Mit ‘Monokultur’ getaggte Artikel

Streuobstwiese – Die kleine Kulturlandschaft vor der Haustüre

Freitag, 06. Oktober 2017
Zusammenfassung: Streuobstwiesen sind wichtige Biotope für geschützte und seltene Pflanzen und Tiere. Doch die traditionelle Arte des Obstbaus ist selbst bedroht. Seit einigen Jahren beleben Naturschützer und Kommunen mit vielfältigen Projekten die Streuobstkultur wieder. Dabei hilft eine professionelle Vermarktung der Erzeugnisse dabei, die Kulturlandschaft langfristig zu erhalten.

 

Natrüliche Vielfalt statt Einfalt.

Streuobstprojekte boomen bundesweit. Viele Gemeinden engagieren verstärkt in diesem Bereich und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt und zum Klimaschutz. Ein wichtiges Thema, denn gerade in der Diskussion um das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP im vergangenen Jahr wurden immer wieder kritische Stimmen laut, dass Konzerne verstärkt ertragreiche Monokulturen durchsetzen und damit die gewachsene Vielfalt an Obstsorten stark einschränkt. Dabei wären besonders alte Sorten betroffen, die – um in der Wirtschaftssprache zu bleiben – nur „eine geringe Performance“ hinlegen.

 

Eine ganze Welt – nur noch mit den Apfelsorten Granny Smith und Pink Lady? – Das lehnen viele Verbraucher ab. Dennoch werden im Handel von den in Deutschland beheimateten 2.000 Apfelsorten nur sieben regelmäßig angeboten. Mit den Streuobstprojekten werden viele alte Obstsorten  geschützt und lokal wirtschaftlich genutzt.

 

Moderne Klassiker des Streuobstbaus sind ganz klar Apfelbäume. Aber auch die vielfältigen regionalen Birnensorten, Pflaumensorten, wie Renekloden und Mirabellen sowie Süß- und Sauerkirschen können sich auf den locker bepflanzten Streuobstwiesen voll entfalten.

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Serie Emissionshäuser: ForestFinance

Dienstag, 07. Februar 2017
Zusammenfassung: ForestFinance bietet seit mehr als zwanzig Jahren ökologische Waldinvestments an. Ziel ist es, den Erhalt und Aufbau von Wäldern durch nachhaltige Forstwirtschaft zu ermöglichen. Von der langfristigen ökologischen Waldbewirtschaftung profitieren dann Klima, Umwelt, Investoren und Mitarbeiter vor Ort gleichermaßen.

 

 

Das passende Finanzkonzept für jeden Anlegertyp finden. Ethische, soziale und ökologische Investments prüfen und anbieten, Hintergrundinformationen sammeln, Chancen und Risiken einer Anlage zu bewerten. Das hat Grünes Geld erfolgreich zu seiner Aufgabe gemacht.

 

Welche Unternehmen stehen aber hinter den Fonds und Sachwertinvestitionen, die Grünes Geld seinen Kunden anbieten kann? Wir stellen in loser Folge einige interessante Emissionshäuser vor. Den Anfang macht ForestFinance aus Bonn.

 

 

ForestFinance – auf einen Blick

Waldinvestments – eine wirklich grüne Geldanlage.

Bereits seit 1995 bietet die ForestFinance Gruppe nachhaltige Waldprojekte an. Ziel des Unternehmens ist es, langfristig ökologische Mischwälder in Südamerika und Asien anzulegen und zu erhalten. Die FSC-zertifizierten und nachhaltig aufgeforsteten Waldprojekte werden als Direktinvestments für private und institutionelle Anleger angeboten.

 

In Deutschland firmiert ForestFinance als Forest Finance Service GmbH. Am Unternehmenssitz Bonn arbeiten rund 30 Mitarbeiter.

 

Das Unternehmen hat sich zum internationalen Player entwickelt und verfügt neben der Bonner Zentrale über Niederlassungen in Panama, Vietnam und Peru. Die Teams direkt vor Ort stellen sicher, dass die sozialen und ökologischen Anforderungen an die Projekte sowie die Qualitätsstandards eingehalten werden.

 

Die Forstflächen in Asien, Süd- und Mittelamerika umfassen rund 17.500 Hektar. Insgesamt verwaltet ForestFinance ökologische Waldinvestments im Wert von rund 90 Millionen Euro. An den unterschiedlichen Projekten sind mehr als 17.000 Kunden finanziell beteiligt.

 

Die zu erwartende Rendite ist vom jeweiligen Produkt abhängig und wird durch den Verkauf von kontrolliert entnommenem Holz oder durch den Verkauf von Agrarerzeugnissen, beispielsweise Edelkakao, erwirtschaftet.

 

 

Visionär und Firmengründer

Gegründet wurde das Unternehmen Mitte der neunziger Jahre von Harry Assenmacher in Bonn. Assenmacher war zu dieser Zeit bereits als Journalist und Sachbuchautor erfolgreich und arbeitete unter anderem für die Publikationen des alternativen „Verkehrsclub Deutschland“ (VCD) und des Umweltverbands BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland).

 

Sein erstes Projekt war die Aufforstung eines Waldgebietes in Panama. Dabei unterstrich Assenmacher die besondere Bedeutung von tropischen Wäldern zur Kompensation der klimaschädlichen CO2-Emissionen. Von Anfang an waren zwei Dinge bei den Aufforstungen wichtig: Zum einen die sozial und ökologisch sinnvolle Aufstellung der Projekte, zum anderen sollten die Projekte auch als finanziell ertragreiche Investition auf einer wirtschaftlich soliden Basis stehen.

 

Bis Ende 2015 leitete Assenmacher als geschäftsführender Gesellschafter die Geschicke der Forest Finance Service GmbH. Anfang 2016 wechselte der heute 61-jährige als Vorsitzender in den sich in der Gründungsphase befindenden Aufsichtsrat des Unternehmen. Assenmacher steht damit dem Unternehmen auch zukünftig als Berater zur Seite und wacht über den Erhalt und die Weiterentwicklung seiner Unternehmensidee.

 

Die Geschäftsführung der Forest Finance Service GmbH liegt bei Christiane Pindur und Richard Focken. Beide Geschäftsführer verfügen neben ihrer fachlichen Expertise auch über vertiefente Kenntnisse zu den relevanten Themen Klimawandel, nachhaltige Bewirtschaftung und regionale Entwicklung.

 

 

Die Philosophie der „Waldmacher“

Zu den anfänglichen Investitionen von ForestFinance in Panama kamen über die Jahre  auch ökologische Mischforste in Vietnam, Kolumbien und Peru. Grundphilosophie des Unternehmens ist es, dem Wald einen Wert zu geben. Große Regenwaldflächen sind in den vergangenen Jahrzehnten unwiederbringlich zerstört worden. Die weltweit noch verbliebenen Wälder müssen daher effektiv geschützt werden, gleichzeitig ist Holz zu einem knappen  und wertvollen Wirtschaftsgut geworden.

 

Sonderkonditionen mit den Grünes Geld NewsForestFinance hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, ein nachhaltiges Waldwirtschaftssystem zu entwickeln und damit ein Gegenkonzept zu schnellwachsenden Monokulturen zu etablieren. Die neu angelegten Wälder sind sogenannte Sekundärwälder, die auf ehemaligen Weide- und Brachflächen zu artenreichen tropischen Mischwäldern standortgerecht aufgeforstet werden.

 

Von dieser nachhaltigen Forstwirtschaft sollen alle Beteiligten profitieren. Die Investoren erwirtschaften durch langfristige Beteiligungen eine gute Rendite, die Menschen vor Ort erhalten für die Bewirtschaftung der Wälder dauerhafte Arbeitsplätze mit fairen Löhnen. Darüber hinaus sichern ökologische Mischwälder als neue Lebensräume die biologische Vielfalt für zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Letztlich wird das globale Klima entlastet, denn Bäume kompensieren das gefährliche Treibhausgas CO2-Emissionen. Die Wälder werden dauerhaft angelegt und bewirtschaftet, auch bei der Holzernte wird kein Kahlschlag betrieben.

 

 

ForestFinance Direktinvestments

Der wirtschaftliche Erfolg gibt der Idee von ForestFinance Recht. Das Unternehmen zählt zu den führenden Anbietern von Wald-Sachwerten. Anleger haben bei ForestFinance die Wahl zwischen unterschiedlichen Finanzprodukten, unter anderem monatliche Sparverträge und Waldsparbücher sowie Sachwertinvestitionen wie der KakaoWald und GreenAcacia.

 

Der KakaoWald ist ein spezielles Agroforstsystem aus Kakaopflanzen und Schatten spendenden Bäumen in Peru. Die Besonderheit: Der Edelkakao wächst im Wald und nicht auf einer Plantage aus Monokulturen. Der Wald wird ohne den Einsatz von Gentechnologie und Chemikalien bewirtschaftet und Schritt für Schritt zu einem Mischwald umgewandelt. Mit einem Teil der Investitionen wird darüber hinaus ein Stück Primärwald in Panama geschützt. Die Laufzeit für dieses Projekt beträgt 25 Jahre. Die Investition hat eine Renditeprognose zwischen fünf und sieben Prozent. Beteiligungen sind ab einer Anlagesumme von 3.250 Euro möglich.

 

Das Projekt GreenAcacia wandelt eine bestehende Plantage in einen ökologischen Mischwald um. Um den Boden zu verbessern, werden Akazien als Vorstufe zur eigentlichen Aufforstung gepflanzt und bereits nach zwölf Jahren durchgeforstet. Die Mindestanlagesumme beträgt beim Projekt GreenAcacia 2.625 Euro, die Renditeerwartung liegt bei rund sechs Prozent.

 

 

Tropenwald in Bonn

ForestFinance unterstützt auch am Firmensitz Bonn den Regenwald.

Ein besonderer Mehrwert einer Sachwertbeteiligung ist, dass Anleger sich quasi jederzeit vor Ort von der Qualität ihres Projektes überzeugen können. Auch ForestFinance ist seinen Anlegern bei der Planung einer solchen Investorenreise behilflich.

 

Wer durch einen artenreichen Regenwald wandern will, muss allerdings nicht unbedingt eine klimabelastende Flugreise auf sich nehmen. Ein Ausflug ins Bonner Museum Koenig genügt. Denn im Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig kann eine Entdeckungsreise durch den Regenwald auf einer 500 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche unternommen werden. Dabei können Besucher Treiberameisen am Boden bewundern und in einer begehbaren Würge-Feige den tropischen Wald näher kennenlernen. Am Kronendach des Museumswaldes hat sich ForestFinance mit einer Spende beteiligt.

 

 

Gute Beratung bei Sachwerten

ForestFinance vertreibt seine Finanzprodukte über ein Netz engagierter Finanzberater, die sich mit der sozialen und ökologischen Idee dieser Investments identifizieren.

 

Grünes Geld, unabhängiger Spezialist für nachhaltige Geldanlagen, berät Sie gerne zu den Sachwertinvestitionen von ForestFinance sowie zu allen Fragen rund um das Thema Vermögensaufbau und –verwaltung. Gemeinsam finden wir Ihre passende Geldanlage.

 

 

 

Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

 

Fair und bio – Kaffee und Tee ohne bitteren Nachgeschmack

Freitag, 13. Januar 2017
Zusammenfassung: Kaffee und Tee zählen zu den beliebtesten Getränken. Kaffee steht in Deutschland auf Nummer eins, Tee hat weltweit die Nase vorn. Allerdings werden für die beiden Heißgetränke Menschen ausgebeutet und die Umwelt geschädigt. Bewusster Konsum, Fair Trade-Produkte und ökologischer Anbau können dem entgegen wirken.

 

 

Der Duft von frischem Kaffee belebt die Sinne.

Kaffee oder Tee? – Diese Frage stellt sich noch gar nicht so lange in Deutschland. Bis weit in die fünfziger und sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war hierzulande der echte Bohnenkaffee oder auch der schwarzer Tee dem Sonntag oder besonderen Anlässen vorbehalten. Zu teuer waren die edlen Getränke, als dass sie für den Massenkonsum geeignet waren. Mit ansteigendem Wohlstand entwickelten sich Kaffee und Tee zu Alltagsgetränken, die jederzeit, nahezu überall in beliebiger Menge zur Verfügung stehen.

 

Und auch wenn die Weltmarktpreise schwanken und in den letzten Jahren sogar etwas angestiegen sind: Die ehemals luxuriösen Getränke sind heute für jeden Durchschnittsverbraucher erschwinglich. Allerdings zahlen Menschen in den Erzeugerländern einen hohen Preis für unseren Konsum.

 

 

Lieblingsgetränk Kaffee – fair und bio schmeckt er noch besser

Kaffee ist das unangefochtene Lieblingsgetränk der Deutschen. Während sich die Anfangs nur wohlhabende Bürger Kaffee leisten konnte, trat im Zuge der Industrialisierung Kaffee seinen Siegeszug in der gesamten Bevölkerung an. Mit jährlich rund 150 Litern pro Person steht Kaffee in der Beliebtheit noch vor Wasser und Bier. Entsprechend ist Deutschland der zweitgrößte Importeur für Kaffee weltweit, hinter der Nummer eins, den USA.

 

Biologischer angebauter und fair gehandelter Kaffee findet sich mittlerweile in nahezu jedem Supermarkt. De facto greifen Verbraucher jedoch immer noch mehrheitlich zu konventionellen Produkten. Weltweit beherrschen nur  5 multinationale Konzerne fast die Hälfte (45 Prozent) des Kaffeemarktes.

 

 

Harte Landarbeit für geringe Löhne

Die Arbeit auf der Kaffee-Plantage ist kaum existenzsichernd.

Der größte Teil des Kaffeeanbaus geschieht durch Kleinbauern, die kaum noch auf dem eigenen Land arbeiten und für ihre harte Arbeit nur geringe Löhne erhalten, häufig weniger als 2 Dollar am Tag. Dabei befinden sich die Kleinbauern gegenüber den Händlern in einer schwachen Verhandlungsposition, viele von ihnen haben keine Informationen über den Markt und die möglichen Preise. Durch kleine Anbauflächen und entsprechend geringer Ernten befinden sich kleine Kaffeebauern und ihre Familie in einer Armutsfalle, aus der es kaum ein Entrinnen gibt. Die frühere Ausbeutung durch Kolonialherren ist jetzt dem ausbeuterischen Preisdruck der multinationalen Konzerne gewichen.

 

Eine Perspektive für einen gerechteren Handel bieten Kooperativen. Durch den Zusammenschluss von Kleinbauern können gerechte und sichere Löhne erzielt werden. Unterstützt werden Kooperativen von Kaffeebauern von Fair Trade-Organisationen, Gepa und kirchlichen Initiativen wie beispielsweise die Christliche Initiative Romero. Durch diese Unterstützung erhalten Kaffeebauern auch wirtschaftliche Beratung und Zugang zur Krediten. So können die Kooperativen ihre Produktivität und Qualität steigern und ihre Wettbewerbsfähigkeit auf- und ausbauen.

 

 

Ökologischer Anbau schont die Umwelt

Zu den sozialen und ethischen Aspekten kommen beim Kaffeeanbau auch große ökologische Herausforderungen hinzu. Neben der generellen Problematik von Monokulturen für das Ökosystem, treten auch – verursacht durch die fortschreitende Erderwärmung – vermehrt Schädlinge und Krankheiten an den Kaffeepflanzen auf.

Öko-Plantagen verzichten auf synthetische Dünger und Pestizide und setzen auf natürliche Mittel, wie etwa die Anpflanzung von Schattenbäumen, die für ein besseres Klima im Anbaugebiet sorgen. Gedüngt wird mit organischen Mitteln. Biologisch angebauter und fair gehandelter Kaffee verspricht Genuss ohne Ausbeutung von Mensch und Umwelt.

 

 

3 Tipps für bewusste Kaffeegenießer

1. Beim Kaffeekauf auf Fair Trade- oder Gepa-Siegel achten sowie auf verlässliche Gütesiegel des biologischen Anbaus.

 

2. Wer auf den guten Geschmack eines fairen Bio-Kaffees gekommen ist, sollte auch beim Kaffeegenuss außer Haus keine Abstriche machen und in Cafés und Restaurants nach entsprechenden Produkten fragen.

 

3. Kaffee ist ein Genussmittel mit einem aufwändigen Herstellungsprozess und einem langen Transportweg. Eine interessante, preiswerte und schmackhafte Alternative sind auch Kaffee-Ersatz-Produkte aus dem Naturkostladen. Lupinen und Malzkaffees sind längst kein „Muckefuck“ mehr sondern haben sich zu schmackhaften und bekömmlichen Getränken gemausert.

 

 

Nicht nur abwarten und Tee trinken

Tee steht auch für Ruhe und Ausgeglichenheit.

Etwa jeder siebte Erwachsene bezeichnet sich selbst als Teetrinker und verzichtet völlig auf Kaffee, mehr als die Hälfte der Bevölkerung trinkt beides gerne. Mit Tee gemeint ist dabei der Aufguss aus den Blättern der Teepflanze, also der schwarze, grüne und weiße Tee sowie der chinesische Olong.

 

Mit Tee werden Werte wie Ruhe und Ausgeglichenheit in Verbindung gebracht, wohingegen Kaffee auch für Hektik, Eile und Stress steht. Trotz des puristischen und sauberen Images von Tee gilt in der Herstellung: Ob ein Landarbeiter auf einer Kaffee- oder Teeplantage arbeitet ist nur ein geographischer Unterschied.

 

 

Nur 3 Konzerne kontrollieren den internationalen Teemarkt

Denn genau wie in den Kaffeeländern Afrikas, Süd- und Mittelamerikas stehen auch in den Teeanbaugebieten Asiens und Afrikas Ausbeutung und Umweltzerstörung an der Tagesordnung. Und auch hier liegt die Marktmacht bei wenigen Playern: Die weltweite Teeproduktion wird von lediglich drei Konzernen kontrolliert.

 

Entsprechend sind diese Unternehmen auch in der Lage Preise zu diktieren und die ausbeuterischen Produktionsprozesse weiter zu treiben. Auf den afrikanischen und asiatischen Teeplantagen liegen die Löhne der Arbeiter mehrheitlich weit unter den nationalen Mindestlöhnen und sind damit nicht existenzsichernd.

 

 

Pestizidrückstände im Tee

Viele konventionell angebaute Tees sind mit Pestizidrückständen belastet

Ökologisch bedenklich ist dabei auch, dass die Umweltstandards der Teeanbauländer generell niedrig liegen und kaum konsequent durchgesetzt werden. Entsprechend hoch ist auch der Einsatz von Pestiziden. Diese schädigen die Umwelt genauso wie die Gesundheit der Arbeiter.

 

Nicht zuletzt aber auch die Gesundheit der Teetrinker weltweit, denn regelmäßige Untersuchungen belegen eine hohe Pestizidbelastung des Endproduktes. Beunruhigend, denn Pestizide in Lebensmitteln gelten als Verursacher von Krebserkrankungen, hormonellen Störungen und Missbildungen.

 

Wie beim Kaffeeanbau existieren auch im Teemarkt bäuerliche Kooperativen, die sich für fairen und umweltverträglichen Anbau einsetzen

 

 

3 Tipps für bewusste Teetrinker:

1. Auch beim Teekauf geben Fair Trade- oder Gepa-Siegel sowie die Gütesiegel des biologischen Anbaus eine verlässliche Information über Anbau und Handel des Tees.

 

2. Teetrinker haben es in Lokalen oft schwer und müssen sich mit einer eingeschränkten Auswahl zwielichtiger Beuteltees zufrieden geben. Tee sollte auch unterwegs ein Genuss sein. Achten Sie auf Lokale mit spezieller Teekarte und fragen Sie nach fairen und biologischen Produkten.

 

3. Wie Kaffee ist auch Tee ein Genussmittel, das energieaufwändig produziert und transportiert wurde. Klassische Alternativen zu schwarzen und grünen Tees sind Kräuter- und Früchtetees aus regionalem Anbau. Als trendige „Infusions werden diese Aufgüsse in vielen interessanten Geschmacksrichtungen angeboten.

 

 

Nachhaltig genießen, wirkungsvoll investieren

Fair gehandelter und biologisch angebauter Kaffee und Tee beweist, dass die Wirtschaftspraxis multinationaler Konzerne nicht alternativlos ist.

 

Es liegt allerdings auch in der Hand der Verbraucher, sich für Genuss mit Respekt vor Mensch und Umwelt zu entscheiden und einen Beitrag für eine gerechtere Welt zu leisten.

 

Auch mit ethischen und ökologischen Investments lassen sich Schalter im Wirtschaftssystem umlegen, denn nicht ist so wirkungs- und machtvoll wie Geld.

 

Grünes Geld bietet rund 300 nachhaltige Geldanlagen für nahezu jede Investitionssumme. Nehmen Sie sich also ein Tasse Ihres Lieblingsgetränks und machen Sie den Grünes Geld Test.

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.