Mit ‘Kleinkredite’ getaggte Artikel

Mikrofinanz-Fonds – Hilfe zur Selbsthilfe

Dienstag, 16. Mai 2017
Zusammenfassung: Das Frankfurter Finanzunternehmen Invest in Visions zählt zu den etablierten Anbietern von Mikrofinanz-Fonds. Gemeinsam mit erfahrenen internationalen Partnerunternehmen ermöglichte Invest in Visions bereits weit mehr als 100.000 Mikrokredite in Entwicklungs- und Schwellenländern. Wer in den Mikrofinanz-Fonds investiert, fördert nicht nur eine positive gesellschaftliche Entwicklung, sondern kann zudem mit einer guten Rendite rechnen.

 

 

Mikrokredite – kleiner Einsatz – große Wirkung.

Kleine Ursache – große Wirkung. Dieses Prinzip ist in vielen Lebensbereichen zu beobachten. Viel zitiert wird Schmetterlingseffekt, der von einem US-amerikanischen Meteorologen 1972 formuliert wurde. Demnach kann der Flügelschlag eines Schmetterlings einen ganzen Wirbelsturm auslösen („Does the Flap of a Butterfly’s Wings in Brazil set off a Tornado in Texas?“). Aber während in diesem Beispiel der Flügelschlag eine Katastrophe herbeiführt, stehen im wirtschaftlichen und sozialen Leben kleine Impulse oft für eine positive Entwicklung. Denn viele gute Ideen und innovative Projekte werden niemals umgesetzt, weil eine entscheidende Kleinigkeit fehlt. Und diese Kleinigkeit ist nicht selten die Anschubfinanzierung. Ein Problem, das viele Unternehmer in spe auf der ganzen Welt kennen. Doch während in der westlichen Welt Jungunternehmer mit einer tragfähigen Geschäftsidee auf Unterstützung von verschiedenen Stellen hoffen können, sieht das in ärmeren Ländern völlig anders aus. Hier haben breite Teile der Bevölkerung keinen Zugang zum Finanzmarkt. Mikrofinanz-Systeme schaffen hier Abhilfe.

 

 

Hilfe zur Selbsthilfe

Wer in den armen Ländern Afrikas, Asiens, Südamerika und Osteuropa Geld benötigt, um selbstständig Handel, Handwerk oder Dienstleistungen anbieten zu können, hat in vielen Fällen keine Möglichkeit, einen seriösen Bankkredit zu erhalten. Zum einen fehlt es an Bürgen und Sicherheiten, in einigen Regionen beginnt die Schwierigkeit schon damit, dass Finanzinstitute aufgrund der Infrastruktur kaum erreichbar sind. Die Alternative sind dann häufig lokale Geldverleiher, die ihr Geschäft mit überzogenen Zinsforderungen betreiben. Wer hier einen Kredit aufnimmt, gerät meist noch tiefer in die wirtschaftliche Misere. Wer so scheitert, verliert nicht nur sein letzte Hab und Gut, sondern auch meist seinen Unternehmergeist und seine Antriebskraft.

 

Um diesem teuflischen Kreislauf der Armut ein Ende zu setzen, wurde die Idee der Mikrokredite entwickelt. Mit Hilfe dieser Klein- und Kleinstkredite, die ohne die üblichen Sicherheiten vergeben werden, können Menschen eine selbstständige Arbeit aufnehmen, die sie und ihre Familie ernährt und von Almosen unabhängig macht.

 

Weithin bekannt wurde das Mikrofinanz-System durch den Volkswirtschaftler  Muhammad Yunus aus Bangladesch. Er wurde für die Belebung dieser Idee im Jahr 2006 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Yunus von seiner Universität in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Aufgabe erhalten, ein Entwicklungsprojekt zu managen. Aus seiner Idee, Selbsthilfe zu fördern und Anschubkredite an die verarmte Bevölkerung zu vergeben, entstand eine weltweite Bewegung. Zahlreiche Erfolgsgeschichten gaben der Mikrofinanz-Idee Recht. Aktuell bietet eine Vielzahl von Mikrokredit-Instituten weltweit Darlehen an. Schätzungen zu Folge, beläuft sich das Gesamtvolumen der einhundert größten Anbieter auf rund 52 Milliarden US-Dollar. Der weltweite Bedarf an Klein- und Kleinstkrediten in Entwicklungs- und Schwellenländern wird allerdings sechsmal so hoch geschätzt.

 

 

Visionen fördern – Invest in Visions

Das Geld, das weltweit über Mikrofinanzinstitute an Kleinunternehmer vergeben wird, kommt von zahlreichen Mikrofinanzinvestoren weltweit. Ein Finanzier der ersten Stunde ist dabei die Frankfurter Invest in Visions GmbH, die damit zu den erfahrensten Anbietern in diesem Markt zählt.

 

Das Unternehmen wurde 2006 gegründet. Ein Jahr nach dem „Jahr der Mikrokredite“, das von den Vereinten Nationen zu Bekämpfung der Armut ausgerufen wurde und im gleichen Jahr wie die Ehrung der Mikrofinanzidee durch das schwedische Nobelpreiskomitee.

 

Ziel der Unternehmensgründerin Edda Schöder war es seit dem, privaten und institutionellen Anlegern sogenannte „Impact Investments“ zu ermöglichen. Das bedeutet, dass die Investoren nicht nur mit interessanten finanziellen Erträgen rechnen können, sondern zugleich auch mit ihrem Investment einen positiven gesellschaftlichen Effekt erzielen.

 

Engagierte Unternehmen geben wichtige Impulse.

2011 legte Invest in Visions mit dem IIV Mikrofinanzfonds den ersten Fonds dieser Anlageklasse in Deutschland auf. Ende des Geschäftsjahres 2016 belief sich das Fondsvolumen auf und 368 Millionen Euro. Damit konnte das Fondsvolumen um mehr als 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr weiterentwickelt werden, Ende 2015 belief sich das Fondvolumen noch auf 198 Millionen Euro.

 

Tipp: Aus Gesprächen wissen wir, dass immer wieder viele Menschen über den Namen „IIV“ rätseln. Sind das römische Zahlen? Für was steht es? Die Lösung ist recht einfach: es sind die Initialbuchstaben von Invest-in-Visions.

 

Insgesamt verwaltet Invest in Visions rund 500 Millionen Euro in vier Impact-Investment-Fonds. Mikrofinanzinvestments bilden dabei den größten Anteil des Vermögens. Das Unternehmen engagiert sich jedoch auch in Projekten aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien, der Förderung nachhaltiger Landwirtschaft sowie in den Bereichen Sozialunternehmen und sozialer Wirkungskredite.

 

 

Sorgfältige Auswahl der lokalen Mikrofinanzinstitute

Aktuell sind die Gelder des IIV Mikrofinanzfonds in 68 Mikrofinanzinstitute (MFI) in 25 Ländern investiert. Diese Mikrofinanzinstitute sorgen vor Ort in Afrika, Asien, Südamerika und Osteuropa dafür, dass die Mikrokredite bei den Menschen landen, die sie benötigen, das sind mittlerweile mehr als 122.000 Endkreditnehmer. Die durchschnittliche Kreditsumme beträgt dabei rund 2.320 US-Dollar.

 

Bei der Vergabe der Mikrokredite in den einzelnen Ländern, arbeitet Invest in Visions eng mit den Investmentmanagern der Kooperationspartner zusammen. Seit 2015 besteht eine Partnerschaft mit der belgischen Incofin Investment Management, einem Pionier in Sachen Mikrofinanz. Das Unternehmen verfügt über sehr spezifisches Know how zu den einzelnen Ländern und ist mit Niederlassungen in Kolumbien, Indien, Kenia und Kambodscha vertreten.

 

Seit 2016 arbeitet Invest in Visions darüber hinaus mit US-amerikanischen Unternehmen Developing World Markets, einem der ältesten Player in diesem Bereich, zusammen. Beide Partnerunternehmen prüfen die Mikrofinanzinstitute und erstellen Analysen der einzelnen Länder. So wird die Arbeit der lokalen Mikrofinanzinstitute genau überwacht. Dabei werden soziale und ökologische Faktoren genauso unter die Lupe genommen, wie die wirtschaftliche Tragfähigkeit des jeweiligen Mikrofinanzinstituts sowie die Abwägung der Kreditrisiken.

 

Eingehend geprüfte Mikrofinanzinstitute können dann ihre Teile des Fondsvolumens als Mikrokredite an sinnvoll ausgewählte Projekte vergeben.

 

Ein eigenes Feld zu bewirtschaften kann die Exisitenz der gesamten Familie langfristig sichern.

 

Aktuell ist eine Veränderung im Markt der Mikrofinanzinstitute zu beobachten, sie unterliegen zunehmend neuen Regularien. Vielfach wird die Hinterlegung eines höheren Eigenkapitalanteils als Reserve vorgeschrieben. Daraus folgend müssen vermehrt Mikrofinanzinstitute eine Banklizenz erwerben und Kundeneinlagen annehmen. Die zunehmenden Auflagen der Regulierungsbehörden bringen auch neue Möglichkeiten für die Institute: Durch Geldeinlagen ihrer Kunden vermehrt sich das Geld in der lokalen Währung und kann für weitere Kreditvergaben genutzt werden. Dabei entfallen die Kosten für die Währungsabsicherung. Eine wichtige Entwicklung, denn sie kann steigende Betriebskosten ausgleichen.

 

 

Erfolge vor Ort

Typische Zielgruppen für Mikrokredite sind dabei Kleinhändler- und Bauern sowie Handwerker. Mit den gewährten Krediten können sie Arbeitsgeräte, Saatgut und Vieh oder auch Transportmittel finanzieren, die für den Erfolg ihres Geschäftes notwendig sind. Läuft das Geschäft, und das tut es in vielen Fällen, kann durch die selbstständige Arbeit die Existenz langfristig gesichert werden. Besonders Frauen nutzen die Mikrokredite erfolgreich für sich und ihre Familien. Durch ihren Geschäftserfolg können sie nicht nur ihre wirtschaftliche, sondern vielfach auch ihre gesellschaftliche Position stärken.

 

In seinem aktuellen „Social Report“ stellt Invest in Visions, stellvertretend für unzählige andere Kreditnehmer, zwei Erfolgsgeschichten exemplarisch vor.

 

Zum einen die Geschichte einer fünfköpfigen Familie aus Kambodscha, die von einer kleinen Rente sowie dem Reisanbau lebte. Nachdem die Reisernte durch eine Überschwemmung vernichtet wurde, ließ sich die Frau beraten und erhielt einen Kredit über rund 300 US-Dollar, um den Reisanbau nochmals zu versuchen. Nach dem Verkauf ihrer ersten Ernte konnte sie den Kredit zurückzahlen und einen Teil ihres Gewinnes für neue Investitionen zurücklegen. Darüber hinaus nahm die Frau nochmals einen Kredit auf, erweiterte den Reisanbau und baute ein eigenes kleines Lebensmittelgeschäft auf. Mit dem regelmäßigen Einkommen konnte die Familie in ein größeres Haus umziehen und den regelmäßigen Schulbesuch der Kinder sichern.

 

Die Früchte der Arbeit einfahren.

Ein weiteres Beispiel kommt aus Chile. Dort konnte ein Ehepaar mit Hilfe eines Mikrokredits ein Himbeerfeld kaufen. Nach einer Anlaufphase wurde die Ackerfläche vergrößert und ein erster Mitarbeiter eingestellt. Außerdem gelang es dem Paar, zusätzlich Brombeeren anzubauen und zu verkaufen. Der wirtschaftliche Erfolg ermöglichte es ihnen, für ihre Auslieferungen einen gebrauchten Lastwagen zu kaufen.

 

Die Erfolge der Mikrokredite für die Kreditnehmer wirken sich auch direkt positiv auf die Investoren aus. Denn Mikrokredite werden zwar ohne Sicherheiten an erfolgversprechende Projekte vergeben, sie sind jedoch nicht zinslos. Die Rückzahlungsquote ist generell hoch und liegt im Bereich der Mikrokredite zwischen 95 und 98 Prozent. Damit ist die Zahlungsmoral der Kreditnehmer in den Entwicklungs- und Schwellenländern entschieden höher als in den Industrienationen. Mikrokredite befördern so eine Win-Win-Situation auf beiden Seiten. Kreditnehmer profitieren von einem fairen Darlehen ohne Wucherzinsen, Kreditgeber und damit auch Investoren profitieren von Zinserträgen ohne hohe Rückzahlungsausfälle.

 

 

Die Nachfrage nach Mikrokrediten wird weiter steigen

Der größte Erfolg des Mikrofinanzsystems wäre sicher die endgültige Überwindung der Armut, wie sie von den Vereinten Nationen bereits in den Millenniumszielen sowie in den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung von den Vereinten Nationen gefordert wird. Fakt ist allerdings, dass die Weltbevölkerung besonders in Afrika südlich der Sahara weiter anwächst. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Bevölkerung von derzeit einer Milliarde Menschen bis 2100 auf rund vier Milliarden ansteigen wird. Das Bevölkerungswachstum dort sowie auch in vielen armen Region der Welt wird jedoch den Bedarf nach Mikrokrediten sicher auch zukünftig noch steigern.

 

 

Eine soziale Zukunft mitgestalten

Geld nur mit starrem Blick auf den Shareholder Value anzulegen, kommt für immer mehr Anleger nicht mehr in Frage. Viele Anleger wissen, dass sie mit ihrem Geld etwas bewirken können. Und das bedeutet nicht, dass sie auf interessante Erträge verzichten müssten. Im Gegenteil. Mit ethischen Geldanlagen – wie beispielsweise Mikrofinanz-Fonds von Invest in Visions –  ist es möglich, sein Geld sinnvoll und sicher anzulegen und dennoch gute Erträge zu erzielen.

 

Grünes Geld, erfahrener Anbieter nachhaltiger Geldanlagen, bietet Mikrofinanz-Fonds im Rahmen des Musterdepots „Soziale Verantwortung“. Wer sich für diese gesellschaftlich sinnvolle und sozial sehr wirksame Geldanlage interessiert, hat zwei Möglichkeiten zur Auswahl.

 

Zum einen besteht die Möglichkeit, ab einer Anlagesumme von 5.000 Euro einmalig in das Musterdepot zu investieren. Die Anlage hat keine feste Laufzeit und ist damit täglich kündbar. Die Rendite pro Jahr wird mit lohnenden 2,4 Prozent pro Jahr prognostiziert.

 

Wer sich für das Monatssparen  entscheidet, legt jeden Monat 100 Euro an. Auch hier ist die Laufzeit frei wählbar. Auch Monatssparer können mit einer jährlichen Rendite von 2,4 Prozent rechnen. In beiden Fällen wird eine Mindestanlagedauer von drei Jahren empfohlen, um möglich Schwankungen ausgleichen zu können.

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Mikrofinanz – Anständige Rendite durch ethische Geldanlagen

Freitag, 11. November 2016
Zusammenfassung: Mikrofinanz-Fonds ermöglichen Klein- und Kleinstkredite in Entwicklungs- und Schwellenländern. Für Anleger sind diese Fonds eine gute Möglichkeit soziales Engagement und attraktive Rendite miteinander zu verbinden.

 

 

Mikrofinanz-Kredite ermöglichen eine selbstständige Arbeit.

Mikrofinanz-Kredite ermöglichen eine selbstständige Arbeit.

Manche Entwicklungen laufen auf den ersten Blick gesehen parallel und zeigen keine direkten Berührungspunkte: Da wäre zum einen der Trend zu mehr Nachhaltigkeit. Innerhalb unserer Gesellschaft wächst das Interesse an ökologischen und sozialen Themen, Konsumenten achten zunehmend auf Produkte aus fairem Handel und biologischem Anbau. Zum anderen ist es aktuell schwierig, gut verzinste und sichere Geldanlagen zu finden.

 

Und gerade hier ist eine positive Verbindung möglich, denn Mikrofinanz-Fonds bieten Anlegern beides: eine sinnvolle ethische Geldanlage und einen attraktiven Wertezuwachs.

 

 

Mit kleinen Krediten große Entwicklungen anstoßen

Die Idee ist nicht neu: Klein- oder Kleinstkrediten ermöglichen eine Anschubfinanzierung für Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas sowie Osteuropas. Ziel ist es, mit dem geliehenen Geld eine selbstständige Arbeit und damit verbunden eine langfristige Existenzsicherung zu ermöglichen.

 

Stark belebt wurde die Mikrofinanz-Idee in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts durch Muhammad Yunus, Wirtschaftsprofessor aus Bangladesch. Da sich die Mikrokredite vielfach als wirkungsvoller Weg aus der Armut erwiesen, wurde Yunus als Vordenker des Mikrofinanz-Systems, im Jahr 2006 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

 

Gerade in den armen Ländern haben viele Menschen keine Möglichkeit, bei Banken einen Kredit zu bekommen. Dabei fehlen oft nur geringe Summen, um ein kleines Geschäft aufzubauen, einen Handwerksbetrieb zu gründen oder ein Feld neu zu bewirtschaften. Mikrofinanz-Projekte ermöglichen diesen Menschen einen Kleinstkredit ohne eine Sicherheit zu verlangen und erheben dafür Zinsen vergleichsweise niedrige Zinsen. Diese sind für westliche Verhältnisse zwar hoch, jedoch im Vergleich zu den Wucherzinsen von lokaler Geldverleiher ein faires Geschäft für alle. Zumal die Mikrofinanz-Geber mit relativ hohen Fixkosten wirtschaften und oft weite und unwegsame Strecken bis zu ihren Kunden zurücklegen müssen.

 

Der wirtschaftliche Erfolg stärkt die Rolle der Frauen in der Gesellschaft.

Der wirtschaftliche Erfolg stärkt die Rolle der Frauen in der Gesellschaft.

Kreditnehmer sind übrigens in erster Linie Frauen. Hier ist eine Mikrofinanzierung besonders wichtig, denn Frauen ist selbst sogar der Zugang zu Geld mit Wucherzinsen verwehrt. Ausgestattet mit einem Kleinkredit finanzieren sie jedoch Saatgut, Marktstände, Nähmaschinen und andere Werkzeuge und Waren, um eine existenzsichernde Arbeit in den Bereichen Handel, Handwerk oder in der Landwirtschaft aufzubauen. Durch ihre wirtschaftlichen Erfolge entkommen Frauen zunehmend aus Abhängigkeitsverhältnissen und verbessern ihre gesellschaftliche Stellung.

 

Und das mit nachhaltigem Erfolg: So liegt die Rückzahlungsquote in den Mikrofinanz-Ländern zwischen 95 und 98 Prozent und damit um einiges höher als in den Industrienationen. Grund für die geringen Zahlungsausfälle ist eine andere Einstellung gegenüber dem Kreditgeber: Während in der ersten Welt Banken selten als Partner auftreten dem Kunden besondere Loyalität verpflichtet wären, ist die Rückzahlung eines Kredits in Entwicklungs- und Schwellenländern auch eine Frage der Ehre – verbunden mit dem Stolz, es geschafft zu haben.

 

Mittlerweile gibt es weltweit unzählige Anbieter von Mikrokrediten. Die einhundert größten Player weltweit verwalten ein Finanzvolumen von rund 52 Milliarden US-Dollar. Der Bedarf an Mikrokrediten wird auf rund 300 Milliarden US-Dollar geschätzt.

 

 

„Wegen Überfüllung geschlossen“

Fondsanbieter werben im Allgemeinen um ihre Kunden. Dass Fonds wegen zu hoher Beteiligung quasi „wegen Überfüllung geschlossen“ sind, kommt selten vor, so jedoch geschehen beim Mikrofinanz-Fonds Invest in Visions (IIV) im letzten Vierteljahr. Daher steht der Fall IIV exemplarisch für das enorm gewachsene Interesse der Anleger an Mikrofinanz-Investments. Sie profitieren von guten Renditen, einer hohen Sicherheit und sie legen ihr Geld mit guten Gewissen an. Denn waren bis vor kurzem Mikrofinanz-Fonds nur für institutionelle Anleger geöffnet, kommen jetzt auch vermehrt private Anleger und Stiftungen zum Zuge.

 

 

Risikoarm – Renditestark

Mikrofinanz-Fonds streuen ihre Investitionen geografisch meist über mehre Regionen und achten auf Investments in unterschiedlichen Bereichen wir Landwirtschaft, Handel, Handwerk oder Dienstleistungen. So können beispielsweise Einbußen durch Ernteausfälle in einem Landstrich mit den Erträgen aus einem anderen Bereich optimal ausgeglichen werden. Darüber hinaus überwachen die Fondsgesellschaften sämtliche allgemeinen und besonderen Risiken zuverlässig.

 

Die Mikrofinanz-Fonds vergeben Kredite an Mikrofinanz-Institute in den jeweiligen Ländern. Vor dort werden die Mikrokredite zur Existenzgründung an künftige Kleinunternehmer vor Ort vergeben.

 

Damit nicht nur das angelegte Geld sondern auch die ursprüngliche Mikrofinanz-Idee gesichert ist, überwachen die Fondsmanager auch die Mikrofinanz-Institute in den jeweiligen Ländern und prüfen deren Geschäftspraktiken. So können Investoren sicher sein, dass ihr Geld sozial und ethisch angelegt ist.

 

Mikrofinanz-Fonds sind von den Entwicklungen der weltweiten Aktienmärkte unabhängig und unterliegen nur geringen Schwankungen. So bieten diese Fonds solide Renditen ab zwei Prozent. Ein Wertzuwachs, der sich beim aktuellen Zinsniveau und den Sicherheiten eines Mikrofinanz-Fonds, durchaus sehen lassen kann.

 

 

Mikrofinanz-Fonds für private Anleger

Mikrofinanz-Fonds sind erst seit knapp zehn Jahren in Deutschland überhaupt als Fonds-Kategorie zugelassen. 2011 wurde dann der erste Mikrofinanz-Fonds für private Investoren geöffnet: Invest in Visions (IIV). Dieser Fonds hat in den vergangenen fünf Jahren keinen Wertverlust erfahren. Investoren konnten während dieses Zeitraums eine Rendite von rund 2,5 Prozent jährlich verzeichnen.

 

Das Fonds-Management des IIV stellt strenge Nachhaltigkeits-Anforderungen an die Mikrofinanz-Institute in Asien, Südamerika und Osteuropa. Neben der Kreditvergabe sind die Institute besonders aufgefordert, ihren Kunden Schulungen zu umweltfreundlicher Landwirtschaft und nachhaltigem Einsatz sonstiger Ressourcen anzubieten. Insgesamt hat IIV bereits 64.000 Mikro-Kredite ermöglicht.

 

Bereits seit zehn Jahren ist der Mikrofinanz-Fonds Dual Return Fund – Vision Microfinance im Markt aktiv. Seit 2016 können sich nun auch private Anleger in Deutschland an diesem Fonds beteiligen. In den vergangenen Jahren erwirtschaftete dieser Fonds eine durchschnittliche Rendite von 2,9 Prozent. Wie IIV zählt der Dual Return Fund zu den Anbietern mit einem hohen Nachhaltigkeitsanspruch und hat bislang 234.000 Mikro-Kredite in 50 verschiedenen Staaten ermöglicht. Auch hier legen die Fonds-Manager viel Wert auf dir Förderung ökologischer Projekte, beispielsweise zum Schutz des Trinkwassers in den verschiedenen Ländern.

 

 

Mikrofinanz-Fonds – soziales Investment zahlt sich aus

Ethische Geldanlagen wie Mikrofinanz-Fonds ermöglichen es, mit Anstand durchaus anständige Erträge zu erwirtschaften. Und das bei einem geringen Risiko und einer soliden Wertentwicklung.

 

Grünes Geld bietet Mikrofinanz-Fonds im Rahmen eines monatlichen Sparplans an, aber auch als einmaliges Investment. Das Monatssparen ist ab 100 Euro monatlich möglich, einmalige Anlagen ab 5.000 Euro. In beiden Fällen ist Ihr Geld nicht langfristig festgelegt, sondern quartalsweise verfügbar.

 

Informieren Sie sich über Mikrofinanz-Fonds – So übernehmen Sie Verantwortung für soziale Belange und Ihr Vermögen.

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Fair Fashion – Menschen machen Kleider

Dienstag, 13. September 2016
Zusammenfassung: „Fair Fashion“, fair hergestellte Kleidung, erfährt zunehmend Beachtung. Berichte über die katastrophalen Arbeitsbedingungen in Textilfabriken haben viele Menschen erschüttert. Es ist jedoch noch nicht einfach, fair produzierte und gehandelte Textilien im Markt zu finden. Verlässliche Siegel helfen.

 

 

Kleider machen Leute - aber wie geht es den Menschen, die unsere Kleider machen?

Kleider machen Leute – aber wie geht es den Menschen, die unsere Kleider machen?

Kleider machen Leute„, so lautet das alte Sprichwort, das mehr oder weniger besagt, dass eine bestimmte Kleidung auf den sozialen Status und die Bildung schließen lässt. Das ist heute nicht mehr ganz so leicht zuzuordnen. Genauso wenig verrät die Kleidung darüber, von wem sie unter welchen Bedingungen hergestellt wurde.

 

Spätestens seit dem großen Brand in einer Textilfabriken in Bangladesch 2012, bei dem mehr als 100 Menschen in den Flammen starben, ist klar: Unsere Kleidung wird vielfach unter katastrophalen Bedingungen hergestellt. In Fabriken ohne besondere Sicherheitsvorkehrungen, von Arbeitern und Arbeiterinnen ohne Mindestlohn und Gesundheitsvorsorge. Die Brandkatastrophe in Bangladesch zeigte zudem auch noch, dass sehr viele Menschen auf engstem Raum arbeiten mussten und die Notausgänge nicht zu öffnen waren. Der Brand 2012 war kein Einzelfall, seit 2006 hat die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign) bereits fast 500 Tote und unzählige Verletzte bei Bränden in Textilfabriken gezählt.

 

Viele Verbraucher beschleicht bei diesen Nachrichten ein mulmiges Gefühl, denn es ist teilweise sehr schwer nachzuvollziehen, woher die eigene Bekleidung kommt und unter welchen Umständen sie hergestellt wurde. Der Preis, den wir in Deutschland für die Kleidungsstücke bezahlen, bietet kaum einen verlässlichen Hinweise, denn sowohl Bekleidung aus dem Discounter als auch hochpreisige Marken werden vielfach in den gleichen Fabriken gefertigt, in denen Menschen ausgebeutet und in ihren Rechten verletzt werden. Der Verband „Kampagne für Saubere Kleidung“, der als Netzwerk von mehr als 200 Gewerkschaften, Frauen- und Verbraucherorganisationen, Kirchengruppen, Weltläden und Forschungsinstituten getragen wird, will daher vor allem die westlichen Unternehmen in die Pflicht nehmen, mehr Verantwortung zu übernehmen. Die Kampagne hat dazu Richtlinien entwickelt, nach denen Unternehmen die Arbeitsstandards in den Produktionsstätten bewertet, die Arbeitssituation verbessert und die Lieferketten überprüft werden können. Generell fordert der Verband die Einführung und Einhaltung eines Verhaltenskodex für die Unternehmen gegenüber ihren Mitarbeitern. Der Kodex beinhaltet grundsätzliche Arbeitnehmerrechte wie etwa dem Recht auf gewerkschaftliche Organisation. Darüber hinaus die Zahlung eines existenzsichernden Lohns, keine Diskriminierungen, Arbeitssicherheit und Gesundheitsversorgung und den Verzicht auf exzessive Überstunden. Außerdem – hierzulande eine Selbstverständlichkeit – keine Kinderarbeit.

 

 

Macht der Käufer

Unter welchen Umständen eine Jeans gefertigt wurde, ist nicht am Preis zu erkennen.

Unter welchen Umständen eine Jeans gefertigt wurde, ist nicht am Preis zu erkennen.

Die beschämenden Berichte aus fernöstlichen Textilfabriken haben auch die Einstellung der Verbraucher in den vergangenen Jahren verändert. Einer repräsentativen Umfrage von YouGov zufolge sind für 40 Prozent der Bevölkerung faire Produktionsbedingungen in der Textilbranche „sehr wichtig“ und für 46 Prozent „eher wichtig“. Lediglich 14 Prozent stehen dem Thema mehr oder weniger gleichgültig gegenüber. Allerdings spielt der Preis der Kleidung eine enorme Rolle: 86 Prozent der Befragten ist der Preis „sehr wichtig“ und „eher wichtig“.

 

Positiv dabei: Trotz der enormen Erfolge der quasi „Wegwerfkleidung“ von Primark & Co. bewerten junge Menschen die Produktionsbedingungen der Kleidung wichtiger als ältere Befragte.

 

 

Der Preis ist heiß

Kunden haben recht klare Vorstellungen darüber, was Kleidung kosten sollte. Ein einfaches T-Shirt sollte, so befindet rund die Hälfte aller Konsumenten, sollte bei einem Preis von rund zehn Euro liegen.

 

Dass dieser Preis auch bei fairer Entlohnung der Textilarbeiter zu realisieren ist, zeigen auch Berechnungen des Bundesverbandes des Deutschen Textileinzelhandels (BTE). Demnach beläuft sich der Lohnkostenanteil am Ladenpreis nur auf ein bis drei Prozent. In der Praxis bedeutet das, dass der Preis eines T-Shirts in Deutschland um maximal 50 Cent steigt, wenn in Bangladesch die Durchschnittslöhne in der Textilfabrik verdoppelt würden. Der Aufpreis für faire Herstellungslöhne spielt bei den enormen Gewinnmargen der Markentextilien keine Rolle.

 

Laut Berechnungen der internationalen Fairwear Foundation beträgt bei einem Marken-T-Shirt der Lohnanteil gerade einmal 0,6 Prozent des Ladenpreises. 59 Prozent entfallen auf die Handelsspanne, jeweils zwölf Prozent auf den Bruttogewinn der Marke und die Materialkosten. Der Rest sind die Kosten für Transport und Zwischenhandel. Die „Fairwear Foundation“ zählt insgesamt 90 Mitgliedsunternehmen in sieben europäischen Ländern und repräsentiert 120 Marken, darunter Outdoor-Ausrüster Deuter und Vaude, Öko-Pionier hessnatur, aber auch die Textilkette Takko und junge Designer wie Armedangels oder King Louie.

 

So teilt sich der Ladenpreis eines T-Shirts auf. Die Lohnkosten spielen keine Rolle (Quelle: FairWorld, Grafik: Grünes Geld)

So teilt sich der Ladenpreis eines T-Shirts auf. Die Lohnkosten spielen keine Rolle (Quelle: Fairwear Foundation, Grafik: Grünes Geld, ohne Gewähr)

 

Wie die „Kampagne für Saubere Kleidung“ tritt auch die „Fairwear Foundation“ für einen verbindlichen Arbeitsverhaltenskodex ein und fordert die westlichen Textilhändler dazu auf, ihre enorme Marktmacht zu nutzen, um Anforderungen an ihre Zulieferer zu stellen und so die Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken nachhaltig zu verbessern.

 

 

Faire Bedingungen mit Brief und Siegel

Kunden, die sich bewusst für fair produzierte Kleidung entscheiden wollen, haben es beim Einkauf nicht gerade leicht. Denn im Markt existieren Zertifikate und Gütesiegel für faire Mode. Die Kriterien zur Vergabe dieser Siegel sind dabei breit gefächert. Darüber hinaus produzieren einige Unternehmer, wie beispielsweise Trigema, ganz ohne Siegel. Dennoch entsprechen die Arbeitsbedingungen beim schwäbischen Traditionsunternehmen durchaus den Ansprüchen an gerechte Löhne und Sozialleistungen. Trigema fertigt seine gesamte Kollektion inklusive der Stoffherstellung in Deutschland.

 

Einen hohen Standard verspricht das Fairtrade-Siegel. Es kennzeichnet vor allem Baumwolle-Produkte, die zu fairen Preisen gehandelt werden und deren Produzenten menschenwürdige Arbeitsbedingungen unterstützen. Darüber hinaus hat Fairtrade International in diesem Jahr einen Textilstandard veröffentlicht, mit dem die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter in den Textilfabriken gestärkt und die Löhne verbessert werden sollen. Ziel ist es hier, die komplette Lieferkette nach dem entwickelten Standard zu zertifizieren. Für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Textilproduktion steht auch das Siegel, das die „Fairwear Foundation“ an ihre Mitgliedsunternehmen vergibt.

 

Kein Textil-Siegel im eigentlichen Sinne, jedoch sicher fair gehandelt sind Kleidungsstücke aus Weltläden. Die dort vertretenen Marken Gepa, dwp oder El Puente stehen für ein hohes ethisches und soziales Engagement.

 

Für einen sozial- und umweltverträglichen Baumwollanbau in Afrika setzt sich die nachhaltige Baumwollinitiative Cotton Made in Africa (CmiA)  ein. Kleinbauern in Afrika erhalten hier Dünger und Saatgut vorfinanziert und können so ihre Existenz selbst sichern. Darüber hinaus werden Schulen, Trinkwasserversorgung und Frauenkooperativen unterstützt. Getragen wird die Initiative unter anderem von der Bill and Melinda Gates Foundation, der Welthungerhilfe, dem Naturschutzbund Deutschland, Otto Group und dem WWF. Partnerunternehmen können das Nachhaltigkeitslabel von CmiA erwerben.

 

 

Soziale Verantwortung übernehmen – auch bei der Geldanlage

Ein kritischer Blick lohnt sich auf nahezu alle Dinge, die wir tagtäglich konsumieren, denn informierte Verbraucher stellen durchaus eine Marktmacht dar. Schließlich haben die Verbraucher die Möglichkeit, über ihre Kaufkraft nachhaltige und sinnvolle Projekte zu unterstützen.

Eine gute Möglichkeit für eine ethische und soziale Geldanlage ist beispielsweise die Unterstützung von Mikrofinanzprojekten, die Menschen in Schwellenländern helfen, mit Kleinstkrediten eine Existenz aufzubauen. Das kann etwa eine Nähmaschine sein, mit deren Hilfe Säcke für den Handel genäht werden. Für viele Frauen aus den Textilindustrie eine selbstbestimmte Alternative zum Fabrikjob. Grünes Geld berät Sie gerne zu unserer nachhaltigen Geldanlage Soziale Verantwortung.

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Mikrofinanz: Kleinkredite ermöglichen – Vermögen aufbauen

Freitag, 22. Juli 2016

Zusammenfassung: Mikrofinanzierung ermöglicht mit Kleinkrediten Menschen in armen Ländern eine Existenzgründung. Finanziert werden diese Projekte durch Mikrofinanz-Fonds - einer sicheren und sozialen Investitionsmöglichkeit. Mittlerweile existieren mehrere Fonds für Privatanleger in Deutschland.

 

 

Mikrofinanzierung hilft Menschen, sich lebst zu helfen.

Mikrofinanzierung hilft Menschen, sich lebst zu helfen.

Mit Kleinstkrediten Menschen helfen, selbstständig arbeiten und leben zu können, das ist in Kürze das Grundprinzip der Mikrofinanzierung.

 

Weithin bekannt geworden ist das Prinzip durch Muhammad Yunus, Wirtschaftsprofessor aus Bangladesch. Er vergab in seinem Heimatland seit den siebziger Jahren Mikrokredite und gründete in den achtziger Jahren die Grameen Bank. Die Idee setzte sich durch und hatte Erfolg. Die Vereinten Nationen bescheinigen der Vergabe von Mikrokrediten eine hohe Wirksamkeit zur Bekämpfung der Armut und riefen 2005 das „Internationale Jahr der Mikrokredite“ aus. Ein Jahr später erhielt Muhammad Yunus und die Grameen Bank den Friedensnobelpreis.

 

Wer in Mikrofinanz-Fonds investiert, baut nicht nur sein eigenes Vermögen auf sondern übernimmt auch zugleich soziale Verantwortung. Denn das Geld aus diesen Fonds geht an verschiedene Mikrofinanz-Institute in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Diese Institute vergeben Existenzgründerkredite an Klein- und Kleinstunternehmer. Denn oftmals fehlt armen Menschen nur eine kleine Anschubfinanzierung, um selbstständig für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können.

 

 

Wege aus der Armutsspirale

Mikrofinanz hat sich mittlerweile in rund 60 Entwicklungs- und Schwellenländern fest etabliert und vielen Menschen aus der Armutsspirale geholfen.

 

Denn zum einen konnten sie sich mit dem Mikrokredit die Dinge kaufen, die sie für ihre selbstständige Arbeit benötigten – sei es eine Nähmaschine, oder die Ausstattung für eine Suppenküche. Besonders profitieren Frauen von den Kleinkrediten: 97 Prozent der Kreditnehmer sind weiblich. Als Kleinstunternehmerinnen verdienen sie durch landwirtschaftliche und handwerkliche Tätigkeiten Geld für ihre Familien.

 

Selbstverdientes Geld sichert den Unterhalt der Familie und stärkt die Rolle der Frau.

Selbstverdientes Geld sichert den Unterhalt der Familie und stärkt die Rolle der Frau.

Zum anderen tragen die Mikrofinanzierungen dazu bei, dass die Menschen sich kein Geld von einem örtlichen Geldverleiher mit überzogenen Zinsen leihen und weiter in Überschuldung und Armut abrutschen. Die herkömmlichen Banken vor Ort scheuen den Aufwand der Kleinstkreditvergabe, sehen diese als wenig lukrativ an und schließen so Menschen vom Wirtschaftsleben aus.

 

 

Sozial und sicher zahlt sich aus

Zahlungsausfälle, wie sie die Banken in den Mikrofinanz-Ländern fürchten, sind in der Praxis eine Seltenheit. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Kreditnehmer das Geld, das auf Vertrauensbasis verliehen wurde, zurückzahlen und mit der Mikrofinanzierung eine Weg aus der Armut finden. Mit einer Rückzahlungsquote von rund 96 Prozent liegt die Zahlungsmoral höher als in den entwickelten Ländern.

 

 

Mikrofinanz-Fonds – Mehr Angebote für Privatanleger

Wer sein Geld sinnvoll und sicher anlegen will, findet in Mikrofinanz-Fonds eine interessante Möglichkeit für ein nachhaltiges Investment.

 

Mikrofinanz-Fonds sind seit 2007 als Fondskategorie in Deutschland zugelassen und unterliegen restriktiven gesetzlichen Einschränkungen. Waren sie in ihren Anfängen nur für institutionelle Investoren interessant, gibt es mittlerweile attraktive Angebote für private Anleger.

 

Der erste in Deutschland zugelassene Mikrofinanz-Fonds für Privatanleger ist Invest in Visions der seit 2011 aufgelegt wird und seit dem kein Kalenderjahr mit Wertverlust verzeichnen musste. Allerdings bewegen sich die Gesamtjahreskosten dieses Fonds auf dem Niveau eines Aktienfonds. Dennoch lagen die Kursgewinne, nach Abzug der Fondskosten durchschnittlich bei  2,5 Prozent für den Anleger.

 

Invest in Visions hat bereits rund 64.000 Mikrofinanzierungen ermöglicht, vor allem in ländlichen Regionen Asiens und Lateinamerikas, aber auch im Kaukasus und in Osteuropa. Die Fondsgesellschaft legt Wert auf die Stärkung der Rolle der Frau in diesen Gegenden und vergibt Kredite bevorzugt an Frauen. Außerdem verlangt Invest in Visions von den Mikrofinanzinstituten, Schulungen für die Kreditnehmer anzubieten, um den umweltfreundlichen Umgang mit Ressourcen und um alternative landwirtschaftliche Anbaumethoden voranzutreiben.

 

Mittlerweile haben weitere Mikrofinanz-Fonds eine Zulassung für Deutschland erhalten, wie beispielsweise in diesem Jahr der Dual Return Fund – Vision Microfinance.

 

Dual Return Fund – Vision Microfinance ist für institutionelle Anleger bereits seit 2006 aktiv und hatte seit dem kein Kalenderjahr mit Wertverlust. Der Jahresgewinn belief sich auf durchschnittlich 2,9 Prozent. Wie bei Invest in Visions liegen allerdings auch hier die Gesamtjahreskosten im Bereich eines Aktienfonds.

 

Dual Return Fund – Vision Microfinance investiert in erster Linie in Asien und Lateinamerika sowie in der Kaukasus-Region. Bislang wurden Kleinkredite an 234.000 Menschen vergeben, knapp mehr als die Hälfte waren Frauen. Insgesamt ist das Kapital auf 258 verschiedene Mikrofinanzinstitute in 50 Ländern gestreut, die das Fondsmanagement regelmäßig überprüft. Dual Return Fund – Vision Microfinance legt dabei Wert auf qualifizierte Kreditberatung der Mikrofinanzinstitute, um Überschuldungen zu vermeiden und in Sachen Ernteausfallversicherung zu beraten. Darüber hinaus sollen soziale Projekte unterstützt und umweltschützende Projekte gefördert werden, beispielsweise Projekte aus den Bereichen Wasseraufbereitung und erneuerbare Energien.

 

 

Soziale Verantwortung zeigen – nachhaltig investieren

Die beiden Mikrofinanz-Fonds zeichnen sich durch Nachhaltigkeit, Stabilität und Sicherheit aus. Die soziale Wirkung ist hoch, die Wertentwicklung stabil und das Risiko gering. Gute Nachrichten für private Investoren, denn Geldanlagen sind schwierig geworden in Zeiten des Niedrigzinses.

 

Mikrofinanz-Fonds bieten Sicherheit und einen stetigen Wertzuwachs mit minimalen Schwankungen. Hinzu tritt, dass die Anlageklasse Mikrofinanz unabhängig ist von der Entwicklung an den Aktienmärkten und kaum korreliert mit klassischen festverzinslichen Wertpapieren.

Grünes Geld bietet beide Mikrofinanz-Fonds in seinen Musterdepots an. Möglich ist das monatliche Sparen, bei dem mit einer Rendite zwischen zwei und drei Prozent gerechnet werden kann oder die einmalige Anlage mit einer Rendite von rund zwei bis vier Prozent.

 

 

 

Soziale Verantwortung zeigen mit unseren Musterdepots

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

Hungersnot in Afrika: besser kann man unsere Unmoral nicht ausdrücken als in diesem Bild

Montag, 25. Juli 2011

Was wäre, wenn alle Menschen in Bayern und Thüringen kurz vor dem Hungertod ständen? Wenn Millionen in Deutschland also kurz davor wären, aus Mangel an Essen zu sterben? Ein Aufschrei ging durch die Welt und innerhalb kürzester Zeit wäre geholfen. Denn Lebensmittel sind für uns so selbstverständlich, dass wir nur ein „zuviel“ davon kennen, kein „zu wenig“.

 

Die Bevölkerungszahlen von Bayern und Thüringen zusammen sind in etwa 12 Millionen Menschen – genauso viele, wie in Afrika gerade vom qualvollen Tod durch Hunger bedroht sind. Bisher sind bereits Zehntausende in Äthiopien, Kenia, Somalia, Dschibuti, Uganda und im Sudan. Auch im 21. Jahrhundert müssen noch Menschen am Hungertod sterben, während andere in Saus und Braus, in Luxus und Überernährung leben.

 

Besser als diese Karikatur in der Finacial Times Deutschland von heute lässt es sich kaum darstellen:

 

In Afrika sterben Zehntausende, wir haben andere Probleme

In Afrika sterben Zehntausende, wir haben andere Probleme

 

Auch wenn wir Spenden und damit „Almosen“ als Mittel der Entwicklungshilfe sehr kritisch betrachten, empfehlen wir in diesem Fall jedem, seinen Beitrag zu leisten. Wer dazu auch langfristig helfen will, kann sein Geld in Mikro-Finanz anlegen – eine der sinnvollsten Möglichkeiten für Gerechtigkeit auf der Welt.

Handeln Einzelhandelsunternehmen nachhaltig ?

Dienstag, 05. Juli 2011

Die Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research hat 130 weltweit führende Einzelhandelsunternehmen auf nachhaltiges Handeln untersucht. 105 davon zeigten so wenig Engagement oder Transparenz, dass eine fundierte Analyse nicht möglich war. Von den 25 Verbleibenden erfüllen lediglich 11 die von oekom research definierten Anforderungen an ein fundiertes Nachhaltigkeitsmanagement. Als bestes Unternehmen der Branche wird die Schweizer Genossenschaft Coop ausgezeichnet. Es folgen die Unternehmen Migros (ebenfalls Schweiz) und Marks & Spencer (Großbritannien). Das beste deutsche Unternehmen ist die Metro abgeschlagen auf Rang 11 – gerade noch im Rahmen!

 

„Der Handel hat als Mittler zwischen Produzenten und Verbrauchern eine Schlüsselrolle bei der Förderung eines nachhaltigen Konsums“, bewertet Lisa Häuser, Analystin bei oekom research, die Verantwortung des Handels. Besonders die Sortimentsauswahl bietet hierbei die Möglichkeit, den Verbraucher explizit in die Richung nachhaltigen Konsums zu lenken. Immer mehr Verbraucher greifen nach Bio- und Fairtrade-Produkten. Der Umsatz hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Viele Einzelhandelsunternehmen haben inzwischen diese Produkte in ihrem Sortiment, sogar Discounter bieten eigene Biolabels an. Jedoch verfolgen nur wenige Unternehmen eine umfassende Strategie mit klaren Zielen und Maßnahmen, die das entsprechende Sortiment systematisch fördert

Bio nach EG-Öko-Verordnung

Einige Unternehmen bieten inzwischen eigene Bioprodukte an.

 

Viele Zulieferer sitzen in Entwicklungs- und Schwellenländern, in denen oft haarsträubende Arbeitsbedingungen herrschen. Viele der 25 analysierten Unternehmen machen ihren Zulieferern Auflagen, die internationalen Arbeitsstandards einzuhalten. Jedoch hapert es immer wieder an konsequenten Kontrollen. Und selbst wenn gute Kontrollsysteme existieren – wie z.B. bei H&M und Marks & Spencer, reicht dies oftmals nicht aus, um Verstöße zu verhindern.

Ein zentrales Thema sind auch die angemessenen Löhne der Beschäftigten – nicht nur in den ausländischen Zulieferländern, sondern auch in Deutschland. Oftmals werden zudem noch gewerkschaftliche Organisation und die Bildung von Betriebsräten verhindert. Hier gibt es noch viel Verbesserungspotential!

 

Auch der Klimawandel stellt eine erhebliche Herausforderung für den Handel da. Fast alle bewerteten Unternehmen berichten über Programme zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen in den eigenen Filialen und im Güterverkehr. Beim Errechnen des CO2-Fußabdrucks einzelner Produkte unterschlagen die Unternehmen jedoch meistens die Zulieferkette, so dass ein falsches Bild entsteht.

 

Fazit:

Die Kommunikation von Nachhaltigkeit und das tatsächliche Engagement in diesem Bereich klaffen oft weit auseinander. Die Tatsache, dass lediglich jedes zwölfte Handelsunternehmen von oekom research mit „Prime“ bewertet wird, zeigt überdeutlich, dass ein enormer Handlungsbedarf besteht. „Viele gute Initiativen in einzelnen Bereichen zeigen, was tatsächlich alles möglich ist. In der Breite fehlt es aber an einer umfassenden und systematischen Ausrichtung der Unternehmen auf die Prinzipien der Nachhaltigkeit“, so das Fazit von Analystin Lisa Häuser.

 

Quelle: oekom research

 

Wie können Sie die konkrete Umsetzung von Nachhaltigkeit in Einzelhandelsunternehmen fördern?

Die Grünes Geld GmbH berät Sie gern fachkundig über Ihre individuellen Möglichkeiten.

 

 

 

 

 

 

 

Metallische Rohstoffe – ein Segen für die Förderländer ?

Dienstag, 21. Juni 2011

Ohne Metalle ist unser Leben kaum mehr vorstellbar. Ein großer Teil der alltäglich verwendeten Produkte – von Baumaterialien, Fahrzeugen und Maschinen in den Fabriken bis hin zu modernen Kommunikationsgeräten – könnten ohne Metalle nicht gebaut werden. „Da der Abbau und auch der größte Teil der ersten Verarbeitungsschritte der metallischen Rohstoffe nicht in Deutschland stattfinden, kennen die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher die damit verbundenen Probleme nicht. Doch dies darf die hiesigen Unternehmen nicht aus ihrer Verantwortung für Missstände in ihrer Zulieferkette entlassen“, sagt Friedel Hütz-Adams, Hauptautor einer Studie, die heute vom SÜDWIND-Institut für Ökonomie und Ökumene vorgestellt wird. SÜDWIND setzt sich weltweit ein für wirtschaftliche, soziale und ökologische Gerechtigkeit.

Kinderarbeit in Goldminen

Kinderarbeit in Goldminen ist gängige Praxis in den Förderländern der Rohstoffe

Beim Abbau von metallischen Rohstoffen – vor allem Metalle wie Aluminium, Gold, Mangan oder Seltene Erden – gibt es massive soziale und ökologische Missstände. In vielen Minengebieten existieren Landkonflikte, die Arbeitsbedingungen in den Förderregionen sind teilweise schlecht und auch die Weiterverarbeitung der Rohstoffe verursacht massive Probleme. In der Studie wird herausgestellt, dass diese Probleme in Ländern wie Indonesien, der Demokratischen Republik Kongo, Indien, China, Bolivien und Gabun zur Folge haben, dass die Menschen dort oft nicht vom vermeintlichen Rohstoffreichtum profitieren.

 

Das ist für SÜDWIND wieder einmal Anlass, auf diese Sachverhalte aufmerksam zu machen und die Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards sowie grundlegender Menschenrechte beim Abbau und der Verarbeitung der nach Deutschland gelieferten Rohstoffe zu fordern.

„Während viele Unternehmen und die Bundesregierung nach Wegen suchen, um der deutschen Industrie den Zugang zu preiswerten metallischen Rohstoffen zu erleichtern, werden die entwicklungspolitischen, sozialen und ökologischen Auswirkungen von deren Förderung häufig nicht beachtet“, so Hütz-Adams weiter.

 

Diese Studie ist die erste in einer Serie von vier Studien zum Thema Rohstoffe, die im Jahr 2011 bei SÜDWIND erscheinen. In den nachfolgenden Studien wird auf Lösungsansätze bei entwicklungspolitischen sowie klimarelevanten Problemen eingegangen. Des weiteren setzt sich die Studie mit der Rolle von Banken und Investoren auf dem Metallmarkt auseinander so wie auch mit der Rolle, die Verbraucherinnen und Verbraucher dabei spielen können.

 

Quelle: SÜDWIND

 

Unser Tipp:

Helfen Sie ganz gezielt den wirtschaftlich benachteiligten Menschen der Entwicklungs- und Schwellenländer!  Zum Beispiel mit dem Instrument Mikrofinanz. 2006 wurde mit Mohammad Yunus eine maßgebliche Ikone der Mikrofinanz mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Positiver Nebeneffekt: Die Wertentwicklung in dieser Sparte verläuft sehr konstant.

 

Projekt Soziale Verantwortung Monatssparen Ethik
Laufzeit täglich kündbar
Mindestsparsumme 50 €
Wertentwicklung z.B. 2009: 2,24% ; 2010: 6,06%
Besonderheiten a.) schwankungsarme und sichere Anlage in Mikrofinanz und ausgewählte SRI-Fonds
b.) Geldanlage, die Menschlichkeit fördert und soziale Verantwortung übernimmt

 

Mikrofinanz und die soziale Wertschöpfung 2010 – responsAbility social performance report 2010

Freitag, 06. Mai 2011

Wir berichten heute über das Schwergewicht im Bereich der sozial motivierten Geldanlage und dessen Aktivitäten und Erfolge im vergangenen Jahr. Die Schweizer responsAbility bietet seit vielen Jahren über ihre Mikrofinanzfonds Privatanlegern die Möglichkeit, ihre Geldanlagen aktiv in der Armutsbekämpfung einzusetzen und dabei eine interessante finanzielle Rendite zu erzielen.
Im 2010 wurden durch die drei von responsAbility verwalteten Mikrofinanzfonds 16 Millionen Menschen der Zugang zu Finanzdienstleistungen ermöglicht.

In ihrem sechsten Social Performance Report legt responsAbility Social Investments AG (responsAbility) Rechenschaft über die sozialen und entwicklungsrelevanten Ergebnisse ihrer Investitionstätigkeit in 2010 ab.

 

Ergebnisse 2010 im Überblick

 

Mikrofinanz

Die Nachfrage nach Mikrofinanzdienstleistungen in Entwicklungs- und Schwellenländern blieb auch im 2010 ungebrochen hoch. Per Ende 2010 hatte responsAbility USD 628 Millionen in Fremdkapital und USD 74 Millionen in Eigenkapital von Mikrofinanzinstitutionen investiert. Damit wurden 251 Institutionen in 55 Ländern mit 16 Millionen Kunden erreicht. Um Währungsrisiken für Mikrofinanzinstitutionen und deren Kunden zu reduzieren, tätigte responsAbility im 2010 vermehrt Finanzierungen in abgesicherten Lokalwährungen. Um den Bedürfnissen der Kunden besser gerecht zu werden, setzt responsAbility auf die kontinuierliche Weiterentwicklung des Dienstleistungsangebotes von Mikrofinanzinstitutionen. Vermehrt werden neben klassischen Mikrokrediten auch Sparmöglichkeiten und Geldtransaktionen angeboten. Die Guthaben bei den vor responsAbility finanzierten Mikrofinanzinstituten belaufen sich inzwischen auf 8,9 Milliarden US-Dollar. Eine Zunahme von 34%. Die durchschnittliche Guthabenhöhe beträgt 1.100$ pro Kunde
Den Mikrofinanzkreditnehmern auch die Möglichkeit der sicheren Verwahrung ihrer Ersparnisse zu gewährleisten ist ein wichtiger Schritt. Wenn dies nicht gewährleistet ist, sind die Kreditnehmer genötigt, ihre laufenden Überschüsse aufzubrauchen und künftige Investitionen wieder zu 100 Prozent zu finanzieren.
Auch sparen Mikrofinanznehmer oftmals lieber an als den Kredit zu tilgen, da die Höhe des Kredites als eine Art Statussymbol gesehen wird.

 

 


 

Unser Tipp für ein nachhaltiges Investment: Soziale Verantwortung Einmalsparen Ethik

 

 

Anlage  

Soziale Verantwortung Einmalsparen Ethik

Laufzeit täglich kündbar
Mindestanlagesumme 500 Euro
Wertentwicklung 2009: 2,24% 

2010: 6,09%

Besonderheit – stabile Wertentwicklung 

– Sie investieren nachhaltig

– Mikrofinanzinvestment

– Beitrag zur Armutsbekämpfung

 

 


Fair Trade

 

In 2010 wurden durch responsAbility Anlagefonds 46 landwirtschaftliche Kooperativen in 15 Ländern finanziert. Diese Kooperativen werden von rund 300`000 Kleinbauern, meist Familienbetrieben, beliefert. Somit kommt die Finanzierung von Ernte und landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten einer noch grösseren Zahl von Familienmitgliedern zugute. Mit den Prämien durch Fair Trade und Bioproduktion finanzieren die Kooperativen insbesondere ihre Infrastruktur, fachliche Unterstützung, Qualitätsverbesserung aber auch die Bildung und Gesundheit ihrer Mitglieder.

 

Unternehmens-Finanzierung

 

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer Volkswirtschaft. Sie schaffen einen Großteil der Arbeitsplätze und tragen zur lokalen Wertschöpfung bei. Der mangelnde Zugang zu langfristigem Kapital stellt jedoch für viele dieser Unternehmen ein Wachstumshindernis dar. Durch die Investition von USD 13 Millionen in 38 KMU konnten responsAbility Kunden einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung von rund 31`200 Arbeitsplätzen in Entwicklungs- und Schwellenländern leisten.

 

Unabhängige Medien

 

Der Zugang zu objektiver Berichterstattung ist zentraler Bestandteil einer Demokratie und Voraussetzung für die aktive Beteiligung der Bevölkerung an gesellschaftlicher Entwicklung. Meist ist jedoch der Zugang zu unabhängigem Kapital eingeschränkt. Um diesen Engpass zu überbrücken vermittelt responsAbility an den Media Development Loan Fund (MDLF) Darlehen, die der Finanzierung unabhängig berichtender Medien dienen. Im 2010 wurden 45 Organisationen finanziert, die 35.8 Millionen Menschen in 17 Ländern den Zugang zu unabhängiger Berichterstattung ermöglichen

 

Positive finanzielle Rendite auch im 2010

 

Sämtliche Anlageprodukte von responsAbility erzielten auch 2010 – wie schon in den zurückliegenden Jahren – eine positive Rendite.

Was bedeutet die kommende Inflation für mich persönlich?

Montag, 14. Februar 2011

Bevor man dies beantworten kann, muss man sich zunächst einer weiteren Frage stellen: Wie misst man eigentlich die Inflation? Bei offiziellen Statistiken geht man von einem virtuellen Warenkorb aus, der Güter des alltäglichen Lebens, aber auch höherwertige Konsumgüter wie etwa einen Computer umfasst. Diese Statistiken sind oftmals gemäßigter als die „gefühlte“ Inflation, welche viel stärker von der Entwicklung der Preisgestaltung von Gütern des täglichen Bedarfs – beispielsweise Lebensmittel oder Energiekosten – beeinflusst wird. Unicredit hat deshalb nun ebenfalls für die „gefühlte“ Inflation einen Index ermittelt und Beobachtungen über die letzten 10 Jahre angestellt. Keinesfalls überraschend ist das Ergebnis, dass die gefühlte Inflation sichtlich stärkere Schwankungen aufzuweisen hat und mit 3,3% im Dezember 2010 doppelt so hoch lag wie die statistische Inflationsrate.

 
Trotz der unterschiedlichen Höhe zeigen beide Inflationsraten in die gleiche Richtung: Es wird zu einer Inflation kommen und es ist lediglich die Frage, ob sich die Inflationsrate im Bereich 2-4% pendelt – und somit wirtschaftlich vertretbar wäre – oder ob eine Lohn-/Preisspirale entsteht, was weit höhere Inflationsraten zur Folge hätte.

Verbrannter Geldschein

Bei einer Inflation wird das Geld entwertet. Deshalb rechtzeitig vorsorgen, um das Vermögen zu sichern.



 
Es stellt sich nun die Frage was die Entwicklung zur Inflation für eine Bedeutung für den Sparer und Geldanleger hat – und die Antwort darauf ist recht simpel: Man muss mehr und schlauer sparen bzw. investieren.

 
Grund: Der Großteil der Sparziele, wie etwa die Altervorsorge, ist auf einen realen Wert fokussiert, das bedeutet beispielsweise die Deckung der Lebenshaltungskosten im Rentenalter. Die Inflation ist Grund dafür, dass sich diese fernen Ziele nominal signifikant erhöhen. Ein Beispiel: Ein 30-jähriger, der eine Rentenlücke von 2.000 Euro Kaufkraft schließen möchte, hat bei einer Inflation von 2% bereits einen nominalen Bedarf von etwa 4.000 Euro pro Monat zum Renteneintritt. Wenn die durchschnittliche Inflation auf 4% anwachsen würde, müssten monatlich fast 8.000 Euro gezahlt werden, um die Kaufkraft von heutigen 2.000 Euro zu realisieren. Diese Effekte der Inflation werden von den meisten Bürgern komplett unterschätzt. Manch ein Sparer hält auch nichts von einem Konsumverzicht, welcher heute allerdings notwendig ist, um eine Altersarmut zu vermeiden.

 
Durch Intelligentes Sparen besteht trotzdem eine Möglichkeit die Inflationslücke zu schließen. Dabei muss der Vermögensaufbau jedoch in weiten Teilen in Sachwerten erfolgen. Darunter fallen nicht nur Aktien und Immobilien. Innovative und schwankungsarme Anlageklassen wie Mikrofinanz sind ebenfalls möglich.

 
Eine Möglichkeit zur Mikrofinanz bietet der BN & P Good Growth Fonds. Dabei handelt es sich um ein System von Kleinkrediten, welche durch Mikrofinanzbanken vergeben wurden. Die Refinanzierung dieser Banken der Armen sorgt für ein wirtschaftliches Einkommen und Selbstvertrauen für die Kreditnehmer, aber auch für eine angemessene und vorallem sichere Verzinsung für die Kapitalgeber jener Mikrofinanzinstitute. Obwohl in manchen Regionen wie beispielsweise in Indien, Nicaragua oder Pakistan negative Entwicklungen bei der Umsetzung des Prinzips der Mikrofinaz festzustellen waren, ist diese Urform des genossenschaftlichen Bankgeschäfts rund um den Globus enorm wichtig für die Entwicklungshilfe.

 
Mikrokredite und die entsprechenden Refinanzierungstranchen der Mikrofinanzfonds besitzen in der Regel eine Laufzeit von einem Jahr. Im Mix der Kreditportefeuilles stehen daher meist monatliche – an das jeweils aktuelle Zinsniveau angepasste – Kredite zur Prolongation an. Aufgrund dessen sollten steigende Inflationsraten und dadurch auch steigende Zinsen auf Fondsebene keine Kursverluste herbeiführen. Stattdessen sollte der Mikrofinanzfonds zügig seine Rendite an den Marktzins anpassen. In Bezug auf eine Inflationsvorsorge ist die Mikrofinanzanlage somit vergleichsweise vorteilhaft.

 
Fakten zum BN & Good Growth Fonds: Der Fonds investiert bis zu 30% des Fondsvolumen in die Mikrofinanz. Er verteilt das Geld an über 400 Mikrofinanzinstitute in etwa 60 Ländern weltweit. Damit ein mittelfristiges Renditeziel oberhalb von 5% realisiert werden kann, bedient sich der Fonds zusätzlich einem breiten Spektrum von Anlageformen und Anlageklassen, die hinsichtlich auf das soziale Ziel ethisch gefiltert werden. Der Zuwachs von rund 8% in den vergangenen 24 Monaten bei Schwankungsbreiten von ungefähr 4% zuzüglich einem gutem Gewissen erzeugte Freude bei vielen vorsichtigen Anlegern, die normalerweise nur traditionell investierten.

 
Button Alle Informationen