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Mikrofinanz-Fonds – Hilfe zur Selbsthilfe

Dienstag, 16. Mai 2017
Zusammenfassung: Das Frankfurter Finanzunternehmen Invest in Visions zählt zu den etablierten Anbietern von Mikrofinanz-Fonds. Gemeinsam mit erfahrenen internationalen Partnerunternehmen ermöglichte Invest in Visions bereits weit mehr als 100.000 Mikrokredite in Entwicklungs- und Schwellenländern. Wer in den Mikrofinanz-Fonds investiert, fördert nicht nur eine positive gesellschaftliche Entwicklung, sondern kann zudem mit einer guten Rendite rechnen.

 

 

Mikrokredite – kleiner Einsatz – große Wirkung.

Kleine Ursache – große Wirkung. Dieses Prinzip ist in vielen Lebensbereichen zu beobachten. Viel zitiert wird Schmetterlingseffekt, der von einem US-amerikanischen Meteorologen 1972 formuliert wurde. Demnach kann der Flügelschlag eines Schmetterlings einen ganzen Wirbelsturm auslösen („Does the Flap of a Butterfly’s Wings in Brazil set off a Tornado in Texas?“). Aber während in diesem Beispiel der Flügelschlag eine Katastrophe herbeiführt, stehen im wirtschaftlichen und sozialen Leben kleine Impulse oft für eine positive Entwicklung. Denn viele gute Ideen und innovative Projekte werden niemals umgesetzt, weil eine entscheidende Kleinigkeit fehlt. Und diese Kleinigkeit ist nicht selten die Anschubfinanzierung. Ein Problem, das viele Unternehmer in spe auf der ganzen Welt kennen. Doch während in der westlichen Welt Jungunternehmer mit einer tragfähigen Geschäftsidee auf Unterstützung von verschiedenen Stellen hoffen können, sieht das in ärmeren Ländern völlig anders aus. Hier haben breite Teile der Bevölkerung keinen Zugang zum Finanzmarkt. Mikrofinanz-Systeme schaffen hier Abhilfe.

 

 

Hilfe zur Selbsthilfe

Wer in den armen Ländern Afrikas, Asiens, Südamerika und Osteuropa Geld benötigt, um selbstständig Handel, Handwerk oder Dienstleistungen anbieten zu können, hat in vielen Fällen keine Möglichkeit, einen seriösen Bankkredit zu erhalten. Zum einen fehlt es an Bürgen und Sicherheiten, in einigen Regionen beginnt die Schwierigkeit schon damit, dass Finanzinstitute aufgrund der Infrastruktur kaum erreichbar sind. Die Alternative sind dann häufig lokale Geldverleiher, die ihr Geschäft mit überzogenen Zinsforderungen betreiben. Wer hier einen Kredit aufnimmt, gerät meist noch tiefer in die wirtschaftliche Misere. Wer so scheitert, verliert nicht nur sein letzte Hab und Gut, sondern auch meist seinen Unternehmergeist und seine Antriebskraft.

 

Um diesem teuflischen Kreislauf der Armut ein Ende zu setzen, wurde die Idee der Mikrokredite entwickelt. Mit Hilfe dieser Klein- und Kleinstkredite, die ohne die üblichen Sicherheiten vergeben werden, können Menschen eine selbstständige Arbeit aufnehmen, die sie und ihre Familie ernährt und von Almosen unabhängig macht.

 

Weithin bekannt wurde das Mikrofinanz-System durch den Volkswirtschaftler  Muhammad Yunus aus Bangladesch. Er wurde für die Belebung dieser Idee im Jahr 2006 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Yunus von seiner Universität in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Aufgabe erhalten, ein Entwicklungsprojekt zu managen. Aus seiner Idee, Selbsthilfe zu fördern und Anschubkredite an die verarmte Bevölkerung zu vergeben, entstand eine weltweite Bewegung. Zahlreiche Erfolgsgeschichten gaben der Mikrofinanz-Idee Recht. Aktuell bietet eine Vielzahl von Mikrokredit-Instituten weltweit Darlehen an. Schätzungen zu Folge, beläuft sich das Gesamtvolumen der einhundert größten Anbieter auf rund 52 Milliarden US-Dollar. Der weltweite Bedarf an Klein- und Kleinstkrediten in Entwicklungs- und Schwellenländern wird allerdings sechsmal so hoch geschätzt.

 

 

Visionen fördern – Invest in Visions

Das Geld, das weltweit über Mikrofinanzinstitute an Kleinunternehmer vergeben wird, kommt von zahlreichen Mikrofinanzinvestoren weltweit. Ein Finanzier der ersten Stunde ist dabei die Frankfurter Invest in Visions GmbH, die damit zu den erfahrensten Anbietern in diesem Markt zählt.

 

Das Unternehmen wurde 2006 gegründet. Ein Jahr nach dem „Jahr der Mikrokredite“, das von den Vereinten Nationen zu Bekämpfung der Armut ausgerufen wurde und im gleichen Jahr wie die Ehrung der Mikrofinanzidee durch das schwedische Nobelpreiskomitee.

 

Ziel der Unternehmensgründerin Edda Schöder war es seit dem, privaten und institutionellen Anlegern sogenannte „Impact Investments“ zu ermöglichen. Das bedeutet, dass die Investoren nicht nur mit interessanten finanziellen Erträgen rechnen können, sondern zugleich auch mit ihrem Investment einen positiven gesellschaftlichen Effekt erzielen.

 

Engagierte Unternehmen geben wichtige Impulse.

2011 legte Invest in Visions mit dem IIV Mikrofinanzfonds den ersten Fonds dieser Anlageklasse in Deutschland auf. Ende des Geschäftsjahres 2016 belief sich das Fondsvolumen auf und 368 Millionen Euro. Damit konnte das Fondsvolumen um mehr als 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr weiterentwickelt werden, Ende 2015 belief sich das Fondvolumen noch auf 198 Millionen Euro.

 

Tipp: Aus Gesprächen wissen wir, dass immer wieder viele Menschen über den Namen „IIV“ rätseln. Sind das römische Zahlen? Für was steht es? Die Lösung ist recht einfach: es sind die Initialbuchstaben von Invest-in-Visions.

 

Insgesamt verwaltet Invest in Visions rund 500 Millionen Euro in vier Impact-Investment-Fonds. Mikrofinanzinvestments bilden dabei den größten Anteil des Vermögens. Das Unternehmen engagiert sich jedoch auch in Projekten aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien, der Förderung nachhaltiger Landwirtschaft sowie in den Bereichen Sozialunternehmen und sozialer Wirkungskredite.

 

 

Sorgfältige Auswahl der lokalen Mikrofinanzinstitute

Aktuell sind die Gelder des IIV Mikrofinanzfonds in 68 Mikrofinanzinstitute (MFI) in 25 Ländern investiert. Diese Mikrofinanzinstitute sorgen vor Ort in Afrika, Asien, Südamerika und Osteuropa dafür, dass die Mikrokredite bei den Menschen landen, die sie benötigen, das sind mittlerweile mehr als 122.000 Endkreditnehmer. Die durchschnittliche Kreditsumme beträgt dabei rund 2.320 US-Dollar.

 

Bei der Vergabe der Mikrokredite in den einzelnen Ländern, arbeitet Invest in Visions eng mit den Investmentmanagern der Kooperationspartner zusammen. Seit 2015 besteht eine Partnerschaft mit der belgischen Incofin Investment Management, einem Pionier in Sachen Mikrofinanz. Das Unternehmen verfügt über sehr spezifisches Know how zu den einzelnen Ländern und ist mit Niederlassungen in Kolumbien, Indien, Kenia und Kambodscha vertreten.

 

Seit 2016 arbeitet Invest in Visions darüber hinaus mit US-amerikanischen Unternehmen Developing World Markets, einem der ältesten Player in diesem Bereich, zusammen. Beide Partnerunternehmen prüfen die Mikrofinanzinstitute und erstellen Analysen der einzelnen Länder. So wird die Arbeit der lokalen Mikrofinanzinstitute genau überwacht. Dabei werden soziale und ökologische Faktoren genauso unter die Lupe genommen, wie die wirtschaftliche Tragfähigkeit des jeweiligen Mikrofinanzinstituts sowie die Abwägung der Kreditrisiken.

 

Eingehend geprüfte Mikrofinanzinstitute können dann ihre Teile des Fondsvolumens als Mikrokredite an sinnvoll ausgewählte Projekte vergeben.

 

Ein eigenes Feld zu bewirtschaften kann die Exisitenz der gesamten Familie langfristig sichern.

 

Aktuell ist eine Veränderung im Markt der Mikrofinanzinstitute zu beobachten, sie unterliegen zunehmend neuen Regularien. Vielfach wird die Hinterlegung eines höheren Eigenkapitalanteils als Reserve vorgeschrieben. Daraus folgend müssen vermehrt Mikrofinanzinstitute eine Banklizenz erwerben und Kundeneinlagen annehmen. Die zunehmenden Auflagen der Regulierungsbehörden bringen auch neue Möglichkeiten für die Institute: Durch Geldeinlagen ihrer Kunden vermehrt sich das Geld in der lokalen Währung und kann für weitere Kreditvergaben genutzt werden. Dabei entfallen die Kosten für die Währungsabsicherung. Eine wichtige Entwicklung, denn sie kann steigende Betriebskosten ausgleichen.

 

 

Erfolge vor Ort

Typische Zielgruppen für Mikrokredite sind dabei Kleinhändler- und Bauern sowie Handwerker. Mit den gewährten Krediten können sie Arbeitsgeräte, Saatgut und Vieh oder auch Transportmittel finanzieren, die für den Erfolg ihres Geschäftes notwendig sind. Läuft das Geschäft, und das tut es in vielen Fällen, kann durch die selbstständige Arbeit die Existenz langfristig gesichert werden. Besonders Frauen nutzen die Mikrokredite erfolgreich für sich und ihre Familien. Durch ihren Geschäftserfolg können sie nicht nur ihre wirtschaftliche, sondern vielfach auch ihre gesellschaftliche Position stärken.

 

In seinem aktuellen „Social Report“ stellt Invest in Visions, stellvertretend für unzählige andere Kreditnehmer, zwei Erfolgsgeschichten exemplarisch vor.

 

Zum einen die Geschichte einer fünfköpfigen Familie aus Kambodscha, die von einer kleinen Rente sowie dem Reisanbau lebte. Nachdem die Reisernte durch eine Überschwemmung vernichtet wurde, ließ sich die Frau beraten und erhielt einen Kredit über rund 300 US-Dollar, um den Reisanbau nochmals zu versuchen. Nach dem Verkauf ihrer ersten Ernte konnte sie den Kredit zurückzahlen und einen Teil ihres Gewinnes für neue Investitionen zurücklegen. Darüber hinaus nahm die Frau nochmals einen Kredit auf, erweiterte den Reisanbau und baute ein eigenes kleines Lebensmittelgeschäft auf. Mit dem regelmäßigen Einkommen konnte die Familie in ein größeres Haus umziehen und den regelmäßigen Schulbesuch der Kinder sichern.

 

Die Früchte der Arbeit einfahren.

Ein weiteres Beispiel kommt aus Chile. Dort konnte ein Ehepaar mit Hilfe eines Mikrokredits ein Himbeerfeld kaufen. Nach einer Anlaufphase wurde die Ackerfläche vergrößert und ein erster Mitarbeiter eingestellt. Außerdem gelang es dem Paar, zusätzlich Brombeeren anzubauen und zu verkaufen. Der wirtschaftliche Erfolg ermöglichte es ihnen, für ihre Auslieferungen einen gebrauchten Lastwagen zu kaufen.

 

Die Erfolge der Mikrokredite für die Kreditnehmer wirken sich auch direkt positiv auf die Investoren aus. Denn Mikrokredite werden zwar ohne Sicherheiten an erfolgversprechende Projekte vergeben, sie sind jedoch nicht zinslos. Die Rückzahlungsquote ist generell hoch und liegt im Bereich der Mikrokredite zwischen 95 und 98 Prozent. Damit ist die Zahlungsmoral der Kreditnehmer in den Entwicklungs- und Schwellenländern entschieden höher als in den Industrienationen. Mikrokredite befördern so eine Win-Win-Situation auf beiden Seiten. Kreditnehmer profitieren von einem fairen Darlehen ohne Wucherzinsen, Kreditgeber und damit auch Investoren profitieren von Zinserträgen ohne hohe Rückzahlungsausfälle.

 

 

Die Nachfrage nach Mikrokrediten wird weiter steigen

Der größte Erfolg des Mikrofinanzsystems wäre sicher die endgültige Überwindung der Armut, wie sie von den Vereinten Nationen bereits in den Millenniumszielen sowie in den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung von den Vereinten Nationen gefordert wird. Fakt ist allerdings, dass die Weltbevölkerung besonders in Afrika südlich der Sahara weiter anwächst. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Bevölkerung von derzeit einer Milliarde Menschen bis 2100 auf rund vier Milliarden ansteigen wird. Das Bevölkerungswachstum dort sowie auch in vielen armen Region der Welt wird jedoch den Bedarf nach Mikrokrediten sicher auch zukünftig noch steigern.

 

 

Eine soziale Zukunft mitgestalten

Geld nur mit starrem Blick auf den Shareholder Value anzulegen, kommt für immer mehr Anleger nicht mehr in Frage. Viele Anleger wissen, dass sie mit ihrem Geld etwas bewirken können. Und das bedeutet nicht, dass sie auf interessante Erträge verzichten müssten. Im Gegenteil. Mit ethischen Geldanlagen – wie beispielsweise Mikrofinanz-Fonds von Invest in Visions –  ist es möglich, sein Geld sinnvoll und sicher anzulegen und dennoch gute Erträge zu erzielen.

 

Grünes Geld, erfahrener Anbieter nachhaltiger Geldanlagen, bietet Mikrofinanz-Fonds im Rahmen des Musterdepots „Soziale Verantwortung“. Wer sich für diese gesellschaftlich sinnvolle und sozial sehr wirksame Geldanlage interessiert, hat zwei Möglichkeiten zur Auswahl.

 

Zum einen besteht die Möglichkeit, ab einer Anlagesumme von 5.000 Euro einmalig in das Musterdepot zu investieren. Die Anlage hat keine feste Laufzeit und ist damit täglich kündbar. Die Rendite pro Jahr wird mit lohnenden 2,4 Prozent pro Jahr prognostiziert.

 

Wer sich für das Monatssparen  entscheidet, legt jeden Monat 100 Euro an. Auch hier ist die Laufzeit frei wählbar. Auch Monatssparer können mit einer jährlichen Rendite von 2,4 Prozent rechnen. In beiden Fällen wird eine Mindestanlagedauer von drei Jahren empfohlen, um möglich Schwankungen ausgleichen zu können.

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Fair Trade – Vielen Dank für die Blumen!

Freitag, 10. Februar 2017
Zusammenfassung: Am 14. Februar ist Valentinstag. Der Tag an dem sich traditionell viele Paare mit Blumen beschenken. Was viele nicht wissen, die beliebten Rosen und unzählige weitere Blumenarten kommen von großen Plantagen, auf denen Menschen für geringen Lohn hart arbeiten und zudem noch schutzlos Pestiziden ausgeliefert sind. Eine echte Alternative sind fair gehandelte Blumen, wie sie mittlerweile an vielen Orten angeboten werden.

 

 

Nachhaltig Schenken – eine Herzensangelegenheit.

Blumenhändler und Gärtnereien können sich in der kommenden Woche freuen. Am Valentinstag, dem 14. Februar, werden sich wieder viele Paare mit Blumen beschenken. Die unangefochtene Nummer eins der beliebtesten Schnittblumen ist – keine Überraschung – die Rose. 45 Prozent der Deutschen entscheiden sich beim Kauf für das edle Gewächs. Chrysanthemen und Tulpen teilen sich mit jeweils abgeschlagenen 11 Prozent die Plätze zwei und drei.

 

Knapp 3 Milliarden Euro pro Jahr setzt der deutsche Einzelhandel mit Schnittblumen um – das sind rund 37 Euro pro Strauß. Da die klassischen Geschenkanlässe – wie beispielsweise Geburtstag oder Hochzeitstag – über das gesamte Jahr verteilt liegen, stellt der Valentinstag einen echten Höhepunkt im Geschäftsjahr dar. Entsprechend wird der heilige Valentin, Namensgeber des Tages, auch scherzhaft als Schutzheiliger der Blumenhändler tituliert.

 

 

Ein alter Brauch setzt sich durch

De facto gilt Valentin als Schutzpatron der Verliebten. Er lebte im 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung und war Bischof von Terni in Italien. Da er Liebespaare nach christlichem Ritus traute und damit das Verbot des römischen Kaisers Claudius II. ignorierte, wurde er enthauptet und bald darauf als Märtyrer verehrt. Der Valentinstag setzte sich seit dem 15. Jahrhundert besonders in England durch. Paare schickten sich an diesem Tag kleine Geschenke und Gedichte. Englische Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit nach Amerika, wo er sich gesellschaftlich fest im Jahresverlauf verankerte. Entsprechend kam die Sitte, den Valentinstag zu begehen, nach dem zweiten Weltkrieg über die USA auch nach Deutschland. Befördert durch die Werbung von Seiten des Einzelhandels, allen voran der Blumengeschäfte, hat der Valentinstag mittlerweile auch in Deutschland einen festen – wenn auch nicht extrem bedeutsamen – Platz gefunden.

 

 

Blumen sind das beliebteste Valentinsgeschenk

Blumen sind in Deutschland das beliebteste Geschenk zum Valentinstag. 77 Prozent der Schenkenden entscheiden sich dafür. Süßigkeiten nehmen den zweiten Platz ein. Ebenfalls beliebt sind Briefe und Karten, ein romantisches Abendessen oder Musik.

 

Wer Blumen verschenkt, gibt etwas Lebendiges und Vergängliches. Eine Geste, die immer wiederholt werden und damit einen festen Platz im Leben einnehmen kann. Darüber hinaus stehen Blumen auch für Freude und Natürlichkeit.

 

Die Schattenseite des Brauchs: Rund 80 Prozent der hier verkauften Blumen werden aus Ländern importiert, wo sie unter umweltzerstörenden und ausbeuterischen Bedingungen angebaut werden. Besonders betroffen sind Länder Afrikas, wo Blumen und Pflanzen auf großen Farmen angebaut werden. Um eine möglichst hohe Ernte zu erreichen werden auch hier – wie bei der konventionellen Landwirtschaft – hochgiftige Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Diese werden aus Flugzeugen über die weitläufigen Felder gespritzt, gleichgültig, ob dort gerade Pflücker arbeiten oder nicht. Arbeitsschutz spielt also eine sehr untergeordnete Rolle. Darüber hinaus sind die Löhne für die harte Arbeit auf diesen Plantagen kaum existenzsichernd.

 

Besonders perfide: Während bei uns – Gleichberechtigung hin oder her – vor allem Frauen mit Blumen beschenkt werden, arbeiten im anstrengenden Blumenanbau in den Ländern der sogenannten Dritten Welt in erster Linie Frauen.

 

 

Das schönste Blumengeschenk: Fairer Handel

Rosen aus fairem Handel machen nicht nur den Beschenkten Freude.

Auch für den Kauf von Blumen gibt es sinnvolle Alternativen. Blumen mit dem Fair Trade-Siegel stehen für ein Geschenk, dass sozial- und umweltverträglich angebaut wurde. So bringen Blumen nicht nur den Beschenkten Freude, auch die Produzenten und Landarbeiter profitieren von den verbesserten Bedingungen.

 

Fair gehandelte Blumen gibt es mittlerweile in vielen Supermärkten, Gartenzentren und bei ausgewählten Floristen. Positiv ist hier, dass Kunden vermehrt auf das Fair Trade-Siegel achten. Die fair gehandelten Blumen kommen derzeit aus 55 Produzentenorganisationen in Kenia, Äthiopien, Tansania, Uganda, Simbabwe, Ecuador, El Salvador, Sri Lanka und Costa Rica. Insgesamt arbeiten mehr als 48.000 Arbeitskräfte weltweit auf den Blumenfarmen. Allein 46.000 Menschen arbeiten in Afrika im arbeitsintensiven Anbau der Schnittblumen. Führende Länder sind hier Kenia und Äthiopien. Dabei spielt der Handel mit Blumen und mit Pflanzen eine wichtige wirtschaftliche Rolle in den Ländern, denn der Verkauf in alle Welt bringt Devisen. Für Kenia hat sich die Blumenindustrie zur zweitgrößten Devisenquelle entwickelt. Platz eins nimmt der Anbau von Tee ein.

 

 

Fair und bio – auch bei Blumen das perfekte Arrangement

Fair Trade-Blumen werden nach strengen sozialen und ökologischen Standards angebaut. So werden die Arbeits- und Lebensbedingungen in den Ländern nachhaltig verbessert. Gleichzeitig werden international wettbewerbsfähige Produkte hergestellt und vermarktet. Das gibt den Ländern eine wirtschaftliche Perspektive.

 

Die Arbeitskräfte auf Fair Trade-zertifizierten Blumenfarmen erhalten zum einen den gesetzlichen Mindestlohn, der im jeweiligen Land vorgeschrieben ist. Diese Festlegung ist in einigen Ländern nicht existenzsichernd. Daher gibt es zu dem die Vereinbarung, die Löhne sukzessive anzupassen. So werden langfristig sichere Arbeitsplätze geschaffen, mit denen die Menschen ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Neben der Bezahlung sind Arbeitsschutz und Arbeitnehmerrechte wichtige Fragen im fairen Handel. Daher müssen in Fair Trade-Betrieben Schutzkleidung gestellt und Schulungen zum Umgang mit Arbeitsmitteln durchgeführt werden. Außerdem werden feste Arbeitsverträge mit verbindlichen Regelungen zur Arbeitszeit abgeschlossen. Ebenfalls müssen für uns selbstverständliche Arbeitnehmerrechte wie Mutterschutz und Gewerkschaftsfreiheit garantiert werden.

 

 

Wermutstropfen Wasser

Fair Trade-Blumenfarmen verfügen über strenge Regelungen zum Umweltschutz. Die Initiative hat daher Konzepte für eine sparsame Bewässerung ihrer Felder und betreibt auch Kläranlagen sowie ein umfassendes Kompost- und Müllmanagement.

 

Dennoch ist die Wasserfrage ein Wermutstropfen auch im Fair Trade-Anbau. Denn die Bewässerung der Pflanzen ist generell aufwändig und kann zu Wasserknappheit führen. Positiv ist jedoch, dass durch die Vermeidung von Pestiziden Boden und Grundwasser nicht weiter belastet werden.

 

 

Ethische und soziale Investments schaffen Gewinner auf beiden Seiten

Durch den Kauf von Blumen – und natürlich auch anderen Produkten aus fairem Handel – werden die festgefahrenen Wirtschaftsprinzipien nachhaltig verändert. An die Stelle des ausbeuterischen Handels, bei dem es Gewinner und Verlierer gibt, tritt ein ethisches Wirtschaften, das eine soziale Wirkung und damit Win-Win-Situationen schafft.

 

Das gilt nicht nur für die Dinge die wir kaufen, sondern auch für das Geld, das wir anlegen. Grünes Geld, erfahrener Anbieter von ethischen und ökologischen Investments, zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Geld mit sozialer Verantwortung anlegen und gleichzeitig attraktive Erträge erwirtschaften können. Da bleibt genug übrig für einen fair gehandelten Blumenstrauß.

 

Informieren Sie sich hier über Ihre passende Geldanlage.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.