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Lebensversicherung kündigen? – 5 Alternativen!

Freitag, 25. August 2017

Zusammenfassung: Durch hohe Stornokosten ist die Kündigung einer laufenden Lebensversicherungspolice kaum rentabel. Alternativen zu diesem letzten Schritt können unter anderem Verkauf, Beitragsfreistellung oder Beleihung sein. Die beste Lösung generell bleibt jedoch, sich bereits vor Vertragsabschuss – und gegebenenfalls vor einer Kündigung – umfassend beraten zu lassen, um teure Fehler zu vermeiden.

 

 

Finanzielle Sorgen sind belastend.

Knapp bei Kasse? – Eine unangenehme Situation, in der niemand gerne ständig stecken möchte. Also gilt es zu überlegen, wie mehr Geld in die Kasse kommen oder weniger ausgegeben werden könnte. Eine Lösung: Regelmäßige Ausgaben auf den Prüfstand stellen und neu entscheiden, welches Abonnement, welche Mitgliedschaft oder auch welche Versicherung vielleicht nicht mehr in die aktuelle Lebenssituation passt.

 

Doch während beispielsweise die Kündigung eines Zeitschriftenabonnements lediglich die Einstellung der regelmäßigen Lieferung zur Folge hat und sicher nur Vereine und Mitgliedschaften aufgekündigt werden, die ohnehin kaum oder selten genutzt werden, sieht das mit der Kündigung einer Versicherung schon ganz anders aus. Konsequenz Nummer eins: der Versicherungsschutz erlischt.

 

Bei einer Risikolebensversicherung bedeutet das, dass die Hinterbliebenen im Ernstfall finanziell nicht abgesichert sind. Bei einer Kapitallebensversicherung oder einer fondsgebundenen Lebensversicherung kommen zusätzlich als zweite Konsequenz hohe Stornokosten hinzu. Keine Angst – diese Kosten bilden keine zusätzliche Belastung – sie werden stattdessen vom aktuellen Rückkaufswert der Versicherung abgezogen. In der Praxis bedeutet das: Wer eine Lebensversicherung aufkündigt, verschenkt Geld, denn die Versicherungspolice verliert durch die vorzeitige Beendigung des Vertrags erheblich an Wert. Nach Abzug der Stornokosten bleibt da nicht viel übrig.

 

 

Vielfältige Gründe für und gegen eine Lebensversicherung

Lebensversicherungen gehören in Deutschland nach wie vor zu den beliebtesten Policen. Schließlich zählt Sicherheit bei vielen Sparern weiterhin zu den wichtigsten Ansprüchen und entscheidendsten Faktoren für eine Lebensversicherung, die auch zur privaten Altersvorsorge dient.

 

Wenn der Milchschaum abgeschöpft ist, bleibt nicht viel …

Aktuell laufen rund 94 Millionen Verträge. Die Kehrseite dieser Popularität: Oft werden noch immer Verträge abgeschlossen, die mittel- oder langfristig nicht zur persönlichen und finanziellen Situation des Versicherungsnehmers passen. Fehlentscheidungen mit teuren Folgen. Fast jede zweite Versicherungspolice wird vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit gekündigt. Das bedeutet, dass das eigentliche Ziel – der Aufbau einer soliden finanziellen Vorsorge für das Alter – nicht erreicht wurde.

 

Die Gründe für diesen Schritt sind vielfältig. Teilweise macht sich während der Laufzeit eine Frustration über die geringe Rendite der Versicherungspolice breit, denn in den vergangenen Jahren sind die Überschussbeteiligungen bei vielen Versicherungsgesellschaften gesunken. Während ehemals Versicherte mit Erträgen von teilweise über sechs Prozent rechnen konnten, ist aktuell Bescheidenheit angesagt. Das anhaltende Niedrigzinsniveau macht auch vor den Lebensversicherern nicht Halt. Kunden können derzeit nur noch mit einer Rendite zwischen drei und vier Prozent rechnen. Ein Ende des Trends ist nicht abzusehen.

 

Auch der weiter abgesenkte Garantiezins hat sich zu einem Argument gegen die Lebensversicherungspolice entwickelt. Denn die hohe Beliebtheit der kapitalbindenden Lebensversicherungen basierte zu einem großen Teil auf der gebotenen Sicherheit und auf der garantierten Verzinsung, die bis zur Jahrtausendwende bei satten vier Prozent lag. Die rasante Talfahrt des Garantiezinses hat allerdings dazu geführt, dass mit aktuell 0,9 Prozent eigentlich nicht mal mehr die Inflation ausgeglichen werden kann. Zwar sind bei laufenden Verträgen die jeweils im Abschlussjahr gültigen Zinsen auch weiterhin garantiert. Die ehemals beliebte klassische Lebensversicherung zur Altersvorsorge entwickelt sich allerdings immer mehr zum Auslaufmodell.

 

 

Kündigung ist keine Seltenheit – aber nicht alternativlos

Wer frühzeitig kündigt, verschenkt Geld.

Die unzähligen Gründe, die zur Kündigung der Lebensversicherung führen, bewegen sich also auf dem weiten Feld zwischen persönlichen Lebensumständen und strukturellen Entwicklungen.

 

Kündigung bedeutet in diesem Fall, dass die vereinbarte Mindestlaufzeit der Police vorzeitig beendet wird. Denn im Allgemeinen kann nach Ablauf der Mindestlaufzeit der Vertrag vier Wochen zum Ende des Versicherungsjahres gekündigt werden. Das bedeutet, dass die Vertragslaufzeit reduziert wird. Reduziert werden kann auch die Versicherungssumme der Police. Dadurch sinken die monatlichen Beiträge. Nachteil dieser Variante: Im Todesfall verringert sich auch die Auszahlung an die Hinterbliebenen. Wer dieses Risiko nicht eingehen möchte, kann auch den Vertrag in Richtung einer Risikolebensversicherung ändern. Damit reduzieren sich allerdings auch die Ablaufleistungen zur Altersvorsorge.

 

Die Versicherung vorzeitig zu beenden ist meist keine gute Lösung. Aber es gibt Alternativen, die vielen Versicherten unbekannt sind und den Geldbeutel schonen.

 

 

Alternative 1: Verkaufen

Abgesehen von der klassischen Risikolebensversicherung, die immer noch das eigene Leben versichert und die jeweils im Vertrag begünstigten Hinterbliebenen absichert, verfolgen Lebensversicherungen heute vor allem den Zweck, eine finanzielle Vorsorge für das Leben in den kommenden Jahren zu treffen.

 

Entsprechend investieren Versicherungsgesellschaften die Prämien, um später eine entsprechende Rendite gewährleisten zu können. Das bedeutet, dass die Lebensversicherungspolice einen Wert an sich besitzt. Allerdings ist dieser Wert erst nach Ablauf der Laufzeit auch wirklich attraktiv.

 

Auch wenn der Versicherte nicht warten kann und lieber jetzt als gleich das Geld benötigt, andere haben einen längeren Atem und können abwarten: spezielle Ankaufunternehmen und andere Investoren.

 

Verkauf bringt Geld in die Kasse.

Daher bietet es sich an, die Versicherungspolice an diese Interessenten zu verkaufen. Das Ankaufunternehmen führt dann den Vertrag bis zur Fälligkeit weiter. Das bedeutet, dass die fälligen Beiträge gezahlt werden und für den Verkäufer weiterhin ein Versicherungsschutz besteht. Wird dann die Versicherung nach Ablauf der Laufzeit fällig, erhält das Ankaufunternehmen sämtliche Auszahlungen und Beteiligungen.

 

Die Vorteile für den Verkäufer liegen auf der Hand. Da bei einem Verkauf die hohen Stornokosten der Versicherung entfallen, hält sich der Verlust in Grenzen. Im Allgemeinen erhält der Verkaufswillige dann einen Preis, der etwa ein bis fünf Prozent über dem aktuellen Rückkaufswert der Police liegt und kann sofort über den Betrag verfügen.

 

Auch Ankaufangebote sorgfältig prüfen

Die renommierte Stiftung Warentest warnt jedoch davor, allzu blauäugig den Verkauf anzugehen und die Angebote zum Ankauf der Lebensversicherungspolice sorgfältig zu prüfen. Denn Vergleich lohnt sich auch hier.

 

Außerdem sollte der Versicherungsnehmer auch darauf achten, ob Steuern beim Verkauf der Police anfallen. Entscheidend dafür ist das Jahr des Vertragsabschlusses. Wer eine Police mit einer Mindestlaufzeit von zwölf Jahren vor dem Jahr 2005 abgeschlossen hat und diesen Vertrag mindestens fünf Jahre bedient hat, zahlt beim Verkauf keine Steuern. Wurden weniger als fünf Jahre Beiträge bezahlt, muss die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und den eingezahlten Beiträgen versteuert werden.

 

Für Verträge die ab 2005 abgeschlossen wurden, wird die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent fällig. Außerdem muss der Solidarzuschlag gezahlt werden. Versteuert wird auch hier der Gewinn, also der Betrag, der nach Abzug der Beiträge vom Kaufpreis übrig bleibt.

 

 

Alternative 2: Policedarlehen

Wer kurzfristig Geld benötigt, sich aber nicht von der Versicherungspolice trennen will, kann den Wert der Lebensversicherung nutzen und den Vertrag beleihen. Auf diese Weise kann eine vorzeitige Auflösung des Vertrags, die in der Regel mit hohen finanziellen Verlusten verbunden ist, elegant umgangen werden.

 

Versicherungspolicen können eine sichere Bank sein.

Dabei haben sich verschiedene Finanzdienstleister auf dieses lukrative Feld spezialisiert. Schließlich stellt die Kapitallebensversicherung eine sehr solide Sicherheit für die Kreditgeber dar. Entsprechend liegen die Zinsen für diese Policedarlehen im Allgemeinen unter den Angeboten der Banken und werden mit meist flexiblen Rückzahlungsmodalitäten angeboten. Besonders interessant ist dabei, dass die ansonsten obligatorische Schufa-Anfrage und – Eintrag entfällt.

 

Ein weiterer Vorteil des Policedarlehens ist, dass der vertragliche Versicherungsschutz weiterhin ununterbrochen bestehen bleibt und sich nichts an den geplanten Ablaufleistungen ändert. Damit ist die Beleihung der Lebensversicherung eine interessante Alternative für alle, die zwar dringend Geld benötigen, jedoch weiter an ihrer privaten Altersvorsorge weiter arbeiten wollen.

 

 

Alternative 3: Beitragsfreistellung

Wenn die regelmäßigen Beiträge zur Lebensversicherung eine Belastung darstellen jedoch der Verkauf oder die Beleihung der Police nicht drängt, ist die Beitragsfreistellung des Vertrags eine solide und simple Lösung. Der Versicherte stellt dafür einen Antrag auf Beitragsfreistellung bei der Versicherungsgesellschaft und muss dann keine Versicherungsbeiträge mehr leisten. Gleichzeitig werden jedoch die bereits eingezahlten Sparanteile weiter verzinst. Nach Vertragsablauf fallen die Auszahlungen dann zwar entsprechend geringer aus als bei einer regelmäßig bedienten Police, die Verluste sind jedoch überschaubarer als bei einem Verkauf des Vertrags. Ein weiterer Vorteil dieser Alternative: Wenn sich die persönliche finanzielle Situation verbessert, kann der Vertrag wieder aufgenommen werden.

 

Nachteilig kann es sein, wenn an der Lebensversicherung weitere Zusatzversicherungen hängen, wie beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsversicherung, denn der Versicherungsschutz entfällt während der Beitragsfreistellung.

 

 

Alternative 4: Stundung der Beiträge

Freiberufler und Selbstständige können ein Lied davon singen, um die Zahlungsmoral steht es nicht immer zum Besten. Wer also theoretisch die Beiträge seiner Versicherung bezahlen kann, praktisch aber noch nicht über das Geld verfügt, kann die Beiträge bei der Versicherung auch vorübergehende stunden lassen. Die versäumten Beiträge müssen dann komplett nachgezahlt werden. Diese Variante bietet den Vorteil, dass sich die Versicherungssumme nicht verändert, die Sparanteile voll verzinst werden und der kurzzeitige finanzielle Engpass überbrückt werden kann.

Alternative 5: Beiträge aus Überschüssen bezahlen

Wer bereits eine ganze Weile die Lebensversicherung bedient hat, kann als Alternative zur Kündigung auch die laufenden Beiträge aus dem bereits angesparten Vertragskapital begleichen. Der Versicherte leiht sich quasi das Geld für die Beiträge von sich selbst. Die Nachteile sind gering, die Ablaufleistungen der Police verringern sich entsprechend.

 

 

Beratung – vor Vertragsabschluss und vor einer Kündigung

Beratung wirkt besser als Sorgenfresser.

Es gibt einen Weg, einen unpassenden Vertrag von Anfang an zu vermeiden und – wenn das Kind dann doch in den Brunnen gefallen ist – eine verlustreiche Kündigung der Police zu umgehen. Dieser Weg ist die vertrauensvolle Beratung mit einem unabhängigen Finanzdienstleister.

 

Wir von Grünes Geld, ermitteln gemeinsam mit unseren Kunden nicht nur die aktuelle finanzielle und persönliche Situation, sondern arbeiten auch heraus, welche Werte Ihnen wichtig sind und welche Finanzprodukte zu Ihnen passen. Dann wer eine kurzfristige Geldanlage sucht, wird kaum mit einer kapitalbindenden Lebensversicherung glücklich werden, gleichgültig, wie attraktiv die Erträge einmal sein werden.

 

Neben der vertrauensvollen Zusammenarbeit verbindet uns jedoch noch ein weiterer wichtiger Punkt mit unseren Klienten: Seit mehr als zehn Jahren stellen wir mit unserem Unternehmen unter Beweis, dass nachhaltige Geldanlagen gute Erträge erzielen.

 

Durch Geldanlagen in ökologisch und soziale sinnvolle Projekte machen wir Stück für Stück die Welt etwas besser und erwirtschaften dennoch gute Erträge für unsere Kunden. Mit mehr als 300 interessanten Anlageprodukten, finden wir für jeden Anlegertyp die passende Lösung – vom unkomplizierten monatlichen Sparen bis hin zur grünen Lebensversicherung.

 

 

 

 

Carmen Junker Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Rückkaufswert der Lebensversicherung – Verluste vorprogrammiert

Freitag, 11. August 2017
Zusammenfassung: Lebensversicherungen sind Verträge, die auf einen langen Zeitraum ausgerichtet sind. Wenn jedoch die regelmäßigen Beiträge zur Belastung werden, denken Versicherte über eine Auslösung des Vertrags nach. Der jeweilige Rückkaufswert gibt Auskunft über den aktuellen Wert der Police. Generell ist die vorzeitige Beendigung des Vertrags wirtschaftlich nicht vorteilhaft.

 

 

Beliebte Geldanlage: Kapitallebensversicherungen.

Wer eine Kapitallebensversicherung abschließt, geht eine langfristige Bindung ein. Schließlich gehen dem Vertragsabschluss persönliche Überlegungen und Planungen sowie eine ausführliche Beratung voran.

 

Im Allgemeinen beträgt die Laufzeit der Lebensversicherung mindestens zwölf Jahre. Teilweise bieten sich auch längere Laufzeiten von 20 oder 30 Jahren an, um eine höhere Rendite zu erzielen und den Zinseszinseffekt voll auszunutzen.

 

 

Langfristige Verträge in kurzlebigen Zeiten

Ein norddeutsches Sprichwort besagt: „Zeit, Ebbe und Flut wartet auf niemand.“ Und die Umstände, unter denen einstmals eine Lebensversicherung abgeschlossen wurde, verändern sich über die Jahre rasch. Schließlich sind die teilweise gewählten zwölf Jahre in unserer schnelllebigen Zeit eine halbe Ewigkeit; wer schon bei den Kindern an die Rente denkt kann auch schnell einen über viele Jahrzehnte laufenden Vertrag erhalten.

 

Auch bei solider Planung – die Zukunft ist ungewiss.

Innerhalb dieser kleinen Ewigkeit verändern sich Lebensumstände radikal. Ehen werden geschlossen – und das längst nicht mehr für die Ewigkeit, denn das Scheidungsrisiko steigt bereits nach drei Ehejahren signifikant an und ebbt erst nach elf Jahren wieder ab. Darüber hinaus verändern Kinder die Lebenssituation. Auch berufliche Wechsel oder gar der Verlust der Arbeitsstelle können eine radikale Veränderung der wirtschaftlichen Situation verursachen – und plötzlich ist nichts mehr so, wie es bei Vertragsbeginn einmal gewesen ist. Aber, wie schon der legendäre Fußballtrainer Dragoslav Stepanovic sagte: „Lebbe geht weider!“

 

Auch wenn der Blick in die Zukunft generell schwierig ist, gut ist es in jedem Fall, die persönlichen Finanzen im Blick zu behalten. Dazu gehört es auch, den Wert – in diesem Falle Rückkaufswert – seiner Lebensversicherung zu kennen – auch wenn Kündigung und Rückkauf ein Verlustgeschäft darstellen.

 

Viele Versicherungsnehmer ziehen diesen Schritt dennoch in Betracht, um einen raschen Ausweg aus finanziellen Engpässen zu finden. Immerhin endet rund jeder dritte Lebensversicherungsvertrag im Rückkauf. Eine stolze Zahl, bei immerhin rund 90 Millionen laufender Verträge in Deutschland. Insgesamt wurden im Jahr 2015 Policen im Wert von rund 13 Milliarden Euro beendet.

 

 

Rückkaufsrechte – gesetzlich festgelegt oder vertraglich vereinbart

Wer – aus welchen Gründen auch immer – seine Kapitallebensversicherung aufgeben will, hat die rechtlich zugesicherte Möglichkeit, die Police an die Versicherungsgesellschaft zurück zu verkaufen. Der Versicherer kauft also dem Versicherungsnehmer die Rechte ab, die er durch den Abschluss der Police einmal erworben hat.

 

In Deutschland wird der Rückkauf von Lebensversicherungsverträgen konkret durch das Versicherungsvertragsgesetz geregelt. Darin sieht der Gesetzgeber vor, dass Versicherte generell ein Rückkaufsrecht haben – vorausgesetzt, es besteht zu diesem Zeitpunkt ein echter Rückkaufswert. Unter diese gesetzliche Regelung fallen damit die klassischen Kapitallebensversicherungen sowie die fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung in der Zeit zwischen Vertragsbeginn und Rentenzahlung, der sogenannten Aufschubzeit.

 

Bei anderen Verträgen kann ein Rückkaufsrecht vertraglich vereinbart werden. Ohne Rückkaufrecht sind in der Regel Risikolebensversicherungen. Außerdem Rentenversicherung, die bereits ausgezahlt werden sowie Rentenversicherungen in der Aufschubzeit ohne vereinbarte Todesfallleistung.

 

 

Rückkaufswert – der Zeitwert der Lebensversicherung

Rückkauf bedeutet Verluste – Geduld lohnt sich …

Versicherungsgesellschaften informieren ihre Kunden jährlich über die Höhe des angesparten Rückkaufswertes der Versicherungspolice ihrer Lebensversicherung. – Ein Standardbrief, der unter normalen Umständen schnell in der Ablage verschwindet. Es sei denn, der Kunde überlegt aktuell tatsächlich sich von seinem Versicherungsvertrag zu trennen. Zum Beispiel, weil die monatlichen Belastungen nicht in die derzeitige Lebens- und Finanzsituation passen (auch wenn dann die Beitragsfreistellung die passendere Lösung wäre…).

 

Der Rückkaufswert beschreibt damit dem Zeitwert der Versicherungspolice. Die Versicherungsgesellschaft garantiert damit das Recht, die Police zurückzugeben und dem Versicherten die zugeteilten Überschussanteile und – seit 2008 – die Hälfte der Bewertungsreserven anteilig auszuzahlen.

 

Wer sich – aus welchen Gründen auch immer – für den Rückkauf seiner Lebensversicherung entscheidet, muss wissen, dass dieser Schritt – vor allem am Anfang der Laufzeit – nicht gerade lukrativ ist. Das gilt nicht nur für den Versicherungsnehmer, sondern auch für die Versicherungsgesellschaft. Schließlich plant diese mit den laufenden Beiträgen langfristige Anlagen, um optimale Erträge zu erwirtschaften.

 

Ein weiterer Nachteil beim Rückkauf von Lebensversicherungen: Der aktuelle Rückkaufswert fällt nie höher aus, als die Auszahlung im Todesfall. Sollte der Rückkaufswert über der vertraglich vereinbarten Todesfallleistung liegen, verwendet die Versicherungsgesellschaft das Geld für die Bildung beitragsfreier Versicherungen.

 

 

Keine Steuererleichterung bei Rückkäufen

Wer seine Lebensversicherung vor Ablauf der Mindestlaufzeit von zwölf Jahren zurückgibt, verliert nicht nur Geld durch fehlende Überschussbeteiligungen und Erträge, sondern lässt sich auch steuerliche Vorteile entgehen.

 

Rückkauf bedeutet auch Steuern.

Denn seit 2005 gelten für neu abgeschlossene Lebensversicherungen, neue Regelungen. Waren vormals die Erträge der private Renten- oder Kapitallebensversicherungen  bei einer einmaligen Auszahlung steuerfrei, müssen diese Gelder aktuell versteuert werden. Betroffen sind dabei sämtliche privaten Lebens- und Rentenversicherungen. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit werden die Erträge nach den Regelungen des Alterseinkünftegesetz vorgelagert versteuert. Da die Beiträge zu diesen Versicherungen auf bereits versteuertem Einkommen stammen, greifen hier Erleichterungen, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden. Die Versicherungsnehmer erhalten im Rahmen ihrer Einkommenssteuererklärung Geld zurück, je nach Steuerklasse bis zu 50 Prozent der vorgelagerten Besteuerung . Allerdings nur, wenn die Mindestlaufzeit eingezahlten wurde. Wer sich für einen Rückkauf entscheidet, muss die entsprechenden Erträge voll versteuern.

 

 

Neu: Die Ermittlung des Rückkaufswertes bei Verträgen ab 2008

Schlechtes Geschäft hin oder her – manchmal mag kein Weg am Rückkauf vorbei führen. Gute Nachricht für Versicherte, die ihren Vertrag ab 2008 abgeschlossen haben: für den Rückkauf dieser Policen sieht der Gesetzgeber generell einen Mindestrückkaufswert  vor. Dabei gilt für Kapitallebensversicherungen die Faustregel: der Rückkaufswert entspricht dem Deckungskapital der Versicherung, aus dem normalerweise die Lebensversicherung nach Ablauf der Vertragslaufzeit ausbezahlt wird.

 

Beim Rückkauf werden entsprechend der Sparanteil der geleisteten Beiträge sowie die für den Versicherungszeitraum zugeteilten Überschussbeteiligungen und Zinsen ausgezahlt. Allerdings werden von diesem Betrag auch noch anteilig Vertriebs- und Abschlusskosten sowie weitere Aufwendungen für die Verwaltung abgezogen. Auch ein Stornoabschlag ist möglich, muss aber angemessen und vertraglich vereinbart worden sein.

 

Die gesetzliche Neuregelung für Verträge ab 2008 bietet den Vorteil, dass die Abschlusskosten der Versicherung auf die ersten fünf Jahre gleichmäßig verteilt werden und seit 2015 zudem begrenzt sein müssen.

 

Versicherte profitieren von der Regelung, denn wer bislang mehr Beiträge eingezahlt hatte als der aktuelle Rückkaufswert betrugt – und das war in den ersteSonderkonditionen mit den Grünes Geld Newsn fünf Jahren die Regel – machte mit dem Rückkauf nur Verluste, denn der Wert der Police belief sich im Allgemeinen auf Null.

 

Grund dafür war die Abschlussprovision – also die Vertriebskosten – der Versicherung. Durch den Abzug dieser Kosten vom Rückkaufswert der Police, begann quasi jede Lebensversicherung mit einem negativen Wert. Durch die neue gesetzliche Regelung hat jede Lebensversicherung, die ab 2008 abgeschlossen wurde einen positiven Rückkaufswert, denn die Kosten werden gezillmert. Hinter diesem Begriff, der auf den Versicherungsmathematiker August Zillmer zurückgeht, steht die Verrechnung der Abschlusskosten auf die Versicherungsbeiträge. Während allerdings Zillmer im 19. Jahrhundert noch von einem Jahresbeitrag zur Deckung der Abschlusskosten ausging, sieht die aktuelle gesetzliche Regelung seit 2015 einen Prozentsatz von maximal 2,5 Prozent der gesamten Beiträge – also auch aller künftigen – vor.

 

 

Alt: Die Ermittlung des Rückkaufswertes bei Verträgen vor 2008

Im Allgemeinen steigt der Rückkaufswert der Lebensversicherung an, je länger die Police bereits läuft. Daher ist es wichtig, auch die Regelungen zum Rückkaufswert für Versicherungsverträge vor 2008 genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

Gemäß der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) gilt für Lebensversicherungen, die zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen wurden die Regelung, dass der Rückkaufswert der Police mindestens der Hälfte des Deckungskapitals entspricht. Dabei wird das Deckungskapital nicht gezillmert. Entsprechend werden von diesem Betrag zwar Verwaltungskosten abgezogen, nicht aber die Abschluss- und Vertriebskosten. Ebenso entfallen Storno- und Kündigungsgebühren.

 

 

Rückkauf von fondsgebundenen Lebensversicherungen

Wer eine fondsgebundene Lebensversicherung abgeschlossen hat und sich für einen Rückkauf entscheidet, kann mit ähnlichen Regelungen wie bei anderen Versicherungspolicen rechnen. Bei Verträgen seit 2008 wird der Rückkaufswert nach dem Wert der Fondsanteile. Auch hier gilt, dass die Vertriebs- und Abschlusskosten der Police gleichmäßig auf die ersten fünf Jahre der Laufzeit verteilt werden müssen.

 

Für Policen, die vor 2008 abgeschlossen wurden hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass sich die Höhe des Rückkaufswertes mindestens an der Hälfte des Fondsguthabens bemisst. Dabei dürfen die Versicherer zwar Verwaltungskosten abziehen, nicht jedoch die hohen Vertriebskosten.

 

 

Erst Beratung – dann Entscheidung

Entscheidungen gemeinsam treffen!

Der Rückkauf einer Lebens- oder Rentenversicherung sollte gut überlegt sein. Schließlich handelt es sich hier um ein Verlustgeschäft, denn der Versicherte verliert nicht nur den vereinbarten Versicherungsschutz, sondern verzichtet auch auf große Teile seine Ansprüche aus Schlussüberschüssen. Zudem muss er die Erträge aus dem frühzeitig beenden Vertrag voll versteuern. Viel bleibt dann oft nicht übrig.

 

Wer also finanziell in der Klemme steckt und kurzfristig Geld benötigt, sollte zunächst einen kühlen Kopf bewahren und seine persönliche Situation genau analysieren. Am besten mit zusammen mit Profis.

 

Grünes Geld, Experte für nachhaltige Geldanlagen, bietet seinen Kunden auch als unabhängiger Finanzexperte Lösungen zur privaten Altersvorsorge an und verfügt über eine weitreichende Erfahrung in diesem Bereich. Gerd Junker, Geschäftsführer von Grünes Geld rät daher: „Die Entscheidung für einen Rückkauf der Lebensversicherung sollte nicht allein im stillen Kämmerlein passieren. Wichtig ist es, mit einem Finanzexperten die Situation zu besprechen, um finanzielle Nachteile zu vermeiden.“

 

Die vorzeitige Beendigung des Vertrags mit den entsprechenden finanziellen Einbußen kann so in vielen Fällen abgewendet werden. Kunden profitieren dann weiter von einem Versicherungsschutz, geplanten Auszahlungen und steuerlichen Vorteilen.

 

Gerade wenn eine Police bereits länger als fünf Jahre läuft, sind unnötige Verluste vorprogrammiert. Je nach Situation des Kunden ergeben sich zum Rückkauf unterschiedliche Alternativen, die ebenfalls aus einem finanziellen Engpass heraushelfen können. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig. So kann eine Beitragsfreistellung eine gute Lösung sein, wenn der Vertrag zwar gute Erträge liefert, die Beiträge jedoch nicht aufgebracht werden können. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, den Vertrag zu beleihen oder einen teilweisen Rückkauf durchzuführen und damit nur einzelne Teile des Vertrags kündigen.

 

Auch der Verkauf der Police an einen professionellen Ankäufer ist meist lukrativer als der Rückkauf. Dabei werden alle Rechte auf Auszahlungen nach Ablauf des Vertrags verkauft. Neben dem daraus direkt verfügbaren Geld profitiert der Versicherte weiterhin vom Versicherungsschutz, denn im Todesfalle erhalten die Hinterbliebenen die festgesetzte Todesfallsumme.

 

 

 

 

Carmen Junker   Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Richtig versteuern: Erträge aus kapitalbildenden Lebens- und Rentenversicherung

Freitag, 28. Juli 2017
Zusammenfassung: Für ab 2005 abgeschlossene kapitalbildende Lebens- und Rentenversicherungen wurden die Besteuerungsregelungen geändert. Erträge müssen seit dem versteuert werden. Diese Regelung greift in diesem Jahr erstmals für die Verträge mit der steuerbegünstigen Laufzeit von zwölf Jahren. Versicherte sollten sich jetzt gut informieren, damit sie ihre Steuervorteile korrekt geltend machen.

 

 

Versicherungspolicen im Blick behalten!

Früher war alles besser – so wird immer wieder geklagt und voller Sehnsucht die gute alte Zeit verklärt. Ob das stimmt oder nicht, sei einmal dahingestellt. Fakt ist, dass die Welt an Komplexität rasant zugenommen hat, Zusammenhänge und Verflechtungen kaum noch zu überblicken sind und einfache Erklärungen in der Regel nicht der ganzen Wahrheit entsprechen.

 

Wer die Komplexität der Moderne akzeptiert, weiß, dass Antworten und Lösungen umfangreicher sind als früher. Das trifft nicht nur auf das Weltall und die Zukunft der Menschheit zu, sondern leider auch auf die Steuerregelungen für Lebensversicherungen. Denn die lassen sich längst nicht mehr kurz und knapp erklären.

 

 

Versicherungspolicen im Auge behalten

Kapitallebensversicherungen zählen zu den beliebtesten Produkten der privaten Altersvorsorge. Auch wenn die erheblichen steuerlichen Vorteile vor einigen Jahren abgeschafft wurden und angesichts der niedrigen Zinsen die Erträge geringer ausfallen, sind aktuell rund 90 Millionen laufender Policen im Markt. Nach wie vor bieten Sie nämlich steuerliche Vorteile und als einzige Lösung die Absicherung des sogenannten Langlebigkeitsrisikos: sie zahlen Renten nämlich bis zum Lebensende, egal wie alt man wird.

 

Die Beliebtheit liegt sicherlich auch daran, dass Lebensversicherungen – wie vormals auch das wenig ertragreiche Sparbuch – die Sicherheits- und Sparmentalität der Deutschen trifft. Wer seinen Vertrag bis zum Ende der Laufzeit behält, bekommt eine Ablaufleistung, die sich aus der garantierten Versicherungssumme, Überschussbeteiligungen und einem möglichen Schlussbonus zusammensetzt.

 

Die passende Lebensversicherung finden und abzuschließen, ist für die meisten Laien schon eine Wissenschaft für sich. Ist die Entscheidung erst einmal getroffen, liegt der Vertrag für eine ganz Weile in der Schublade und gerät vorerst in Vergessenheit.

 

Wer allerdings ab dem Jahresbeginn 2005 eine kapitalbildende Lebens- oder Rentenversicherung abgeschlossen hat, sollte seine Police jetzt noch einmal studieren, denn wie die Kapitallebensversicherung dann versteuert werden muss, hängt ganz entscheiden vom Zeitpunkt des Abschlusses ab. Entsprechend greifen ab 2017 erstmals die vor zwölf Jahren neu eingeführten Regeln zur Besteuerung der Erträge.

 

 

2004 – das Jahr der letzten steuerfreien Leistungen

Die Welt wird zunehmend komplexer.

Im vergangenen Jahr zahlten die Lebensversicherungsgesellschaften in Deutschland – so meldete es der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft – rund 88 Milliarden Euro an ihre Kunden aus. Die besondere Höhe der Summe war vor allem der Tatsache geschuldet, dass 2016 die endfällige Einmalauszahlung der 12-jährigen Policen gezahlt wurde, die im Jahr 2004 abgeschlossen wurden.

 

2004 war dabei nicht nur das erste Jahr des TV-Dauerbrenners „Dschungelcamp“, sondern auch das letzte Jahr, in dem die Erträge aus Lebensversicherungen steuerfrei waren. Nach einer Vertragslaufzeit von mindestens zwölf Jahren konnten sich so Versicherungsnehmer von Kapitallebensversicherungen, Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht und fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen über einen warmen Geldregen ohne Abzüge freuen.

 

Allerdings nur, wenn es sich bei der Ablaufleistung um eine sogenannte Einmalauszahlung handelte und die Versicherung während der Laufzeit von zwölf Jahren maximal sieben Jahre beitragsfrei lief. Beliebt war 2004 das Modell 5 Jahre Einzahlung plus 7 Jahre Ruhezeit.

 

Wer eine regelmäßige private Rente (Leibrente) ausgezahlt bekommt, musste und muss den Ertragsanteil seiner Versicherung auch zukünftig gemäß dem persönlichen Einkommenssteuersatz versteuern. Dabei wird jedoch der Rentenbeginn mitberücksichtigt, so dass dementsprechend gestaffelt nur Teile der ausgezahlten privaten Rente als Ertrag versteuert wird. Generell gilt dabei, je früher die Auszahlung der Leibrente beginnt, desto höher sind die steuerpflichtigen Ertragsanteile. Im Alter von 60 Jahren werden 22 Prozent der ausgezahlten Rentenleistung als zu versteuernder Ertragsanteil zugrunde gelegt, mit 65 Jahren Rentenbeginnalter nur noch 18 Prozent. Sämtliche Einnahmen werden bei der Steuererklärung dem zu versteuernden Einkommen zugerechnet. Insgesamt eine sehr steuergünstige Lösung.

 

 

2005 – „Brutto gleich Netto“ ist passé

Mit dem Jahr 2005 wurde die alte Regelung abgeschafft. Ausgenommen von der Neuregelung bleiben weiterhin jedoch sämtliche staatlich geförderten Produkte, wie die Riester- und Rüruprente sowie Betriebsrenten.

 

Unter die neue Regelung von 2005 fallen sowohl die üblichen privaten Lebensversicherungen mit Sparanteil und Rentenversicherungen mit der Möglichkeit der Einmalauszahlung. Gleichgültig ist, ob die Verträge fondsgebunden sind oder nicht.

 

Damit werden in diesem Jahr erstmals Policen der Lebensversicherer fällig, für die eine völlig neue Besteuerung gilt. Die Kapitalanlageprodukte wie private Renten- oder Kapitallebensversicherungen zählen gemäß des Alterseinkünftegesetzes zur sogenannten 3. Schicht, also der privaten Vorsorge, die der vorgelagerten Versteuerung unterliegt. Dies bedeutet, da bereits aus versteuertem Einkommen angespart wird, greifen für die Besteuerung der Ablaufleistung und der im Vertrag erzielten Erträge Erleichterungen bei der Steuer.

 

 

Die halbe Steuer sparen ist einfach möglich

Optimisten müssen nur die Hälfte versteuern, Pessimisten streichen das „nur“.

Immer – nein, nicht immer, denn auch hier gibt es Ausnahmen. Wenn die Mindestlaufzeit oder das Mindesablaufalter nicht eingehalten wurden, greifen die Erleichterungen nicht. Sondern nur für alle, die sich für die einmalige Auszahlung der Ablaufleistung entscheiden und die Mindestlaufzeit von zwölf Jahren eingehalten haben.

 

Außerdem muss der Versicherungsnehmer mindestens 60 Jahre alt sein. Bei Verträgen, die nach dem Jahr 2012 abgeschlossen wurden, gilt sogar ein höheres Alter von 62 Jahren.

 

Für Lebensversicherungen gilt darüber hinaus, dass der Todesfallschutz mindestens die Hälfte der Beitragssumme umfassen muss. Letzteres gilt für alle Vertragsabschlüsse ab dem 31. März 2009.

 

Ob das Glas nur noch halb voll ist oder schon halb leer, darüber lässt sich trefflich streiten. Fakt ist in jedem Fall: Wer all diese Voraussetzungen erfüllt, muss (nur) die Hälfte der Erträge aus den jetzt fälligen Verträgen versteuern.

 

 

 

 

 

 

Die Voraussetzungen werden allerdings im ersten Schritt – also bei der Auszahlung der Versicherung – nicht berücksichtigt oder geprüft. Denn der Gesetzgeber hat die Versicherungsgesellschaften verpflichtet von der Auszahlung der Lebensversicherung die Abgeltungssteuer inklusive des Solidarzuschlags auf die vollen Kapitalerträge einzubehalten. Ist der Versicherte kirchensteuerpflichtig, wird der entsprechende Anteil ebenfalls einbehalten. Das Geld wird an das zuständige Finanzamt abgeführt. Damit landet pauschal fast ein Drittel der Auszahlungssumme als zu versteuernder Kapitalertrag erst einmal beim Fiskus – ungeachtet des persönlichen Steuersatzes des Versicherten.

 

Dies ist wichtig zu wissen, denn jetzt ist Handeln gefragt.

 

Denn nur die Hälfte der Erträge aus der Lebensversicherung müssen versteuert werden. Das bedeutet, dass eine Hälfte der Erträge steuerfrei ist. Da die Versicherungsgesellschaften die komplette Abgeltungssteuer abführen, müssen Versicherte in der Folge selbst aktiv werden und das zu viel entrichtete Geld zurückfordern.

 

 

Wenn die Hälfte weniger ist als 50 Prozent …

Um die zu viel entrichteten Steuern vom Finanzamt erstattet zu bekommen, erhalten Versicherte von den Versicherungsgesellschaften eine entsprechende Bescheinigung.

 

Wenn der Versicherte im Rahmen seiner Steuererklärung seinen Anteil der abgeführten Steuern zurückfordert, kommt leicht weniger als die rechnerische Hälfte des erwarteten Betrags heraus. Denn während die Versicherer die Abgeltungssteuer abführen, rechnen die Finanzämter mit dem individuellen Einkommenssteuersatz. In der Praxis sieht es dann so aus, dass ein Versicherungsnehmer mit Spitzensteuersatz weit weniger als die Hälfte der eingezogenen Abgeltungssteuer erstattet bekommt. Von der Regelung profitieren in diesem Fall geringverdienende Versicherte, die bei einem Steuersatz von 12,6 Prozent mehr als die Hälfte der einbehaltenen Steuer erstattet bekommen. Allerdings erhöht die ausgezahlte Versicherungssumme auch das zu versteuernde Einkommen. Das bedeutet, dass Versicherte nach der Auszahlung der Lebensversicherung nach einem höheren Steuersatz veranschlagt werden und in der Folge auch mit einer geringeren Erstattung rechnen können.

 

 

Steuern sparen ist möglich

Nicht vergessen: Vom Versicherer abgeführte Steuern zurückfordern.

Gerade Versicherungsnehmer mit hohem Steuersatz schmerzt die neue Regelung zur Besteuerung der kapitalbildenden Lebensversicherung. Steuern lassen sich aber auch noch mit nach 2004 abgeschlossenen Verträgen. So ist beispielsweise ein Wechsel des Versicherungsnehmers durchaus möglich.

 

In der Praxis kann das etwa die Übertragung des Vertrags von den Eltern auf das in der Ausbildung befindliche Kinde sein, das kein oder nur ein gering versteuertes Einkommen bezieht. Ein völlig rechtmäßiger Weg, vor allem vor dem Hintergrund, dass ohnehin viele Eltern versuchen, Vermögen für den Start der Kinder ins Berufsleben aufzubauen.

 

Dabei bewirkt der Wechsel des Versicherungsnehmers keine Novation, die rechtlich als neuer Vertragsabschluss gewertet werden könnte. Die für die Einkommenssteuer relevante Mindestvertragsdauer von zwölf Jahren wird durch den Wechsel des Versicherungsnehmers nicht berührt.

 

 

Versicherte aktiv informieren

Wichtig ist und bleibt natürlich, dass Versicherte ihre Ansprüche gegenüber dem Finanzamt geltend machen. Daher sind Versicherungsgesellschaften jetzt besonders gefordert, ihre Kunden über die veränderte Rechtslage für die Verträge ab 2005 zu informieren.

 

Denn ohne weitere Informationen geht die Bescheinigung der Versicherung möglicherweise in der täglichen Papier- und Informationsflut unter. Die Versicherungskunden müssen jetzt wissen, dass sie ihre Steuervorteile in der nächsten Einkommenssteuererklärung selbst geltend machen oder die Bescheinigung an ihren Steuerberater weitergeben müssen damit kein Geld verloren geht.

 

 

Ausnahme Ausland

Bei Versicherten, die in Deutschland einen Vertrag bei einer ausländischen Versicherungsgesellschaft abgeschlossen haben, sieht das Procedere etwas anders aus. Sie erhalten von ihrer Versicherungsgesellschaft die komplette Auszahlungssumme und müssen die Erträge selbst versteuern. Von ihrem Versicherer erhalten sie dafür eine detaillierte Ertragsaufstellung.

 

 

Auch wenn der Weg schwer ist – gemeinsam geht es leichter.

Es wird nicht einfacher …

Versicherungsnehmer müssen also bei ihrer Steuererklärung für das Jahr 2017 einige Veränderungen im Hinterkopf behalten. Im kommenden Jahr wird es dann eine weitere Neuerung im Bereich der Fondspolicen. Denn ab 2018 greift die Reform der Investmentbesteuerung. Diese sieht vor, dass Fonds mit 15 Prozent besteuert werden. Das Novum dabei ist, dass bislang die Anleger zwar ihre Erträge versteuern mussten, der Fonds selbst jedoch nicht besteuert wurde.

 

Bei fondsbasierten Lebensversicherungen werden dann 15 Prozent des Unterschiedsbetrags steuerfrei sein, soweit dieser Betrag aus Investmenterträgen stammt. Alternativ ist es möglich, dass der Unterschiedsbetrag nicht bei der Feststellung der Einkünfte abgezogen wird. Diese Regelung soll eine Doppelbesteuerung ausschließen.

 

 

… aber leichter durch kompetente Beratung

Der Abschluss einer fondsbasierten Lebensversicherung  ist als Baustein der privaten Altersvorsorge sinnvoll, jedoch in der Durchführung alles andere als trivial.

 

Leichter geht es mit kompetenten und anbieterunabhängigen Partnern an seiner Seite. Wie Beispielsweise die Experten von Grünes Geld. Hier erhalten Anleger nicht nur verständliche Antworten auf alle relevanten Fragen rund um das Thema soziale und ökologische Geldanlagen und Vermögensaufbau. Sie können auch zugleich sicher gehen, dass ihr Geld in Anlageprodukte fließt, die sowohl ausgezeichneten Renditechancen haben und zugleich nachhaltig gemanagt werden. Damit jeder Anlegertyp die passende Lösung für seine Finanzen findet und zugleich die Scherpunkte seiner Investments selbst bestimmen kann, verfügt Grünes Geld über mehr als 300 interessante Anlagemöglichkeiten.

 

 

 

 

 

 

 

Carmen Junker   Carmen Junker ist Gründerin der Grünes Geld GmbH und Geschäftsführerin der Grünes Geld GmbH. Carmen Junker:“ Ein Grund mein berufliches Wirken speziell auf die Nachhaltige Geldanlage auszurichten ist, die Welt ein Stück positiver zu gestalten mit den Mitteln und Kenntnissen die mir zur Verfügung stehen. Aus der Verantwortung für die kommende Generation und weil ich selbst noch einige Jahre auf diesem schönen Planeten verbringen möchte“. Mehr zu ihr und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

 

Berufsunfähigkeitsversicherung – gut vorbereitet ins Leben starten

Freitag, 07. Juli 2017
Zusammenfassung: Berufsunfähigkeitsversicherungen sind sinnvoll und teuer. Wer sich früh für einen Vertrag entscheidet, profitiert von niedrigen Beiträgen und einer meist günstigen Risikobeurteilung. Möglich ist auch einen Kombination der Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer fondsbasierten Altersvorsorge. Ein optimales Geschenk für künftige Schulabgänger und Studierende.

 

Schon zu Schulzeiten sinnvoll – die BU.

Langsam kommt Ferienstimmung bei allen Schülerinnen und Schülern auf, denn auch in den süddeutschen Bundesländern geht das Schuljahr dem Ende entgegen. Für einige Jugendliche beziehungsweise junge Erwachsene ist das Kapitel Schule dann für immer abgeschlossen. Für sie beginnt ein völlig neuer Lebensabschnitt, jenseits der vorgegebenen Zeit- und Stundenpläne, aber auch ohne die gewohnten Sicherheiten. Denn viele Entscheidungen müssen jetzt getroffen werden und viele dieser Entscheidungen bestimmen maßgeblich, wohin der Lebensweg in den kommenden Jahren führen wird.

 

 

„Null Bock“ war gestern

„School’s out forever“ sang einst Alice Cooper. Im vergangenen Jahr haben in Deutschland rund 453.000 Schüler die Hoch- beziehungsweise Fachhochschulreife erworben. Hinzu kommen die Schulabgänger von Haupt-, Mittel- und Realschulen sowie vielfältigen berufsvorbereitenden Schulen.

 

So breit gefächert wie die unterschiedlichen Arten der Schulabschlüsse sind auch die Wege, die sich den Abschlussjahrgängen eröffnen. Bedingt durch die Einführung des Abiturs nach zwölf Schuljahren, entscheiden sich zunehmend viele Schulabgänger für ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr im Rahmen des Bundes-Freiwilligendienstes, für einen Freiwilligendienst im Ausland oder für Work & Travel-Programme. Aber auch die klassische Lehre steht weiter hoch im Kurs, genauso wie die Entscheidung für ein Studium oder für eine Kombination von beidem.

 

In einem Punkt ist sich die „Generation Z“ trotz der Vielfalt der Lebensentwürfe einig: die „Null-Bock-Mentalität“ gehört absolut der Vergangenheit an. Vielmehr bewerten Jugendliche ihre Chancen zunehmend realistisch und haben für ihr persönliches Leben im Allgemeinen grundsolide Pläne und Visionen.

 

 

Stolz und Ängste der Elterngeneration

Schulfach Lebenskunde

Ein bestandener Schulabschluss ist immer auch ein Grund zum Feiern. Zum einen mit den Schulkameraden, zum andren aber auch in der Familie. Schließlich wurden die langen Jahre des Lernens liebevoll begleitet. In vielen Familien ist auch ein Geschenk zum Schulabschluss üblich.

 

Klassiker der Schulabschlussgeschenke sind noch immer der Führerschein oder auch das erste eigene Auto. Je nach dem, wie die konkreteren Pläne aussehen, sind auch Zuschüsse zur Reisekasse, ein neuer Computer oder Hausrat für die ersten eigenen vier Wände gerne gesehene Geschenke. Wer eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich beginnt, freut sich vielleicht auch über seriöse Outfits für den Berufsalltag. Alle diese Gaben haben gemeinsam, dass der Einstieg in die bevorstehende Lebensphase so angenehm und unproblematisch wie möglich verlaufen soll.

 

Die Elterngeneration der heutigen Schulabgänger sieht jedoch nicht nur mit Stolz auf die bisherigen Erfolge ihrer Kinder, sondern blickt genauso mit Ängsten in die Zukunft. Schließlich können junge Menschen oftmals noch nicht alle Gefahren des Lebens hundertprozentig abschätzen. Was ist, wenn nicht immer alles so läuft wie geplant. Wenn eine Krankheit oder ein Unfall den Weg ins Berufsleben blockieren. Was geschieht, wenn der gewählte Traumberuf aufgrund von körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen nicht ausgeübt werden kann?

 

 

Berufsunfähigkeitsversicherung – ein nachhaltiges Geschenk

Viele Ängste sind verständlich, oft gibt es jedoch auch brauchbare Lösungen, Befürchtungen nicht zu groß werden zu lassen. Ein außergewöhnliches, aber auch ein außergewöhnlich sinnvolles Geschenk zum Ende der Schulzeit ist daher eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

 

Früher hieß es „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Eine Weisheit, die im Zeitalter des lebenslangen Lernens recht altbacken daherkommt. Auf den Sinn einer Berufsunfähigkeitsversicherung übertragen kann der Merksatz jedoch zu Recht lauten: „Was Hänschen spart, muss Hans nicht bezahlen“. Denn wer die Berufsunfähigkeitsversicherung früh – am besten noch als Schüler oder Student – abschließt, profitiert von niedrigen Beiträgen.

 

Darüber hinaus ist der frühe Abschluss für Schüler besonders sinnvoll, wenn diese planen, einen risikoreichen Beruf zu ergreifen, denn die bei Vertragsabschluss gewählte Berufsgruppe bleibt auch nach einem tatsächlichen Wechsel in einen risikoreichere Gruppe bestehen. Wer schon als Schüler einsteigt sichert sich eine günstige Berufsgruppe; diese kann er behalten, auch wenn er danach einen Beruf mit hohem Risiko wie Dachdecker oder Gerüstbauer ergreift. Damit werden über die Jahre meist einige Zehntausend Euro eingespart.

 

Auch wenn das Geschenk einer Berufsunfähigkeitsversicherung anfangs wenig glamourös erscheint – ein früher Vertragsabschluss spart zeitlebens bares Geld und – eigentlicher Zweck dieser Versicherung – nimmt eine existenzielle Sorge von den Schultern. Denn sie  greift dann, wenn die eigene Arbeitskraft beschädigt wird.

 

 

Berufsunfähigkeitsversicherung für Studierende

Nicht warten, bis der Zug abgefahren ist.

Wer ein Studium anstrebt, muss viele neue Aufgaben und Herausforderungen bewältigen. Der Berufsbeginn liegt noch in weiterer Ferne und entsprechend entfernt erscheinen auch Überlegungen zu einem möglichen Verlust der Arbeitskraft. Doch hier kann ein Blick in die Statistiken durchaus Überzeugungsarbeit leisten, denn mittlerweile beantragt bereits jeder vierte Erwerbstätige frühzeitig eine Rente wegen einer verminderten Erwerbsfähigkeit.

 

Besonders erschreckend dabei ist, dass der Anteil der psychischen Erkrankungen überproportional zugenommen hat. Besonders das Burn-out-Syndrom betrifft immer mehr – und vor allem auch – immer jüngere Menschen.

 

Kaum ein Student will sich dieses Szenario zu Beginn seiner Ausbildung ausmalen. Fakt ist jedoch, dass der frühe Abschluss einer Versicherung sich allein schon durch die günstigen Beiträge lohnt.

 

Aber aus der Praxis können wir sagen: ein früher Abschluss lohnt sich vor allem auch, weil man dann in der Regel überhaupt noch in die Berufsunfähigkeitsversicherung aufgenommen wird. Denn die Gesundheits-Anforderungen der Versicherer sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen.

 

Schon bei kleinen Erkrankungen wird die Aufnahme schon abgelehnt: ein Besuch beim Psychologen wegen Prüfungsstress, ein Kniespiegelung oder eine austherapiertes Rückenleiden und der Versicherungsschutz ist nicht zu bekommen. In einigen Fällen gelingt die Aufnahme nur gegen einen erhöhten Beitrag. Auch das ist ärgerlich und summiert sich auf.

 

Deshalb: wer jung ist, sollte seinen guten Gesundheitszustand nutzen und in einen Vertrag einsteigen. Vielleicht erstmal mit geringer Summe. Aber der Einstieg ist wichtig.

 

 

Für die Zukunft lernen, in die Zukunft investieren

Wer heute Anfang zwanzig ist, kann später nicht mit einer gesetzlichen Rente rechnen, die den angestrebten Lebensstandard abbildet. Sich früh mit einer privaten Altersversorgung zu beschäftigen, ist daher eine wichtige wenn auch lästige Aufgabe.

 

Lerncoachs haben zu lästigen Aufgaben unterschiedliche Theorien. Am besten ist es jedoch fast immer, wenn diese Dinge zügig und mit Realitätssinn erledigt werden, denn die Zukunft beginnt in der Gegenwart.

 

Besonders geeignet ist für Studierende eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung, beispielsweise den ALfonds der Alten Leipziger, kombiniert wird. Die Fondsauswahl wird dabei mit strengen ethisch-ökologischen Fonds gestaltet.

 

Denn Hand aufs Herz, die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den kostspieligen Versicherungen. Dabei hofft jeder Versicherungsnehmer, dass der Versicherungsfall niemals eintreten möge. Sicher Gründe dafür, dass sich gerade jüngere Menschen mit einem Vertragsabschluss schwer tun. Entgegen wirken daher bei der kombinierten Absicherung zum einen, die günstigen Einstiegstarife der Berufsunfähigkeitsversicherung, zum anderen die vergleichsweise geringen Mehrkosten für die Altersrente.

 

Beispiel: Wer studiert und im Alter von 20 Jahren eine BU-Versicherung über eine monatliche Rente von 1.500 Euro abschließt, zahlt – beispielsweise bei der Alten Leipziger -monatlich rund 60 Euro an Beiträgen. Kombiniert der Versicherte eine fondgebundene Altersrente, erhöhen sich die Beiträge um etwa 20 Euro auf insgesamt rund 80 Euro im Monat. Bei Rentenbeginn ist dann eine lebenslange private Zusatzrente über 446 Euro möglich. Versicherte können sich dann aber auch für eine einmalige Auszahlung in Höhe von rund 100.000 Euro entscheiden und diese nach belieben nutzen oder erneut anlegen.

 

Studierende werden im Allgemeinen in der günstigsten Berufsgruppe (1++) eingestuft, diese Einordnung bleibt dann meist während er gesamten Laufzeit der Versicherung, idealerweise bis zum Rentenbeginn mit 67 Jahren, gleich, auch wenn das persönliche Risiko sicher faktisch erhöht. Versichert werden kann eine monatliche BU-Rente bis zu 2.000 Euro. Dabei besteht die Möglichkeit, die Versicherung noch nachträglich auszubauen und auf eine monatliche Auszahlung bis zu 2.500 Euro zu erhöhen. Dabei ist keine erneute Risikoprüfung notwendig. Darüber hinaus wird auf eine abstrakte Verweisung in alle Berufsgruppen verzichtet.

 

Wer die kombinierte Absicherung wählt hat zudem die Möglichkeit, seine Altersvorsorge jährlich bis zu 40.000 Euro aufzustocken. Eine interessante Option, denn mit dem Start im Berufsleben, muss vorerst keine neue zusätzliche Altersvorsorge ausgearbeitet werden. Gleichzeitig bleibt der Versicherte finanziell flexibel, denn eine teilweise Entnahme aus dem Vertragsguthaben ist jederzeit möglich.

 

 

Früh – früher – rechtzeitig

Glücksbringer mit hohem Berufsrisiko.

Die eigene Arbeitskraft ist ein wertvolles Vermögen, das gut geschützt und erhalten werden muss. Wer nicht studieren will, sollte sich noch früher mit dem Thema Berufsunfähigkeit auseinandersetzen, denn während den angehenden Akademikern in der Risikoeinstufung eine geringe Wahrscheinlichkeit der Berufsunfähigkeit bescheinigt wird, rutschen bereits Bürokaufleute in Risikogruppe 2, Berufe mit normalem Risiko.

 

Erzieherinnen, Industrie- und Kfz-Mechaniker mit einem erhöhten Risiko eingestuft. Richtig teuer wird die Absicherung für klassische Handwerksberufe, wie beispielsweise Maurer und Dachdecker, aber auch Pflegeberufe und Künstler. Ihnen wir eine hohes Risiko der Berufsunfähigkeit prognostiziert.

 

Entscheidend ist dabei der Status bei Vertragsbeginn. Wer also eine Ausbildung plant, ist gut beraten, sich bereits zu Schulzeiten für einen Versicherungsschutz zu entscheiden und von den günstigen Beiträgen langfristig zu profitieren. Hier sollten sich auch Eltern früh mit den Absicherungsmöglichkeiten auseinandersetzen um für und mit den Kindern eine sinnvolle Vorsorge zu treffen.

 

Ein Berufsunfähigkeitsschutz (BU-Schutz) ist dabei bereits ab zehn Jahren möglich. Bis zur zehnten Klasse werden Kinder noch in die Risikogruppe 2+ eingeordnet. Für angehende Handwerker eine ausgezeichnete Option, eine auch in der Ausbildung bezahlbare BU-Versicherung abzuschließen.

 

 

Sinnvoll auch im Hier und Jetzt

Gut gerüstete durch die Schulzeit.

An die eigene Zukunft oder die der Kinder zu denken ist sinnvoll. Sicher lassen sich nicht alle Weichen im Vorfeld stellen. Doch das Leben bietet auch bei gut guter Vorbereitung und geebneten Wegen noch genügend Überraschungen.

 

Sich früh um eine Berufsunfähigkeits-Versicherung zu kümmern ist daher nicht nur gut für den weiteren Lebensweg und spart so auf lange Sicht unnötig hohe Beiträge, die Versicherung kann auch schon in jungen Jahren von Bedeutung sein. Denn wenn ein Kind durch eine Krankheit oder einen Unfall in der Freizeit sein Leben lang erwerbsunfähig bleiben wird, kann eine private Absicherung immerhin die finanzielle Notlage lindern. Glücklicherweise ist die Wahrscheinlichkeit für so ein Unglück gering, dafür sind auch die Beiträge für diese Absicherung niedrig.

 

Viele Eltern legen bereits früh Geld für ihre Kinder an. Daher bietet sich auch hier die Kombination der Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer fondsgebundenen Altersversorgung an. Trotz des geringen finanziellen Mehraufwandes kommt – bedingt durch die lange Laufzeit – eine attraktive Summe zusammen.

 

 

Versicherungswissen sollte Schulfach werden

Prokrastination – also das fast pathologische Aufschieben von wichtigen Erledigungen – avanciert zwar zur Volkkrankheit, ist aber keine Ursache für eine verminderte Arbeitskraft.

 

Gerade bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein Aufschieben wenig sinnvoll, denn steigendes Alter und die Einstufung in eine Risikogruppe treibt die Kosten für den Versicherten in die Höhe. Darüber hinaus verläuft die von den Versicherungsgesellschaften verlangte Gesundheitsprüfung in jungen Jahren meist positiver. Also kein Grund, abzuwarten!

 

„Schulen bereiten mit vielen guten Projekten und Praktika gut auf das Berufsleben vor. Welche Versicherungen sinnvoll sind und wann diese am besten abgeschlossen werden sollten kommt jedoch in keinem Lehrplan vor“, bedauert Carmen Junker von Grünes Geld, einem erfahrenen Experten für nachhaltige Geldanlagen.

 

So lange sich das nicht ändert, sind Eltern und Berufsanfänger verstärkt gefordert, sich um diese relevanten Dinge zu kümmern. Am besten gemeinsam mit Spezialisten wie Grünes Geld. Denn hier gehen Anleger und Versicherungsnehmer stets sicher, dass ihre Anlagegelder und Versicherungsbeiträge nicht nur für sie selbst den größtmöglichen Nutzen bringen, sondern auch im Sinne einer ökologischen und sozialen Entwicklung weltweit angelegt werden.

 

 

 

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Portraitfoto Gerd Junker

Gerd Junker ist Co-Gründer und Geschäftsführer der Grünes Geld GmbH. Gerd Junker: „Wir leben was wir tun! Und das ist ganz einfach, denn der doppelte Nutzen von grünen Geldanlagen ist überzeugend – die Welt verbessern und Rendite erhalten.“ Mehr zu ihm und Grünes Geld auf auf Xing, Facebook oder Twitter.

 

HydropowerINVEST IV erhält Investitionsgarantie

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Mit dem Projekt HydropowerINVEST IV investieren Anleger in 5 Wasserkraftwerke im Nordosten der Türkei. Viele potentielle Anleger fragen sich, wie sicher eine Geldanlage in solch einem Land sein kann? Schließlich ist die Türkei ein Land, das sich im Umbruch befindet und auch angesichts der aktuellen politischen Lage in Syrien eine Schlüsselrolle übernimmt. Der Anbieter Aquila Capital hat die Sorgen ernst genommen und für den Wasserfonds HydropowerINVEST IV eine Investitionsgarantie der Bundesrepublik beantragt und erhalten. Seit mehr als 50 Jahren unterstützt die Bundesrepublik mit solchen Garantien Unternehmen, die Direktinvestments im Ausland tätigen und sichert somit folgende politische Risiken ab:

 

  1. Verstaatlichung, Enteignung oder enteignungsgleiche Maßnahme
  2. Bruch rechtsbeständiger Zusagen staatlicher oder staatlich kontrollierter Stellen
  3. Krieg, kriegerische Auseinandersetzungen, Revolution, Aufruhr oder terroristische Akte
  4. Zahlungsverbote oder Moratorien

 

Um den Anlegern des Projektes HydropowerINVEST IV ein optimales Risikomanagement zu bieten, hat Aquila zusätzlich zur Investitionsgarantie der Bundesrepublik die Kraftwerksgesellschaft mit einem umfangreichen Versicherungspaket abgesichert:

 

 

Versicherte Risiken des Projektes HydropowerINVEST IV

Versicherte Risiken des Projektes HydropowerINVEST IV

 

 

Die Türkei ist ein aufstrebendes Land, welches seinen Energiebedarf zur Zeit noch zu 80% mit Rohstoffimporten deckt. Dabei verfügt das Land noch über ein riesiges, ungenutztes Potential im Bereich der Wasserkraft. Nach der Öffnung des Energiesektors für Privatunternehmen bieten sich immer mehr Anreize, Projekte in diesem Bereich zu realisieren. Über die Chancen, die die Nutzung der Wasserkraft in Europa bietet, haben wir bereits im Oktober einen Artikel veröffentlicht.

 

Weitere Informationen zum Projekt HydropowerINVEST IV finden Sie hier:

 

Aquila HydropowerINVEST IV

 

 

 

 

 

Verfasser des Beitrages

Jasmin Messina-Hamann unterstützt die Grünes Geld GmbH als Berater-Assistentin. Jasmin Messina-Hamann:“Ich freue mich, dass ich – neben meinem persönlichen Engagement (z. B. bei Greenpeace) – beruflich meinen Teil dazu beitragen kann, dass Nachhaltigkeit auch in der Finanzbranche kein Fremdwort mehr ist. Die Macht des eingesetzten Kapitals kann die Welt zum positiven verändern.“