macht im frisch aufgeräumten Zuhause besonders viel Spaß. Aber nicht nur die Wohnung muss regelmäßig aufgeräumt werden, auch Schreibtisch, Ordner und viele wichtige Unterlagen sollten regelmäßig durchgesehen werden. Schließlich ist es wichtig, dass beispielsweise laufende Versicherungen noch zur Lebenssituation passen. Oder, dass sich Geldanlagen sich positiv entwickeln.

 

Grünes Geld, erfahrener Anbieter ethischer und ökologischer Geldanlagen hilft Ihnen, in Ihrem Portfolio Ordnung zu schaffen. Mit mehr als 300 nachhaltigen Investments, die eine gute Rendite versprechen. Machen Sie den Grünes Geld Test.

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

 

Nachhaltige Staaten – Naher Osten und Nordafrika

Dienstag, 14. März 2017
Zusammenfassung: Die Vereinten Nationen haben 17 Nachhaltigkeitsziele verabschiedet, die alle Staaten der Welt bis 2030 umgesetzt haben sollen. Während die westlichen Staaten die ersten 50 Plätze im Ranking der Zielerreichung einnehmen, stehen viele Staaten Afrikas und Asiens vor der Herausforderung, grundlegende Ziele wie Armutsbekämpfung und Wasserversorgung zu erreichen. Der vierte Teil der Serie zu nachhaltigen Staaten richtet seinen Blick auf die Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas.

 

 

Die MENA-Staaten – das Mittelmeer trennt und verbindet.

Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) weltweit, so lautet das große Ziel der Vereinten Nationen, deren Mitgliedstaaten drei Jahre lang eine umfassende Agenda zum Thema entwickelt haben. Aufgeteilt in 17 Teilziele geht es dabei um die großen Herausforderungen der Zeit. Bis zum Jahr 2030 sind die Länder aufgefordert, die für alle gleichermaßen relevanten ökonomischen, ökologischen und sozialen Ziele zu erreichen. Konkret sind das unter anderem ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in den einzelnen Staaten zu entwickeln, Armut und Hunger zu bekämpfen, Bildung und Chancengleichheit für alle auf den Weg zu bringen und nicht zuletzt Umweltzerstörung und Klimawandel Einhalt zu gebieten.

 

Ihrer extrem ungleichen Ausgangslagen geschuldet, gehen die UN-Mitgliedstaaten die Herausforderung unterschiedlich an. In unserer Serie „Nachhaltige Staaten“ haben wir bereits einige Wege vorgestellt. Skandinavien hat vieles erfolgreich umgesetzt und ist bei Erreichung der Nachhaltigkeitsziele weltweit führend. Deutschland, Österreich und die Schweiz sind gut unter den ersten zehn Staaten platziert und auch die übrigen westeuropäischen Länder sind auf den vorderen Plätzen des SDG-Rankings zu finden. Selbst die USA nehmen mit Platz 25 angesichts ihrer hohen CO2-Emissionen noch einen respektablen Platz ein.

 

Wie sieht es aber mit der nachhaltigen Entwicklung im Nahen Osten und Nordafrika aus? Welchen Stellenwert hat die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele in den krisengeschüttelten Staaten des Maghreb (Algerien, Libyen, Mauretanien, Marokko und Tunesien) auf der politischen Agenda und auf welche Punkte konzentrieren sich die einzelnen Länder? Beispielsweise hat Marokko als Gastgeber der UN-Klimakonferenz COP 22 im vergangenen November positive Signale in die Welt gesendet und bereits einige ambitionierte Anstrengungen unternommen, die lokale Energieversorgung mittelfristig vollständig aus regenerativen Quellen decken zu können. Im vierten Teil unserer Serie werfen wir also einen exemplarischen Blick auf einige MENA-Staaten (Middle East and North Africa).

 

 

Naher Osten und Nordafrika – So nah und doch so fern

Die  MENA-Region Naher Osten und Nordafrika erstreckt sich im süd-östlichen Mittelmeerraum von Marokko bis in den Iran. Dort leben insgesamt rund 380 Millionen Menschen. Besondere Herausforderungen der Region sind das Bevölkerungswachstum, steigende Arbeitslosigkeit und knappe Ressourcen.

 

Seit Ende 2010 ist ein politischer Wandel in vielen Staaten des Nahen Ostens und Nordafrikas spürbar geworden. Bis dahin wurden viele der Länder autoritär regiert und viele Grundrechte stark beschnitten. Intransparente Entscheidungen, mangelnde Informationen, strenge Reglementierungen der Medien und eine stark eingeschränkte Organisationsfreiheit machten eine politische Mitbestimmung der Bevölkerung schwierig bis unmöglich. Darüber hinaus waren und sind Frauen aufgrund gewachsener patriarchalischer Strukturen wirtschaftlich und sozial stark benachteiligt.

 

 

Vom arabischen Frühling zum islamistischen Winter?

Die Forderungen von Millionen Menschen nach einer umfassenden Demokratisierung der Gesellschaft führten in vier Staaten zu einem Sturz des bis dahin bestehenden autokratischen Regimes. 2011 wurden die Machthaber in Tunesien, Ägypten, im Jemen und in Lybien abgelöst. Der gesellschaftliche Umbruch ist jedoch auch weiterhin schwierig und trifft auf die gegenläufige Entwicklung einer radikalen Islamisierung. Entsprechend muss sich die Region auch weiterhin mit vielfältigen Problemen auseinandersetzen. Die Länder erreichen daher bei der Bewertung des UN-Nachhaltigkeitsziels „Frieden und Gerechtigkeit“ maximal mittelmäßige Werte.

 

 

Wirtschaftliche Entwicklung in der Region

Die unterschiedlichen Länder Nordafrikas und des Nahen Ostens sind kaum unter einen Hut zu bringen.

Wie sich die Wirtschaft in den einzelnen Ländern künftig entwickeln wird, steht in starker Abhängigkeit von der politischen Stabilität. Fakt ist, dass bislang der Erdölexport sowie der Tourismus die beiden wichtigsten Säulen der Volkswirtschaften bildeten. Sowohl Landwirtschaft, als auch verarbeitende Industrie leisten keinen nennenswerten Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt.

 

Dabei wird der Maghreb weltweit als wirtschaftlich am schlechtesten integrierte Weltregion bewertet. Exporte sind einseitig auf Europa ausgerichtet, während untereinander kaum wirtschaftliche Beziehungen bestehen. Diese wären auch schwierig, denn die in den 90er Jahren geplante Freihandelszone zwischen den fünf Ländern wurde wegen anhaltender politischer Differenzen nie realisiert. Dem entsprechend sind diese Länder vom UN-Nachhaltigkeitsziels „nachhaltiges Wirtschaftswachstum“ noch weit entfernt.

 

Sehr gute Ergebnisse erzielen hier jedoch durchaus einige MENA-Staaten. Für Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate steht hier bereits die Ampel auf grün. Überhaupt werden die wohlhabenden Golfstaaten viele UN-Entwicklungsziele gut erreichen können. Schwieriger wird es in den extrem armen Regionen wie beispielsweise dem Jemen, der zudem enorm unter dem Wassermangel leiden muss.

 

Ein weiterer Hemmschuh für die nachhaltige Entwicklung in vielen MENA-Staaten sind die andauernden, teilweise auch wechselnden Krisenherde. Zum einen die langanhaltenden Konflikte zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten, zum anderen im Irak. Durch den blutigen Bürgerkrieg in Syrien ist seit 2011 eine weitere Krisenregion hinzugekommen. Darüber hinaus stehen Konflikte – besonders um die Rechte von Minderheiten – in vielen weiteren MENA-Staaten auf der Tagesordnung. Die politischen Unsicherheiten in den Konfliktstaaten strahlen mittlerweile als Bedrohung der Sicherheit auf die ganze Welt aus.

 

 

Wasserarmut betrifft die gesamte Region

Inwieweit Ideologien die Ursache für erbitterte Konflikte sind oder ob Kämpfe nicht doch aufgrund knapper Ressourcen wie Wasser, Erdöl und Erdgas entstehen, bleibt vorerst ungeklärt. Tatsache ist, dass die MENA-Region weltweit zu den wasserärmsten Gebieten der Welt zählt. Regen ist eine Seltenheit und aufgrund der hohen Temperaturen verdunstet Feuchtigkeit rasch. Wasserressourcen ergeben sich ausschließlich durch Flüsse und Seen, davon haben weniger als die Hälfte (43 Prozent) ihren Ursprung in der Region. Die intensive Nutzung der Wasserressourcen durch eine wachsende Bevölkerung hat bewirkt, dass der Grundwasserspiegel Nordafrikas und des Nahen Ostens bereits stark abgesunken ist. Das hat zur Folge, dass die Bevölkerung teilweise nicht mehr ausreichend mit Trinkwasser versorgt und in der Folge auch keine Landwirtschaft mehr betrieben werden kann.

 

Bei der Erreichung des UN-Nachhaltigkeitsziels „Wasserversorgung“ stehen die Ampeln bei den MENA-Staaten auf rot. Lediglich Marokko und der Libanon erreichen hier mittlere Werte.

 

Eine Verbesserung der Situation zeichnet sich nicht ab, denn hier macht sich die fortschreitende Klimakrise bereits bemerkbar. Die Temperaturen in der gesamten Region steigen an, die verheerende Trockenheit nimmt weiter zu und die Wüsten breiten sich weiter aus und bedrohen die Lebensgrundlagen der Menschen in allen Staaten.

 

 

Platzierungen der MENA-Staaten im SDG-Ranking

Nordeuropa konnte mit vielen erreichten Zielen in der nachhaltigen Entwicklung bislang souverän punkten, Mittel- und Südeuropa schlossen sich mehr oder weniger souverän an und auch die osteuropäischen Staaten sind unter den Top 50 zu finden. Extrem unterschiedlich fallen dagegen die Platzierungen der MENA-Staaten aus. Hier geht behauptet sich beispielsweise Israel auf Platz 29, Tunesien auf Platz 51, Saudi Arabien befindet sich auf Platz 85 und der Jemen liegt abgeschlagen auf Rang 137.

 

Deutlich wird dabei auch, dass besonders die ärmsten Länder der Welt die Schlusslichter des SDG-Rankings bilden, denn obwohl beispielsweise der Jemen einen geringen CO2-Ausstoß aufweisen kann (0,91 Tonnen pro Jahr und Einwohner), können die UN-Ziele wie die Beseitigung von Armut und Hunger, Zugang zu Wasser, Bildung, Gesundheitswesen und eine nachhaltige Entwicklung der Infrastruktur kaum erfüllt werden. Entsprechend stehen die reicheren Länder in der Pflicht, die ärmeren Staaten beim Erreichen der Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen. Eine besondere Priorität muss dabei – gerade in der MENA-Region – im nachhaltigen Wassermanagement sowie in der Sicherstellung der Ernährung und der nachhaltigen Landwirtschaft gesetzt werden.

 

 

Marokko – Im Westen durchaus Neues

Im vergangenen Jahr tagte die Klimakonferenz COP 22 mit guten Ergebnissen in Marrakesch. Das westlichste der MENA-Staaten gilt als politisch stabil. Nach Forderungen nach Reformen und mehr Demokratie Anfang 2011 kam es zu einer „Sanften Revolution“ und eine gesellschaftliche Erneuerung wurde angestoßen.

 

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bewertet Marokko nicht als sicheres Herkunftsland und beschreibt in seinem aktuellen Jahresbericht, dass der Staat auch weiterhin das Recht auf Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit stark einschränkt. Journalisten und Menschenrechtsanwälte sollen wegen ihrer Kritik an Staat und Verwaltung strafrechtlich belangt worden sein. Auch beim Nachhaltigkeitsziel der Gleichstellung der Geschlechter hat Marokko noch einen langen Weg vor sich. Gemäß einer Bewertung des Genfer Weltwirtschaftsforums, nimmt Marokko in Sachen Frauenrechten Platz 133 von 143 bewerteten Ländern ein.

 

Marokko belegt auf dem SDG-Ranking Rang 64, die Nachhaltigkeitsampel steht dabei 9 mal auf rot und 8 mal auf gelb. Wirtschaftlich bewegt sich Marokko in den üblichen Bereichen Erdöl und Tourismus. Allerdings nehmen auch Landwirtschaft und Bergbau zentrale Rollen ein. Außerdem verfügt das Land über große Rohphosphatvorkommen, die als Chemikalie und Düngemittel exportiert werden. Rund drei Viertel des weltweit geförderten Phosphats stammt aus Marokko.

 

Wasserfälle in Marokko.

Zwar steht beim Nachhaltigkeitsziel „Saubere Energiegewinnung“ die SDG-Ampel noch auf rot, allerdings hat sich gerade in diesem Bereich Marokko ambitionierte Ziele gesetzt. Aktuell liefert noch ein Kohlekraftwerk und ein Drittel des Strombedarfs, das soll sich jedoch in naher Zukunft ändern. Die konsequente Umsetzung des nationalen Energieplans ist aktuell das wichtigste politische Thema des Landes. Ziel ist es, die nationale Energieversorgung rasch von fossilen Energieträgern auf Erneuerbare Energien umzustellen und die Energieeffizienz spürbar zu steigern.

 

Entsprechend investiert das Land in den Ausbau von Wind- und Solarenergie und konnte sich anlässlich der Weltklimakonferenz 2016 als wichtigen Treiber für den Klimaschutz auf dem afrikanischen Kontinent präsentieren. Bis zum Jahr 2030 soll mindestens die Hälfte der Stromversorgung mit Sonnen, Wind- und Wasserkraftwerken produziert werden. Der Grundstein für diese Entwicklung ist gelegt: Marokko verfügt über eines der weltweit größten Solarkraftwerke, das in Rekordzeit realisiert werden konnte. Neben dem Großprojekt setzt das Land auch auf kleine dezentrale Lösungen. So sollen künftig auch Solarmodule auf Hausdächern die Energieversorgung mit sichern.

 

 

Nachhaltigkeitsziele – anspruchsvoll aber erreichbar

Die UN-Nachhaltigkeitsziele sind vielfältig und anspruchsvoll. Das Beispiel Marokkos zeigt, dass auch Länder mit schwieriger Ausgangslage etwas bewirken können und mindestens Teilziele realisieren. Wenn sich noch mehr Staaten bewegen, kann viel verändert werden. Für Umwelt, Klima, Wirtschaftsentwicklung sowie soziale Gerechtigkeit.

 

Für eine solche Entwicklung brauchen alle beteiligten Staaten einen langen Atem und Geld. Denn um viele gute Ideen und Projekte umzusetzen, werden weltweit Investitionen benötigt. Eine gute Möglichkeit also, Geld sinnvoll und für eine nachhaltige Entwicklung anzulegen und gleichzeitig eine gute Rendite zu erwirtschaften. Grünes Geld, erfahrener Experte für grüne Geldanlagen, hat mehr als 300 nachhaltige Finanzprodukte im Angebot. Finden sie mit uns Ihr passendes Anlagekonzept.

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Fit in den Frühling 2 – E-Bike, Pedelec & Co.

Freitag, 10. März 2017
Zusammenfassung: Radfahren hält fit und schont die Umwelt. Die breite Auswahl an Fahrrädern mit elektrischer Unterstützung begeistert technikaffine Radler und alle, denen aus unterschiedlichen Gründen das konventionelle Radeln zu beschwerlich ist. Besonders gut für die Umwelt ist es, wenn E-Bikes und Co. das Auto ersetzen und die Batterie mit Strom aus Erneuerbaren Energien geladen wird.

 

 

Wenn die Frühlingssonne lockt, heisst es für viele „Rauf auf’s Rad“!

Der Winter verabschiedet sich jetzt langsam aber sicher. Bewegung an der frischen Luft macht wieder Spaß. Wer sich nicht ohnehin regelmäßig auf das Fahrrad schwingt – immerhin rund 20 Prozent der Bevölkerung tun das fast täglich – hat jetzt die Gelegenheit, sich und seinen Drahtesel wieder fit für den Frühling zu machen.

 

Während in Städten wie Freiburg und Münster in Westfahlen Radfahren ganz selbstverständlich ein Teil der städtischen Mobilität darstellt, sieht es in vielen Großstädten anders aus. Hier ist Radfahren teilweise lebensgefährlich. Dennoch erobern immer mehr Radfahrer die Straßen. Im alltäglichen Verkehr gewinnt das Fahrrad vor allem bei Strecken bis 5 Kilometer an Bedeutung. Teilweise auch, um Staus und Stoßverkehr zu umgehen. Bei Strecken bis zu 20 Kilometern ist dagegen die Gruppe der regelmäßigen Radfahrer geringer. Anders sieht es bei den „Gelegenheitsradfahrern“ aus: Hier lockt eine schöne Radtour, im Zweifelfall abseits der vielbefahrenen Straßen, fast alle Altersgruppen und Fitnessgrade regelmäßig ins Grüne.

 

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld NewsWer allerdings in einer Gegend mit vielen Höhen und Tiefen lebt, nicht zu den sportlichsten Zeitgenossen zählt oder vielleicht auch einfach nicht mehr der Jüngste ist, kann schnell die Freude am Zweirad verlieren. Mit dem reichhaltigen Angebot an E-Bikes, Pedelecs & Co. steht einer Fahrradtour mit eingebautem Rückenwind nichts mehr im Wege. Durch viele coole Designs und technologische Finessen haben zudem Fahrräder mit Elektromotor ihr „Reha-Image“ abgelegt und sprechen jetzt Kinder, Jugendliche, technikbegeisterte Erwachsene und Senioren gleichermaßen an. Allein 2015 wurden in Deutschland mehr als eine halbe Million der E-Räder verkauft. Damit hat jedes achte Fahrrad, das in diesem Jahr über die Ladentheke ging, eine elektrische Unterstützung.

 

 

Kleine Warenkunde zu E-Bike, Pedelec & Co.

Wer sich für ein Fahrrad mit elektrischer Unterstützung generell interessiert, sich jedoch noch nicht tiefer mit der Materie beschäftigt hat, muss sich erst einmal durch das Fachvokabular durchkämpfen. Generell lässt sich sagen, dass die meisten sogenannten E-Bikes eigentlich Pedelecs sind. Gute und herstellerunabhängige Informationen bieten Umweltverbände wie der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC und der Verkehrsclub Deutschland VCD.

 

 

Pedelecs, Fahrräder mit eingebautem Rückenwind

Erfreulich: Immer mehr Städte und Gemeinden bieten kostenfreie Akku-Tankstellen.

Pedelecs, abgekürzt vom englischen Pedal Electric Cycle, sind Fahrräder, die mit einem Elektromotor mit einer maximalen Stärke von 250 Watt ausgerüstet sind. Während der Fahrer in die Pedale tritt, wird er vom Motor unterstützt. Einige Pedelecs verfügen auch über eine Anfahrhilfe. Wie stark diese Unterstützung ausfällt, kann in verschiedenen Stufen eingestellt werden und hängt außerdem ab von der Pedalkraft oder der jeweiligen Trittfrequenz. Vorschub leistet der Motor allerdings nur bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern. Wer schneller unterwegs sein will, muss seine eigene Muskelkraft einsetzen.

 

Rechtlich gesehen sind Pedelecs ganz normalen Fahrrädern gleichgestellt. Ein Pedelec darf also jeder fahren, gleichgültig, wie alt er ist und ob er über einen Führerschein verfügt. Entsprechend gibt es keine besondere Zulassung oder ein Versicherungskennzeichen. Ein Helm ist nicht verpflichtend, aber in jedem Fall sinnvoll.

 

 

S-Klasse Pedelecs – wenn es etwas schneller gehen soll

Pedelecs der S-Klasse unterstützen ihren Fahrer mit einem elektrischen Motor mit einer maximalen Leistung von 500 Watt. Im Grunde funktioniert alles wie bei einfachen Pedelecs, jedoch stellt die S-Klasse ihre Unterstützung erst bei einer Geschwindigkeit von 45 Stundenkilometern ab.

 

Durch die hohe motorisierte Geschwindigkeit zählt die S-Klasse im rechtlichen Sinne nicht mehr zu den Fahrrädern. S-Klasse Pedelecs sind, genauso wie Mokicks, Mopeds und Roller, Kleinkrafträder. Daher muss der Fahrer mindestens 16 Jahre alt sein und einen Führerschein der Klasse AM besitzen. Die S-Klasse Pedelecs müssen vom Kraftfahrbundesamt zugelassen sein und benötigen ein Versicherungskennzeichen. Außerdem besteht eine Helmpflicht. Ob noch ein Fahrradhelm ausreicht, liegt in einer rechtlichen Grauzone. Fakt ist jedoch, dass die schnellen Pedelecs keine Radwege befahren dürfen.

 

 

E-Bikes – das sportliche Mofa

E-Bikes unterscheiden sich von Pedelecs dahingehend, dass der Fahrer in die Pedale treten kann, es aber nicht zwingend tun muss, um voranzukommen. Der Elektroantrieb erlaubt auch das Fahren ohne eigene Mitarbeit. Diese Unterstützung gilt allerdings nur bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern. Wer flotter ans Ziel kommen möchte muss selbst strampeln. Auch beim E-Bike beträgt die Höchstleistung des Motors 500 Watt.

 

Für das E-Bike benötigt der Fahrer eine Betriebserlaubnis, ein Versicherungskennzeichen und eine Mofa-Prüfbescheinigung, für die man mindestens 15 Jahre alt sein muss. Eine Helmpflicht besteht bei den E-Bikes nicht.

 

 

Mehr Lebensqualität durch umweltfreundliche Mobilität

Fahrräder mit elektrischer Unterstützung können Fahrradtouren in der Freizeit erleichtern oder die Ziele erweitern. Darüber hinaus kann die neue Rad-Generation eine ökologische, flexible und im Stadtverkehr auch durchaus schnelle Alternative zum Auto darstellen. Damit sind die elektrisch unterstützten Räder eine ausgezeichnete Möglichkeit, um klimaschonend und mit Spaß unterwegs zu sein.

 

Gleichzeitig setzten Pedelecs und E-Bikes neue Impulse in der Mobilität. Die technisch aufgerüsteten Räder sprechen neue Gruppen an. Durch die erweiterte Gruppe der Radler rückt das umweltfreundliche Radfahren verstärkt in die öffentliche Wahrnehmung. Besonders die große Beliebtheit der Pedelecs bei älteren Menschen verstärkt die Akzeptanz und manifestiert das Rad als relevanten Teil des Verkehrsmix.

 

 

Akku-Tanken nicht vergessen

Der kleine Nachteil des E-Bikes – es ist im Allgemeinen teurer und schwerer. Schließlich müssen Akku und Elektronik mitfinanziert und -transportiert werden. Wer klimafreundlich Radeln will, setzt auch beim Aufladen des Akkus auf Strom aus Erneuerbaren Energien. Natürlich belastet auch die Produktion des Akkus die Umwelt. Laut Umweltbundesamt sind allerdings die klimaschädlichen Emissionen bereits nach 100 Kilometern mit dem Rad wieder ausgeglichen, vorausgesetzt, das Rad wird als Alternative zum Auto eingesetzt.

 

 

Radfahren schont Umwelt und Finanzen

Wer das Auto öfter einmal stehen lässt und sich auf das Rad schwingt, schont Umwelt, Klima und letztlich auch seine Finanzen. Grünes Geld, erfahrener Experte für soziale und ökologische Geldanlagen, hilft Ihnen, auch Ihre Finanzen fit für den Frühling zu machen. Machen Sie einen Finanz-Fitness-Check mit unserem Grünes Geld Test.

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.