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Umweltbank – gute Zahlen auf der Hauptversammlung

Freitag, 26. Juni 2015

 

Die Umweltbank AG ist die einzige börsennotierte, deutsche, ethisch-ökologische Bank. Ich besuchte die Hauptversammlung der Umweltbank in Nürnberg am 25. Juni 2015 in der Meistersingerhalle. Aufgrund des Ausscheidens des Gründers und der Aufsichtsratsvorsitzenden war dies eine ganz besondere Hauptversammlung für die Umweltbank. Aber auch gute Geschäftszahlen und aufgebrachte Anleger ließen aufhorchen.

 

 

 

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Von links: Hofmann, Klotz, Schöne, Bašic, Weber, Hammermann (Hauptversammlung 25.6.15)

 

Umweltbank Gründer und Aufsichtsratsvorsitzende gehen

 

Die bisherige Geschichte der Umweltbank ist ganz eng mit Horst P. Popp verknüpft. Bereits Mitte der neunziger Jahre setzte er die Idee einer Bank um, die der Umwelt Gutes tut und damit wirtschaftlichen Erfolg hat. Laut Popp damals ein neuer Gedanke – zu dieser Zeit galt Umweltschutz als reiner Kostenblock. Vorbilder gab es allerdings schon, die Bochumer GLS Bank oder die Triodos Bank etwa. Doch von den heute weltweit rund 700 Ethikbanken konnte damals niemand auch nur träumen.

 

Popp gründete die Umweltbank, erhielt 1997 die Banklizenz und führte das Institut später an die Börse. Es folgten gute Geschäftszahlen mit einer ebenso positiven Entwicklung an der Börse. Zum 1.5.2015 schließlich trat Pop als Vorstandsvorsitzender im Alter von 57 Jahren zurück und übergab die Geschicke der Bank an die langjährigen Umweltbank Manager Goran Bašic (Vorstandssprecher) und Stefan Weber (Vorstand). Die Hauptversammlung 2015 erlebte Popp erstmals als reiner Aktionär (seine Beteiligungsgesellschaft hält 15,5 Prozent der Aktien) ohne Funktion auf dem Podium.

 

Nach einer Abkühlphase kann sich Horst P. Popp eine Mitarbeit im Aufsichtsrat vorstellen. Im Moment, und das zeigt das Besondere an der Umweltbank, ist er zur Vertretung eines mehrmonatig erkrankten Abteilungsleiters wieder im operativen Geschäft eingesprungen. Sicher eine interessante Erfahrung für Popp, der in seinem Grußwort anführte, dass er von ihm bearbeitete Anträge von den aktuellen Vorständen mit Korrekturen wieder zurück erhält. Eine neue Gefühlt für den ansonsten dominanten Anführer Popp.

 

Seit 18 Jahren schließlich war Dr. Irene Schöne im Aufsichtsrat der Umweltbank tätig. Mit der Hauptversammlung 2015, die sie als Aufsichtsratsvorsitzende noch leitete, scheidet auch sie aus Ihrem Amt aus. Sie hat die Bank in unruhigen Zeiten begleitet – Platzen der Börsenblase 2000, Bankenkrise 2008 oder Atomausstieg in Deutschland seien hier genannt, auch wenn die Umweltbank nur teilweise von diesen Vorgängen berührt wurde. Die 71jährige leitete die nicht immer einfache Hauptversammlung gekonnt und gut.

 

Zahlen der Umweltbank: prächtig, aber abklingend?

 

Wie im Geschäftsbericht der Umweltbank AG nachzulesen können sich die Aktionäre über ein wirtschaftlich wie ökologisch erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 freuen. Der Jahresüberschuss stiegt um 8,1% und die Dividende konnte von 1,20 Euro auf 1,30 Euro erhöht werden. Auch die von der Umweltbank ausgewiesene ökologische Rendite, gemessen in kg CO2 pro Aktie, stieg um 7,1% auf 506.

 

Im Vergleich zum Umweltbank Konkurrenten GLS Bank ziehen allerdings ein paar Wolken auf. Zwar gibt es im Detail große Unterschiede, denn die GLS Bank ist eine ökologische Vollbank, die auch normale Girokonten anbietet, aber trotzdem sprechen beide Institute eine ähnliche Klientel an. Während bei der GLS Bank die Kundenanzahl um 14 Prozent wuchs, stieg diese Zahl bei der Umweltbank nur um bescheidene 0,8 Prozent. Auch die Bilanzsumme der GLS Bank wuchs mit 12,5 Prozent deutlich stärker als die Bilanzsumme der Umweltbank (plus 3,3 Prozent) – eine wichtige Kennzahl zur Bestimmung der Bedeutung einer Bank.

 

Zwar berichtete der Vorstand von einer großen Verunsicherung in den ersten 3 Quartalen bei Photovoltaik- und Windkraftprojekten in 2014 durch politische Unsicherheiten in Deutschland, doch das Geschäft wuchs bereits im letzten Quartal 2014 und in den bisherigen Monaten des Jahres 2015 wieder stark an. So stark, dass die Umweltbank AG neues Eigenkapital benötigt um die Kreditnachfrage befriedigen zu können. Das möchte sie durch sogenannte CoCo Bonds von Anlegern einwerben.

 

Aus diesen ansteigenden Kreditzahlen heraus sieht der Vorstand ein gutes Wachstum für die Zukunft der Umweltbank voraus.

 

 

Umweltbank Kunden nutzten Hauptversammlung um Unmut kund zu tun

 

Gestört wurde die insgesamt überzeugende Hauptversammlung der Umweltbank durch Redebeiträge und Anfragen zweier Kunden, die dem Vernehmen nach in frühe Windfonds, die von der Umweltbank vermittelt wurden, investiert hatten und deren Erwartungen enttäuscht wurden. Letztlich wiesen die Umweltbank Vorstände die Vorwürfe jedoch zurück, zumal die Windkraft Beteiligungen nicht von der Umweltbank herausgegeben sondern nur vermittelt wurden. Vorwürfe waren eine unzureichende Prospektprüfung der Umweltbank AG. Als Beobachter konnte man den Eindruck gewinnen, dass persönliche Enttäuschungen von Anlegern der Umweltbank das Motiv für die Beiträge der Redner waren.

 

Computerpanne verursacht Abbruch der Versammlung um 21.00 Uhr

 

Bei der Auszählung zum nächsten Tagesordnungspunkt kam es zu einer Computerpanne. Die versammlungsleitende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Irene Schöne beriet sich mit dem protokollführenden Notar und entschied in Abstimmung mit ihren beiden Aufsichtsratskollegen, die Versammlung gegen 21.00 Uhr ohne Ergebnis vorzeitig zu beenden. Die Hauptversammlung soll aus Gründen der Rechtssicherheit voraussichtlich Ende September wiederholt werden. Über alle Tagesordnungspunkte wird dann erneut abgestimmt

 

 

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Augen auf beim Fondseinkauf!

Mittwoch, 06. Juli 2011

Sicherlich eine der interessanten Anlageformen ist die Wahl von Aktienfonds.

 

 

 

 

 

 

Allerdings ist die die Anzahl nachhaltiger Fonds mittlerweile auch schon groß und unübersichtlich.
Und wie immer wenn es um Aktien geht, auch riskanter, zumindest bei einem kurzfristigem Anlagehorizont.

Grundsätzlich sollte man bei einem Investment in Aktien etwas Geduld mitbringen.

Alternativ zu einem Einmalinvest eignet sich auch eine kontinuierliche Ansparung .

So profitiert man auch von schwächeren Börsenphasen und erhält einen günstigen Durchschnittspreis,

da aufgrund des im Normalfall gleichbleibenden Ansparbetrages auch mehr Anteile erworben werden.

Doch unberücksichtigt des unbestritten höheren Risikos muss man noch etwas beachten:

 

Der Begriff  „Nachhaltigkeit“ wird von manchen Fondgesellschaften teilweise sehr weit ausgelegt.

Dies ist u.a. auch damit begründet, dass es noch keinen einheitlichen Standard gibt, Ausschluss- oder

Positivkriterien betreffend.

Dadurch stellt im Prinzip jede Fondgesellschaft ihre eigenen Kriterien auf, was die Auswahl nicht gerade erleichtert.
So befinden sich in so manchem Fonddepot  Aktien von Ölkonzernen, auf Gentechnik spezialisierte Unternehmen und

Energieriesen, teilweise sogar als größtes Investment.

Dies wird meist damit begründet, dass diese Unternehmen ein sozial denkendes Management haben, oder sich für den

Umweltschutz stark machen, ihre eigene Struktur betreffend, oder aber in Teilbereichen des Unternehmens Schritte in

Richtung Nachhaltigkeit eingeleitet haben. Letzteres ist für mein Dafürhalten ein Argument, über das man zumindest

nachdenken muss. Ein Wandel in der Unternehmenspolitik kann schließlich nur schrittweise erfolgen, von einer kompletten

Produktionsumstellung ganz zu schweigen.

 

 

Fragen Sie uns, wir beraten Sie bei der Auswahl, und erörtern gemeinsam mit Ihnen das Risiko. Auch schon mit kleineren Beträgen können Sie sich langfristig ein ansehnliches Depot erwirtschaften.

 

 

Alle Informationen Button in grün

Aktien für die Altersvorsorge

Mittwoch, 01. Juni 2011

 

Aktien schlagen langfristig alle anderen Anlageformen.
Haben Sie selbst schon einmal Aktien gekauft, womöglich zu Zeiten
des Neuen Marktes, in der die Dot.Com. – Aktien, ähnlich der unsinkbaren Titanic,
als „unfallbar“ galten.
Aktien schlagen langfristig alle anderen Anlageformen, – meistens.

 

Die Börse ist keine Einbahnstraße.
Waren Sie schon einmal im Frankfurter Westend mit dem Auto unterwegs?
Da reiht sich Einbahnstraße an Einbahnstraße und die meisten möglichen Abzweigungen
will man nicht nehmen.
Die Börse ist eine Aneinanderreihung von Einbahnstraßen.

 

An der Börse geht es aber manchmal auch so zu:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und manche selbsternannte Experten handeln so:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für beides gibt es plausible und durchaus logische Erklärungen.
Für ersteres ist eindeutig der Herdentrieb zu nennen. Wir fühlen uns einfach wohler,
wenn wir das tun, was andere auch tun. Das gibt uns das Gefühl mit unserer Meinung
nicht alleine zu sein. Und wenn`s schief geht hat man Leidensgenossen.

Der zweite Fall hat eher mit unseren negativeren Eigenschaften zu tun,
ist aber durchaus nachvollziehbar.
Den Beginn des Kursanstiegs hat man gänzlich verpasst.
Der weitere Anstieg weckt unsere Gier und die Angst etwas zu verpassen.
Zu Beginn der Kursschwäche finden wir unsere ursprüngliche Meinung, auf
eine Konsolidierung zu warten, bestätigt und kaufen nach.
Im weiteren fallenden Verlauf denkt man; „ So billig wird`s nie wieder-
die Chance“, jetzt erst recht.
Nun setzt im Sinne des Wortes ein Denkpause ein.
Panik und Angst sind die Folge, Geld zum erneuten Nachkauf hat man nicht,
oder man will schlechtem Geld kein Gutes hinterherwerfen.
Die Panik steigert sich,- alles verkaufen bevor die Aktie wertlos wird.
Hmm, wie es weitergeht ist so wie`s auf dem Bildlein steht.
Und trotzdem, Aktien schlagen langfristig andere Anlageformen!
Es bedarf nur eines Navigationsystems für die vielen Einbahnstraßen,
der Entledigung der eigenen Emotionen und sehr sehr viel Disziplin.

Aktien als zusätzliche Altersvorsorge?
Ja! aber:
Sinnvoll und ratsam ist das langfristige monatliche Ansparen , da man hier auch
von niedrigen Kursphasen profitiert.
Es bewahrt auch zusätzlich davor, zuviel auf einmal auf`s falsche Pferd gesetzt zu haben.
Man behält einen kühlen Kopf und ist somit auch in der Lage in allgemeinen
schwachen Börsenphasen durch einmalige Investitionen seine langfristige Performance ganz erheblich zu steigern.
Durch die strengen Ausschlusskriterien fördern Sie zusätzlich sozial und ökologisch
denkendes Unternehmertum.
Zu guter Letzt: Sie schlafen ruhiger.
Wir beraten Sie gerne.