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Rückkaufswert der Lebensversicherung – Verluste vorprogrammiert

Freitag, 11. August 2017

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Lebensversicherungen sind Verträge, die auf einen langen Zeitraum ausgerichtet sind. Wenn jedoch die regelmäßigen Beiträge zur Belastung werden, denken Versicherte über eine Auslösung des Vertrags nach. Der jeweilige Rückkaufswert gibt Auskunft über den aktuellen Wert der Police. Generell ist die vorzeitige Beendigung des Vertrags wirtschaftlich nicht vorteilhaft.“ ]

 

 

Beliebte Geldanlage: Kapitallebensversicherungen.

Wer eine Kapitallebensversicherung abschließt, geht eine langfristige Bindung ein. Schließlich gehen dem Vertragsabschluss persönliche Überlegungen und Planungen sowie eine ausführliche Beratung voran.

 

Im Allgemeinen beträgt die Laufzeit der Lebensversicherung mindestens zwölf Jahre. Teilweise bieten sich auch längere Laufzeiten von 20 oder 30 Jahren an, um eine höhere Rendite zu erzielen und den Zinseszinseffekt voll auszunutzen.

 

 

Langfristige Verträge in kurzlebigen Zeiten

Ein norddeutsches Sprichwort besagt: „Zeit, Ebbe und Flut wartet auf niemand.“ Und die Umstände, unter denen einstmals eine Lebensversicherung abgeschlossen wurde, verändern sich über die Jahre rasch. Schließlich sind die teilweise gewählten zwölf Jahre in unserer schnelllebigen Zeit eine halbe Ewigkeit; wer schon bei den Kindern an die Rente denkt kann auch schnell einen über viele Jahrzehnte laufenden Vertrag erhalten.

 

Auch bei solider Planung – die Zukunft ist ungewiss.

Innerhalb dieser kleinen Ewigkeit verändern sich Lebensumstände radikal. Ehen werden geschlossen – und das längst nicht mehr für die Ewigkeit, denn das Scheidungsrisiko steigt bereits nach drei Ehejahren signifikant an und ebbt erst nach elf Jahren wieder ab. Darüber hinaus verändern Kinder die Lebenssituation. Auch berufliche Wechsel oder gar der Verlust der Arbeitsstelle können eine radikale Veränderung der wirtschaftlichen Situation verursachen – und plötzlich ist nichts mehr so, wie es bei Vertragsbeginn einmal gewesen ist. Aber, wie schon der legendäre Fußballtrainer Dragoslav Stepanovic sagte: „Lebbe geht weider!“

 

Auch wenn der Blick in die Zukunft generell schwierig ist, gut ist es in jedem Fall, die persönlichen Finanzen im Blick zu behalten. Dazu gehört es auch, den Wert – in diesem Falle Rückkaufswert – seiner Lebensversicherung zu kennen – auch wenn Kündigung und Rückkauf ein Verlustgeschäft darstellen.

 

Viele Versicherungsnehmer ziehen diesen Schritt dennoch in Betracht, um einen raschen Ausweg aus finanziellen Engpässen zu finden. Immerhin endet rund jeder dritte Lebensversicherungsvertrag im Rückkauf. Eine stolze Zahl, bei immerhin rund 90 Millionen laufender Verträge in Deutschland. Insgesamt wurden im Jahr 2015 Policen im Wert von rund 13 Milliarden Euro beendet.

 

 

Rückkaufsrechte – gesetzlich festgelegt oder vertraglich vereinbart

Wer – aus welchen Gründen auch immer – seine Kapitallebensversicherung aufgeben will, hat die rechtlich zugesicherte Möglichkeit, die Police an die Versicherungsgesellschaft zurück zu verkaufen. Der Versicherer kauft also dem Versicherungsnehmer die Rechte ab, die er durch den Abschluss der Police einmal erworben hat.

 

In Deutschland wird der Rückkauf von Lebensversicherungsverträgen konkret durch das Versicherungsvertragsgesetz geregelt. Darin sieht der Gesetzgeber vor, dass Versicherte generell ein Rückkaufsrecht haben – vorausgesetzt, es besteht zu diesem Zeitpunkt ein echter Rückkaufswert. Unter diese gesetzliche Regelung fallen damit die klassischen Kapitallebensversicherungen sowie die fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung in der Zeit zwischen Vertragsbeginn und Rentenzahlung, der sogenannten Aufschubzeit.

 

Bei anderen Verträgen kann ein Rückkaufsrecht vertraglich vereinbart werden. Ohne Rückkaufrecht sind in der Regel Risikolebensversicherungen. Außerdem Rentenversicherung, die bereits ausgezahlt werden sowie Rentenversicherungen in der Aufschubzeit ohne vereinbarte Todesfallleistung.

 

 

Rückkaufswert – der Zeitwert der Lebensversicherung

Rückkauf bedeutet Verluste – Geduld lohnt sich …

Versicherungsgesellschaften informieren ihre Kunden jährlich über die Höhe des angesparten Rückkaufswertes der Versicherungspolice ihrer Lebensversicherung. – Ein Standardbrief, der unter normalen Umständen schnell in der Ablage verschwindet. Es sei denn, der Kunde überlegt aktuell tatsächlich sich von seinem Versicherungsvertrag zu trennen. Zum Beispiel, weil die monatlichen Belastungen nicht in die derzeitige Lebens- und Finanzsituation passen (auch wenn dann die Beitragsfreistellung die passendere Lösung wäre…).

 

Der Rückkaufswert beschreibt damit dem Zeitwert der Versicherungspolice. Die Versicherungsgesellschaft garantiert damit das Recht, die Police zurückzugeben und dem Versicherten die zugeteilten Überschussanteile und – seit 2008 – die Hälfte der Bewertungsreserven anteilig auszuzahlen.

 

Wer sich – aus welchen Gründen auch immer – für den Rückkauf seiner Lebensversicherung entscheidet, muss wissen, dass dieser Schritt – vor allem am Anfang der Laufzeit – nicht gerade lukrativ ist. Das gilt nicht nur für den Versicherungsnehmer, sondern auch für die Versicherungsgesellschaft. Schließlich plant diese mit den laufenden Beiträgen langfristige Anlagen, um optimale Erträge zu erwirtschaften.

 

Ein weiterer Nachteil beim Rückkauf von Lebensversicherungen: Der aktuelle Rückkaufswert fällt nie höher aus, als die Auszahlung im Todesfall. Sollte der Rückkaufswert über der vertraglich vereinbarten Todesfallleistung liegen, verwendet die Versicherungsgesellschaft das Geld für die Bildung beitragsfreier Versicherungen.

 

 

Keine Steuererleichterung bei Rückkäufen

Wer seine Lebensversicherung vor Ablauf der Mindestlaufzeit von zwölf Jahren zurückgibt, verliert nicht nur Geld durch fehlende Überschussbeteiligungen und Erträge, sondern lässt sich auch steuerliche Vorteile entgehen.

 

Rückkauf bedeutet auch Steuern.

Denn seit 2005 gelten für neu abgeschlossene Lebensversicherungen, neue Regelungen. Waren vormals die Erträge der private Renten- oder Kapitallebensversicherungen  bei einer einmaligen Auszahlung steuerfrei, müssen diese Gelder aktuell versteuert werden. Betroffen sind dabei sämtliche privaten Lebens- und Rentenversicherungen. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit werden die Erträge nach den Regelungen des Alterseinkünftegesetz vorgelagert versteuert. Da die Beiträge zu diesen Versicherungen auf bereits versteuertem Einkommen stammen, greifen hier Erleichterungen, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden. Die Versicherungsnehmer erhalten im Rahmen ihrer Einkommenssteuererklärung Geld zurück, je nach Steuerklasse bis zu 50 Prozent der vorgelagerten Besteuerung . Allerdings nur, wenn die Mindestlaufzeit eingezahlten wurde. Wer sich für einen Rückkauf entscheidet, muss die entsprechenden Erträge voll versteuern.

 

 

Neu: Die Ermittlung des Rückkaufswertes bei Verträgen ab 2008

Schlechtes Geschäft hin oder her – manchmal mag kein Weg am Rückkauf vorbei führen. Gute Nachricht für Versicherte, die ihren Vertrag ab 2008 abgeschlossen haben: für den Rückkauf dieser Policen sieht der Gesetzgeber generell einen Mindestrückkaufswert  vor. Dabei gilt für Kapitallebensversicherungen die Faustregel: der Rückkaufswert entspricht dem Deckungskapital der Versicherung, aus dem normalerweise die Lebensversicherung nach Ablauf der Vertragslaufzeit ausbezahlt wird.

 

Beim Rückkauf werden entsprechend der Sparanteil der geleisteten Beiträge sowie die für den Versicherungszeitraum zugeteilten Überschussbeteiligungen und Zinsen ausgezahlt. Allerdings werden von diesem Betrag auch noch anteilig Vertriebs- und Abschlusskosten sowie weitere Aufwendungen für die Verwaltung abgezogen. Auch ein Stornoabschlag ist möglich, muss aber angemessen und vertraglich vereinbart worden sein.

 

Die gesetzliche Neuregelung für Verträge ab 2008 bietet den Vorteil, dass die Abschlusskosten der Versicherung auf die ersten fünf Jahre gleichmäßig verteilt werden und seit 2015 zudem begrenzt sein müssen.

 

Versicherte profitieren von der Regelung, denn wer bislang mehr Beiträge eingezahlt hatte als der aktuelle Rückkaufswert betrugt – und das war in den ersteSonderkonditionen mit den Grünes Geld Newsn fünf Jahren die Regel – machte mit dem Rückkauf nur Verluste, denn der Wert der Police belief sich im Allgemeinen auf Null.

 

Grund dafür war die Abschlussprovision – also die Vertriebskosten – der Versicherung. Durch den Abzug dieser Kosten vom Rückkaufswert der Police, begann quasi jede Lebensversicherung mit einem negativen Wert. Durch die neue gesetzliche Regelung hat jede Lebensversicherung, die ab 2008 abgeschlossen wurde einen positiven Rückkaufswert, denn die Kosten werden gezillmert. Hinter diesem Begriff, der auf den Versicherungsmathematiker August Zillmer zurückgeht, steht die Verrechnung der Abschlusskosten auf die Versicherungsbeiträge. Während allerdings Zillmer im 19. Jahrhundert noch von einem Jahresbeitrag zur Deckung der Abschlusskosten ausging, sieht die aktuelle gesetzliche Regelung seit 2015 einen Prozentsatz von maximal 2,5 Prozent der gesamten Beiträge – also auch aller künftigen – vor.

 

 

Alt: Die Ermittlung des Rückkaufswertes bei Verträgen vor 2008

Im Allgemeinen steigt der Rückkaufswert der Lebensversicherung an, je länger die Police bereits läuft. Daher ist es wichtig, auch die Regelungen zum Rückkaufswert für Versicherungsverträge vor 2008 genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

Gemäß der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) gilt für Lebensversicherungen, die zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen wurden die Regelung, dass der Rückkaufswert der Police mindestens der Hälfte des Deckungskapitals entspricht. Dabei wird das Deckungskapital nicht gezillmert. Entsprechend werden von diesem Betrag zwar Verwaltungskosten abgezogen, nicht aber die Abschluss- und Vertriebskosten. Ebenso entfallen Storno- und Kündigungsgebühren.

 

 

Rückkauf von fondsgebundenen Lebensversicherungen

Wer eine fondsgebundene Lebensversicherung abgeschlossen hat und sich für einen Rückkauf entscheidet, kann mit ähnlichen Regelungen wie bei anderen Versicherungspolicen rechnen. Bei Verträgen seit 2008 wird der Rückkaufswert nach dem Wert der Fondsanteile. Auch hier gilt, dass die Vertriebs- und Abschlusskosten der Police gleichmäßig auf die ersten fünf Jahre der Laufzeit verteilt werden müssen.

 

Für Policen, die vor 2008 abgeschlossen wurden hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass sich die Höhe des Rückkaufswertes mindestens an der Hälfte des Fondsguthabens bemisst. Dabei dürfen die Versicherer zwar Verwaltungskosten abziehen, nicht jedoch die hohen Vertriebskosten.

 

 

Erst Beratung – dann Entscheidung

Entscheidungen gemeinsam treffen!

Der Rückkauf einer Lebens- oder Rentenversicherung sollte gut überlegt sein. Schließlich handelt es sich hier um ein Verlustgeschäft, denn der Versicherte verliert nicht nur den vereinbarten Versicherungsschutz, sondern verzichtet auch auf große Teile seine Ansprüche aus Schlussüberschüssen. Zudem muss er die Erträge aus dem frühzeitig beenden Vertrag voll versteuern. Viel bleibt dann oft nicht übrig.

 

Wer also finanziell in der Klemme steckt und kurzfristig Geld benötigt, sollte zunächst einen kühlen Kopf bewahren und seine persönliche Situation genau analysieren. Am besten mit zusammen mit Profis.

 

Grünes Geld, Experte für nachhaltige Geldanlagen, bietet seinen Kunden auch als unabhängiger Finanzexperte Lösungen zur privaten Altersvorsorge an und verfügt über eine weitreichende Erfahrung in diesem Bereich. Gerd Junker, Geschäftsführer von Grünes Geld rät daher: „Die Entscheidung für einen Rückkauf der Lebensversicherung sollte nicht allein im stillen Kämmerlein passieren. Wichtig ist es, mit einem Finanzexperten die Situation zu besprechen, um finanzielle Nachteile zu vermeiden.“

 

Die vorzeitige Beendigung des Vertrags mit den entsprechenden finanziellen Einbußen kann so in vielen Fällen abgewendet werden. Kunden profitieren dann weiter von einem Versicherungsschutz, geplanten Auszahlungen und steuerlichen Vorteilen.

 

Gerade wenn eine Police bereits länger als fünf Jahre läuft, sind unnötige Verluste vorprogrammiert. Je nach Situation des Kunden ergeben sich zum Rückkauf unterschiedliche Alternativen, die ebenfalls aus einem finanziellen Engpass heraushelfen können. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig. So kann eine Beitragsfreistellung eine gute Lösung sein, wenn der Vertrag zwar gute Erträge liefert, die Beiträge jedoch nicht aufgebracht werden können. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, den Vertrag zu beleihen oder einen teilweisen Rückkauf durchzuführen und damit nur einzelne Teile des Vertrags kündigen.

 

Auch der Verkauf der Police an einen professionellen Ankäufer ist meist lukrativer als der Rückkauf. Dabei werden alle Rechte auf Auszahlungen nach Ablauf des Vertrags verkauft. Neben dem daraus direkt verfügbaren Geld profitiert der Versicherte weiterhin vom Versicherungsschutz, denn im Todesfalle erhalten die Hinterbliebenen die festgesetzte Todesfallsumme.

 

 

 

 

Carmen Junker   Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Richtig versteuern: Erträge aus kapitalbildenden Lebens- und Rentenversicherung

Freitag, 28. Juli 2017

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Für ab 2005 abgeschlossene kapitalbildende Lebens- und Rentenversicherungen wurden die Besteuerungsregelungen geändert. Erträge müssen seit dem versteuert werden. Diese Regelung greift in diesem Jahr erstmals für die Verträge mit der steuerbegünstigen Laufzeit von zwölf Jahren. Versicherte sollten sich jetzt gut informieren, damit sie ihre Steuervorteile korrekt geltend machen.“ ]

 

 

Versicherungspolicen im Blick behalten!

Früher war alles besser – so wird immer wieder geklagt und voller Sehnsucht die gute alte Zeit verklärt. Ob das stimmt oder nicht, sei einmal dahingestellt. Fakt ist, dass die Welt an Komplexität rasant zugenommen hat, Zusammenhänge und Verflechtungen kaum noch zu überblicken sind und einfache Erklärungen in der Regel nicht der ganzen Wahrheit entsprechen.

 

Wer die Komplexität der Moderne akzeptiert, weiß, dass Antworten und Lösungen umfangreicher sind als früher. Das trifft nicht nur auf das Weltall und die Zukunft der Menschheit zu, sondern leider auch auf die Steuerregelungen für Lebensversicherungen. Denn die lassen sich längst nicht mehr kurz und knapp erklären.

 

 

Versicherungspolicen im Auge behalten

Kapitallebensversicherungen zählen zu den beliebtesten Produkten der privaten Altersvorsorge. Auch wenn die erheblichen steuerlichen Vorteile vor einigen Jahren abgeschafft wurden und angesichts der niedrigen Zinsen die Erträge geringer ausfallen, sind aktuell rund 90 Millionen laufender Policen im Markt. Nach wie vor bieten Sie nämlich steuerliche Vorteile und als einzige Lösung die Absicherung des sogenannten Langlebigkeitsrisikos: sie zahlen Renten nämlich bis zum Lebensende, egal wie alt man wird.

 

Die Beliebtheit liegt sicherlich auch daran, dass Lebensversicherungen – wie vormals auch das wenig ertragreiche Sparbuch – die Sicherheits- und Sparmentalität der Deutschen trifft. Wer seinen Vertrag bis zum Ende der Laufzeit behält, bekommt eine Ablaufleistung, die sich aus der garantierten Versicherungssumme, Überschussbeteiligungen und einem möglichen Schlussbonus zusammensetzt.

 

Die passende Lebensversicherung finden und abzuschließen, ist für die meisten Laien schon eine Wissenschaft für sich. Ist die Entscheidung erst einmal getroffen, liegt der Vertrag für eine ganz Weile in der Schublade und gerät vorerst in Vergessenheit.

 

Wer allerdings ab dem Jahresbeginn 2005 eine kapitalbildende Lebens- oder Rentenversicherung abgeschlossen hat, sollte seine Police jetzt noch einmal studieren, denn wie die Kapitallebensversicherung dann versteuert werden muss, hängt ganz entscheiden vom Zeitpunkt des Abschlusses ab. Entsprechend greifen ab 2017 erstmals die vor zwölf Jahren neu eingeführten Regeln zur Besteuerung der Erträge.

 

 

2004 – das Jahr der letzten steuerfreien Leistungen

Die Welt wird zunehmend komplexer.

Im vergangenen Jahr zahlten die Lebensversicherungsgesellschaften in Deutschland – so meldete es der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft – rund 88 Milliarden Euro an ihre Kunden aus. Die besondere Höhe der Summe war vor allem der Tatsache geschuldet, dass 2016 die endfällige Einmalauszahlung der 12-jährigen Policen gezahlt wurde, die im Jahr 2004 abgeschlossen wurden.

 

2004 war dabei nicht nur das erste Jahr des TV-Dauerbrenners „Dschungelcamp“, sondern auch das letzte Jahr, in dem die Erträge aus Lebensversicherungen steuerfrei waren. Nach einer Vertragslaufzeit von mindestens zwölf Jahren konnten sich so Versicherungsnehmer von Kapitallebensversicherungen, Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht und fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen über einen warmen Geldregen ohne Abzüge freuen.

 

Allerdings nur, wenn es sich bei der Ablaufleistung um eine sogenannte Einmalauszahlung handelte und die Versicherung während der Laufzeit von zwölf Jahren maximal sieben Jahre beitragsfrei lief. Beliebt war 2004 das Modell 5 Jahre Einzahlung plus 7 Jahre Ruhezeit.

 

Wer eine regelmäßige private Rente (Leibrente) ausgezahlt bekommt, musste und muss den Ertragsanteil seiner Versicherung auch zukünftig gemäß dem persönlichen Einkommenssteuersatz versteuern. Dabei wird jedoch der Rentenbeginn mitberücksichtigt, so dass dementsprechend gestaffelt nur Teile der ausgezahlten privaten Rente als Ertrag versteuert wird. Generell gilt dabei, je früher die Auszahlung der Leibrente beginnt, desto höher sind die steuerpflichtigen Ertragsanteile. Im Alter von 60 Jahren werden 22 Prozent der ausgezahlten Rentenleistung als zu versteuernder Ertragsanteil zugrunde gelegt, mit 65 Jahren Rentenbeginnalter nur noch 18 Prozent. Sämtliche Einnahmen werden bei der Steuererklärung dem zu versteuernden Einkommen zugerechnet. Insgesamt eine sehr steuergünstige Lösung.

 

 

2005 – „Brutto gleich Netto“ ist passé

Mit dem Jahr 2005 wurde die alte Regelung abgeschafft. Ausgenommen von der Neuregelung bleiben weiterhin jedoch sämtliche staatlich geförderten Produkte, wie die Riester- und Rüruprente sowie Betriebsrenten.

 

Unter die neue Regelung von 2005 fallen sowohl die üblichen privaten Lebensversicherungen mit Sparanteil und Rentenversicherungen mit der Möglichkeit der Einmalauszahlung. Gleichgültig ist, ob die Verträge fondsgebunden sind oder nicht.

 

Damit werden in diesem Jahr erstmals Policen der Lebensversicherer fällig, für die eine völlig neue Besteuerung gilt. Die Kapitalanlageprodukte wie private Renten- oder Kapitallebensversicherungen zählen gemäß des Alterseinkünftegesetzes zur sogenannten 3. Schicht, also der privaten Vorsorge, die der vorgelagerten Versteuerung unterliegt. Dies bedeutet, da bereits aus versteuertem Einkommen angespart wird, greifen für die Besteuerung der Ablaufleistung und der im Vertrag erzielten Erträge Erleichterungen bei der Steuer.

 

 

Die halbe Steuer sparen ist einfach möglich

Optimisten müssen nur die Hälfte versteuern, Pessimisten streichen das „nur“.

Immer – nein, nicht immer, denn auch hier gibt es Ausnahmen. Wenn die Mindestlaufzeit oder das Mindesablaufalter nicht eingehalten wurden, greifen die Erleichterungen nicht. Sondern nur für alle, die sich für die einmalige Auszahlung der Ablaufleistung entscheiden und die Mindestlaufzeit von zwölf Jahren eingehalten haben.

 

Außerdem muss der Versicherungsnehmer mindestens 60 Jahre alt sein. Bei Verträgen, die nach dem Jahr 2012 abgeschlossen wurden, gilt sogar ein höheres Alter von 62 Jahren.

 

Für Lebensversicherungen gilt darüber hinaus, dass der Todesfallschutz mindestens die Hälfte der Beitragssumme umfassen muss. Letzteres gilt für alle Vertragsabschlüsse ab dem 31. März 2009.

 

Ob das Glas nur noch halb voll ist oder schon halb leer, darüber lässt sich trefflich streiten. Fakt ist in jedem Fall: Wer all diese Voraussetzungen erfüllt, muss (nur) die Hälfte der Erträge aus den jetzt fälligen Verträgen versteuern.

 

 

 

 

 

 

Die Voraussetzungen werden allerdings im ersten Schritt – also bei der Auszahlung der Versicherung – nicht berücksichtigt oder geprüft. Denn der Gesetzgeber hat die Versicherungsgesellschaften verpflichtet von der Auszahlung der Lebensversicherung die Abgeltungssteuer inklusive des Solidarzuschlags auf die vollen Kapitalerträge einzubehalten. Ist der Versicherte kirchensteuerpflichtig, wird der entsprechende Anteil ebenfalls einbehalten. Das Geld wird an das zuständige Finanzamt abgeführt. Damit landet pauschal fast ein Drittel der Auszahlungssumme als zu versteuernder Kapitalertrag erst einmal beim Fiskus – ungeachtet des persönlichen Steuersatzes des Versicherten.

 

Dies ist wichtig zu wissen, denn jetzt ist Handeln gefragt.

 

Denn nur die Hälfte der Erträge aus der Lebensversicherung müssen versteuert werden. Das bedeutet, dass eine Hälfte der Erträge steuerfrei ist. Da die Versicherungsgesellschaften die komplette Abgeltungssteuer abführen, müssen Versicherte in der Folge selbst aktiv werden und das zu viel entrichtete Geld zurückfordern.

 

 

Wenn die Hälfte weniger ist als 50 Prozent …

Um die zu viel entrichteten Steuern vom Finanzamt erstattet zu bekommen, erhalten Versicherte von den Versicherungsgesellschaften eine entsprechende Bescheinigung.

 

Wenn der Versicherte im Rahmen seiner Steuererklärung seinen Anteil der abgeführten Steuern zurückfordert, kommt leicht weniger als die rechnerische Hälfte des erwarteten Betrags heraus. Denn während die Versicherer die Abgeltungssteuer abführen, rechnen die Finanzämter mit dem individuellen Einkommenssteuersatz. In der Praxis sieht es dann so aus, dass ein Versicherungsnehmer mit Spitzensteuersatz weit weniger als die Hälfte der eingezogenen Abgeltungssteuer erstattet bekommt. Von der Regelung profitieren in diesem Fall geringverdienende Versicherte, die bei einem Steuersatz von 12,6 Prozent mehr als die Hälfte der einbehaltenen Steuer erstattet bekommen. Allerdings erhöht die ausgezahlte Versicherungssumme auch das zu versteuernde Einkommen. Das bedeutet, dass Versicherte nach der Auszahlung der Lebensversicherung nach einem höheren Steuersatz veranschlagt werden und in der Folge auch mit einer geringeren Erstattung rechnen können.

 

 

Steuern sparen ist möglich

Nicht vergessen: Vom Versicherer abgeführte Steuern zurückfordern.

Gerade Versicherungsnehmer mit hohem Steuersatz schmerzt die neue Regelung zur Besteuerung der kapitalbildenden Lebensversicherung. Steuern lassen sich aber auch noch mit nach 2004 abgeschlossenen Verträgen. So ist beispielsweise ein Wechsel des Versicherungsnehmers durchaus möglich.

 

In der Praxis kann das etwa die Übertragung des Vertrags von den Eltern auf das in der Ausbildung befindliche Kinde sein, das kein oder nur ein gering versteuertes Einkommen bezieht. Ein völlig rechtmäßiger Weg, vor allem vor dem Hintergrund, dass ohnehin viele Eltern versuchen, Vermögen für den Start der Kinder ins Berufsleben aufzubauen.

 

Dabei bewirkt der Wechsel des Versicherungsnehmers keine Novation, die rechtlich als neuer Vertragsabschluss gewertet werden könnte. Die für die Einkommenssteuer relevante Mindestvertragsdauer von zwölf Jahren wird durch den Wechsel des Versicherungsnehmers nicht berührt.

 

 

Versicherte aktiv informieren

Wichtig ist und bleibt natürlich, dass Versicherte ihre Ansprüche gegenüber dem Finanzamt geltend machen. Daher sind Versicherungsgesellschaften jetzt besonders gefordert, ihre Kunden über die veränderte Rechtslage für die Verträge ab 2005 zu informieren.

 

Denn ohne weitere Informationen geht die Bescheinigung der Versicherung möglicherweise in der täglichen Papier- und Informationsflut unter. Die Versicherungskunden müssen jetzt wissen, dass sie ihre Steuervorteile in der nächsten Einkommenssteuererklärung selbst geltend machen oder die Bescheinigung an ihren Steuerberater weitergeben müssen damit kein Geld verloren geht.

 

 

Ausnahme Ausland

Bei Versicherten, die in Deutschland einen Vertrag bei einer ausländischen Versicherungsgesellschaft abgeschlossen haben, sieht das Procedere etwas anders aus. Sie erhalten von ihrer Versicherungsgesellschaft die komplette Auszahlungssumme und müssen die Erträge selbst versteuern. Von ihrem Versicherer erhalten sie dafür eine detaillierte Ertragsaufstellung.

 

 

Auch wenn der Weg schwer ist – gemeinsam geht es leichter.

Es wird nicht einfacher …

Versicherungsnehmer müssen also bei ihrer Steuererklärung für das Jahr 2017 einige Veränderungen im Hinterkopf behalten. Im kommenden Jahr wird es dann eine weitere Neuerung im Bereich der Fondspolicen. Denn ab 2018 greift die Reform der Investmentbesteuerung. Diese sieht vor, dass Fonds mit 15 Prozent besteuert werden. Das Novum dabei ist, dass bislang die Anleger zwar ihre Erträge versteuern mussten, der Fonds selbst jedoch nicht besteuert wurde.

 

Bei fondsbasierten Lebensversicherungen werden dann 15 Prozent des Unterschiedsbetrags steuerfrei sein, soweit dieser Betrag aus Investmenterträgen stammt. Alternativ ist es möglich, dass der Unterschiedsbetrag nicht bei der Feststellung der Einkünfte abgezogen wird. Diese Regelung soll eine Doppelbesteuerung ausschließen.

 

 

… aber leichter durch kompetente Beratung

Der Abschluss einer fondsbasierten Lebensversicherung  ist als Baustein der privaten Altersvorsorge sinnvoll, jedoch in der Durchführung alles andere als trivial.

 

Leichter geht es mit kompetenten und anbieterunabhängigen Partnern an seiner Seite. Wie Beispielsweise die Experten von Grünes Geld. Hier erhalten Anleger nicht nur verständliche Antworten auf alle relevanten Fragen rund um das Thema soziale und ökologische Geldanlagen und Vermögensaufbau. Sie können auch zugleich sicher gehen, dass ihr Geld in Anlageprodukte fließt, die sowohl ausgezeichneten Renditechancen haben und zugleich nachhaltig gemanagt werden. Damit jeder Anlegertyp die passende Lösung für seine Finanzen findet und zugleich die Scherpunkte seiner Investments selbst bestimmen kann, verfügt Grünes Geld über mehr als 300 interessante Anlagemöglichkeiten.

 

 

 

 

 

 

 

Carmen Junker   Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Verbraucherschutz: Wie Sie 3.000 Euro und mehr aus Ihrer Lebensversicherung aus den Jahren 1994 bis 2007 herausholen können

Dienstag, 25. Juli 2017

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Der halbstaatliche Finanztest empfiehlt in seiner Ausgabe 8/2017 bei Lebensversicherungen, die zwischen dem 29. Juli 1994 und dem 31. Dezember 2007 abgeschlossen worden sind, einen Widerspruch zu prüfen. Auch lange nach Vertragsende lassen sich oft noch Tausende Euro Nachschlag holen. Ein Urteil des Bundesgerichtshof BGH macht das möglich.“ ]

 

 

Was ist der Hintergrund?

Gut gefüllte Kassen bei Versicherern: allerdings werden Reserven für Niedrigzinsphase noch benötigt.

Es geht um Lebensversicherungen nach dem sogenannten Policenmodell. Dabei wird dem Versicherungsnehmer erst zusammen mit der Versicherungspolice das Kleingedruckte wie zum Beispiel die Verbraucherinformationen oder die Allgemeinen Versicherungsbedingungen übersendet. Nach Empfang selbiger hatte der Verbraucher 14 Tage (ab 2004: 30 Tage) das Recht, schriftlich zu widersprechen – ansonsten ist die Versicherung rechtskräftig abgeschlossen.

 

In den Dokumenten mussten die Versicherer jedoch darauf hinweisen, dass diese Widerspruchsfrist vorhanden ist und läuft. Dieser Hinweis war dem Bundesgerichtshof in den meisten Fällen jedoch zu unpräzise oder schwach (Urteil vom 7. Mai 2014, Az. IV ZR 76/11). Der BGH fordert zum Beispiel, dass der Hinweis, dass der Widerspruch in Textform erfolgen muss, meist fehlte. Außerdem hätte die Belehrung optisch hervorgehoben sein müssen, was sie häufig ebenfalls nicht war.

 

Da also die Belehrung über das Widerrufsrecht in diesem Sinne nicht ausgesprochen wurde, entsteht damit ein ewiges Widerrufsrecht des Kunden.

 

Inwieweit die Forderungen des BGH moralisch vertretbar sind und man daraus einen Vorteil schlagen möchte, muss jeder selbst für sich entscheiden. Klar ist: der Urteilsspruch der Richter erfolgte viele Jahre nachdem die Widerrufsklauseln millionenhaft gedruckt wurden. Zu dem Zeitpunkt, als die Versicherer die Widerrufsbelehrungen abdruckten, konnte niemand ahnen, dass 20 Jahre später ein Richter diese für ungültig erklären würde. Insbesondere die Forderung nach eine optisch abgesetzten Widerrufsbelehrung ist schon weit von der gelebten Realität der damaligen Zeit entfernt.

 

 

Welche Verträge sind betroffen?

Ob Ihr konkreter Vertrag betroffen ist, muss im Einzelfall geprüft werden – die Chancen stehen aber sehr gut. Es betrifft jedoch nur die Veträge mit Abschluss zwischen 29. Juli 1994 und 31. Dezember 2007. Mittlerweile gibt es nämlich das Policenmodell nicht mehr, da es mit europäischem Recht nicht vereinbar war.

 

Es geht um klassische und fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen, Riester- und Rürup-Rentenversicherungen.

 

Es geht um regulär beendete Versicherungsverträge, für noch laufende Verträge und für gekündigte Verträge. Um das also nochmals klar zu machen: Auch wenn Sie Ihren Vertrag schon vor einigen Jahren ausgezahlt bekommen haben, können Sie wegen der fehlerhaften Widerspruchsbelehrung einen deutlichen Nachschlag erhalten.

 

Aber Achtung: wenn Sie einen laufenden Vertrag haben und mit diesem Vertrag zufrieden sind, sollten nicht widersprechen (siehe unten).

 

Was ist der Vorteil für Sie als Kunden?

Wenn ein Widerspruch erfolgreich ist, muss die Versicherung alle Einzahlungen und die durch die Einzahlungen erzielten Kapitalerträge auszahlen. Es müssen also auch die Kosten, zum Beispiel für Vertrieb und Abschluss, wieder ausgezahlt werden.

 

Lediglich die Beiträge für den in Anspruch genommenen Versicherungsschutz, wie zum Beispiel Beitragsanteile für den Todesfallschutz, dürfen vom Versicherungsunternehmen einbehalten werden.

 

Was sich schwierig liest, bedeutet in der Praxis häufig einen Vorteil von mehreren Tausend Euro gegenüber dem Rückkaufswert den eine Gesellschaft auszahlt, wenn der Vertrag gekündigt wird, oder gegenüber der Ablaufleistung bei Auszahlung der Lebensversicherung.

 

Beispiele von Kunden

Finanztest führt zwei konkrete Kundenbeispiele an.

 

 

Harald Börgardts, 52jähriger Elektrotechniker, zwei Lebensversicherungen der Aachener Münchner LV AG aus 2003 und 2005: Während ihm die Gesellschaft einen Rückkaufswert von nur 2.432 Euro vorschlug, berechnete ein Dienstleister Auszahlungen in Höhe von 6.768 Euro. Die macht Hr. Börgardts geltend und erhielt sie nach dem Klageweg ausgezahlt. Nach Abzug der Kosten des Dienstleisters bleibt ihm ein Plus von 2.633 Euro.

 

 

Martina W., 60jährige Physiotherapeutin, drei Versicherer und insgesamt 8 Rentenversicherungen zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen: Der Mehrwert für alle 8 Verträge, bei denen in allen 8 Fällen die Widerrufsbelehrung falsch war, beträgt 80.000 Euro (!). Bisher hat nur eine Gesellschaft (Clerical Medical) einen Widerspruch akzeptiert. Für diesen Vertrag hat Martina W. im Jahr 2014 einen Rückkaufswert von 30.266 Euro erhalten und weitere 5.795 Euro als Nutzungsentschädigung.

 

Schritt-für-Schritt: Was können Sie tun?

1.) Vor dem Ausstieg überlegen, ob er überhaupt sinnvoll ist. Häufig war der Sparanteil mit einer Garantieverzinsung von 3,25 Prozent (2001 bis 2004) oder gar 4,0 Prozent (1994 bis 2000) verzinst, was heute sehr attraktiv ist. Ist Ihre Versicherung mit einem Berufsunfähigkeitsschutz gekoppelt, würde dieser entfallen: einen neuen zu bekommen, ist wegen strenger Gesundheitsfragen häufig nicht mehr möglich und meist deutlich teurer. Auch der Todesfallschutz einer Police entfällt. Und schließlich können Steuervorteile verloren gehen.

 

2.) Suchen Sie die Unterlagen: Ursprüngliche Police mit der möglicherweise fehlerhaften Widerspruchsbelehrung sowie den aktuellen Stand der Versicherung und welche Beträge schon ausgezahlt wurden (falls welche ausgezahlt wurden).

 

3.) Lassen Sie Ihren Vertrag prüfen. Teilweise unternehmen das spezialisierte Fachanwälte für Versicherungsrecht oder Dienstleister, die sich darauf spezialisiert haben. Auch die Verbraucherzentrale Hamburg prüft das für 85 Euro (vzhh.de)

 

4.) Sie können, zum Beispiel wenn Sie nicht rechtsschutz versichert sind, auch selbst Widerspruch einlegen. Die Verbraucherzentrale Hamburg bietet dazu einen Musterbrief für 90 Cent zum Download an. Dazu benötigen Sie jedoch auch ein finanzmathematisches Gutachten, das Sie ebenfalls bei der Verbraucherzentrale Hamburg bestellen können.

 

5.) Da es nach Einschätzung von Experten um Milliarden an Rückzahlungen geht versuchen die Versicherungsgesellschaften alles, um Sie abzuwimmeln. Der Versicherungsombudsmann in Berlin steht Ihnen deshalb kostenlos zur Seite. Meist halten sich die Versicherungen an dessen Empfehlungen.

 

Sie haben einen möglicherweise passenden Vertrag und suchen Hilfe? Treten Sie in Kontakt mit uns.

 

 

 

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Lebensversicherung: absichern, sparen, nachhaltig denken

Dienstag, 18. Juli 2017

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Lebensversicherungen bieten weit mehr als nur die finanzielle Absicherung der Hinterbliebenen. Die Policen können auch einen sinnvollen Beitrag zur privaten Altersversorgung leisten. Dabei hat die Kapitallebensversicherung durch anhaltende Niedrigzinsen an Attraktivität verloren. Interessanter sind fondsgebundene Lebensversicherungen. Auch hier sollten Versicherungsnehmer auf Nachhaltigkeit achten und sich von Experten beraten lassen.“ ]

 

Aufwändig aber lohnend – die richtigen Verträge abschließen!

Die Idee der Lebensversicherung ist uralt. Bereits in der Antike gab es erste Vereinigungen, die nach dem Tode die Kosten für das Begräbnis übernahmen und die Verwandten unterstützten. Spätere Modelle der Lebensversicherung verliefen mehr als Wette. So wurden in England, dem Mutterland der Wettbüros, Wetten auf das Leben angenommen. Entsprechend der Einsätze fiel die Versicherungssumme für die Hinterbliebenen höher oder niedriger aus.

 

Die ersten modernen Lebensversicherungen kamen dann Ende des 17. Jahrhunderts auf und basierten nicht mehr auf reine Spekulation, sondern auf mathematische Wahrscheinlichkeiten. Entsprechend wurden die Beiträge zur Versicherung aufgrund des Alters des Versicherten ermittelt. Die erste Lebensversicherung in Deutschland wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von der Gothaer Lebensversicherungsbank eingeführt. Neu war zu diesem Zeitpunkt, dass es sich hier um gemischte Versicherungen handelte, die nicht nur beim Tod des Versicherten fällig wurden. Erstmals konnte sich auch der Versicherte beim Erreichen einer bestimmten Altersgrenze über Geld freuen.

 

 

Lebensversicherung – ein Begriff, viele Produkte

„Ich brauche keine Lebensversicherung. Ich möchte, dass alle richtig traurig sind, wenn ich einmal sterbe.“ – Dieser klassische Witz aus der Versicherungsbranche trifft den Kern der Lebensversicherungen nur noch zum Teil.

 

Wer sich heute für eine Lebensversicherung interessiert, hat ganz unterschiedliche Ziele im Sinn. Natürlich ist auch weiterhin die Risikolebensversicherung als Absicherung der Hinterbliebenen von Bedeutung. Doch die Absicherung der Familie macht nur noch einen geringeren Anteil der abgeschlossenen Policen aus.

 

Lebensversicherungen haben sich auch zu einem Baustein der Altersversorgung entwickelt. In diesem Bereich gibt es vielfältige Angebote. Besonders interessant sind dabei fondsgebundene Produkte, die sowohl den Todesfall absichern als auch mit einem Sparplan arbeiten.

 

Und ein Alleinstellungsmerkmal bieten: wer sich statt einer einmaligen Auszahlung für eine monatliche ausgezahlte Rente entscheidet, bekommt bis an sein Lebensende die Rente ausgezahlt – auch wenn sein Kapital längst aufgebraucht wäre.

 

 

Lebensversicherung im Überblick

Vor dem Abschluss einer Versicherung sollte der Versicherungsnehmer genau wissen, was er will. Denn gerade im Bereich der Lebensversicherungen sind die althergebrachten Weisheiten längst nicht mehr gültig. Die Finanzwelt hat sich verändert. In den aktuellen Zeiten von Niedrig- und Null-Zins sind die einstmals beliebten Kapitallebensversicherungen bei weitem nicht mehr lukrativ und teilen damit das Schicksal des klassischen Sparbuchs.

 

 

Risikolebensversicherung – Absicherung der Familie

Gegen finanzielle Notlage der Hinterbliebenen versichern.

Bis weit in die siebziger und achtziger Jahre war das Familienmodell mit einem Alleinverdiener in der Familie Gang und Gäbe. Fiel durch den Tod des Hauptverdieners das Familieneinkommen weg, standen die Hinterbliebenen oft vor einer ungewissen finanziellen Zukunft. Auch wenn sich das Familienbild grundlegend verändert hat, sind – gerade in den Lebensphasen mit kleinen Kindern im Haushalt – die Familieneinkünfte vielfach ungleich zwischen den Partnern aufgeteilt. Entfällt ein Einkommen wird es rasch eng.

 

Um dieses Risiko abzusichern, ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll. Die Höhe der Versicherung sollten Familien anhand ihrer Einkommens- und Vermögensverhältnisse festlegen, um den Hinterbliebenen ein finanziell abgesichertes Leben zu ermöglichen.

 

Gerade in der Familienphase ist die Suche nach der Traumwohnung oder dem Traumhaus ein wichtiges Thema in Familien. Wenn das passende Objekt gefunden wurde, steht auch die Finanzierung des neuen Zuhauses an. Im Allgemeinen wird dazu ein Immobilienkredit aufgenommen. Um den Kredit auch nach dem Tod des Partners weiter bedienen zu können, ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll und wird teilweise zur Absicherung des Kredits verlangt.

 

Die Risikoversicherung wird ausschließlich im Todesfall des Versicherungsnehmers ausgezahlt, bei einer Über-Kreuz-Versicherung, im Fall des Todes eines Partners. Bei dieser Variante sichern sich beide Partner mit nur einer Police gegenseitig ab. Da bei der Risikolebensversicherung kein Geld angespart wird, ist es sinnvoll, die Laufzeit mit dem abzuzahlenden Kredit abzustimmen. Bei Familien ist auch das Ausbildungsende der Kinder ein geeigneter Ausstiegszeitpunkt.

 

Wie hoch die Auszahlungssumme ausfallen soll, ist stark von den persönlichen Lebensumständen abhängig. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die Beiträge nicht nur von der Höhe der Auszahlungssumme abhängen, sondern ebenso vom Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers. Ähnlich wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung hängt der Beitrag neben dem Gesundheitszustand auch von weiteren Risiken ab, beispielsweise von besonders riskanten Hobbys.

 

 

2. Kapitallebensversicherung – der ausgediente Klassiker

Im Gegensatz zur Risikolebensversicherung, die ausschließlich im Todesfall ausgezahlt wird, ist die Kapitallebensversicherung in erster Linie auch ein langfristiger Sparvertrag. Diese gemischte Versicherung wird auch als klassische Lebensversicherung bezeichnet.

 

Die Laufzeit der Kapitallebensversicherung erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte. Der Versicherte erhält am Ende der festgelegten Versicherungslaufzeit seine verzinsten Beiträge sowie eine Überschussbeteiligung ausgezahlt und kann mit der Summe nach Belieben verfahren. Der Schönheitsfehler an diesem an sich grundsoliden Produkt ist, dass die Sparanteile der Verträge, von den Anbietern mit dem sehr jeweils gültigen Garantiezins verzinst werden.

 

Und dieser staatlich festgelegte Garantiezins ist auf einem Rekordtief angelangt. Das ist nicht nur für die Versicherten unbefriedigend, sondern auch für die Versicherungsgesellschaften. Entsprechend bieten viele Versicherer die klassische Lebensversicherung nicht mehr an. Neue Verträge lohnen sich aktuell für keine der beiden Seiten.

 

Trotzdem darf man eines nicht vergessen: Eine Lebensversicherung läuft in der Regel über mehrere Jahrzehnte. Auch wenn die aktuellen Niedrigzinsen wenig einbringen, sollten sich die Zeiten auch wieder ändern. Dann werden auch Lebensversicherungen die aktuell abgeschlossen werden wieder höhere Renditen erzielen.

 

Aktuell laufende Verträge, die vor längere Zeit abgeschlossen wurden, sind meist nicht mehr so rentabel wie bei Vertragsabschluss gehofft, bringen aber noch höhere Erträge als Bankeinlagen. Daher ist eine Kündigung der Versicherung nicht lohnend (speziell bei vor 2004 abgeschlossenen Alt-Verträgen, die steuerfrei ausgezahlt werden). Wer kein Geld mehr in die einen laufenden Vertrag investieren will, sollte die bestehende Lebensversicherung beitragsfrei stellen lassen.

 

 

3. Klassische Rentenversicherung – keine Absicherung im Todesfall

Die Kapitallebensversicherung diente vormals häufig als Teil einer privaten Altersvorsorge. Dieses Ziel verfolgt auch die klassische Rentenversicherung. Sie entspricht während der Ansparphase im Prinzip der Kapitallebensversicherung. Der Unterschied liegt darin, dass der Todesfall nur gering versichert wird. In der Praxis erhalten die Angehörigen meist das aktuelle Vertragskapital ausgezahlt, wenn der Todesfall in der Ansparphase eintritt (statt einer hohen Versicherungssumme).

 

Ansonsten zahlt die klassische Rentenversicherung ab dem vereinbarten Zeitpunkt eine lebenslange regelmäßige Rente. Kunden, die sich für eine Police mit Kapitalwahlrecht entschieden haben, können auch den gesamten Betrag auf einmal ausgezahlt bekommen. Wie die Kapitallebensversicherung leidet auch die private Rentenversicherung unter dem niedrigen Zinsniveau.

 

 

 

4. Fondsgebundene Lebensversicherung – Sicherheit mit Sparplan

Die passende Lösung für jeden Typ finden.

Wer aktuell nach einer attraktiven und sicheren Möglichkeit der privaten Altersvorsorge sucht, ist gefordert, die klassischen Wege zu verlassen und zeitgemäße Möglichkeiten der finanziellen Absicherung in Betracht zu ziehen.

 

Interessant sind in diesem Zusammenhang fondsgebundene Produkte wie die fondsgebundene Lebensversicherung. Dabei wird die klassische Absicherung des Todesfalls mit einem Fondssparplan verbunden. Die Versicherungsbeiträge werden also in Fonds investiert, das verspricht eine bessere Rendite als bei Produkten mit niedrigem Garantiezins. Nach der Versicherungslaufzeit bekommt der Versicherungsnehmer den aktuellen Wert seiner Fondsanteile. Stirbt der Versicherungsnehmer während der Ansparphase, erhalten die Nachkommen einen garantierten Festbetrag. Zudem zahlen die Versicherer auch meist eine Überschussbeteiligung, wenn die Fondsanteile mehr wert sind.

 

Ein nachhaltiges Beispiel für eine fondsgebundene Lebensversicherung bietet die Stuttgarter Lebensversicherung mit ihren GrüneRente-Produkten. Das Unternehmen stellt sicher, dass die Sparbeiträge der Versicherungsnehmer in nachhaltige Anlagen, wie beispielsweise sozial genutzte Immobilien und Erneuerbare Energien investiert wird. Die Investments werden vom Institut für nachhaltiges, ethisches Finanzwesen  geprüft. Ein weiterer Pluspunkt der GrüneRente-Produkte: Durch ein differenziertes Angebot bietet die Versicherung eine nachhaltige und rentable Absicherung für die unterschiedlichen Anlegertypen.

 

 

Auch auf bei Versicherungen auf Nachhaltigkeit achten

Wenn klar ist, was und wie versichert werden soll, ist für viele Versicherungsnehmer das Thema vorerst erledigt. Schließlich erfordert die Auswahl der richtigen Versicherung in der jeweiligen Lebenssituation bereits viel Zeit und Mühe. Wie die Versicherungsgesellschaften die Versicherungsbeiträge anlegen, ist dann meist kein Thema mehr.

 

Ein Fehler, denn auch hier gilt die wirtschaftliche Grundweisheit: Geld regiert die Welt. Daher sollten sich die Versicherten durchaus dafür interessieren, wie und wo ihr Geld von den Versicherungsgesellschaften eingesetzt wird. Versicherungen, die mit den Beiträgen fossile Energien, wie beispielsweise Kohle- und Kernkraftwerke finanzieren, sind kaum nachhaltig.

 

 

Lebensversicherungen sollen kein Leben vernichten

Nachhaltig: Geldanlagen ohne Waffengeschäfte.

Vielen Versicherten nicht bekannt, dass mit Waffengeschäften, Munitionsfabriken und Streubombenproduktion viel Geld verdient wird – auch von Banken und Versicherungen. Ein wichtiger Punkt, denn viele Anleger, die sich noch nicht mit nachhaltigen Investments und Versicherungen beschäftigt haben, lehnen diese Art der Geschäfte aus ethischen Gründen ab und wollen ihr Geld nicht im Kreislauf von Krieg und Zerstörung sehen.

 

Das Thema steht bereits auf der Agenda von Verbraucherschützern. So befragte die renommierte Stiftung Warentest bereits 2011 mehr als 150 Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen nach deren Anlagepraxis. Lediglich zwölf der befragten Unternehmen schlossen ausdrücklich aus, in Streubombenproduktion zu investieren.

 

Mittlerweile veröffentlichte auch das Projekt „Don’t bank on the bomb“ eine ausführliche Liste mit Unternehmen, die in Atomwaffen investieren. Ein besonders heißes Eisen, schließlich ist die weltweite Ächtung von Atomwaffen ein wichtiges Anliegen der Staatengemeinschaft.

 

 

Kompetente Ansprechpartner für Verbraucher

Viele Verbraucher wünschen sich nachhaltige Geldanlagen und Versicherungen. Im Gegensatz zu vielen Produkten des Alltags, helfen hier jedoch keine speziellen Qualitätssiegel bei der Auswahl.

 

Gute Beratung ist daher eine wichtige Voraussetzung für die Wahl der passenden Verträge. Wer dabei einen kompetenten und in nachhaltigen Anlagen erfahrenen Finanzpartner an seiner Seite weiß, kann sich darauf verlassen, dass seine Investments den hohen ethischen und ökologischen Ansprüchen genügen.

 

Grünes Geld verfügt über eine langjährige Expertise im Bereich nachhaltiger Geldanlagen und Versicherungen. Entsprechend achten die Berater darauf, dass keinerlei Investitionen in Rüstungsgeschäfte, Gentechnologie oder klimaschädigende Energien fließen. Darüber hinaus können auch die persönlichen Wertvorstellungen der Anleger zuverlässig berücksichtigt werden. So verfügt das Team auch über Erfahrung bei Geldanlagen gemäß christlicher Werte.

 

 

Wünsche und Bedürfnisse des Kunden kennen

Klar ist in jedem Fall, dass bei nachhaltigen Geldanlagen und Versicherungen soziale, ökologische und klimaschützende Projekte im Fokus der Investitionen stehen. Dazu zählen beispielsweise Anlagen aus dem Bereich der Mikrofinanz, des fairen Handels oder der Erneuerbaren Energien. Genauso interessant sind Investitionen mit einer positiven Gemeinwohl-Bilanz, denn diese Art der Bilanzierung gibt einen 360-Grad-Überblick über die Nachhaltigkeit der jeweiligen Produkte und der entsprechenden Unternehmenspolitik der Produzenten.

 

Um das richtige Finanzprodukt zu finden, ist es für die Berater von Grünes Geld wichtig, die Wünsche, Werte und Bedürfnisse der Kunden genau zu kennen. Daher hat das Unternehmen für den ersten Einstieg in die Beratung den Grünes Geld Test entwickelt. Diese erste Sondierung ermöglich es, Kunden dort abzuholen, wo sie gerade stehen und den zukünftigen Weg gemeinsam zu definieren.

 

 

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

Sichere Geldanlage 2017: Teil 3 Lebens- und Rentenversicherungen

Montag, 16. Januar 2017

 

 

In den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2017 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun: 2012, 2013, 2014, 2015 und 2016.

 

Teil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 3 – Sichere Geldanlage in Lebens- und Rentenversicherungen

 

 

Trotz gut 90 Millionen Verträgen (Quelle: GDV) ist die Lebens- und Rentenversicherung in Deutschland eine oft verkannte und falsch verstandene Lösung zur Absicherung gegen Langlebigkeit. Denn es gibt nur ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal der Lebensversicherungen / Rentenversicherungen: das Risiko des Einzelnen, viel länger zu leben, als er es vielleicht selbst geglaubt hat und damit am Ende des Geldes vielleicht noch viel Leben übrig zu haben, wird durch eine Rentenversicherung vom Versichertenkollektiv aufgefangen.

 

Während das Aufstocken der gesetzlichen Rente früher ein Luxusproblem und lediglich für ausgefallene Hobbies notwendig war, ist bei dem heute erreichen Rentenniveau (2015: reale Durschnittsrente West 1.133 Euro pro Monat) das Aufstocken eine schlichte Notwendigkeit, um Wohnen, Essen und Kleidung auch im Ruhestand kaufen zu können. Umso wichtiger ist es deshalb, dass auch das Aufstocken „lebenslang“ geschieht, denn wer zum Beispiel 90 wird und dann kein Geld mehr hat, ist auf Angehörige oder Sozialhilfe angewiesen. Wer möchte das schon.

 

Doch wieso sind Lebens- und Rentenversicherungen in Deutschland dafür kaum bekannt und werden fast ausschließlich als Kapitalanlage gesehen?

 

Das liegt sich daran, dass Lebens- und Rentenversicherungen immer schon steuerlich privilegiert wurden. Bis 2004 waren alle damit erzielten Gewinne steuerfrei (ab Laufzeit 12 Jahre) und auch heute verzichtet der Staat in der Ansparphase komplett auf Steuern, in der Auszahlphase gibt er sicher sehr großzügig (Halbeinkünfteverfahren bei Kapitalauszahlung; Ertragsanteilsbesteuerung bei Leibrente (wenn 12 Jahre Laufzeit / mind. 62 als Rentenbeginnalter).

 

Die Ausgangslage für Rentenversicherungen und Lebensversicherung, speziell wenn Sie fondsgebunden sind, ist also nach wie vor sehr gut. Allerdings, die Situation hat sich gegenüber früher verschlechtert. Trotzdem: schon ab einer Anlagedauer von 10 bis 15 Jahren schneiden Lebens- und Rentenversicherungen meist auch als reine Kapitalanlage sehr gut ab.

 

 

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Wir sollten für die weitere Analyse zwischen fondsgebundenen und klassischen Renten- und Lebensversicherungen unterscheiden. Übrigens: alle modernen Tarife sind gleichzeitig Lebens- und auch Rentenversicherung, denn der Versicherungsnehmer kann später wählen, wie er sein Geld ausgezahlt bekommen möchte – als Kapitalauszahlung (=Lebensversicherung) oder als Rente (=Rentenversicherung).

 

 

 

Klassische Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

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Augen auf: Rentenversicherungen sind meist besser als ihr Ruf

Bei klassischen Lebensversicherungen legt die Versicherungsgesellschaft das Geld für den Kunden an. Dafür wird ein garantierter Zinssatz zugesagt, hinzu kommen die darüber hinaus erzielten Überschüsse.

 

Die Regeln für die Kapitalanlage sind gesetzlich vorgegeben und sehr konservativ. Unter dem Strich wird wenig in Aktien, viel in festverzinsliche Wertpapiere angelegt.

 

Damit können die Garantien zwar gut abgebildet werden – die klassischen Lebensversicherungen sind aber vom allgemeinen Zinsniveau abhängig. Die von ihnen gutgeschriebenen Überschüsse sind „nachlaufend“ und „glättend“, so dass kleine Schwankungen im Zinsniveau nicht spürbar sind.

 

Langfristige Trends wie die Zinssenkungen seit der Immobilienkrise 2008 machen sich aber voll bemerkbar. So ist der maximale Zins, den Lebensversicherungen Ihren Kunden zusagen dürfen, seit 1.1.2017 auf nur noch 0,9 Prozent p.a. auf den Sparanteil begrenzt worden. Hinzu kommen die Überschüsse; abgezogen werden müssen die Kosten – unter dem Strich kann ein Kunde nach z.B. 15 Jahren Laufzeit in vielen Fällen mit einer Verzinsung von vielleicht 1,5 bis 2,5 Prozent p.a. rechnen.

 

Für klassische Lebens- und Rentenversicherungen kommt also alles auf die Zinsen an. Wenn diese steigen, werden auch die erzielten Renditen der Lebensversicherungen wieder ansteigen. Allerdings gilt auch hier, dass die Lebensversicherungen „nachlaufend“ sind, d.h. für nächsten 2 bis 4 Jahre wird es bei eher niedrigen Zinsen bleiben. Was danach kommt hängt von den Notenbanken ab.

 

Die Aussichten 2017: Das konkrete Jahr wird nur niedrige Renditen für klassische Angebote bringen können. Wenn die Zinsen wieder steigen (in Europa vielleicht ab 2018), werden mit zeitlicher Verzögerung auch die Erträger wieder anziehen.

 

 

Fondsgebundene Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

Anders sieht die Lage bei fondsgebundenen Rentenversicherungen und Lebensversicherungen aus. Hier wird das Anlegergeld in Investmentfonds angelegt. Wer die richtigen auswählt und zum Beispiel langfristig auf Aktien setzt, kann sehr hohe Renditen erzielen.

 

Aber Achtung: wer bei Abschluss eine der zahlreichen fondsgebundenen Lebensversicherungen mit Garantie wählt, leidet meist auch unter dem Niedrigzins. Garantiert wird zum Beispiel, dass zu Rentenbeginn mindestens alle eingezahlten Beiträge zur Verfügung stehen. Was sich sinnvoll anhört führt in der Praxis und bei 0,9 % Garantiezins allerdings dazu, dass – abhängig von Gesellschaft, Lebensalter, Renteneintrittsalter, etc. – nur noch 20 Prozent der Anlegergelder in die Fonds fließen. Der Rest wird so angelegt, dass die Garantie erfüllt wird, also im sogenannten Deckungsstock (siehe oben) und ist damit stark vom allgemeinen Zinsniveau abhängig.

 

Die Aussichten 2017: Für fondsgebundene Rentenversicherungen und Lebensversicherungen gelten die 2017-Prognosen von Teil 1 (Aktien und Aktienfonds) und Teil 2 (Anleihen und Anleihefonds).

 

 

Fazit: Auch wenn Rentenversicherungen und Lebensversicherungen viel Kritik einstecken mussten, bleibt ihre Funktion trotz Zinstief erhalten – eine gut planbare Absicherung für den Ruhestand zu erhalten, die auf jeden Fall bis zum Lebensende ausreicht. Das Zinstief wirkt sich auf klassische Rentenversicherungen und Lebensversicherungen negativ aus, trotzdem bleibt das übliche Zinsplus gegenüber kurzfristigen Geldern wie Bankeinlagen oder Bausparverträgen. Davon weitgehend unberührt sind die Renditen fondsgebundener Verträge, die bei langfristigen Sparzielen nach Kosten und Steuern nach wie vor zum Besten gehört was der Anlagemarkt bietet.

 

 

Nachhaltige Rentenversicherung

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Wussten Sie schon? Mit nur 10€ können Sie sich für die nächsten 50 Jahre einen höheren Garantiezins sichern (bis 31.12.16)

Freitag, 07. Oktober 2016

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Die Bundesregierung hat beschlossen den Garantiezins zum 31.12.2016 abzusenken. Dadurch werden viele Absicherungsprodukte, insbesondere im Bereich der Altersabsicherung, teurer. Sich vor dem 31.12.16 beraten zu lassen kann mehrere Zehntausend Euro sparen.“ ]

 

Die demografische Entwicklung und die kontinuierlich sinkenden Zinsen sind für die Sparer in Deutschland eine teuflische Mischung. Denn seit Jahren kennen die Veränderungen an den bei den Deutschen sehr beliebten Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen nur Verschlechterungen.

 

Nachdenken und Nachrechnen lohnt sich: wer bis 31.12.16 handelt vermeidet höhere Kosten.

Nachdenken und Nachrechnen lohnt sich: wer bis 31.12.16 handelt, kann höhere Kosten vermeiden.

Beispiele für die kontinuierliche Verschlechterungen gefällig? Bis 31.12.2004 waren die Auszahlungen aus Lebens- oder Rentenversicherungen komplett steuerfrei. Ab 2005 leider nicht mehr, ein Nachteil von häufig 20.000 bis 30.000 Euro zum Ende der Laufzeit eines Vertrages. Der Garantiezins, also der Zinssatz, mit dem die eingezahlten Beiträge nach Abzug der Kosten mindestens verzinst werden, wird von der Bundesregierung praktisch vorgeschrieben und fällt, und fällt und fällt. Zum 1.1.2007 sank er von 2,75 auf 2,25 Prozent. Zum 1.1.2012 dann auf 1,75 Prozent, zum 1.1.2015 auf 1,25 Prozent. Und nun, zum 1.1.2017, wird der Garantiezins auf nur 0,9 Prozent gesenkt.

 

Das ist bitter für alle nach dem 1.1.2017 abgeschlossenen Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungsverträge (und einige andere Versicherungstarife).

 

Deshalb hat ein regelrechter Run auf Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen eingesetzt, denn viele Mandanten möchten sich noch den hohen Zins sichern.

 

Garantiezins: Vorsicht bei späteren Erhöhungen der Einzahlungen

 

Doch Achtung: Bei den meisten Gesellschaften ist der Garantiezins für heute festgeschriebene Beiträge zwar für alle Zukunft garantiert, aber spätere Erhöhungen der monatlichen Beiträge, zum Beispiel weil man mehr zur Seite legen möchte, werden nur mit dem späteren (wohlmöglich niedrigeren) Zins berechnet. Das gleiche gilt für spätere Zuzahlungen, auch für diese gilt fast immer der spätere, wohlmöglich ungünstigere, Garantiezins.

 

Wie kann ich mir für alle Eventualitäten den Garantiezins sichern?

 

An dieser Stelle ist uns eine Gesellschaft positiv aufgefallen, die auch für alle zukünftigen Erhöhungen des Beitrags – zum Beispiel weil man mehr verdient und dann mehr sparen kann – den bis 31.12.2016 angebotenen hohen Zins garantiert. Und das für alle Zeiten: oft 50 Jahre oder mehr (ein heute 30jähriger mit einer Lebenserwartung von rund 90 Jahren hat sich 60 Jahre Garantiezins gesichert). Allerdings sind diese Erhöhungen und Nachversicherungen in der Höhe begrenzt, man sollte also die genauen Tarifdetails prüfen.

 

Die 2. Besonderheit bei diesen Tarifen: Die Besparung ist schon ab ausgesprochen niedrigen 10 Euro im Monat möglich. Wer also im Moment (zum Beispiel wegen eines Studiums) noch keine großen Summen sparen kann, der kann sich durch Abschluss eines solchen Vertrages die günstigen Konditionen warm halten. In diesem Fall ist einen Erhöhung auf 100 Euro monatlichem Beitrag immer möglich; ansonsten gelten die einschränkenden Bedingungen für Erhöhungen des Beitrags und für Nachversicherungen.

 

Vergleichen lohnt sich: Bis zu 15% und mehr Beitragsvorteil in der Altersvorsorge

 

Garantiezins-Retter: bis zu 15% Beiträge einsparen

 

Das in der Darstellung gezeigte Beispiel demonstriert die Vorteile des Garantiezins-Retters anhand eines üblichen Verlaufs: Modellhafte Darstellung für den Tarif R1, Eintrittsalter 30 Jahre, Endalter 67 Jahre, Versicherungsbeginn vor dem 31.12.2016, Startbeitrag 100 EUR mtl., Beitragsrückgewähr, Kapitalrückgewähr. Die mögliche Beitragsersparnis durch den Garantiezins-Retter entspricht dem Beitragsvorteil für die gleiche garantierte Leistung des aktuellen Tarifs gegenüber einer Tarifsimulation mit dem aktuellen Tarif bei gleicher Gesamtverzinsung und niedrigerem Garantiezins von 0,90 % p.a.

 

Wieso profitiere ich auch in der Berufsunfähigkeitsversicherung von einem Abschluss vor dem 31.12.2016?

 

Dass der Garantiezins in der Altersvorsorge, auch bei den beliebten fondsgebundenen Policen, eine wichtige Rolle spielt, leuchtet ein. Er ist die Berechnungsgrundlage für sämtliche garantierte Zusagen, wie zum Beispiel bei der Rentenhöhe pro für die Rente verfügbaren Euro,  für die Beitragsgarantien, Ablaufgarantien und ähnlichem.

 

Weniger klar ist der Zusammenhang bei den Berufsunfähigkeits-Verträgen. Die von Verbraucherschützern  als unentbehrlich empfohlene Absicherung muss im Notfall den Ausfall der Arbeitskraft kompensieren, also nicht selten 500.000 Euro oder mehr an den Versicherten auszahlen.

 

Der Hintergrund: Für den Leistungsfall der Berufsunfähigkeitsversicherung bilden Versicherer bilanzielle Reserven und verzinsen diese mit dem Garantiezins. Um die Leistungen erbringen zu können, müssen bei einer Senkung des Garantiezins folglich die Reserven erhöht werden. Diese Erhöhung der Reserven kann nur über steigende Beitragseinnahmen finanziert werden.

 

Wie hoch fällt die Beitragserhöhung nach dem 31.12.2016 aus?

 

Wieviel die Absenkung des Garantiezinses von derzeit 1,25 % auf nur noch 0,9 % im nächsten Jahr ausmacht, kommt immer auf den individuellen Fall an. Wir haben hier typische Berechnungen der Gesellschaft LV1871 aufgeführt, die einen Vorteil in der Größenordnung zwischen 7,7 Prozent und 14,7 Prozent ergeben:

 

Bis zu 15 Prozent Vorteil durch Abschluss dieses Jahr

 

 

Wie kann ich mir den grünen Garantiezins für 50 Jahre sichern?

 

Natürlich konzentrieren wir uns ausschließlich auf Rentenverträge mit ethisch-ökologischen Auswahlkriterien. Aber auch hier gelten die gesetzlichen Rahmenbedingungen, also die Absenkung des Garantiezinses. Übrigens ist das auch für fondsgebundene Verträge wichtig, denn bei der Verrentung oder bei Optionen wie der Beitragsgarantie zählt der Garantiezins.

 

 

Was ist zu tun?

 

–> Lassen Sie sich ein unverbindliches Angebot von uns erstellen. Das geht schon ab Monatsbeiträgen von 10 Euro.

 

–> Reichen Sie den Antrag rechtzeitig vor Ablauf des Jahres ein, denn die Alt-Konditionen gelten nur bei bis 31.12.2016 angenommenen Verträgen.

 

 

 

Unverbindliches Angebot anfordern

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Garantiezins auf Talfahrt – wichtig ist vor Jahresende zu handeln

Freitag, 12. August 2016

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Der Garantiezins wird im kommenden Jahr unter die ein-Prozent-Marke rutschen. Da diese Absenkung der Mindestverzinsung sich weitreichend auf Renten- und Lebensversicherungen auswirkt, sollte die zukünftige Altersvorsorge jetzt schnell vor Jahresende gut geplant werden.“ ]

 

 

Altersvorsorge sinnvoll planen, aber nicht überstürzen.

Altersvorsorge sinnvoll planen, aber nicht überstürzen.

Das Bundesministerium der Finanzen hat entschieden: Ab dem 1. Januar 2017 wird der Höchstrechnungszins, landläufig als Garantiezins bekannt, weiter abgesenkt. Die Höhe des Garantiezinses bemisst sich an den Erträgen aus Bundesanleihen und darf höchstens 60 Prozent der durchschnittlichen Rendite ausmachen. Mit dem Garantiezins wird der Zinssatz festgelegt, den Versicherungen zur Berechnung der Garantie-Leistungen für Kunden höchstens ansetzen dürfen.

 

Da seit den neunziger Jahren die Renditen aus Bundesanleihen stetig sinken, wurde seit dem auch der Garantiezins deutlich abgesenkt. Bis 1994 lag der Garantiezins noch bei vier Prozent, bis 2007 bei 2,25 Prozent. Aktuell beträgt der Garantiezins für Lebensversicherungen und ähnliche Versicherungen 1,25 Prozent. Ab dem kommenden Jahr wird der Garantiezins dann auf 0,9 Prozent sinken. Experten der Branche betrachten diese Absenkung bereits jetzt schon als nicht weitreichend genug und gehen von weiteren Reduzierungen in den kommenden Jahren aus.

 

Die Absenkung des Garantiezinses überrascht nicht, denn die Zeiten des Hochzinses sind endgültig passé. Wer bereits Verträge zur Altersvorsorge abgeschlossen hat, erhält auch weiter die vertraglich vereinbarten Konditionen. Vereinzelt bieten Gesellschaften ihren langjährig Versicherten bereits aktiv an, diese Verträge vorzeitig aufzulösen. Ein Angebot welches man besser derzeit nicht bereitwillig einfach so annehmen sollte. Versicherungsanbieter sind jetzt gefordert, Garantiezinsen für ihre Altverträge auch zu erwirtschaften. Eine Herausforderung im aktuellen Umfeld.

 

Wer aber gerade erst mit der Planung der Altersvorsorge beginnt, muss sich mit den veränderten Realitäten im Markt auseinandersetzen, denn die Neuregelung bezieht sich auf alle neuen Verträge für Lebensversicherungen, Betriebs-, Riester- und Rürup-Renten die ab dem 01.01.2017 abgeschlossen werden. Außerhalb der Altersvorsorge verschlechtert der niedrigere Garantiezins auch die Rechnungsgrundlage für zum Beispiel Risiko-Lebensversicherungen, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherungen.

 

Kleine Änderung – Großer Effekt

Die Absenkung des Garantiezinses wirkt sich negativ auf die unterschiedlichen Leistungen in der Altersvorsorge aus. Dabei sind besonders Verträge mit einer langen Laufzeit betroffen. Bei der klassischen Rentenversicherung sowie bei Riester- und Rürup-Produkten, sinkt die garantierte Rente. Bei der fondsgebundenen Rentenversicherungen sinkt der Rentenfaktor und damit in der Folge auch die Garantie-Rente. Wer eine bestimmte Höhe der Altersvorsorge erreichen will, muss entsprechend höhere Beiträge einzahlen. Im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung, Risikolebensversicherung und Sterbegeldversicherung ist mit Beitragserhöhungen zwischen fünf und 15 Prozent zu rechnen, um die gleichen Leistungen zu erhalten.

 

Bei Rentenversicherungen gilt es clevere Anlagestrategien in der Anspar- und Auszahlungsphase zu wählen. Denn das klassische Garantieprodukt hat nahezu ausgedient. Nur für stark sicherheitsorientierte Menschen ist die nicht fondsgebundene Rentenversicherung eine Überlegung wert. Denn bei der klassischen Rentenversicherung gilt, der bei Vertragsabschluss zugesicherte Zinssatz wird gesetzlich bis Vertragsende garantiert, außerdem profitiert der Versicherungsnehmer bei Lebens- und Rentenversicherungen durch die Überschussbeteiligung an den Erträgen des Versicherungsunternehmens, die jährlich festgelegt werden. Hinzu kommen am Ende der Laufzeit noch Schlussüberschussanteile.

 

Durchschnittlich erzielt die klassische Lebensversicherung noch bis zu vier Prozent Gesamtverzinsung. Im Vergleich dazu belaufen sich die durchschnittlichen Zinsen bei Festgeldanlagen für fünf Jahre lediglich rund 1,4 Prozent, bei Tagesgeldanlagen nur 0,6 Prozent. Das klassische Sparbuch, einst eine der beliebtesten Geldanlagen, hat mit einer durchschnittlichen Verzinsung von 0,14 Prozent endgültig ausgedient.

 

 

In Ruhe informieren statt überstürzt abschließen

Umfassende Informationen und gute Beratung sind wichtig für eine optimale Altersvorsorge.

Umfassende Informationen und gute Beratung sind wichtig für eine optimale Altersvorsorge.

Verbraucherschützer raten allerdings davon ab, schnell noch eine Lebensversicherung abzuschließen, denn die aktuelle Verzinsung ist zum einen nicht enorm hoch, zum anderen wird nicht die gesamte Versicherungsprämie verzinst, sondern eben nur der Sparanteil, also die Beiträge nach Abzug der Kosten der Versicherer für Verwaltung, Risikoschutz und Vertrieb. Nur wer ohnehin sich dem Thema Altersvorsorge widmen möchte, sollte noch im laufenden Jahr aktiv werden. Wichtig ist die passende Lösung zu finden und nicht blind auf irgendwelche tollen Angebote hereinzufallen. Eine ausführliche Beratung von einem integeren Ansprechpartner ist notwendig. Zu beachten ist darüber hinaus, dass viele große Versicherer gar keine Garantien mehr an anbieten oder diese aktiv bewerben. Viele Gesellschaften gehen dazu über, ausschließlich Garantien auf die eingezahlten Beiträge zuzusagen. Durch Inkrafttreten des europäischen Versicherungsaufsichtsrechts „Solvency II“ in diesem Jahr, können Versicherungsgesellschaften größere Risiken bei ihren Investition eingehen, sofern sie ihre Rücklagen entsprechend aufstocken. Teilweise setzen Versicherer auch auf Verträge ohne verbindliche Verzinsung, bei denen Kunden verstärkt die Risiken und Chancen des Marktes mittragen.

 

Bei der staatlich geförderten Riester-Rente müssen die Anbieter garantieren, dass der Kunde mindestens genau soviel erhält, wie er eingezahlt hat. In der Praxis bedeutet das, dass der Versicherer einen Teil des Beitrags abzweigen und mit dem Garantiezins verzinsen muss, um so zumindest die gezahlten Beiträge zu Rentenbeginn garantieren zu können. Sinkt der Garantiezins, müssen im Umkehrschluss höhere Teiles des Beitrags abgezweigt werden, so dass bei vielen Riester-Verträgen 70% und mehr des Beitrags nur noch für die Garantieleistungen verwendet werden.

 

Vorsorge für das Alter sorgfältig planen

Wer in Zukunft seine finanzielle Altersvorsorge plant, sollte sich umfassend informieren. Denn Fakt ist, dass durch den demografischen Wandel und vielfältige Rentenkürzungen Millionen Menschen auf eine zusätzliche Altersversorgung angewiesen sein werden.

 

Interessant sind daher Anlagemöglichkeiten, die langfristig, sicher und ertragreich sind. Um das Alter auch in einer intakten Umwelt genießen zu können, sollten der Aspekt der Nachhaltigkeit auch in die Entscheidung mit einfließen.

 

Wieviel zusätzliche Rente im Alter benötigt wird, ist nicht einfach zu ermitteln, denn die Bedürfnisse sind nicht alle vorhersehbar. Gut ist es sicher, realistisch zu sein und mögliche Krankheiten und Pflegeleistungen mit in die Planung mit einzubeziehen.

 

Als Faustregel hat es sich bewährt, dass Arbeitnehmer neben den Beiträgen zur gesetzlichen Rente weitere zehn Prozent des Netto-Einkommens  für die Altersvorsorge zurücklegen. Selbstständige, die nicht in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen, sollten mindestens zwanzig Prozent ihrer Einkünfte einplanen.

 

Richtwert für die Altersvorsorge (Prozente bezogen auf Netto-Einkommen bei Angestellten und auf Einkommen bei Selbstständigen)

Richtwert für die Altersvorsorge (Prozente bezogen auf Netto-Einkommen bei Angestellten und auf Einkommen bei Selbstständigen)

Fondspolicen bieten echte Alternative

Wer sorgfältig seine Altersvorsorge plant, sollte seine Aufmerksamkeit auch auf Finanzprodukte außerhalb des klassischen Kanons von Lebensversicherungen sowie Riester– und Rürup-Produkte lenken. Interessante Erträge sind durch Investition in Aktienfonds möglich. Wichtig ist es hier, nicht ziellos und kurzfristig zu spekulieren, sondern eine langfristige Strategie zu verfolgen und in verschiedene Fonds zu investieren, denn nur so können negative Rendite über Jahre ausgeglichen und langfristig Erträge zwischen sechs und acht Prozent erzielt werden. Voraussetzung ist es hier, die empfohlene Anspardauer einzuhalten. Diese beträgt im Allgemeinen mindestens sieben Jahre. 

 

Fondspolicen sind für die Altersvorsorge besonders interessant. Während die Erträge aus Fonds in einem Depot einer hohen Besteuerung unterliegen, wird das Sparen in Fondspolicen erst bei der Auszahlung am Ende der Laufzeit besteuert. Wer sich dann bei Rentenbeginn das gesamte Kapital auszahlen lässt, profitiert von einer geringeren Besteuerung durch das Halbeinkünfteverfahren. Ein weiterer Vorteil einer kompletten Auszahlung: Während eine regelmäßige Rentenzahlung im Todesfall endet, bleibt das einmal ausgezahlte Vermögen für die Hinterbliebenen erhalten.

 

Wer darüber hinaus seine Vorsorgebeiträge zu 60 Prozent in Aktien und zu 40 Prozent in Rentenpapieren anlegt, kann jährlich vier Prozent seines Kapitals entnehmen, ohne dieses zu schmälern.

 

Eine interessante Alternative zu staatliche geförderten lebenslangen Renten und abseits des Marktes von Lebensversicherungen mit verschwindend geringem Garantiezins, denn durch Fondspolicen und die sogenannte vier-Prozent-Regelung wird eine solide Altersvorsorge aufgebaut, von der auch die Hinterbliebenen noch profitieren können.

 

 

 

Nachhaltige Rentenversicherung

 

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Ich möchte monatlich 100 Euro sparen – wie geht das am besten?

Mittwoch, 17. Februar 2016

[schema type=“review“ description=“Zusammenfassung: Welche Wege gibt es, um mit 100€ monatlich etwas Sinnvolles und Rentierliches für die Altersvorsorge zu tun? Direkte Fondsanlagen und fondsgebundene Renten bieten die besten Chancen.“ ]

Die private Altersvorsorge und das Sparen für die Zukunft ist nach wie vor Bestandteil im Leben vieler Bundesbürger. Vor allem in der zweiten Lebenshälfte, in den Lebensjahren zwischen 40 und 60, stellen sich Anleger die Frage, wie sie Geld für einen guten Lebensabend beiseite legen können. Dabei geht es vor allem darum, nicht auf den gewohnten Standard verzichten zu müssen und trotzdem die Lücke zwischen gesetzlicher Rente und dem tatsächlichen Bedarf zu schließen.

 

Wer Geld beiseite legen und monatlich Sparen möchte, und dazu einen festen Betrag plant, der sieht oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr – aufgrund der Vielzahl der Anlagemöglichkeiten. Längst hat das alte Sparbuch, das früher so beliebt war, ausgedient und neue Wege der Geldanlage müssen gegangen werden, um für später eine gute Vorsorge zu betreiben.

 

Die verschiedenen Möglichkeiten der Geldanlage

 

 

Monatliches ansparenUm einen Betrag von 100 Euro monatlich Sparen zu können gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die vor allem eines aufweisen: unterschiedliche Sicherheiten, Laufzeiten und Renditechancen.

 

Die wichtigsten Möglichkeiten sind der Banksparplan und der Bausparvertrag, die klassische Lebensversicherung und das Tagesgeldkonto, sowie der Fondssparplan, die fondsgebundene Lebensversicherung und die fondsgebundene Rentenversicherung.

 

Im Folgenden wollen wir die Hauptmerkmale dieser Anlagemöglichkeiten für Sie unter die Lupe nehmen, um für Sie die bestmögliche Anlageart für einen regelmäßigen Betrag von 100 Euro zum monatlich Sparen zu finden.

 

 

Der Banksparplan als Vorsorgemöglichkeit?

 

 

Nachdem die Bundesbürger nachlassendes Interesse am Sparbuch zu zeigen begannen und statt dessen ihr Geld lieber auf dem Girokonto beließen, kamen die Banken auf die Idee, etwas Neues für die Sparer einzuführen. Geboren war der Banksparplan, den es mittlerweile bei fast allen Banken und Sparkassen in ganz Deutschland gibt.

 

Banksparpläne gibt es mit unterschiedlichen Konditionen und Laufzeiten, ihnen allen ist jedoch eines gemein: das regelmäßige Sparen eines (meist festen) Betrags.

 

Dabei zeichnet einen Banksparplan oft aus, dass die Zinsen, die es dafür gibt, sehr niedrig sind. Zwar steigen diese nach einer bestimmten Zeit, oder es gibt nach Ablauf eines bestimmten, mehrjährigen Zeitraums, eine Bonusverzinsung obendrauf.

 

Doch wirklich lohnenswert sind solche zwar sicheren, dafür aber mit sehr niedrigen Zinsen versehenen Banksparpläne nicht. Denn was nützt es Ihnen, wenn Sie Jahr für Jahr 100 Euro im Monat auf die hohe Kante legen, aber nach mehreren Jahren, oder gar zwei Jahrzehnten, unter dem Strich kaum eine Rendite erwirtschaftet haben? Der aktuelle Zinssatz zum Beispiel der Ethikbank ist quer durch die Bank 0,0 Prozent.

 

Ein Vermögen lässt sich mit einem Banksparplan nicht aufbauen – und wirklich vorsorgen für das Alter auch nicht. Eher möglich ist dies mit der fondsgebundenen Lebensversicherung, die wir weiter unten vorstellen wollen.

 

Statt einem Banksparplan bietet sich auch ein Fondssparplan an, mit dem es wesentlich attraktivere Möglichkeiten gibt, um im Laufe der Jahre Geld für das Alter auf die hohe Kante zu legen.

 

Ein Bausparvertrag ist zum Bauen vorgesehen – nicht zum Vorsorgen!

 

Neben dem Banksparplan gibt es zum monatlich Sparen die Möglichkeit, einen Bausparvertrag abzuschließen. Früher hat sich dies noch gelohnt, denn es gab für das eingezahlte Kapital noch hohe Zinsen und die Darlehenszinsen für den Baukredit waren niedrig.

 

Inzwischen hat sich das längst geändert. Anders als bei fondsgebundenen Lebensversicherungen, fondsgebundenen Rentenversicherungen und beim Fondssparplan ist der Bausparvertrag inzwischen eine Anlageart, bei der mit den Guthaben-Zinsen niemand mehr glücklich ist. Auf der anderen Seite sind die Zinsen für Baudarlehen aus dem Bausparvertrag teilweise höher, als es die Zinsen für herkömmliche Baufinanzierungen sind.

 

Die klassische Lebensversicherung hat längst ausgedient

 

 

Es gab Zeiten, da wurden den Versicherungsgesellschaften die so genannten Kapitallebensversicherungen regelrecht aus der Hand gerissen. Es war ja auch sinnvoll, die Absicherung im Todesfall mit der Möglichkeit, für spätere Zeiten monatlich Sparen zu können, zu kombinieren.

 

Die Zeiten hoher Zinsen sind bei Lebensversicherungen jedoch längst Geschichte. Bei Neuverträgen gibt es oft gar keinen Garantiezins mehr, die Überschusszinsen gingen nach unten, und der Beteiligungsüberschuss ist deutlich geringer als früher.

 

Das bedeutet: wer heute eine kapitalbildende Lebensversicherung abschließt, muss viel dafür bezahlen, monatlich Sparen zu können, um am Ende unter dem Strich wenig dafür zu erhalten. Stattdessen bietet sich die fondsgebundene Lebensversicherung an, bei der während der Laufzeit die getätigten Investments gewechselt werden können und spürbar höhere Renditen erzielbar sind.

 

Tagesgeldkonto zum monatlich Sparen nutzen?

 

Neben dem Girokonto, für das es nur sehr selten Zinsen gibt, ist das Tagesgeldkonto eine der beliebtesten Anlagearten überhaupt geworden. Ein Tagesgeldkonto ist auf den ersten Blick praktisch, da das Geld darauf jederzeit zur Verfügung steht und diese Anlagemöglichkeit für den Sparer keine (sichtbaren) Kosten aufwirft.

 

Der Nachteil: in Zeiten eines allgemein niedrigen Zinsniveaus, wenn der Leitzins für die Euro-Zone die Sparzinsen nach unten drückt, gibt es für Tagesgeldkonten in den meisten Fällen nur noch sehr niedrige Zinsen – womit sich die Tagesgeldkonten kaum mehr lohnen.

 

Außerdem wird, und dies ist ein weiterer wichtiger Faktor, bei einem Tagesgeldkonto das regelmäßige Sparen nicht belohnt, wie es beim Fondssparplan und der fondsgebundenen Lebensversicherung der Fall ist. Dort entfalted der Cost-Average-Effekt nämlich seine volle Wirkung, bei Banksparplänen nicht.

 

 

Festgeldkonto nicht zum monatlichen Sparen geeignet

 

 

 

Während ein Tagesgeldkonto bedingt für das regelmäßige Sparen geeignet ist, bietet das Festgeld eine solche Möglichkeit nicht. Bei Festgeldanlagen wird ein fester Betrag über eine vorab bestimmte, feste Laufzeit anlegt.

 

 

Fondssparplan zum monatlichen Sparen sehr gut geeignet

 

 

SparschweinEine Möglichkeit, monatlich Geld anzulegen, und im Laufe der Zeit eine schöne Summe anzusparen, bietet der Fondssparplan.

 

Schön dabei: es gibt in diesem Bereich zahlreiche unterschiedliche Möglichkeiten, sein Geld anzulegen. Die Auswahl ist komfortabel groß.

 

Bei einem Fondssparplan wird nicht auf ein Bankkonto eingezahlt, und dort gespart, sondern die regelmäßigen Einzahlungen fließen in einen Investmentfonds.

 

Durch das regelmäßige Sparen, das je nach Sparplan bereits ab wenigen Euro monatlich möglich ist, ergibt sich im Laufe der Zeit eine angesparte Summe, mit welcher dann „gearbeitet“ wird. Die Gewinne ergeben sich, anders als beim Banksparplan, nicht aus einer vorab festgelegten Verzinsung, sondern aus der Wertentwicklung der im Investmentfonds enthaltenen Wertpapiere. Dies können Kursgewinne sein, aber auch Dividenden oder Zinszahlungen, falls beispielsweise in Aktienfonds investiert wird.

 

Ein Fondssparplan kann aus ganz unterschiedlichen Fonds bestehen, wie zum Beispiel Aktienfonds, Rentenfonds, Dachfonds, Mischfonds, Garantiefonds oder Indexfonds. Dazu wird beim Fondssparplan oft in vorab konfigurierte Musterdepots investiert, so dass bereits ideale Zusammensetzungen bestehen, ohne dass der Anleger das Rad nochmals neu erfinden müsste.

 

Ein großer Vorteil des Fondssparen liegt neben den Ertragschancen darin, dass die Verteilung der Investments im Laufe der Dauer des Sparplans verändert werden kann. Damit kann den jeweiligen Trends auf den Kapitalmärkten gefolgt werden, beispielsweise wenn bestimmte Papiere eine ganze Zeitlang nur Verluste schreiben, oder sich neue Wertpapiere in einem Fonds auftun, die größere Renditechancen bieten.

 

Eine häufig genutzte Möglichkeit des Fondssparen ist das Balance Monatssparen, bei dem das monatliche Sparen bereits ab 100 Euro möglich ist. Das Balance Monatssparen ist eine „grüne Geldanlage“, bei der die Anleger nicht nur profitieren, sondern gleichzeitig etwas Gutes tun. Dieses grüne Monatssparen bietet in Sachen Geldanlage die goldene Mitte, was heißt: obwohl es nur moderate Kursschwankungen nach unten und oben gibt, ist unter dem Strich eine gute Rendite möglich.

 

Der Vorteil des Fondssparplans Balance Monatssparen ist die Verfügbarkeit des angelegten Geldes. Anders als bei einem Banksparplan, wo das Geld über Jahre oder gar Jahrzehnte angelegt bleiben muss, um einen wirklichen Ertrag zu erwirtschaften, bietet dieser Fonds eine börsentägliche Verfügbarkeit des angelegten Geldes. Dennoch empfehlen die Anbieter für grünes Fondssparen eine Mindestanlagedauer von fünf Jahren, um Schwankungen besser ausgleichen zu können.

 

Fest vorgeschriebene Vertragslaufzeiten gibt es beim Fondssparen Balance Monatssparen nicht, doch je länger die erwirtschafteten Zinsen investiert werden, umso größer ist natürlich auch der Zinseszinseffekt.

 

 

Sorgenfreier-Lebensabend

 

Fondsgebundene Rentenversicherung

 

 

Eine weitere Möglichkeit, sein Geld gewinnbringend anzulegen, und monatlich 100 Euro zu sparen, ist die fondsgebundene Rentenversicherung. Mit dieser Art von Versicherung wird gezielt für das Rentenalter vorgesorgt, indem Geld in einer Privatrente angelegt werden.

 

Dadurch ist es möglich, die Deckungslücke zwischen gesetzlicher Rente und dem tatsächlichen Bedarf im Ruhestand, zu schließen, um später nicht auf den gewohnten Lebensstandard verzichten zu müssen.

 

Eine solche fondsgebundene Rentenversicherung ist die „Grüne Privatrente“, deren Mindestanlagesumme bei 50 Euro liegt. Großer Vorteil: statt jährlich 25 Prozent an Abgeltungssteuer zu zahlen, bleibt die Versteuerung in der Anzahlungsphase bei Null. In der Auszahlphase greift die sehr günstige Ertragsanteilsbesteuerung.

 

Bei der fondsgebunden Rentenversicherung wie der grünen Privatrente gibt es verschiedene Auswahl-Möglichkeiten. Die Versicherten können sich aussuchen, ob sie ihr Kapital lieber sicherheitsorientiert anlegen wollen, ausgewogen oder wachstumsorientiert.

 

Die Anlagen werden dann in entsprechende ethisch-ökologisch Geldanlagen getätigt, wodurch der Anleger auch noch etwas Gutes für die Welt tut und sein Geld für positive Dinge arbeiten lässt.

 

Die Steuerbefreiung bei der fondsgebundenen Rentenversicherung mit einer Laufzeit ergibt den großen Vorteil gegenüber allen anderen monatlichen Sparformen. Dadurch ist während der Dauer der Laufzeit ein starker Zinseszinseffekt möglich, bei dem die Zinsen immer wieder im Vertrag angelegt werden und nachfolgend neue Erträge mit sich bringen.

 

Die Grüne Privatrente bietet außerdem den Vorteil, dass trotz der langen Vertragslaufzeit jederzeit flexible Auszahlungen möglich sind. Dies ist auch bei den Einzahlungen der Fall, wodurch es dem Anleger selbst überlassen ist, wie viel Geld er zu Beginn, und während der Dauer der Anlage in den Vertrag einlegen möchte. Dadurch können auch höhere Beträge, die kurzfristig zur Verfügung stehen, in die fondsgebundene Rentenversicherung eingezahlt werden.

 

 

Fazit: Die beste Anlageart für sich selbst wählen

 

Möglichkeiten, 100 Euro monatlich anzulegen, um für später Geld auf der hohen Kante zu haben, gibt es viele. Doch nicht alle sind gleich gut und haben nennenswerte Renditechancen. Unter allen genannten Anlagearten, dem Banksparplan, dem Bausparvertrag, der klassischen Lebensversicherung, dem Tagesgeldkonto, dem Fondssparplan, der fondsgebundenen Lebensversicherung und der klassischen Rentenversicherung, haben wir festgestellt, dass die Anlagearten, bei denen Investments in Fonds getätigt werden, heutzutage weitaus mehr Renditechancen bieten als herkömmliche Anlagearten.

 

Das niedrige bis sehr niedrige Zinsniveau, das für alle Geldanlagen ohne Risiko gilt, fordert Anleger dazu heraus sich andere, an Risiko reichere, aber dafür zugleich an Ertragschancen stärkere, Anlagearten zu suchen.

 

Die für sich beste Anlageart zu wählen, bedeutet heutzutage auch, das Risiko nicht zu scheuen, und das Geld der monatlichen Sparrate auch entsprechend gewinnbringend einzusetzen. Mit dem Anlegen in Investmentfonds mittels fondsgebundener Versicherungen und dem Fondssparen ist dies auch in diesen Zeiten möglich.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sichere Geldanlage 2016: Teil 3 Lebens- und Rentenversicherungen

Donnerstag, 14. Januar 2016

 

 

In den Zeiten des historischen Zinstiefs sind Kapitalanleger weiterhin auf der Suche nach sicheren, besser rentierlichen Geldanlagen. Ich möchte deshalb einen Ausblick für die wichtigsten Anlageklassen auf das neue Jahr 2016 geben. Wer prüfen möchte, wie treffsicher diese Aussagen für die jeweiligen Vorjahre waren, kann dies hier tun:  2012, 2013, 2014 und 2015.

 

lebensversicherung-rentenversicherungTeil 1 – Aktien und Aktienfonds
Teil 2 – Anleihen und Anleihefonds
Teil 3 – Lebens- und Rentenversicherungen
Teil 4 – Immobilien und Immobilienfonds
Teil 5 – Sachwerte wie Gold, Holz oder Windkraft

 

Teil 3 – Sichere Geldanlage in Lebens- und Rentenversicherungen

Wer sein Kapital in Lebensversicherung oder Rentenversicherungen anspart, hat in den letzten Jahren die allgemeine Zinsentwicklung auch zu spüren bekommen. Sicherlich unterschiedlich stark – wer in eine fondsgebundene Rentenversicherung einzahlt muss mit weniger Einbußen rechnen als mit einer klassischen Lebensversicherung, aber auch ihn trifft die Absenkung der Zinsen.

 

Die Absenkung des allgemeinen Zinsniveaus hat als Folge eine Absenkung der erzielbaren Renditen mit Staatsanleihen und festverzinslichen Wertpapieren – das wirkt sich direkt auf den sogenannten Deckungsstock der Lebens- und Rentenversicherungen aus, der hauptsächlich daraus besteht. Mit dem Deckungsstock garantiert die Versicherungsgesellschaft zum einen eine Mindestverzinsung, zum anderen erzielt sie meist Überschüsse und kann so das Kapital des Anlegers mit 3 bis 4 Prozent jährlich verzinsen.

 

Wo wird der Deckungsstock eingesetzt? Folgende Tabelle soll das verdeutlichen.

 

Art der Lebens- / Rentenversicherung

Einsatz des Deckungsstockes

Klassische Lebens- / Rentenversicherung – in der Ansparphase: Anlage des Kundengeldes
– in der Rentenphase: zur Auszahlung der lebenslangen Rente
Fondsgebunden Lebens- / Rentenversicherung mit Auszahlung einer lebenslangen Rente – in der Ansparphase: kein Einsatz, außer bei Zusatzoptionen wie der Beitragsgarantie
– in der Rentenphase: zur Auszahlung der lebenslangen Rente
Fondsgebunden Lebens- / Rentenversicherung mit Auszahlung einer konstanten Geldsumme (keine Langlebigkeitsabsicherung) – in der Ansparphase: kein Einsatz, außer bei Zusatzoptionen wie der Beitragsgarantie
– in der Rentenphase: kein Einsatz

 

 

 

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Klassische Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

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Augen auf: Rentenversicherungen sind meist besser als ihr Ruf

Wie oben dargelegt, ist die klassische Rentenversicherung oder Lebensversicherung am stärksten von Änderungen der Renditen des Deckungsstockes betroffen, denn das Kapital des Anlegers ist sowohl in der Anspar-, als auch in der Rentenphase dort angelegt.

 

Durch die zum 1.1.2015 erfolgte Absenkung des maximalen Zinssatzes, den die Versicherungen Ihren Kunden garantieren dürfen, hat diese Anlageform in den Augen vieler an Attraktivität verloren. Bei nüchterner Betrachtung stellt man allerdings fest, dass sich die Differenz zwischen dem Bankzinssatz und der Garantieverzinsung praktisch nicht verändert hat. Während früher bei einem Zinsniveau von 3 bis 3,5 Prozent ein Garantiezinssatz von 4,5 Prozent geboten wurde, wird heute bei Zinsen von praktisch 0 Prozent ein Garantiezinssatz von 1,25 Prozent angesetzt. Die Differenz bleibt praktisch gleich.

 

Teilweise wurde im Jahresverlauf 2015 schon die komplette Abschaffung des Garantiezinssatzes für Lebens- und Rentenversicherungen diskutiert. Diese Diskussion ist jedoch beendet worden, es besteht weiterhin der Garantiezinssatz von 1,25 Prozent.

 

Sollte das Zinsniveau durch die Europäische Zentralbank EZB jedoch weiterhin so niedrig gehalten werden, könnte eine erneute Absenkung, vielleicht auf 1,0 oder gar 0,75 Prozent, zum 1.1.2017 ins Haus stehen.

 

 

Fondsgebundene Rentenversicherungen und Lebensversicherungen

Wie oben beschrieben erfolgt die Anlage der Kundengelder bei fondsgebundenen Renten- oder Lebensversicherungen nicht in dem vom Kapitalmarktzins abhängigen Deckungsstock der Versicherer, sondern in vom Kunden wählbaren Investmentfonds. Das können Aktienfonds, Rentenfonds, Mischfonds oder verschiedenste Themenfonds sein.

 

Der Kunde ist damit normalerweise vom gesunkenen Zinsniveau nur in der Rentenphase abhängig. Kunden, die ältere Verträge mit höheren Garantiezinsen besitzen, können sich auf diese Zinssätze verlassen. Allerdings: ohne das Niedrigzinsumfeld hätten diese Kunden von deutlich höheren Überschüssen profitiert, während sich nach aktuellem Stand die Auszahlungen näher am Garantiezins befinden.

 

 

Fazit: Allen Unkenrufen zum Trotz haben Renten- und Lebensversicherungen weiterhin Ihre Daseinsberechtigung. Fondsgebundene Versicherungen erzielen die Renditen unabhängig vom Zinsniveau und auch klassische Lebensversicherungen konnten den Abstand zu den allgemeinen Zinsen praktisch konstant halten. Und schließlich locken die steuerfreie Ansparphase, die steuergünstige Auszahlphase und kostenlose Fonds-Tausch-Möglichkeiten nach wie vor. Und die Sicherheit deutscher Lebensversicherungen kann weiterhin als sehr hoch eingestuft werden.

 

 

 

Nachhaltige Rentenversicherung

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

Sind Lebensversicherungen eigentlich recycelbar?

Donnerstag, 28. Mai 2015

Für viele Konsumgüter wurden im Sinne der Kreislaufwirtschaft bereits Konzepte entwickelt, um die darin enthaltenen Rohstoffe zu verwerten und so den Lebenszyklus insgesamt zu verlängern. Die Ideen reichen ja nach Natur der Sache vom Recycling bis hin zur vollständigen Wiederverwertung. Auf die Idee, dass auch Finanzprodukte recycelfähig sein können, würde man spontan nicht kommen.

 

Dabei liegt es auf der Hand, das besonders langlebige Produkte, wie beispielsweise Textilien, Möbel, Autos, Schallplatten oder Bücher einen zweiten Nutzer finden können, wenn sich der ursprüngliche Käufer davon trennen möchte. Webseiten, wie Ebay leben davon und beweisen, dass man mit Kreislaufwirtschaft ein gutes Geschäft machen kann.

 

Gut im doppelten Wortsinne: Zum einen, weil es sich offenbar für Käufer und Verkäufer wirtschaftlich rentiert (also eine Rendite erwirtschaftet) und zum anderen, weil ein Wiederverkauf an einen Zweitnutzer auch die Ressourcen schont, weil dadurch insgesamt weniger produziert werden muss.

 

 

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Das Leben bringt viele Unwägbarkeiten. Wenn die Lebensversicherung nicht mehr passt – warum nicht recyceln?

 

Die Lebensversicherung: Auf lange Frist ausgelegt

 

Ein Beispiel für ein langlebiges Wirtschaftsgut im Finanzsektor ist die Kapitallebensversicherung. Dabei handelt es sich um ein Produkt, dessen Laufzeit meist mindestens 12 Jahre beträgt und das zum Teil auch für 20 oder gar 30 Jahre abgeschlossen wird.

 

Ratingagenturen verweisen in der Regel darauf, dass die Rendite umso höher ausfällt, desto länger die Laufzeit der Police ist. Das liegt einerseits daran, dass die Versicherungsgesellschaft mehr Möglichkeiten hat, die Prämien langfristig anzulegen, andererseits ist es der Zinseszinseffekt, der die Rendite bei Langzeitpolicen besonders ansteigen lässt.

 

Vertragslaufzeit: Das Leben geht weiter

 

Dabei haben lange Vertragslaufzeiten natürlich nicht nur Vorteile. Denn wer weiß schon, was in 10 oder gar 20 Jahren passiert, nachdem man einen Versicherungsvertrag abgeschlossen hat? Ehen werden geschlossen und wieder geschieden, Kinder werden geboren und neue Tätigkeitsfelder entstehen, während bisherige verlorengehen.

 

Da kann nicht nur die monatliche Prämie schnell zur Last werden, auch kann der angesparte Rückkaufswert, über dessen Höhe die Versicherungsgesellschaft jährlich informiert, sinnvoll zur Finanzierung von anderen Dingen, beispielsweise einer Immobilie eingesetzt werden. Was soll man also mit so einer lästig gewordenen Lebensversicherung tun?

 

 

Würden Sie ein ausgelesenes Buch in den Müll werfen?

 

Der erste Gedanke ist natürlich, die Lebensversicherung einfach zu kündigen. Aber würden Sie ein Buch in den Müll werfen, nachdem Sie es ausgelesen haben? Oder Ihr Auto verschrotten, nur weil sie sich ein neues Modell kaufen wollen?

 

Bedenken Sie: Die Kündigung einer Lebensversicherung hat nicht nur das sofortige Erlöschen des Versicherungsschutzes zur Folge, die Versicherungsgesellschaft muss auch langfristig geplante Gelder abziehen und bestraft jede Vertragskündigung mit hohen Stornokosten, die bereits mit dem Rückkaufswert abgezogen sind.

 

Die Prämien der Lebensversicherungen fließen nicht selten in den Erwerb von Staatsanleihen, aber auch in Langfristdarlehen und Investments zur Finanzierung von Großanlagen im Infrastruktur- und Energiebereich. So manches Wasserkraftwerk und mancher Windpark ist unter anderem durch Versicherungsgesellschaften finanziert worden.

 

Für den Versicherten bleibt nach Abzug der Stornokosten oft nicht mehr viel übrig, von einer guten Rendite kann dann auch keine Rede mehr sein.

 

 

Lebensversicherungen werden weitergeführt

 

Nicht zuletzt warnen auch Verbraucherschützer vor der vorzeitigen Vertragskündigung, der die meisten Vorteile zunichtemacht, die einem ursprünglich bei Vertragsabschluss versprochen wurden. Dabei gibt es schon seit über 10 Jahren eine Alternative zur Kündigung: Der Verkauf der Lebensversicherung auf dem Zweitmarkt.

 

Hier kaufen Unternehmen die Lebensversicherungen an und führen diese an Stelle des ursprünglich Versicherten bis zur Endfälligkeit weiter. Der Verkäufer der Police erhält vom Ankaufsunternehmen einen Kaufpreis gezahlt, der ein paar Prozent über dem Rückkaufswert liegt.

 

Da die Versicherung mit dem Ziel angekauft wird, diese weiterzuführen, bleibt der versicherten Person ein Rest-Versicherungsschutz gemäß AGB sogar erhalten, denn der Ankäufer zahlt an Stelle des Versicherten die Prämien weiter.

 

Der Zweitmarkt für Lebensversicherungen hilft also allen Beteiligten: Den Versicherten, der Versicherungsgesellschaft und den Projekten, in denen die Versicherungsgelder angelegt sind.

 

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat daher einen der größten Ankäufer Policen Direkt als besonders gelungenes Beispiel für nachhaltige Unternehmensführung bezeichnet. Handeln auch Sie nachhaltig: Denken Sie zuerst über den Verkauf auf dem Zweitmarkt nach, wenn Sie sich von Ihrer Lebensversicherung trennen möchten.

 

 

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Portraitfoto Matthias Wühle – Gastbeitrag –
Matthias Wühle
studierte Betriebswirtschaftsehre, Geschichte und Philosophie in Frankfurt und Mainz und ist seit 2012 als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Policen Direkt Versicherungsvermittlung GmbH in Frankfurt am Main, dem Marktführer im Zweitmarkt für Lebensversicherungen, tätig. Sein Schwerpunktthema sind Lebensversicherungen und alles rund ums Recycling von Deutschlands beliebtester Altersvorsorge.