Mit ‘naturschutz’ getaggte Artikel

Herbst im Wald – die Schätze der Natur

Freitag, 20. Oktober 2017
Zusammenfassung: Pilze suchen, Nüsse und Esskastanien sammeln und Kräuter pflücken in der freien Natur erfreut sich steigender Beliebtheit. Positiv: Immer mehr Menschen setzen sich aktiv mit ihrer Umwelt auseinander und sind so motiviert, die Schätze der Natur zu schützen. Ein kleiner Blick in den Herbstwald!

 

Herbstleckerei – geröstete Esskastanien.

Die Herbstmonate sind für Frischluft- und Wanderfreunde ein Balance-Akt zwischen grauem Schmuddelwetter und farbenfrohem Laub in den Wäldern. Auch wenn der Herbst nicht immer auf den ersten Blick golden erscheint, offenbaren Feld, Wald und Flur jetzt noch einmal vielfältige Schätze: Pilze, Kastanien, Nüsse und Kräuter.

 

Was noch vor einigen Jahren in den Rubriken „Was Großmutter noch wusste“ belächelt wurde, hat sich längst zu einem relevanten Trend entwickelt: Natürliche Lebensmittel selbst suchen, sammeln, verarbeiten und genießen. Diese gemäßigte Subsistenzwirtschaft bringt nicht nur eine kreative & kostenlose Mahlzeit auf den Tisch, sondern stärkt auch das Wissen über die Umwelt, natürliche Prozesse und Kreisläufe. Außerdem verstärkt dieses Wissen auch das Bewusstsein für eine umwelt- und klimafreundliche Entwicklung.

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Streuobstwiese – Die kleine Kulturlandschaft vor der Haustüre

Freitag, 06. Oktober 2017
Zusammenfassung: Streuobstwiesen sind wichtige Biotope für geschützte und seltene Pflanzen und Tiere. Doch die traditionelle Arte des Obstbaus ist selbst bedroht. Seit einigen Jahren beleben Naturschützer und Kommunen mit vielfältigen Projekten die Streuobstkultur wieder. Dabei hilft eine professionelle Vermarktung der Erzeugnisse dabei, die Kulturlandschaft langfristig zu erhalten.

 

Natrüliche Vielfalt statt Einfalt.

Streuobstprojekte boomen bundesweit. Viele Gemeinden engagieren verstärkt in diesem Bereich und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt und zum Klimaschutz. Ein wichtiges Thema, denn gerade in der Diskussion um das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP im vergangenen Jahr wurden immer wieder kritische Stimmen laut, dass Konzerne verstärkt ertragreiche Monokulturen durchsetzen und damit die gewachsene Vielfalt an Obstsorten stark einschränkt. Dabei wären besonders alte Sorten betroffen, die – um in der Wirtschaftssprache zu bleiben – nur „eine geringe Performance“ hinlegen.

 

Eine ganze Welt – nur noch mit den Apfelsorten Granny Smith und Pink Lady? – Das lehnen viele Verbraucher ab. Dennoch werden im Handel von den in Deutschland beheimateten 2.000 Apfelsorten nur sieben regelmäßig angeboten. Mit den Streuobstprojekten werden viele alte Obstsorten  geschützt und lokal wirtschaftlich genutzt.

 

Moderne Klassiker des Streuobstbaus sind ganz klar Apfelbäume. Aber auch die vielfältigen regionalen Birnensorten, Pflaumensorten, wie Renekloden und Mirabellen sowie Süß- und Sauerkirschen können sich auf den locker bepflanzten Streuobstwiesen voll entfalten.

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Urlaub Teil 2 – Nachhaltige Urlaubsregionen

Freitag, 21. Juli 2017
Zusammenfassung: Klimafreundliche Entspannung ist möglich. Nachhaltige Tourismus-Konzepte sorgen dafür, dass Gast, Region sowie Klima und Umwelt als Gewinner aus dem Urlaub hervorgehen. Fünf deutsche Regionen überzeugen dabei besonders und wurden im Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen ausgezeichnet. Sieger unter den nachhaltigen Regionen: das Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

 

 

 

Urlaub – Zeit für Begegnungen.

Klimafreundliche Entspannung ist möglich, wie auch in unserem gleichnamigen Beitrag vom 14. Juli 2017 zu lesen. Immer mehr Regionen entdecken die wirtschaftlichen Vorteile von nachhaltigem Handeln. Denn immer mehr Urlauber bevorzugen Urlaubsziele abseits der Routen des Massentourismus. Orte, die echte Begegnungen ermöglichen, mit der Natur und den Menschen vor Ort.

 

Tourismus hat sich zu einem weltweit bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Dabei sind die Angebote innerhalb der Branche sehr breit gefächert und spiegelt sämtliche gesellschaftlichen Trends wider. Verglichen mit der Lebensmittel-Branche, die vom billigen Discounter-Angebot bis zur Delikatesse aus Manufakturbetrieben ein weiteres Spektrum abdeckt, hält auch die Reise-Industrie für nahezu jeden Anspruch und jeden Geldbeutel das passende Angebot bereit. Angefangen beim niedrig-preisigen Pauschalangebot, über ausgeklügelte Individualreisen an exotische Destinationen, Kultur- und Bildungsreisen bis hin zum Familienurlaub auf dem Bio-Bauernhof. Denn die Reisefreude ist ein gemeinsames Merkmal der ansonsten eher sesshaften westlichen Gesellschaft.

 

 

Das Urlaubsthema wandelt sich

Saure-Gurken-Zeit – am liebsten mit Gurken aus der Region.

Urlaub ist ein beliebtes Thema in den Medien – gerade zur sogenannten „saure-Gurken-Zeit“. Aber auch in der medialen Aufbereitung lässt sich mittlerweile eine Veränderung in der Berichterstattung feststellen.

 

So schreibt das Magazin der Süddeutschen Zeitung in ihrer aktuellen „Abschiedskolumne“ einen Brief an die kommenden Generationen und entschuldigt sich für ihren klimaschädlichen Lebensstil, der für abgebrochene Eisberge, gerodete Regenwälder und überfischte Meere verantwortlich zeichnet. Dabei beschreibt die Kolumne das Handeln wider besseres Wissen. Schließlich verabschieden sich auch die nicht vom verschwenderischen Lebensstil, die es eigentlich besser wissen könnten. Der Verzicht auf eine Flugreise, die man sich finanziell leisten kann, fällt vielen schwer – CO2-Ausstoss und Generationengerechtigkeit hin und her.

 

Weniger hart geht die Hamburger „Zeit“ mit ihren Lesern ins Gericht. Stattdessen gibt die Wochenzeitung einige Denkanstöße und umsetzbare Ratschläge mit ins Gepäck. Einer der wichtigsten Tipps dabei ist, dorthin zu reisen, wo man willkommen ist und weder Zäune noch Mauern den Gast von den Einheimischen trennt.

 

 

Nachhaltiger Tourismus kennt nur Gewinner

Gute Geldanlage: Musterdepots Vermögensaufbau bei Grünes GeldEin Auftrag, dem nachhaltige Urlaubsregionen gerne nachkommen, denn stimmige Tourismuskonzepte kennen nur Gewinner. Den Gast, der Erholung findet und neue Eindrücke mitnimmt sowie die Wirtschaft vor Ort, die von den Gästen profitiert. Darüber hinaus gewinnen auch Umwelt und Klima, denn moderne nachhaltige Reiseprogramme beinhalten auch vielfältige Maßnahmen, um die Natur langfristig zu erhalten und zu schützen.

 

Ein umweltbewusster Urlaub beginnt bei gut ausgebauten Möglichkeiten für eine klimafreundliche Mobilität, geht über bewusste Ernährung, die regionale Angebote mit einschließt und umfasst auch gerechte Arbeitsbedingungen im Hotel sowie die respektvollen Einbeziehung der jeweiligen Kultur. Je nach Vorliebe des Reisenden, können diese Faktoren den Ausschlag für eine bestimmte Region geben.

 

 

5 Top-Regionen für nachhaltigen Tourismus

Eine nachhaltige Reise zu planen, kann schwierig sein, denn eine unüberschaubare Zahl von Anbietern schmückt sich mit den unterschiedlichsten Bezeichnungen, die mit dem Thema Nachhaltigkeit in Verbindung stehen können, aber nicht müssen. Eine gute Orientierung im Dschungel von Bio-, Natur- und Öko-Reisen bieten die Reiseziele an sich. So zeichnet der Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen in jedem Jahr die Region oder Stadt aus, die durch ein besonders tragfähiges und nachhaltiges Tourismus-Konzept überzeugt. Initiatoren des Wettbewerbs sind das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) sowie der Deutsche Tourismusverband (DTV).

 

In diesem Jahr kamen fünf der 27 Bewerber ins Finale und wurden von einer Experten-Jury vor Ort genauestens unter die Lupe genommen.

 

 

Nummer eins der nachhaltigen Destinationen: die Schwäbische Alb

Mit weitem Blick über die Alb – die Hohenzollern Burg.

Als Sieger ging dabei das Biosphärengebiet Schwäbische Alb hervor. Das Gebiet liegt südöstlich von Stuttgart und vom Albvorland bis in den Osten zu den weitläufigen Hochflächen der Schwäbischen Alb. Typisch für die Landschaft sind Wachholderheiden, Streuobstwiesen und wilde Buchenwälder. Darüber hinaus ist die Albregion geprägt durch beeindruckende Burgen und Schlösser sowie typische schwäbische Dörfer und Kleinstädte.

 

Da die Kulturlandschaft als besonders schützenswert gilt, wurde die Region bereits 2009 von der UNESCO als Biosphärengebiet anerkannt. Mit dem neuen Status als Biosphäre startete die Region mit vielfältigen Projekten und regionalen Initiativen zur nachhaltigen Entwicklung. Im Mittelpunkt stand dabei der Schutz der Biodiversität sowie eine Steigerung der regionalen Wertschöpfung durch eine forcierte Einbindung lokaler Partner.

 

Wachholderheide – ein besonderer Geruch!

Fast die Hälfte der gestarteten 200 Projekte beschäftigte sich dabei um die nachhaltige Entwicklung im Tourismus. Dazu zählen zum einen traditionsbewusste Landwirte, die vielfältige regionale Produkte erzeugen, aber auch Vermarkter, Restaurants und Hotels. Gemeinsames Ziel ist es, durch qualitativ hochwertige Angebote zu entwickeln und das touristische Angebot weiter zu optimieren. Neben dem reichhaltigen Angebot für Genießer, zählen dazu auch eine umfangreiche Beschilderung der Wander- und Radwege, Routen zur Naturbeobachtung und barrierefreie Angebote.

 

Darüber hinaus werden die Partnerunternehmen des Biosphärengebietes bei ihren Nachhaltigkeitsanstrengungen professionell unterstützt. Kleinere Unternehmen erhalten eine Energieeffizienz- oder Umweltberatung, größere Unternehmen Betriebe werden im Umweltbereich zertifiziert. Außerdem durchlaufen die anerkannten Biosphären-Hotels das strenge europäische Umweltmanagementsystem EMAS.

 

Als Leuchtturm-Projekt gilt die Ferienanlage „Hofgut Hopfenburg“, die als naturnaher und integrativer Ferienanlage ihren Gästen ein nachhaltiges Natur- und Kulturerlebnis bietet. Urlauber können hier auch Tipis, Zirkuswagen aber auch historische Schäfer- und – Heidewagen als Schlafplatz auswählen und so in vergangene Zeiten abtauchen. Das Hofgut bietet außerdem ein vielfältiges Freizeitangebot. Neben Ausflügen in die Natur, mit dem Rad, zu Fuß oder auf dem Pferderücken, können Gäste auch traditionelle Handwerke erlernen.

 

 

Finalisten und Sonderpreisträger

Schützen vor Inflation: Sachwerte wie Windkraftbeteiligungen, Fotovoltaik, BHKWNeben dem Preisträger Biosphärengebiet Schwäbische Alb konnten sich noch vier weitere Bewerber für das Finale qualifizieren und gehören damit auch sicher zu den nachhaltigsten Urlaubsgebieten in Deutschland.

 

Die vier weiteren Regionen sind das Biosphärenreservat Bliesgau im südöstlichen Saarland, die Nordeifel, die Residenzstadt Celle und die Nordseeinsel Juist. Letztere wurde mit einem der Sonderpreise ausgezeichnet.

 

 

Norseeinsel Juist – Klimaschutz und Energieeffizienz

Öko-Insel Nummer eins: Juist!

Die autofreie Nordseeinsel Juist wurde von der Jury des Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen in diesem Jahr mit dem mit dem Sonderpreis Klimaschutz, Ressourcen- und Energieeffizienz ausgezeichnet. Und das mit einigem Recht, den die kleine Insel gilt schon lange nicht nur als Zauberland („Töwerland“), sondern auch als Vorreiterin in Sachen regionalem Klimaschutz und Ressourceneffizienz.

 

Das ambitionierte Ziel der Insel ist es, bis 2030 klimaneutral zu sein. Dafür hat Juist ein Klimaschutzkonzept entwickelt und wird bei der Durchführung von einem Klimaschutzmanagers unterstützt. So bezieht die Kurverwaltung bereits seit einigen Jahren Strom aus erneuerbaren Quellen und fördert vielfältige Maßnahmen für einen nachhaltigen Tourismus. Unter anderem wurde ein CO2-Fußabdruck für die Tourist-Info erstellt. Durch die Kompensation Emissionen arbeitet die Tourist-Info seit zwei Jahren klimaneutral – als einzige in Deutschland.

 

Weitere Aktivitäten der Inselgemeinde sind ein wöchentlicher Veggietag in den Restaurants, um den engen Zusammenhang zwischen klimaschädlichen Treibhausgasen und Fleischerzeugung zu verdeutlichen. Auch weitere Klimaschutzaktivitäten der Insel sind für die Gäste direkt erlebbar. Bei der großen Fahrradtour „Juist unplugged“ präsentiert die Insel die wichtigen Nachhaltigkeits-Orte auf dem aktiven Eiland und setzt damit innovative Akzente in Tourismus-Region.

 

  

Allgäu – Regionalität ist Trumpf

Mit dem Sonderpreis Regionalität wurde in diesem Jahr die größte zusammenhängende deutsche Tourismusregion geehrt, das Allgäu.

 

Allgäuer Käsespatzen – lecker mit Zutaten aus der Region.

Die Region zwischen Voralpenland und Allgäuer Alpen hat es sich zum Ziel gesetzt, das Allgäu als führende, zukunftsfähige und nachhaltige Marke im Bereich Tourismus aufzustellen. Getragen wird das Tourismuskonzept durch eine breit aufgestellte Partnerstrategie. Dabei verpflichten sich Markenpartner zu umfangreichen Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit. Damit sollen auch hochwertige, regionale und gesunde Produkte stärker gefördert werden. Das Konzept „Made im Allgäu“ geht bereits auf. Regionale Produkte werden über den Großhandel gezielt an die lokale Gastronomie und Hotellerie vertrieben.

 

Als Leuchtturm-Projekt hat das Allgäu die Allgäuer Alpwirtschaftskultur und den Alpgenuss als „immaterielles Kulturerbe“ initiiert. Mit von der Partie sind 40 anerkannten Alpgenuss Betrieben mit original Allgäuer Spezialitäten – ganz in der Philosophie der Slow Food-Bewegung.

 

 

Mobil in der Sächsischen Schweiz

Vielseitig & faszinierend – die Sächsische Schweiz.

Urlaub in ländlichen Regionen bedeutete bislang an vielen Orten auch Urlaub mit dem Auto. Denn in vielen Gegenden wurden in den vergangenen Jahren Bahn- und Bushalte gestrichen und die Fahrpläne ausgedünnt. Nicht so in der Sächsischen Schweiz, die mit dem Sonderpreis für nachhaltige Mobilität ausgezeichnet wurde. Die Region im Osten des Freistaats Sachsen grenzt an die Tschechische Republik und ist landschaftlich geprägt durch das Elbsandsteingebirge und die Nationalparks Sächsische und Böhmische Schweiz, die zusammen da größte zusammenhänge Waldgebiet Mitteleuropas bilden.

 

Nachhaltiger Tourismus ist ein wichtiges Thema der Region. Um hier eine klimafreundliche Mobilität zu gewährleisten, engagiert sich die Sächsische Schweiz bereits seit 2003 in der Initiative „Fahrtziel Natur“, einer Kooperation der Umweltverbände NABU, BUND, VCD und der Deutschen Bahn.

 

Im Rahmen dieses Netzwerks wurden die regionalen Mobilitätsleistungen durch bessere Linienführungen und Vertaktungen verbessert und damit auch an die touristischen Bedürfnisse angepasst. Das Verkehrskonzept wird auch weiterhin ausgebaut und optimiert, ein Mobilitätsmanager auf Landkreisebene wird in den kommenden drei Jahren Maßnahmen für eine umweltgerechte Mobilität umsetzen. Um das Angebot auch für Urlauber bekannt zu machen, gibt jede lokale Tourist-info auch Fahrplanauskünfte für den öffentlichen Personennahverkehr. Zusätzlich wird auch der umweltfreundliche Individualverkehr gefördert. So stehen an vielen Orten E-Bike Verleih- und Akkuladestationen zur Verfügung.

 

 

Naturerlebnis in der Vorpommern

Wilde Flußlandschaft der Peene.

Eine wilde Flusslandschaft in Vorpommern bietet die Peeneregion mit einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Das Gebiet ist darüber hinaus mit verschiedenen Naturschutzgebieten, Vogelschutzgebieten, Fauna-Flora-Habitat und Naturpark dem Naturschutz unterstellt.

 

Durch die naturbelassene Flusslandschaft sind die Tourismus-Angebote der Peeneregion durch Wasserwanderwege, Rad- und Wandertouren geprägt. Ein besonderes Angebot des Gebietes ist das „Abenteuer Flusslandschaft“ als nachhaltiges Naturerlebnis. So ist beispielsweise eine Tour auf Peene im Solarboot möglich, bei der auch das Catering aus regionalen Produkten besteht.

 

 

Positiv Spuren hinterlassen

 

Eindrücke mitnehmen, nicht nur hinterlassen.

Grünes Geld, Ihr Experte für nachhaltige Geldanlagen wünscht Ihnen viel Freude bei der Planung Ihres nachhaltigen Urlaubs und eine gute Erholung.

 

Eine alte Reise- und Wanderweisheit besagt: „Hinterlasse nichts als deine Fußabdrücke.“ In Zeiten des vieldiskutierten ökologischen Fußabdrucks, lässt sich noch hinzufügen, dass der Abdruck nicht zu tief werden sollte. Sinnvoll ist es daher, nicht nur nachhaltig zu reisen, sondern auch nachhaltig zu investieren, denn mit Geldanlagen in klimaschützende Projekte, wie beispielsweise Aufforstungsprojekte, können Sie nicht nur eine attraktive Rendite erwirtschaften, sondern auch einen wichtigen Beitrag für die Zukunft des Planeten leisten.

 

 

 

 

Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

Erneuerbare Energien: Verkehrskonzepte für die Stromversorgung

Freitag, 05. Mai 2017
Zusammenfassung: Die Energiewende befindet sich in der Umsetzung. Bis Ende 2022 gehen in Deutschland die letzten Atomkraftwerke vom Netz. Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien werden ausgebaut. Windkraft kommt dabei eine besonders bedeutende Rolle zu. Um die Stromversorgung im Land zu gewährleisten und Energie vom windreichen Norden in den Süden zu transportieren, werden aktuell leistungsfähige Stromtrassen geplant. Angenehm für das Landschaftsbild und im Allgemeinen umweltverträglich: moderne Stromautobahnen verlaufen unterirdisch.

 

 

Erneuerbare Energien auf den Weg bringen.

Die Energiewende ist in Deutschland beschlossene Sache. Eine positive Entwicklung, denn die bisherige Energieerzeugung und der exzessive Verbrauch hat immense Schäden an Klima und Umwelt verursacht. Seit der Konferenz von Rio 1992 war es ein langer Weg. Mit dem Pariser Abkommen zum Klimaschutz, das anlässlich der 21. UN-Klimakonferenz von 196 Staaten beschlossen wurde, legte die Staatengemeinschaft fest, nationale Maßnahmen zu ergreifen, um die fortschreitende Erderwärmung deutlich abzubremsen.

 

Mit der bereits beschlossenen Energiewende, zählt Deutschland zu den Vorreitern des Klimaschutzabkommens. Mit einem CO2-Ausstoß von 11,5 Tonnen pro Kopf und Jahr allerdings auch mit zu den Verursachern der Klimakrise. Ziel ist es daher jetzt, CO2 zu vermeiden, nachhaltig Strom zu erzeugen und diesen effizient zu nutzen.

 

 

Hauptaufgaben der Energiewende

Ziel Nummer eins der Energiewende ist es, die umwelt- und klimaschädliche Stromproduktion durch Atomkraftwerke und die Energieerzeugung aus konventionellen Quellen, wie beispielsweise Kohlekraftwerken, auf null zurückzufahren. Um eine flächendeckende und bezahlbare Energieversorgung zu gewährleisten hat die Bundesregierung außerdem beschlossen, die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien zu fördern und gleichzeitig vielfältige Maßnahmen für eine verbesserte Energieeffizienz voran zu treiben.

 

Die letzten Atomkraftwerke gehen 2022 vom Netz.

Spätestens seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima ist das Gefährdungspotenzial der Atomkraftwerke in den Köpfen der Menschen angekommen. Ende 2022 wird das letzte deutsche Atomkraftwerk vom Netz gehen. Generell basiert der Ausstieg aus der Atomenergie auf einem breiten gesellschaftlichen Konsens.

 

Dennoch werden immer wieder Stimmen laut, die dem Atomzeitalter hinterhertrauern und auf die angeblich klimafreundliche Stromproduktion durch Kernenergie hinweisen. Hier Umwelt und Klima auseinander zu dividieren ist sicher nicht sinnvoll, denn die Risiken der Kernreaktoren sind immens. Zum anderen verursacht auch Atomstrom CO2-Emissionen. Der Ausstoß der klimaschädlichen Treibhausgase entsteht dabei allerdings nicht während der Stromproduktion, sondern beim Kraftwerksauf- und Rückbau. Sowohl die Urangewinnung, als auch die Herstellung der Brennelemente sowie die Einlagerungen werden mit einem enorm hohen Energieaufwand betrieben, bei dem große Mengen von CO2 in die Atmosphäre entlassen werden. Atomkraft verursacht zwar deutlich weniger CO2-Emissionen als Kohlekraftwerke, aber entschieden mehr als Erneuerbaren Energien.

 

Im Zuge der laufenden Veränderungen wird der Strommarkt neu organisiert, denn die bisherigen Stromanbieter geraten unter Druck. Ihre Stromproduktion fließt nicht mehr automatisch in die Netze und dient vermehrt dazu, Versorgungsengpässe auszugleichen. Um die Schwankungen in der Stromproduktion optimal auszugleichen und zukünftig flexibel zu lenken, wurde im vergangenen Jahr das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende verabschiedet.

 

Im Zuge dieser Regelung werden zukünftig intelligente Messsysteme Stromproduzenten und –verbraucher miteinander verbinden. Die neue digitale Infrastruktur sorgt nicht nur für eine sichere und zuverlässige Versorgung, sondern auch für eine effiziente und wirtschaftliche Nutzung der Energie. Um die Energie aus regenerativen Quellen zu den Verbrauchern zu bringen, ist jedoch auch eine komplexe Organisation der Übertragungsnetze notwendig.

 

 

Verkehrswege des Stroms: Vom Norden in den Süden

Leistungsfähige Infrastruktur bring geslleschaftlichen Wandel voran.

Die Planung und der Ausbau der Stromautobahnen ist aktuell ein wichtiges Thema der Energiewende, denn Strom wird – wie viele andere Güter des täglichen Lebens – nicht unbedingt dort produziert, wo er gebraucht wird. Entsprechend muss auch die benötigte Energie innerhalb des Landes verteilt werden. Hinzu kommt, dass Erneuerbare Energien nicht so gleichmäßig Strom erzeugen und ins Netz einspeisen wie konventionelle Kraftwerke. Es sind aber nicht nur die Schwankungen der Strommenge, die das Stromnetz vor neue Aufgaben stellt. Auch der erfreuliche Erfolg der Windenergie in Deutschland bringt es mit sich, dass Windenergie Mengen liefert, die das Stromnetz an die Grenzen seiner Kapazitäten bringt. Auch dieser neuen Herausforderung muss ein zukunftsfähiges Stromnetz begegnen. Die Energiewende erfordert also leistungsfähige Stromtrassen.

 

Der Umstieg von Atomstrom zu Erneuerbaren Energien bringt eine deutliche Verschiebung der Stromproduktion vom Süden in den Norden mit sich. Während sechs der noch acht laufenden Atomkraftwerke in Süddeutschland angesiedelt sind, stehen große Teile der Windkraftanlagen im Norden des Landes, teilweise auch als Offshore-Anlagen vor den Küsten. Für diese Standorte spricht nicht allein der sprichwörtliche Windreichtum des Nordens. Auch gesetzliche Hürden, wie die 10-H-Regel“, die einen großen Abstand der Anlagen zur nächsten Wohnbebauung vorschreibt, haben dazu geführt, dass ein Nord-Süd-Gefälle in Sachen Erneuerbarer Energien entstanden ist. Im vergangenen Jahr erzeugten insgesamt 27.220 Windkraftanlagen in Deutschland insgesamt 45.910 Megawatt sauberen Strom. 42 Prozent davon gingen aus dem Norden ins Netz, weitere 44 Prozent lieferte die Mitte des Landes, der Rest wurde in Süddeutschland erzeugt.

 

 

Stromtrasse vor der Haustür?

Eine sichere und zuverlässige Stromversorgung ist aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Hinzugekommen ist der Wunsch nach nachhaltiger Stromerzeugung, die Klima und Umwelt nicht belastet. Diese Ziele werden mehrheitlich akzeptiert. Schwieriger sieht das aktuell noch mit der Akzeptanz von Stromtrassen aus. Seit einigen Jahren lieferten sich unterschiedliche Interessensgruppen erbitterte Auseinandersetzungen zur Routenführung der geplanten Stromtrassen, die benötigt werden, um den Strom vom Norden und der Mitte des Landes in die bevölkerungsreichen südlichen Bundesländer und ihre Industriezentren zu transportieren.

 

Kaum eine Gemeinde konnte sich für riesige Strommasten in direkter Nachbarschaft erwärmen. Vor allem der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer sprach sich wiederholt vehement gegen „Monstertrassen“ aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

Erdkabel statt „Monstertrassen“

Um die Akzeptanz für die großen Stromtrassen generell zu erhöhen hat die Bundesregierung bereits 2015 beschlossen, vorrangig Erdkabel beim Bau der Übertragungsnetze einzusetzen, die Bedarfspläne weiterzuentwickeln und alle zwei Jahre einen neuen Netzentwicklungsplan vorzulegen. Zu diesem Umdenken haben auch verbesserte technologische Möglichkeiten beigetragen. Neuentwickelte Supraleiter sollen zukünftig auch große Stromengen unterirdisch transportieren können.

 

Im März diesen Jahres haben der süddeutsche Netzbetreiber TransnetBW, die niederländische Tennet Holding und die aus dem Vattenfall-Konzern hervorgegangene 50Hertz GmbH ihre Pläne für die zwei unterirdische Routenführungen vom Norden in den Süden Deutschlands vorgestellt und bei der Bundesnetzagentur zur eingehenden Prüfung eingereicht.

 

Erdkabel verschandeln die Landschaft nicht.

Damit liegen jetzt zwei Pläne für Stromautobahnen quer durch Deutschland vor. Die Stromleitung „Süd-Link“ führt von Brunsbüttel an der schleswig-holsteinischen Elbmündung rund 800 Kilometer weit über das bayerische Grafenrheinfeld ins baden-württembergische Großgartach. Die Unternehmen Tennet und TransnetBW haben dazu zwei mögliche Korridore für Erdkabel vorgeschlagen. Ein Vorschlag führt von Niedersachsen über Thüringen und Nordbayern nach Baden-Württemberg. Ein alternativer Erdkabelkorridor könnte westlicher verlaufen und Thüringen unberührt lassen. Die Kosten für dieses Projekt werden Schätzungen zu Folge bei bis zu zehn Milliarden Euro liegen.

 

Die Stromtrasse „Süd-Ost-Link“ ist zwischen dem sachsen-anhaltinischen Wolmirstedt nördlich von Magdeburg über Thüringen ins bayerische Isar bei Landshut geplant. Die verantwortlichen Netzbetreiber Tennet und 50Hertz haben zu ihrem geplanten Streckenverlauf ebenfalls eine Alternativroute eingereicht, die sich jedoch nur in kleinen Teilen vom eigentlichen Vorschlag unterscheidet. Da im Südosten Deutschlands noch keine direkten Leitungsverbindungen existieren, soll „Süd-Ost-Link“ verhindern, dass der saubere Strom durch die Nachbarländer Polen und Tschechien fließt. Die Nähe zum Braunkohleabbau und nicht zu den Windrädern irritiert allerdings. Die Kosten für die gut 500 Kilometer lange Trasse werden voraussichtlich fünf Milliarden Euro betragen.

 

Bei der Planung der Trassen wurden rund 9.000 Hinweise zum Verlauf von Kommunen, Verbänden und Einzelpersonen einbezogen, denn auch wenn die Stromautobahnen zum jetzigen Zeitpunkt U-Bahnen sind, gibt es auch weiterhin kritische Stimmen gegen den Bau und die Routenführung. Auch bei den jetzt eingereichten Plänen ist das letzte Wort längst nicht gesprochen. Die Bundesnetzagentur sicherte zu, bei der Infrastrukturplanung die Öffentlichkeit ausführlich zu informieren und zu beteiligen. Dazu werden in den jeweiligen Regionen Antragskonferenzen und Beteiligungsverfahren durchgeführt. Der genaue Verlauf der beiden geplanten Stromkorridore wird wahrscheinlich erst 2020 fest stehen. Strom wird dann voraussichtlich erst 2025 durch die Erdkabel fließen.

 

 

Verträgliche Wege für sauberen Strom

Eine vielfach geäußerte Kritik beim Bau der Nord-Süd-Stromtrassen äußerte sich in der Kritik an Freileitungen. Dabei wurde vielfach ins Feld geführt, dass das Landschaftsbild empfindlich gestört würde. Aber auch Naturschützer mahnten vor Gefahren für die Tierwelt, beispielsweise durch Kollisionen mit Zugvögeln. Zudem wurden auch gesundheitliche Risiken durch elektromagnetische Felder befürchtet.

 

Stromtrassen sollten nicht durch geschützte Gebiete führen.

Durch die geplante Erdverkabelung konnten viele dieser Bedenken vom Tisch geräumt werden. Allerdings ist auch die unterirdische Stromtrasse nicht gänzlich frei von Risiken. So fürchten Landwirte entlang der geplanten Trassen, eine Zerstörung des natürlichen Gefüges im Boden und entsprechend wirtschaftliche Ausfälle für mehrere Jahre. Neben diesen temporären Beeinträchtigungen während der Bauphase fürchten einige jedoch auch dauerhafte Eingriffe in die Struktur der Felder aufgrund der Erwärmung des Bodens durch die Gleichstromkabel.

 

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. – Nabu begrüßt unterirdische Stromtrassen und sieht enorme Vorteile gegenüber den klassischen Freileitungen. Allerdings bemängelt der Verband, dass bislang kaum verbindliche Regelungen für die Erdkabelverlegung existieren.

 

Diese sollten geschaffen werden, um die Energiewende zügig umzusetzen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Wichtige Punkte sieht der Nabu hier im Schutz von Moorgebieten sowie naturnahen Still- und Fließgewässern. Außerdem sollen Schneisen durch Waldgebiete im allgemeinen und durch Naturschutzgebiete, Nationalparks, Biosphärenreservaten und wichtige Feuchtgebieten im besonderen umgangen werden.

 

Große Infrastrukturprojekte sind aufwändig, kostenintensiv und bringen immer auch einige Schwierigkeiten mit sich. Um die Energiewende konsequent umzusetzen und saubere Energie dorthin zu bringen, wo sie benötigt wird, ist der umweltverträgliche Ausbau der Stromtrassen jedoch ein wichtiger Schritt, der nicht blockiert werden sollte.

 

 

Erneuerbare Energien – klimafreundliche Versorgung

Auch wenn zentrale Projekte jetzt den langfristigen Erfolg der Erneuerbaren Energien sichern werden, haben viele dezentrale Projekte das Thema ins Rollen gebracht, zum Beispiel engagierte Bürgerenergieprojekte und vielfältige Anbieter von Direktinvestments in Erneuerbare Energien.

 

Gemeinsam produzieren Sie seit Jahren saubere und nachhaltig erzeugte Energie. Eingespeist in das gemeinsame Stromnetz stellen Wind, Sonne, Wasser und Biomasse bald die komplette Versorgung des ganzen Landes. Und das zu günstigen Preisen.

 

Investitionen in Projekte aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien zahlen sich aus. Nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch für die persönlichen Finanzen. Grünes Geld, erfahrener Anbieter nachhaltiger Geldanlagen, berät Sie zu vielen interessanten und lukrativen Investments aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien.

 

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Carmen Junker

Verfasser des Beitrages: Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

Ein frischer Wind am Energiemarkt

Freitag, 08. Juli 2016
Zusammenfassung: Windenergie nimmt eine führende Rolle unter den erneuerbaren Energien ein. Die Technologie der Windkraftanlagen ist ausgereift und weitgehend akzeptiert. Wer hier investiert, schreibt sein Geld nicht in den Wind.

 

Jahrhundertelange Erfahrung

 

Wind bewegt - die Nutzung der Windkraft ist uralt.

Wind bewegt – die Nutzung der Windkraft ist uralt.

Kaum eine Technologie kann auf eine so lange Geschichte zurückblicken wie die Windkraft. Denn der Wind weht seit Anbeginn der Zeiten und wird seit Jahrtausenden von Menschen produktiv genutzt: So beschleunigte der Bau von Segelschiffen die Fortbewegung auf den Weltmeeren. Durch den Bau von Windmühlen wurde die Kraft des Windes genutzt, um die harte Arbeit zu erleichtern. Einsatzgebiete waren unter anderem das Mahlen von Getreide, die Herstellung von Ölen und Papier. In den Niederlanden wurde die Windenergie auch zur Landgewinnung eingesetzt. Dabei wurden Landflächen unter dem Meeresspiegel entwässert.

 

In Deutschland erreichte die Nutzung der Windenergie in Mühlen durch die zunehmende Industrialisierung im 19. Jahrhundert ihren ersten Höhepunkt. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts verlor die Windenergie wieder an Bedeutung. Zum Einsatz kamen jetzt Elektrizität und fossile Energieträger. Eine Entwicklung, die in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts wieder eine Wendung erfuhr: Durch den Ölpreisschock der siebziger Jahre begann ein generelles Umdenken. Das Thema alternative Energiegewinnung stand jetzt weit oben auf der Tagesordnung, wurde forciert und weiter entwickelt.

 

Wer Wind sät, wird Strom ernten

 

Die Grundprinzipien der Energiegewinnung durch den Wind haben sich seit Jahrhunderten kaum verändert. Relativ neu ist jedoch, dass die gewonnene Energie nicht mehr direkt genutzt werden muss, sondern für einen späteren Verbrauch gespeichert werden kann.

 

Durch die Entdeckung der Elektrizität und deren weitreichender Einsatz in nahezu allen Arbeits- und Lebensbereichen, wurde auch vermehrt über vielfältige Methoden der Stromgewinnung nachgedacht. Es war daher ein naheliegender Schritt von der Nutzung der Windkraft als Energielieferant im Allgemeinen zum Stromerzeuger im Besonderen: Die erste entsprechende Anlage wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts gebaut. Rund einhundert Jahre später begann dann – ausgehend von Nordeuropa – der Siegeszug der modernen Windkraftanlagen.

 

Klimaschutz durch Windenergie

 

Windenergie ist umweltfreundlich, sauber und sicher. Klimaschädliche Treibhausgasemissionen können so effizient vermieden werden, fossile Energieträger verbleiben im Boden. Da Windkraft darüber hinaus auch kostengünstig und die entsprechende Technologie ausgereift ist, stellt sie eine bedeutende regenerative Energiequelle dar und ist für eine nachhaltige Energiepolitik und das Erreichen der globalen Klimaschutzziele unentbehrlich. Aktuell erzeugen in Deutschland rund 25.000 Windkraftanlagen Strom.

 

Windkraftanlagen sichern bereits 14,5 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland.

Windkraftanlagen sichern bereits 14,5 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland.

Dabei wird unterschieden zwischen Onshore-Anlagen, die sich an Land befinden und Offshore-Anlagen im Meer. Bislang dominiert der Anteil an Onshore-Windparks. Die Agentur für Erneuerbare Energien geht davon aus, dass Windkraftanlagen auf 0,75 Prozent der Landfläche ein Fünftel des deutschen Stromverbrauchs decken können. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes stehen in Deutschland prinzipiell rund 14 Prozent der Landfläche für Windenergie zur Verfügung. Eine enorme Menge, denn der Flächenbedarf von Windenergie ist vergleichsweise niedrig, schließlich findet die Energiegewinnung in luftiger Höhe statt. Rund 95 Prozent aller Windkraftanlagen in Deutschland stehen auf landwirtschaftlichen Flächen. Ein weiterer umweltschützender Aspekt dieser Energie, denn so kann eine weitreichende Flächenversiegelung vermieden werden. Die Stellflächen sind vielfach geschottert und bleiben so wasserdurchlässig. Ein Nachteil, der im Zusammenhang mit Onshore-Anlagen immer wieder diskutiert wird, ist die schwankende Windmenge im Binnenland. Hier können jedoch generell andere erneuerbare Energien ausgleichend wirken.

 

Offshore-Anlagen in Meer werden vielfach kritisch diskutiert. Der Aufbau der Anlagen vor den Küsten ist ungleich aufwändiger als an Land. Darüber hinaus entsteht der Strom da, wo er nicht gebraucht wird. Generell erfordert dann die Stromgewinnung einen verstärkten Netzausbau. Der erste deutsche Offshore-Windpark „alpha ventus“ ging 2009 in der Nordsee in Betrieb.

 

Nord-Süd-Gefälle

 

Schützen vor Inflation: Sachwerte wie Windkraftbeteiligungen, Fotovoltaik, BHKWObgleich Windparks teilweise als Störung im Landschaftsbild angesehen werden, ist die generelle Akzeptanz der Anlagen hoch, denn Klimaschutz rückt immer stärker in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses. Und spätestens seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 sind die unmittelbaren Risiken von Atomkraftanlagen wieder ins Bewusstsein gerückt.

 

Interessanterweise liegt die Zustimmung zu Windkraft in Norddeutschland höher, wo bereits viele Anlagen vorhanden sind. Ende 2015 existierten in den norddeutschen Bundesländern rund 11.000 Windenergieanlagen. In Bayern wird dagegen die sogenannte „Verspargelung“ der Landschaft befürchtet. Entsprechend beschloss der Freistaat 2014 einen Mindestabstand zu Wohnsiedlungen, der dem zehnfachen der Höhe der Windkraftanlage entspricht. Ende 2015 existierten in Bayern rund 900 Windenergieanlagen.

 

Naturschutz – der richtige Standort

 

Obgleich Windenergie als saubere und regenerative Energie generell gut für die Umwelt ist, bleibt die Wahl des richtigen Standortes von Windkraftanalgen auch eine wichtige Frage für den Naturschutz. Hier gilt es, durch Anlagen Vögel und Fledermäuse nicht zu stören und die biologische Vielfalt zu erhalten. Der NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. hat in einer ausführlichen Studie die Auswirkungen moderner Windkraftanlagen auf die heimische Vogelwelt untersucht. Fazit der Studie: Entscheidend ist nicht die Größe der Windkraftanalage, sondern in erster Linie der richtige Standort.

 

Um einen effizienten Schutz von Vögeln und Fledermäusen zu gewährleisten, sollten demnach Standorte an Gewässern, Feuchtgebieten, Wäldern und Gebirgsrücken vermieden werden. Darüber hinaus sollen die Windräder in den Anlagen parallel zur Hauptfluglinie der Zugvögel gebaut werden. Ebenso schützen einfache bauliche Vorkehrungen wie das Vermeiden von Gittermasten, Drahtseilen und oberirdischen elektrischen Leitungen.

 

Nicht in den Wind geschrieben …

 

Windkraft zählt zu den bereits fest etablierten Energieträgern in Deutschland. Laut einer Studie des Erneuerbare Energien Magazins, konnte die Windenergie im vergangenen Jahr bereits 14,5 Prozent des heimischen Stromverbrauchs decken. Experten gehen davon aus, dass bis 2030 rund ein Drittel des europäischen Stromverbrauchs durch Windenergie gesichert werden kann.

 

Wer sich an Windkraftprojekten beteiligt, schreibt sein Geld nicht in den Wind, denn hier wird in eine sinnvolle erneuerbare Energie investiert und damit nachhaltiger Klimaschutz unterstützt. Ein mögliches Projekt bietet RE09 Windenergie Deutschland. Hier werden neue Windkraftanlagen gebaut oder eingekauft, um sie dann für mehrere Jahre zu betreiben und anschließend zu verkaufen. Nach Inbetriebnahme der letzten Windkraftanlage sollen die Anlagen sieben Jahre betrieben werden. Bisher geplant sind Onshore-Anlagen an Binnenstandorten in Deutschland.

 

 

Carmen Junker Verfasser des Beitrages:Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“.

 

 

Franziskus‘ Umwelt Enzyklika: Was Experten dazu sagen

Dienstag, 23. Juni 2015

 

Franziskus avanciert immer mehr zum Pop-Star unter den Päpsten. Nach dem eher spröde wirkenden Theologie-Experten Benedikt XVI. erklärt der Argentinier Jorge Mario Bergoglio die Welt in verständlichen Worten anhand konkreter Beispiele und packt Themen an, die anderen zu weltlich waren. In seiner gerade erschienen Enzyklika Laudato Si geht es um das kritischste Thema überhaupt: die Umweltverschmutzung – oder wie es Franziskus formuliert: die Sorge um unser gemeinsames Haus. Nachdem die Umwelt Enzyklika veröffentlicht wurde, haben wir Experten-Meinungen dazu gesammelt.

 

 

 

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Franziskus fordert zu allererst von den Katholiken weniger Luxus und Prunk. Hier: Der Vatikan.

 

 

Umwelt Enzyklika: Um was geht es?

 

Papst Franziskus hat als zentralen Gedanken des gesamten Textes: Welche Art von Welt wollen wir denen überlassen, die nach uns kommen, den Kindern, die gerade aufwachsen? Daraus erwächst für den Papst zunächst die Pflicht für alle Christen, aber auch für alle anderen, die an einen Schöpfer glauben, die Erde zu schützen. Das Zitat aus dem Alten Testament “Macht Euch die Erde untertan” solle besser übersetzt werden mit “Macht Euch der Erde untertan”.

 

 

Dabei fängt der Papst bereits erstaunlich konkret an und beschreibt gleich zu Beginn die tatsächlichen Probleme unserer Welt. Als wichtigste Punkte sieht der den Klimawandel, die Wasserfrage und den Schutz der Biodiversität. In den weiteren Kapiteln geht es um Das Evangelium von der Schöpfung, die menschliche Wurzel der ökologischen Krise, oder um eine ganzheitliche Ökologie. In Kapitel 5 gibt der Papst konkrete Leitlinien zum Handeln,  sowohl auf globaler politischer Ebene als auch im Kleinen für jedermann. Sei es das Licht auszuschalten oder Fahrgemeinschaften zu bilden.

 

Insgesamt geißelt der Papst die Zerstörung der Umwelt, die Versauerung der Ozeane, die Verwüstung des gesamten Planeten, warnt vor der Gentechnik und vor einem Lebensstil, der zu immer mehr Reichtum von Wenigen und zu immer mehr Armut von Vielen führt.

 

 

 

(Orignaltext der Umwelt Enzyklika Laudato Si hier)

 

Stimmen von Experten zur Umwelt Enzyklika

 

 

 

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Dieser Papst ist weltweit populär, weil er Klartext redet und immer konkret wird. In der ersten Öko-Enzyklika in der 2.000-jährigen Geschichte des Papsttums fordert er Schluss mit Kohle, Gas und Öl und einen raschen Umstieg auf erneuerbare Energien. Die Privatisierung des Wassers sei eine „Menschenrechtsverletzung“.

 

Franz Alt, Fernsehmoderator und Buchautor, Aussage auf sonnenseite.com



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Mit seiner Umwelt-Enzyklika „Laudato Si“ leiste der Papst Erstaunliches, sagte Nachhaltigkeitsforscher Felix Ekardt im DLF. Interessant sei, ob sich als Konsequenz jetzt auch die Investmentpolitik des Vatikan ändern werde und ob in einem katholischen Land wie Polen weniger klimaschädliche Energieträger eingesetzt würden.

 

Felix Ekardt, Leiter Forschungsstelle Nachhaltigkeit, Aussage auf deutschlandfunk.de



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G-7-Gipfel gibt es jedes Jahr, eine Umweltenzyklika hat nun nach fast zweitausend Jahren römischer Kirche Premiere. Diese Schrift kann gar nicht unpolitisch sein.

 

Hans Joachim Schellnhuber, Potsdamer Klimaforscher, Aussage auf faz.net



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Die Kirche ist zwar keine Expertin für Wissenschaft, Technik, oder für Wirtschaft, aber für Menschlichkeit.

 

Kardinal Peter Turkson, Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, Aussage auf br.de



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Die Enzyklika wird die Bemühungen zum Energiesparen und für die Energiewende befördern. Sie wird dazu beitragen, dass Unternehmen des Finanzsektors ihr Kapital aus klimaschädlichen Industrien abziehen und immer mehr Menschen ihr Geld in Solar- oder Windkraftanlagen investieren.

 

Hubert Weiger, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Aussage auf br.de



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Es ist neu, dass ein Papst so bewusst entscheidet: Ich möchte in die politische Debatte hinein Wirkung entfalten.

 

Reinhard Marx, Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz, Aussage auf abendzeitung-muenchen.de

   

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

7. World Water Forum in Korea hat begonnen

Montag, 13. April 2015

 

 

Alle 20 Sekunden stirbt ein Kind wegen fehlendem oder verschmutztem Wasser – das sind 1,5 Millionen vermeidbare Todesfälle jedes Jahr, so der UN World Water Development Report, 2012. Die Menschheit weiß ob der Herausforderungen mit dem Wasser, alleine die Lösung fällt offensichtlich schwer. Ein nächster Schritt wird seit gestern, 12. April 2015, im südkoreanischen Daegu Gyeongbuk gegeganen. Dort treffen sich rund 35.000 Teilnehmern zum 7. World Water Forum, um die wichtigsten Aufgaben zu identifizieren und anzugehen.

 

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Delphine im Pazifik: Wasser ist lebensnotwendig (Bild: Grünes Geld GmbH)

7. World Water Forum im Überblick

Veranstalter: World Water Council (UN nahe Organisation) zusammen mit der gastgebenden Nation und der gastgebenden Stadt

 

Teilnehmer: Internationale Organisationen, Regierungen, öffentliche und private Unternehmen, professionelle Netzwerke und Akademien, Nichtregierungsorganisationen (NGO’s), insgesamt mehr als 35.000 Teilnehmer erwartet

 

Zeitraum: 12. April 2015 bis 17. April 2015

 

Erstes World Water Forum: 1997

 

Vorbereitende Maßnahmen: rund 2 Jahre mit regelmäßigen Meetings und umfangreichem Berichtswesen

 

Hauptziele des 7. World Water Forum

 

Das 7. World Water Forum wird sich auf die Umsetzung der beim 6. World Water Forums (Marseille, Frankreich, 2012) gefunden Lösungen, konzentrieren. Folgende wichtige Punkte werden deshalb besprochen:

 

– Schritt von der gefunden Lösung zur Implementierung

– Übertragungen der Kenntnisse aus Wissenschaft und Technik auf die Wasserthemen

– Sicherstellung einer hohen Priorität für Wasser in den Sustainable Development Goals (SDGs)

 

 

Zusammenspiel Wasser und Finanzen eines der Hauptthemen auf dem 7. World Water Forum

 

Die Finanzierung der benötigten Wasser Infrastrukturprojekte ist von jeher eine der ganz großen Herausforderungen. Deshalb wird am 13. April 2015 der High-Level Panel Infrastructure Financing for a Water-Secure World abgehalten. Es ist unbestritten, dass die Finanzierung sowohl aus öffentlichen wie auch aus privaten Quellen geschehen muss. Geleitet wird das Panel vom General Secretary der OECD, Angel Gurria.

 

 

Privater Geldgeber für die Lösung der weltweiten Wasserthemen können Sie übrigens ganz einfach auch selbst werden. Über unsere Musterdepots Wasser können Sie ganz bequem ihr Geld in Unternehmen wie Anbietern von Meerwasserentsalzungsanlagen, Filter-Hersteller oder Wasserinfrastruktur-Anbietern investieren. Breit gestreut in rund 150 verschiedene Unternehmen bleibt das Risiko klein und der finanzielle Anlageerfolg sollte groß werden (Durchschnitt der letzten 5 Jahre: 13,7 Prozent pro Jahr).

 

 

7. world water forum interessante Wassergeldanlagen

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.